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Talentschmiede: Florian Stähle

Sein Brett ist deutschlandweit bereits gefürchtet wie das des großen Normann Koch. Doch Florian Stähle vom TKC 71 Hirschlanden hat noch mehr auf dem Kasten: Nicht umsonst steht der 16-Jährige auf Platz 18 der DTKV Turnierrangliste. Außerdem überzeugte er uns beim 2. Römer Cup im vergangenen Jahr, welchen er bravourös gewann!

Flo fing 2012 gemeinsam mit seinem Papa Frank mit dem Tipp-Kick an. Während dieser mittlerweile eher selten am externen Spielbetrieb teilnimmt, lässt sich der Sohnemann kaum ein Turnier entgehen. Von den großen Turnieren verpasste er 2016 nur die Westdeutsche Einzelmeisterschaft. Beim Tourfinale setzte er sich gegen namhafte Konkurrenz durch und qualifizierte sich für die Play-Offs. Dort musste er sich erst seinem Vereinskameraden Artur Merke geschlagen geben. Natürlich profitiert er vom hohen Niveau beim Training in Hirschlanden, allerdings bedarf es großer Klasse und Geduld, sich anfangs von Niederlagen nicht unterkriegen zu lassen.

Florian (l.) spielt trotz seines Alters bereits beim Konzert der Großen mit.

Neben seiner großen Stärke, dem Brett, verfügt Florian über ein breites Repertoire in der Offensive. In jeder Spielsituation ist er in der Lage, einen gefährlichen Ball aufs gegnerische Tor zu bringen. Außerdem verfällt der junge Schwabe gerne in einen Spielrausch, in dem er nur schwer zu stoppen ist. In diesem Fall fegt er wie ein Wirbelwind über die Platte und lässt dem Gegner nicht den Hauch einer Chance, zumal sein Torwart kaum überwindbar scheint.

Weitere Stärken Florians sind seine Spielübersicht und sein Spielverständnis. Man glaubt nicht, dass ein Jugendlicher an der Platte steht, wenn man ihn beobachtet, denn er gibt sich bereits unheimlich routiniert. Nichtsdestotrotz hebt er nicht ab, sondern sucht vielmehr nach Möglichkeiten, sein Spiel weiter zu verbessern. Gerade wegen dieser Einstellung wird uns Florian im kommenden Jahr noch mehr Spaß bereiten und die Arrivierten weiter aufmischen.

Flo im Duell mit Max Daub, einem seiner Vorbilder.

 

Steckbrief

Name: Florian Stähle

Alter bzw. Geburtsdatum: 16; 12.05.2000

Beim Tipp-Kick seit: 2012

Bisherige Vereine: TKC 71 Hirschlanden

Lieblingsschuss:

Erfolge: Zweiter bei der U-18 DEM 2015; Erster im 2.Römercup 2016

Vorbild: Meine Trainer

Andere Hobbies: Fußball, Akkordeon

Lieblingsmusik: alles

Lieblingsessen: Gibt’s nicht!

 

Fragebogen

Wie bist du eigentlich zum Tipp-Kick gekommen?
Über`s Fernsehen durch einen Bericht vom TKC 71 Hirschlanden.

Wie und wie oft trainierst du?
Früher: 2 mal pro Woche. Heute: alle 2 Wochen im Training und zusätzlich bis zu 1-2 mal die Woche.

Du hast im Mai den 2. Römer-Cup in Frankfurt gewonnen und beim Tourfinale die Endrunde erreicht. Welche Ziele möchtest du langfristig erreichen?
Soweit zu kommen wie möglich in den Turnieren, also Vorschlussrunde oder Endrunde setze ich mir als Ziel bei den Turnieren. Außerdem möchte ich einmal die Hall of Fame erreichen.

Von welchen Tipp-Kickern hast du am meisten gelernt? Gibt es für dich auch ein Vorbild?
Max Daub und Beni Buza.

Wo siehst du deine Stärken und wo möchtest du dich in Zukunft noch verbessern?
Stärke: Offensive. Verbessern möchte ich und muss ich mich noch in allen Bereichen.

Hast du einen Lieblingsgegner? Gibt es auch jemanden, gegen den du sehr ungern spielst?
Beides mein Vater 🙂 Wenn es um etwas geht, z.B. im Training eher ungern, sonst gerne.

Wie glaubst du, kann der DTKV mehr Jugendliche für unser Hobby begeistern?
Schwierig… übers Fernsehen, aber das ist nahe zu unmöglich. Oder über ein Kooperationen zwischen Schulen und Vereinen (Werbung in der Grundschule).

Welchen Tipp würdest du einem Jugendlichen geben, der gerade mit dem Tipp-Kick angefangen hat?
Besuche das Training des Vereins in deiner Nähe und gib nicht auf, wenn etwas nicht gleich funktioniert.

Vervollständige bitte folgenden Satz: Tipp-Kick werde ich in zehn Jahren noch spielen, weil…
ich die Herausforderung und die Vielseitigkeit bei der Sportart liebe.

 

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Tipp-Kicker des Monats November 2016: Robert von Hering

Erst auf der Zielgeraden wurde die Wahl entschieden und so konnte sich Robert von Hering (SpVgg Balltick Kiel) knapp mit 14 Stimmen gegenüber Marc Koschenz (TKV Grönwohld), für den 12 Stimmen abgegeben wurden, durchsetzen. Max Daub (TKC 71 Hirschlanden) mit 9 Stimmen sowie Michael Kalentzi (Schlachtenbummler Bochum) mit 7 Stimmen liegen im Mittelfeld. Die restlichen drei Kandidaten Christian Schäl (Spieltrieb Ylipulli Gießen), William Schwaß (Oberbayern München) und Fred Elesbao (SG Hannover) kamen auf zusammen 8 Stimmen.

Unter allen Teilnehmern der Abstimmung wurde ein Materialgutschein für den DTKV-MITGLIEDERSHOP in Höhe von zehn Euro verlost. Der Gewinner ist Steve Gelhaar. Die separat ausgelobte Flasche Sekt bekommt Frank Sauter, der seine Stimme als letzter Wähler des Jahres 2016 abgab. 

Interview mit Robert von Hering:

Glückwunsch, Robert, zur Wahl „Tipp-Kicker des Monats November 2016“.
Zunächst einmal vielen Dank für die Glückwünsche und an alle, die sich an der Umfrage beteiligt haben. William, es tut mir leid, dass es auch hier nicht für einen Titel gereicht hat. Dafür seid ihr mit eurem Namen auf jeden Fall in den Top 10 bei den neugegründeten Tipp-Kick-Vereinen 2016.

Erzähle uns doch mal das Tourfinale 2016 aus deiner Sicht. Gestartet von einem der hinteren Plätze standest du auf einmal auf dem Siegertreppchen. Was ist passiert?
Ich habe für mich persönlich eine ganz gute Saison gespielt und mich sehr über meine erste Qualifikation für das Tourfinale gefreut. Ich wusste aus den vorangegangenen Turnieren, dass ich die meisten Top-Spieler auch mal schlagen kann. Das waren natürlich immer ganz besondere Siege, die einen beflügeln können. Beim Tourfinale ging es in der Vorrunde gut los und ich konnte mich durch ebensolche Siege in einen wunderbaren Tipp-Kick-Rausch spielen. Ich habe außerdem jeden Sieg (insbesondere in den Play-Offs) als Zugabe empfunden. Mehr Siege bedeuteten auch noch mehr Tipp-Kick.

Bisher stehen in deiner Vita als Tipp-Kicker lediglich 2 vordere Plätze bei Regionalturnieren. Und nun diese Leistungsexplosion. Wohin führt dein Weg?
Ein paar logische Schritte auf der Tipp-Kick-Karriereleiter habe ich einfach übersprungen. Finalteilnahme bei einem kleineren Turnier, 400er-Wertung in der Turnierrangliste, Finalsieg bei einem kleineren Turnier, Endrundenteilnahme bei einer großen Meisterschaft, … Die Liste kann ich jetzt ganz entspannt angehen.

Warum Tipp-Kick? Warum nicht Schach? Was fasziniert dich so an dieser Randsportart Tipp-Kick? Gab bzw. gibt es ein sportliches Vorbild für dich?
Beim Schach steht halt niemand daneben und ruft „Kasten, Kasten, KASTEN“ oder beschwert sich über eine zu kurze Deckung. Das würde mir schon fehlen. Ein sportliches Vorbild habe ich übrigens noch nicht. Mir gefallen aber die Tipp-Kicker, die richtig brennen. Die Besessenen. Die, die sich die Frage nach dem „Warum?“ gar nicht stellen.

Siehst du dich eher als Mannschaftsspieler oder als Einzelspieler? Was für Ziele hat dein Verein langfristig? Seid ihr dazu bereit „Legionäre“ anzuheuern?
Ein Punkt, der unseren Sport so reizvoll macht, ist gerade die Kombination aus Mannschafts- und Einzelspielbetrieb. Natürlich machen Siege mit der Mannschaft mindestens dreimal so viel Spaß wie alleine, andererseits lernt man an einem langen Turniertag viel dazu, was auch wieder dem Team zugutekommt. Wir alle kennen Tipp-Kicker, die sich trotz einer Mannschaftsniederlage über ihre eigenen 5,6,7,8 Punkte freuen. Ich bin jedoch froh, in einem Verein zu spielen, bei dem die Mannschaft an erster Stelle steht und auch ein einzelner Punkt eines Einzelnen der 17. Punkt der Mannschaft sein kann.

Natürlich wollen wir als Mannschaft den Aufstieg in die Erste Liga schaffen. Im letzten Jahr hat es knapp nicht gereicht, jetzt ist unsere Motivation noch höher. Flo geht seit dieser Saison einmal in der Woche zum Stimmtraining, um seine Tore noch lauter bejubeln zu können. Simon hat seine Computer-Tastatur an die Wand gelehnt und schreibt Mails nur noch mittels präziser Bretter. Und Olli hält schon seit Monaten sämtliche Kicker-Bestellungen an Spieler aus unserer Liga zurück. Die liegen alle fertig bei ihm auf dem Post-Stapel. Langfristiges Ziel kann dann eigentlich nur lauten, der beste Verein in der Geschichte Schleswig-Holsteins zu werden. Die Kombination aus unserem blau-weißen Logo und der Tatsache, dass S. Winckelmann als bekennender Anti-Kieler gilt, ist meiner Meinung nach übrigens die einzige Möglichkeit, die Fantastic Four im Rahmen eines Mannschafts-Ehrenkampfes wieder zu vereinen. Dies ist eine offizielle Herausforderung!

Daneben setze ich in diesem Jahr viel auf unsere Zweite. Die haben sich alle in letzter Zeit stark verbessert und gehören in die Regionalliga.

Ach ja, und Legionäre nehmen wir natürlich nur, wenn sie Hansen heißen. Das sieht ja sonst nicht aus auf dem Spielprotokoll.

