3. Spieltag der 2. Bundesliga Nordost: Die Spreu trennt sich vom Weizen

Am Sonntag, dem 26. Februar 2017, wurde der 3. Spieltag der 2. Bundesliga-Nordost mit 9 Partien ausgespielt. Die Favoriten SG Hannover und SpVgg Balltick Kiel I erledigten mit Bravour ihre Pflichtaufgaben und freuen sich auf das Endspiel um den Aufstieg in die 1. Bundesliga. In der Abstiegsfrage steht fest, dass 4 Mannschaften (Germania Neukölln, Spandauer Filzteufel, Alemania Neumünster, Celtic III) bis zum letzten Spieltag noch große Sorgen haben werden. Da drei dieser Mannschaften dann direkt aufeinandertreffen, ist noch alles möglich, und garantiert neben der Aufstiegsfrage viel Spannung in allen Partien.

Großer Gewinner am 3. Spieltag waren sicherlich die Filzteufel aus Spandau, die mit 3:1 Punkten die letzten Tabellenplatz verließen, und die Celticer der 2. Mannschaft, die mit 7:5 Punkten sich aller Abstiegsnöte entledigten. Die letzten Hoffnungen auf den Aufstieg – auch wenn sie nur gering waren – mußten die Friedenauer Freizeitkicker von Flamengo begraben. Auch Alemania Neumünster, die mit 13 Jahren Zweitliga-Erfahrung in Berlin angetreten waren, mußten erkennen, dass zwischen der Regionalliga-Nord und der 2. Bundesliga-Nordost ein mächtiger Klassenunterschied herrscht.

Steht Hannover am Ende auch ganz oben oder kann Kiel noch nachlegen?

Insgesamt gab es am 3. Spieltag 8 (!) Nachmeldungen: P. Deckert und A. Pallwitz (beide Celtic II), M. Hadon (Celtic III), K. Kapschies (Germania Neukölln), A. und D. Bialk (beide für die Spandauer Filzteufel), R. Rößger (Flamengo I) sowie M. Hümpel (Grönwohld II). Sie holten zusammen 38:58 Punkte.

Alle 9 Partien verliefen sehr fair. Gelegentlich und deutlich überzogene Jubelschreie in Friedenau und Spandau waren die einzigen Kritikpunkte. An dieser Stelle ist der Spieler Andreas Pallwitz von Celtic II hervorzuheben, der Fehl-Entscheidungen gegen sich ohne Murren hinnahm und zugleich Tore gegen sich, die weder der Gegner noch der Schiedsrichter erkannten, als solche anerkannte und den Ball zur Mitte legte. Das ist Sportsgeist vom Feinsten! Chapeau, Andreas!

Hier nun Kurzberichte und Bilder von einigen der Beteiligten:

 

Vom Spieltag in Berlin-Spandau:

Christian Thieke (Celtic Berlin II) teilt mit:

TFC Alemannia Neumünster I – Celtic Berlin II 11:21 (46:62)
Gegen Neumünster gingen die Kelten mit zwei Nachmeldungen (Peter Deckert, Andreas Pallwitz) auch vom Papier her als klarer Favorit ins Rennen, dem sie auch ab der zweiten Runde ohne große Mühe gerecht wurden. So führte Celtic zur Halbzeit schnell 12:4 und kam dann am Ende zu einem ungefährdeten 21:11 Erfolg. In einem absolut fairen Zweitliga-Spiel mit Freundschaftsspielcharakter konnte Andreas Hagenstein (Neumünster) mit 6:2 Punkten überzeugen. Bester Kelte war Christian Thieke mit 6:2 Punkten, seine drei Mitspieler erzielten jeweils 5:3 Punkte.

Spielverlauf: 3:1/ 3:5/4:8/4:12/4:16/7:17/9:19/11:21

Celtic Berlin II – Spandauer Filzteufel 09 I 16:16 (56:64)
Obwohl Celtic vor der Partie als Favorit galt, wurde es durch die zwei starken Neuzugänge der Filzteufel das nun zu erwartende schwere Spiel. So merkte man spielerisch kaum einen Unterschied. In dem hart, aber auch sehr fairen und umkämpften Lokalderby führte Celtic zur Halbzeit zwar mit 9:7, doch dann drehten die Spandauer das Spiel und konnten bis zur vorletzten Runde auf 16:12 davonziehen. Damit war die Ausgangssituation vor der letzten Runde klar: Während den Filzteufeln ein Punkt zum Mannschaftssieg reichen würde, mussten die Kelten alle 4 Punkte holen, um zumindest ein Unentschieden zu erreichen. Und so kam es dann auch: Christian Thieke gewann deutlich gegen André Lach mit 6:1. Erich Peters machte es wesentlich spannender. Zuerst führte er schon mit 5:1, ehe sein Gegner Detlef Schirmer kurz vor Schluß auf 5:4 verkürzen konnte und den knappen Vorsprung über die Zeit rettete. Dabei blieb es dann aber auch. Bester Kelte mit fast makelloser Bilanz war Jan Komareck mit 7:1 Punkten, bester Filzteufel Daniel Bialk mit ganz starken 6:2 Punkten. Rundum ein gerechtes Unentschieden mit dem Celtic sehr zufrieden sein kann, da ab der Halbzeit Spandau stark aufspielte.

Spielverlauf: 4:0/5:3/7:5/9:7/9:11/10:14/12:16/16:16

Der Garant für das Unentschieden auf Seiten der Celticer: Jan Komareck

 

Mario Hinz (TFC Alemania Neumünster I) fasst auf Facebook den Berlin-Trip zusammen:
„Leider haben wir beide Spiele klar und deutlich verloren. Da sind sicher viele Komponenten für verantwortlich … Zu unserem Team: Unser Topspieler an diesem Wochenende, Andreas Hagenstein war mit 12:4 Punkten an sich ein guter Wegbereiter – für zumindest einen Sieg. Ich persönlich bin mit 9:7 Punkten klar unter meinen persönlichen Erwartungen geblieben. Unsere verbleibenden zwei Mitspieler hatten mit 0:16 Punkten einen rabenschwarzen Tag. Insgesamt muss man festhalten: so langt es für die 2. Liga sicher nicht. Die Gegner: SEHR fair – beide Clubs – ein toller Austausch, gute Spiele. Was uns sicher überrascht hat, war die Tatsache, dass André Bialk jetzt Filzteufel ist (8:0 Punkte für ihn). Das ist aber das gute Recht von Vereinen, die einfach eine gute Struktur an „alten“ Spielern um sich herum haben, aus denen sie auch mal einen aus dem Hut zaubern können. Ausblick: Düster – aber wir hoffen mal am letzten Spieltag noch irgendwie etwas reißen zu können.“

Neumünster beim Warmspielen

 

Zum Spieltag in Grönwohld:

Oliver Wegener (SpVgg Balltick Kiel I) schildert:
„Tolle Location, ich kannte den Spielort noch gar nicht, mit viel Platz und Gastronomie … Zudem Parkplatz vor der Türe. Top! Die Stimmung war sehr entspannt, im Grunde eine fast schon zu lockere Freundschaftsspielatmosphäre. Celtic III trat ersatzgeschwächt an und Grönwohld hatte gegen uns auch nicht die vermeintlich stärkste Truppe an den Platten.

Die angesprochene Location in Grönwohld

Ich habe alle Spiele an diesem Tage als fair empfunden. M.E. gab es, auch bedingt durch den deutlichen Spielverlauf, keine strittigen Situationen. In Anbetracht der Tatsache, dass Celtic III den besten Spieler nicht eingesetzt hat, gehe ich davon aus, dass Sie sich bereits vor dem Spieltag Ihrem Schicksal ergeben haben und absteigen werden. Wir haben unsere Ziele am 3. Spieltag erreicht – nicht mehr und nicht weniger. Hannover ist natürlich Top-Favorit für den Aufstieg, keine Frage. Der Club hat letztes Jahr noch 1. Liga gespielt, wir waren vor kurzem noch Regionalligist. Zudem belegen sie Platz 1 und 2 in der Einzelwertung und haben die Liga bisher mit teils sehr deutlichen Siegen beherrscht. Alles Gründe, die für einen Aufstieg von Hannover sprechen.“

Tobias Stock (Grönwohld II) berichtet (ebenso auf Facebook veröffentlicht):
„Am dritten Spieltag der 2. Bundesliga Nordost kam es in Hamburg bei unserem Heimspieltag für unsere zweite Mannschaft zu den Begegnungen mit Celtic Berlin III und der SpVgg. Baltick Kiel I. Im ersten Spiel konnte gegen den ersatzgeschwächten Tabellenletzten aus der Hauptstadt ein wichtiger Sieg für den Klassenerhalt gefeiert werden. Beim souveränen 24:8-Erfolg ragte Tobias Stock mit 8:0 Punkten und 19:3 (!) Toren aus einer insgesamt guten Mannschaft heraus. Im zweiten Spiel des Tages konnte der Aufstiegsfavorit aus Kiel erwartungsgemäß mit 23:9 gegen den Abstiegskandidaten Celtic III gewinnen. Im dritten Spiel gegen den verlustpunktfreien Aufstiegsfavoriten aus Kiel kamen Markus Müller und Swen Petersen für Carsten Naue und Michael Hümpel zum Einsatz. In den ersten beiden Runden konnte Kiel bereits mit 7:1 Punkten in Führung gehen, was sich im Nachhinein als Vorentscheidung herausstellte, da Grönwohld die Runden ab da zwar ausgeglichen gestalten, aber leider nie richtig aufschließen konnte. Letztendlich hieß es nach einem starken geschlossenen Auftritt der Stormarner 14:18. Insgesamt war es ein freundlicher und jederzeit fairer Wettkampftag im Hamburger Osten.“

 

Vom Spieltag in Berlin-Friedenau:

Karl-Heinz Sternberg (Germania Neukölln I) übersendet folgende Zeilen:
„Eine Stunde vor dem Spieltag hatte Germania schon Sorgen, da einer unserer Spieler krankheitsbedingt ausfiel und wir schnell einen Ersatz finden mußten. Im ersten Spiel gegen Hannover ging es mit Spaß und guter Laune fair und lustig zur Sache. Trotz der Niederlage fühlte sich das Ergebnis wie ein Sieg an. Jogi [die Red.: Marquardt] zeigte sein ganzes Können und holte 6:2 Punkte. Wahnsinn! Beim 2. Spiel wussten wir, das es eine enge Kiste werden würde. Da wir bisher immer knapp gegen Flamengo verloren hatten, wollten wir diesmal mehr. Und so kam es dann auch. Unser vierte Mann, Kevin Kapschies, holte den entscheidenden Punkt zum Unentschieden. Auch hier waren die Spiele super fair. Trotz unsicherer Zukunft wird Germania weiterhin kämpfen! Wir sind bereit für den 4. Spieltag!“

Fred Elesbao (SG Hannover) schreibt:
„Das Spiel gegen Flamengo war hart und emotional. Am Anfang habe ich ein bisschen Ärger bekommen, weil ich beim Jubeln zu laut war. Aber ich glaube, das gehört dazu. Das ist kein Kinderspiel, sondern ein Sport … Und Sport braucht Leidenschaft. Die Spannung war bis zum Schluß zu spüren. Deshalb gab es noch ein lustige Situation für uns: In den letzten Sekunden konnte ich mein finales Spiel drehen, so dass wir 17 Punkte hatten. Lars [die Red.: Lars Tegtmeier] wollte das einfach nicht glauben. Er war fest davon überzeugt, dass wir bei 16 Punkten standen. Es hat einige Überredungskunst gebraucht, um ihm die Wirklichkeit klar zu machen. Als der Aha-Effekt kam, haben wir alle herzlich gelacht … Die Mannschaft ist glücklich. Jetzt kommt es zu einem großen Finale in Kiel. Unsere Erwartungen sind hoch, aber ich glaube, in Kiel ist alles möglich.“

Ein starkes Team: Die SG 94 Hannover

MartinLeinz (Flamengo Berlin I) berichtet:
„Neukölln und Flamengo traten ersatzgeschwächt an. Im Spiel Hannover gegen Flamengo sahen die zahlreichen Flamengo-Fans ein ausgeglichenes Game. Am Ende mit dem entscheidenen Vorteil für Hannover. Beim Spielstand von 14:10 für Hannover führten Andy Schalm und der grippegeschwächte Sascha Kansteiner bis 2 Minuten vor Schluss in ihren jeweiligen Partien. Der vermeintliche Showdown zum möglichen Ausgleich, zum 14:14, lag nahe. Jedoch konnte die starken Jungs aus Hannover das Blatt noch wenden und sich durch eine 3:1 Runde zum vorzeitigen Sieg schießen. Am Ende war Hannover froh das erste enge Saisonspiel glücklich, aber verdient, gewonnen zu haben. Mit diesem Gefühl im Rücken wurde Neukölln im 2. Spiel des Tages ohne größere Probleme besiegt. Folglich kommt es am letzten Spieltag zum entscheidenden Aufstiegsspiel zwischen Hannover und Kiel. Ich sehe Hannover wegen der ausgeglicheneren Besetzung im Vorteil. Im letzten Spiel des Tages musste Sascha Kansteiner durch Rüdiger Rößger ersetzt werden, der dann seine Sache in seinem ersten Zweitligaspiel gut machte. Dennoch war die Luft bei einigen Spielern etwas raus und auch meine 7:1 Punkte haben schlussendlich nur zum 16:16 gereicht. Damit hat Flamengo mit 7 Pluspunkten sehr wahrscheinlich den Klassenerhalt erreicht und spielt am letzten Spieltag um Platz 3 in der Liga!“

 

Alle Ergebnisse findet ihr auch auf der Ligaseite!

 

 

Vorbericht zum 3. Spieltag der 2. Bundesliga Nordost

Am Sonntag, den 26. Februar, kommt es in der 2. Bundesliga-Nordost zu 9 reizvollen Duellen. Die beiden großen Fragen sind: Erledigen die beiden Aufstiegsaspiranten Hannover und Kiel ihre Pflichtaufgaben, um dann im großen Finale am 4. Spieltag den Aufsteiger zu küren? Gibt es bereits am 3. Spieltag deutliche Weichenstellungen in der Abstiegsfrage?

Die Ansetzungen lauten:
6 Begegnungen finden in Berlin statt, 3 in Grönwohld. Im Einzelnen:

– in Friedenau bei Flamengo:

Hannover-Flamengo        11.00 Uhr
Neukölln-Hannover         13.00 Uhr
Flamengo-Neukölln         15.00 Uhr

– in Spandau bei den Filzteufeln:

Filzteufel-Neumünster    11.00 Uhr
Neumünster-Celtic II       13.00 Uhr
Celtic II-Filzteufel              15.00 Uhr

– in Grönwohld bei Grönwohld:

Celtic III-Grönwohld II     11.00 Uhr
Kiel-Celtic III                         13.00 Uhr
Grönwohld II-Kiel              15.00 Uhr

 

Zur Ausgangssituation:
Hannover und Kiel, die zur Zeit mit je 8:0 Punkten auf Platz 1 und 2 stehen, dürften den Aufsteiger am 4. Spieltag im direkten Vergleich ausspielen. In der Abstiegsfrage geht es noch spannender zu: Falls Jerze und Drispenstedt aus der 1. Bundesliga absteigen, steigen sogar 3 Mannschaften der 2. Bundesliga-Nordost in die entsprechenden Regionalligen ab. Die Plätze 6 bis 9 (Neukölln 2:6, Neumünster 2:6, Celtic III mit 0:8 und die Spandauer Filzteufel mit 0:8) werden noch deutlich punkten müssen, um das Abstiegsgespenst zu vertreiben. Doch woher sollen die Punkte bekommen? Neukölln ist gegen Hannover und Flamengo nur Außenseiter, Neumünster könnte mit 2:2 Punkten der große Gewinner des 3. Spieltages werden, die Filzteufel und Celtic III werden höchstwahrscheinlich nach dem 3. Spieltag mit 0:12 Punkten das Tabellenende zieren.

Flamengo, Grönwohld II und Celtic II können dagegen locker aufspielen und das Zünglein an der Waage bilden. Nach oben und nach unten. Insbesondere Celtic II, die Peter Deckert für den verhinderten Olli Baer einsetzen werden und vielleicht auch Andreas Pallwitz für den verhinderten Jan Komareck, wird noch ein Sprung nach oben zugetraut.

 

Statements einzelner Spieler:

Fred Elesbao (SG Hannover): „Wir haben große Erwartungen an den nächsten Spieltag. Wir wollen gewinnen und unsere Tabellenführung ausbauen. Schließlich trainieren wir hart!!! Ich habe extra ein neues Stadion, das „Ernst-Thälmann-Stadion“, gebaut. In meinem Keller findet jetzt regelmäßig Training statt. Natürlich wird es schwer gegen Flamengo, insbesondere auswärts und bei Flamengo ist es immer schwierig. Außerdem traue ich Flamengo ebenso den Aufstieg zu. Kiel könnte auch ein Kandidat sein. Aber ehrlich gesagt, gucke ich noch nicht in Richtung Aufstieg, sondern konzentriere mich aufs nächste Spiel. So wie die anderen Jungs aus Hannoi auch!“

Die Hannoveraner Erik Overesch (l.) und Fred Elesbao wollen es wissen!

Oliver Wegener (Kiel): „Flamengo hat durchaus noch Chancen auf den Aufstieg, weil es sehr erfahrene Akteure sind. Sie sind zudem taktisch klug und clever. Ich glaube, dass Flamengo das Spiel gegen Hannover nicht abschenken wird und sich in der leichten Außenseiterrolle pudelwohl fühlt, um dem Bundesligaabsteiger ein Bein zu stellen … Unser Spieltag in Grönwohld sieht einfacher aus, als es ist, denn es kommt darauf an, mit welchen Spielern Grönwohld und Celtic III antreten … Es gibt ja genügend Potential für eventuelle Nachmeldungen … Normalerweise steigt Celtic III gleich wieder ab, außer sie melden starke Akteure nach und gewinnen gegen Grönwohld. Dann wäre wieder alles drin.“

Martin Leinz (Flamengo Berlin): „Wir werden versuchen am 3. Spieltag Hannover zu schlagen. Dann haben wir noch alle Chancen aufzusteigen. Gegen Kiel haben wir unglücklich 15:17 verloren, ein Unentschieden wäre, objektiv gesehen, gerecht gewesen. Wir sind also dran an der Spitze. Wir werden auf den Punkt fit sein!“

Tobias Stock (Grönwohld): „Also, bis auf unseren Käpt’n Steve sind alle an Bord. Wir werden vor Ort nach Gefühl festlegen, wer spielt und werden darauf achten, dass jeder zumindest in einem Spiel eingesetzt wird. Für diesen Spieltag ist ein Sieg gegen Celtic III Pflicht. Gegen Kiel wäre aus meiner Sicht – wenn Kiel mit der Topbesetzung antritt – selbst ein Punkt für uns eine große Überraschung. Insgesamt sind wir mit einem gesicherten Mittelfeldplatz sehr zufrieden. Als Aufsteiger sehe ich ganz klar die Kieler. Sie haben mit Olli einen routinierten Bundesligaspieler. Dahinter mit Simon und Robert zwei aufstrebende Top-Talente und auch Florian oder Christoph wissen, wo das Tor steht. Für mich die Mannschaft mit dem besten Gesamtpaket und auch mit die Sympathischste.“

Tobias Stock rechnet fest mit dem Aufstieg von Kiel und Robert von Hering (im Bild).

