2. Bundesliga Nordost – 2016/17: Spannung pur

Die Hälfte aller Spiele sind in der 2. Bundesliga Nordost absolviert und die neun teilnehmenden Mannschaften könnten sich bis Ende Februar 2017 in den kollektiven Winterschlaf begeben, wenn da nicht die vielen kleinen und großen Ambitionen wären. Die Tabelle nimmt schon deutliche Konturen an, die Weichen für den möglichen Auf- und Abstieg sind gestellt.

Zu den einzelnen Aussichten:

SG Hannover

Der Bundesligaabsteiger hat personell sein Gesicht aufgehübscht. Die Grandseigneure König, Krapoth und Schell haben das sinkende Schiff verlassen und sich auf das (verdiente) Altenteil zurückgezogen bzw. J. König wechselte ans andere Ufer, nämlich von der Leine an die Lauter. Ob O. Schell noch einmal in der laufenden Saison eine Mannschaft unterstützen wird (man munkelt von Hannover oder Kiel oder …), wissen nur die Götter und höchstwahrscheinlich nicht einmal er selbst. Doch die runderneuerte Mannschaft ist der Hammer. Vier Spieler in der Einzelwertung unter den Top 10, nämlich die Plätze 1, 2, 4 und 9. Vier Siege mit 27:5, 27:5, 26:6 und 25:7 Punkten lassen mehr als erahnen, warum Hannover durch diese Leistungen zum klaren Aufstiegsfavoriten avanciert ist. E. Overesch und L. Tegtmeier sind bundesligaerprobt, spielen technisch sauber, sehr geradlinig und siegorientiert. F. Elesbao, der beste brasilianische Tipp-Kicker aller Zeiten, dessen Cantona-Jubelrufe gelegentlich die eigenen Finger lähmen, sowie O. Holzapfel reiten auf der Welle des Momentums. Wer kann diese Welle stoppen?

Mein Tipp: Platz 1

SpVgg. Balltick Kiel I

Im 2. Bundesliga-Jahr angekommen, ist die Punkteweste unbefleckt. 8:0 sind mehr als ein Zeichen an die Hannoveraner, dass man den Aufstiegsplatz nicht ohne Kampf hergibt. Die spielerischen Zugpferde sind eindeutig: O. Wegener und R. von Hering. Der Püppchenbauer aus Hamburg und der Doktorand aus Kiel holten zusammen 50 Spielpunkte. Eine starke Leistung! Und der Sieg im Tourfinale von R. von Hering wird die Kieler noch beflügeln! Die Hansen-Brüder Simon und Florian fallen jedoch mit 32:32 Spielpunkten in 32 Partien ab. Daher

mein Tipp: Platz 2

TKC Flamengo Berlin I

Die Friedenauer Freizeitkicker haben einen Riesenkader: für 2 Mannschaften wurden mal eben 11 Spieler gemeldet und trotzdem verstärkten sich die Hauptstädter gezielt mit M. Leinz, dem Peiner Städtependler, der in den letzten beiden Monaten zwei Einzelturniere gewinnen konnte. Allerdings bleiben seine 17:15 Punkte hinter den (eigenen) Erwartungen zurück, intern Platz 4 in der Einzelwertung. Trotzdem belegt Flamengo als Mannschaft mit 6:2 Punkten Tabellenplatz 3 und verlor nur gegen den Tabellenzweiten Kiel und das erst im letzten Durchgang. Der brasilianische Kontrapunkt, der Schweizer K. Asmis, bester bisheriger Flamengo-Einzelspieler, seines Zeichens 4-facher Schweizer Einzelmeister (2010-2012, 2014) besticht an der Platte durch Ruhe und Effektivität. Übrigens weist Flamengo I mit 50% die höchste Promotionsdichte aller deutschen Tipp-Kick-Mannschaften auf. S. Kansteiner, bekannt seit jeher durch sein individuelles Stellungsspiel an der Platte (nur getoppt durch Schorse Becker, der sitzend jubelte oder auch nicht), findet sich sogar in einem Wikipedia-Eintrag, also Tipp-Kick und Spielintelligenz sind ein wunderbares Team, daher

mein Tipp: Platz 3

TKV Grönwohld II

Das Team marschiert. Unbeachtet von den meisten Mitbewerbern schlich man sich auf Platz 4 mit 6:2 Punkten. Und befreit von Abstiegssorgen kann man nun im Neuen Jahr sich neuen Zielen widmen. Doch wer sind die Väter des Erfolges? Eindeutig das Team. Und dieses Team erlaubt sich Rochaden von denen Fußballtrainer nur träumen: Bisher wurden die Spieler M. Arp (4 Spiele), S. Gehlhaar (4), T. Stock (3), M. Müller (2), C. Naue (2) und S. Petersen (1) eingesetzt. Wo ist Didi? Und wenn die richtigen Spieler zum richtigen Zeitpunkt punkten, kommt erst Butter bei die Fische. Der Underdog überzeugt, daher

mein Tipp: Platz 4

Celtic Berlin II

Erst zur neuen Saison zeichnete sich die spektakuläre Rückkehr des verlorenen Sohnes E. Peters ab. Doch nachdem das Pik As des Vereines, M. Gottschalk, berechtigt in den Kader der 1. Mannschaft aufstieg, war allen klar, dass der Traum eine zweite Celticer Mannschaft in die Bundesliga zu hieven, in dieser Saison nicht gelingen würde. Dafür ist das Leistungsgefälle in der Mannschaft zu stark. Das Restprogramm bringt 2 Top-Mannschaften und 2 Abstiegskandidaten, also eine vermutliche Verdopplung der momentanen 4:4 Punkte. Daher

mein Tipp: Platz 5

Germania 09 Neukölln I

Die Neuköllner schwächeln. Platz 6, nur 2:6 Punkte und Hannover und Flamengo vor der Brust. Das könnte eng werden. K.-H. Sternberg punktet mit 21:11 Punkten beachtlich, doch die Routiniers A. Pockrandt und J. Marquardt erzielen zusammen nur 27:37 Punkte. Diese Stellschraube ist nun gefordert, denn F. Ploner darf als Neuling in der 2. Bundesliga die raue Luft schnuppern und lernen. Dank der Routine von P&M wird sich Neukölln auf einen sicheren Mittelfeld-Platz retten, daher

mein Tipp: Platz 6

Spandauer Filzteufel 09 I

Im letzten Jahr noch im Niemandsland der Tabelle, ist diese Saison der Abstieg sehr realistisch. Der Abgang von E. Peters hat alle Mitspieler anscheinend schockiert. Die Leichtigkeit ist verloren gegangen. Es scheint keinen Führungsspieler zu geben, der alle mitreißt. 4:28, 9:23 und 10:22 Punkte in der Einzelwertung sprechen eine klare Sprache. Und trotzdem mein Tipp (bei maximal 2 Absteigern und begünstigt durch die eigene Befangenheit): die Filzteufel werden nicht absteigen. Warum diese Einschätzung? Die Spieler der ersten Mannschaft fahren wieder vermehrt auf Turniere. Und nun der Joker: das Restprogramm: Es kommen noch die Spiele gegen die Plätze 5, 6, 7 und 8. Mit teuflischem Elan ins Neue Jahr, da geht noch etwas, daher