Gibt es eigentlich einen Zeitpunkt, an dem du weißt, jetzt ist es Zeit aufzuhören? Und wann wäre der für dich?
Man kann seine Tipp-Kicker nicht „an den Nagel hängen“. Da halte ich es wie Oliver Schell: Es ist wie mit einem Toaster. Man benutzt ihn vielleicht eine Zeit lang nicht, hat ihn aber zumindest irgendwo stehen und ist bereit, auf Knopfdruck sofort wieder richtig harte Bretter zu toasten.

Vielen Dank, Robert, für deine Antworten, dir einen guten Start in ein gesundes neues Jahr 2017 und viel Tipp-Kick-Spaß!

 

Eine kleine, manchmal bitte nicht ernst zu nehmende, statistische Auswertung der Stimmen ergab:

  • Bei der Wahl zum „Tipp-Kicker des Monats November 2016“ wurden genau 49 gültige Stimmen abgegeben, bei einer ungültigen Stimme. Mal wieder wählte aus dem Südwesten der Republik ein Spieler doppelt und zwei unterschiedliche Spieler. Die zweite Stimme wurde als ungültig erklärt.
  • Es wählten nach Regionen: Norden (23 Stimmen), Süden (14 Stimmen), Westen (6 Stimmen) und der Osten (3 Stimmen). Und schon wieder erweist sich der Osten als Multikulti: 3 Stimmen für 3 verschiedene Bewerber.
  • Betrachtet man jede Region für sich, erzielte der Kandidat Michael Kalentzi den Spitzenwert von 83 %. Unglaublich, aber wahr, der Westen ist Kalentzi-Land!
  • Diesmal wählte kein Kandidat sich selbst (abgesehen von einem Sohnemann, der seinen Papa wählte, was aber legitim ist). Aber es gab ein echtes Novum: Ein aufgestellter Kandidat wählte einen seiner Konkurrenten. Applaus, welch großartiger Sportler!
  • Der Dezember ist bekannt für seine Weihnachtsfeiern. Und prompt schlug sich das bei der Wahl nieder. Im Minutentakt bekam ein Kandidat mal eben 8 Stimmen … diese Teilnehmer sind mir gänzlich unbekannt und man hätte sich gewünscht, Sie hätten den Button „Tipp-Kick-Interessent“ statt der Region gewählt … so nahmen „offiziell“ nur 2 Tipp-Kick-Interessenten teil.
  • Gleich 11 Bundesliga-Spieler beteiligten sich an der Wahl. Rekord! Ginge es nach ihnen, hätte Max Daub vor Marc Koschenz und Robert von Hering gewonnen.
  • 2 Damen nahmen an der Wahl teil und verteilten Ihre Gunst in verschiedene Himmelsrichtungen.
  • Insgesamt „nur“ 49 Teilnehmer sind Durchschnitt und insgesamt noch relativ mager. Vielleicht interessiert ja eine Wahl „Sexiest Tipp-Kicker alive 2017“ im kommenden Sommer während der Saure-Gurken-Zeit? Kandidaten mögen sich bei mir mit aussagekräftigen Fotos melden!
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Talentschmiede: Daniel Bialk

Talent, Jugend und eine gesunde Portion Ehrgeiz sind wichtige Zutaten für eine aussichtsreiche Tipp-Kick-Karriere. Diese Attribute treffen auf Daniel Bialk aus Falkensee zu. Daniel nimmt seit 3 Jahren aktiv am DTKV Spielbetrieb teil und kann trotz dieser kurzen Zeit beachtliche Erfolge aufweisen: Bereits zweimal durfte er beim Tourfinale teilnehmen, beim Latscho-Cup erreichte er das Finale und überdies ist er amtierender Deutscher U18-Meister.

Der Teenager kam durch seinen Papa André zum professionellen Tipp-Kick. Dieser war bereits früher aktiv und kennt daher die Szene bestens. Von dieser Erfahrung hat Daniel von Anfang an enorm profitiert. Doch nicht nur das: Das Vater-Sohn-Gespann bereist gemeinsam ganz Tipp-Kick-Deutschland und pflegt ein sehr gutes Verhältnis, denn lange Touren schweißen bekanntlich zusammen. Es ist schön zu sehen, dass die Leidenschaft für Tipp-Kick über Generationen hinweg zu vermitteln ist!

Daniel und André Bialk: Ein starkes Team!

Für sein Alter verfügt Daniel über eine überdurchschnittliche Verteidigung. Vor allem durch die geschickte Positionierung von Abwehrkicker und Torwart macht er es seinen Gegnern schwer, einen Treffer zu erzielen. Doch auch wenn er sich mal nicht auf sein Bollwerk verlassen kann, ist Daniel sehr gefährlich, denn er zeichnet sich an der Platte durch einen großen Kampfgeist aus. Selbst einen Rückstand von mehreren Toren vermag der Liebhaber schwäbischer Maultaschen noch aufzuholen. Er hat bereits früh verstanden, dass im Tipp-Kick alles möglich ist und man niemals aufgeben darf. Außerdem merkt man ihm an, dass er das Spiel taktisch verstanden hat und damit auch nominell stärkere Gegner schlagen kann.

Auf seine starke Verteidigung kann sich Daniel verlassen!

Bleibt Daniel am Ball, steht ihm eine große Zukunft im Tipp-Kick-Bereich bevor. In knappen Spielen kann sein Kampfgeist entscheidend über Sieg und Niederlage sein. Außerdem gewinnt man bekanntlich Titel durch eine solide Abwehr. Wenn die Leistungskurve weiterhin so geradlinig nach oben verläuft, wird er in wenigen Jahren die Tipp-Kick-Elite aufmischen.

 

Steckbrief

Name: Daniel Bialk

Alter: 16 Jahre

Beim Tipp-Kick seit: 2013

Bisherige Vereine: Spandauer Filzteufel, Drispenstedt

Lieblingsschuss: Heber bei kurzer Deckung

Erfolge: U18-Meister, 2-facher Teilnehmer Tourfinale, 2. Platz Latscho-Cup

Vorbilder: spielerisch Christian Kuch, menschlich Dirk Kandziora, Martin Leinz und Siddharta Poppat

Andere Hobbys: Fußball

Lieblingsmusik: von Alan Walker „Fade“

Lieblingsessen: Schwäbische Maultaschen

Daniel und eines seiner Vorbilder: Martin Leinz.

 

Fragebogen

Wie bist du eigentlich zum Tipp-Kick gekommen?
Durch meinen Vater, dessen Tipp-Kick-Platte jahrelang im Keller unbenutzt stand.

Wie und wie oft trainierst du?
Bei Celtic, gelegentlich bei den Filzteufeln oder in Wolfsburg, am häufigsten mit meinem Vater abends im Keller.

Beschreibe doch mal bitte, was dich an Tipp-Kick so sehr reizt.
Ich kann es nicht beschreiben, Tipp-Kick ist einfach ein geiles Spiel. Jedes Mal andere Situationen an der Platte, die Leute zu treffen, aber auch die langen Autofahrten mit meinem Vater.

Du hast Anfang Oktober die Deutsche U18 Meisterschaft gewonnen. Was bedeutet dieser Titel für dich und wie fühlt es sich für dich an, Deutscher Meister zu sein?
Es war mein erster offizieller Titel und ich bin stolz darauf. Doch leider war mein Hauptkonkurrent um diesen Titel nicht mit dabei. Es gibt zu wenig U18-Spieler, daher sind für mich das Erreichen von Endrunden oder des Tourfinales größere Ziele.

Du teilst dein Hobby mit deinem Papa André. Was hast du dir alles von ihm abgeschaut?
Den Kampfgeist bis zur letzten Sekunde und mich nicht unterbuttern zu lassen. Spielerisch unterscheiden wir uns jedoch völlig, in Bezug auf Erfahrung liegt er aber noch deutlich vorne.

Von welchen Tipp-Kickern außer deinem Papa hast du viel gelernt?
Ich habe einige Tipp-Kicker schon angesprochen und gefragt, wie diese den oder jenen Schuss machen. Und alle haben sich die Zeit genommen, es mir in Ruhe zu erklären. Das rechne ich Alexander Beck, Fabio de Nicolo und Jonathan Weber hoch an.

Wo siehst du deine Stärken und wo möchtest du dich in Zukunft noch verbessern?
Meine Stärken liegen in meiner Ruhe und in der Abwehr. Im Sturmspiel habe ich noch deutlichen Verbesserungsbedarf.

Hast du Lieblingsgegner? Gibt es auch jemanden, gegen den du sehr ungern spielst?
Einen Lieblingsgegner gibt es nicht. Natürlich gibt es auch Spieler, gegen die ich häufig verliere und gegen die ich (noch) kein Mittel finde.

Wie bewertest du die Anzahl der Jugendlichen und Kinder im professionellen Tipp-Kick und wie schätzt du die aktuelle Leistungsdichte ein?
Leider gibt es viel zu wenige Jugendliche im Tipp-Kick. Richtig gut sind von diesen Jugendlichen auch nur eine Handvoll Spieler. So muss man sich dann eben mit den Erwachsenen messen.

Wie glaubst du, kann der DTKV mehr Jugendliche für unser Hobby begeistern?
Im meinem Umfeld kennt keiner Tipp-Kick. Daher muss das Spiel bekannter werden. Z.B. durch Ferienpassaktionen in ganz Deutschland, Werbefilme im Internet oder vielleicht auch im Fernsehen.

Welchen Tipp würdest du einem Jugendlichen geben, der gerade mit dem Tipp-Kick angefangen hat?
Niemals aufgeben, immer weiterspielen. Aus Niederlagen lernen. Bei den guten Spielern zuschauen und aus deren Spiel lernen.

Vervollständige bitte folgenden Satz: Tipp-Kick werde ich in zehn Jahren noch spielen, weil…
ich noch verschiedene Titel gewinnen möchte.

Daniel ist der amtierende deutsche Jugendmeister im Tipp-Kick!

 

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Porträt: Schlachtenbummler Bochum

Sie sind bei (fast) jeden Turnier in Deutschland dabei und tragen dunkelblaue Trikots: Die Schlachtenbummler Bochum, liebevoll SchlaBos genannt. Seit der Gründung im Jahre 2010 geht es mit den Bochumern qualitativ und quantitativ stetig bergauf: In der aktuellen Saison wurde erstmals eine zweite Mannschaft gemeldet und die erste ist große Titelfavorit in der Regionalliga West. Grund genug, einmal die Geschichte der SchlaBos nachzuvollziehen, vielleicht stehen andere Vereine ja gerade am Anfang ihres Weges…

2006 : Der Startschuß einer großen Leidenschaft

Kurz nach der Fussball Weltmeisterschaft in Deutschland bekam Achim Schmidt ein Tipp-Kick Stadion mit Netztoren geschenkt. Die beiligenden Spieler waren noch die Neandertaler-Figuren mit dem Klumpfuß aus der Urzeit des Tipp-Kicks. Da man ja bereits als 7-8 jähriges Kind das kleine Rollfeld bespielt hatte, wusste man auch schon über moderne Tipp-Kick Männchen Bescheid, die prompt besorgt wurden. Die TOP-Kicker!
Mit Fabian Schrenk und Marco Murgia wurden dann bei Achim Schmidt einige Matches bestritten, wobei die Paarung Achim vs. Fabian aufgrund der räumlichen Nähe zum Klassiker wurde. Bereits nach der 3. Partie entschied man sich spontan, alle Ergebnisse schriftlich niederzulegen. Gespielt wurde natürlich nach eigenen Regeln, da man das Regelheft entsorgt hatte. Sieger war derjenige, der zuerst 5 Tore erzielt hatte, wobei analog zum Tennis ein 2 Toreabstand erforderlich war. Bei einem 5:5 musste dann das Elfmeterschießen entscheiden.

