Vorstellung Schlachtenbummler Bochum

Sie sind bei (fast) jeden Turnier in Deutschland dabei und tragen dunkelblaue Trikots: Die Schlachtenbummler Bochum, liebevoll SchlaBos genannt. Seit der Gründung im Jahre 2010 geht es mit den Bochumern qualitativ und quantitativ stetig bergauf: In der aktuellen Saison wurde erstmals eine zweite Mannschaft gemeldet und die erste ist große Titelfavorit in der Regionalliga West. Grund genug, einmal die Geschichte der SchlaBos nachzuvollziehen, vielleicht stehen andere Vereine ja gerade am Anfang ihres Weges…

2006 : Der Startschuß einer großen Leidenschaft
Kurz nach der Fussball Weltmeisterschaft in Deutschland bekam Achim Schmidt ein Tipp-Kick Stadion mit Netztoren geschenkt. Die beiligenden Spieler waren noch die Neandertaler-Figuren mit dem Klumpfuß aus der Urzeit des Tipp-Kicks. Da man ja bereits als 7-8 jähriges Kind das kleine Rollfeld bespielt hatte, wusste man auch schon über moderne Tipp-Kick Männchen Bescheid, die prompt besorgt wurden. Die TOP-Kicker!
Mit Fabian Schrenk und Marco Murgia wurden dann bei Achim Schmidt einige Matches bestritten, wobei die Paarung Achim vs. Fabian aufgrund der räumlichen Nähe zum Klassiker wurde. Bereits nach der 3. Partie entschied man sich spontan, alle Ergebnisse schriftlich niederzulegen. Gespielt wurde natürlich nach eigenen Regeln, da man das Regelheft entsorgt hatte. Sieger war derjenige, der zuerst 5 Tore erzielt hatte, wobei analog zum Tennis ein 2 Toreabstand erforderlich war. Bei einem 5:5  musste dann das Elfmeterschießen entscheiden.

Mit Achim Schmidt fing alles an und auch heute noch ist der Gründer aktiv!

Nach dem ersten Rausch der ausgetragenen Spiele wurden dann unsere Regeln modifiziert. Es wurden die WM-Classic Teams erworben, so dass fortan jeder je 3 Spielfiguren (Kicker, Top-Kicker & Star-Kicker) und einen Keeper besaß. Derjenige, der nicht in die Gunst des Anstoßes durch Balleinwurf kam, platzierte sofort seine 3 Mannen als Abwehrmauer kurz vorm eigenen Strafraum. Der Spieler, mit dem man geschossen hatte, musste am letzten Schussort stehen gelassen werden.
Bis Mitte 2007 wurden nach dieser Spielordnung von Achim und Fabian 570 Spiele bestritten, von denen in 96 Partien der Sieger erst nach dem Elfmeterschießen gekürt wurde.

2007 : Eine neue Welt
Zwar ballerten sich Fabian und Achim noch relativ regelmäßig die Bälle um die Ohren, dennoch war der Reiz nicht mehr ganz so groß wie in den Anfangszeiten. So wurde Achim auf der Mieg-Homepage auf einen Verein in Gevelsberg aufmerksam und nahm Kontakt auf. Nach erfolgter Einladung ins Bergische stand Achim mit seinem Spielermaterial nun in Siggis nach einem Swingerclub anmutenden Kellernamen „Blue Moon Arena“ und kam sich vor wie auf einem anderen Planeten. Nicht dass die Einheimischen so fremd wirkten, nein, deren Spielermaterial hatte schon etwas von einem Mini-Terminator: einfarbige Metallkörper, lasergefeilte Schussbeine und Torhüter ohne Druckknöpfe lagen auf den Platten. Außerdem faselten die Anwesenden die ganze Zeit irgend ein wirres Zeugs von Farbspiel und Drehern. Dann kam auch noch der 12-jährige Sohnemann des Hausherrn und schickte Achim mit 8:0 von der Platte. Sieglos und entgeistert ging es zurück nach Bochum.
Auf Revanche sinnend besuchte Achim nun regelmäßig die Gevelsberger und konnte auch bald seine ersten Siege feiern. Auch Fabian hatte Interesse und war das eine oder andere mal zu Gast im Ennepe-Ruhr-Kreis. Achim schloß sich dem Verein an und bestritt dann in der Saison 2007/08 einige Verbandsligaspiele und ein Regionalligaspiel. Die Verbandsligasaison wurde von ihm überraschend positiv mit einer 16-3-9 Bilanz und auf Platz 9 der Einzelstatistik abgeschlossen.
Mitte 2007 wurde dann der erste Versuch gestartet, einen eigenen Bochumer Tipp-Kick Verein auf die Beine zu stellen. Es wurden sogar 8 Turniere mit bis zu 9 Teilnehmern ausgerichtet. Aber das Interesse der anderen Teilnehmer ließ dann doch zu schnell nach.Höhepunkt des Jahres war dann die erste Teilnahme von Achim an der Westdeutschen Einzelmeisterschaft in Gevelsberg, die immerhin in Runde 2 führte.

Die SchlaBos besuchen fast jedes Turnier und sind aus der Szene nicht mehr wegzudenken!

2008 : Regionalliga und Deutsche Einzelmeisterschaft
Das Vorhaben, einen eigenen Club zu gründen, war in diesem Jahr nicht mehr vorhanden. Marco und Fabian besuchten zwar unregelmäßig die Blue Moon Arena, waren aber nicht mit dem nötigen Ehrgeiz bei der Sache. Turniere wurden in der Kellerbar zum Ruhrstadion auch nicht mehr ausgetragen, lediglich einige Spiele gegen Marco oder Fabian wurden noch gespielt. Dafür startete Achim Schmidt in seine erste komplette Regionalligasaison. Am Ende stand eine fast ausgeglichen Bilanz zu Buche: 13- 2-17 bei einem positiven Torverhältnis.
Absolutes Highlight war dann die erste Teilnahme an einer Deutschen Einzelmeisterschaft. Achim wurde die Ehre zu Teil, sein Eröffnungsspiel gegen keinen geringeren als Normann Koch bestreiten zu dürfen. Sensationelle 4 Tore konnte Achim erzielen, musste aber (natürlich) auch doppelt so viele kassieren. Und es sollte sogar für die 2 Runde reichen, in der sich dann aber die Spreu vom Weizen trennte.

2009 : Der vierte Mann…
… fehlt uns noch!!!
Achim, Fabian und Marco waren sich über die Gründung eines Bochumer Tipp-Kick Vereins einig. Doch zu dritt war dies leider nicht möglich, aus Bochum stammende Kandidaten zeigten leider nicht das nötige Interesse. Und einen Fussballfan aus Ückendorf oder Lüdenscheid mochte auch keiner in seiner Truppe haben. Wir wollten eine reinrassige, blau-weisse Truppe aus Bochumer Schlachtenbummlern bleiben! Aber die Begeisterung fürs Tipp-Kick war bei allen Dreien vorhanden. Fabian bestreitete 2 Regionalligaspiele für die zweite Gevelsberger Mannschaft und war der siegbringende Mann des vereinsinternen Duells gegen die erste Mannschaft im entscheidenen letzen Spiel. Er warnun auch häufiger zum Training in der Kellerbar zum Ruhrstadion. Achim gelang ein Sieg gegen Sprockhövels Urgestein Paulo Vicente in seinem Abschiedsspiel für Gevelsberg und er belegte den 59. Platz bei der WDEM.

