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Tipp-Kicker des Monats September 2016: Mathias Hahnel

Bei der Wahl zum „Tipp-Kicker des Monats September 2016“ wurden genau 50 gültige Stimmen gezählt, bei insgesamt 7 ungültigen Stimmen. Nicht unerwartet konnte sich Mathias Hahnel (1. TKC Kaiserslautern ´86) mit 18 Stimmen gegenüber Henning Horn (SG Karlsruhe/Mayence) mit 13 Stimmen durchsetzen. Herzlichen Glückwunsch, Mathias! Der U18-Spieler Valentin Tenner (spielTrieb Ylipulli Gießen) erreichte mit 10 Stimmen mehr Stimmen als die beiden Spitzenspieler und Führenden Ihrer jeweiligen Einzelwertung Eric Overesch (SG ´94 Hannover; 6 Stimmen) und Christian Kuch (Celtic Berlin; 3 Stimmen) zusammen erzielten.

Unter allen Teilnehmern der Abstimmung wurde ein Materialgutschein für den DTKV-MITGLIEDERSHOP in Höhe von zehn Euro verlost. Die Gewinnerin ist Manuela Winter.

 

Porträt des Siegers:

Mathias Hahnel, Jahrgang 1980, spielte bereits als Jugendlicher einige Jahre, als er 1992 im Rahmen eines Sommerferienprogrammes (Sieger wurde sein Bruder Jochen Hahnel!), den Tipp-Kick-Vereinssport entdeckte. Seit 1992 ist er seinem Verein 1. TKC Kaiserslautern ´86 treu. Viele Jahre standen andere Sportarten wie Tennis im Vordergrund, so dass er nur selten auf Turnieren gesehen wurde. Erst nach einer Sportverletzung vor wenigen Jahren intensivierte er die Tipp-Kick-Leidenschaft. Ihn faszinieren am Tipp-Kick-Spiel insbesondere die notwendige hohe Konzentrations- und Reaktionsfähigkeit sowie die taktischen Prägungen, die nötig sind, um Erfolg zu haben. In den Anfangszeiten seiner TK-Laufbahn war er zudem begeisterter Bastler seiner eigenen Spieler, was heute im Allgemeinen kaum noch gemacht wird. Bei der Frage nach den größten Erfolgen oder Zielen in seinem Tipp-Kick-Leben unterscheidet er gleich die beiden Parallelwelten Mannschaft und Einzelturniere. Der Aufstieg in die Bundesliga und der Klassenerhalt setzt er auf eine Stufe mit dem Gewinn der Westdeutschen Einzelmeisterschaft und seinen Teilnahmen an den Halbfinals der DEM. Angefüttert von diesen Erfolgen sind der Gewinn der Deutschen Meisterschaft, im Einzelbetrieb und mit der Mannschaft, seine Wunschziele. Übrigens sieht er Gallus Frankfurt trotz des klassischen Fehlstartes als Favoriten in der diesjährigen Bundesliga-Saison, betont aber, dass er die Celticer und den eigenen Verein fast auf Augenhöhe mit dem aktuellen Meister sieht. Wenn er etwas in unseren Randsportart bewegen dürfte, wäre es sein größter Wunsch, dass der Tipp-Kick-Verband den e.V.-Status und die Gemeinnützigkeit bekommt. Hier sieht er die Ansatzpunkte, um Tipp-Kick einer breiteren Basis zugänglich zu machen, auch wenn der familiäre Charakter dann dahinschwinden würde. Die Frage, ob er glaubt, dass Tipp-Kick in 50 Jahren noch gespielt wird, beantwortet er mit einem „Ja“, aber nur, wenn die Produktion des Tipp-Kick-Materials nicht eingestellt wird. Der Jugendschwund, die Schnelllebigkeit, die Vergreisung der Tipp-Kick-Szene sieht er dagegen nicht als ausreichend an, dass unsere Randsportart völlig verschwindet.

 

Eine kleine statistische Auswertung der Stimmen ergab:

  • 7 ungültige Stimmen: Ein Teilnehmer stimmte 12 Stunden nach Abstimmungsschluß ab. 4 Teilnehmer stimmten doppelt ab. Da 2 von Ihnen bei Ihrer Wahl unterschiedliche Bewerber wählten, wurden diese Stimmen komplett herausgenommen. Bei den beiden anderen Teilnehmern wurde jeweils nur eine Stimme zugelassen. Ein Teilnehmer gab nur seinen Kose-Vornamen an. Da dieser jedoch bekannt ist wie ein bunter Hund, wurde seine Stimme zugelassen. Auch der Teilnehmer, der sich selbst wählte, wurde natürlich zugelassen.
  • Es wählten nach Regionen: Süden (21 Stimmen), Norden und Westen (je 12 Stimmen), Osten (4 Stimmen). Eine weibliche Teilnehmerin (von insgesamt 2 Teilnehmerinnen) konnte keiner Region zugeordnet werden, beide waren sich aber in ihrer Wahl einig.
  • Der Norden und Süden entschieden die Wahl zugunsten von Mathias Hahnel gegenüber Henning Horn: 4:1 und 9:6 lauteten die direkten Ergebnisse. Valentin Tenner punktete im Norden und im Süden mit je 4 Stimmen. Eric Overesch durfte sich über einige Stimmen aus der geographischen Nachbarschaft freuen, während Christian Kuch mit 50% der Stimmen aus Berlin und 1 Stimme aus dem Westen enttäuschend abschnitt.
  • Ähnlich so viele Wähler wie im Vormonat gab es mit ingesamt 7 aktiven Bundesligasspielern. Hier setzte sich M. Hahnel mit 4 Stimmen gegen seine Mitbewerber durch, die auf je 1 Stimme kamen (Ausnahme C. Kuch mit 0 Stimmen).
  • Um die kleine statistische Auswertung dieser Auswertung auf die Spitze zu treiben: Bei den Wählern, die zwischen Mitternacht und 6 Uhr morgens ihre Stimme abgaben, lag M. Hahnel mit 50% der Stimmen vorne!

Vorschau: 7. Cult Classics in Gevelsberg

Der Westen lebt! So kann man die 7.Cult Classics beschreiben. Mit knapp 70 Teilnehmern scheint das Gevelsberger Traditionsturnier eine rekordverdächtige Teilnehmerzahl anzusteuern. Es findet am 13.11. in Gevelsberg statt.
In früheren Jahren war das Turnier immer an die Westdeutsche Meisterschaft gekoppelt und hatte im Schnitt zwischen 45-54 Teilnehmer und mit William Schwaß, Björn Buschmann, Michael Kaus, Christian Lorenzen, Holger Wölk und Bernd Straberg eine prominente Siegertafel.

In diesem Jahr sind es nicht die Top 32, sondern die breite Masse, die in Gevelsberg an den Start gehen. Der TKC 1986 Gevelsberg möchte ein familienfreundliches Turnier ausrichten, weshalb U18 Spieler und Damen kostenfrei dabei sind.
Die Gevelsberger haben es verstanden, auch  dank der zahlreichen Testspiele sowie ihres guten Ansehens in der Sektion, den Westen zu mobilisieren. Ein Teilnehmerlimit gibt es nicht, denn die 86er verfügen über einen Bestand an 25 Spieltischen.

Anmelden kann man sich noch bis Freitag, den 11.November (20.00 Uhr). Pokale gibt es für die Plätze 1-6, sowie zwei Damenpokale, zwei U18 Pokale und einen Ü50 Pokal.

 

Key Facts
7. Gevelsberger Cult Classics

Wann:
13.November 2016 (Beginn 11.30 Uhr)

Spielort:
Grundschule am Strückerberg
Alter Hohlweg 54
58285 Gevelsberg

Startgeld:
9,00 Euro

Anmeldungen unter:
tkc-gevelsberg@online.de

Weitere Infos:
Homepage des TKC 1986 Gevelsberg

 

4. Düsseldorfer Stadtmeisterschaft: Jan Komareck holt sich zweiten Turniersieg

Am vergangenen Sonntag machten sich 54 Tipp-Kicker nach Düsseldorf auf, um die dortige Stadtmeisterschaft auszuspielen. Der Berliner Jan Komareck konnte sich gegen die Konkurrenz und insbesondere gegen Jens Schüring im Finale mit 2:0 durchsetzen und somit den 2. Turniersieg seiner Karriere feiern.

Nach der Vorrunde, welche im Schweizer System ausgetragen wurde, lag Georg Schwartz (SG Karlsruhe/Mayence) mit 18:2 Punkten in Front. Ihm folgte Felix Lennemann (15:5) von der SG Rheinland/Düsseldorf. Hervorzuheben ist der Youngster Valentin Tenner aus Gießen, der sich trotz namhafter Konkurrenz auf den 3. Platz kämpfte. Als 24. durfte sich Jens Krokowski (Gevelsberg) gerade noch so über den Einzug in das progressive Play-Off freuen.

Demnächst wird auch DTKV-Mitgliederbetreuer Georg Schwartz ein Turnier gewinnen.