Mit Achim Schmidt fing alles an und auch heute noch ist der Gründer aktiv!

Nach dem ersten Rausch der ausgetragenen Spiele wurden dann unsere Regeln modifiziert. Es wurden die WM-Classic Teams erworben, so dass fortan jeder je 3 Spielfiguren (Kicker, Top-Kicker & Star-Kicker) und einen Keeper besaß. Derjenige, der nicht in die Gunst des Anstoßes durch Balleinwurf kam, platzierte sofort seine 3 Mannen als Abwehrmauer kurz vorm eigenen Strafraum. Der Spieler, mit dem man geschossen hatte, musste am letzten Schussort stehen gelassen werden.
Bis Mitte 2007 wurden nach dieser Spielordnung von Achim und Fabian 570 Spiele bestritten, von denen in 96 Partien der Sieger erst nach dem Elfmeterschießen gekürt wurde.

2007 : Eine neue Welt

Zwar ballerten sich Fabian und Achim noch relativ regelmäßig die Bälle um die Ohren, dennoch war der Reiz nicht mehr ganz so groß wie in den Anfangszeiten. So wurde Achim auf der Mieg-Homepage auf einen Verein in Gevelsberg aufmerksam und nahm Kontakt auf. Nach erfolgter Einladung ins Bergische stand Achim mit seinem Spielermaterial nun in Siggis nach einem Swingerclub anmutenden Kellernamen „Blue Moon Arena“ und kam sich vor wie auf einem anderen Planeten. Nicht dass die Einheimischen so fremd wirkten, nein, deren Spielermaterial hatte schon etwas von einem Mini-Terminator: einfarbige Metallkörper, lasergefeilte Schussbeine und Torhüter ohne Druckknöpfe lagen auf den Platten. Außerdem faselten die Anwesenden die ganze Zeit irgend ein wirres Zeugs von Farbspiel und Drehern. Dann kam auch noch der 12-jährige Sohnemann des Hausherrn und schickte Achim mit 8:0 von der Platte. Sieglos und entgeistert ging es zurück nach Bochum.

Auf Revanche sinnend besuchte Achim nun regelmäßig die Gevelsberger und konnte auch bald seine ersten Siege feiern. Auch Fabian hatte Interesse und war das eine oder andere mal zu Gast im Ennepe-Ruhr-Kreis. Achim schloß sich dem Verein an und bestritt dann in der Saison 2007/08 einige Verbandsligaspiele und ein Regionalligaspiel. Die Verbandsligasaison wurde von ihm überraschend positiv mit einer 16-3-9 Bilanz und auf Platz 9 der Einzelstatistik abgeschlossen.

Mitte 2007 wurde dann der erste Versuch gestartet, einen eigenen Bochumer Tipp-Kick Verein auf die Beine zu stellen. Es wurden sogar 8 Turniere mit bis zu 9 Teilnehmern ausgerichtet. Aber das Interesse der anderen Teilnehmer ließ dann doch zu schnell nach.Höhepunkt des Jahres war dann die erste Teilnahme von Achim an der Westdeutschen Einzelmeisterschaft in Gevelsberg, die immerhin in Runde 2 führte.

Die SchlaBos besuchen fast jedes Turnier und sind aus der Szene nicht mehr wegzudenken!

2008 : Regionalliga und Deutsche Einzelmeisterschaft

Das Vorhaben, einen eigenen Club zu gründen, war in diesem Jahr nicht mehr vorhanden. Marco und Fabian besuchten zwar unregelmäßig die Blue Moon Arena, waren aber nicht mit dem nötigen Ehrgeiz bei der Sache. Turniere wurden in der Kellerbar zum Ruhrstadion auch nicht mehr ausgetragen, lediglich einige Spiele gegen Marco oder Fabian wurden noch gespielt. Dafür startete Achim Schmidt in seine erste komplette Regionalligasaison. Am Ende stand eine fast ausgeglichen Bilanz zu Buche: 13- 2-17 bei einem positiven Torverhältnis.

Absolutes Highlight war dann die erste Teilnahme an einer Deutschen Einzelmeisterschaft. Achim wurde die Ehre zu Teil, sein Eröffnungsspiel gegen keinen geringeren als Normann Koch bestreiten zu dürfen. Sensationelle 4 Tore konnte Achim erzielen, musste aber (natürlich) auch doppelt so viele kassieren. Und es sollte sogar für die 2 Runde reichen, in der sich dann aber die Spreu vom Weizen trennte.

2009 : Der vierte Mann…

… fehlt uns noch!!!

Achim, Fabian und Marco waren sich über die Gründung eines Bochumer Tipp-Kick Vereins einig. Doch zu dritt war dies leider nicht möglich, aus Bochum stammende Kandidaten zeigten leider nicht das nötige Interesse. Und einen Fussballfan aus Ückendorf oder Lüdenscheid mochte auch keiner in seiner Truppe haben. Wir wollten eine reinrassige, blau-weisse Truppe aus Bochumer Schlachtenbummlern bleiben! Aber die Begeisterung fürs Tipp-Kick war bei allen Dreien vorhanden. Fabian bestreitete 2 Regionalligaspiele für die zweite Gevelsberger Mannschaft und war der siegbringende Mann des vereinsinternen Duells gegen die erste Mannschaft im entscheidenen letzen Spiel. Er warnun auch häufiger zum Training in der Kellerbar zum Ruhrstadion. Achim gelang ein Sieg gegen Sprockhövels Urgestein Paulo Vicente in seinem Abschiedsspiel für Gevelsberg und er belegte den 59. Platz bei der WDEM.

2010: SchlaBO GOAL, GOAL, GOAL

Bochum, 08.05.2010, 13:30 Uhr, Biergarten der Gaststätte Ritterburg an der Castroper Straße. Zwei Stunden vor Anpfiff des letzten Spieltages der 1. Bundesliga zitterten Achim Schmidt, Fabian Schrenk, Marco Murgia und Dennis Vorberg dem entscheidenden Spiel unseres heißgeliebten VfL Bochum 1848 gegen die „Nie Da“ Sachsen entgegen. Wir schweiften kurz vom Thema Fußball ab und kamen auf Tipp-Kick zu sprechen. Marco, Fabian und Achim bekundeten nochmals ihre Bereitschaft zur Gründung des „Tisch-Fußball-Vereins Schlachtenbummler Bochum“. Dennis Vorberg, ein Studienkollege von Fabian, hörte gespannt zu und sprach dann den entscheidenden, bahnbrechenden und historischen Satz aus: „Ich mach mit!“ Der magische Moment, die Geburt der Schlachtenbummler! Dennis Vorberg, derjenige der zuvor noch NIE Tipp Kick gespielt hat, stieg als vierter Mann in unsere Truppe ein. Genial!

Ein fester Trainingstermin wurde vereinbart und nach dem grauenhaften VfL-Abstieg in Liga 2 gleich ein neues Ziel gesteckt: Der Doppelaufstieg des VfL Bochum 1848 und der Schlachtenbummler Bochum. Kurzerhand wurden die SchlaBOs beim Deutschen Tipp-Kick Verband angemeldet. Nur wenige Wochen später traute Achim seinen Augen nicht, in seinem E-Mail-Account erschien die Nachricht: Tipp-Kick – Interessent! Der Absender der Mail wurde kurzerhand eingeladen und kam mit seinem King-Kong Spielermaterial zum Training. Verwundert darüber, dass wir nicht im Sitzen spielten, bekam er große Augen. Ein positiv Verrückter, der nicht einschlafen konnte, sollte er nicht 50 Bälle gespielt haben. Marcus Ernst schraubte unsere Mitgliederzahl zwischenzeitlich auf 5 in die Höhe.

In der Saison 2010/2011…

…starteten die Schlachtenbummler zu ihrem Jungfernflug in der Verbandsliga West, konnten jedoch ähnlich wie der VfL Bochum in der 2. Bundesliga, ihre ambitionierten selbstgesteckten Ziele nicht ganz erfüllen und belegten nach einer spannenden Spielzeit letztendlich hinter den Zweitvertretungen von Sprockhövel und Gevelsberg den 3. Tabellenplatz und schrammten so knapp am Aufstieg vorbei. Für ihr Debüt trotzdem eine respektable Leistung und Ansporn für die folgende Saison!

Die Schlachtenbummler behielten jedoch vorerst den Parallel-Kurs zum VfL Bochum bei und verbrachten weitere 2 Saisons in der Verbandsliga West und belegten 2011/2012 den vierten, 2012/2013 abermals den dritten Tabellenplatz. Für den erhofften Aufstieg reichte es bei beiden Vereinen (noch) nicht. Während dieser Zeit kehrte bei den SchlaBOs jedoch keine Stagnation ein, ganz im Gegenteil! Hinter den Kulissen hatte sich einiges getan: Gründungsmitglied Dennis Vorberg musste sein Hobby aus Zeitgründen und veränderter Wohnsituation bereits zum Ende der Startsaison aufgeben und verließ den Verein. Die 4 verbliebenen Schlachtenbummler schlugen sich wacker, taten sich jedoch schwer kurzfristige Ausfälle zu kompensieren.

Zur Saison 2012/2013…

…stieß dann endlich ein fünftes Mitglied zu den SchlaBOs: Matthias Wietoska ließ sich durch Fabian zum Tipp-Kick überreden und hatte bei seiner ersten Trainingssession gleich Blut geleckt und eine neue Leidenschaft entdeckt. Durch natürlichen Ehrgeiz und hartes Training mit Sonderschichten in den heimischen vier Wänden entwickelte er sich vom talentierten Ergänzungsspieler schnell zur zuverlässigen Stammkraft. Im weiteren Verlauf der Vereinsgeschichte gelang es ihm in der folgenden Saison sogar sich gemeinsam mit Achim als Leistungsträger der SchlaBOs zu etablieren.

Die SchlaBos tragen ihren Verein nicht nur im Herzen, sondern auch als Branding auf dem Koffer!