2010: SchlaBO GOAL, GOAL, GOAL
Bochum, 08.05.2010, 13:30 Uhr, Biergarten der Gaststätte Ritterburg an der Castroper Straße. Zwei Stunden vor Anpfiff des letzten Spieltages der 1. Bundesliga zitterten Achim Schmidt, Fabian Schrenk, Marco Murgia und Dennis Vorberg dem entscheidenden Spiel unseres heißgeliebten VfL Bochum 1848 gegen die „Nie Da“ Sachsen entgegen. Wir schweiften kurz vom Thema Fußball ab und kamen auf Tipp-Kick zu sprechen. Marco, Fabian und Achim bekundeten nochmals ihre Bereitschaft zur Gründung des „Tisch-Fußball-Vereins Schlachtenbummler Bochum“. Dennis Vorberg, ein Studienkollege von Fabian, hörte gespannt zu und sprach dann den entscheidenden, bahnbrechenden und historischen Satz aus: „Ich mach mit!“ Der magische Moment, die Geburt der Schlachtenbummler! Dennis Vorberg, derjenige der zuvor noch NIE Tipp Kick gespielt hat, stieg als vierter Mann in unsere Truppe ein. Genial!

Ein Satz und die SchlaBos wurden gegründet!

Ein fester Trainingstermin wurde vereinbart und nach dem grauenhaften VfL-Abstieg in Liga 2 gleich ein neues Ziel gesteckt: Der Doppelaufstieg des VfL Bochum 1848 und der Schlachtenbummler Bochum. Kurzerhand wurden die SchlaBOs beim Deutschen Tipp-Kick Verband angemeldet. Nur wenige Wochen später traute Achim seinen Augen nicht, in seinem E-Mail-Account erschien die Nachricht: Tipp-Kick – Interessent! Der Absender der Mail wurde kurzerhand eingeladen und kam mit seinem King-Kong Spielermaterial zum Training. Verwundert darüber, dass wir nicht im Sitzen spielten, bekam er große Augen. Ein positiv Verrückter, der nicht einschlafen konnte, sollte er nicht 50 Bälle gespielt haben. Marcus Ernst schraubte unsere Mitgliederzahl zwischenzeitlich auf 5 in die Höhe.

In der Saison 2010/2011…
…starteten die Schlachtenbummler zu ihrem Jungfernflug in der Verbandsliga West, konnten jedoch ähnlich wie der VfL Bochum in der 2. Bundesliga, ihre ambitionierten selbstgesteckten Ziele nicht ganz erfüllen und belegten nach einer spannenden Spielzeit letztendlich hinter den Zweitvertretungen von Sprockhövel und Gevelsberg den 3. Tabellenplatz und schrammten so knapp am Aufstieg vorbei. Für ihr Debüt trotzdem eine respektable Leistung und Ansporn für die folgende Saison!
Die Schlachtenbummler behielten jedoch vorerst den Parallel-Kurs zum VfL Bochum bei und verbrachten weitere 2 Saisons in der Verbandsliga West und belegten 2011/2012 den vierten, 2012/2013 abermals den dritten Tabellenplatz. Für den erhofften Aufstieg reichte es bei beiden Vereinen (noch) nicht. Während dieser Zeit kehrte bei den SchlaBOs jedoch keine Stagnation ein, ganz im Gegenteil! Hinter den Kulissen hatte sich einiges getan: Gründungsmitglied Dennis Vorberg musste sein Hobby aus Zeitgründen und veränderter Wohnsituation bereits zum Ende der Startsaison aufgeben und verließ den Verein. Die 4 verbliebenen Schlachtenbummler schlugen sich wacker, taten sich jedoch schwer kurzfristige Ausfälle zu kompensieren.

Zur Saison 2012/2013…
…stieß dann endlich ein fünftes Mitglied zu den SchlaBOs: Matthias Wietoska ließ sich durch Fabian zum Tipp-Kick überreden und hatte bei seiner ersten Trainingssession gleich Blut geleckt und eine neue Leidenschaft entdeckt. Durch natürlichen Ehrgeiz und hartes Training mit Sonderschichten in den heimischen vier Wänden entwickelte er sich vom talentierten Ergänzungsspieler schnell zur zuverlässigen Stammkraft. Im weiteren Verlauf der Vereinsgeschichte gelang es ihm in der folgenden Saison sogar sich gemeinsam mit Achim als Leistungsträger der SchlaBOs zu etablieren.

Die SchlaBos tragen ihren Verein nicht nur im Herzen, sondern auch als Branding auf dem Koffer!

Doch bevor wir zur Saison 2013/14 kommen,…
…gab es noch weiteren Zuwachs für die SchlaBO-Familie: Christoph Schmidt fand über die Internetseite den Weg in den Trainings-Keller und brachte kurzerhand seinen Papa und seinen Schwager aus Dorsten-Rhade zum Schnupper-Training mit. Die drei hatten zwar über Internet-Recherche bereits eine Ahnung vom „professionellen“ Tipp-Kick bekommen, fröhnten bis dahin allerdings noch bei  familieninternen Duellen der Cup-Variante aus dem Spielwarenhandel und wollten sich bei den Schlachtenbummlern nun in die „große Welt des Tipp-Kicks“ einführen lassen. Da das Interesse bereits vorhanden war und von Anfang an Sympathie zwischen allen Beteiligten herrschte, wurde Christoph nach ein paar weiteren Trainingsessions dann auch offiziell ein Schlachtenbummler und komplettierte den Verbandsligakader der Saison 2013/14.
Mit einer personell, wie auch leistungsmäßig breit gefächerten Mannschaft, wurde abermals das große Ziel „Aufstieg“ in Angriff genommen und die Vorzeichen standen dafür gut. Achim spielte auf konstant hohem Niveau, Matthias konnte immer öfter durch starke Leistungen überzeugen und durch den Neuzugang Christoph war im Training nun auch bei den anderen SchlaBOs deutlich mehr Ehrgeiz im Kampf um die 4 Startplätze im jeweils nächsten Ligaspiel zu spüren, so dass man sich gegenseitig positiv pushte und alle schnell Fortschritte machten. Nach seinem mit 4:4 Punkten ausgeglichenem Debüt in Mönchengladbach, gelang es Christoph dann sogar regelmäßig sich über Trainingsergebnisse in die Startformation zu spielen. Kurz darauf mussten Fabian Schrenk (Knie) und Marcus Ernst (Rücken) die Saison leider verletzungsbedingt vorzeitig beenden, diesmal konnte man die Ausfälle jedoch personell ersetzen. Lediglich im Spiel gegen die Duisburger Hardcore Blitze, musste man auf den Einsatz von Christoph’s Papa Uli zurückgreifen um vollzählig antreten zu können. Nach turbulentem Verlauf und einer besonders spannenden Schlussphase wurde es die bis dato erfolgreichste Saison in der jungen Bochumer Vereinsgeschichte: Die SchlaBOs belegten am Ende den ersten Platz, erreichten den lang ersehnten Aufstieg in die Regionalliga und krönten die Saison mit der Verbandsliga-Meisterschaft.

Das Ziel für die Saison 2014/15…
…der Schlachtenbummler war ganz klar: der Klassenerhalt und Verbleib in der Regionalliga West. Nach einem zunächst guten Start folgten knappe Niederlage in Essen und Düsseldorf, so dass man nach den Rückzügen von Sprockhövel und Ostwestfalen Magic zwar nicht mehr absteigen konnte, aber auch jegliche Chance oben mitzuspielen vertan hatte. Ein solider 4. Platz stand für die Bochumer Recken letztendlich zu Buche, die sich dank anhaltender Verletzungsmisere wiederholt mit Uli verstärken mussten.