mein Tipp: Platz 7

TFC Alemania Neumünster I

Der Aufsteiger liegt mit 2:6 Punkten auf Platz 6. Ein schweres Restprogramm und zudem der der direkte Vergleich gegen den Mitkonkurrenten um einen Abstiegsplatz, die Spandauer Filzteufel. A. Hansen, ein Name, der anscheinend zu mehr verpflichtet (siehe Kiel) und M. Hinz punkten solide. Doch häufig entscheiden die Spieler auf den Positionen 3 und 4 über Sieg und Niederlage. Können A. Hagenstein und U. Paul hier zulegen? Für Neumünsters Verbleib spricht eindeutig das Spielpunktverhältnis, dagegen stehen das Restprogramm und die fehlende Zweitliga-Routine, daher

mein Tipp: Platz 8

Celtic Berlin III

Der Aufsteiger liegt mit 0:8 Punkten auf einem Abstiegsplatz, aber auf Grund der erzielten Spielpunkte noch vor den Filzteufeln. Am Saisonbeginn noch furios im internen Mannschaftsvergleich gestartet, musste die Mannschaft im weiteren Verlauf klare Niederlagen hinnehmen. Und die kommenden Aufgaben werden nicht einfacher. Alle 4 Spieler, die weder im Training (Ausnahme D. Hopp) noch auf Turnieren großartig anzutreffen sind, freuen sich trotzdem mal ein Jahr in der 2. Bundesliga spielen zu dürfen. Wie viele Verbandsliga- oder Regionalliga-Vereine träumen nicht davon?! Trotz der Gnade, dass es im Osten der Tipp-Kick-Republik keinen Unterbau gibt, und trotz des breiten Kaders, den der mitglieder- und spielstärkste Berliner Verein Celtic Berlin, stellen kann, wird diese Mannschaft die 2. Liga nicht halten. Daher

mein Tipp: Platz 9

 

 

 

1. Bundesliga – 2016/17: Zur Halbzeit ist alles offen

Der zweite Spieltag der Bundesliga hatte es in sich: Während dem TKC Gallus Frankfurt das Comeback mit zwei Siegen glückte, gewann mit dem OTC 90 Amberg ein Abstiegskandidat gegen die Titelaspiranten von Celtic Berlin! Der TKC Hirschlanden punktete vierfach gegen Grönwohld und Jerze und befindet sich voll auf Play-Off Kurs. Die Jerzer hingegen bleiben mit null Punkten das Schlusslicht der Liga.

Spieltag in Amberg

Celtic Berlin – OTC Amberg 14:18
Gestärkt durch die letzten Turnierauftritte hatten sich die Berliner mit Marcel Horchert anstatt Christian Lorenzen an diesem Tag einiges vorgenommen. Deshalb legten Christian Kuch und Patrick Malessa mit zwei Siegen in der ersten Runde gegen Peter Tuma und Thomas Krätzig gut vor. Allerdings glichen die Amberger postwendend durch Sebastian Wagner und Dominik Steib aus. Dieses Unentschieden sollte bis zur letzten Runde halten. In dieser trafen Marcel Horchert auf Sebastian Wagner und Christian Kuch auf Dominik Steib. Während Wagner in diesem Spiel völlig verlustpunktfrei blieb und Horchert mit 7:5 besiegte, herrschte auf der zweiten Platte große Spannung. Völlig überraschend bezwang Steib den favorisierten Kuch, sodass die Amberger am Ende als glückliche Sieger dastanden.

TKC Kaiserslautern – Celtic Berlin 11:21
Wie konnten die Berliner die unerwartete Niederlage im ersten Spiel verarbeiten? Während die Jungs mit 3:1 Punkten starteten, mussten sie danach bis einschließlich der 5. Runde einem Rückstand nachlaufen, weil vor allem Florian Wagner und Philipp Baadte stark begannen. Beim Stand von 11:9 waren die Berliner kurz vor dem zweiten Rückschlag an diesem Tag. Scheinbar muss einer zu diesem Zeitpunkt die richtigen Worte gefunden haben, um sich und seine Kameraden zu motivieren. Die letzten 6 Partien gingen nämlich ausnahmslos an die Hauptstädter, sodass das Spiel sogar schon in der vorletzten Runde entschieden war. Dieser Sieg ist der mannschaftlichen Geschlossenheit geschuldet, da keiner der Berliner negativ punktete. Auf Lauterer Seite konnten nur Philipp Baadte (5:3) und Florian Wagner (4:4) Normalform zeigen. Enttäsuchend hingegen waren die Leistungen von Mathias Hahnel und Jens König, welche sich mit einem Pünktchen begnügen mussten.

Neuer Tabellenführer nach Spieltag No. 2: Philipp Baadte und der 1. TKC Kaiserslautern

OTC Amberg – 1. TKC Kaiserslautern 3:29
Unterschiedlicher konnten die Vorzeichen vor der Partie nicht stehen: Während die Amberger nach dem Sieg gegen Celtic nur vor Selbstvertrauen strotzten, standen die Lauterer unter Druck, denn sie wollten sicher nicht ohne Punkte im Gepäck abreisen. Bei Amberg ersetzte Alex Kraus den 8-Punkte-Mann Sebastian Wagner, sodass es nicht zu dem Brüderduell Sebi (Amberg) gegen Flo (Lautern) kam. Jens König und Mathias Hahnel legten mit zwei deutlichen Siegen gegen Peter Tuma und Thomas Krätzig in der ersten Runde den Grundstein für einen Lauterer Kantersieg, denn die Amberger waren völlig von der Rolle. Von den 16 Partien gewannen die Pfälzer 13 (!), lediglich Dominik Steib mit 2 Unentschieden und Thomas Krätzig mit einem 2:2 gegen Mathias Hahnel konnten in diesem Duell punkten. Überragend war Flo Wagner, der gegen seinen Ex-Verein 8 Punkte mitnahm.

 

Spieltag in Waltrop

TKC Gallus Frankfurt – Preußen Waltrop 23:9
Unbeeindruckt von den zwei Auftaktniederlagen am ersten Spieltag legten die Frankfurter los und starteten mit einer 4:0-Runde in das Spiel. Diese Führung sollten die Hessen auch nicht mehr hergeben, denn die Waltroper wurden dem Gegner nie wirklich gefährlich, sodass das Spiel nach der 6. Runde entschieden war. Maßgeblich für den Frankfurter Erfolg war die mannschaftliche Geschlossenheit (drei Akteure mit 6 und einer mit 5 Punkten). Auf Waltroper Seite hielten lediglich Marcus Müller und Holger Wölk mit 4:4 Punkten dagegen. Während Arnold Gotzhein sich einen Ehrenpunkt gegen Beni Buza erkämpfen konnte, ging Jochen Hahnel leider leer aus.