Doch bevor wir zur Saison 2013/14 kommen,…

…gab es noch weiteren Zuwachs für die SchlaBO-Familie: Christoph Schmidt fand über die Internetseite den Weg in den Trainings-Keller und brachte kurzerhand seinen Papa und seinen Schwager aus Dorsten-Rhade zum Schnupper-Training mit. Die drei hatten zwar über Internet-Recherche bereits eine Ahnung vom „professionellen“ Tipp-Kick bekommen, fröhnten bis dahin allerdings noch bei familieninternen Duellen der Cup-Variante aus dem Spielwarenhandel und wollten sich bei den Schlachtenbummlern nun in die „große Welt des Tipp-Kicks“ einführen lassen. Da das Interesse bereits vorhanden war und von Anfang an Sympathie zwischen allen Beteiligten herrschte, wurde Christoph nach ein paar weiteren Trainingsessions dann auch offiziell ein Schlachtenbummler und komplettierte den Verbandsligakader der Saison 2013/14.

Mit einer personell, wie auch leistungsmäßig breit gefächerten Mannschaft, wurde abermals das große Ziel „Aufstieg“ in Angriff genommen und die Vorzeichen standen dafür gut. Achim spielte auf konstant hohem Niveau, Matthias konnte immer öfter durch starke Leistungen überzeugen und durch den Neuzugang Christoph war im Training nun auch bei den anderen SchlaBOs deutlich mehr Ehrgeiz im Kampf um die 4 Startplätze im jeweils nächsten Ligaspiel zu spüren, so dass man sich gegenseitig positiv pushte und alle schnell Fortschritte machten. Nach seinem mit 4:4 Punkten ausgeglichenem Debüt in Mönchengladbach, gelang es Christoph dann sogar regelmäßig sich über Trainingsergebnisse in die Startformation zu spielen. Kurz darauf mussten Fabian Schrenk (Knie) und Marcus Ernst (Rücken) die Saison leider verletzungsbedingt vorzeitig beenden, diesmal konnte man die Ausfälle jedoch personell ersetzen. Lediglich im Spiel gegen die Duisburger Hardcore Blitze, musste man auf den Einsatz von Christoph’s Papa Uli zurückgreifen um vollzählig antreten zu können. Nach turbulentem Verlauf und einer besonders spannenden Schlussphase wurde es die bis dato erfolgreichste Saison in der jungen Bochumer Vereinsgeschichte: Die SchlaBOs belegten am Ende den ersten Platz, erreichten den lang ersehnten Aufstieg in die Regionalliga und krönten die Saison mit der Verbandsliga-Meisterschaft.

Das Ziel für die Saison 2014/15…

…der Schlachtenbummler war ganz klar: der Klassenerhalt und Verbleib in der Regionalliga West. Nach einem zunächst guten Start folgten knappe Niederlage in Essen und Düsseldorf, so dass man nach den Rückzügen von Sprockhövel und Ostwestfalen Magic zwar nicht mehr absteigen konnte, aber auch jegliche Chance oben mitzuspielen vertan hatte. Ein solider 4. Platz stand für die Bochumer Recken letztendlich zu Buche, die sich dank anhaltender Verletzungsmisere wiederholt mit Uli verstärken mussten.

Trotz der durchwachsenen Vorsaison…

…vertrauten die SchlaBOs auf ihre Qualitäten und gaben für 2015/2016 das ambitionierte Ziel „Zweitliga-Aufstieg“ aus. Dass sie den Mund nicht zu voll genommen hatten, bewiesen sie im weiteren Verlauf der Spielzeit, in dem sie Sieg um Sieg einfuhren und diesmal auch knappe Spiele für sich entscheiden konnten. Zum Saisonende stand dann das große Finale gegen die ebenso ungeschlagenen Dortmunder Tornados an. Diese hatten die Liga souverän dominiert und waren so klarer Favorit gegen die Bochumer Underdogs, zu mal ihnen an heimischer Spielstätte bereits ein Unentschieden zur Meisterschaft genügte. Die Atmosphäre auf den Rängen war eines Endspiels absolut würdig, denn es hatten sich zahlreiche Schaulustige aus den benachbarten Vereinen zu diesem Kräftemessen eingefunden. Leider mussten sie mit anschauen, wie sich auch in diesem Spiel eine starke Dortmunder Mannschaft mit dem Einzug in Liga 2 belohnte, während glücklose Bochumer enttäuscht in die Röhre guckten.

Nachdem die Enttäuschung über die verpasste Chance verflogen war,…

…machte man sich in Bochum mit Feuereifer an die Saisonvorbereitung 2016/17.

„Jetzt erst recht!“ lautete das Motto und so verstärkten sich die SchlaBOs während der Sommerpause nicht nur quantitativ, sondern auch qualitativ, so dass man erstmals eine zweite Mannschaft für den Spielbetrieb in der Verbandsliga West melden konnte. Die erste Mannschaft um Achim, Matthias und Christoph verstärkt fortan Michael Kalentzi, der mit seinem Sohn aus K’lautern wechselte. Alexis Kalentzi stößt in der zweiten Mannschaft zu Uli Schmidt und Björn Schulte, die nun ebenfalls auch offiziell Schlachtenbummler sind, sowie den Routiniers Marco und Fabian. Außerdem stößt noch Nico Girolami aus Langendreer neu hinzu und startet seine Tipp-Kick-Karriere. Bisher hatte er nur gelegentlich im familiären Kreis mit seinem Onkel Uli, Cousin Christoph und Schwip-Schwager Björn an der Filzplatte gestanden. Last-Minute wechselte dann noch Marcel Kapp und seine Mutter Elena vom TKC Gevelsberg an die Hattinger Straße nach Bochum und komplettieren damit den Verbandsliga-Kader der SchlaBOs.

Leider gibt es aber auch einen Abgang zu beklagen: Der verletzungsgeplagte Marcus Ernst pausiert seine aktive Tipp-Kick-Karriere und tritt deshalb vorerst nicht mehr für die Schlachtenbummler an.

Seit 2016 sind die Bochumer TIPP-KICKer übrigens auch als offizieller Fanclub des VfL Bochum aktiv und machen nun auch beim Rasenfußball dem Vereinsnamen alle Ehre. Vielleicht nähert man sich so langsam dem großen Traum an, ein großes TIPP-KICK – Turnier in der VIP-Loge des Bochumer Ruhrstadions zu veranstalten…?!

Der VFL ist das zweite gemeinsame Hobby der SchlaBos!

Aktuelle Informationen über die Schlachtenbummler findet ihr auf Facebook oder der Bochumer Homepage!

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Tipp-Kicker des Monats Oktober 2016: Michael Kaus

Wir befinden uns im Jahre 2016 nach Chr. Ganz Germanien ist vom Kaus-Virus infiziert … Ganz Germanien? Nein! Ein von unbeugsamen Neddersassen bevölkertes Dorf namens Honovere hört nicht auf, Widerstand zu leisten.

Und so kam es, dass der Gewinner der Deutschen Einzelmeisterschaft 2016, stets fair an der Platte, von charismatischer Ausstrahlung umgeben und mit Tränen in den Augen bei seiner Rede als frischgebackener Deutscher Meister, deutschlandweit auf „nur“ 31 Stimmen (= 58,5 %) kam. Herzlichen Glückwunsch! Doch wer konnte diesem Sympathieträger Nr. 1 sensationell die Stirn bieten? Vanessa Weichelt (Pegasus ´92 Hannover), ebenso sympathisch und Ihres Zeichens Deutsche Damenmeisterin des Jahres 2016, kam auf hervorragende 19 Stimmen (35,8 %). Toll! Die restlichen 3 Kandidaten waren wie erwartet chancenlos, konnten aber auf Grund von Stimmengleichheit (zusammen 5,7 %) gemeinsam den 3. Platz belegen.

Unter allen Teilnehmern der Abstimmung wurde ein Materialgutschein für den DTKV-MITGLIEDERSHOP in Höhe von zehn Euro verlost. Der Gewinner ist Simon Hansen.

 

Interview mit Michael Kaus:

Hi Micha,
schön dich zu hören. Du schwimmst im Augenblick auf der Welle des Erfolges ganz oben. Deutscher Meister 2016, letztes Wochenende Turniersieger in Gießen und jetzt noch „Tipp-Kicker des Monats Oktober 2016“. Herzlichen Glückwunsch! Wie erklärst du dir selbst diesen Lauf? Was ist so anders an Dir?
Ja, es läuft tatsächlich ganz gut. Neben der Tatsache, dass ich den DEM-Titel „hinten raus“ doch etwas glücklich gewonnen habe, bin ich derzeit sehr zufrieden und glücklich mit meinem Leben. Nicht zuletzt durch den Gewinn des noch „fehlenden“ Titels kann ich jetzt völlig entspannt und mit einer gewissen Lockerheit auf die Metall-Männchen drücken. Natürlich habe ich zuvor auch schon den einen oder anderen Ball mal ordentlich getroffen oder auch abgewehrt, dennoch verspüre ich seit Lautern eine absolute Erleichterung und Zufriedenheit mein „Tipp-Kick-Lebenswerk“ quasi vollendet zu haben.

Was fasziniert dich an unserer Sportart so sehr, dass du seit Jahrzehnten mit Leidenschaft dabei bist?
Mir gefällt einfach der Facettenreichtum des Spiels. Es sind neben den technischen Attributen auch viele Eigenschaften gefordert, die man benötigt und weiterentwickeln kann. Ich denke, dass ich einige Erfahrungen und Erlebnisse aus dem Tipp-Kick Bereich ins sonstige Leben übernehmen und dort auch positiv für mich nutzen konnte. Nicht zuletzt auf der mentalen Ebene passiert aus meiner Sicht eine Menge in unserem Sport und ist m.E. mit den Anforderungen an einen Leistungssportler vergleichbar. Am Ende des Tages entscheidet oftmals sowohl im Spitzensport als auch im beruflichen und privaten Bereich die mentale Stärke und Einstellung über Erfolg und Misserfolg.

Außerdem fühlt es sich richtig geil an, wenn der Außenristdreher links an der Abwehr vorbei ins lange Eck rauscht und dort, vor lauter Drall, lange Zeit benötigt um zum Stillstand zu kommen und den Ergebniszähler auf der Habenseite um ein Tor erhöht. Das Geräusch eines leidenschaftlichen Bretts in den oberen Winkel des gegnerischen Tores löst bei mir ebenfalls immer noch einzigartige Emotionen hervor. In diesem Kontext kann ich auch nicht unerwähnt lassen, dass mich mein gelegentlich schwaches Farbspiel dermaßen in der Abwehr fordert, dass die Oberschenkel zu brennen beginnen und ich unter höchster Konzentration und Einsatz dem Dauerdruck meines Gegners standhalte. Das ich am Ende der Partie auch noch hier und da als Sieger hervorgehe, setzt der Sache in Sachen Emotion und Intensität die Krönung auf. Neben den beschriebenen Faktoren spielen auch der intensive Zusammenhalt und die Freundschaft zu meinen Mannschaftskollegen und vielen weiteren liebenswerten Zeitgenossen in unserer Szene eine ganz große und vielleicht sogar entscheidende Rolle. Dies ist wohl auch der Grund warum ich immer noch gerne dabei bin und keine Wege und Mühen scheue, dass immer wieder aufs Neue (mit euch) zu erleben.