Trotz der durchwachsenen Vorsaison…
…vertrauten die SchlaBOs auf ihre Qualitäten und gaben für 2015/2016 das ambitionierte Ziel „Zweitliga-Aufstieg“ aus. Dass sie den Mund nicht zu voll genommen hatten, bewiesen sie im weiteren Verlauf der Spielzeit, in dem sie Sieg um Sieg einfuhren und diesmal auch knappe Spiele für sich entscheiden konnten. Zum Saisonende stand dann das große Finale gegen die ebenso ungeschlagenen Dortmunder Tornados an. Diese hatten die Liga souverän dominiert und waren so klarer Favorit gegen die Bochumer Underdogs, zu mal ihnen an heimischer Spielstätte bereits ein Unentschieden zur Meisterschaft genügte. Die Atmosphäre auf den Rängen war eines Endspiels absolut würdig, denn es hatten sich zahlreiche Schaulustige aus den benachbarten Vereinen zu diesem Kräftemessen eingefunden. Leider mussten sie mit anschauen, wie sich auch in diesem Spiel eine starke Dortmunder Mannschaft mit dem Einzug in Liga 2 belohnte, während glücklose Bochumer enttäuscht in die Röhre guckten.

Nachdem die Enttäuschung über die verpasste Chance verflogen war,…
…machte man sich in Bochum mit Feuereifer an die Saisonvorbereitung 2016/17.
„Jetzt erst recht!“ lautete das Motto und so verstärkten sich die SchlaBOs während der Sommerpause nicht nur quantitativ, sondern auch qualitativ, so dass man erstmals eine zweite Mannschaft für den Spielbetrieb in der Verbandsliga West melden konnte. Die erste Mannschaft um Achim, Matthias und Christoph verstärkt fortan Michael Kalentzi, der mit seinem Sohn aus K’lautern wechselte. Alexis Kalentzi stößt in der zweiten Mannschaft zu Uli Schmidt und Björn Schulte, die nun ebenfalls auch offiziell Schlachtenbummler sind, sowie den Routiniers Marco und Fabian. Außerdem stößt noch Nico Girolami aus Langendreer neu hinzu und startet seine Tipp-Kick-Karriere. Bisher hatte er nur gelegentlich im familiären Kreis mit seinem Onkel Uli, Cousin Christoph und Schwip-Schwager Björn an der Filzplatte gestanden. Last-Minute wechselte dann noch Marcel Kapp und seine Mutter Elena vom TKC Gevelsberg an die Hattinger Straße nach Bochum und komplettieren damit den Verbandsliga-Kader der SchlaBOs.
Leider gibt es aber auch einen Abgang zu beklagen: Der verletzungsgeplagte Marcus Ernst pausiert seine aktive Tipp-Kick-Karriere und tritt deshalb vorerst nicht mehr für die Schlachtenbummler an.
Seit 2016 sind die Bochumer TIPP-KICKer übrigens auch als offizieller Fanclub des VfL Bochum aktiv und machen nun auch beim Rasenfußball dem Vereinsnamen alle Ehre. Vielleicht nähert man sich so langsam dem großen Traum an, ein großes TIPP-KICK – Turnier in der VIP-Loge des Bochumer Ruhrstadions zu veranstalten…?!

Der VFL ist das zweite gemeinsame Hobby der SchlaBos!

Aktuelle Informationen über die Schlachtenbummler findet ihr auf Facebook oder der Bochumer Homepage!

Die Scorpions-Story

Wir schreiben das Jahr 1984, Weihnachten…Franky, gerade 12 Jahre alt, erhält von seiner Schwester Sylvia das aus heutiger Sicht legendäre Tipp-Kick-Spiel. Dieser Tag würde im späteren Verlauf noch Geschichte schreiben.

Zunächst wollen wir betonen, dass wir sehr gut aufgenommen worden sind, sei es auf Turnieren oder aber auch Testspielen. Man hatte das Gefühl, dass man schon ewig dazugehört, auch wenn es an der Platte nicht immer ganz so lustig war auf Grund von Klatschen. Hervorzuheben ist an dieser Stelle Jens Schüring (Herne), der nicht müde wurde, uns immer und immer wieder zu erinnern, wir sollen doch endlich einen Verein gründen. Das haben wir nun getan. Danke dafür Jens.

Aber was genau macht diesen Sport für uns so interessant?

Back to the Roots:
Jeder Tipp-Kicker kennt sicherlich noch die Anfänge auf dem Küchentisch, Filz aufgeklebt, sitzend, Spieler mit Klumpfuß und runden Bällen. Damals, im Jahre 1985 war ich der 4-jährige „Ballholer“. Das sah dann in etwa so aus, dass Franky saß, und ich- gerade über die Tischplatte sehend- im Stehen gespielt habe. Da Franky schon seinerzeit wie ein Pferd schießen konnte, landeten die Bälle abwechselnd unter dem Tisch oder hinter dem Schrank ,manchmal aber auch leider in meinem Auge.

So ist das, wenn man Klaus Augenthaler, Karl Allgöwer ,Michael Tarnat und Roberto Carlos in einer Person am Ball vereint. Brachiale Gewalt im Schuss, die er noch heute ausübt. Das Ganze uferte dann in familiären Turnieren aus, die bis etwa Ende der 80er Jahre gespielt wurden. Ergebnisse und Tabellen wurden fein säuberlich handschriftlich geführt in gefühlt 5 Ordnern, die aber im Laufe einiger Umzüge abhandengekommen zu sein scheinen.
In diesen Jahren war auch Sylvia bereits aktiv an der Platte und konnte Siege für sich verbuchen. Es ging damals aber in keinster Weise so taktisch zu wie heutzutage, Farbspiel war ein nicht gekannter Schlüssel zum Erfolg.Danach war jahrelang kein Spielbetrieb, bis Sylvia im Oktober 2013 den heimischen Dachboden erklomm. Siehe da, ein altes Tipp-Kick-Spiel. Also wurde wieder der Filz auf den Tisch geklebt, die runden Bälle rausgeholt, und mit Spielern, die gefühlt einen Stiefel anhatten, das Runde ins Eckige gedroschen. Mal bei Franky, mal bei Vito, aber auch immer nur sporadisch. Ohne Sylvia wäre das Spiel wohl heute noch um einige Millimeter mehr verstaubt, und wir wären nicht da, wo wir jetzt stehen. Top Mutter, du hast uns vor einer tippkicklosen Zukunft gerettet 🙂

Irgendwann kam dann der Tag, als Franky einen Glastisch in ein Tipp-Kick-Stadion transformierte. Die Kunststoff-Tore wurden gegen Originale von Mieg getauscht, neue Bälle wurden bestellt, aber die Spieler blieben gleich. So füllten wir 1-2 Mal die Woche diverse Excel-Tabellen, bei Spielzeiten von 1x 2 oder 3 min. Im Sitzen! Auch hier gingen die Spiele jedoch nicht selten mit z.B. 5:5 aus.

Wer hat schon alles auf einem Glastischstadion gespielt?

Wer hat schon alles in einem Glasstadion gespielt?

Zu dieser Zeit lag Yvonne noch auf der Terrasse und sonnte sich, da sie das Fieber noch nicht gepackt hatte. Irgendwann Anfang 2015 richteten wir ein internes Turnier aus, wo auch Julien (mein Bruder) und Yvonne teilnahmen. Mit Erfolg! Yvonne ist mittlerweile eine feste Größe in unserem Team und ist nicht mehr weit davon weg, insbesondere bei den Frauen ganz oben mitzumischen! Wir drücken die Daumen.