TFB Drispenstedt – TKC Gallus Frankfurt 11:21
Die Frankfurter gingen genauso konzentriert wie gegen Waltrop in die Partie gegen Drispenstedt. Auch im zweiten Spiel des Tages sicherten sie sich einen Start-Ziel Sieg. Beim Stand von 7:17 war die Messe bereits nach der 6. Runde gelesen und die Drispenstedter betrieben nun nur noch Ergebniskorrektur. Einzig Marcus Socha (6:2) hielt mit dem Tempo der Gegner mit. Die Frankfurter überzeugten mal wieder geschlossen, wobei der amtierende Deutsche Einzelmeister Michael Kaus mit 7:1 Punkten hervorstach. Der Titelverteidiger hat sich also beeindruckend zurückgemeldet und klar gemacht, dass er trotz des schlechten Saisonstarts als Play-Off Kandidat gehandelt werden muss.

Preußen Waltrop – TFB Drispenstedt 14:18

In der letzten Partie des Tages standen sich mit Waltrop und Drispenstedt zwei Abstiegskandidaten gegenüber und deshalb waren beide Teams hoch motiviert, im direkten Duell doppelt zu punkten. Das Spiel entwickelte sich anfangs sehr ausgeglichen, wobei im Mittelteil die Drispenstedter im Vorteil waren. Dennoch glichen die Waltroper in der vorletzten Runde zum 14:14 aus, sodass die Einzelpartien Marcus Müller gegen Marcus Socha und Arnold Gotzhein gegen Berthold Nieder über Sieg und Niederlage entscheiden sollten. Socha überzeugte gegen Müller vor allem durch eine starke Defensive und sicherte seinem Team mit einem 3:0 zumindest das Unentschieden. Als auf der anderen Platte mit Nieder das Talent gegen die Erfahrung von Gotzhein siegte, war der Jubel bei den Niedersachsen aufgrund des Sieges mehr als berechtigt.

Berthold Nieder war der Matchwinner durch seinen Erfolg gegen Arnold Gotzhein

 

Spieltag in Jerze

TKV Jerze – TKV Grönwohld 8:24

Die Jerzer hatten sich nach den beiden Auftaktniederlagen einiges an diesem Tage vorgenommen, doch der Schuss ging nach hinten los: Mit zwei Nullrunden standen sie beim Stand von 0:8 mit dem Rücken an der Wand. Von diesem miserablen Start konnten sich die Gastgeber nicht mehr richtig erholen und der TKV Grönwohld fuhr einen ungefährdeten 24:8-Sieg ein. Aus dem Kollektiv ragte Marc Koschenz heraus, der „kam, sah und siegte“: Ohne Training gelingen diesem Wunderknaben immer wieder Topleistungen und gegen Jerze 4 souveräne Siege.

Chancenlos war Tobias Witte mit seinem Team (in rot) gegen Fabio de Nicolo und den TKV Grönwohld

TKV Grönwohld – TKC Hirschlanden 11:21
Dieses Duell versprach mehr Spannung als das erste, trafen doch zwei Play-Off Konkurrenten aufeinander. Doch dazu sollte es nicht kommen. Zwar war die erste Runde sehr ausgeglichen und es stand 2:2, doch dann legten die Hirschlandener einen Zahn zu. Angeführt von einem starken Rainer Schlotz ( 7:1) und dem Norddeutschen Einzelmeister Max Daub, der von seinem Erfolg beflügelt frei aufspielte und 6 Punkte erzielte, zogen die Schwaben den Nordlichtern davon, um einen nie gefährdeten 21:11-Erfolg einzufahren. Auf Grönwohlder Seite zeigte lediglich Marc Koschenz mit 5:3 Punkten annähernd Normalform. Clubchef Kai Schäfer verlor drei seiner Duelle mit einem Tor Differenz und ging deshalb leer aus.

TKC Hirschlanden – TKV Jerze 18:14

Motiviert vom Sieg gegen Grönwohld legten die Hirschlandener gegen Jerze los wie die Feuerwehr: Nach einer Runde stand es bereits 4:0, doch der TKV glich postwendend durch Tobias Witte und Christoph Ihme aus. Dieses Unentschieden hielten die Jerzer bis zum 12:12. In der vorletzten Runde aber punkteten die Hirschlandener aber vierfach durch die Siege von Daub gegen Kreuzweiß und Merke gegen Hofert. Die Ausgangssituation vor der abschließenden Runde war also klar: Die Jerzer mussten beide Spiele gewinnen, um das Unentschieden zu erreichen. Auf Platte 1 machte Ihme seine Hausaufgaben gegen Schlotz, denn er schlug diesen 4:3. Auf der zweiten Platte standen sich Tobias Witte und Harald Füßinger gegenüber, die bisher 6:0 Punkte auf ihrem Konto hatten. Es ergab sich das erwartet knappe Duell, das der Routinier Füßinger mit 1:0 (!) für sich entschied.

 

Fazit
In der Tipp-Kick-Szene wird zur Halbzeit der Saison bereits von einer Zweiklassengesellschaft gesprochen. Während vier Teams mit 6:2 Punkten an der Tabellenspitze stehen und die Frankfurter die Kurve gekriegt haben, kämpft der Rest der Liga gegen den Abstieg. Der TKV Jerze hat mit 0:8 Punkten die schlechteste Position, weil die Konkurrenz schon Zählbares vorweisen kann. Insbesondere der unerwartete Erfolg der Amberger gegen Berlin könnte die Oberpfälzer gegen Ende der Saison in eine komfortable Situation katapultieren. Der Fakt, dass Drispenstedt im direkten Duell gegen Waltrop gewonnen hat, deutet darauf hin, dass die Mannschaft um Marcus Socha den Klassenerhalt schaffen kann.

An der Tabellenspitze steht der 1. TKC Kaiserslautern aufgrund des besseren Spielpunktverhältnisses vor Celtic Berlin auf Platz 1. Gejagt werden die beiden Teams von den punktgleichen Hirschlandenern und Grönwohldern. Mit 4:4 Punkten kommt dem TKC Gallus Frankfurt die ungewohnte Rolle des Außenseiters zu, doch vor allem in den direkten Duellen der Play-Off Kandidaten kann sich sehr viel hin und her wenden.

Wir dürfen uns also auf eine spannende zweite Saisonhälfte freuen und gespannt sein, wie sich die Tabellensituation ändern wird. Der 3. Spieltag findet am 26.3.2017 in Hirschlanden, Grönwohld und Kaiserslautern statt!

 

Alle Ergebnisse findet ihr auch hier.

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Saisonvorschau: Verbandsliga Süd – 2016/17

Die Verbandsliga Süd startet am 27.11.16 mit der Vorrunde in Gießen. 5 Teams nehmen in der untersten südlichen Liga den Kampf um die Meisterschaft und den Aufstieg in die Regionalliga Süd an. Aus der vergangenen Saison sind zwei Teams übriggeblieben: Ylipulli Gießen 2 und Headbangers Balingen 2. Leider konnten die Mannschaften von Hirschlanden 5, Kaiserslautern 4 und der SG Neusatz (Vizemeister 15/16 mit 18:2 Punkten) aus Personalmangel nicht gemeldet werden. Eine Verbandsliga mit 8 Teams wäre sicher ein noch interessanter Wettbewerb geworden.