Im Laufe dieser Jahrzehnte hat sich das Tipp-Kick-Spiel geändert. Regeln kamen hinzu, das Farblegen, die Spielfiguren werden zu Hightech-Figuren umgebaut. Welche revolutionären Änderungen würdest du begrüßen?
Ehrlich gesagt, hatten wir zuletzt einige und weitereichende Änderungen vorgenommen. Persönlich hatte ich lange Zeit Probleme die 3 Sekunden Regel in Verbindung mit der „festen“ Abwehr zu akzeptieren. Diese Regeländerung führte grundsätzlich zu mehr Fairness, trug aber auch zu einer Angleichung der Spielstile bei. Vor dieser Regeländerung war die Bandbreite von Spielertypen deutlich höher. Schnellere Spielaktionen, variablere Schusstechniken, flexibleres Defensivverhalten, mehr taktische Variationen waren auszumachen. Ich stand immer auf dem Standpunkt, dass wir mit einer konsequenten Umsetzung des Regelwerks (u.a. Freistöße oder Elfmeter schießen bei Handspielen) ähnliche Verhaltenänderungen bewirken hätten können. Diese wären aber deutlich konfliktbehafteter und zu Lasten der Schiedsrichter gegangen und deshalb auch in der Umsetzung wahrscheinlich nicht so erfolgreich gewesen, wie die Einführung der 3 Sekunden Regel.

Der DTKV macht sich viele Gedanken um unsere Sportart. Die Anzahl der Vereine und die der Spieler nimmt kontinuierlich ab. Du bist seit Jahrzehnten Bestandteil der Szene. Was wäre dein Konzept bzw. was empfiehlst du dem Verband, damit unsere Sportart wieder bessere Zeiten erlebt?
Hier mal eine stichwortartige Aufzählung meiner Gedanken:

  • Verhältnis Aufwand / Erlebnis (Anfahrt / Tipp-Kick Zeit) erhöhen bzw. reduzieren
  • Jugendspieler erreichen, begeistern, integrieren und in einen regelmäßigen Wettbewerb bringen
  • Die Ligenstruktur bzw. das Ligasystem an die regionale Situation der Anzahl der Vereine/Mannschaften schnellstmöglich bzw. umgehend anpassen (u.a. (Dreier-Spieltage , feste Spieltage, komplette Spieltage an Wochenenden, vorgelagerte regionale Ausspielung von Meisterschaften)
  • „Kleine“ regionale Turniere attraktiver machen (höhere Ranglistenrelevanz durch höhere Punktevergabe)
  • Ggf. Leistungskategorien einführen, um Spielern schnellere und transparentere Erfolge und Aufstiegsmöglichkeiten (Ziele) zu geben. Steigerung der Langzeitmotivation
  • Einführung weiterer Turnierstatistiken (Turniersiege, wie oft TOP 3, wie oft Endrunde….) auf artbot auch unterhalb von DEM und Sektionsturnieren. Aufnahme Tour-Finale in Hall of Fame.
  • Ausrichtung von Turnieren für Veranstalter noch attraktiver/lukrativer machen (höhere Subvention durch Verband, alternativ Durchsetzung und Akzeptanz höherer Startgelder und Gastropreise durch Spieler), es muss sich für den Veranstalter auch wirtschaftlich lohnen. Der Überschuss kann im Verein für Auswärtsfahrten, Trikots, Aktionen etc. genutzt werden.
  • Öffentlichkeitsarbeit in Kooperation mit Mieg und sozialen Medien noch weiter ausbauen

Grundsätzlich gehe ich aber davon aus, dass unsere Prognose zum Fortbestand nicht besonders rosig aussieht.

Neben der Abhängigkeit zum Spielehersteller Mieg und seiner weiteren Geschäftsaktivität sind Themen wie Spiele-Apps, -Konsolen oder auch das veränderte Freizeitverhalten von Kindern und Jugendlichen im digitalen Zeitalter ein hohe Bürde für den Tipp-Kick Sport, dem wir vermutlich nicht dauerhaft standhalten können

Die Tipp-Kick-Szene vergreist zunehmend. Die Grauhaarigen nehmen zu. Ich erinnere an ein Interview mit Jens König als es heißt: „A: Michael Kaus ist ein weiser Mann. B: Michael Kaus ist ein greiser Mann. C: Michael Kaus hat ́ne Meise, Mann. D: Michael Kaus ist gar kein Mann. Hauptsache bei Wahl des 50/50-Jokers fällt nicht ausgerechnet A weg.“ Wie lange willst du noch spielen? Ist ein Karriere-Ende in Sicht?
Normalerweise sagt man ja, man soll aufhören wenn es am schönsten ist (siehe aktuell Rosberg). Da ich aber immer noch große Lust und Freude empfinde mit meinen Jungs auf Punktejagd zu gehen und mit euch schöne gemeinsame Momente (wie zuletzt bei der NEM und in Gießen) zu erleben, denke ich nicht über ein ernsthaftes Ende meiner Karriere nach. Jetzt macht es doch erst richtig Spaß!

Natürlich möchte der geneigte Leser auch persönliches von dir erfahren. Dinge, die nur wenige wissen. Wie alt bist du? Hast du Familie, Kinder? Was machst du beruflich? Welche anderen (sportlichen) Leidenschaften hast du?
Was wird da nur mein persönlicher Datenschutzbeauftragter zu sagen? Er muss es ja nicht mitbekommen! Ich gehöre dem Tipp-Kick Jahrgang 1970 an. Meinem Wissen nach wurden in diesem Jahr u.a. auch Oli Schell, Jens König und Sebastian Krapoth geboren. Ich bin seit 2003 glücklich verheiratet und aus der Ehe gingen zwei tolle Kinder (9 und 11) hervor. Darüber hinaus bin ich seit einer gefühlten Ewigkeit bei der Bahn im Controlling und IT-Bereich tätig. Als gebürtiger Frankfurter lebe ich seit ein paar Jahren in einem schönen Vorort von Frankfurt und würde der Beschreibung zufolge als typischer deutscher Bausparkunde eingruppiert. Neben dem Tipp-Kick fahre ich sehr gerne Fahrrad, bin Fußball und Eintracht Fan, beschäftige mich darüber hinaus viel und gerne mit Ernährungs-, Finanz- und allgemeinen bzw. alternativen Lebensthemen. Meine größte Herausforderung ist die Balance zwischen Familienleben, dem Beruf (Broterwerb) und meiner Vielzahl von Interessen und Aktivitäten herzustellen und aufrecht zu erhalten.

Tipp-Kick und Humor. Ein schwieriges Thema. An der Platte wird selten gelacht, eher geflucht und gebrüllt, Gibt es eigentlich Tipp-Kick-Witze? Wenn ja, erzähl uns einen!
Tipp-Kick Witze würde ich nicht sagen bzw. kenne ich ehrlich gesagt spontan keinen. Ist eh nicht mein Ding, bin eher ein Freund von Situationskomik.

Dazu hätte ich eine Anekdote vom diesjährigen Tour-Finale zur Hand. Im Spiel gegen André hatte ich schnell 3:0 geführt und jedes Tor bis dahin mit dem Spruch „schönes Tor“ kommentiert. Nach dem 3:0 hat er dann humorvoll und selbstironisch darauf hingewiesen, dass es sich für ihn im Augenblick nicht sooo „schön“ anfühlt. Als dann kurz darauf das 4:0 fiel, hat er dann gesagt, dass jetzt wohl die Phase 2 des Torjubels gestartet wurde, da ich mein Tor diesmal nicht als schön sondern als geil bezeichnet hatte. Danach mussten wir und der Schiri (wer war es noch mal?) eine ganze Weile über diese Situation lachen, dass mir sogar die Tränen kamen. Im weiteren Verlauf wurde die Phase 3 dann mit dem Ausspruch „Weltklasse“ eingeläutet. Eine vergleichbare Situation hatte ich bislang während eines Kicks im Wettkampf noch nicht erlebt.

Viele Sportler sind abergläubisch. Du auch?
Ein bisschen schon. Hatte mir lange überlegt, ob ich zur Deutschen die neuen blauen Vereinsturnschuhe tragen sollte. Ist ja noch mal gut gegangenJ!!!

Welche Frage würdest du dir selbst in einem Interview stellen? Und dann wie beantworten?
Kannst du eigentlich auch weniger ausschweifend erzählen bzw. schreiben? Nein!!!!!

Vielen Dank, Micha, für deine Antworten, dir eine schöne Adventszeit und weiterhin viel Tipp-Kick-Spaß!

 

Eine kleine, manchmal bitte nicht ernst zu nehmende, statistische Auswertung der Stimmen ergab:

  • Bei der Wahl zum „Tipp-Kicker des Monats Oktober 2016“ wurden genau 53 gültige Stimmen abgegeben, bei diesmal keiner ungültigen Stimme.
  • Es wählten nach Regionen: Norden (27 Stimmen), Süden (12 Stimmen), Westen (10 Stimmen) und der Osten (4 Stimmen). Der Osten ist übrigens, hier belegbar, echt Multikulti: alle 4 Stimmen fielen auf 4 verschiedene Bewerber.
  • Gleich und gleich gesellt sich gern. Die Bedeutung dieses Sprichwortes erschließt sich von alleine und der Statistik-Freund kann diese auch belegen: 5 Bundesliga-Spieler stimmten mit ab und alle wählten wohl wen? Richtig, den Bundesliga-Spieler Michael Kaus. Ein weiterer Beleg ist gewünscht? An der Wahl nahmen 6 Damen teil. Und wen wählten diese? Fast komplett die aufgestellte Kandidatin.
  • Gegensätze ziehen sich an. Auch hier erschließt sich die Bedeutung dieses Sprichwortes von alleine und der Statistik-Freund kann natürlich auch diese Weisheit irgendwie belegen: Woher bekommt der am weiten im Süden lebende Kandidat seine Stimme? Richtig, von dem einzigen Teilnehmer aus dem hohen Norden.
  • Bei der letzten Wahl wurde berichtet, dass sich ein Kandidat selbst wählte. Hier beobachten wir eine neue Tradition in seiner Entstehung, denn prompt wählte sich wiederum ein(e) Kandidat/-in selbst. Übrigens nicht der Kandidat auf Platz 3.
  • Ein Tipp-Kicker brachte es fertig, nicht zu wissen, in welcher Region sein Verein spielt. Und dabei ist die Promotionsdichte in diesem Verein verdammt hoch…
  • Natürlich ist immer interessant zu sehen, ob ein Kandidat von seinen eigenen Vereinsmitgliedern mit Stimmen unterstützt wird. Was könnte das zeigen: die Akzeptanz im eigenen Verein? Oder auch: wird die DTKV-Homepage auch wirklich von seinen eigenen Mitgliedern gelesen? Oder … oder … Hier die statistische Auswertung: Kandidat 1 bekam 1 Stimme von seinem Mannschaftskameraden. Kandidat 2 bekam 1 Stimme von seinem Papi, Kandidat 3 bekam genauso wie Kandidat 4 keine Stimmen von seinen Mannschaftskameraden, Kandidat 5 mobilisierte wirklich den ganzen Verein und Mami und Papi und und …
  • Und noch eine Wahrheit: Facebook ist schuld an allem, denn Facebook steuert die Wahl. Unmittelbar nach Einstellung der Kandidaten bei Facebook trudeln die Stimmen ein. Dann gibt es ein, zwei Zuckungen bis hin zum zweiten Aufruf, kurz vor Abstimmungsschluß und der Erinnerung doch bitte noch schnell zu wählen. Und nun trudeln wieder die Stimmen ein. Was sagt uns das: Auf der DTKV-Homepage fehlt die Option „Newsletter“!
  • Zu guter Letzt: jeder Statistiker weiß, dass man Statistiken drehen, wenden und verfälschen kann, inbesondere, wenn man nur 53 Werte hat. Aber es gibt auch unsinnige Betrachtungsweisen, hier 2 Beispiele: beide Teilnehmer, deren Vornamen auf –i bzw. –y enden, fanden ihre Endung so einzigartig, dass sie sich nicht mit Nachnamen anmeldeten. Gut, dass Tipp-Kick familiär ist und man sich kennt. Dann kann auch mit dem ausgelobten Gutschein nichts schieflaufen. Doch zum Abschluß zurück zum Tipp-Kicker des Monats Oktober: Michael hat fast genau 58 % seiner Finalspiele verloren (er erreichte genau 60 Endspiele) und mit wie viel Prozent gewann er diese Wahl?