Von da an spielten wir zu viert, Jeder gegen Jeden, wobei jeder 4 Bundesligisten als Mannschaft auswählte und es über 5000 Spiele gab.- (ein Hoch auf Waldhof Mannheim und ähnliche ehemalige Bundesligisten der 80er).
Irgendwann fehlte aber der Reiz und so entschlossen wir, mal im Internet zu schauen, ob es noch andere Verrückte gibt, die diesen Sport betreiben. Und siehe da, es gab Spieler, nein es gab und gibt sogar ein großes Netzwerk an Spielern! Ohne Wenn und Aber hatten wir uns für ein Turnier in Herne im September 2015 angemeldet, das aus sportlicher Sicht für uns zum Vergessen, aus erfahrungstechnischer Sicht jedoch zukunftsweisend war.

Der Hype in Kierspe ist nicht von kurzer Dauer. Seit 1984 wird regelmäßig Tipp-Kick zelebriert.

Der Hype in Kierspe ist nicht von kurzer Dauer. Seit 1984 wird regelmäßig Tipp-Kick zelebriert.

Aktuell spielen wir exakt nach den Regeln des DTKVs, die Spielwarensachen wurden getauscht gegen professionelles Equipment, eine Heimspielstätte wird gegen Mitte des Monats fertiggestellt, und ein weiterer Kicker ist in die Reihen der Scorpions eingetreten: Matze! Er passt perfekt in unser Team, ist talentiert und wird uns tatkräftig unterstützen. Mit ihm haben wir eine beidhändige Waffe, die noch für Überraschungen bei den Scorpions gut sein wird. Seine Geschichte beim Tipp-Kick ähnelt der unseren quasi exakt.

Wir sind aktuell ein gemischter Haufen von 33-57 Jahren, der sowohl männlichen als auch weiblichen Spielern eine fußballerische „Heimat“ bietet.
Aktuell bestehen die Scorpions aus folgenden Teammitgliedern: Frank Filipiak, Sylvia Sgobio, Yvonne Dalli, Matthias „Matze“ Degen, Vito-André Filipiak

Der 1. TKC Scorpions Kierspe (v.l.): Vito, Sylvia, Yvonne und Frank

Der 1. TKC Scorpions Kierspe (v.l.): Vito, Sylvia, Yvonne und Frank

Die erste Saison werden wir nutzen, um erste Erfahrungen im Spielbetrieb zu sammeln. Nadelstiche zu setzen wird auch dazugehören….

Packen wir es an, SCORPIONS!

Regionalliga West: Bochum macht’s!

In der Regionalliga West begrüßen wir die Aufsteiger aus Herne, Mönchengladbach und die amtierenden Verbandsligameister aus Dortmund und Menden (2. Mannschaft). Da kein West-Team aus der 2. Bundesliga abstieg, bleibt ansonsten alles beim Alten. Bochum, Schwerte, die 3 Gevelsberger Top-Teams, sowie Waltrops Drittvertretung haben bereits einige Routine im Regionalliga-Alltag. In dieser Saison kämpfen 9 Mannschaften um den Aufstieg in die 2. Bundesliga bzw. gegen den Abstieg in die Verbandsliga, wobei der Abstiegskampf der letzten Jahre durch Abmeldungen und Rückzüge sich als langweilig entpuppt hat. Dieses Jahr besteht jedoch große Zuversicht die Liga auch zu neunt zu beenden und somit Spannung bis zum Ende zu garantieren, auch weil die Mannschaftsstärken ähnlich wie in der Verbandsliga recht dicht beieinander liegen.

Der TKC Phoenix Herne hat es erfolgreich geschafft, Erfahrung und Jugend zu vereinen und gleichzeitig immer wieder neue Spieler zu integrieren. Der daraus resultierende Aufstieg ist hochverdient und bestätigt die solide Vereinsarbeit. Ganz nebenbei hat man sich mit gleich 2 hervorragend organisierten Turnieren pro Jahr und zahlreichen Teilnahmen auch überregional einen guten Namen gemacht. Mit nun 2 Mannschaften wird die Erfolgsstory weitergeschrieben. In der Regionalliga setzen die Phoenixe mit Michael Guhl, Uli Dübel, Nico Schellinski und Marcel Koch auf einen klassischen Mix aus Erfahrung und Jugend. Damit sollte man auch in der höheren Spielklasse wettbewerbsfähig sein. Sollte jedoch einmal Not am Mann sein, bestünde immer noch die Möglichkeit, aus der gut besetzten 2. Mannschaft Verstärkung zu bekommen.
Der Klassenerhalt sollte so für die Schlosskicker durchaus machbar sein.

Dem TKV Mönchengladbach Hardcore Burgers 03 ist es nach Jahren der Viertklassigkeit nun endlich gelungen in die Regionalliga aufzusteigen. Getreu dem Motto „Gut Ding braucht Weile“ haben sich die Niederrheiner personell verstärkt und sind nun qualitativ wie quantitativ gut aufgestellt. Mit Daniel Peltzer, Axel Bennemann, Daniel Pauls, Björn Groterath, Michael Theisen, Georg Winzer, Achim Eßer und Marcel Renaux ist reichlich Erfahrung und Potential vorhanden und sollten Personalengpässe wohl kein Problem darstellen.
Wir dürfen gespannt sein, ob es den Gladbachern gelingen wird ihre guten Leistungen des Vorjahres nun auch in der höheren Spielklasse zu bestätigen.

Der amtierende Meister der Verbandsliga Tornado 09 Dortmund hat sich aufgrund des Zusammenschlusses mit dem TKC Menden zur Spielgemeinschaft personell stark verändert. Nur Tim Oliver Kalle und Stephan Haag standen für das Meister-Team an der Platte. Das bedeutet jedoch nicht zwangsläufig eine Verschlechterung, denn im Zuge der Umstrukturierung ergänzen Jörns Heidtke aus der Meistermannschaft der Regionalliga und Joachim Buß den Kader der Zweitvertretung der Spielgemeinschaft.
Wenn es ihnen gelingt ihre individuelle Spielstärke in eine geschlossene Mannschaftsleistung umzumünzen sollte der Klassenerhalt nur eine Formsache sein.

Der TKC 1986 Gevelsberg schickt wie bereits im Vorjahr gleich 3 Teams in der Regionalliga ins Rennen.Und ebenfalls wie im Vorjahr stehen somit zunächst die internen Duelle an, um zu ermitteln, welches die erste, zweite oder dritte Mannschaft sein wird. Am 25. September wissen wir mehr.
Eines kann man vorab jedoch schon einmal sagen: an Personalmangel werden die 86er wohl nicht leiden und auch von der Spielstärke her sind sie sicherlich gut aufgestellt.
Team A: Siggi Gies, Manu Winter, Jens Krokowski, André Gräber, Stefan Peukert.
-> Massig Erfahrung und eingespielt als Team, routinierte Regionalligisten!

TKC Gevelsberg I: André Gräber, Jens Krokowski, Siggi Gies, Manu Winter (v.l., es fehlt Stefan Peukert)

TKC Gevelsberg I: André Gräber, Jens Krokowski, Siggi Gies, Manu Winter (v.l., es fehlt Stefan Peukert)

Team B: Stefan Trost, Carsten Nikola, Roberto Pulice, Helge Mettegang
-> Die „alten“ Herren, ebenfalls erfahren und kampferprobt!
Team C: Tobias Nickel, Enrico Rieck, Nils Mettegang, Ivan Pulice, Marcel Kapp
-> Die jungen Wilden: Jede Menge Talent und trotz des Alters schon viel Spielpraxis und Erfolgshungrig!
Besonders der Split des Vater-Sohn-Gespannes bringt eine völlig neue Konstellation der Teams B und C mit sich, so dass es interessant sein wird zu beobachten, wie diese sich nun weiter entwickeln.
Durch das enorme Testspielpensum, das in Gevelsberg absolviert wird, dürften sie absolut fit und eingespielt in die Saison gehen.
Auch wenn man Tipp-Kick hier als Breitensport ansieht, sehe ich hier großes Potential auch im oberen Bereich er Tabelle mitzuspielen und für die ein oder andere Überraschung zu sorgen.