Nach drei Play-Off Runden im Best-of-one standen sich im Halbfinale Jan Komareck und Georg Schwartz sowie Jens Schüring (Herne) und Valentin Tenner gegenüber. Während Schüring, der das Turnier seines Lebens spielte, beim 5:1 gegen Tenner keine Probleme hatte, duellierten sich Komareck und Schwartz bis aufs Äußerste. Nach 2mal 5 Minuten stand es 8:8 (!) und beide hätten mit dieser Leistung den Finaleinzug verdient gehabt. Doch es musste eine Entscheidung geben. Jan Komareck war im Sudden Death der Glückliche, denn er erzielte das erlösende Tor.

Jung, aber bereits enorm konstant: Valentin Tenner (r.)

 

Das Finale

Jens Schüring stand vor seinem ersten Finale auf der DTKV-Tour. Während der Gründer vom TKC Phoenix Herne schon viele achtliche Platzierungen bei regionalen Turnieren erreichte, blieb ihm eine Finalteilnahme doch bisher verwehrt. Jan Komareck hingegen war dagegen in dieser Hinischt erfahrener. Neben 3 Endrundenteilnahmen bei Sektionsturnieren gewann er schon die 2. Berlin Open an Ostern 2012.

Jan Komareck wusste zu überzeugen!

Nachdem Komareck im Halbfinale „nachsitzen“ musste, war eigentlich zu erwarten, dass bei ihm die Spannung abfällt. Dem war aber nicht so. In einem spannenden Match setzte sich der Berliner mit 2:0 durch. Er überzeugte durch eine bärenstarke Abwehr und nutzte in der Offensive gekonnt seine Chancen.

Alle Ergebnisse findet ihr auf der Ranglistenseite!

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Porträt: 1. TKC Scorpions Kierspe – Die Scorpions-Story

Wir schreiben das Jahr 1984, Weihnachten…Franky, gerade 12 Jahre alt, erhält von seiner Schwester Sylvia das aus heutiger Sicht legendäre Tipp-Kick-Spiel. Dieser Tag würde im späteren Verlauf noch Geschichte schreiben.

Zunächst wollen wir betonen, dass wir sehr gut aufgenommen worden sind, sei es auf Turnieren oder aber auch Testspielen. Man hatte das Gefühl, dass man schon ewig dazugehört, auch wenn es an der Platte nicht immer ganz so lustig war auf Grund von Klatschen. Hervorzuheben ist an dieser Stelle Jens Schüring (Herne), der nicht müde wurde, uns immer und immer wieder zu erinnern, wir sollen doch endlich einen Verein gründen. Das haben wir nun getan. Danke dafür Jens.

Aber was genau macht diesen Sport für uns so interessant?

Back to the Roots:

Jeder Tipp-Kicker kennt sicherlich noch die Anfänge auf dem Küchentisch, Filz aufgeklebt, sitzend, Spieler mit Klumpfuß und runden Bällen. Damals, im Jahre 1985 war ich der 4-jährige „Ballholer“. Das sah dann in etwa so aus, dass Franky saß, und ich- gerade über die Tischplatte sehend- im Stehen gespielt habe. Da Franky schon seinerzeit wie ein Pferd schießen konnte, landeten die Bälle abwechselnd unter dem Tisch oder hinter dem Schrank ,manchmal aber auch leider in meinem Auge.

So ist das, wenn man Klaus Augenthaler, Karl Allgöwer ,Michael Tarnat und Roberto Carlos in einer Person am Ball vereint. Brachiale Gewalt im Schuss, die er noch heute ausübt. Das Ganze uferte dann in familiären Turnieren aus, die bis etwa Ende der 80er Jahre gespielt wurden. Ergebnisse und Tabellen wurden fein säuberlich handschriftlich geführt in gefühlt 5 Ordnern, die aber im Laufe einiger Umzüge abhandengekommen zu sein scheinen.

In diesen Jahren war auch Sylvia bereits aktiv an der Platte und konnte Siege für sich verbuchen. Es ging damals aber in keinster Weise so taktisch zu wie heutzutage, Farbspiel war ein nicht gekannter Schlüssel zum Erfolg.Danach war jahrelang kein Spielbetrieb, bis Sylvia im Oktober 2013 den heimischen Dachboden erklomm. Siehe da, ein altes Tipp-Kick-Spiel. Also wurde wieder der Filz auf den Tisch geklebt, die runden Bälle rausgeholt, und mit Spielern, die gefühlt einen Stiefel anhatten, das Runde ins Eckige gedroschen. Mal bei Franky, mal bei Vito, aber auch immer nur sporadisch. Ohne Sylvia wäre das Spiel wohl heute noch um einige Millimeter mehr verstaubt, und wir wären nicht da, wo wir jetzt stehen. Top Mutter, du hast uns vor einer tippkicklosen Zukunft gerettet 🙂

Irgendwann kam dann der Tag, als Franky einen Glastisch in ein Tipp-Kick-Stadion transformierte. Die Kunststoff-Tore wurden gegen Originale von Mieg getauscht, neue Bälle wurden bestellt, aber die Spieler blieben gleich. So füllten wir 1-2 Mal die Woche diverse Excel-Tabellen, bei Spielzeiten von 1x 2 oder 3 min. Im Sitzen! Auch hier gingen die Spiele jedoch nicht selten mit z.B. 5:5 aus.

