1. Norddeutsche Amateurmeisterschaft: 8 Teilnehmer und viel Spaß!

Nach langer Zeit gab es mal wieder ein Tipp-Kick-Turnier für Amateure. Doch was ist ein Tipp-Kick-Amateur überhaupt, sind wir nicht alle Amateure? Nein, sagen die Delligser Ausrichter ganz klar, für uns sind Amateure Tipp-Kick-Interessierte, die nicht in der Rangliste gelistet sind und nicht in einer Mannschaft eines Vereines spielen.

Und so fanden sich dann am Samstag mittag 8 Amateure ein, bereit das Abenteuer Tipp-Kick zu starten. Zwei Damen, Jana und Sina, sowie die männlichen Pendants Fabian, Maik, Mark, Markus, Raphael und René. Und der letztgenannte, er war der Star: René war extra aus Tschechien angereist. Ein Exot oder ein Unikum? Ein Porträt, weiter unten, wird ihn uns vorstellen.

René (rechts) reiste bereits am Vortag an und trainierte unermüdlich

Begleitet wurden die Neulinge vom Tipp-Kick-Guru höchstpersönlich: Bernd Weber aus Aalen erklärte unermüdlich die Regeln, zeigte immer wieder mögliche Schußtechniken und notierte die Ergebnisse.

 

Die Gruppenphase

Die 8 Amateure spielten ein Miniturnier in 2 Vierergruppen an 2 Platten und es ging gleich spannend los: Jana siegte knapp mit 1:0 gegen Fabian, und René aus Tschechien verlor gegen den Youngster Raphael aus Drispenstedt mit 3:7. Ja, im Drispenstedter Tipp-Kick-Verein werden die Talente vorzüglich gefördert. Es folgten knappe Ergebnisse, Unentschieden und ganz deutliche Klatschen. Wie im echten Leben eines Tipp-Kick-Profis… Doch das Entscheidende war der Spaß und den spürte man bei allen Teilnehmern. Und auch den Ehrgeiz, gewinnen wollte jede und jeder. Der Tipp-Kick-Virus streckte seine ersten Fühler aus…

6 Spiele pro Gruppe und dann musste gerechnet werden: In Gruppe „A“ hatten Jana, Maik und Mark 4:2 Punkte und der Dreier-Vergleich musste über den Halbfinaleinzug entscheiden. Es traf Jana, die unglücklicherweise nach zwei Siegen ein Spiel zu hoch verloren hatte. Schade!

In der Gruppe „B“ war es dagegen nicht so kompliziert: Markus setzte sich mit 5:1 Punkten gegenüber Raphael (4:2 Pkte.) durch. Der weitgereiste René kam nach zwei Unentschieden und einer Niederlage immerhin auf Platz 3.

Bei aller Konkurrenz stand dennoch der Spaß im Vordergrund: Bei schwierigen Entscheidungen halfen sich die Teilnehmer gegenseitig

 

Das Halbfinale

Maik gegen Raphael sowie Mark gegen Markus. Raphael war nun wach, die Nervösität war wie weggeblasen und er spielte seinen Gegner mit 7:4 fast an die Wand. Mark als Zweiter der „Gruppe A“ gewann mit 3:2 sehr knapp gegen Markus, der die „Gruppe B“ noch beherrscht hatte. So läuft das im Tipp-Kick, es gewinnt bei K.O.-Spielen nicht immer der Bessere!

 

Das Spiel um Platz 3

Das Spiel Maik gegen Markus endete 5:4, es wogte hin und her und die Zuschauer bestaunten viele schöne Tore.

 

Das Finale

Raphael gegen Mark lautete das Finale. Es war spannend, es war dramatisch. Die Zuschauer drückten die Daumen, doch es nützte (noch) nichts, denn das Spiel endete unentschieden. So musste die Verlängerung her. Dann der Jubel, fast Tränen der Freude, der Youngster aus Drispenstedt gewann mit 4:3 n.V. Glückwunsch, Raphael!

Nach dem großen Erfolg freuten sich die Teilnehmer über tolle Preise! Der Sieger Raphael (2. v. l.) erhielt einen Tipp-Kick Cup von der Firma Mieg

 

Ein großes Dankeschön an Bernd Weber, der diese Norddeutsche Amateurmeisterschaft von der ersten Minute an begleitete, aber auch der Firma Mieg, die die vielen Sachpreise sponsorte! Eine Ausweitung auf eine Turnierserie ist bereits geplant!

 

 

Porträt: René Chytrý

René Chytrý, 46 Jahre alt, stammt aus Nymburk, einer Kleinstadt in Mittelböhmen und – man glaubt es kaum – die an der Elbe liegt. Die erste Frage, wie es kommt, dass sich Tipp-Kick bis 50 km östlich von Prag „verirrt“ haben kann, beantwortet der sympathische und fast perfekt deutsch sprechende Tipp-Kick-Amateur mit einem Lächeln: Er sei in den 70er Jahren aus politischen Gründen nach Deutschland gekommen. Dort hätte er dann das Tipp-Kick-Spiel kennengelernt. Heute ist er selbstständig und pendelt beruflich zwischen Deutschland und Tschechien. Er bringt Möbel zur Restauration nach Tschechien. Bei einer Haushaltsauflösung fand er ein altes Tipp-Kick-Spiel und das Feuer war wieder entfacht. Aber er betont, dass er kein Exot in Tschechien sei: es gäbe etwa 20 Tipp-Kick-Interessierte in Tschechien. Auf Facebook finden sich diese unter den Begriffen „TippKick Bohumín“ und er selbst unter „Tipp Kick Nymburk“. So soll am 20. Mai ein erstes großes Tipp-Kick-Turnier in Olmütz stattfinden. Das sind mal lockere 600 km und 7 Stunden Fahrt von Berlin in südsüdöstliche Richtung.

Rene versucht, Tipp-Kick in Tschechien zu etablieren!

Spannender ist die Frage: wie hat René das Tipp-Kick-Spielen erlernt? Die Regeln und alles andere? Auch hier folgt eine Überraschung: die Spieler kaufen sich die tschechischen Tipp-Kick-Freunde bei ebay. Den Regel-Beipackzettel von Mieg hat einer von Ihnen auf tschechisch übersetzt und bildete die erste Grundlage. Das weitere Knowhow wird youtube entnommen. René und seine  tipp-kick-begeisterten Freunde haben sich einfach alle dort eingestellten Filme angesehen und die Regeln mehr oder weniger adaptiert. Also, DTKV, professionelle Filme produzieren und einstellen! Vom Turnier in Delligsen war René tief beeindruckt. Viele neue Erkenntnisse und Tipp-Kick-Freundschaften wird er mit nach Hause nehmen! Na shledanou, René!