Ein weiterer Traditionsverein, der TKC Preußen Waltrop tritt mit seiner dritten Mannschaft an.
Aaron Müller, Klaus Weinberger, Dirk Clement, Leon Böttger und Yasmin Müller sind in dieser Konstellation eingespielt und verfügen über Regionalliga-Erfahrung. Abermals findet man hier die Kombination aus erfahrenen Routiniers und jungen Talenten, woran man deutlich erkennen kann, dass Tipp-Kick unisex und altersunabhängig ist. Entscheidend ist es als Mannschaft zusammen zu wachsen und sein Potential auszuschöpfen, dann ist alles möglich.

Die Borussia ’88 TKC Schwerte kann sich über mangelnde Tradition ebenfalls nicht beklagen.
1988 gegründet ist der Verein mittlererweile längst den wortwörtlichen Kinderschuhen entwachsen und geht in seine dritte Regionalligasaison in Folge. Wie bereits im Vorjahr werden die Gebrüder Sammrei, Michael, Marcel und Christopher, von Stephan Müller unterstützt und außerdem noch durch Hans Wrobel. Hier wird Tipp-Kick mit Leidenschaft betrieben, so ist es nicht verwunderlich, dass die meisten Gründungsmitglieder auch nach 28 Jahren noch aktiv sind, denn echte Liebe hält ein Leben lang!
Viel Herzblut opfert Michael in die Führung des Vereins unterstützt von Marcel, der sich um die Vereinskasse und Turnier-Organisation kümmert, wie z.B. am 11. Dezember beim Schwerter X-mas Cup.
Den Borussen geht es in erster Linie um den Spaß am Spiel und in zweiter Linie auch um die sportliche Weiterentwicklung.

In der letzten Saison scheiterten die Schlachtenbummler Bochum nach einer starken Saison im Endspiel und verspielten so den Aufstieg in die 2. Bundesliga Süd-West. In diesem Jahr kann das Ziel nur lauten, den Aufstieg erneut in Angriff zu nehmen. Diesen Anspruch unterstreicht auch der Neuzugang, Michael Kalentzi, einer der Sensations-Transfers der Sommerpause.
Er vervollständigt mit Achim Schmidt, Matthias Wietoska und Christoph Schmidt die 1. Mannschaft der SchlaBOs.
Über genügend Erfahrung und sportliche Qualität verfügen die Schlachtenbummler ohne Frage, nun gilt es das vorhandene Potential auch auszuschöpfen um das Ziel „Aufstieg“ zu erreichen!

Christoph Schmidt (r.) gehört mit seinen Schlachtenbummlern zu den Favoriten

Christoph Schmidt (r.) gehört mit seinen Schlachtenbummlern zu den Favoriten

 

Einschätzungen aus dem Profi-Bereich

Wer steht nach der regulären Saison auf dem ersten Platz?
1. Schlachtenbummler Bochum I (89,5 %)
2. TKC 1986 Gevelsberg I, SG TornaDO/Menden II (je 5,3 %)

Wer steigt ab?
1. TKC 1986 Gevelsberg III (50 %)
2. Borussia 88 TKC Schwerte e.V. (35,7 %)
3. zwei weitere mit 7,1 %

Welche Mannschaft wird uns positiv überraschen?
1. TKC Phoenix Herne I (38,9 %)
2. TKV Mönchengladbach HB 03 (27,8 %)
3. sechs weitere mit 5,6 %

Welche Mannschaft wird uns enttäuschen?
1. TKC 1986 Gevelsberg I (28,6 %)
2. Borussia 88 TKC Schwerte e.V. (21,4 %)
3. drei weitere mit 14,3 %

Wer gewinnt die Einzelwertung?
1. Michael Sammrei (Schwerte) – 36,8 %
2. Siggi Gies (Gevelsberg), Achim Schmidt (Bochum) – 15,8 %

Wird Michael Sammrei die Einzelwertung für sich entscheiden?

Wird Michael Sammrei die Einzelwertung für sich entscheiden?

 

„Ich Denke Bochum wird locker aufsteigen, dahinter Herne, Gevelsberg und Schwerte. Wird eine gute spannende Saison“

„Meister sollte Bochum werden, aber wenn die patzen stehen mit Sicherheit die ehrgeizigen Gevelsberger bereit“

„Schöne, weil ausgeglichene Liga!“

 

Hier findet ihr weitere Infos und aktuelle Ergebnisse zur Regionalliga West

 

 

Liga der Neulinge: Verbandsliga West

Da am 1. September der Spielbetrieb in den Ligen des Westens beginnt, hier schon mal ein kleiner Ausblick als Vorgeschmack auf die neue Saison. Beginnen möchte ich mit der Verbandsliga West. Hier möchte ich zuallererst einmal die neuen Vereine aus Kierspe, Steinbeck und Herford begrüßen und alles Gute zu ihrem Debüt wünschen. Ebenso erfreulich, dass Herne und Bochum mit ihren Zweitvertretungen dem Vereinssterben entgegenwirken und so ihren Beitrag an einer soliden Basis im Tipp-Kick – Westen beitragen. Selbiges gilt für Dortmund und Menden, die in einer Spielgemeinschaft gar 3 Mannschaften ins Rennen schicken. Gevelsberg bleibt in Sachen Vereinsarbeit mit 4 Teams weiterhin Vorreiter und soll an dieser Stelle selbstverständlich nicht unerwähnt bleiben.

Mit insgesamt 7 Teams, die in Hin- und Rückrunde ihre Kräfte messen, wird die Region West in der Verbandsliga-Saison 2016/17 fast flächendeckend bereist. Auswärtsfahrten von über 100 Km stellen insbesondere für die Liganeulinge hoffentlich keinen Stolperstein dar, wie in der Vorsaison bei den Herkules-Kickern aus Kassel. Wer diese Saison jedoch als Bewährungsprobe versteht, wird nach Abschluss sicherlich auch zukünftig dem Tipp-Kick erhalten bleiben. Ansonsten verspricht die Leistungsdichte eine spannende Saison, vielleicht mit der ein oder anderen Überraschung…?!

Beginnen möchte ich die Vorschau mit einem Blick nach Kierspe. Der 1. TKC Scorpions Kierspe ist quasi ein Familienbetrieb mit Tradition. Wie so oft liegen die Tipp-Kick-Anfänge auch hier im Familienkreis, wo man sich noch sitzend Mitte-Ende der 80er heiße Duelle lieferte.
Nach einigen Jahren Dornröschenschlafs auf dem Dachboden wurden die Kicker 2013 dann jedoch wieder reanimiert und der interne Spielbetrieb wieder aufgenommen. Der Besuch eines Turniers in Herne sorgte 2015 dann für die Initialzündung zur Professionalisierung und Vereinsgründung. Neben Vito-André und seinem Onkel Frank Filipiak komplettieren Vito’s Freundin Yvonne Dalli und Mutter Sylvia Sgobio die Skorpione. Die Namensgebung spiegelt ebenfalls die Zielsetzung für die Premieren-Saison wieder: die 4 Kiersper lauern auf ihre Chance zuzuschlagen und mit dem ein oder anderen Überraschungssieg der Konkurrenz empfindliche (Nadel-)Stiche zu versetzen.