Wer hat schon alles in einem Glasstadion gespielt?

Zu dieser Zeit lag Yvonne noch auf der Terrasse und sonnte sich, da sie das Fieber noch nicht gepackt hatte. Irgendwann Anfang 2015 richteten wir ein internes Turnier aus, wo auch Julien (mein Bruder) und Yvonne teilnahmen. Mit Erfolg! Yvonne ist mittlerweile eine feste Größe in unserem Team und ist nicht mehr weit davon weg, insbesondere bei den Frauen ganz oben mitzumischen! Wir drücken die Daumen.

Von da an spielten wir zu viert, Jeder gegen Jeden, wobei jeder 4 Bundesligisten als Mannschaft auswählte und es über 5000 Spiele gab.- (ein Hoch auf Waldhof Mannheim und ähnliche ehemalige Bundesligisten der 80er).

Irgendwann fehlte aber der Reiz und so entschlossen wir, mal im Internet zu schauen, ob es noch andere Verrückte gibt, die diesen Sport betreiben. Und siehe da, es gab Spieler, nein es gab und gibt sogar ein großes Netzwerk an Spielern! Ohne Wenn und Aber hatten wir uns für ein Turnier in Herne im September 2015 angemeldet, das aus sportlicher Sicht für uns zum Vergessen, aus erfahrungstechnischer Sicht jedoch zukunftsweisend war.

Aktuell spielen wir exakt nach den Regeln des DTKVs, die Spielwarensachen wurden getauscht gegen professionelles Equipment, eine Heimspielstätte wird gegen Mitte des Monats fertiggestellt, und ein weiterer Kicker ist in die Reihen der Scorpions eingetreten: Matze! Er passt perfekt in unser Team, ist talentiert und wird uns tatkräftig unterstützen. Mit ihm haben wir eine beidhändige Waffe, die noch für Überraschungen bei den Scorpions gut sein wird. Seine Geschichte beim Tipp-Kick ähnelt der unseren quasi exakt.

Wir sind aktuell ein gemischter Haufen von 33-57 Jahren, der sowohl männlichen als auch weiblichen Spielern eine fußballerische „Heimat“ bietet.

Aktuell bestehen die Scorpions aus folgenden Teammitgliedern: Frank Filipiak, Sylvia Sgobio, Yvonne Dalli, Matthias „Matze“ Degen, Vito-André Filipiak

Der 1. TKC Scorpions Kierspe (v.l.): Vito, Sylvia, Yvonne und Frank

Die erste Saison werden wir nutzen, um erste Erfahrungen im Spielbetrieb zu sammeln. Nadelstiche zu setzen wird auch dazugehören….

Packen wir es an, SCORPIONS!

28. Bayerische Einzelmeisterschaft: Peter Tuma schnappt sich den Titel

Erstmals fand die Bayerische Einzelmeisterschaft in Schwabach statt. 26 Teilnehmer machten sich auf den Weg, um neben dem Einzelturnier auch eine Doppelkonkurrenz auszutragen. Im Einzel konnte sich Peter Tuma vom OTC 90 Amberg gegen seinen Mannschaftskameraden Dominik Steib mit 6:4 durchsetzen. Der Doppeltitel ging an das Duo Ralf Item und Alexander Huhnholz vom SV Kelheimwinzer.

Die Teilnehmer fanden optimale Bedingungen vor: Die Sporthalle war sehr geräumig sowie hell und die Turnierplatten waren einheitlich und sehr gut bespielbar. Nebenan konnte man zu günstigen Preisen in der Gaststätte speisen und die Turnierleitung um Heinz Steib und Thomas Krätzig war sehr freundlich und darauf erpicht, den Anwesenden ein tolles Event zu ermöglichen. Auf jeden Fall haben diejenigen, die nicht am Turnier dabei waren, etwas verpasst.

Bayerische Einzelmeisterschaft

Das Turnier wurde in der Vorrunde im Schweizer System ausgetragen, welches von einem Best-of-one Play-Off abgerundet wurde. Jonathan Weber (PWR 78 Wasseralfingen) belegte nach zehn Runden im Schweizer System den ersten Platz gefolgt von Peter Tuma.