Stolz präsentiert René seine Mannschaft!

 

Bilder: André Bialk

Talentschmiede: Ivan Pulice

Bei der Suche nach dem aktuell größten Tipp-Kick-Talent im Westen Deutschlands wird man beim TKC 1986 Gevelsberg fündig. Dort kickt nämlich der 16-jährige Ivan Pulice in der zweiten Mannschaft, einer reinen Jugendmannschaft.

Im Jahre 2007 kam der Jugendliche durch seinen Vater Roberto, der schon lange Tipp-Kick aktiv betreibt, zum TKC Gevelsberg. Dort spielt er in der zweiten Mannschaft, auch wenn er im letzten Jahr auf Einzelturnieren die besten Leistungen seines Vereins ablieferte. Bei der U18 DEM im vergangen Jahr musste er sich Daniel Bialk erst in der Verlängerung geschlagen geben, nachdem er sich nach einem zwischenzeitlichen Rückstand wieder ins Spiel zurückgekämpft hatte. Außerdem belegte er beim 2. Herner Ruhrpott-Cup einen starken 8. Platz, wobei bis zum letzten Spiel in der Endrunde noch der Finaleinzug möglich gewesen wäre.

Spannung bis zum Schluss bei der U18 DEM: Ivan (l.) gegen Daniel

Ivan zeichnet sich vor allem durch seine Kampfstärke aus. Selbst bei Rückständen wie im Finale der U18 DEM oder in knappen Situation bleibt er cool. Dadurch kann er wichtige Punkte für sich und seine Mannschaft erspielen. Im familiären Umfeld in Gevelsberg fühlt er sich sehr wohl und wird dort durch eine große Anzahl an Gegnern gefördert. Durch das Training und die Turnierteilnahmen feilt Ivan ständig an seinem Spielstil, um immer besser zu werden.

 

Steckbrief

Name: Ivan Pulice

Alter bzw. Geburtsdatum: 16 Jahre / 04.04.2000

Beim Tipp-Kick seit: 2007

Bisherige Vereine: TKC Gevelsberg

Lieblingsschuss: Innendreher

Erfolge: Vize-Vereinsmeister, 2. Platz bei der U18 DEM, 7.Cult Classics 2015, Zahlreiche „Bester U-18“-Titel

Vorbild: Mein Vater Roberto, Siggi Gies

Andere Hobbies: Freunde treffen

Lieblingsmusik: Ich höre eigentlich alles, Hauptsache das Lied gefällt mir.

Ivan (Mitte) bei der Siegerehrung der U18 DEM 2016

 

Fragebogen

Wie bist du eigentlich zum Tipp-Kick gekommen?
Mein Vater spielte es und ich wollte es auch mal ausprobieren.

Wie und wie oft trainierst du?
Eigentlich jeden Dienstag.

Beschreibe doch mal bitte, was dich an Tipp-Kick so sehr fasziniert.
Was mich am meisten daran fasziniert, ist, dass man seinen eigenen Spielstil entwickeln kann und dass man es weit bringen kann, wenn man sich stark genug anstrengt und man immer wieder die Herausforderung bekommt, gegen Stärkere zu spielen und man sogar bei einer Niederlage viel lernen kann.

Du hast Anfang Oktober das Finale der Deutschen U18 Meisterschaft nach der Verlängerung verloren. Warst du sehr enttäuscht darüber?
Enttäuscht war ich eigentlich nicht, ich fand es wenn überhaupt nur schade. Ich war sehr froh, dass ich es so weit gebracht habe. Und es war auch sehr knapp, von daher bin ich eigentlich sehr zufrieden, weil mein Gegner auch ein sehr guter Spieler war.

Du teilst dein Hobby mit deinem Papa Roberto. Was hast du dir alles von ihm abgeschaut?
Anfangs habe ich mir alles bei ihm abgeschaut. Doch ich finde, wenn lange genug dabei ist, entwickelt man sein eigenes Spiel. Aber am Anfang hat mir mein Vater sehr geholfen.

Von welchen Tipp-Kickern außerdem deinem Papa hast du viel gelernt?
Ich habe angefangen auf Turnieren zu spielen, da wurde mir schon sehr viel gezeigt, aber unter anderem hat mir Siggi Gies viel gezeigt.

„Bei Turnieren lernt man am meisten!“ versichert das Talent.

In deinem Verein, dem TKC 1986 Gevelsberg, läuft es bei der Jugendarbeit sehr gut! Beschreib doch mal bitte, wie bei euch das Vereinsleben ausschaut.
Die Atmosphäre im Verein ist sehr gut, wir machen auch vieles privat. Beim Training wird sich auch nicht nur auf Tipp-Kick konzentriert, sondern auch einfach unterhalten. Manchmal kommt es mir auch so vor, als würden sich Freunde treffen, die einfach zusammen Zeit verbringen. Ich würde sagen, wir sind wie eine große Familie.

Wie kann der DTKV mehr Jugendliche für unser Hobby begeistern?
Ich weiß nicht genau. Ich glaube, man muss es für sich selber finden, weil die meisten meiner Freunde können es sich nicht wirklich vorstellen, wie das ist, egal wie oft ich es ihnen gezeigt habe.

Welchen Tipp würdest du einem Jugendlichen geben, der gerade mit dem Tipp-Kick angefangen hat?
Wenn es ihm wirklich Spaß macht, sollte er immer versuchen am Ball zu bleiben und versuchen so viele Turniere zu spielen, weil das das beste Training ist, weil man bei Turnieren am besten seinen Spielstil entwickeln kann.

Vervollständige bitte folgenden Satz: Tipp-Kick werde ich in zwanzig Jahren noch spielen, weil…
es immer kreativer wird und es nie das gleiche Spiel bleibt, man immer was Neues versuchen kann und die anderen Vereine sich auch weiterentwickeln und man immer eine Herausforderung oder einen Ansporn hat.

 

Talentschmiede: Florian Stähle

Sein Brett ist deutschlandweit bereits gefürchtet wie das des großen Normann Koch. Doch Florian Stähle vom TKC 71 Hirschlanden hat noch mehr auf dem Kasten: Nicht umsonst steht der 16-Jährige auf Platz 18 der DTKV Turnierrangliste. Außerdem überzeugte er uns beim 2. Römer Cup im vergangenen Jahr, welchen er bravourös gewann!