Weiter geht es mit dem TKV Weiß Weiß Steinbeck… Weiß wie ein (noch) unbeschriebenes Blatt Papier, so gehen die Tipp-Kick-Novizen aus dem Norden an den Start. Bis auf einige Testspiel-Ergebnisse gegen Hansa Herford und die Turnier-Teilnahme von Basti und Marvin am 2. Herner Ruhrpott Cup ist nicht all zu viel über die Heizungsbauer um Marvin Freund bekannt. Tipp-Kick wird in Steinbeck erst seit wenigen Monaten praktiziert, so dass das Saisonziel eigentlich nur Spielpraxis und Erfahrungszuwachs lauten kann. Immerhin kann man bei den acht gemeldeten Spielern (Sebastian Beier, Hendrik Fischer, Marvin Freund, Michael Hermes, Jens Oelgemöller, Daniel Rieke, Daniel Stroot und Andre Schmiemann) und dem neuverpflichteten Henning Voss Personalprobleme wohl ausschließen. Bleibt zu hoffen, dass sich der interne Konkurrenzkampf auch leistungssteigernd für die Weiß-Weißen auswirken kann…

Die Jungs vom TKV haben bereits verstanden, dass Tipp-Kick-Bälle nicht Weiß-Weiß sind ;)

Die Jungs vom TKV haben bereits verstanden, dass Tipp-Kick-Bälle nicht Weiß-Weiß sind 😉

Bei Hansa Herford handelt es sich um bekannte Gesichter in neuem Gewand. Die Routiniers Jens Foit, Gerald Kretlow und Marcus Henning haben sich über die DTKV-Spielerbörse mit dem spielfreudigen Lars-Peter Witt und dem talentierten Lars Schulze eine Mannschaft zusammengestellt, an der in der Verbandsliga wohl kaum ein Weg vorbeiführt. Herford gilt allerseits als Top-Favorit für die Meisterschaft und diese Rolle nehmen die Hansestädter auch an und gehen mit breiter Brust in die Saison.

Die nächste neue-alte Mannschaft besteht aus der 2. Mannschaft vom TKC Phoenix Herne. Nach dem Aufstieg und enormen Spielerzuwachs im letzten Jahr, bestand die schwierigste Aufgabe für die Schlosskicker wohl darin zu entscheiden, wie man sich personell auf zwei Teams aufsplittet, so dass beide wettbewerbsfähig sind. Mit Jens Schüring, Klaus Horstkotte, Frank Straubel, Peter Feller, Danny Piel und Andre Becker schickt man ein sehr erfahrenes Team in der Verbandsliga an den Start. Damit sollten die Phoenixe sicherlich um einen Aufstiegsplatz mitspielen können. Ob es im weiteren Saisonverlauf bei dieser Konstellation bleibt oder der ein oder andere Spieler in die erste Mannschaft hochgezogen werden (muss), bleibt abzuwarten. Herne hält sich so jedenfalls alle Optionen offen und bringt damit eine Extraportion Spannung in die Saison.

In der Nachbarstadt beim TFV Schlachtenbummler Bochum 2010 ist die Situation grundsätzlich ähnlich. Durch Neuzugänge ist man erstmals in der Lage eine 2. Mannschaft zu melden. Bei Fabian Schrenk und Marco Murgia handelt es sich um Gründungsmitglieder des Vereins, die jedoch aus gesundheitlichen und beruflichen Gründen die Rolle des Edeljokers einnehmen. Uli Schmidt und Björn Schulte hingegen sind ihrerseits dieser Rolle entwachsen und bilden die tragenden Säulen der Mannschaft. Ergänzt wird das Team durch die beiden jüngsten Schlachtenbummler, Nico Girolami und Alexis Kalentzi. Während Alexis als Küken auf die größte Liga- und Turniererfahrung zurückblicken kann, ist Nico, der erst seit wenigen Monaten aktiv Tipp-Kick praktiziert blutiger Anfänger… jedoch gelingt es ihm immer wieder mangelnde Erfahrung durch großes Talent wett zu machen. Insgesamt bilden die Bochumer so eine solide Mannschaft mit Potential, die mit einem Auge Richtung Aufstiegsplätze schielen könnte, wenn alles gut läuft.

Motiviert für seine erste Saison als Schlachtenbummler: Alexis Kalentzi

Motiviert für seine erste Saison als Schlachtenbummler: Alexis Kalentzi

Eine Stadt weiter hat man bei Tornado 09 Dortmund durch die Spielgemeinschaft mit dem TKC Menden nun sogar 3 Mannschaften zum Spielbetrieb gemeldet. Auch hier setzt man bei der dritten Mannschaft auf den Mix aus erfahrenen Leistungsträgern und hungrigen Talenten. Aus Menden kommt der erfahrene Manuel Oehlschläger und der Jungspund Maximilian Tumm. Auf Dortmunder Seite geht Routinier Wolfram Kastrup mit 2. Liga – Erfahrung an den Start, begleitet vom ehrgeizigen Jens Silberkuhl und dem (positiv) Tipp-Kick-Verrückten Mirko Schunder.
Wenn es ihnen gelingt den Spielspaß an der Platte in Erfolge umzumünzen, ist auch bei der Spielgemeinschaft nach oben alles drin.

Beim TKC 1986 Gevelsberg hat Tipp-Kick Tradition. Hier wird neben Leistung aber auch ein besonderes Augenmerk auf den aktiven Breitensport und Nachwuchsförderung gelegt. So ist es keine Überraschung, dass man mit gleich 4 Mannschaften in den Ligen des Westens vertreten ist. Gevelsberg IV ist dementsprechend auch personell nicht nur qualitativ, als auch quantitativ gut besetzt und kann ruhigen Gewissens in die Saison gehen. Heiko Maslo, Holger Roth, Andreas Fischer, Sascha Gies, Peter Krakowski, Henning Rieck, Elena Kapp und Emma Klundt werden die Farben des Traditionsvereins vertreten und auf Punktejagd in der Verbandsliga gehen.

 

Einschätzungen aus dem Profi-Bereich

Wer steht nach der regulären Saison auf dem ersten Platz?
1. Hansa Herford (73,3 %)
2. vier weitere mit je 6,7 %

Wer muss sich mit der roten Laterne begnügen?
1. 1. TKC Scorpions Kierspe (53,3 %)
2. TKV Weiß Weiß Steinbeck (26,7 %)
3. TKC 1986 Gevelsberg IV (13,3 %)

Welche Mannschaft wird uns positiv überraschen?
1. TKV Weiß Weiß Steinbeck (50 %)
2. Schlachtenbummler Bochum II, Hansa Herford (je 14,3 %)

Welche Mannschaft wird uns enttäuschen?
1. TKC 1986 Gevelsberg IV, 1. TKC Scorpions Kierspe (je 25 %)
2. Hansa Herford (16,7 %)

Wer gewinnt die Einzelwertung?
1. Jens Foit (Herford) – 66,7 %
2. Michael Hermes (Steinbeck) – 13,3%
3. drei weitere – je 6,7 %

 

„Eine Hammerliga mit Hin- und Rückrunde. Bleibt abzuwarten, ob alle ans Ziel kommen. Hansa Herford ist das Bayern München der Liga, dahinter das geschickt aufgestellte Herne, dritter dürfte Tornado Dortmund werden. Gevelsberg 4 mit Neuzugang Barata und dem wiedererstarkten Sacha Gies in Lauerstellung.“

„5 der 6 Mannschaften der letzten Saison nicht mehr dabei und trotzdem gibt es eine Liga mit 7 Teams! Geil!“

 

Altmeister Jens Foit startet in der Verbandsliga West neu durch.

Altmeister Jens Foit startet in der Verbandsliga West neu durch.