Jonathan Weber (l.) besiegte Thomas Krätzig mit 6:1

Im Viertelfinale traf Weber auf Thomas Ruchti (Flinke Finger Bruck). Nachdem der Schwabe in der Vorrunde klar die Oberhand behielt, war Ruchti in dieser Partie der konzentriertere und effizientere Akteur und besiegte seinen Konkurrenten mit 5:3 in einem technisch hochklassigen Match. Dominik Steib setzte sich ebenfalls mit 5:3 gegen Ralf Item durch. Die beiden Amberger Leistungsträger Tuma und Krätzig ließen in ihren Duellen nichts anbrennen. Während Tuma mit 10:6 gegen Christian Kraus weiterkam, nahm Krätzig Peter Dobler aus Nürnberg mit 9:1 auseinander.

Im Halbfinale traf Ruchti auf Steib. Steib war einfach präsenter und Ruchti wirkte müde vom Viertelfinale gegen Weber. So kam es, dass sich der Youngster mit 4:2 durchsetzte und seinen ersten Finaleinzug feierte. Im Duell Tuma gegen Krätzig gewann Tuma in einem knappen Match mit 4:3.

Es standen sich also mit Tuma und Steib zwei Mannschaftskollegen gegenüber. Tuma ist seit knapp 15 Jahren im Profi-Bereich unterwegs und hat seitdem einige gute Platzierungen erzielt. Er gilt als sehr taktikorientiert und kontrolliert. Dominik Steib fing als Jugendlicher mit dem Tipp-Kick an, ist ein Instinkt-Spieler und damit spielerisch ein Gegensatz zu Tuma. In der ersten Minute ging Steib mit 1:0 in Führung, doch Tuma ließ sich nicht davon beirren und konterte. Er setzte sich sogar mit 3:1 ab, doch Steib gab nicht auf und konnte noch vor der Halbzeit zum 3:3 bzw. 4:4 ausgleichen. In der zweiten Halbzeit war die Anspannung der beiden zu spüren, doch Tuma hatte die besseren Varianten im Offensivspiel und den stabileren Torhüter, sodass er sich mit 6:4 zum Bayerischen Meister krönte.

 

Bayerische Doppelmeisterschaft

Im Doppel spielt man zwei gegen zwei, wobei der eine in der ersten Halbzeit als Torwart nur aus der eigenen Hälfte schießen darf und der andere als Angreifer lediglich die gegnerische Hälfte beackert. In der zweiten Hälfte werden die Rollen getauscht, sodass der ehemalige Keeper zum Angreifer umfunktioniert wird. Auch diese Konkurrenz wurde im Schweizer System ausgespielt. Nach 6 Runden grüßte das Duo Peter Tuma und Jonathan Weber ungeschlagen von der Tabellenspitze. Im Halbfinale trafen sie auf das Duo Prem/Ruhland (Kelheim) und konnten sich klar gegen diese durchsetzen. Das andere Kelheimer Paar Item/Huhnolz hingegen setzte sich in seinem Halbfinale gegen die internationale Kombi Franz Putz (Amberg) und Daniel Natel (Baden Hotspurs /CH) durch. Im Finale gewann dann das eingespieltere Duo aus Kelheim mit 4:0 gegen Tuma/Weber, welche erst am Morgen beschlossen hatten, gemeinsam an die Platte zu treten.

In der U18-Wertung setzte sich Sebastian Ruhland (Kelheim) gegen seinen Bruder Tim durch. Die Damenkonkurrenz entschied Carmina Krätzig (Amberg) für sich.

Alle Pokalsieger der BEM und BDM

Eine Wiederholung der Bayerischen in Schwabach im kommenden Jahr ist bereits im Gespräch. Sicher wird auch dann eine super Stimmung und optimale Bedingungen herrschen.

Vorschau: 56. Norddeutsche Einzelmeisterschaft und Tourfinale 2016 in Bockenem

Am 5. und 6. November trifft sich die Tipp-Kick-Elite in Bockenem. Der dort ansässige TKV Jerze richtet die Norddeutsche Einzelmeisterschaft, das Tourfinale sowie die Bockenemer Stadtmeisterschaft aus. Alle Informationen könnt ihr der Einladung des Vereins entnehmen. Eine Teilnehmerliste findet ihr außerdem hier.


Der Verein sieht das Turnierwochenende als Generalprobe für die 52. Deutsche Einzelmeisterschaft, die im kommenden Jahr in Bockenem stattfinden wird. Deswegen probieren die Verantwortlichen einiges aus: Gegen eine geringe Übernachtungsgebühr kann man zum Beispiel unter Voranmeldung in der Halle schlafen und auch das Zelten vor der Halle ist erlaubt.

Die Jerzer sind sehr erfahrene Turnierorganisatoren und ein eingespieltes Team!