So sei es! 2016/2017 sind neben den bereits genannten Vereinen Gießen und Balingen noch zwei Vertretungen aus Amberg am Start. Der OTC Amberg 2 schickt seine „Alten Herren“ ins Rennen und verfügt mit Franz Putz über einen sehr erfahrenen Spieler. Außerdem wurde mit Christian Kraus der Bruder von Clubchef Thomas Krätzig reaktiviert, der trotz über 25 Jahren Pause kaum etwas verlernt hat. Außerdem geht mit Arndt „Schotte“ Schotmann der Delligser Macher für die Amberger an den Start, der für die kommende Saison ausgeliehen ist. Abgerundet wird der Kader von Heinz Steib. Die dritte Amberger Garnitur setzt vermehrt auf die Jugend und kann sogar zwei Damen in ihrem Kader benennen (Camina Krätzig und Emilia Meier).

Die Gießener und Balinger Besetzungen sind stark an der Vorsaison ausgerichtet. Als „Neuling“ begrüßt die Liga die Oberbayern aus München, denen mit zwei ehemaligen Bundesligaspielern William Schwaß und Björn Buschmann gleich mal die Favoritenrolle zuerkannt wird. William spielte zusammen mit seinem Kumpel Björn für Atletico Hamburg und den TKC Hirschlanden in der Bundesliga und alleine in Frankfurt. Björn hingegen hat auch eine Saison lang Bundesligaluft mit dem TKV Grönwohld II geschnuppert. Komplettiert wird der Kader durch Williams jüngeren Bruder Terence, der früher auch für kurze Zeit aktiv war. Lediglich mit André Güldner scheint ein kompletter Frischling beim Münchener Verein unterschrieben zu haben.

Die Oberbayern aus München sind klarer Favorit, die sich mit dem OTC Amberg 2 um den Titel streiten werden. Gießen 2 wird wie im Vorjahr der 3.Platz reserviert sein. Balingen 2 und Amberg 3 spielen um die Plätze 4 bzw. 5.

Die Rückrunde findet am 2.4.17 in Amberg statt. Weitere Infos findet ihr unter der Ligaseite.

 

Vorschau: 2. Spieltag der 1. Bundesliga 2016/17

Vor dem 2. Spieltag der Bundesliga am kommenden Sonntag, den 20.11., stellt sich jeder wohl nur eine Frage: Wie verkraftet Doublesieger TKC Gallus Frankfurt die beiden Auftaktniederlagen? Gegen den TKC Preußen Waltrop und die TFB 77 Drispenstedt sollten die Hessen auf jeden Fall doppelt punkten, um die Mission Titelverteidigung weiterverfolgen zu können. Außerdem haben wir die Dreierpartien TKV Jerze vs. TKV Grönwohld vs. TKC 71 Hirschlanden sowie OTC 90 Amberg vs. 1. TKC Kaiserslautern vs. Celtic Berlin im Angebot.

Spieltag in Jerze

In Jerze treten die Gastgeber gegen die Teams aus Hirschlanden und Grönwohld an. Die Jerzer um Christoph Ihme gingen am ersten Spieltag leer aus und müssen sich nun dem Abstiegskampf stellen. Jeder Akteur muss eine Schippe drauflegen, kann doch keiner Stand heute ein positives Punktekonto aufweisen. Gegen die Gäste wird dieses Unterfangen allerdings ein schweres: Insbesondere die Hirschlandener um den frisch gekürten Norddeutschen Einzelmeister Max Daub und den top aufgelegten Artur Merke werden den Niedersachsen Probleme bereiten. Ebenfalls stärker sind die Grönwohlder einzuschätzen. Angeführt von der Nummer 1 der DTKV Rangliste Fabio de Nicolo wollen die Nordlichter ihre weiße Weste wahren. Spannend wird vor allem das direkte Duell zwischen Hirschlanden und Grönwohld: Hier könnte es schon eine kleine Vorentscheidung im Kampf um die begehrten Play-Off Plätze geben.

Spieltag in Waltrop

Die Waltroper empfangen den Titelverteidiger aus Frankfurter und die Drispenstedter. Gerade weil die Frankfurter mit 0:4 Punkten in die Saison gestartet sind, werden sie sehr konzentriert auftreten und den beiden anderen Teams keine Chance lassen. Nach einer Niederlage und einem Unentschieden am ersten Spieltag müssen aber die Drispenstedter an diesem Spieltag punkten, um dem Abstiegskampf zu entkommen. Insbesondere gegen die Gastgeber scheint dies möglich, wenn alle Teammitglieder eine geschlossene Mannschaftsleistung zeigen. Allerdings werden die Waltroper etwas dagegen haben. Vor allem Holger Wölk ist derzeit in guter Verfassung: Dies zeigen seine 11:5 Punkte am 1. Spieltag sowie sein Finaleinzug am vergangenen Wochenende bei den Gevelsberger Cult Classics.

Die Frankfurter (in blau) und Jerzer (in rot) sind die beiden Teams ohne Punktgewinn. Können sie am Sonntag nachlegen?

Spieltag in Amberg

Die Konstellation in Amberg verspricht einiges an Spannung. Während mit Kaiserslautern und Berlin die beiden Geheimfavoriten und der Erstplatzierte und Zweite aufeinandertreffen, schaut der Gastgeber auf das untere Tabellendrittel. Mit einem Unentschieden gegen Drispenstedt und einer 15:17-Niederlage zogen sich die Oberpfälzer am 1. Spieltag beachtlich aus der Affäre. Die Rückholaktion von Sebastian Wagner verleiht dem Team mehr Stabilität- mit ihm in der Formation ist der Klassenerhalt möglich. Sollte er am kommenden Wochenende gegen Kaiserslautern eingesetzt werden, würde er auf seinen Bruder Florian treffen, mit dem er bisher nur zusammen im Team gespielt hat. Ein Punktgewinn der Amberger gegen Berlin wäre eine Sensation, weil das Quartett Gottschalk-Kuch-Lorenzen-Malessa aktuell sehr gut aufgelegt ist.

Hier seht ihr nochmals einen Überblick über den aktuellen Stand in der Bundesliga. Der DTKV wünscht allen Tipp-Kickern viel Erfolg und vor allem faire Duelle!

7. Cult Classics: Erster Turniersieg für Felix Lennemann

Felix Lennemann heißt der Gewinner der 7. Cult Classics in Gevelsberg. Der Zweitligakicker von der SG Rheinland/Düsseldorf besiegte im Finale den Bundesligaspieler Holger Wölk (TKC Preußen Waltrop) mit 3:2 nach Verlängerung. Für Felix war dies der erste Turniersieg überhaupt! Der DTKV gratuliert zu diesem Erfolg!

Sage und schreibe 68 Teilnehmer fanden sich zu den 7. Cult Classics in Gevelsberg ein- ein neuer Teilnehmerrekord! Die Vorrunde wurde im Schweizer System mit 10 Runden ausgetragen und die Plätze 1-8 sollten sich direkt für das Achtelfinale qualifizieren. Die Plätze 9-24 mussten zunächst in einer Extrarunde die Gegner für die bereits Gesetzten ausspielen.