Karl-Heinz Sternberg (Germania Neukölln): „Pocki und Jogi [die Redaktion: gemeint sind Andreas Pockrandt und Jürgen Marquardt] hören tatsächlich auf. Beide wollen aber noch gelegentlich Turniere besuchen. Insgesamt werden wir nächste Saison 5 Abgänge haben, damit bleibt die Zukunft von Germania 09 Neukölln tatsächlich in der Schwebe. Vielleicht gelingt es uns noch, den einen oder anderen Spieler zu angeln … Erst Ende der Saison werden wir dann entscheiden, ob wir weiterhin 2. Bundesliga oder nur Regionalliga Ost spielen. Für die beiden letzten Spieltage steht bei uns der Spaß im Vordergrund und wir wollen uns mit einem Lächeln und einem Dankeschön von der 2. Liga verabschieden.“

 

Spannung pur in der 2. Bundesliga Nordost

Die Hälfte aller Spiele sind in der 2. Bundesliga Nordost absolviert und die neun teilnehmenden Mannschaften könnten sich bis Ende Februar 2017 in den kollektiven Winterschlaf begeben, wenn da nicht die vielen kleinen und großen Ambitionen wären. Die Tabelle nimmt schon deutliche Konturen an, die Weichen für den möglichen Auf- und Abstieg sind gestellt.

Zu den einzelnen Aussichten:

SG Hannover

Der Bundesligaabsteiger hat personell sein Gesicht aufgehübscht. Die Grandseigneure König, Krapoth und Schell haben das sinkende Schiff verlassen und sich auf das (verdiente) Altenteil zurückgezogen bzw. J. König wechselte ans andere Ufer, nämlich von der Leine an die Lauter. Ob O. Schell noch einmal in der laufenden Saison eine Mannschaft unterstützen wird (man munkelt von Hannover oder Kiel oder …), wissen nur die Götter und höchstwahrscheinlich nicht einmal er selbst. Doch die runderneuerte Mannschaft ist der Hammer. Vier Spieler in der Einzelwertung unter den Top 10, nämlich die Plätze 1, 2, 4 und 9. Vier Siege mit 27:5, 27:5, 26:6 und 25:7 Punkten lassen mehr als erahnen, warum Hannover durch diese Leistungen zum klaren Aufstiegsfavoriten avanciert ist. E. Overesch und L. Tegtmeier sind bundesligaerprobt, spielen technisch sauber, sehr geradlinig und siegorientiert. F. Elesbao, der beste brasilianische Tipp-Kicker aller Zeiten, dessen Cantona-Jubelrufe gelegentlich die eigenen Finger lähmen, sowie O. Holzapfel reiten auf der Welle des Momentums. Wer kann diese Welle stoppen?

Mein Tipp: Platz 1

SG Hannover bei einer taktischen Besprechung: Fred Elesbao (links) und Olaf Holzapfel

SG Hannover bei einer taktischen Besprechung: Fred Elesbao (links) und Olaf Holzapfel

SpVgg. Balltick Kiel I

Im 2. Bundesliga-Jahr angekommen, ist die Punkteweste unbefleckt. 8:0 sind mehr als ein Zeichen an die Hannoveraner, dass man den Aufstiegsplatz nicht ohne Kampf hergibt. Die spielerischen Zugpferde sind eindeutig: O. Wegener und R. von Hering. Der Püppchenbauer aus Hamburg und der Doktorand aus Kiel holten zusammen 50 Spielpunkte. Eine starke Leistung! Und der Sieg im Tourfinale von R. von Hering wird die Kieler noch beflügeln! Die Hansen-Brüder Simon und Florian fallen jedoch mit 32:32 Spielpunkten in 32 Partien ab. Daher

mein Tipp: Platz 2

Läuft bei Robert von Hering: Reicht es nach dem Tourfinalsieg auch für den Bundesligaaufstieg?

Läuft bei Robert von Hering: Reicht es nach dem Tourfinalsieg auch für den Bundesligaaufstieg?

TKC Flamengo Berlin I

Die Friedenauer Freizeitkicker haben einen Riesenkader: für 2 Mannschaften wurden mal eben 11 Spieler gemeldet und trotzdem verstärkten sich die Hauptstädter gezielt mit M. Leinz,  dem Peiner Städtependler, der in den letzten beiden Monaten zwei Einzelturniere gewinnen konnte. Allerdings bleiben seine 17:15 Punkte hinter den (eigenen) Erwartungen zurück, intern Platz 4 in der Einzelwertung. Trotzdem belegt Flamengo als Mannschaft mit 6:2 Punkten Tabellenplatz 3 und verlor nur gegen den Tabellenzweiten Kiel und das erst im letzten Durchgang. Der brasilianische Kontrapunkt, der Schweizer K. Asmis, bester bisheriger Flamengo-Einzelspieler, seines Zeichens 4-facher Schweizer Einzelmeister (2010-2012, 2014) besticht an der Platte durch Ruhe und Effektivität. Übrigens weist Flamengo I mit 50% die höchste Promotionsdichte aller deutschen Tipp-Kick-Mannschaften auf. S. Kansteiner, bekannt seit jeher durch sein individuelles Stellungsspiel an der Platte (nur getoppt durch Schorse Becker, der sitzend jubelte oder auch nicht), findet sich sogar in einem Wikipedia-Eintrag, also Tipp-Kick und Spielintelligenz sind ein wunderbares Team, daher

mein Tipp: Platz 3

 

TKV Grönwohld II

Das Team marschiert. Unbeachtet von den meisten Mitbewerbern schlich man sich auf Platz 4 mit 6:2 Punkten. Und befreit von Abstiegssorgen kann man nun im Neuen Jahr sich neuen Zielen widmen. Doch wer sind die Väter des Erfolges? Eindeutig das Team. Und dieses Team erlaubt sich Rochaden von denen Fußballtrainer nur träumen: Bisher wurden die Spieler M. Arp (4 Spiele), S. Gehlhaar (4), T. Stock (3), M. Müller (2), C. Naue (2) und S. Petersen (1) eingesetzt. Wo ist Didi Gätje? Und wenn die richtigen Spieler zum richtigen Zeitpunkt punkten, kommt erst Butter bei die Fische. Der Underdog überzeugt, daher

mein Tipp: Platz 4

 

Celtic Berlin II

Erst zur neuen Saison zeichnete sich die spektakuläre Rückkehr des verlorenen Sohnes E. Peters ab. Doch nachdem das Pik As des Vereines, M. Gottschalk, berechtigt in den Kader der 1. Mannschaft aufstieg, war allen klar, dass der Traum, eine zweite Celticer Mannschaft in die Bundesliga zu hieven, in dieser Saison nicht gelingen würde. Dafür ist das Leistungsgefälle in der Mannschaft zu stark. Das Restprogramm bringt 2 Top-Mannschaften und 2 Abstiegskandidaten, also eine vermutliche Verdopplung der momentanen 4:4 Punkte. Daher

mein Tipp: Platz 5

Einmal Celtic - immer Celtic: Eirch Peters

Einmal Celtic – immer Celtic: Erich Peters

Germania 09 Neukölln I

Die Neuköllner schwächeln. Platz 6, nur 2:6 Punkte und Hannover und Flamengo vor der Brust. Das könnte eng werden. K.-H. Sternberg punktet mit 21:11 Punkten beachtlich, doch die Routiniers A. Pockrandt und J. Marquardt erzielen zusammen nur 27:37 Punkte. Diese Stellschraube ist nun gefordert, denn F. Ploner darf als Neuling in der 2. Bundesliga die raue Luft schnuppern und lernen. Dank der Routine von P&M wird sich Neukölln auf einen sicheren Mittelfeld-Platz retten, daher

mein Tipp: Platz 6

 

Spandauer Filzteufel 09 I

Im letzten Jahr noch im Niemandsland der Tabelle, ist diese Saison der Abstieg sehr realistisch. Der Abgang von E. Peters hat alle Mitspieler anscheinend schockiert. Die Leichtigkeit ist verloren gegangen. Es scheint keinen Führungsspieler zu geben, der alle mitreißt. 4:28, 9:23 und 10:22 Punkte in der Einzelwertung sprechen eine klare Sprache. Und trotzdem mein Tipp (bei maximal 2 Absteigern und begünstigt durch die eigene Befangenheit): die Filzteufel werden nicht absteigen. Warum diese Einschätzung? Die Spieler der ersten Mannschaft fahren wieder vermehrt auf Turniere. Und nun der Joker: das Restprogramm: Es kommen noch die Spiele gegen die Plätze 5, 6, 7 und 8. Mit teuflischem Elan ins Neue Jahr, da geht noch etwas, daher

mein Tipp: Platz 7

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Die Spandauer Filzteufel (in rot: André Lach) müssen sich gewaltig steigern, um dem Abstieg zu entgehen.

TFC Alemania Neumünster I

Der Aufsteiger liegt mit 2:6 Punkten auf Platz 6. Ein schweres Restprogramm und zudem der der direkte Vergleich gegen den Mitkonkurrenten um einen Abstiegsplatz, die Spandauer Filzteufel. A. Hansen, ein Name, der anscheinend zu mehr verpflichtet (siehe Kiel) und M. Hinz punkten solide. Doch häufig entscheiden die Spieler auf den Positionen 3 und 4 über Sieg und Niederlage. Können A. Hagenstein und U. Paul hier zulegen? Für Neumünsters Verbleib spricht eindeutig das Spielpunktverhältnis, dagegen stehen das Restprogramm und die fehlende Zweitliga-Routine, daher

mein Tipp: Platz 8

 

Celtic Berlin III

Der Aufsteiger liegt mit 0:8 Punkten auf einem Abstiegsplatz, aber auf Grund der erzielten Spielpunkte noch vor den Filzteufeln. Am Saisonbeginn noch furios im internen Mannschaftsvergleich gestartet, musste die Mannschaft im weiteren Verlauf klare Niederlagen hinnehmen. Und die kommenden Aufgaben werden nicht einfacher. Alle 4 Spieler, die weder im Training (Ausnahme D. Hopp) noch auf Turnieren großartig anzutreffen sind, freuen sich trotzdem mal ein Jahr in der 2. Bundesliga spielen zu dürfen. Wie viele Verbandsliga- oder Regionalliga-Vereine träumen nicht davon?! Trotz der Gnade, dass es im Osten der Tipp-Kick-Republik keinen Unterbau gibt, und trotz des breiten Kaders, den der mitglieder- und spielstärkste Berliner Verein Celtic Berlin, stellen kann, wird diese Mannschaft die 2. Liga nicht halten. Daher

mein Tipp: Platz 9

 

Alle Ergebnisse der 2. Bundesliga Nordost findet ihr hier.