Flo fing 2012 gemeinsam mit seinem Papa Frank mit dem Tipp-Kick an. Während dieser mittlerweile eher selten am externen Spielbetrieb teilnimmt, lässt sich der Sohnemann kaum ein Turnier entgehen. Von den großen Turnieren verpasste er 2016 nur die Westdeutsche Einzelmeisterschaft. Beim Tourfinale setzte er sich gegen namhafte Konkurrenz durch und qualifizierte sich für die Play-Offs. Dort musste er sich erst seinem Vereinskameraden Artur Merke geschlagen geben. Natürlich profitiert er vom hohen Niveau beim Training in Hirschlanden, allerdings bedarf es großer Klasse und Geduld, sich anfangs von Niederlagen nicht unterkriegen zu lassen.

Florian (l.) spielt trotz seines Alters bereits beim Konzert der Großen mit.

Neben seiner großen Stärke, dem Brett, verfügt Florian über ein breites Repertoire in der Offensive. In jeder Spielsituation ist er in der Lage, einen gefährlichen Ball aufs gegnerische Tor zu bringen. Außerdem verfällt der junge Schwabe gerne in einen Spielrausch, in dem er nur schwer zu stoppen ist. In diesem Fall fegt er wie ein Wirbelwind über die Platte und lässt dem Gegner nicht den Hauch einer Chance, zumal sein Torwart kaum überwindbar scheint.

Weitere Stärken Florians sind seine Spielübersicht und sein Spielverständnis. Man glaubt nicht, dass ein Jugendlicher an der Platte steht, wenn man ihn beobachtet, denn er gibt sich bereits unheimlich routiniert. Nichtsdestotrotz hebt er nicht ab, sondern sucht vielmehr nach Möglichkeiten, sein Spiel weiter zu verbessern. Gerade wegen dieser Einstellung wird uns Florian im kommenden Jahr noch mehr Spaß bereiten und die Arrivierten weiter aufmischen.

Flo im Duell mit Max Daub, einem seiner Vorbilder.

 

Steckbrief

Name: Florian Stähle

Alter bzw. Geburtsdatum: 16; 12.05.2000

Beim Tipp-Kick seit: 2012

Bisherige Vereine: TKC 71 Hirschlanden

Lieblingsschuss:

Erfolge: Zweiter bei der U-18 DEM 2015; Erster im 2.Römercup 2016

Vorbild: Meine Trainer

Andere Hobbies: Fußball, Akkordeon

Lieblingsmusik: alles

Lieblingsessen: Gibt’s nicht!

Bei ihm stapeln sich die Pokale bereits!

 

Fragebogen

Wie bist du eigentlich zum Tipp-Kick gekommen?
Über`s Fernsehen durch einen Bericht vom TKC 71 Hirschlanden.

Wie und wie oft trainierst du?
Früher: 2 mal pro Woche. Heute: alle 2 Wochen im Training und zusätzlich bis zu 1-2 mal die Woche.

Du hast im Mai den 2. Römer-Cup in Frankfurt gewonnen und beim Tourfinale die Endrunde erreicht. Welche Ziele möchtest du langfristig erreichen?
Soweit zu kommen wie möglich in den Turnieren, also Vorschlussrunde oder Endrunde setze ich mir als Ziel bei den Turnieren. Außerdem möchte ich einmal die Hall of Fame erreichen.

 Von welchen Tipp-Kickern hast du am meisten gelernt? Gibt es für dich auch ein Vorbild?
Max Daub und Beni Buza.

 Wo siehst du deine Stärken und wo möchtest du dich in Zukunft noch verbessern?
Stärke: Offensive. Verbessern möchte ich und muss ich mich noch in allen Bereichen.

Hast du einen Lieblingsgegner? Gibt es auch jemanden, gegen den du sehr ungern spielst?
Beides mein Vater 🙂  Wenn es um etwas geht, z.B. im Training eher ungern, sonst gerne.

 Wie glaubst du, kann der DTKV mehr Jugendliche für unser Hobby begeistern?
Schwierig… übers Fernsehen, aber das ist nahe zu unmöglich. Oder über ein Kooperationen zwischen Schulen und Vereinen (Werbung in der Grundschule).

 Welchen Tipp würdest du einem Jugendlichen geben, der gerade mit dem Tipp-Kick angefangen hat?
Besuche das Training des Vereins in deiner Nähe und gib nicht auf, wenn etwas nicht gleich funktioniert.

 Vervollständige bitte folgenden Satz: Tipp-Kick werde ich in zehn Jahren noch spielen, weil…
ich die Herausforderung und die Vielseitigkeit bei der Sportart liebe.

 

Talentschmiede: Daniel Bialk

Talent, Jugend und eine gesunde Portion Ehrgeiz sind wichtige Zutaten für eine aussichtsreiche Tipp-Kick-Karriere. Diese Attribute treffen auf Daniel Bialk aus Falkensee zu. Daniel nimmt seit 3 Jahren aktiv am DTKV Spielbetrieb teil und kann trotz dieser kurzen Zeit beachtliche Erfolge aufweisen: Bereits zweimal durfte er beim Tourfinale teilnehmen, beim Latscho-Cup erreichte er das Finale und überdies ist er amtierender Deutscher U18-Meister.

Der Teenager kam durch seinen Papa André zum professionellen Tipp-Kick. Dieser war bereits früher aktiv und kennt daher die Szene bestens. Von dieser Erfahrung hat Daniel von Anfang an enorm profitiert. Doch nicht nur das: Das Vater-Sohn-Gespann bereist gemeinsam ganz Tipp-Kick-Deutschland und pflegt ein sehr gutes Verhältnis, denn lange Touren schweißen bekanntlich zusammen. Es ist schön zu sehen, dass die Leidenschaft für Tipp-Kick über Generationen hinweg zu vermitteln ist!

Daniel und André Bialk: Ein starkes Team!

Für sein Alter verfügt Daniel über eine überdurchschnittliche Verteidigung. Vor allem durch die geschickte Positionierung von Abwehrkicker und Torwart macht er es seinen Gegnern schwer, einen Treffer zu erzielen. Doch auch wenn er sich mal nicht auf sein Bollwerk verlassen kann, ist Daniel sehr gefährlich, denn er zeichnet sich an der Platte durch einen großen Kampfgeist aus. Selbst einen Rückstand von mehreren Toren vermag der Liebhaber schwäbischer Maultaschen noch aufzuholen. Er hat bereits früh verstanden, dass im Tipp-Kick alles möglich ist und man niemals aufgeben darf. Außerdem merkt man ihm an, dass er das Spiel taktisch verstanden hat und damit auch nominell stärkere Gegner schlagen kann.