 

 

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Talentschmiede: Valentin Tenner

Er ist einer der Newcomer des Jahres in der Tipp-Kick Szene: Valentin Tenner von Ylipulli Gießen. Bei mehreren Turnieren stellte er unter Beweis, welch großes Talent in ihm steckt und wie abgeklärt er im Alter von 14 Jahren bereits ist. Neben einem 5. Platz bei der 5. Berlin Open überraschte er alle mit seinem Erfolg beim 2. Jerzer Dorfpokal, bei dem er sich gegen namhafte Konkurrenz durchsetzte. Deshalb hat die Rundschau-Redaktion Valentin im Rahmen der neuen Rubrik „Talentschmiede“ interviewt und unter die Lupe genommen. In Zukunft werden hier junge Talente und Senkrechtstarter porträtiert.

Valentin spielt seit frühester Kindheit Tipp-Kick. Gemeinsam mit seinem Vater Christoph Jilo begann er in Zusammenhang mit der Gründung des Vereins in Gießen seine Laufbahn- ein Glücksfall für alle Seiten wie sich herausstellen sollte. Während Valentin behutsam durch seinen Vater und Routiniers wie Christian Schäl und Jens Jepp geformt wird, wird der Verein in den kommenden Jahren vom enormen Potenzial des Talents profitieren. Schon in der laufenden Saison könnten die Hessen aus der Regionalliga Süd in die 2. Bundesliga Südwest aufsteigen, was ganz eng mit der sportlichen Entwicklung Valentins zusammenhängt.

Valentin nach seinem ersten Turniersieg beim Jerzer Dorfpokal

Es gibt wohl kaum einen Spieler, der in diesem Alter bereits so komplett ist wie Valentin: Stark in der Defensive, technisch versiert im Sturm und gesegnet mit einer hohen Spielintelligenz. Bleibt er am Ball, wird er in die Spitzengruppe der deutschen Tipp-Kicker vorstoßen. Beachtlich ist auch, wie abgeklärt er als Schiedsrichter fungiert und auch neben der Platte auf sehr hohem Niveau beim Tipp-Kick-Fachsimpeln teilnimmt und Tipps und Tricks aufsaugt.

Wie andere Kinder, die mit dem Tipp-Kick angefangen haben, musste auch Valentin anfangs Niederlagen hinnehmen, doch durch diese ließ er sich nie unterkriegen. Man solle Spaß am Spiel haben und sich von Niederlagen nicht unterkriegen lassen, sondern vielmehr von ihnen lernen. Bleibt zu hoffen, dass Valentin der Spaß am Tipp-Kick nicht vergeht und er uns in den kommenden Jahren weiterhin mit seiner Art Spiele zu spielen entzücken wird.

Auch beim Fachsimpeln ein gefragter Gesprächspartner: Valentin kann mit jedem im DTKV!

 

Steckbrief

Name: Valentin Tenner

Alter und Geburtsdatum: 14 Jahre, 3.1.2002

Beim Tipp-Kick seit: Mit 6 Jahren angefangen, mit Papa zu spielen, seit 2009 bei Ylipulli Gießen – also seit der Gründung des Vereins

Bisherige Vereine: Ylipulli Gießen

Lieblingsschuss: Von hinten links Außenrist-Dreher

ErfolgeU18-Pokale bei verschiedenen Turnieren, Lucky-Loser-Cup Berlin 2014, 3. Platz Viertelfinale Berlin Open 2015, 3. Platz beim Latscho-Cup Düsseldorf 2016, Jerzer Dorfpokal 2016, Teilnahme am Tourfinale 2016

Vorbild: In der Defensive Alex Beck, im taktischen Bereich Marcus Socha

Andere Hobbies: Fußball, Geige, Lesen

Lieblingsmusik: Charts

Lieblingsessen: Burger

Valentin in Action gegen Patrick Malessa (Celtic Berlin)

 

Fragebogen

Wie bist du eigentlich zum Tipp-Kick gekommen?

Papa.

Wie und wie oft trainierst du?

Ich spiele mehrmals in der Woche mit Papa.

Du konntest auf den letzten Turnieren enorm überzeugen und sogar den 2. Jerzer Dorfpokal gewinnen. Wie gehst du damit um, schon in deinem Alter so viel Erfolg zu haben?

Ich freue mich natürlich, wenn ich gewinne. Ich habe einfach Spaß am Spiel.

Du teilst dein Hobby mit deinem Papa Christoph. Was hast du dir alles von ihm abgeschaut und gibt es etwas, das du ihm beibringen musstest?

Am Anfang hat er mir die Grundlagen beigebracht: wie man Farbe legt, wie man dreht, wie man die Abwehr stellt usw. Inzwischen geben wir uns gegenseitig Tipps und tauschen uns über unsere Spiele aus.

Du spielst bei deinem Verein in der ersten Mannschaft. Was sind deine Ziele im Team und im Einzel für das kommende Jahr?

Mit der Mannschaft versuchen wir, in die 2. Liga aufzusteigen. Für mich selber will ich Spaß haben und weiter spielen.

Wo siehst du deine Stärken und wo möchtest du dich in Zukunft noch verbessern?

Meine Stärke sehe ich normalerweise im Tor, wenn ich mich konzentriere. Taktisch möchte ich mich noch verbessern.

Gab es ein Spiel oder eine Spielsituation, das bzw. die du nie vergessen wirst?

Mein Comeback im Finale des Jerzer Dorfpokals gegen Freddy. Ich lag bis Mitte 2. Halbzeit mit 0:2 hinten. Und dann habe ich noch vier Tore geschossen, zwei davon in der letzten Minute.

Beim Spiel mit der ersten Mannschaft gegen Baden Hotspurs lag ich zur Halbzeit 1:4 gegen Michael Blügel hinten. Zum Schluss stand es 5:4 für mich. Wir haben die Partie 19:13 gewonnen.

Mein erstes Turnierspiel habe ich gegen Alex Beck gespielt und 0:4 verloren.

Wie glaubst du, kann der DTKV mehr Jugendliche für unser Hobby begeistern?

Mehr Aktionen für Kinder und Jugendliche fördern (Ferien-Pass, AGs), weil viele noch nie von Tipp-Kick gehört haben. Das Interesse kommt dann von ganz alleine.

Welchen Tipp würdest du einem Jugendlichen geben, der gerade mit dem Tipp-Kick angefangen hat?

Spaß haben und sich durch Niederlagen nicht entmutigen lassen.

Vervollständige bitte folgenden Satz: Tipp-Kick werde ich in zehn Jahren noch spielen, weil…

… ich noch Spaß habe.

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Tipp-Kicker des Monats September 2016: Mathias Hahnel

Bei der Wahl zum „Tipp-Kicker des Monats September 2016“ wurden genau 50 gültige Stimmen gezählt, bei insgesamt 7 ungültigen Stimmen. Nicht unerwartet konnte sich Mathias Hahnel (1. TKC Kaiserslautern ´86) mit 18 Stimmen gegenüber Henning Horn (SG Karlsruhe/Mayence) mit 13 Stimmen durchsetzen. Herzlichen Glückwunsch, Mathias! Der U18-Spieler Valentin Tenner (spielTrieb Ylipulli Gießen) erreichte mit 10 Stimmen mehr Stimmen als die beiden Spitzenspieler und Führenden Ihrer jeweiligen Einzelwertung Eric Overesch (SG ´94 Hannover; 6 Stimmen) und Christian Kuch (Celtic Berlin; 3 Stimmen) zusammen erzielten.

Unter allen Teilnehmern der Abstimmung wurde ein Materialgutschein für den DTKV-MITGLIEDERSHOP in Höhe von zehn Euro verlost. Die Gewinnerin ist Manuela Winter.

 

Porträt des Siegers:

Mathias Hahnel, Jahrgang 1980, spielte bereits als Jugendlicher einige Jahre, als er 1992 im Rahmen eines Sommerferienprogrammes (Sieger wurde sein Bruder Jochen Hahnel!), den Tipp-Kick-Vereinssport entdeckte. Seit 1992 ist er seinem Verein 1. TKC Kaiserslautern ´86 treu. Viele Jahre standen andere Sportarten wie Tennis im Vordergrund, so dass er nur selten auf Turnieren gesehen wurde. Erst nach einer Sportverletzung vor wenigen Jahren intensivierte er die Tipp-Kick-Leidenschaft. Ihn faszinieren am Tipp-Kick-Spiel insbesondere die notwendige hohe Konzentrations- und Reaktionsfähigkeit sowie die taktischen Prägungen, die nötig sind, um Erfolg zu haben. In den Anfangszeiten seiner TK-Laufbahn war er zudem begeisterter Bastler seiner eigenen Spieler, was heute im Allgemeinen kaum noch gemacht wird. Bei der Frage nach den größten Erfolgen oder Zielen in seinem Tipp-Kick-Leben unterscheidet er gleich die beiden Parallelwelten Mannschaft und Einzelturniere. Der Aufstieg in die Bundesliga und der Klassenerhalt setzt er auf eine Stufe mit dem Gewinn der Westdeutschen Einzelmeisterschaft und seinen Teilnahmen an den Halbfinals der DEM. Angefüttert von diesen Erfolgen sind der Gewinn der Deutschen Meisterschaft, im Einzelbetrieb und mit der Mannschaft, seine Wunschziele. Übrigens sieht er Gallus Frankfurt trotz des klassischen Fehlstartes als Favoriten in der diesjährigen Bundesliga-Saison, betont aber, dass er die Celticer und den eigenen Verein fast auf Augenhöhe mit dem aktuellen Meister sieht. Wenn er etwas in unseren Randsportart bewegen dürfte, wäre es sein größter Wunsch, dass der Tipp-Kick-Verband den e.V.-Status und die Gemeinnützigkeit bekommt. Hier sieht er die Ansatzpunkte, um Tipp-Kick einer breiteren Basis zugänglich zu machen, auch wenn der familiäre Charakter dann dahinschwinden würde. Die Frage, ob er glaubt, dass Tipp-Kick in 50 Jahren noch gespielt wird, beantwortet er mit einem „Ja“, aber nur, wenn die Produktion des Tipp-Kick-Materials nicht eingestellt wird. Der Jugendschwund, die Schnelllebigkeit, die Vergreisung der Tipp-Kick-Szene sieht er dagegen nicht als ausreichend an, dass unsere Randsportart völlig verschwindet.