Nach der Vorrunde lag Altmeister Klaus Höfer (Gießen) mit 16:4 Punkten punktgleich vor Jochen Hahnel und Marcus Müller (beide Waltrop) an der Spitze. Ebenso konnten sich Michael Kalentzi, der stark spielende Matthias Wietoska (beide Bochum), Holger Wölk, Henning Horn (Karlsruhe/Mayence) und Felix Lennemann über die direkte Qualifikation für das Achtelfinale freuen. Uli Dübel (Herne) rutschte als 24. gerade noch in die Extrarunde. Die Play-Off Duelle wurden im Best-of-One entschieden, sodass nun jedes Spiel ein Endspiel darstellte.

Matthias Wietoska (Schlachtenbummler Bochum) wusste zu überzeugen.

Nach dem Achtel- und Viertelfinale standen sich die Düsseldorfer Felix Lennemann und der in letzter Zeit sehr verbesserte Dirk Hansen sowie Henning Horn und Holger Wölk gegenüber. In beiden Duellen setzten sich die Favoriten Lennemann und Wölk mit 3:2 durch, sodass diese im Finale aufeinandertreffen sollten.

 

Das Finale

Mit Holger stand ein sehr erfahrener Tipp-Kicker im Finale. Seit 1981 packt der Waltroper seinen Koffer, um erfolgreich Tipp-Kick zu spielen. Während er für die Mannschaft in der Bundesliga ein Leistungsträger ist, lässt er es in den vergangenen Jahren im Einzel ruhig angehen und spielt nur sehr wenige Turniere. Dennoch ist er immer für eine Platzierung weit vorne gut. Im Gegensatz dazu hat Felix im vergangenen 15 (!) Turniere absolviert. Seine Finalbilanz sah mit 0:3 bisher nicht rosig aus, aber dies motivierte den Düsseldorfer noch mehr, dieses Mal zu gewinnen.

Felix ging mit 1:0 in Führung, aber Holger ließ sich davon nicht unterkriegen und glich aus. In einem Duell auf Augenhöhe konnte sich keiner vom anderen abheben, sodass nach 10 Minuten ein 2:2 zu Buche stand. Also musste die Verlängerung über den Sieger entscheiden. Hier war Felix der konzentriertere Akteur und er machte seinem Namen aller Ehren. Das 3:2 spielte er gekonnt herunter. Jubelnd durfte er sich über seinen ersten Turniersieg freuen!

Kann mit seiner Leistung zufrieden sein: Turniersieger Felix Lennemann (in schwarz).

 

Alle Platzierungen findet ihr demnächst HIER.

Bilder: Dynamo Düsseldorf, Schlachtenbummler Bochum

Vorschau: 2. Gießener Stadtmeisterschaft

Am 26. November findet die zweite Ausspielung der Gießener Stadtmeisterschaft statt. Aktuell haben sich genau 50 Teilnehmer angemeldet, unter ihnen der Titelverteidiger Jens Foit (Hansa Herford). Das Turnier wird im Schweizer System mit anschließendem Play-Off (Best-of-One) ausgetragen und beginnt um 10 Uhr.

Die Gießener richten nach einer erfolgreichen Premiere im vergangenen Jahr zum zweiten Mal die Stadtmeisterschaft aus. Vielversprechend ist insbesondere die zentrale Lage Gießens in Tipp-Kick-Deutschland. Außerdem wissen die Gießener in letzter Zeit im Spielbetrieb zu überzeugen. Kann Lokalmatador Valentin Tenner seinen Erfolg vom 2. Jerzer Dorfpokal wiederholen und sich zum Stadtmeister krönen? Weitere Favoriten sind Georg Schwartz (Karlsruhe), dem der erste Turniersieg zu wünschen ist. Außerdem hat der Bochumer Michael Kalentzi gute Chancen auf eine Topplatzierung. Oder lässt etwa Bundesligist Christoph Ihme (Jerze) alle Konkurrenten hinter sich? Titelverteidiger Jens Foit ist immer für einen Turniersieg gut. Ihr seht also: Für Spannung ist in Gießen gesorgt!

Jens Foit (r.) ist immer für eine Überraschung gut!

Teilnehmen kann jeder! Insbesondere für Neulinge und Amateure ist solch ein Turnier eine gute Möglichkeit, um Spielpraxis zu sammeln und in den DTKV reinzuschnuppern. Absolute Neulinge können HIER einen Gutschein des DTKVs für eine kostenlose Turnierteilnahme downloaden.

 

Key Facts:

  • Veranstalter: SpielTrieb Ylipulli Gießen
  • Spielort: Bürgerhaus, Volpertstriesch 1, 34535 Wettenberg-Launsbach
  • Beginn: 9:30 Anmeldeschluss / 10 Uhr (Spielbeginn)
  • Ende: ca. 19:10 Uhr
  • Startgebühr: Erwachsene – 7 €; U18 – kostenlos
  • Modus: 10 Runden Schweizer System mit anschließendem Play-Off
  • Beschränkung auf 81 Teilnehmer
  • Anmeldung unter Fahr@arcor.de

 

 

Tourfinale 2016: Robert von Hering schafft die Sensation

Hätte man vor dem Tourfinale nach einem Favoriten auf den Gewinn gefragt, wären sicher die üblichen Verdächtigen genannt worden. Aber es sollte nicht so kommen. Der Sieg von Robert von Hering ist ungefähr so einzuordnen wie die Meisterschaft Leicester City´s in der englischen Premier League: Er gewann völlig überraschend und mit einem ganz eigenen Spielstil, den er der „Kieler Schule“ zuschreibt.

Für das Tourfinale haben sich im vergangenen Turnierjahr die 32 besten Tipp-Kicker qualifiziert, von denen tatsächlich 26 teilnehmen sollten. Pikant war, dass das Turnier im Schweizer System mit 10 Spielen in der Vorrunde ausgetragen wurde, sodass man ständig auf einem hohen Niveau spielte und sich keinen Durchhänger leisten durfte. Abgerundet wurde das Turnier durch ein progressives Play-Off. Dabei haben sich die 4 Bestplatzierten für das Viertelfinale direkt qualifiziert; die Plätze 5 bis 12 spielten in einer Extrarunde deren Gegner aus.

Nach der Vorrunde lag Max Daub (Hirschlanden) mit 16:4 Punkten auf Platz 1, nachdem er am Vortag bereits die 56. Norddeutsche Einzelmeisterschaft gewonnen hatte. Komplettiert wurden die Top 4 von Robert von Hering, Alex Beck und Beni Buza (beide Frankfurt). Die Play-Offs wurden im Best-of-three Modus ausgetragen, sprich man musste 2 von 3 möglichen Spielen für sich entscheiden, um in die nächste Runde einzuziehen.

 

Extrarunde

Frank Hampel (Frankfurt) – Max Gottschalk (Berlin) 3:1 / 6:4

Im Duell der ehemaligen Vereinskameraden setzte sich mit Frank die Erfahrung durch. Insbesondere seine Strafraumbälle stellten eine scharfe Waffe gegen Max dar, der nicht wirklich ins Spiel kam.