Auf seine starke Verteidigung kann sich Daniel verlassen!

Bleibt Daniel am Ball, steht ihm eine große Zukunft im Tipp-Kick-Bereich bevor. In knappen Spielen kann sein Kampfgeist entscheidend über Sieg und Niederlage sein. Außerdem gewinnt man bekanntlich Titel durch eine solide Abwehr. Wenn die Leistungskurve weiterhin so geradlinig nach oben verläuft, wird er in wenigen Jahren die Tipp-Kick-Elite aufmischen.

 

Steckbrief

Name: Daniel Bialk

Alter: 16 Jahre

Beim Tipp-Kick seit: 2013

Bisherige Vereine: Spandauer Filzteufel, Drispenstedt

Lieblingsschuss: Heber bei kurzer Deckung

Erfolge: U18-Meister, 2-facher Teilnehmer Tourfinale, 2. Platz Latscho-Cup

Vorbilder: spielerisch Christian Kuch, menschlich Dirk Kandziora, Martin Leinz und Siddharta Poppat

Andere Hobbys: Fußball

Lieblingsmusik: von Alan Walker „Fade“

Lieblingsessen: Schwäbische Maultaschen

Daniel und eines seiner Vorbilder: Martin Leinz.

 

Fragebogen

Wie bist du eigentlich zum Tipp-Kick gekommen?
Durch meinen Vater, dessen Tipp-Kick-Platte jahrelang im Keller unbenutzt stand.

Wie und wie oft trainierst du?
Bei Celtic, gelegentlich bei den Filzteufeln oder in Wolfsburg, am häufigsten mit meinem Vater abends im Keller.

Beschreibe doch mal bitte, was dich an Tipp-Kick so sehr reizt.
Ich kann es nicht beschreiben, Tipp-Kick ist einfach ein geiles Spiel. Jedes Mal andere Situationen an der Platte, die Leute zu treffen, aber auch die langen Autofahrten mit meinem Vater.

Du hast Anfang Oktober die Deutsche U18 Meisterschaft gewonnen. Was bedeutet dieser Titel für dich und wie fühlt es sich für dich an, Deutscher Meister zu sein?
Es war mein erster offizieller Titel und ich bin stolz darauf. Doch leider war mein Hauptkonkurrent um diesen Titel nicht mit dabei. Es gibt zu wenig U18-Spieler, daher sind für mich das Erreichen von Endrunden oder des Tourfinales größere Ziele.

Du teilst dein Hobby mit deinem Papa André.  Was hast du dir alles von ihm abgeschaut?
Den Kampfgeist bis zur letzten Sekunde und mich nicht unterbuttern zu lassen. Spielerisch unterscheiden wir uns jedoch völlig, in Bezug auf Erfahrung liegt er aber noch deutlich vorne.

Von welchen Tipp-Kickern außer deinem Papa hast du viel gelernt?
Ich habe einige Tipp-Kicker schon angesprochen und gefragt, wie diese den oder jenen Schuss machen. Und alle haben sich die Zeit genommen, es mir in Ruhe zu erklären. Das rechne ich Alexander Beck, Fabio de Nicolo und Jonathan Weber hoch an.

Wo siehst du deine Stärken und wo möchtest du dich in Zukunft noch verbessern?
Meine Stärken liegen in meiner Ruhe und in der Abwehr. Im Sturmspiel habe ich noch deutlichen Verbesserungsbedarf.

Hast du Lieblingsgegner? Gibt es auch jemanden, gegen den du sehr ungern spielst?
Einen Lieblingsgegner gibt es nicht. Natürlich gibt es auch Spieler, gegen die ich häufig verliere und gegen die ich (noch) kein Mittel finde.

Wie bewertest du die Anzahl der Jugendlichen und Kinder im professionellen Tipp-Kick und wie schätzt du die aktuelle Leistungsdichte ein?
Leider gibt es viel zu wenige Jugendliche im Tipp-Kick. Richtig gut sind von diesen Jugendlichen auch nur eine Handvoll Spieler. So muss man sich dann eben mit den Erwachsenen messen.

Wie glaubst du, kann der DTKV mehr Jugendliche für unser Hobby begeistern?
Im meinem Umfeld kennt keiner Tipp-Kick. Daher muss das Spiel bekannter werden. Z.B. durch Ferienpassaktionen in ganz Deutschland, Werbefilme im Internet oder vielleicht auch im Fernsehen.

Welchen Tipp würdest du einem Jugendlichen geben, der gerade mit dem Tipp-Kick angefangen hat?
Niemals aufgeben, immer weiterspielen. Aus Niederlagen lernen. Bei den guten Spielern zuschauen und aus deren Spiel lernen.

Vervollständige bitte folgenden Satz: Tipp-Kick werde ich in zehn Jahren noch spielen, weil…
ich noch verschiedene Titel gewinnen möchte.

Daniel ist der amtierende deutsche Jugendmeister im Tipp-Kick!

 

Talentschmiede: Valentin Tenner

Er ist einer der Newcomer des Jahres in der Tipp-Kick Szene: Valentin Tenner von Ylipulli Gießen. Bei mehreren Turnieren stellte er unter Beweis, welch großes Talent in ihm steckt und wie abgeklärt er im Alter von 14 Jahren bereits ist. Neben einem 5. Platz bei der 5. Berlin Open überraschte er alle mit seinem Erfolg beim 2. Jerzer Dorfpokal, bei dem er sich gegen namhafte Konkurrenz durchsetzte. Deshalb hat die Rundschau-Redaktion Valentin im Rahmen der neuen Rubrik „Talentschmiede“ interviewt und unter die Lupe genommen. In Zukunft werden hier junge Talente und Senkrechtstarter porträtiert.

Valentin spielt seit frühester Kindheit Tipp-Kick. Gemeinsam mit seinem Vater Christoph Jilo begann er in Zusammenhang mit der Gründung des Vereins in Gießen seine Laufbahn- ein Glücksfall für alle Seiten wie sich herausstellen sollte. Während Valentin behutsam durch seinen Vater und Routiniers wie Christian Schäl und Jens Jepp geformt wird, wird der Verein in den kommenden Jahren vom enormen Potenzial des Talents profitieren. Schon in der laufenden Saison könnten die Hessen aus der Regionalliga Süd in die 2. Bundesliga Südwest aufsteigen, was ganz eng mit der sportlichen Entwicklung Valentins zusammenhängt.