 

 

 

2. Bundesliga Nordost – Saison 2016/2017

Interessanter Dreikampf um den Aufstieg – Schafft Aufstiegsfavorit Kiel den Sprung ins Oberhaus? Welche Teams treten am Ende der Saison den Gang in die Drittklassigkeit an?

SpVgg Balltick Kiel I:
Der Aufstiegsfavorit Nummer eins kommt aus dem hohen Norden – Die SpVgg Balltick Kiel I ist bereit für das Oberhaus. Die Truppe um Robert von Hering und Oliver Wegener hat in der vergangenen und in der laufenden Saison gezeigt, was sie können. Schon 4:0 Punkte stehen auf dem Konto der Nordlichter. Überzeugend konnte man gegen die Teams aus Neumünster (22:10) und Neukölln (23:9) gewinnen. Hier sollte die Mischung aus gesundem Ehrgeiz, Trainingsfleiß und Turnierteilnahmen den nötigen Erfolg bringen.

Mein Tipp: Platz 1

Wird Robert von Hering (r.) mit Kiel in der Endabrechnung vor Fred Elesbao (Hannover) landen?

Wird Robert von Hering (r.) mit Kiel in der Endabrechnung vor Fred Elesbao (Hannover) landen?

 

Flamengo Berlin I
Eine durchaus interessante Konstellation schicken die Bundeshauptstädter diesmal ins Rennen. Aktuell haben die Berliner 4:0 Punkte aus den Spielen gegen Celtic Berlin II und III. Gerade Knut Asmis konnte mit 14:2 Punkten glänzen. Das Team um Andreas Schalm, Knut Asmis und Sascha Kansteiner wird durch den Neu-Berliner Martin Leinz verstärkt. Zu welcher Leistung der Ex-Wolfsburger im Stande ist, zeigte er in der Saison 2014/2015, in der er überzeugende 49:15 Punkte für die Wolfsburger erspielte. Auch in Sachen Aufstieg haben die Berliner ein großes Wort mitzureden. Im Falle eines Ausrutschers der Kieler, wird die erfahrene Truppe ihre Chance zu nutzen wissen. Dennoch werden die Berliner im direkten Duell gegen die Kieler ihren Meister finden.

Mein Tipp: Platz 2

 

SG Hannover:
Eine weitere interessante Mischung stellt das Team von der SG 94 Hannover. Mit Erik Overesch und Lars Tegtmeier können die Landeshauptstädter auf zwei sehr erfahrene Akteure zurückgreifen. Auf Position drei und vier finden sich Olaf Holzapfel und Fred Elesbao wieder, die ihren Teil für den Erfolg des Teams in engen Partien abrufen werden. Ähnlich wie Flamengo wird die SG auf einen Ausrutscher der Kieler hoffen. Dennoch bleibt fraglich, wie das Team den Abgang des „magischen Trios“ Jens König, Oliver Schell und Sebastian Krapoth verkraften wird…

Mein Tipp: Platz 3

 

Celtic Berlin II
Das Reserveteam von Celtic Berlin hat einen schmerzhaften Abgang zu verzeichnen. Mit Max Gottschalk hat der stärkste Spieler das Team verlassen. Für Gottschalk wird wieder Erich Peters an der Platte stehen. Es bleibt fraglich, ob das Team den dritten Platz aus der Vorsaison wiederholen kann. Jan Komareck steht nun in der Pflicht und muss als stärkster Spieler das Team führen. Christian Thieke und Oliver Baer vervollständigen das Team. Das Team wird die Saison auf einem Mittelfeldplatz beenden.

Mein Tipp: Platz 4

Kann Jan Komareck seiner Rolle als Leistungsträger gerecht werden?

Kann Jan Komareck seiner Rolle als Leistungsträger gerecht werden?

 

Germania Neukölln I
Für die Neuköllner geht es dieses Jahr in die dritte Saison in der 2. Bundesliga Nordost. Auch wie in den vergangenen Spielzeiten werden die Neuköllner wieder im Mittelfeld landen. Eine personelle Veränderung gab es, für Alexander Breuß geht Eigengewächs Florian Ploner an den Start. Aktuell stehen 2:2 Punkte auf dem Konto der Berliner. Nach einer deutlichen Niederlage mit 9:23 Punkten gegen die Kieler konnten die Neuköllner mit 18:14 gegen Neumünster gewinnen. Die beiden „Oldtimer“ Yogi Marquardt und Andreas Pockrandt werden wieder eifrig auf Punktejagt gehen. Interessant wird sein, wie sich Karl-Heinz Sternberg entwickeln wird. Aktuell setzt er mit 14:2 Punkten ein großes Ausrufezeichen.

Mein Tipp: Platz 5

 

TKV Grönwohld II
Mit dem größten Kader geht die Zweitvertretung vom TKV Grönwohld an den Start. In der vergangenen Saison konnte man mit Ach und Krach den Nichtabstieg vermeiden und belegte am Ende den 7. Platz. Wenn das Team in den entscheidenden Spielen mit der Bestbesetzung an den Start geht, steht einem weiteren Jahr in der 2. Bundesliga Nordost nichts im Wege. Das Team hat ausreichend erfahrene Akteure, um dies zu schaffen. Sicherlich werden die Grönwohlder auch vom hohen Trainingsniveau profitieren.

Mein Tipp: Platz 6

 

Spandauer Filzteufel 09 I
Das Kollektiv um Hardy Schau und Andre Lach geht dieses Jahr ohne Erich Peters, dafür aber mit Andreas Schrödter an den Start. Detlef Schirmer vervollständigt das Team. Mit einer Menge Abstiegskampferfahrung geht das Team in die Saison. Schau und Lach sind in der Pflicht, das Team in den ausschlaggebenden Duellen zu führen und die entsprechenden Punkte zu holen. Das Team kann im Abstiegskampf nichts mehr schocken. Deshalb belegen die Filzteufel den letzten Nichtsabstiegsplatz.

Mein Tipp: Platz 7

Muss sich jetzt in der 2. Bundesliga beweisen: Andreas Schrödter

Muss sich jetzt in der 2. Bundesliga beweisen: Andreas Schrödter

 

Celtic Berlin III:
Bereits am 29. August begann die 2. Bundesliga Nordost mit dem Spiel „Celtic Berlin III – Celtic Berlin II“. Hier musste der Aufsteiger aus der Regionalliga Ost bereits zwei Niederlagen einstecken. Gerade über die 15:17 Niederlage gegen die eigene zweite Mannschaft wird man sich im Nachhinein sicherlich ärgern. Gegen die Flamengos gab es die erwartete Niederlage. Diese fiel mit 6:26 etwas deutlich aus. Das Team muss sich auf die entscheidenden Spiele vorbereiten und auf Leistungsträger Julian Meyn hoffen. Dennoch werden es die Berliner sehr schwer haben.

Mein Tipp: Platz 8

 

TFC Alemannia Neumünster I
Wie alle Aufsteiger wird auch die Truppe um Routinier Mario Hinz und Andreas Hagenstein als klares Ziel den Nichtabstieg definiert haben. Das Team aus Schleswig-Holstein schnupperte in der Saison 2011/2012 bereits Zweitligaluft. Damals ging es nach dem direkten Aufstieg wieder in die Regionalliga. Ähnlich schaut es auch in dieser Saison aus. Die Alemannen absolvierten bereits zwei Spiele und verloren gegen den Aufstiegsfavoriten aus Kiel (10:22). Gegen die Neuköllner musste man sich mit 14:18 knapp geschlagen geben. Vermutlich wird das Team erneut nur Zweitligaluft schnuppern dürfen.

Mein Tipp: Platz 9

 

Einschätzungen aus dem Profi-Bereich
Wer steht nach der regulären Saison auf dem ersten Platz?
1. SpVgg Balltick Kiel I (76,5 %)
2. SG Hannover (23,5 %)

Wer steigt ab?
1. Celtic Berlin III (52,9 %)
2. TFC Alemannia Neumünster I (23,5 %)
3. Spandauer Filzteufel 09 I (17,6%)

Welche Mannschaft wird uns positiv überraschen?
1. SpVgg Balltick Kiel I (29,4 %)
2. fünf weitere mit 11,8 %

Welche Mannschaft wird uns enttäuschen?
1. SG Hannover (23,5 %)
2. TKV Grönwohld II, Flamengo Berlin (17,6 %)

Wer gewinnt die Einzelwertung?
1. Robert von Hering (Kiel) – 29,4 %
2. Oliver Wegener (Kiel) – 23,5 %
3. Erik Overesch (17,6 %)

 

Hier findet ihr weitere Infos und aktuelle Ergebnisse zur 2. Bundesliga Nordost

 

„Finale Furioso“ in der 2. Bundesliga Nordost

Drei Viertel aller Spiele sind in der 2. Bundesliga Nordost absolviert und nur noch drei Mannschaften (Kiel, Celtic Berlin, Drispenstedt) können rechnerisch Meister werden, wobei Kiel als Tabellenführer (!) auf Fremdhilfe angewiesen ist. Die Abstiegsfrage ist ebenso ungeklärt und verspricht viel Spannung. Auch hier werden drei Mannschaften (Wolfsburg, Adersheim, Grönwohld) alles in die Waagschale werfen. Der Kampf um die goldene Ananas ist dagegen entschieden. Die Berliner Clubs Neukölln und Flamengo werden sich diese brüderlich teilen. Ihr Kick besteht darin über Auf- und Abstieg mit entscheiden zu dürfen.