Artur Merke (Hirschlanden) – Florian Stähle (Hirschlanden) 7:5 / 4:2

Wie oben besiegte die Erfahrung das Talent. Gerade im ersten Match lag Florian viel zu schnell viel zu hoch hinten, um Artur ernsthaft zu gefährden. Dieser wusste diesen Vorteil geschickt zu nutzen und hatte in den beiden Partien keine Probleme mit seinem Vereinskameraden, der dennoch ein starkes Turnier zeigte.

Jonathan Weber (Wasseralfingen) – Philipp Baadte (Kaiserslautern) 1:3 / 4:2 /4:0
Nachdem Philipp das erste Duell noch ungefährdet für sich entschieden hatte, schienen bei ihm die Kräfte nachzulassen, sodass er nach eigener Aussage immer schwächer spielte. Daher war es die logische Konsequenz, dass Jonathan die Oberhand behalten würde. Einziges Manko bei ihm: Im entscheidenden 3. Spiel ließ er 6 (!) zentrale Strafraumbälle aus.

Patrick Malessa (Berlin) – Fabio de Nicolo (Grönwohld) 0:2 / 4:6

Im Duell der beiden Lautsprecher sollte sich Fabio glatt in zwei Spielen durchsetzen. Im zweiten Spiel konnte Patrick gut mithalten, aber er musste einiges riskieren, um nochmals zurückzukommen. Dies sollte aber nicht sein, sodass sich das Nordlicht über den Einzug in das Viertelfinale freute.

 

Viertelfinale

Max Daub – Frank Hampel 3:4 / 6:1 / 4:3

Nachdem Frank das erste Spiel mit 4:3 für sich entschieden hatte, überzeugte Max im zweiten und machte seinen Gegner mit 6:1 nieder. Psychologisch im Vorteil dominierte er auch das dritte Duell, welches mit 4:3 zu seinen Gunsten endete. Am Vortag der Sieger und dann im Halbfinale: Max ist aktuell in absoluter Topform.

Beni Buza – Artur Merke 0:1 s.d. / 3:5

Ein 0:0 nach der normalen Spielzeit von 10 Minuten ist im Tipp-Kick etwas Seltenes, geht es doch ständig hin und her. Die beiden Duellanten Beni und Artur vollbrachten im ersten Spiel aber dieses Kunststück. Im Sudden Death allerdings fiel sehr schnell das 1:0 für Artur. Gestärkt durch diesen Erfolg setzte sich dieser auch im zweiten Duell gegen den zweifachen Deutschen Einzelmeister durch.

Robert von Hering – Jonathan Weber 4:3 s.d. / 4:2

Im Duell der letzten Zweitligisten war Robert der stärkere Akteur, zumal er in der Vorrunde seinem schwäbischen Konkurrenten beim 3:0 keine Chance ließ. Im ersten Spiel rettete sich Jonathan noch ins Sudden Death, allerdings sollte der K.O. direkt mit dem ersten Schuss erfolgen. Im zweiten Spiel jagte er ständig einem Rückstand nach, sodass Robert verdient ins Halbfinale einzog.

Alex Beck – Fabio de Nicolo 2:1 / 3:2

In der Neuauflage des DEM-Finales von 2010 sollte auch dieses Mal Alex die Oberhand behalten. In zwei sehr von der Taktik geprägten Partien setzte sich der Frankfurter durch. Gekonnt wusste er, wie er den knappen Vorsprung verwalten musste, um sich für die nächste Runde zu qualifizieren.

 

Halbfinale

Max Daub – Artur Merke 2:3 / 2:1 / 3:4 s.d.

Das Duell der Teamkollegen fand auf Augenhöhe statt. Nachdem Artur mit einem 3:2-Sieg vorlegte, konnte Max im zweiten Duell durch ein 2:1 nachziehen. Weil im letzten Spiel keiner von beiden wirklich besser war, musste das Sudden Death entscheiden. Hier war Artur der Glückliche.

Robert von Hering – Alex Beck 3:2 s.d. / 1:2 / 2:1

Im Duell der Defensivspezialisten war Robert stets ein bisschen besser. Weil das erste Spiel nach 10 Minuten unentschieden stand, musste er im Sudden Death alles klar machen. Die daraus resultierende Frustration konnte Alex aber im zweiten Duell zu seinem Vorteil bündeln, denn er setzte auf mehr Ballbesitz. Im dritten Spiel stand es lange ausgeglichen, aber heute stand das Glück des Tüchtigen auf Roberts Seite, sodass der Kieler für alle überraschend das Finalticket buchte.

 

Finale

Im Finale standen sich mit Artur und Robert zwei sehr rational denkende Tipp-Kicker gegenüber. Beide spielen nur mit einem Kicker und zudem sehr konzentriert, sodass sie stets in der Lage sind, die Fehler des Gegners auszunutzen. Artur hatte im Gegensatz zu Robert Finalerfahrung: Neben einigen kleineren Turnieren gewann er die Ostdeutsche Einzelmeisterschaft 2015. Robert hatte sich in den letzten Jahren stetig verbessert und als Vertreter des „Tipp-Kick-Sports“ im Verein zweimal in der Woche trainiert.

Robert (rechts) ließ Artur im Tourfinale-Finale keine Chance.

Man merkte den Kontrahenten die Anspannung an. In der ersten Halbzeit kontrollierte Robert das Spiel, ohne jedoch zu gefährlich zu werden. Dennoch konnte er in Führung gehen und auf dieser in der zweiten Halbzeit aufbauen. Schon kurz nach dem Seitenwechsel jubelte der Kieler abermals, als er mit einem Grinsen im Gesicht schon vor dem Schuss wusste, den Ball zu versenken. Alle hatten erwartet, dass Artur nun alles dafür tun würde, um nochmals ranzukommen. Dem war aber nicht so, denn Robert konnte durch einen sehenswerten Treffer mit 3:0 davonziehen. Als Artur dann aber in der vorletzten Minute den Anschlusstreffer erzielte, keimte nochmals Hoffnung auf, welche sofort wieder zunichte gemacht wurde: Robert erzielte einhändig das 4:1, weil er nach einem Abpraller schneller als sein Gegner schaltete. Zu diesem Zeitpunkt wussten alle Zuschauer in der Halle, dass dieses Finale entschieden war. Gekonnt spielte der Doktorand die letzten Sekunden runter, um dann jubelnd den Erfolg zu genießen!

 

Alle Platzierungen werden demnächst hier veröffentlicht.

 

56. Norddeutsche Einzelmeisterschaft: Max Daub holt den Sektionstitel

Früh übt sich! Dieses Sprichwort trifft auch auf den Tipp-Kick Sport und Max Daub aus Hirschlanden zu. Als Kind begann er mit unserem Hobby- heute darf er sich Norddeutscher Meister nennen. In Bockenem setzte sich der Schwabe in einem spannenden Finale mit 4:3 n.V. gegen Marcel Horchert (Celtic Berlin) durch, der eine ähnliche Tipp-Kick Karriere aufweist.