Valentin nach seinem ersten Turniersieg beim Jerzer Dorfpokal

Valentin nach seinem ersten Turniersieg beim Jerzer Dorfpokal

Es gibt wohl kaum einen Spieler, der in diesem Alter bereits so komplett ist wie Valentin: Stark in der Defensive, technisch versiert im Sturm und gesegnet mit einer hohen Spielintelligenz. Bleibt er am Ball, wird er in die Spitzengruppe der deutschen Tipp-Kicker vorstoßen. Beachtlich ist auch, wie abgeklärt er als Schiedsrichter fungiert und auch neben der Platte auf sehr hohem Niveau beim Tipp-Kick-Fachsimpeln teilnimmt und Tipps und Tricks aufsaugt.

Wie andere Kinder, die mit dem Tipp-Kick angefangen haben, musste auch Valentin anfangs Niederlagen hinnehmen, doch durch diese ließ er sich nie unterkriegen. Man solle Spaß am Spiel haben und sich von Niederlagen nicht unterkriegen lassen, sondern vielmehr von ihnen lernen. Bleibt zu hoffen, dass Valentin der Spaß am Tipp-Kick nicht vergeht und er uns in den kommenden Jahren weiterhin mit seiner Art Spiele zu spielen entzücken wird.

Auch beim Fachsimpeln ein gefragter Gesprächspartner: Valentin kann mit jedem im DTKV!

Auch beim Fachsimpeln ein gefragter Gesprächspartner: Valentin kann mit jedem im DTKV!

 

Steckbrief

Name:
Valentin Tenner

Alter und Geburtsdatum:
14 Jahre, 3.1.2002

Beim Tipp-Kick seit:
Mit 6 Jahren angefangen, mit Papa zu spielen, seit 2009 bei Ylipulli Gießen – also seit der Gründung des Vereins

Bisherige Vereine:
Ylipulli Gießen

Lieblingsschuss:
Von hinten links Außenrist-Dreher

Erfolge:
U18-Pokale bei verschiedenen Turnieren, Lucky-Loser-Cup Berlin 2014, 3. Platz Viertelfinale Berlin Open 2015, 3. Platz beim Latscho-Cup Düsseldorf 2016, Jerzer Dorfpokal 2016, Teilnahme am Tourfinale 2016

Vorbild:
In der Defensive Alex Beck, im taktischen Bereich Marcus Socha

Andere Hobbies:
Fußball, Geige, Lesen

Lieblingsmusik:
Charts

Lieblingsessen:
Burger

Valentin in Action gegen Patrick Malessa (Celtic Berlin)

Valentin in Action gegen Patrick Malessa (Celtic Berlin)

 

Fragebogen

Wie bist du eigentlich zum Tipp-Kick gekommen?
Papa.

Wie und wie oft trainierst du?
Ich spiele mehrmals in der Woche mit Papa.

Du konntest auf den letzten Turnieren enorm überzeugen und sogar den 2. Jerzer Dorfpokal gewinnen. Wie gehst du damit um, schon in deinem Alter so viel Erfolg zu haben?
Ich freue mich natürlich, wenn ich gewinne. Ich habe einfach Spaß am Spiel.

Du teilst dein Hobby mit deinem Papa Christoph. Was hast du dir alles von ihm abgeschaut und gibt es etwas, das du ihm beibringen musstest?
Am Anfang hat er mir die Grundlagen beigebracht: wie man Farbe legt, wie man dreht, wie man die Abwehr stellt usw. Inzwischen geben wir uns gegenseitig Tipps und tauschen uns über unsere Spiele aus.

Du spielst bei deinem Verein in der ersten Mannschaft. Was sind deine Ziele im Team und im Einzel für das kommende Jahr?
Mit der Mannschaft versuchen wir, in die 2. Liga aufzusteigen. Für mich selber will ich Spaß haben und weiter spielen.

Wo siehst du deine Stärken und wo möchtest du dich in Zukunft noch verbessern?
Meine Stärke sehe ich normalerweise im Tor, wenn ich mich konzentriere. Taktisch möchte ich mich noch verbessern.

Gab es ein Spiel oder eine Spielsituation, das bzw. die du nie vergessen wirst?
Mein Comeback im Finale des Jerzer Dorfpokals gegen Freddy. Ich lag bis Mitte 2. Halbzeit mit 0:2 hinten. Und dann habe ich noch vier Tore geschossen, zwei davon in der letzten Minute.
Beim Spiel mit der ersten Mannschaft gegen Baden Hotspurs lag ich zur Halbzeit 1:4 gegen Michael Blügel hinten. Zum Schluss stand es 5:4 für mich. Wir haben die Partie 19:13 gewonnen.
Mein erstes Turnierspiel habe ich gegen Alex Beck gespielt und 0:4 verloren.

Wie glaubst du, kann der DTKV mehr Jugendliche für unser Hobby begeistern?
Mehr Aktionen für Kinder und Jugendliche fördern (Ferien-Pass, AGs), weil viele noch nie von Tipp-Kick gehört haben. Das Interesse kommt dann von ganz alleine.

Welchen Tipp würdest du einem Jugendlichen geben, der gerade mit dem Tipp-Kick angefangen hat?
Spaß haben und sich durch Niederlagen nicht entmutigen lassen.

Vervollständige bitte folgenden Satz: Tipp-Kick werde ich in zehn Jahren noch spielen, weil…
… ich noch Spaß habe.

Wer wird Deutscher U18-Meister 2016?

Laut Zeitplan des Veranstalters wird der U18-Titel am Sonntag ab 13 Uhr ausgespielt. Bisher haben sich 13 U18-Spieler, darunter 2 weibliche Spielerinnen, angemeldet (Stand: 27.9.). Eine Reihe von Spielern haben das spielerische Vermögen, am kommenden Wochenende den großen Wurf zu landen und den begehrten Jugendtitel zu holen. Wir stellen euch die Favoriten und die Außenseiter vor.

Die Favoriten:

Florian Stähle (TKC 71 Hirschlanden)
Florian steht unangefochten auf Platz 1 der U18-Rangliste. Regelmäßiges und starkes Training in Hirschlanden, beeindruckende Turnierauftritte (Turniergewinn in Frankfurt, Platz 12 bei der ODEM) katapultieren ihn zum großen Favoriten auf den U18-Titel. Unser Tipp: Finalteilnahme

Wird der amtierende Vizemeister Florian Stähle dieses Mal zuschlagen?

Wird der amtierende Vizemeister Florian Stähle dieses Mal zuschlagen?