 

Eine kleine statistische Auswertung der Stimmen ergab:

  • 7 ungültige Stimmen: Ein Teilnehmer stimmte 12 Stunden nach Abstimmungsschluß ab. 4 Teilnehmer stimmten doppelt ab. Da 2 von Ihnen bei Ihrer Wahl unterschiedliche Bewerber wählten, wurden diese Stimmen komplett herausgenommen. Bei den beiden anderen Teilnehmern wurde jeweils nur eine Stimme zugelassen. Ein Teilnehmer gab nur seinen Kose-Vornamen an. Da dieser jedoch bekannt ist wie ein bunter Hund, wurde seine Stimme zugelassen. Auch der Teilnehmer, der sich selbst wählte, wurde natürlich zugelassen.
  • Es wählten nach Regionen: Süden (21 Stimmen), Norden und Westen (je 12 Stimmen), Osten (4 Stimmen). Eine weibliche Teilnehmerin (von insgesamt 2 Teilnehmerinnen) konnte keiner Region zugeordnet werden, beide waren sich aber in ihrer Wahl einig.
  • Der Norden und Süden entschieden die Wahl zugunsten von Mathias Hahnel gegenüber Henning Horn: 4:1 und 9:6 lauteten die direkten Ergebnisse. Valentin Tenner punktete im Norden und im Süden mit je 4 Stimmen. Eric Overesch durfte sich über einige Stimmen aus der geographischen Nachbarschaft freuen, während Christian Kuch mit 50% der Stimmen aus Berlin und 1 Stimme aus dem Westen enttäuschend abschnitt.
  • Ähnlich so viele Wähler wie im Vormonat gab es mit ingesamt 7 aktiven Bundesligasspielern. Hier setzte sich M. Hahnel mit 4 Stimmen gegen seine Mitbewerber durch, die auf je 1 Stimme kamen (Ausnahme C. Kuch mit 0 Stimmen).
  • Um die kleine statistische Auswertung dieser Auswertung auf die Spitze zu treiben: Bei den Wählern, die zwischen Mitternacht und 6 Uhr morgens ihre Stimme abgaben, lag M. Hahnel mit 50% der Stimmen vorne!
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Porträt: 1. TKC Scorpions Kierspe – Die Scorpions-Story

Wir schreiben das Jahr 1984, Weihnachten…Franky, gerade 12 Jahre alt, erhält von seiner Schwester Sylvia das aus heutiger Sicht legendäre Tipp-Kick-Spiel. Dieser Tag würde im späteren Verlauf noch Geschichte schreiben.

Zunächst wollen wir betonen, dass wir sehr gut aufgenommen worden sind, sei es auf Turnieren oder aber auch Testspielen. Man hatte das Gefühl, dass man schon ewig dazugehört, auch wenn es an der Platte nicht immer ganz so lustig war auf Grund von Klatschen. Hervorzuheben ist an dieser Stelle Jens Schüring (Herne), der nicht müde wurde, uns immer und immer wieder zu erinnern, wir sollen doch endlich einen Verein gründen. Das haben wir nun getan. Danke dafür Jens.

Aber was genau macht diesen Sport für uns so interessant?

Back to the Roots:

Jeder Tipp-Kicker kennt sicherlich noch die Anfänge auf dem Küchentisch, Filz aufgeklebt, sitzend, Spieler mit Klumpfuß und runden Bällen. Damals, im Jahre 1985 war ich der 4-jährige „Ballholer“. Das sah dann in etwa so aus, dass Franky saß, und ich- gerade über die Tischplatte sehend- im Stehen gespielt habe. Da Franky schon seinerzeit wie ein Pferd schießen konnte, landeten die Bälle abwechselnd unter dem Tisch oder hinter dem Schrank ,manchmal aber auch leider in meinem Auge.

So ist das, wenn man Klaus Augenthaler, Karl Allgöwer ,Michael Tarnat und Roberto Carlos in einer Person am Ball vereint. Brachiale Gewalt im Schuss, die er noch heute ausübt. Das Ganze uferte dann in familiären Turnieren aus, die bis etwa Ende der 80er Jahre gespielt wurden. Ergebnisse und Tabellen wurden fein säuberlich handschriftlich geführt in gefühlt 5 Ordnern, die aber im Laufe einiger Umzüge abhandengekommen zu sein scheinen.

In diesen Jahren war auch Sylvia bereits aktiv an der Platte und konnte Siege für sich verbuchen. Es ging damals aber in keinster Weise so taktisch zu wie heutzutage, Farbspiel war ein nicht gekannter Schlüssel zum Erfolg.Danach war jahrelang kein Spielbetrieb, bis Sylvia im Oktober 2013 den heimischen Dachboden erklomm. Siehe da, ein altes Tipp-Kick-Spiel. Also wurde wieder der Filz auf den Tisch geklebt, die runden Bälle rausgeholt, und mit Spielern, die gefühlt einen Stiefel anhatten, das Runde ins Eckige gedroschen. Mal bei Franky, mal bei Vito, aber auch immer nur sporadisch. Ohne Sylvia wäre das Spiel wohl heute noch um einige Millimeter mehr verstaubt, und wir wären nicht da, wo wir jetzt stehen. Top Mutter, du hast uns vor einer tippkicklosen Zukunft gerettet 🙂

Irgendwann kam dann der Tag, als Franky einen Glastisch in ein Tipp-Kick-Stadion transformierte. Die Kunststoff-Tore wurden gegen Originale von Mieg getauscht, neue Bälle wurden bestellt, aber die Spieler blieben gleich. So füllten wir 1-2 Mal die Woche diverse Excel-Tabellen, bei Spielzeiten von 1x 2 oder 3 min. Im Sitzen! Auch hier gingen die Spiele jedoch nicht selten mit z.B. 5:5 aus.

Wer hat schon alles in einem Glasstadion gespielt?

Zu dieser Zeit lag Yvonne noch auf der Terrasse und sonnte sich, da sie das Fieber noch nicht gepackt hatte. Irgendwann Anfang 2015 richteten wir ein internes Turnier aus, wo auch Julien (mein Bruder) und Yvonne teilnahmen. Mit Erfolg! Yvonne ist mittlerweile eine feste Größe in unserem Team und ist nicht mehr weit davon weg, insbesondere bei den Frauen ganz oben mitzumischen! Wir drücken die Daumen.

Von da an spielten wir zu viert, Jeder gegen Jeden, wobei jeder 4 Bundesligisten als Mannschaft auswählte und es über 5000 Spiele gab.- (ein Hoch auf Waldhof Mannheim und ähnliche ehemalige Bundesligisten der 80er).

Irgendwann fehlte aber der Reiz und so entschlossen wir, mal im Internet zu schauen, ob es noch andere Verrückte gibt, die diesen Sport betreiben. Und siehe da, es gab Spieler, nein es gab und gibt sogar ein großes Netzwerk an Spielern! Ohne Wenn und Aber hatten wir uns für ein Turnier in Herne im September 2015 angemeldet, das aus sportlicher Sicht für uns zum Vergessen, aus erfahrungstechnischer Sicht jedoch zukunftsweisend war.

Aktuell spielen wir exakt nach den Regeln des DTKVs, die Spielwarensachen wurden getauscht gegen professionelles Equipment, eine Heimspielstätte wird gegen Mitte des Monats fertiggestellt, und ein weiterer Kicker ist in die Reihen der Scorpions eingetreten: Matze! Er passt perfekt in unser Team, ist talentiert und wird uns tatkräftig unterstützen. Mit ihm haben wir eine beidhändige Waffe, die noch für Überraschungen bei den Scorpions gut sein wird. Seine Geschichte beim Tipp-Kick ähnelt der unseren quasi exakt.

Wir sind aktuell ein gemischter Haufen von 33-57 Jahren, der sowohl männlichen als auch weiblichen Spielern eine fußballerische „Heimat“ bietet.

Aktuell bestehen die Scorpions aus folgenden Teammitgliedern: Frank Filipiak, Sylvia Sgobio, Yvonne Dalli, Matthias „Matze“ Degen, Vito-André Filipiak

Der 1. TKC Scorpions Kierspe (v.l.): Vito, Sylvia, Yvonne und Frank

Die erste Saison werden wir nutzen, um erste Erfahrungen im Spielbetrieb zu sammeln. Nadelstiche zu setzen wird auch dazugehören….

Packen wir es an, SCORPIONS!

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Porträt: Borussia 88 TKC Schwerte – Echte Liebe hält ein Leben lang

Seit Jahrzehnten aktiv und nimmer müde: Die Borussia 88 TKC Schwerte. Rundschau-Redakteur Jonathan Weber erinnert sich gerne an seinen ersten Einsatz in der 2. Bundesliga Südwest gegen die Borussia im Alter von 7 Jahren. Das war im Jahr 2002. Noch heute besteht das Team aus den damaligen Aktiven Michael, Marcel und Christopher Sammrei sowie Stephan Müller. Ebenso ist mit Hans Wrobel seit Kurzem auch das letzte Gründungsmitglied wieder aktiv. Auch wenn der Verein mittlerweile in der Regionalliga West spielt, halten die Mitglieder zusammen und stellen nicht unbedingt das Sportliche in den Vordergrund.

 

Die Geschichte

Im Jahre 1988 saßen die beiden Schüler Michael Sammrei und Stephan Müller eines Nachmittags gelangweilt herum, als ihnen ein Artikel über Tipp-Kick-Vereine in der Sport-Bild ins Auge fiel. Daraufhin entschlossen sich die beiden, selbst einen Verein zu gründen. Über die lokale Presse sowie dem Lokalradio Radio Dortmund 87,8 wurden Mitstreiter gesucht und zeitgleich der Verband angeschrieben, um weitere Informationen zu erhalten. Der Aufruf im Lokalradio brachte die beiden Schüler mit Hans Wrobel zusammen, welcher schon seit seiner Jugend Tipp-Kick spielte und auch gerne einen Verein gründen wollte.