Zu den einzelnen Aussichten:

SpVgg. Balltick Kiel I

Als Neuling gestartet, steht in der jetzigen Momentaufnahme Platz 1 zu Buche. Noch. Im Nachhinein wird man sich gewaltig ärgern beim Ligakonkurrenten in Drispenstedt nicht in Bestbesetzung aufgelaufen zu sein. Jetzt ist die sympathische Truppe und aus dem hohen Norden auf Schützenhilfe angewiesen. Hut ab, die Mannschaft hat sich in dieser Saison sehr viel Respekt erarbeitet!
Mein Tipp: Platz 2 mit 14:2 Punkten

Celtic Berlin II

Ebenso wie Kiel als Neuling gestartet, haben die Berliner es jedoch in der eigenen Hand am letzten Spieltag den Aufstieg in die 1. Bundesliga zu schaffen. Im direkten Vergleich müsste dazu Drispenstedt und zusätzlich Wolfsburg geschlagen werden. Dazu müssten die Spieler auf den Positionen 3 und 4 einen Bombentag erwischen oder man kann den Joker des Vereins, Peter Deckert, für das Wohl des Vereines zu spielen, überzeugen. Zuviele „müssten“. Trotzdem Top-Leistung als Aufsteiger.
Mein Tipp: Platz 3 mit 12:4 Punkten

TFB 77 Drispenstedt I

Der Absteiger aus der 1. Bundesliga ist und bleibt der hohe Favorit in dieser Saison. Trotz des Verlustes von Oliver Marx und Lars Tegtmeier hat man genügend sportliche Substanz auf allen 4 Positionen. Zwar wird der Ball bewußt flach gehalten, man spricht von Konsolidisierung und „alles kann, nichts muß“. Die Mischung jung und alt, aber erfahren, stimmt.
Mein Tipp: Platz 1 mit 15:1 Punkten

Germania 09 Neukölln I

Der Berliner Klub aus dem Stadtteil Neukölln hat sich in der 2. Liga etabliert. Neben den zwei alten Hasen Pockrandt und Marquardt konnte insbesondere der junge Spieler K.-H. Sternberg – auch dank der jüngsten Turniererfolgen – überzeugen. Die Position 4 ist ausbaufähig.
Mein Tipp: Platz 4 mit 8:8 Punkten

TKC Flamengo Berlin I

Die Freizeitkicker aus Berlin-Friedenau haben ein spannendes Restprogramm: man kann Drispenstedt (im Nachholspiel aus Runde 3) sowie die Kieler ärgern und Grönwohld in die 3. Liga schicken. Bewundernswert die Leistung eines Sascha Kansteiner, der 32:8 Punkte in der Einzelwertung erzielt hat – gänzlich ohne Training!
Mein Tipp: Platz 5 mit 7:9 Punkten

Spandauer Filzteufel 09 I

Die Spandauer stehen im Niemandsland der Tabelle, aber gefährlich nahe an einem Abstiegsplatz. Doch nicht nur das eigene Spielpunktverhältnis mit 93:99 ist top, sondern auch zuviele „wenn und aber“ müssten eintreten, um den Gang in die Drittklassigkeit anzutreten. Das Abstiegsfinale gegen Grönwohld wird nur dann wichtig, wenn die Konkurrenten um den Abstieg überraschend punkten. Insgesamt steht die Mannschaft um Gastspieler Erich Peters sehr kompakt da und wer weiß, wo man stehen würde, wenn man mit Komplettbesetzung in Drispenstedt gespielt hätte oder – so munkelt man – der letzte Durchgang am letzten Wochenende gegen Flamengo nicht so verlaufen wäre wie er verlief.
Mein Tipp: Platz 6 mit 6:10 Punkten

TKG Wolfsburg I

Die bisherige Enttäuschung der Saison. Bei der Frage Ernsthaftigkeit, Nachhaltigkeit oder Geselligkeit entschied sich die erste Mannschaft für die Geselligkeit. Mit großen Erwartungen gestartet, hatte man geglaubt im Konzert der Top-Teams mitmischen zu können und bewußt die scheinbaren, entscheidenden Partien um den Aufstieg in die 4. Runde gelegt. Was für ein Bumerang! Nun heißt es kämpfen um jeden Spielpunkt. Mit Spannung wird der Außenstehende beobachten, ob die Wolfsburger die bisherige Saionaufstellung beibehalten werden …
Mein Tipp: Platz 8 mit 3:13 Punkten

TKG Adersheim

Ein schweres Restprogramm mit Kiel und Flamengo. Für Adersheim spricht die Erfahrung im Abstiegskampf und das scheinbare leichtere Restprogramm. Es selbst in der Hand zu haben, wird die Mannschaft beflügeln. Und wer weiß, vielleicht läuft ein ehemaliger Drispenstedter überraschend für Adersheim auf?
Mein Tipp: Platz 7 mit 3:13 Punkten

TKV Grönwohld II

Der letzte Tabellenplatz und nur 2 Punkte auf der Habenseite sind eine schwere Bürde. Zudem 2 schwere Spiele in Berlin. Doch gerade diese Außenseiterposition ist eine Chance. Verlieren Adersheim und Wolfsburg beide – wie erwartet – ihre Heimspiele, könnte man mit einem einzigen Husarenstück die Liga halten!
Mein Tipp: Platz 9 mit 2:14 Punkten

Leider finden die abschließenden Spiele der 4. Runde nicht an einem Tag statt. Es wird Zeit feste Spieltage einzuführen und wenn es nur die letzte Runde betrifft. So kann es zu zusätzlichen Pokereien und Planspiel(ch)en kommen, wenn auf andere Ergebnisse geschielt werden muss bzw. wird.

2. Bundesliga Nord/Ost: So ausgeglichen wie lange nicht mehr

Während es in den letzten beiden Spielzeiten der 2. Bundesliga Nordost mit dem TFB Drispenstedt (2013/2014) und dem TKV Jerze (2014/2015) einen haushohen Favoriten gab, scheint das Rennen in dieser Saison so offen wie schon lang nicht mehr zu sein. Neben dem Absteiger aus der 1. Bundesliga, dem TFB Drispenstedt, stießen zwei starke Aufsteiger aus den Regionalligen zum Teilnehmerfeld, wobei Celtic Berlin II mit 14:0-Punkten und 185:39-Spielpunkten praktisch durch die Regionalliga Ost fegte. 39 Minuspunkte in sieben Partien sind ein Schnitt von unter sechs pro Partie. Ganz anders sah die Sache in der Regionalliga Nord aus, wo Balltick Kiel bis zum Schluss zittern musste und letztlich mit zwei Spielpunkten Vorsprung die Meisterschaft gewann. Wie knapp die Liga sein wird bestätigte auch eine Umfrage unter den Terminkoordinatoren, die mit diesem Ergebnis endete:

1. TFB ’77 Drispenstedt

Der Absteiger setzt auf die Jugend. Für Oliver Marx und André Bialk stoßen Max Bartels und der deutsche U-18 Meister von 2014, Berthold Nieder, zum Kader. Berthold ist mit 17 Jahren der jüngste aller gemeldeten Kicker. Nach wie vor spielen die Routiniers Marcus Socha und Aime Lungela für die Erste. Ob dieser Tausch eine Schwächung darstellt wird sich zeigen. Für die Clubchefs ist Drispenstedt Favorit auf den Titel.

Martin Arp (l). vom TKV Grünwohl blieb in seiner Erstrundengruppen ohne Punktverlust. Hier im Spiel gegen Berthold Nieder vom TFB '77 Drispenstedt (5:2)

Berthold Nieder (r.) rutscht in Drispenstedts Erste und trifft unter anderem auch auf Martin Arp vom TKV Grönwohld (l.)

Artikel 2. Bundesliga Nordost Vorschau Leinz

Martin Leinz spielte eine bärenstarke Vorsaison

2. TKG Wolfsburg

Dem Vizemeister der letzten Saison trauen die Teamchefs eine ähnlich erfolgreiche Saison zu. Die Volkswagenstädter gehen mit unverändertem Kader an den Start. Abzuwarten bleibt, ob Martin Leinz eine ähnlich starke Saison wie die Letzte spielt. Hier belegte er hinter Urgestein Hacky Jüttner (TKV Jerze) Platz zwei in der Einzelwertung. Auch Detlef Bastian landete als Sechster unter den Top 10, während sich Tobias Schleiss und Thomas Radmer im Mittelfeld platzierten.

3. TKC Flamengo Berlin

Auch der Vizemeister 13/14 geht mit unverändertem Kader ins Rennen. In der letzten Saison verloren die Hauptstädter am 4. Spieltag ersatzgeschwächt beide Spiele und landeten nur auf Platz fünf. Hätte man das allerletzte Spiel gegen Wolfsburg nach 13:7-Führung gewonnen, wäre man wieder Zweiter geworden. Bemerkenswert war, dass Ersatzmann Christian Zingerle in diesem Spiel mit 6:2 Punkten bester Berliner war. Über die ganze Saison überzeugten Knut Asmis als Siebter und Andreas Schalm als Elfter der Einzelwertung.

Artikel 2. Bundesliga Nordost Vorschau Komareck

Geht mit Max Gottschalk in seine erste Zweitliga-Saison mit Celtic II: Jan Komareck

4. Celtic Berlin II

53:3 Punkte in sieben Punktspielen, dieses Kunststück schafften sowohl Max Gottschalk als auch Jan Komareck in der letzten Saison in der Regionalliga Ost und waren Garanten für den sofortigen Wiederaufstieg. Max verlor lediglich gegen Christian Zingerle (Flamengo II), während sich Jan dem Routinier Gerrit Kähling (Halbau I) beugen musste. Dass diese beiden eine starke Saison spielen werden liegt nahe, aber wie schneiden Christian Thieke und Oliver Baer ab? In der Saison 2013/14, als Celtic 2 abstieg, holte Christian 25:39- und Oliver 20:44-Punkte. Das wird für eine Platzierung ganz vorn zu wenig sein.

5. Germania ’09 Neukölln

Eine ganz starke Saison spielte der Aufsteiger und landete überraschend auf Platz drei. Die Truppe um Karl-Heinz Sternberg verstärkte sich mit Andreas Pockrandt und Oldie Jürgen „Yogi“ Marquardt, die beide schon eine Menge Erstligaspiele absolviert haben. Die letzte Saison konnten Sternberg und Pockrandt mit positivem Punkteverhältnis beenden, während sich Breuß und Marquardt mit negativem Punkteverhältnis zufrieden geben mussten. Dennoch eine sehr geschlossene Mannschaftsleistung, hatte doch der Beste Sternberg lediglich neun Punkte mehr als der Schlechteste Marquardt. Der Kader bleibt unverändert. Die Teamchefs tippen die Hauptstädter auf Platz fünf.