Valentin Tenner (spielTrieb Ylipulli Gießen)
Valentin, der Youngster aus Gießen, konnte als einziger U18-Spieler in die Playoffs der 38. Westdeutschen Meisterschaft einziehen und am Ende Platz 13 feiern. Stetes Training in seinem Heimatverein und fulminante Turnierauftritte lassen ihn zum großen Mitfavoriten auf den U18-Titel werden. Unser Tipp: Finalteilnahme

Daniel Bialk (vereinslos)
Daniels Entwicklung stagniert seit einem halben Jahr. Von Platz 1 in der U18-Rangliste auf Platz 3 zurückgefallen, beklagt der Newcomer des letzten Jahres (Platz 17 beim Tourfinale, Finalteilnehmer beim Latscho-Cup) fehlendes Training und Mannschaftsspiele. Er könnte das Zünglein an der Waage für die eventuellen Finalteilnehmer sein. Unser Tipp: Platz 5-8

Jung und erfolgreich: Daniel Bialk (l.) und Valentin Tenner (r.)

Jung und erfolgreich: Daniel Bialk (l.) und Valentin Tenner (r.)

Luc Kaouane (SG ’94 Hannover)
Luc wird von seinen Konkurrenten regelmäßig als Mitfavorit genannt. In der U18-Rangliste auf Platz 7 liegend, hat er sich in den vergangenen Monaten kontinuierlich gesteigert. Zwar landete er noch in keinem Turnier weit vorne, trotzdem unser Tipp: Teilnahme am kleinen Finale

Justin Rennings (1. TKC Kaiserslautern ’86) (auf Titelbild zu sehen)
Der Überraschungssieger und amtierende Deutsche U18-Meister des Jahres 2015 trat in den vergangenen 12 Monaten überregional nur sehr wenig in Erscheinung. Trotzdem werden seine Konkurrenten ihn nicht unterschätzen, denn die Heim-U18-Meisterschaft wird ihn immens beflügeln. Unser Tipp: Teilnahme am kleinen Finale

 

Die Außenseiter:
Alexis Kalentzi, Nils Mettegang (und Bennet Frieborg, wenn er teilnimmt) haben sich ebenso in dem letzten Jahr stark entwickelt und scharren mit den Tipp-Kick-Füßen an den Siegerpodesten. Trotzdem unser Tipp: Platz 5-8

Vanessa Weichelt von Pegasus Hannover ist unangefochten die Nummer 1 der U18-Damen und kann durchaus den einen oder anderen U18-Teilnehmer ärgern und entscheidende Punkte auf dem Weg zum Finale wegnehmen. Unser Tipp: auch sie wird auf den Plätzen 5-8 landen.

 

Kurzentschlossene können sich beim Veranstalter 1. TKC Kaiserslautern ’86 anmelden.

Viel Spaß allen U18-Spielern bei eurer Deutschen Meisterschaft!

Bilder: André Bialk, Archiv

1. Deutsche Jugend-Mannschaftsmeisterschaft in K’Lautern: Drispenstedt erfolgreich

Ein heißer Samstag Anfang Juli, das perfekte Wetter um dem Schwimmbad zu trotzen und Tipp-Kick zu spielen. Doch wer spielte da Tipp-Kick? Etwa alte Hasen aus Grönwohld oder Berlin? Nein. Deutschlands Jugend traf sich im Jugendhaus in Kaiserslautern, um den ersten Deutschen Mannschaftsmeister der Junioren im Jahr 2015 auszuspielen.

„Platten fertig, Zeit läuft.“ Die Junioren gingen konzentriert an die Platte, dazu etwa ein Dutzend Betreuer, die Anfeuerungen und Tipps in den Raum warfen. Der Schweiß floss, die ersten Tore fielen. Sechs Mannschaften sind da, um im Modus „Jeder-gegen-Jeden“ (Round Robin) die jeweiligen Plätze und den Titel auszuspielen: Die Teams aus Drispenstedt, Balingen und Delligsen kamen von auswärts. Der gastgebende 1.TKC Kaiserslautern 86 stellte zwei Teams. Dazu kam Harald Geiers Horttruppe „Rappelkiste“, die ihre Figuren zum ersten Mal vor vier Wochen in die Hand genommen hat.

Artikel Jugend DMM Überblick

Bei circa 40°C spielte die Deutsche Tipp-Kick-Jugend ihren Mannschaftsmeister aus

Das Dreiergespann aus Kaiserslautern – ein Team wurde aus 3 Spielern gebildet – mit Vincent Scherer, Fabian Werle und Florian Stähle gewann Spiel um Spiel. Erwähnt werden muss, dass Florian Stähle, der trotz der Absage seines Hirschlandener Teams den Weg alleine mit dem Zug auf sich nahm, um bei dem Turnier dabei zu sein. Da der Deutsche U-18 Meister Justin Rennings wegen Kreislaufproblemen zwangspausieren musste, ersetzte ihn Florian adäquat.

Ebenso sammelten die Jungs aus Drispenstedt Sieg um Sieg, so dass am Ende des Tages beide Teams mit 8:0-Punkten an der Spitze der Tabelle standen. Im Finale siegten die Drispenstedter verdient mit 12:6 gegen Kaiserslautern I. Herzlichen Glückwunsch am Berthold Nieder, Daniel Bialk, Florian Socha und Maximilian Wolter!

Artikel Jugend DMM Drispenstedt

Das Team mit ihren Betreuern: v.l. Florian Socha, Marcus Socha, Maximilian Wolter, Daniel Bialk, Berthold Nieder, André Bialk

Der Jubel bei den jungen Tipp-Kickern und dem Betreuer-Gespann Bialk/Socha war riesig. Glückliche Gesichter nahmen den Siegerpokal in Empfang.

Den dritten Platz belegte der TKC Headbangers Balingen. Ein schöner Erfolg für den engagierten Verein, der genauso gelobt werden muss, wie die Mädels und Jungs vom Delligser SC auf Platz vier. Kaiserslautern II holte sich den fünften Platz. Alle Teams zwischen Rang drei und fünf hatten 4:6-Punkte auf dem Konto und zeigt wie eng die Leistungsdichte im Mittelfeld der Junioren war.

Der Jubel beim 4:4 zwischen John (Rappelkiste) und Sina (Delligser SC) war groß bei der jungen Truppe, blieb aber der einzige Punkt für das Team. Die „Rappelkiste“ wurde Sechster.