 

Hier findet ihr weitere Infos und aktuelle Ergebnisse zur Verbandsliga West

 

 

2. Bundesliga Südwest – ausgeglichen wie nie zuvor!

Die 2. Bundesliga Südwest verspricht auch in der kommenden Saison enorm viel Spannung. Gerade um den Aufstieg kämpfen mehrere Teams und auch am Tabellenende sind die Mannschaftsstärken sehr ausgeglichen. Der Bundesligaabsteiger aus Hirschlanden musste sein ehemaliges Regionalliga-Team hochziehen. Die beiden neuen Spielgemeinschaften aus Düsseldorf/Rheinland und Dortmund/Menden sind strategische Partnerschaften eingegangen und schicken deshalb die jeweils besten Akteure der Vereine an den Start. Dazu kommt mit der zweiten Mannschaft des 1. TKC Kaiserslautern ein Aufsteiger, der sich sofort in der oberen Tabellenhälfte etablieren könnte.

TKC 71 Hirschlanden II
Nach dem Abstieg aus dem Tipp-Kick Oberhaus wurde der Kader kräftig umgebaut: Kein einziger Akteur des letztjährigen Teams wurde gemeldet. Nach starken Turnierauftritten von Youngster Florian Stähle war es die logische Konsequenz, ihn in die zweite Mannschaft hochzuziehen. Für ihn wird die zweite Bundesliga nur eine Durchgangsstation sein, während seinen Teamkameraden eine schwere Saison bevorsteht: Robert Matanovic und Michael Bräuning müssen durch ihre Erfahrung punkten. Mit Stefan Poetsch steht außerdem ein Mann im Kader, der durchaus ein guter Zweitligakicker sein kann, jedoch fehlt ihm aktuell die Wettkampfpraxis.

Prognose: Der Wiederaufstieg wäre ein vermessenes Ziel. Ein Platz im Mittelfeld sollte drin sein, jedoch muss das Team nach unten aufpassen.

Florian Stähle wird kein Lehrgeld in der neuen Liga zahlen müssen

Florian Stähle wird kein Lehrgeld in der neuen Liga zahlen müssen.

 

PWR ’78 Wasseralfingen
Der PWR ist seit Jahren die Konstante in der 2. Bundesliga Südwest. Jedoch war das Team bisher zu unkonstant oder zu schwach für den Aufstieg. Wird es dieses Jahr klappen? Erleben Michael Gary und Uli Weishaupt einen Leistungsschub, ist dieses Unterfangen durchaus möglich. Mit dem amtierenden ostdeutschen Einzelmeister Jonathan Weber und Christoph Weishaupt als Punktegaranten sollte der große Wurf machbar sein. Infrage kommt außerdem der Einsatz von Jakob Weber, welcher nach mehreren Jahren Pause wieder im Kader der Ostälbler auftaucht. Sollte er zu alter Form finden und seine Einsätze bekommen, ist das Team noch unberechenbarer.

Prognose: Wenn nicht jetzt, wann dann? Sollte der Saisonstart klappen, ist nach oben alles drin.

 

Flinke Finger Bruck
Nach einer enttäuschenden letzten Saison, in der der Wiederaufstieg nicht realisiert wurde, wollen die FFBler nun erneut angreifen. Angeführt von Topspieler Vincent Höhn gehen die Bayern als Favorit in die Saison. Dieser Favoritenrolle können sie allerdings nur gerecht werden, wenn die Spieler auf den Positionen 2-4 am Limit spielen. Mit Verbandspräsident Peter Funke und Rainer Schönlau verfügt man wohl über die beiden erfahrensten Akteure der ganzen Liga und Thomas Ruchti kann in einem guten Jahr jeden schlagen. Sollte sich Jens Jähnert im Laufe des Jahres noch verbessern, so verfügt FFB über einen sehr ausgeglichenen Kader, welcher schwer zu schlagen ist. Simon Bernreiter und Stefan Samabor gelten sicher nur als Ersatzspieler, da sie aufgrund fehlender Spielpraxis der 2. Bundesliga Südwest nicht gewachsen sind.

Prognose: Haben die besten Karten im Aufstiegsrennen.

Schafft der DTKV-Präsident Peter Funke nochmals den Sprung in die Bundesliga?

Schafft der DTKV-Präsident Peter Funke nochmals den Sprung in die Bundesliga?

 

SG Karlsruhe/Mayence
Erstmals seit Langem geht die SG als Mitfavorit in die Saison, denn mit Neuzugang Marco Bittmann vom aufgelösten 1. Murgtäler TKC wurde ein Topspieler verpflichtet, welcher dem Team sofort helfen wird. Sollte er an seine Leistungen anknüpfen, stellt Karlsruhe/Mayence mit ihm, Georg Schwartz und Daniel Meuren ein Triumvirat, welches gegen jeden Gegner ohne Probleme jeweils sechs Punkte holen kann. Entscheidend wird die Form von Christian Steuer und Henning „The Water Tower“ Horn sein. Sollten beide eine gute Saison abliefern, steht dem ersten Aufstieg in die Bundesliga seit Bestehen der SG nichts im Wege.

Prognose: Mit Marco Bittmann als Stammspieler kann der Schritt Richtung Bundesliga gemacht werden.

Ewiges Duell: PWR (Michael Gary) gegen SG Karl/May (Henning Horn)

Ewiges Duell: PWR (Michael Gary) gegen SG Karl/May (Henning Horn)

 

SV Kelheimwinzer
„Tausendmal berührt – Tausendmal ist nichts passiert“ – besser kann man den  SV Kelheimwinzer nicht beschreiben. Während das Team in den letzten Jahren stets als Absteiger Nummer eins gehandelt wurde, retteten sich die Bayern immer wieder. Insbesondere überrascht es, dass quasi ohne externen Spielbetrieb eine ausgeglichene Bilanz in der vergangenen Saison  erreicht wurde. Das Team punktet vor allem durch seine Ausgeglichenheit. Mit Ralf Item, Jürgen  Prem und Alex Huhnholz verfügt der SV über Akteure, welche an guten Tagen mit den Besten der Liga mithalten können. Sollten sie als Stammspieler eingesetzt werden, wird auch dieses Jahr das Team aus Kelheim nicht absteigen, schließlich müssen sich die weiteren Aktiven Jochen Gabler und Oliver Brunner auch vor niemandem verstecken.

Prognose: Der SV wird die Liga halten und gilt nicht als Abstiegsfavorit.

 

TKC Preußen Waltrop II
Die Zweitvertretung aus Waltrop geht mit einem sehr ausgeglichenen Kader an den Start. Mit Frank Schuster, Martin Weichmann und dem Ex-Sprockhövler Paulo Vicente können die Preußen auf gestandene Zweitliga-Profis zählen. Den schmerzenden Abgang von Arnold Gotzhein, welcher in der ersten Mannschaft Oliver Hahne ersetzen soll, muss insbesondere Olaf Ruscheweyh auffangen. Dieser konnte in der letzten Saison und vor über 25 Jahren seine Klasse beweisen. Sollte einer der Akteure ausfallen, kann aus dem Kader der dritten Mannschaft oder dem großen Pool ehemaliger Mitspieler geschöpft werden. Erreicht jeder der Stammspieler sein normales Leistungsniveau, wird der TKC weder um den Aufstieg mitreden können noch um den Abstieg zittern müssen.

Prognose: Ausgeglichen wie die Liga selbst. Ein Platz im Mittelfeld ist drin.