6. Spandauer Filzteufel 09

Auch Spandau startet mit demselben Kader wie in der Vorsaison. Die Spandauer steckten bis zum Schluss im Abstiegskampf, entscheidend letztendlich der 19:13-Sieg gegen den späteren Absteiger Hildesheim auf heimischen Platten. Während sich Hardy Schau unter den Top 10 platzieren konnte landeten Andre Lach und Erich Peters im Mittelfeld. Unterdessen kann Detlef Schirmer mit 19:45-Punkten kaum zufrieden gewesen sein. Da die Liga anscheinend stärker und ausgeglichener geworden ist wird der Klassenerhalt das Ziel der Spandauer sein.

Artikel 2. Bundesliga Nordost Vorschau von Hering

Überraschung oder Abstiegskampf?: Die Kieler um Robert von Hering

7. SpVgg Balltick Kiel

Der große Unbekannte kommt von der Ostseeküste. Der Aufsteiger aus der Regionalliga Niedersachsen musste bis zum Schluss zittern, brachte letztendlich aber einen 2-Spielpunkte-Vorsprung ins Ziel. Eine starke Saison spielten Simon und Florian Hansen sowie Robert von Hering, während Alexander Kraft und Christoph Hansen doch deutlich abfielen. Also fehlt den Kielern ein konkurrenzfähiger vierter Mann? Mitnichten. Was bereits auf Facebook kommuniziert wurde bewahrheitete sich bei der Kadermeldung: Oliver Wegener wechselt von Grönwohld II zu Balltick Kiel. Dennoch werden sich die Kieler in ihrer ersten Saison den Klassenerhalt als Ziel gesetzt haben.

8. TKG Adersheim

Adersheim war schon fast abgestiegen, dann verspielte Hildesheim eine 15:13-Führung gegen Grönwohld noch und musste selbst den Gang in die Regionalliga antreten. Wieder einmal zeigte sich, dass ein Myrko Baumgart (Vierter der Einzelwertung) nicht ausreicht um mit dem Abstieg nichts zu tun zu haben. Alle anderen beendeten die Saison mit ausgeglichenem oder negativem Punkteverhältnis. Diese Saison steht Jens „RaKäthe“ Käthner von Anfang an im Kader und sollte der Mannschaft auf jeden Fall weiterhelfen. Ein weiterer Neuzugang kommt mit Manfred „Hasi“ Saust von der SKS Schöppenstedt, die letzte Saison ihr Team aus der Regionalliga Nord zurückziehen musste.

9. TKV Grönwohld II

Der Absteiger aus der 1. Bundesliga der Spielzeit 13/14 startete letzte Saison als Mitfavorit, wurde dieser Rolle aber nie gerecht. Am Ende stand Platz vier, der wohl diese Saison unerreichbar scheint. Neben Oliver Wegener (zu Balltick Kiel) verließ Björn Buschmann das Team in Richtung Hirschlanden. Außerdem steht Tobias Stock nicht mehr im Kader, so dass Martin Arp als einziger Spieler der Vorsaison übrig bleibt. Ihn ergänzen die Kicker aus der Dritten der Vorsaison, die aus der Regionalliga in die Verbandsliga abgestiegen ist. Die Teamchefs fällen ein vernichtendes Urteil: Grönwohld wird Letzter und steigt ab.

Artikel 2. Bundesliga Nordost Vorschau Müller Schirmer

Wohl eher in der zweiten Tabellenhälfte unterwegs: Markus Müller vom TKV Grönwohld (l.) und Detlef Schirmer von den Spandauer Filzteufeln (r.)

Kadermeldungen der 2. Bundesliga Nord/Ost

Spielplan der 2. Bundesliga Nord/Ost

 

Fotos: Max Gottschalk, Michal Zaczek

2. Bundesliga Nord/Ost: Jerze nach 10 Jahren wieder erstklassig – Hildesheim und Hannover treten Gang in die Regionalliga an

Genau eine Woche nach den Meisterschafts- und Pokalplayoffs in Berlin ging die 2. Bundesliga Nord/Ost in die letzte und finale Runde. Die Frage um den Auf- und Abstieg sowie über den Klassenerhalt sollte nun endgültig geklärt werden. Die TFG 38 Hildesheim musste aus den Spielen gegen den Aufstiegsfavoriten aus Jerze und gegen das Team aus Grönwohld mindestens doppelt punkten, um den drohenden Abstieg abzuwenden.

Die Ausgangslage für den TKV Jerze I in den letzten beiden Punktspielen war klar: Aus den beiden Spielen gegen die TFG 38 Hildesheim und gegen die Zweitvertretung des TKV Grönwohld mussten zwingend zwei Punkte her. So gingen die Jerzer konzentriert und motiviert an die Platten und konnten das Spiel gegen den TKV Grönwohld II, der mit Markus Müller an den Start ging, mit 22:10 gewinnen. Im abschließenden Spiel gegen die TFG 38 Hildesheim hätte eine knappe Niederlage für den Aufstieg gereicht. Dieses Ergebnis hätte allerdings den Abstieg von Hildesheim vermieden und den Club aus Adersheim in die Regionalliga gestoßen. Daher gingen die Kicker aus dem Ambergau auch hier mit der gleichen Konzentration ans Werk und holten am Ende gegen ersatzgeschwächte Hildesheimer einen 27:5-Sieg bei 79:40-Toren. Garant für den Aufstieg war Neu-Jerzer Hacky Jüttner, der souverän die Einzelwertung der 2. Bundesliga Nord/Ost mit einem Spielpunktverhältnis von 53:11 Punkten gewann. Aber auch der Rest des Teams spielte eine sehr gute Saison und so konnten sich Tobias Witte und Marcel Kreuzweiß mit einer guten Leistung in den Top 5 der Einzelwertung platzieren. Andreas Hofert und Christoph Ihme kamen zu fünf Einsätzen, konnten aber ebenfalls überzeugen.

Artikel Jerze Aufstieg Grönwohld

Der TKV Jerze überzeugte im entscheidenen Spiel gegen den TKV Grönwohld II

Der zweite Platz wird von der TKG Wolfsburg belegt. Mit starken 12:4-Punkten spielten die Wolfsburger um Routinier Detlef Bastian und dem gut aufspielenden Martin Leinz eine tolle Saison. Der Ex-Peiner Leinz erspielte sich mit 49:15-Punkten den zweiten Platz der Einzelwertung und kann auf eine sehr gute Saison zurückblicken. Nur im Spiel gegen den Aufsteiger aus Jerzer bezogen die Wolfsburger arge Prügel und verloren mit 6:26 doch sehr deutlich. Auch verlor man am letzten Spieltag gegen den Überraschungsdritten aus Neukölln mit 13:19. Das Team wurde von Tobias Schleiß und Thomas Radmer komplettiert, welche sich im Mittelfeld der Einzelwertung platzierten.

Etwas überraschend platzierte sich der Aufsteiger aus der Regionalliga Ost, Germania Neukölln, auf dem dritten Platz der Tabelle. Man verlor nur die Spiele gegen den TKV Jerze I und gegen den Absteiger aus der 1. Liga, den TKV Grönwohld II. Ein Unentschieden gegen die Spandauer Filzteufel 09 ließ sich aus Neuköllner Sicht leider nicht vermeiden. Mit 11:5-Punkten können sie sehr zufrieden auf die vergangene Saison blicken. Niemand hatte das Team um die beiden Routiniers Andreas Pockrandt und Yogi Marquardt so richtig auf dem Schirm. Diesen Fehler wird in der kommenden Saison wohl keine Mannschaft mehr machen. Der junge Karl-Heinz Sternberg erzielte einen ordentlichen zehnten Platz in der Einzelwertung und kann auf das Absolvierte mit Stolz zurückblicken. Der Bitterfelder Alexander Breuß spielte nach langer Bundesligaabwesenheit eine solide Saison und erzielte dabei 28:36 Punkte.

EW

Auf eine eher durchschnittliche Spielzeit kann die Zweitvertretung des neuen Mannschafts- und Pokalsiegers aus Grönwohld blicken. Mit 10:6-Punkten stehen die Mannen um Tobias Stock und Björn Buschmann auf dem vierten Tabellenplatz. Hier wäre sicherlich vieles möglich gewesen, wäre man in jedem Spiel mit der Bestbesetzung „Stock, Buschmann, Wegener und Arp“ an die Platten gegangen. Jedoch mussten Markus Müller und Didi Gätje „aushelfen“ und somit verlor man die Spiele gegen die direkte Konkurrenz aus Jerze, Wolfsburg und Flamengo Berlin. Zu was die Mannschaft in der Lage gewesen wäre, zeigt zum Beispiel der deutliche Sieg gegen Germania 09 Neukölln I mit 24:8. Tobias Stock erspielte insgesamt 37:27 Punkte und belegt somit den achten Platz der Einzelwertung. Teamkollege Björn Buschmann platzierte sich auf dem zwölften Rang mit 35:29 Punkten. Wie das Team in der nächsten Saison an die Platten geht, bleibt noch ungewiss…

Auch unter den eigenen Erwartungen geblieben ist der TKC Flamengo Berlin. Vor dem letzten Spieltag hätte man bei einem Patzer des TKV Jerze sogar noch eine reelle Chance auf den Aufstieg in die 1. Tipp-Kick Bundesliga gehabt. Jedoch wurde man durch zwei Niederlagen gegen die Teams aus Neukölln und Wolfsburg am letzten Spieltag bis auf Platz fünf der Gesamttabelle „durchgereicht“. Zu Saisonbeginn gewann man gegen die Filzteufel, verlor aber gegen den Aufsteiger aus Jerze. Im weiteren Saisonverlauf gewann das Team um Knut Asmis und Andreas Schalm sogar gegen den Bundesligaabsteiger aus Grönwohld mit 18:14. An einem guten Tag ist das Team aus Berlin in der Lage, gegen jedes Team der Liga positiv zu punkten. Knut Asmis spielte sich erwartungsgemäß mit 37:27 Punkten in die Top-Ten der Einzelwertung. Dicht gefolgt von Andreas Schalm. Unter anderem zum Einsatz kamen Bernd Kirschner (23:9), Frank Baldensperger (22:26), Sascha Kansteiner (15:17) und Christian Zingerle (6:10).