Artikel Jugend DMM alle Teams

Alle sechs Juniorenteams auf einen Blick

Vereinsvater Markus Meyer bedankte sich stolz bei den angetretenen Mannschaften und wünscht sich, dass dieser Weg im Jugendbereich weitergegangen wird.

Am Rande ist noch zu erwähnen, dass der Deutsche Meister Philipp Baadte den ganzen Tag als Turnierleiter (mit Meyer und Christoph Haag) agierte, selbst Schiedsrichter bei Spielen zwischen der „Rappelkiste“ und Kaiserslautern II war und viele Tipps gab.

Artikel Jugend DMM Berthold Nieder

Mit allen Junioren-Titeln dekoriert: Berthold Nieder vom TFB ’77 Drispenstedt

Einen Tag später nahmen am Deutschen Junioren-Pokal 14 junge Kicker teil. Berthold Nieder siegte im Drispenstedter Duell gegen Daniel Bialk. Im Spiel um Platz 3 siegte im Kaiserslauterer Brüderduell Vincent gegen Nicklas Scherer.

 

Fotos: André Bialk, Christoph Haag

Justin Rennings ist Deutscher U18-Meister im Tipp-Kick

Am Sonntag, dem zweiten Tag der Deutschen Einzelmeisterschaft in Bornheim, fand die Deutsche U18-Meisterschaft statt, wo neun Kinder und Jugendliche im „Jeder-gegen-Jeden“-Modus zwei Finalteilnehmer ausspielten. Der erst 13-jährige Justin Rennings vom 1. TKC Kaiserslautern besiegte den favorisierten und in der Vorrunde ungeschlagenen Florian Stähle vom TKC 71 Hirschlanden im Endspiel mit 4:2.

Artikel DEM U18 Endspiel

Justin Rennings (l.) überzeugte im Finale gegen Florian Stähle (r.) mit großer Abgeklärtheit

In beeindruckender Manier setzte sich der junge Pfälzer durch, der mit drei tollen „Brettern“ und einer sehr soliden Defensivleistung das Publikum begeisterte. Florian Stähle, der im Gegensatz zur Vorrunde nervös agierte, hatte der Sicherheit, die Justin ausstrahlte, wenig entgegenzusetzen.

Einer der Väter des Erfolgs: Markus Meyer

Ein Vater des Erfolgs kann es nicht glauben: Markus Meyer

Auf Seiten der Kaiserslauterer, die im Hauptfeld mit insgesamt neun Mitgliedern an den Start gingen, war der Sieg einer ihrer Jüngsten ein sehr emotionaler Moment, bei dem der eine oder andere auch eine kleine Träne des Glücks verdrücken musste. Seit Jahren engagieren sie sich fast beispiellos in der Nachwuchsarbeit, veranstalten Schul- und Hort-AGs sowie Ferienprogramme und stellen eine reine Jugendmannschaft in der Verbandsliga Süd. Dass sich dieses Engagement bereits in diesem Jahr mit einem Titel auszahlen würde, hätten aber wohl die wenigsten gedacht.

Im Vergleich zum letztjährigen Turnier in Hirschlanden halbierte sich das Teilnehmerfeld leider auf nur neun Teilnehmer, von denen acht Junioren sogar unter 15 Jahren alt sind. Dennoch war das spielerische Niveau sehr ansprechend, was nicht zuletzt an den beiden Kaiserslauterern Justin Rennings und Vincent Scherer sowie Florian Stähle, Nils Mettegang vom TKC 1986 Gevelsberg und Alexis Kalentzi vom 1. Murgtäler TKC lag.

Artikel DEM U18 Siegerfoto

Alle Teilnehmer der Junioren-Meisterschaft

Schon nach den ersten Spielen kristallisierte sich heraus, dass Florian Stähle auf dem Weg ins Finale wohl niemand aufhalten würde. Justin Rennings, der gegen ihn in der Vorrunde 4:5 verlor, konnte seinen Einzug erst in der letzten Runde mit einem Remis gegen den stark „bretternden“ Nils Mettegang sichern. Hätte Justin dieses Spiel verloren, hätte Nils im Endspiel gestanden.

Einziges Mädchen im Turnier war Greta Schotmann vom Delligser SC, die wie Felix Weishaupt vom PWR ’78 Wasseralfingen, immer größere Fortschritte macht. Der vereinslose Yasin Yalcin und Luca di Simone aus Neusatz spielen beide erst ein paar Wochen Tipp-Kick und nahmen an ihrem ersten Turnierwochenende teil. Sie zeigten ebenfalls gute Ansätze, um sich bei den nächsten Wettkämpfen für eine höhere Platzierung zu empfehlen.

Artikel Deutsche Einzelmeisterschaft 2015 Daniel Bialk

Daniel Bialk (r.) kämpfte sich im Hauptfeld auf Platz 45

Daniel Bialk (14) und Titelverteidiger Berthold Nieder (17) vom TFB ’77 Drispenstedt qualifizierten sich für die Teilnahme im Hauptfeld und verzichteten auf die Teilnahme am Turnier der Junioren, obwohl sie zu den Topfavoriten auf den Titel gezählt hätten. Auch diese Leistung ist eines U18-Titels absolut würdig und die Entscheidung, sich dem Wettkampf der „Großen“ zu stellen, verlangt großen Respekt ab!

Am 4. Juli 2015 veranstaltert der 1. TKC Kaiserslautern die 1. Deutsche Jugendmannschaftsmeisterschaft. Weitere Informationen und Anmeldung unter tippkick-kl.de.

 

Fotos: Jan Komareck

Delligser SC: Hausaufgabenunterstützung für den Tipp-Kick-Nachwuchs

Wie kann man mit unserem Sport Nachwuchs begeistern? Das ist eine, wenn nicht sogar die entscheidende Frage, die sich viele Tipp-Kicker in unserer Gemeinschaft stellen und auch stellen müssen, um den Spielbetrieb für die Zukunft sichern zu können.

Als wir in Delligsen im Februar 2011 begonnen haben, Tipp-Kick zu spielen, hatten wir an Jugendarbeit auch noch nicht gedacht und erst Recht kein Konzept. Nachdem meine Tochter Greta, die damals erst acht Jahre alt war, kurz darauf das erste Mal mit zum Training kam, war für uns ein sehr einfacher Anfang gemacht. Sie war sofort begeistert und ist bis heute mit viel Freude dabei. In der Anfangszeit sind wir beide noch häufig allein auf Turniere wie nach Puchheim, Hirschlanden oder Amberg gefahren und haben für uns entdeckt, dass Tipp-Kick eine wunderbare Möglichkeit ist, um ein schönes und spannendes Vater-Kind-Wochenende zu verbringen.