Bei der ersten „Vereinsversammlung“ in der Gaststätte „Zur Brücke“ in Schwerte waren dann neben den drei bereits genannten Personen auch noch Michaels Schwester Bianca sowie Stephans Bruder Markus anwesend. An dieser historischen Stelle wurde auch der Vereinsname „Borussia 88 TKC Schwerte“ beschlossen. Kurios ist, dass die Räumlichkeiten wie bei der Dortmunder Borussia auch in Schwerte keine Kneipe mehr sind. Dass an diesem Nachmittag ein Verein gegründet wurde, welcher einmal einer der beiden ältesten Vereine des Tipp-Kick-Westens werden würde, hätte wohl keiner der fünf anwesenden Personen gedacht. In der Anfangsphase konnten zudem Sven Diederichs und Klaus Großmann für den neuen Schwerter Klub gewonnen werden. Noch war man unter sich und bis auf Hans Wrobel hatten alle etwa die gleiche Spielstärke. So war es nicht verwunderlich, dass es in der Vereinsmeisterschaft nur darum ging, Platz 2 hinter Hans Wrobel zu erreichen und möglich knapp gegen den Titelträger zu verlieren.

 

Der Verein heute

Heute trägt der Verein seine Spiele und Turniere nicht mehr in Schwerte, sondern in Holzwickede (Bahnhofstr.70, 59439 Holzwickede) aus. Doch der Stamm des Teams hat sich seit Langem gehalten. Während Hans Wrobel zuletzt eine Pause eingelegt hatte, nahmen die Sammreis mit Stephan Müller in den letzten Jahren weiterhin am Ligaspielbetrieb teil. Ebenso sieht man die Schwerter seit Ende 2015 wieder verstärkt auf Turnieren. Insbesondere Müller findet man jedes Jahr auf den Osterturnieren in Berlin vor, wobei er aufgrund der großen Borussia und seiner Dauerkarte bereits verrückte Anfahrten mit dem Nachtzug hinter sich hatte.

In Schwerte wird der Spaß am Tipp-Kick und das gemütliche Beisammensein großgeschrieben. Nichtsdestotrotz möchten sich die technisch versierten Mitglieder stetig verbessern. Mit Michael Sammrei und Hans Wrobel können zwei Aktive sehr gut in der Regionalliga West mithalten, bei den anderen Akteuren hängt enorm viel von der Tagesform ab. Vielleicht schafft es der Verein ja durch den neuen Ruck, an alte Zeiten in der 2. Bundesliga Südwest anzuknüpfen.

Hinter der Borussia steht Michael Sammrei, bei dem alle Fäden zusammenkommen. Er verwaltet die Homepage sowie die Facebook-Seite und organisiert die Ligateilnahme und die Turniere, wobei er hier tatkräftig von seinem Bruder Marcel unterstützt wird. Eben jener führt auch die Vereinskasse.

 

Ausblick

Den Verein hat der Tipp-Kick-Virus wieder voll erwischt. Die Borussia richtete schon in der Vergangenheit kleine Turniere mit einer Beschränkung auf 16 Teilnehmer aus. Das kommende wird der X-Mas-Cup am 11.12.2016 sein, wobei schon jetzt die Teilnehmergrenze erreicht wurde. Allerdings kann man sich bei einer Anmeldung auf die Warteliste setzen lassen.

Des Weiteren fällt eine aktive Außendarstellung auf Facebook auf: Dort findet man Berichte über Freundschaftsspiele, Ligaergebnisse und Turnierteilnahmen.

Der DTKV wünscht der Borussia weiterhin viel Erfolg und hofft, dass sich in Schwerte weitere Mitstreiter finden, die die „Alten Hasen“ noch weiter pushen.

 

Kontakt

Mehr zur Borussia erfahrt ihr auf der Facebook-Seite und der Homepage.

 

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Porträt: TKC Gevelsberg – mehr als nur Tipp-Kick

Seit 30 Jahren in der Szene dabei und immer noch nicht müde- der TKC 1986 Gevelsberg erlebt gerade so etwas wie seinen zweiten Frühling. Angetrieben von Siggi Gies hat sich der Club zu einem der größten unserer Zunft entwickelt und überzeugt durch eine Vielzahl an Veranstaltungen. Doch in Gevelsberg steht nicht nur der Tipp-Kick-Sport im Vordergrund: Den Leuten liegt ein gesundes Vereinsleben in Kombination mit sozialem Engagement am Herzen. Die Rundschau hat sich mal schlau gemacht, was die Gevelsberger denn so ausmacht und weshalb es dort derzeit so gut läuft.

 

Der Verein

Angefangen hat alles vor 30 Jahren in Wuppertal, wo Siggi Gies den TKC gründete. Heute zählt der Verein 28 aktive und passive Mitglieder, nachdem Mitte der 90er Jahre der Spielbetrieb komplett auf Eis lag. Doch wie der Phönix aus der Asche kamen der TKC sowie viele alte Gesichter zurück. Das Besondere an den Mitgliedern ist, dass sowohl Jung als auch Alt sowie Frau als auch Mann an den Platten stehen. Das jüngste Mitglied ist erst 12 Jahre alt, während Inge Simionie im September ihren 77. (!) Geburtstag feiert. Spielort ist die Blue Moon Arena, ein Tipp-Kick-Tempel, welcher weit über Nordrhein-Westfalen hinaus bekannt ist.

Die Blue Moon Arena, in der schon viele Stunden mit Tipp-Kick verbracht wurden

In Gevelsberg scheint sich ein Familienmodell herumgesprochen zu haben: Während neben Siggis Verlobter Manu Winter auch noch dessen Sohn Sascha Tipp-Kick spielt, unterstreichen die Familien Pulice sowie Mettegang diesen Eindruck. Manu, welche erst durch Siggi zum Tipp-Kick stieß, durfte sich 2015 über den Gewinn der Deutschen Damenmeisterin freuen und geht in diesem Jahr in Kaiserlautern als Titelverteidigerin an den Start.

Der Verein ist heute nicht mehr aus der Profi-Szene wegzudenken. Zahlreiche Turnierveranstaltungen wie zum Beispiel die Ausrichtung der Bundesliga-Playoffs und des DTKV-Pokals 2016 sowie die Deutsche Einzelmeisterschaft 2009 bringt ein jeder Tipp-Kicker mit Gevelsberg in Verbindung. Dabei darf man die früheren Auflagen der Kult Classics sowie den neu initiierten AVU Winter Cup nicht vergessen, der bei seiner ersten Ausspielung mit 61 Teilnehmern sehr gut wahrgenommen wurde.

In der kommenden Saison gehen vier Mannschaften der Gevelsberger in der Regionalliga sowie in der Verbandsliga West an den Start. Während die erste Mannschaft mit Siggi Gies, Manu Winter, André Gräber, Jens Krokowski und Stefan Peukert um den Aufstieg mitspielen will, geht es für die zweite Mannschaft um einen gesicherten Platz im Mittelfeld der Regionalliga. Gespannt darf man auf die dritte Garde sein, die als reine Jugendmannschaft um Trainer Tobias Nickel an den Start geht. Insbesondere Ivan Pulice und Nils Mettegang konnten in der vergangenen Saison und auf Turnieren beweisen, dass hier großes Potenzial vorhanden ist. Die vierte Mannschaft setzt sich aus Neulingen zusammen, welche in der Verbandsliga Spielpraxis sammeln sollen, um sich für Höheres zu empfehlen.

TKC Gevelsberg I: Stefan Peuckert, Manu Winter, Siggi Gies, André Gräber (v.l., es fehlt Jens Krokowski)

 

 

Die Macher


Neben Gründer und Antreiber Siggi Gies übernehmen auch andere Personen Verantwortung beim TKC. Insbesondere Tobias Nickel, der im Alter von 19 Jahren das Amt des 2. Vorsitzenden sowie des Jugendleiter innehat, trägt einen gewaltigen Teil dazu bei. Doch der TKC kann sich auf jedes seiner Mitglieder verlassen: Fast jeder hat eine Funktion im Verein, egal ob als Kassenwart oder Pressereferent- die Gevelsberger zeichnen sich durch ein starkes Kollektiv aus.

Übernimmt früh Verantwortung: Tobias Nickel

Auffallend ist vor allem, dass der Verein eine aktive Außendarstellung betreibt. Sowohl in der Regionalpresse als auch auf der Facebook-Seite des Clubs wird regelmäßig über die Clubentwicklung berichtet. Hier ist der TKC einer der führenden Vereine im Tipp-Kick Bereich, wo sich manch ein Verein sicher etwas abschauen kann.

 

Aktionen

Der TKC betriebt ein aktives Vereinsleben. Neben dem gemeinsamen Public Viewing während der Fußball EM findet das Training bis zu zweimal pro Woche statt. Des Weiteren organisiert der Club viele Freundschaftsspiele wie zum Beispiel gegen Herne, Dortmund, Schwerte oder den neugegründeten TKC Weiß Weiß Steinbeck.

Außerdem ist die Jugendarbeit ein integraler Bestandteil des Vereinslebens. Schon seit vielen Jahren bringt die Talentschmiede einige vielversprechende Talent hervor. In der kommenden Saison geht die dritte Mannschaft an den Start, wobei die Akteure allesamt unter 20 sind. Nicht verwunderlich war es auch, dass bei der Deutschen Einzelmeisterschaft 2009 im U-18 Bereich mit 35 Teilnehmern ein Rekord aufgestellt wurde.

Doch auch dem sozialen Engagement widmet man sich in Gevelsberg. Durch die Kooperation mit der AVU ENergie, dem Energiedienstleister und Wasserversorger in der Region, konnte Tipp-Kick als anerkannter Sport in der Region verbreitet werden. Beim AVU-Tipp-Kick-Turnier mit Regionalpolitikern konnten Spenden in Höhe von 30.400 € für Demenzorganisationen erspielt werden.

Im November 2015 wurden die Gevelsberger Kult Classics in das Internationale Sport- und Kulturfest eingebunden, sodass auch die teilnehmenden Profis erfahren konnten, wie sehr sich die Gevelsberger auch außerhalb unseres Sports engagieren. Weitere soziale Einrichtungen stehen schon Schlange, um ein Event mit den Gevelsbergern durchführen zu dürfen.

 

Ausblick

Den nun eingeschlagenen Weg will man in Gevelsberg weitergehen. Insbesondere durch strategische Kooperationen hat sich der TKC gut in seiner Region positioniert und sich einen Namen gemacht. Doch auch im DTKV will der Verein in Zukunft nicht nachlassen: Am 29.01.17 findet der 2. AVU Winter Cup statt.

Der TKC Gevelsberg ist eine positive Erscheinung im Profibereich und der DTKV wünscht weiterhin viel Erfolg. Solche Vereine braucht nicht nur der DTKV, sondern auch eine jede Stadt dürfte sich über so ein Engagement freuen.

Weitere Informationen zum TKC 1986 Gevelsberg erhaltet ihr auf deren Homepage bzw. über die Facebook-Seite

 

Fotos: TKC Gevelsberg