Der TKV Jerze hat sich in den letzten Jahren als hervorragender Turnierorganisator gezeigt und verspricht eine familiäre Atmosphäre, in der den Aktiven optimale Rahmenbedingungen für Tipp-Kick vom Feinsten gestellt werden. Es lohnt sich auf jeden Fall nach Bockenem zu fahren- egal ob als Profi, Neuling oder Amateur!

Wähle den Tipp-Kicker des Monats September 2016 und gewinne einen Materialgutschein!

Der Saisonstart ist geglückt! Die 1. Bundesliga und die 2. Bundesliga Nordost absolvierten im September bereits einen kompletten Spieltag. Klar, dass die Führenden der Einzelwertung Kandidaten für den Titel Tipp-Kicker des Monats sind. In Bornheim fand am 10. September zudem mit der 38. Westdeutschen Einzelmeisterschaft ein Sektionsturnier mit einem Überraschungssieger statt.

Unter allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern der Umfrage wird ein DTKV-Materialgutschein in Höhe von 10 Euro verlost, der im MITGLIEDERSHOP oder auf Turnieren bei Bernd Weber einlösbar ist. Am Seitenende findest du das Formular für die Abstimmung, welche bis zum 25. Oktober läuft. Der Gewinner wird anschließend auf der Infoseite veröffentlicht.

 

Die Kandidaten

Mathias Hahnel (1. TKC Kaiserslautern ´86)
Sein erster Turniersieg bei einer Sektionsmeisterschaft bedeutet auch die Aufnahme in die Hall of Fame. Nach 10 Spielen im Schweizer System und den folgenden 12 Spielen im Playoff hatte er allen Grund den Turniersieg zu feiern!

Henning Horn (SG Karlsruhe/Mainz)
Der Macher. Immer dabei, wenn es gilt im Westen Turniere tatkräftig zu organisieren. Nebenbei: drei Finalteilnahmen bei kleineren Turnieren im letzten Dreivierteljahr.

Christian Kuch (Celtic Berlin I)
14:2 Punkte, 36:14 Tore, 6 Siege und 2 Unentschieden in der Bundesliga zu holen, sind aller Ehren wert. Der Führende in der Einzelwertung hofft auf große Titel in der laufenden Saison!

Erik Overesch (SG Hannover I)
16:0 Punkte, 36:9 Tore holt Erik in der 2. Bundesliga Nordost. Eine makellose Bilanz. Auch bei der Westdeutschen Einzelmeisterschaft überzeugte er mit Rang 4!

Valentin Tenner (spielTrieb Ylipulli Gießen)
Der Youngster aus Gießen konnte als einziger U18-Spieler in die Playoffs der Westdeutschen Meisterschaft einziehen und am Ende Platz 13 feiern. In der U18-Rangliste kletterte er auf Platz 2 und hofft nun auf den großen Wurf: den Titel des Deutschen U18-Meisters in Kaiserslautern.

 

STIMME AB!

Um deine Stimme für den Tipp-Kicker des Monats September abzugeben, fülle bitte folgendes Formular aus. Für die Stimmabgabe musst du lediglich deine E-Mail-Adresse und deinen vollständigen Namen eingeben.

Abstimmungsschluss: Dienstag, 25. Oktober 2016, 24:00 Uhr

51. Deutsche Einzelmeisterschaft: Michael Kaus bricht den Bann

130 Teilnehmer fanden den Weg nach Kaiserslautern zur 51. Deutschen Meisterschaft im Tipp-Kick und durften sich über eine optimale Organisation sowie eine tolle Atmosphäre freuen. Nach dem 2-Tage-Turniermarathon stand am Sonntagabend kurz vor 18:45 Uhr der Frankfurter Michael Kaus ganz oben auf dem Treppchen. Er besiegte in einem nervenaufreibenden Finale mit 3:1 Patrick Malessa (Celtic Berlin).

Das Turnier wurde im Gruppenmodus (5er und 6er Gruppen) ausgetragen, wobei jeweils drei Runden an beiden Tagen gespielt wurden. Am ersten Tag erwischte es mit Fabio de Nicolo (Grönwohld) den Erstplatzierten der Turnierrangliste in Runde 2. Ebenfalls ausgeschieden waren am Samstag Thomas Krätzig (Amberg) und der mehrfache Deutsche Einzelmeister Jens König (K´lautern), welche sich zumindest eine Endrundenteilnahme gewünscht hatten.