Mit 104 Teilnehmern war die 56. Norddeutsche im Turnierjahr 2016 das bestbesuchte Sektionsturnier auf der DTKV-Tour. Doch nicht nur die Quantität war beachtlich, denn aufgrund des Tourfinales, welches am Tag darauf stattfinden sollte, fanden sich sehr viele Topspieler ein. Bedenkt man, dass einige Tipp-Kicker krankheitsbedingt kurzfristig absagen mussten, darf man sich schon heute auf die 52. Deutsche Einzelmeisterschaft freuen, welche am 16. und 17. September 2017 stattfinden wird. Der TKV Jerze feierte in Bezug darauf eine mehr als gelungene Generalprobe und stellte den angereisten Tipp-Kickern perfekte Rahmenbedigungen.

Die Jerzer um Christoph Ihme und Andreas Hofert richteten wie gewohnt ein schönes Turnierwochenende aus.

Das Turnier fand im Rundenmodus mit Endrunde statt. In Endrundengruppe A qualifizierte sich Max Daub für das Finale, nachdem er mit 2:4 Punkten nach drei Runden eigentlich weit abgeschlagen war. Aber am Ende war er in einem Vierervergleich der Glückliche und durfte sich auf sein erstes Sektionsfinale überhaupt freuen. In der anderen Gruppe setzte sich Marcel Horchert gegen die Konkurrenz durch. Auch für ihn sollte das Endpspiel das erste große Finale sein, nachdem er im Mai 2016 im Finale der 4. Frankfurter Stadtmeisterschaft unterlag.

Die Finalteilnehmer waren sich von der Spielanlage sehr ähnlich. Beide überzeugten im Laufe des Turniers mit einer technisch starken Offensive und mischten in der Abwehr Beton an. Außerdem waren beide psychisch enorm stark, was ein Finale auf hohem Niveau versprach. Beide hatten ihre Jungs hinter sich: Während Beni Buza seinen ehemaligen Schützling Max motivierte, standen die Celticer hinter Marcel.

Bis zum Schluss machten es die beiden Kontrahenten spannend!

Horchert erzielte in der ersten Halbzeit das 1:0, von dem sich Daub nicht aus der Ruhe bringen ließ. So kam es auch, dass er durch einen sehenswerten Schuss ausgleichen konnte. Noch vor der Pause legte sich der Berliner den Ball in den Strafraum, um von dort eiskalt zum 2:1 einzunetzen. Max verpasste es, einen Abpraller, der direkt vor seinem Kicker landete, 2 Sekunden vor der Halbzeit auf das gegnerische Tor zu bringen, obwohl Buza „Feuer! Feuer!“ eingeworfen hatte. So ging der Schwabe mit einem Rückstand in die Pause. Nach kanpp einer Minute aber konnte er diesen wettmachen und ausgleichen. In einem vor Spannung kaum auszuhaltenden Match übertrafen sich die Keeper der beiden, so dass beim Stand von 2:2 abgepfiffen wurde. Nun sollte also die Verlängerung (zweimal zwei Minuten) entscheiden, wer in die Hall of Fame einziehen sollte. Hier konnte Max zum ersten Mal in Führung gehen, doch Marcel blieb cool und legte sich den Ball direkt im Gegenzug vom Anstoß in den Strafraum auf eine gute Position. Diese Chance ließ er sich nicht nehmen und jagte den Ball zum 3:3 in die Maschen. 20 Sekunden setzte Max aus dem Halbfeld zu einem seiner berüchtigten Dreher an- und dieser fand abgefälscht von Marcels Abwehrkicker seinen Weg ins Tor des Berliners. Es stand 4:3 und den letzten Ball konnte Marcel nicht verwerten! Max Daub hatte es geschafft und war Norddeutscher Meister. Doch wer Max kennt, weiß, dass er sich im ersten Moment über diesen Treffer nicht richtig freuen konnte. Doch schon eine Stunde später genoss er beim gemütlichen Beisammensein den Erfolg. Dennoch gebührt auch Marcel Anerkennung: Man darf nicht vergessen, dass er bei der Deutschen Meisterschaft knapp am Finale scheiterte und sich derzeit in Topform zeigt.

Bei der DEM knapp am Finale vorbeigeschrammt und bei der NDEM im Finale gescheitert: Das nächste Turnier kann Marcel Horchert (rechts) also nur gewinnen!

Die Platzierungen findet ihr demnächst auf der Turnierseite.

 

Wähle den Tipp-Kicker des Monats Oktober 2016 und gewinne einen Materialgutschein!

Mit der 51. Deutschen Einzelmeisterschaft in Kaiserslautern Anfang Oktober wurde bereits der erste Saisonhöhepunkt erklommen. Klar, dass der neue Deutsche Einzelmeister Michael Kaus (TKC Gallus Frankfurt) hoher Favorit auf den Titel „Tipp-Kicker des Monats Oktober 2016“ sein wird. Doch auch andere Tipp-Kicker machten auf sich aufmerksam: die Siegerin der Deutschen Damenmeisterschaft, Vanessa Weichelt (Pegasus Hannover), der Sieger der Deutschen U18-Meisterschaft, Daniel Bialk (vereinslos), und die beiden Sieger der Regionalturniere in Schwabach (28. Bayerische Einzelmeisterschaft) mit Peter Tuma (OTC 90 Amberg) und in Düsseldorf (4. Düsseldorfer Stadtmeisterschaft) mit Jan Komareck (Celtic Berlin). Aber nicht nur die Sieger der einzelnen Veranstaltungen waren die Sieger des Monats Oktober. Tolle Leistungen beim Highlight des Monats, der DEM, z.B. eines Patric Malessas oder Marcel Horcherts, zeigen die große Breite der Spitze unserer Randsportart und hätten ebenso eine Nominierung verdient. Tipp-Kick macht einfach Spaß!

Unter allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern der Umfrage wird ein DTKV-Materialgutschein in Höhe von 10 Euro verlost, der im MITGLIEDERSHOP oder auf Turnieren bei Bernd Weber einlösbar ist. Am Seitenende findest du das Formular für die Abstimmung, welche bis zum 25. November läuft. Der Gewinner wird anschließend auf der Infoseite veröffentlicht.

 

Die Kandidaten:

Vanessa Weichelt (Pegasus Hannover)
Nach dem 4. Platz im Vorjahr gelang Vanessa eine kleine Sensation, als sie im Finale der Deutschen Damenmeisterschaft die große Favoritin Martina Koegel 5:3 bezwingen konnte. Glückwunsch der neuen Deutschen Damenmeisterin!

Daniel Bialk (vereinslos)
Überzeugend konnte sich Daniel mit 10:0 Punkten und 34:9 Toren gegen seine Konkurrenz in den Endrundenspielen durchsetzen. Ein spannendes und enges Match war das Finale gegen Ivan Pulice, dass mit 5:4 n.V. endete. Glückwunsch dem neuen Deutschen U18-Meister!

Michael Kaus (TKC Gallus Frankfurt)
Ein gefühltes halbes Jahrhundert brauchte Michael, um unter Freudentränen den Tipp-Thron zu erklimmen. Der 9-fache Gewinner von Sektionsturnieren und 16-facher Endrunden-Teilnehmer bei Deutschen Einzelmeisterschaften gewann verdient das Finale gegen Patrick Malessa mit 3:1. Glückwunsch dem neuen Deutschen Einzelmeister!