Nachwuchs Delligsen

Ein Tipp-Kick verrücktes Vater-Tochter-Gespann: Arndt und Greta Schotmann bei der DEM 2013

In unserem knapp 4000 Einwohner zählenden Ort Delligsen in der Nähe von Hildesheim haben wir uns dem örtlichen Sportverein, der zwölf verschiedene Sportarten beherbergt, angeschlossen, was für uns als Club und für unsere Nachwuchsspieler von großem Vorteil ist. Wir sparen einige Kosten, wie die Raum- oder Hallenmiete, zusätzlich werden Startgelder bei Turnieren vom Verein getragen. Nehmen U18-Spieler daran teil, zahlt der Verein die Fahrtkosten für das gesamte Fahrzeug. Dadurch haben wir schon etliche Male mit Jugendspielern an Turnieren teilnehmen können.

Mittlerweile haben wir drei Vater-Kind-Kombinationen in unserem Verein, die immer öfter gemeinsam in Sachen Tipp-Kick unterwegs sind. Auch durch mehrere Ferienpass-Aktionen konnten wir immer wieder neue Mitglieder für uns gewinnen (siehe Artikelbild).

Nachwuchs Delligsen Greta Schotmann

Greta Schotmann ist das zweitbeste Mädchen unter 18 Jahren im DTKV

Mit Rolf Grämmel, der mittlerweile in Drispenstedt auf Punktejagd geht, hatten wir für einige Zeit einen zusätzlichen Motivator für die Kids. Mit selbst ausgearbeitetem Trainingsprogramm und großem Engagement konnte er die Jugendlichen stetig verbessern. Unter anderem waren wir dadurch auch am „Maustag“ beteiligt, der jedes Jahr von der „Sendung mit der Maus“ initiiert wird und am 3. Oktober Unternehmen und Vereine dazu aufruft, die „Türen auf“ zu machen. Wir haben dort gemeinsam Platten gebaut – das Material wurde von örtlichen Unternehmen bereitgestellt. Außerdem wurden von der Firma MIEG gespendete Spieler gefeilt und bemalt, um danach ein kleines Turnier mit ihnen auszuspielen. Dazu durften wir sogar einen Vater mit seinem Sohn aus über 200 Kilometer Entfernung begrüßen!

Die regionale Presse ist auch immer froh, über uns zu berichten können und wir arbeiten ihnen gerne zu, um uns sichtbar zu machen. Es gibt mehrmals im Jahr ganzseitige Berichte mit Fotos. Dadurch wurden natürlich auch andere Jugendliche auf uns aufmerksam.

Die örtlichen Schulen und das Jugendzentrum stehen uns auch immer unterstützend zur Seite. Bei Turnieren, die eine weite Anreise erfordern, bekommen die Jugendlichen am Freitag vor und am Montag nach dem Turnier grundsätzlich frei, es sei denn, es steht an diesem Tag eine Klausur an. Die Eltern können dann entscheiden, ihr Kind freitags eventuell eine oder zwei Stunden früher abzuholen, montags später hinzuschicken oder ganz zu Hause zu lassen. Auch dadurch wird Tipp-Kick in den Schulen oft zum Gesprächsthema. Erst recht, wenn die Kids einen Pokal mit nach Hause bringen und wieder mit einem Foto in der Zeitung stehen!

Um die Mädchen und Jungs an uns zu binden, bieten wir während der Trainingszeit von 17 bis 20 Uhr zusätzlich Hausaufgabenunterstützung an. Diese Idee kam uns, als ein Kind sagte, es dürfe leider nicht kommen, da die Hausaufgaben noch nicht fertig wären. Daraufhin habe ich die Eltern kontaktiert, die von unserem Vorschlag sofort begeistert waren – eine echte Win-Win-Situation. Gespielt wird natürlich erst, wenn alle Aufgaben erledigt sind.

Mit sieben U18-Spielern stellt unser Club mittlerweile die größte Fraktion unter den 25 Jugendlichen in der RANGLISTE und es werden kontinuierlich mehr. Für erfolgreiche Jugendarbeit gibt es kein Patentrezept, aber zwei Eigenschaften, die uns stark gemacht haben, sollten definitiv gegeben sein: Das Engagement ein wenig Zeit zu opfern und sich vor der eigenen Haustür vernetzen zu wollen, um in der Öffentlichkeit sichtbar und attraktiv zu sein.

Arndt Schotmann über die Nachwuchsarbeit des Delligser SC

 

Fotos: Arndt Schotmann, Jens Käthner

Kostenlose Turnierteilnahmen für neue Mitglieder

Der Deutsche Tipp-Kick-Verband erweitert sein Angebot in der Club- und Nachwuchsförderung und unterstützt ab sofort neue Mitglieder im Verband mit Gutscheinen, mit denen sie ein Jahr lang umsonst an Turnieren teilnehmen können. Damit wurde insbesondere die Einzelmitgliedschaft aufgewertet, die nach der Einstellung der gedruckten Tipp-Kick-Rundschau, bis auf den Zugriff auf den DTKV-Mitgliedershop, keine Vorteile mehr mit sich brachte.

Neben den Einzelmitgliedern erhalten auch neue Spieler von Vereinen beim erstmaligen Eintritt in den Verband einen Gutschein, der zu kostenlosen Teilnahmen bei DTKV-Turnieren berechtigt. Diese Maßnahme soll Interessenten und Anfängern den Start in die aktive Tipp-Kick-Szene erleichtern.

Nach der Anmeldung bekommen Einzelmitglieder den Turniergutschein zugesandt, während neue Vereinsmitglieder von ihrem Club beim DTKV-MiTGLIEDERBETREUER Georg Schwartz angemeldet werden müssen und daraufhin den Gutschein erhalten. Diesen Gutschein müssen sie dem Tunierveranstalter vorlegen, der sich wiederum das Geld vom Verband zurückholen kann.

Bislang waren die DTKV-Maßnahmen zur Turnierförderung nur auf eine kostenlose Teilnahme beim erstem DTKV-Turnier ausgerichtet. U18-Spieler können sich ihre Turnierausgaben bis spätestens 14 Tage nach einem Turnier rückerstatten lassen. Diese Förderung ist nicht mit einem Jahr begrenzt, sondern läuft nur durch das Erreichen des 18. Lebensjahres ab.

Wenn du an Tipp-Kick-Turnieren teilnehmen und dir die Anmeldegebühren für ein Jahr ersparen möchtest, WERDE MITGLIED IM DTKV.