Am Sonntag hatten noch 40 Tipp-Kicker die Chance, am Ende des Tages den begehrten Pott in die Höhe zu reißen. In acht 5er-Gruppen konnten sich wiederum 24 Teilnehmer für die nächste Runde qualifizieren. Dort setzte man einen Cut, denn nur die Hälfte durfte sich über eine Endrundenteilnahme freuen. Diese Endrundenphase wird als eine der denkwürdigsten überhaupt in die Tipp-Kick Geschichte eingehen. Denn in den beiden Gruppen verhielt sich die Konkurrenz wie folgt:

 

Endrundengruppe A

Michael Kaus, Christian Kuch, Max Daub, Marcel Horchert, Beni Buza, Frank Hampel

1.Runde

Gruppe A begann mit den beiden vereinsinternen Duellen zwischen Buza und Hampel sowie Kuch und Horchert. Diplomatisch endeten diese Duelle 4:4 bzw. 2:2. Im letzten Duell untermauerte Kaus mit einem glatten 4:0 gegen Max sein hohes Konzentrationsniveau und seine Titelambitionen.

Hat ein starkes Turnier gespielt: Marcel Horchert (Celtic Berlin)

2. Runde

In dieser Runde lautete die Frankfurter Partie Kaus gegen Hampel. Kaus ging ähnlich konzentriert wie in der Runde zuvor auch gegen seinen Teamkollegen vor und fuhr einen nie gefährdeten 4:2-Sieg ein. Kuch besiegte Daub mit 5:2 und versetzte sich dadurch in eine komfortable Position, um sich den Traum von Finale und Titel zu erfüllen. Im dritten Spiel musste Buza im Kampf um seinen dritten DEM-Titel einen herben Dämpfer hinnehmen und trennte sich von Horchert 2:2 unentschieden

3. Runde

Im dritten vereinsinternen hessischen Duell traf Kaus auf Buza und weil Letzterer 3:2 gewinnen konnte, haderte Kaus damit, mal wieder eine Chance auf den lang ersehnten DEM-Titel verdaddelt zu haben. Kuch setzte sich durch einen Sieg gegen Hampel mit 5 Punkten an die Spitze der Tabelle. Horchert mauserte sich in der Endrunde zum Spezialisten für Unentschieden: Das 3:3 gegen Daub war bereits sein drittes in dieser Runde.

4. Runde

Spätestens jetzt begann die heiße Phase. Jedes Tor konnte über die Finalteilnahme entscheiden. Die Anspannung war den Akteuren wie den Zuschauern anzumerken. Kaus verlor gegen Horchert und damit endgültig die Hoffnung auf einen Erfolg. Daub gewann gegen Hampel, wodurch sich dieser endgültig von den Titelkandidaten verabschieden musste. Kuch und Buza hielten die Spannung hoch und boten beim 4:4 ein überragendes Spiel auf Augenhöhe. Eine brenzlige Konstellation für die letzte Runde war also bereitet…

Zu diesem Zeitpunkt noch mit Chancen auf seinen dritten DEM-Titel: Beni Buza

5. Runde

Nach dem Abpfiff herrschte Stille. Totenstille. Die beteiligten Spieler hatten keinen Überblick über die Ergebnisse an den anderen Platten. Was war passiert? Christian Kuch hätte mit einem Sieg gegen Michael Kaus aus eigener Kraft das Finale klarmachen können, allerdings gewann der Frankfurter mit 2:0. Auf der anderen Platte beim Duell Daub gegen Buza stand es eine Minute vor Schluss 4:4 und Buza wäre im Finale gewesen. Aber dann trifft Daub zum 5:4! Manch einer hätte in dieser Situation aufgegeben, doch fast mit dem Gegenzug konnte der zweimalige DEM ausgleichen. Aber dabei sollte es nicht bleiben: Max Daub erzielte mit einem sehenswerten Treffer das 6:5 und Buzas Finalträume waren geplatzt. Auf der dritten Platte standen sich Marcel Horchert und Frank Hampel gegenüber. Mit einem Unentschieden wäre der junge Berliner der lachende Dritte im Bunde gewesen. Doch drei Sekunden vor Schluss setzte Hampel einen langen hohen Ball an, der kurz vor dem Torwart aufsprang und in die Maschen sauste. Kaum einer der Zuschauer konnte die Ereignisse richtig einordnen und niemand wusste, wer den Sprung ins Finale geschafft hatte. Michael Kaus fragte in die Runde: „Und, wer ist es?“ und nur Fabio de Nicolo hatte den Überblick und überbrachte dem überraschten Kaus die frohe Botschaft.

Michael Kaus (rechts) macht gegen Christian Kuch den Finaleinzug klar

 

Endrundengruppe B

Patrick Malessa, Alex Beck, Artur Merke, Kai Schäfer, Marcus Socha, Jonathan Weber

1. Runde

In Gruppe B traf Malessa zunächst auf Beck und musste sich diesem mit 2:4 geschlagen geben. Vielleicht war dieses Spiel der entscheidende Knackpunkt, sollte er doch nun keinen Punkt mehr abgeben. Weber gewann sein Duell gegen Socha in einem engen Spiel hauchdünn mit 1:0 und Merke setzte sich mit einem 3:0 gegen Schäfer anfangs an die Tabellenspitze.