Jan Komareck (Celtic Berlin)
Vier und ein halbes Jahr nach seinem ersten Turniersieg in Berlin gelang dem Celticer ein weiterer Achtungserfolg! Drei Platzierungen unter den Top-12-Plätzen von Sektionsturnieren zeigen zudem, dass nicht nur auf kleinen Turnieren mit ihm zu rechnen ist!

Peter Tuma (OTC 90 Amberg)
Die Bayerische Einzelmeisterschaft scheint sein Lieblingsturnier zu sein. Es standen bisher zu Buche: 9 Platzierungen unter den ersten 5 Plätzen, davon 4 Finalteilnahmen, die aber allesamt verloren gingen. Heuer war es soweit: Mit 6:4 gewann er gegen seinen Vereinskameraden D. Steib das Finale und erstmalig den Titel Bayerischer Einzelmeister!

 

STIMME AB!

Um deine Stimme für den Tipp-Kicker des Monats Oktober abzugeben, fülle bitte folgendes Formular aus. Für die Stimmabgabe musst du lediglich deine E-Mail-Adresse und deinen vollständigen Namen eingeben.

Abstimmungsschluss: Freitag, 25. November 2016, 23:59 Uhr

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Tipp-Kicker des Monats September 2016: Mathias Hahnel

Bei der Wahl zum „Tipp-Kicker des Monats September 2016“ wurden genau 50 gültige Stimmen gezählt, bei insgesamt 7 ungültigen Stimmen. Nicht unerwartet konnte sich Mathias Hahnel (1. TKC Kaiserslautern ´86) mit 18 Stimmen gegenüber Henning Horn (SG Karlsruhe/Mayence) mit 13 Stimmen durchsetzen. Herzlichen Glückwunsch, Mathias! Der U18-Spieler Valentin Tenner (spielTrieb Ylipulli Gießen) erreichte mit 10 Stimmen mehr Stimmen als die beiden Spitzenspieler und Führenden Ihrer jeweiligen Einzelwertung Eric Overesch (SG ´94 Hannover; 6 Stimmen) und Christian Kuch (Celtic Berlin; 3 Stimmen) zusammen erzielten.

Unter allen Teilnehmern der Abstimmung wurde ein Materialgutschein für den DTKV-MITGLIEDERSHOP in Höhe von zehn Euro verlost. Die Gewinnerin ist Manuela Winter.

 

Porträt des Siegers:

Mathias Hahnel, Jahrgang 1980, spielte bereits als Jugendlicher einige Jahre, als er 1992 im Rahmen eines Sommerferienprogrammes (Sieger wurde sein Bruder Jochen Hahnel!), den Tipp-Kick-Vereinssport entdeckte. Seit 1992 ist er seinem Verein 1. TKC Kaiserslautern ´86 treu. Viele Jahre standen andere Sportarten wie Tennis im Vordergrund, so dass er nur selten auf Turnieren gesehen wurde. Erst nach einer Sportverletzung vor wenigen Jahren intensivierte er die Tipp-Kick-Leidenschaft. Ihn faszinieren am Tipp-Kick-Spiel insbesondere die notwendige hohe Konzentrations- und Reaktionsfähigkeit sowie die taktischen Prägungen, die nötig sind, um Erfolg zu haben. In den Anfangszeiten seiner TK-Laufbahn war er zudem begeisterter Bastler seiner eigenen Spieler, was heute im Allgemeinen kaum noch gemacht wird. Bei der Frage nach den größten Erfolgen oder Zielen in seinem Tipp-Kick-Leben unterscheidet er gleich die beiden Parallelwelten Mannschaft und Einzelturniere. Der Aufstieg in die Bundesliga und der Klassenerhalt setzt er auf eine Stufe mit dem Gewinn der Westdeutschen Einzelmeisterschaft und seinen Teilnahmen an den Halbfinals der DEM. Angefüttert von diesen Erfolgen sind der Gewinn der Deutschen Meisterschaft, im Einzelbetrieb und mit der Mannschaft, seine Wunschziele. Übrigens sieht er Gallus Frankfurt trotz des klassischen Fehlstartes als Favoriten in der diesjährigen Bundesliga-Saison, betont aber, dass er die Celticer und den eigenen Verein fast auf Augenhöhe mit dem aktuellen Meister sieht. Wenn er etwas in unseren Randsportart bewegen dürfte, wäre es sein größter Wunsch, dass der Tipp-Kick-Verband den e.V.-Status und die Gemeinnützigkeit bekommt. Hier sieht er die Ansatzpunkte, um Tipp-Kick einer breiteren Basis zugänglich zu machen, auch wenn der familiäre Charakter dann dahinschwinden würde. Die Frage, ob er glaubt, dass Tipp-Kick in 50 Jahren noch gespielt wird, beantwortet er mit einem „Ja“, aber nur, wenn die Produktion des Tipp-Kick-Materials nicht eingestellt wird. Der Jugendschwund, die Schnelllebigkeit, die Vergreisung der Tipp-Kick-Szene sieht er dagegen nicht als ausreichend an, dass unsere Randsportart völlig verschwindet.

 

Eine kleine statistische Auswertung der Stimmen ergab:

  • 7 ungültige Stimmen: Ein Teilnehmer stimmte 12 Stunden nach Abstimmungsschluß ab. 4 Teilnehmer stimmten doppelt ab. Da 2 von Ihnen bei Ihrer Wahl unterschiedliche Bewerber wählten, wurden diese Stimmen komplett herausgenommen. Bei den beiden anderen Teilnehmern wurde jeweils nur eine Stimme zugelassen. Ein Teilnehmer gab nur seinen Kose-Vornamen an. Da dieser jedoch bekannt ist wie ein bunter Hund, wurde seine Stimme zugelassen. Auch der Teilnehmer, der sich selbst wählte, wurde natürlich zugelassen.
  • Es wählten nach Regionen: Süden (21 Stimmen), Norden und Westen (je 12 Stimmen), Osten (4 Stimmen). Eine weibliche Teilnehmerin (von insgesamt 2 Teilnehmerinnen) konnte keiner Region zugeordnet werden, beide waren sich aber in ihrer Wahl einig.
  • Der Norden und Süden entschieden die Wahl zugunsten von Mathias Hahnel gegenüber Henning Horn: 4:1 und 9:6 lauteten die direkten Ergebnisse. Valentin Tenner punktete im Norden und im Süden mit je 4 Stimmen. Eric Overesch durfte sich über einige Stimmen aus der geographischen Nachbarschaft freuen, während Christian Kuch mit 50% der Stimmen aus Berlin und 1 Stimme aus dem Westen enttäuschend abschnitt.
  • Ähnlich so viele Wähler wie im Vormonat gab es mit ingesamt 7 aktiven Bundesligasspielern. Hier setzte sich M. Hahnel mit 4 Stimmen gegen seine Mitbewerber durch, die auf je 1 Stimme kamen (Ausnahme C. Kuch mit 0 Stimmen).
  • Um die kleine statistische Auswertung dieser Auswertung auf die Spitze zu treiben: Bei den Wählern, die zwischen Mitternacht und 6 Uhr morgens ihre Stimme abgaben, lag M. Hahnel mit 50% der Stimmen vorne!