Abstieg vermieden – Saisonziel erreicht. Diese simple Floskel passt in der abgelaufenen Saison sehr gut zu einem weiteren Team aus der Bundeshauptstadt Berlin. Die Spandauer Filzteufel platzierten sich auf dem sechsten Platz der Tabelle mit 5:11-Punkten. Gegen die direkten Absteiger aus Hildesheim und Hannover konnte man gewinnen und dem Überraschungsteam aus Neukölln konnte man sogar ein Unentschieden abzwacken. Bei diesem besagten Unentschieden konnte man sogar noch einen 9:15-Rückstand in ein 16:16 umwandeln. Das Berliner Team scheint sich in die 2. Bundesliga Nord/Ost hineingekämpft zu haben und gehört mittlerweile fast zum festen Bestandteil der Liga. Bester Filzteufel war Hardy Schau, der sich mit 36:28 Punkten eine hervorragende Top-Ten-Platzierung in der Einzelwertung erspielte. André Lach und Erich Peters landeten im Mittelfeld. Eine eher schwache Saison spielte Detlef Schirmer.

Der letzte Nichtabstiegsplatz wird von den Niedersachsen aus Adersheim belegt. Das Team mit dem gut aufspielenden Myrko Baumgart, welcher Platz 4 in der Einzelwertung bei 39:25-Punkten belegt, konnte sich erneut vor dem drohenden Abstieg in die Regionalliga Nord retten. Mit 5:11-Punkten und zwei Siegen aus den Spielen gegen die SG 94 Hannover II und dem deutlichen 23:9-Sieg gegen die Spandauer Filzteufel 09 I und einem weiteren Unentschieden gegen Deutschlands ältesten aktiven Tipp-Kick Club aus Hildesheim wurde das Saisonziel zwar knapp erreicht, aber die 2. Bundesliga Nord/Ost darf sich auf eine weitere Saison mit dem sympathischen Team aus der Nähe von Wolfenbüttel freuen. Peter Meier und Simon Becker spielten eine ausgeglichene Saison. Sebastian Schlüter spielte eine aus seiner Sicht wohl eher unglückliche Spielzeit. In der kommenden Saison werden die Adersheimer durch Neuzugang Jens „Ra-Käthe“ Käthner verstärkt. So scheint der erneute Klassenerhalt wieder einmal als durchaus machbar.

Der Aufsteiger aus der Regionalliga Nord, die TFG 38 Hildesheim, darf nach nur einer Spielzeit in der 2. Bundesliga Nord/Ost den erneuten Gang in die Regionalliga Nord antreten. Nur 3:13-Punkte stehen auf dem Konto der Hildesheimer. Den letzte Platz wird vom Team aus Hannover belegt. Kein einziger Punkt steht auf dem Konto der Landeshauptstädter.

Tabelle

 

Fotos: tkvjerze.com, tippkick-liga.de

Kiel, Celtic II und Düsseldorf entern die 2. Liga – Rheinland fast sicher

In drei der vier Regionalligen steht der jeweilige Aufsteiger in die beiden 2. Bundesligen fest. Dynamo Düsseldorf und Celtic Berlin II können dabei ihren direkten Wiederaufstieg feiern, während die SpVgg Balltick Kiel den Durchmarsch aus der Verbandsliga vollbrachte. In der Regionalliga Süd scheint der Aufstieg von TK Rheinland United nur noch Formsache zu sein.

Regionalliga Nord: Kiel dankt Jerze II und marschiert durch

Mit dem Ziel sich in der Regionalliga Nord zu etablieren, ging der Aufsteiger SpVgg Balltick Kiel in die erste Drittligasaison der Clubgeschichte. Bei der Konkurrenz für die vorderen Plätze nicht auf dem Zettel starteten Alexander Kraft, Robert von Hering und die drei „Hansens“ Christoph, Florian und Simon eine Bilderbuch-Serie.

Artikel Aufsteiger Regionalligen Kiel von Hering

Robert von Hering von Balltick Kiel

Spätestens nach dem Sieg im vierten Saisonspiel gegen den TFB ’77 Drispenstedt II, gegen den sich die Jungs von der Ostsee mit 20:12 souverän durchsetzen konnten, machten sie ihre Aufstiegsambitionen deutlich. Nach zwei weiteren siegreichen Begegnungen bestritten die Kieler bereits am 26. April ihr letztes Spiel, in dem ein 16:16-Uentschieden für den sicheren Aufstieg gereicht hätte. Völlig unerwartet und deutlich verloren sie gegen den TFC Alemannia Neumünster (12:20) und brachten ihren nahezu sicher geglaubten Aufstieg in die 2. Bundesliga Nord/Ost noch in Gefahr.

Plötzlich hatte der TFB ’77 Drispenstedt II doch noch die Möglichkeit an Balltick vorbeizuziehen. Beim Aufeinandertreffen mit dem TKV Jerze II, am vergangenen Sonntag, waren die Kieler zum Zuschauen verdammt. Die Drispenstedter, die mit Max Bartels, Daniel Bialk, Dirk Kandziora und Berthold Nieder eine absolut zweitligareife Mannschaft an den Start schickten, verloren ihrerseits nur das Spiel gegen Kiel und konnten bei einem 23:9-Sieg, dank des besseren Spielpunktverhältnisses, noch aufsteigen. Kein unmögliches Unterfangen!

Dass diese Begegnung sich noch zu einem Alptraum entwickeln würde, hätte der TFB nach seinem furiosen Start wohl nicht mehr erwartet. In den ersten fünf Spielrunden überzeugten die drei Jungs um Altmeister Dirk Kandziora gegen Jerze II, verloren kein Spiel, machten den Sieg klar und benötigten nach der 3:17-Führung nur noch sechs Punkte aus den sechs bevorstehenden Partien, um den Aufstieg feiern zu können. Die greifbare Nähe des Aufstiegs schien bei den Drispenstedter eine Art Torschlusspanik auszulösen. Nur noch Max Bartels, der im Clubkampf alle Begegnungen für sich entschied, konnte auf der Gästeseite noch einen Sieg einfahren. Zwei weitere Unentschieden bedeuteten zwei Punkte zu wenig für den Aufstieg. Für die junge Drispenstedter Mannschaft ist das Ergebnis sicherlich eine herbe Enttäuschung, gleichzeitig aber eine realistische Chance auf den Aufstieg in der kommenden Spielzeit.

Artikel Aufsteiger Regionalligen Jerze II Drispenstedt

Ob die zweite Mannschaft vom TKV Jerze von den Kielern schon für ihren finalen Einsatz belohnt wurden, ist noch nicht überliefert. Trotz aller Knappheit haben sie sich den Aufstieg in die 2. Bundesliga Nord/Ost absolut verdient. Sie sind ein Musterbeispiel dafür, welche Leistungssteigerungen durch Turnierteilnahmen, Trainingseifer und Spaß auch in kurzer Zeit möglich sind. Herzlichen Glückwunsch nach Kiel!

Der Absteiger in die Verbandsliga Nord wird unter den Teams der SG Buxtehude/Moisburg, Pegasus Hannover und dem TKV Jerze II ausgemacht. Der bereits feststehende Gewinner der Einzelwertung ist Mario Hinz vom Drittplatzierten TFC Alemannia Neumünster.

Tabelle und weitere Statistiken der Regionalliga Nord auf tippkick-liga.de.

Regionalliga Ost: Celtic II bleibt ungeschlagen

Der Aufstieg der zweiten Mannschaft von Celtic Berlin ist seit dem vorletzten Regionalligaspiel perfekt. Im Spitzenspiel gegen die SpVgg Halbau Berlin I mit Routinier Gerrit Kähling lief es für die Zehlendorfer vorerst aber nicht nach Plan. Oliver Baer, Christian Thieke und auch Jan Komareck, der bis zu diesem Zeitpunkt ein Punktestand von 40:0 in der Einzelwertung aufweisen konnte, verloren wichtige Punkte, sodass es zwei Spielrunden vor dem Ende 13:11 für Halbau stand. Nach einem sichtlichen Ruck, der durch die Reihen der „Kelten“ ging, konnten die restlichen Partien allesamt für sich entschieden werden.

Artikel Aufsteiger Regionalligen Halbau Celtic II

Den Saisonabschluss für Celtic II brachte die Begegnung gegen den TKC Flamengo Berlin III, der leider nur mit drei Spielern in die Partie ging. Am Ende stand ein klares 29:3 für Celtic zu Buche, die ihrer Favoritenrolle in der Regionalliga Ost absolut gerecht wurden und ohne Punktverlust in die 2. Bundesliga Nord/Ost aufsteigen. Die vier Spieler der Celtic-Equipe finden sich allesamt unter den Top 5 in der Einzelwertung wieder. Den Sieg teilen sich Max Gottschalk und Jan Komareck mit jeweils 53:3-Punkten.

In der Regionalliga Ost stehen noch drei Partien von Teams aus der zweiten Tabellenhälfte aus. Insbesondere die bisher enttäuschende zweite Mannschaft von Germania ’09 Neukölln hat im Spiel gegen die SpVgg Halbau Berlin II (beide punktlos) noch die Möglichkeit, die verkorkste Saison wenigstens nicht auf dem letzten Platz abschließen zu müssen. Celtic III hat noch realistische Chancen auf Platz fünf.

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Regionalliga West: Hochdramatisches Saisonfinale im Westen – Dynamo mit direktem Wiederaufstieg

von Felix Lennemann

Am Sonntagabend, dem 31. Mai, kam es in Düsseldorf zum Showdown der beiden Topteams von Tornado Dortmund und Dynamo Düsseldorf. Im direkten Duell wurde der Meister und gleichzeitig der Aufsteiger in die 2. Bundesliga Süd/West ermittelt. Die Düsseldorfer benötigten zwingend einen Sieg, hingegen genügte den Gästen aus Dortmund auf Grund der besseren Spielpunkte bereits ein Unentschieden.