2. Runde

Nun begann die Zeit von Patrick Malessa. Souverän rang er Merke mit 3:1 nieder, allerdings siegte Beck mit 4:2 auf der anderen Platte gegen Socha. Schäfer und Weber trennten sich in einem spannenden Spiel 5:5. Nach zwei gespielten Runden war also alles noch offen.

3. Runde

In dieser Runde fuhr Socha seinen ersten Sieg gegen Schäfer ein (3:2). Weber hatte beim 0:3 gegen Malessa nicht den Hauch einer Chance und verzweifelte insbesondere im Strafraum an den Reflexen seines Gegners. Merke zog punktemäßig mit Malessa und Beck gleich, indem er letzteren 3:2 besiegte.

Starker Gewinner und anerkennender Verlierer: Patrick Malessa und Jonathan Weber

4. Runde

Mit seinem Sieg gegen Schäfer versetzte sich Malessa in die glückliche Position, im letzten Spiel den Finaleinzug selbst in der Hand zu haben, denn auf den anderen Platten trennten sich Beck und Weber sowie Socha und Merke jeweils unentschieden. Merke und Beck mussten auf einen Ausrutscher des Berliners hoffen und ihre Aufgaben lösen, um noch zu hoffen. Weber, Socha und Schäfer verabschiedeten sich aus der Verlosung um das Finalticket.

Trennten sich leistungsgerecht unentschieden: Artur Merke und Marcus Socha

5. Runde

Mit Merke und Beck verdaddelten beide Herausforderer die Chance aufs Finale. Während Merke mit 4:3 gegen Weber den Kürzeren zog, verlor Beck gegen Schäfer, welcher bisher nur einen Punkt geholt hatte. Nur Malessa selbst nutzte das Moment und bezwang Socha mit 4:3. Der junge Berliner krönte seine Leistung mit dem Finaleinzug und stand schon damit vor dem größten Erfolg seiner bisherigen Tipp-Kick Laufbahn.

Finale

Im Finale standen mit Michael Kaus und Patrick Malessa zwei komplett unterschiedliche Typen. Kaus – seit Jahrzehnten in der Weltklasse des Tipp-Kicks – hatte an diesem Wochenende seine 90. Endrunde bei einem Grand Slam gespielt und war sehr erfahren und besonnen. Malessa hingegen ist einer, der sich in den letzten Jahren zu einem Topspieler entwickelt und immer mehr gelernt hat, nachdem er eine zeitlang mit dem professionellen Tipp-Kick pausiert hatte.

Michael Kaus stößt im Finale an

Wie bei anderen Endspielen auch, merkte man den Kontrahenten die Anspannung an. Sie war sogar besonders ausgeprägt, schließlich ging es in diesem Duell um die Deutsche Meisterschaft und knapp 60 Zuschauer waren heiß auf Tipp-Kick vom Feinsten.

Das Spiel war anfangs sehr von Taktik geprägt und ausgeglichen. Niemand konnte anhand der Körpersprache einen sicheren Sieger ausmachen und man hatte das Gefühl, dass das erste Tor entscheiden würde. Michael Kaus gelang es, diesen Treffer durch einen sehenswerten Schuss zu erzielen. Doch Malessa gab nicht auf und konnte ungefähr eine Minute später ausgleichen. Die Partie blieb also spannend, bis Kaus zwei Minuten vor Schluss das 2:1 schoss. Seine Teamkameraden jubelten und trieben ihn an, doch selbiges taten Malessas Celticer. Er gab nicht auf und versuchte, den Ausgleich zu erzielen, doch als Kaus wenige Sekunden vor Schluss zu einem seiner gefürchteten Aufsetzer ansetzte, war das Spiel entschieden. Michael Kaus setzte seiner Karriere mit dem letzten fehlenden großen Titel die Krone auf.

Stolzer Sieger in seiner 90. großen Endrunde: Michael Kaus

Der DTKV bedankt sich bei allen Akteuren für die fairen Wettkämpfe. Insbesondere die Veranstalter vom 1. TKC Kaiserslautern ’86 haben den Tipp-Kickern eine top organisierte DEM mit viel Liebe zum Detail geboten und sich damit als Turnierausrichter bewährt. Lediglich die geringe Teilnehmerzahl von 130 macht dem begeisterten Tipp-Kicker Sorgen. Wir müssen und werden Lösungen finden, die Tendenz von einer negativen in eine positive zu verwandeln.

Alle Pokalgewinner der 51. Deutschen Einzelmeisterschaft!

Die Endplatzierungen der DEM findet ihr auf artbot.

Bilder: André Bialk