In einem sehr eng geführten Spiel konnten sich die Gastgeber aus Düsseldorf erstmals in der dritten Spielrunde um vier Punkte absetzen, ehe die Dortmunder in der vorletzten Runde ihre erste Führung herausspielen konnten. So ging es beim Stande von 13:15 für Dortmund in die letzte Runde, in der Felix Lennemann auf Andreas Hahn und Dirk Hansen auf Jörns Heidtke traf. Während Felix Lennemann sein Spiel unerwartet deutlich mit 10:3 gewinnen konnte, wurde es im Spiel um den Aufstieg zwischen Dirk Hansen und Jörns Heidtke dramatisch. Hansen führte lange Zeit mit 2:1, bis er rund 90 Sekunden vor dem Ende den Ausgleich zum 2:2 hinnehmen musste. Bei diesem Spielstand wäre Dortmund Meister gewesen, doch circa 15 Sekunden vor Schluss nutzte Dirk Hansen eine Kontersituation, drehte das Spiel wieder um und schoss Dynamo Düsseldorf in 2. Bundesliga.

Artikel Aufsteiger Regionalligen Düsseldorf Dortmund

Schlussendlich gewannen die Düsseldorfer denkbar knapp mit 17:15 (66:60 Tore) und dürfen sich über den direkten Wiederaufstieg in die 2. Bundesliga freuen. Matchwinner mit 8:0 Punkten und gleichzeitig der Gewinner der Einzelwertung ist Felix Lennemann (44:4 Punkte bei 123:47 Toren).

Artikel Aufsteiger Regionalligen Regionalliga West Düsseldorf

Nächstes Jahr wieder Zweitligist: Dynamo Düsseldorf I

Herzlichen Glückwunsch an das Düsseldorfer Team um Felix Lennemann, Dirk Hansen, Simon Winzer, Franco Röthke und Christian Töller!

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Regionalliga Süd: Rheinland brauch nur noch einen Punkt

Der TK Rheinland United benötigt aus den morgigen Spielen gegen die Baden Hotspurs und die Balingen Headbangers nur noch ein Unentschieden, um den Aufstieg in die 2. Bundesliga Süd/West festzumachen. Ohne Verlustpunkt stehen sie an der Tabellenspitze. Den Grundstein legten sie bereits Mitte Januar, als sie den Hauptkonkurrenten, den Spieltrieb Ylipulli Gießen, mit 17:15 besiegten. Weil die Gießener auch ihr Spiel gegen die zweite Mannschaft des 1. TKC ’86 Kaiserslautern verloren, zeichnet sich der bevorstehende Aufstieg schon länger ab. Dass Rheinland ohne Punktgewinn aus Balingen nach Hause fahren muss, was den Gießener Aufstieg bedeuten würde, ist äußerst unwahrscheinlich.

Artikel Aufsteiger Regionalligen Regionalliga Süd Tabelle

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Fotos: Max Gottschalk, tippkick-liga.de, Felix Lennemann

2. Bundesliga Nord/Ost: Macht Jerze den Aufstieg perfekt?

Mit einer strahlend weißen Weste steht der TKV Jerze auf der Pole-Position der 2. Bundesliga Nord/Ost. Die Überraschungsteams vom TKC Flamengo Berlin und der TKG Wolfsburg könnten bei einem Aussetzer von Jerze am letzten Spieltag die Nutznießer sein. Derweil tobt im „Tabellenkeller“ eine harter Abstiegskampf: Die SG ’94 Hannover II, die TKG Adersheim und die Spandauer Filzteufel 09 treffen am letzten Spieltag jeweils aufeinander. Nach derzeitigem Stand würde es zwei Absteiger aus der 2. Bundesliga Nord/Ost geben.

Die 2. Bundesliga Nord/Ost startete erst im aktuellen Jahr in die Saison. Am 11. Januar begegneten sich die Teams vom TKV Jerze I, den Spandauer Filzteufeln 09 und vom TKC Flamengo Berlin – der Tag, an dem Jerzes Siegesserie begann. Mittlerweile führen die Niedersachsen die Tabelle der 2. Bundesliga Nord/Ost mit 12:0-Punkten an. Garant für diesen Erfolg ist auch der Neu-Jerzer Hacky Jüttner, der aktuell die Einzelwertung der Liga anführt. Aber auch Tobias Witte, Andreas Hofert Marcel Kreuzweiß und Christoph Ihme, der bisher nur zu drei Einsätzen kam, spielen in dieser Saison auf einem überzeugenden Niveau. Der zweite Aufstieg der Vereinsgeschichte scheint somit in greifbarer Nähe.

Auf Tabellenplatz zwei und drei stehen zwei Teams, mit denen vor der Saison niemand so wirklich gerechnet hat. Der TKC Flamengo Berlin I und das Team aus der Autostadt, die TKG Wolfsburg I. Beide Mannschaften verloren jeweils nur die Begegnung gegen den Spitzenreiter aus Jerze. Zum Aufeinandertreffen der beiden Teams, die sogar noch eine theoretische Chance auf den Aufstieg haben, kommt es am 4. Spieltag in Berlin. Verliert der TKV Jerze I am letzten Spieltag beide Clubkämpfe gegen die Teams aus Hildesheim und Grönwohld, wäre der Weg in Richtung 1. Bundesliga für beide Teams frei.

Artikel 2. Bundesliga Nordost Jerze Wolfsburg

Martin Leinz (l.) spielt eine sehr starke Saison. Gleiches gilt für seinen Gegenspieler Tobias Witte (r.).

Auf Seiten der Wolfsburger spielt der Ex-Peiner Martin Leinz die überragende Rolle. Mit 37:11-Punkten steht er auf dem zweiten Platz der Einzelwertung und war der Garant für den überraschenden Erfolg gegen den TKV Grönwohld II, wo er 8:0-Punkte erzielte. Das Team aus der Nähe von Hamburg bleibt dagegen deutlich hinter den Erwartungen zurück. Der Bundesligaabsteiger wurde vor der Saison als ärgster Konkurrent für den TKV Jerze I eingestuft, logieren aktuell aber nur auf Platz vier der Tabelle. Durch die Niederlagen gegen Flamengo sowie Wolfsburg und einem Punktestand von 8:4 werden sie nicht mehr in das Aufstiegsrennen eingreifen können.

Karl-Heinz Sternberg vom Aufsteiger Neukölln (l.) gegen die Tipp-Kick-Legende Hacky Jüttner (r.). Das Spiel entschied der Berliner mit 2:1 für sich.

Karl-Heinz Sternberg vom Aufsteiger Neukölln (l.) gegen die Tipp-Kick-Legende Hacky Jüttner (r.). Das Spiel entschied der Berliner mit 2:1 für sich.

Der Aufsteiger Germania 09 Neukölln I aus Berlin parkt momentan auf dem fünften Platz der Liga und kann mit großer Zuversicht für eine weitere Saison in der 2. Bundesliga planen. Das Team ist zu schwach, um oben angreifen zu können und zu gut, um mit der Abstiegszone in Kontakt zu kommen. Auch das Restprogramm der Berliner mit Spielen gegen vermeintlich gleichstarke Gegner bringen die Mannen um Jürgen „Yogi“ Marquardt nicht unbedingt ins Schwitzen.

Deutschlands ältester Tipp-Kick-Verein, die TFG 38 Hildesheim I hat mit 3:5-Punkten zwar noch nicht den Klassenerhalt geschafft, der Aufsteiger aus der Regionalliga Nord hat es aber selber in der Hand, das Saisonziel Klassenerhalt zu erreichen. Bester Spieler der TFG ist Oliver Reupke, der als einziger ein positives Spielpunkteverhältnis aufweisen kann. Die Akteure aus Hildesheim sollten genug Erfahrung und Routine mitbringen, um die anstehenden Partien gegen die Konkurrenz aus Neukölln und Spandau zu meistern.

Artikel 2. Bundesliga Nordost Jerze Aufstieg

Die aktuelle Tabelle der 2. Bundesliga Nord/Ost (Stand: 28.04.2015)

Das Tabellenende wird von den drei Teams aus Hannover, Adersheim und Spandau gebildet. Hierbei sehen viele Kenner der Szene die Spandauer Filzteufel als Team mit den realistischsten Chancen auf einen Verbleib in der Liga. Das Kollektiv um Hardy Schau und Erich Peters hat zwar 0:8-Punkte, muss in der laufenden Saison aber noch vier Spiele absolvieren. Allesamt gegen Mannschaften aus der unteren Tabellenhälfte. Mit einer guten und intensiven Vorbereitung auf die wichtigen Spiele scheint der Ligaverbleib der Filzteufel realisierbar.

Sehr schlecht sieht es dagegen bei der TKG Adersheim aus. Nur einen Punkt, den sie sich am dritten Spieltag gegen Hildesheim erkämpften, können die Niedersachsen nach sechs Begegnungen vorweisen. Bei der Punkteteilung spielten die Mannen um Myrko Baumgart mit Joker Jens Käthner. Das Team wird es schwer haben, hat aber dennoch Chancen auf den Verbleib in der Liga.

Auf Patzer der Konkurrenz hoffen, muss die zweite Mannschaft der SG ’94 Hannover. Kein einziger Punkt steht auf dem Konto der Landeshauptstädter, sodass das Tabellenschlusslicht in den beiden ausstehenden Partien gewinnen muss, um eine theoretische Chance auf den Klassenerhalt zu haben. Das letzte Wort ist noch nicht gesprochen, dennoch scheint der Abstieg in die Regionalliga Nord am wahrscheinlichsten.

Kurioserweise kommt es am vierten Spieltag zu einem Aufeinandertreffen der drei massiv abstiegsgefährdeten Teams. Dort wird sich zeigen, welches der drei Teams in der kommenden Saison in der 2. Bundesliga Nord/Ost antreten darf und welche Teams den Gang in die Regionalliga antreten müssen. Ein dramtaisches Saisonfinale ist vorprogrammiert!

 

Fotos: Andreas Hofert, tippkick-liga.de