 

SG Rheinland/Düsseldorf I
Der Zusammenschluss der Vereine aus Rheinland und Düsseldorf eröffnet der ersten Mannschaft neue Möglichkeiten. Diese setzt sich nämlich aus den Rheinländern Stefan Biehl und Andreas Helbig sowie auf Düsseldorfer Seite aus Dirk Hansen, Franco Röthke und Felix Lennemann zusammen. Insbesondere Helbig und Lennemann ist ein Platz in den Top 10 der Liga zuzutrauen. Mit Röthke steht außerdem ein Diamant im Kader, welcher sich mit mehr Spielpraxis zu einem der besten Spieler in der Sektion West entwickeln könnte. Während Rheinland United in der letzten Saison absteigen musste und Düsseldorf durch einen Sieg gegen die SG Karlsruhe/Mayence aufhorchen ließ, wird die neue SG nichts mit dem Abstieg zu tun haben.

Prognose: Die Strategie wird aufgehen und die SG die Liga aufmischen.

Torreiches Vorrundenspiel: Achim Schulz von den TKC Balingen Headbangers (l.) und Andreas Helbig von TK Rheinland United (r.) trennten sich 5:7.

Andreas Helbig (rechts) kann einer der tonangebenden Akteure der Liga werden.

 

1. TKC Kaiserlautern ’86 II
Die Mannschaft um Macher Michael Link konnte in der vergangenen Saison souverän die Meisterschaft in der Regionalliga klar machen. Ebenso souverän wird die Bundesligareserve in der 2. Bundesliga Fuß fassen und nichts mit dem Abstieg zu tun haben. Der Abgang von Michael Kalentzi nach Bochum schmerzt sportlich betrachtet sehr, doch mit Fabian Werle wurde ein junges Talent aus den eigenen Reihen hochgezogen, das insbesondere beim DTKV-Pokal mit beachtlichen Leistungen glänzen konnte. Ebenso gehören die weiteren Mitglieder Michael Link, Christoph Haag und Sascha Fohlmeister in diese Liga.

Prognose: Spielstärkster Aufsteiger seit Jahren, der sich in der oberen Tabellenhälfte etablieren wird.

 

SG Dortmund/Menden I
Nachdem die Jungs von Tornado Dortmund in den letzten Jahren als Fahrstuhlmannschaft galten, soll nun in einer SG mit dem 1. TKC Menden alles anders werden. Verstärkt mit dem ehemaligen Topspieler Olaf Dransfeld aus Menden, wollen Andreas Klare, Andreas Hahn und Markus Tegethoff diesen Ruf ablegen. Insbesondere die Aufbruchstimmung in beiden Vereinen könnte ein Grund sein, dass dieses Unterfangen klappt. Viele Neulinge pushen die erfahrenen Kicker zum möglichen Klassenerhalt. Dennoch stellt der Klassenerhalt eine schwere Aufgabe für die SG dar, da auch der andere Aufsteiger aus Kaiserslautern sowie die anderen Konkurrenten sehr stark aufgestellt sind.

Prognose: Trotz SG wird es schwer, die Klasse zu halten.

 

Einschätzungen aus dem Profi-Bereich

Wer steht nach der regulären Saison auf dem ersten Platz?
1. Flinke Finger Bruck (33,3 %)
2. PWR ’78 Wasseralfingen (28,6 %)
3. TKC 71 Hirschlanden II (23,8 %)

Wer steigt ab?
1. SG TornaDO/Menden I (52,4 %)
2. SV Kelheimwinzer (23,8 %)
3. SG Rheinland/Düsseldorf I (19 %)

Welche Mannschaft wird uns positiv überraschen?
1. SG Rheinland/Düsseldorf I (28,6 %)
2. 1. TKC Kaiserlautern ’86 II (23,8%)
3. PWR ’78 Wasseralfingen (19 %)

Welche Mannschaft wird uns enttäuschen?
1. TKC Preußen Waltrop II (23,8 %)
2. SG Karlsruhe/Mayence, SV Kelheimwinzer (je 19 %)

Wer gewinnt die Einzelwertung?
1. Jonathan Weber (Wasseralfingen) – 47,6 %
2. Vincent Höhn (FFB) – 23,8%
3. Andres Helbig (SG R/D), Florian Stähle (TKC 71) – je 9,5 %

 

„Die vielleicht ausgeglichenste Liga seit Jahren. Oben wie unten werden die Entscheidungen erst zum Schluss fallen.“

„3 Westteams! Super! 👍“

„PWR schafft den Einzug in die 1. Bundesliga nun endlich! Jakob Weber – endlich wieder gemeldet.“

„Es wird ein Dreikampf um die Meisterschaft. PWR und FFB zählen dazu. Der Dritte bleibt mein Geheimnis. Der Meister wird keine null bei den Verlustpunkten stehen haben.“

 

 

Jonathan Weber: Rundschau-Chef, ODEM 2016 - und vielleicht Sieger der Einzelwertung 2016/2017?

Jonathan Weber: Rundschau-Chef, ODEM 2016 – und vielleicht Sieger der Einzelwertung 2016/2017?

 

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Bilder: Archiv

Borussia 88 TKC Schwerte – Echt Liebe hält ein Leben lang

Seit Jahrzehnten aktiv und nimmer müde: Die Borussia 88 TKC Schwerte. Rundschau-Redakteur Jonathan Weber erinnert sich gerne an seinen ersten Einsatz in der 2. Bundesliga Südwest gegen die Borussia im Alter von 7 Jahren. Das war im Jahr 2002. Noch heute besteht das Team aus den damaligen Aktiven Michael, Marcel und Christopher Sammrei sowie Stephan Müller. Ebenso ist mit Hans Wrobel seit Kurzem auch das letzte Gründungsmitglied wieder aktiv. Auch wenn der Verein mittlerweile in der Regionalliga West spielt, halten die Mitglieder zusammen und stellen nicht unbedingt das Sportliche in den Vordergrund.

 

Die Geschichte
Im Jahre 1988 saßen die beiden Schüler Michael Sammrei und Stephan Müller eines Nachmittags gelangweilt herum, als ihnen ein Artikel über Tipp-Kick-Vereine in der Sport-Bild ins Auge fiel. Daraufhin entschlossen sich die beiden, selbst einen Verein zu gründen. Über die lokale Presse sowie dem Lokalradio Radio Dortmund 87,8 wurden Mitstreiter gesucht und zeitgleich der Verband angeschrieben, um weitere Informationen zu erhalten. Der Aufruf im Lokalradio brachte die beiden Schüler mit Hans Wrobel zusammen, welcher schon seit seiner Jugend Tipp-Kick spielte und auch gerne einen Verein gründen wollte.

Damals wie heute - die Borussia hält zusammen (es fehlt Hans Wrobel)

Damals wie heute – die Borussia hält zusammen (es fehlt Hans Wrobel)

Bei der ersten „Vereinsversammlung“ in der Gaststätte „Zur Brücke“ in Schwerte waren dann neben den drei bereits genannten Personen auch noch Michaels Schwester Bianca sowie Stephans Bruder Markus anwesend. An dieser historischen Stelle wurde auch der Vereinsname „Borussia 88 TKC Schwerte“ beschlossen. Kurios ist, dass die Räumlichkeiten wie bei der Dortmunder Borussia auch in Schwerte keine Kneipe mehr sind. Dass an diesem Nachmittag ein Verein gegründet wurde, welcher einmal einer der beiden ältesten Vereine des Tipp-Kick-Westens werden würde, hätte wohl keiner der fünf anwesenden Personen gedacht. In der Anfangsphase konnten zudem Sven Diederichs und Klaus Großmann für den neuen Schwerter Klub gewonnen werden. Noch war man unter sich und bis auf Hans Wrobel hatten alle etwa die gleiche Spielstärke. So war es nicht verwunderlich, dass es in der Vereinsmeisterschaft nur darum ging, Platz 2 hinter Hans Wrobel zu erreichen und möglich knapp gegen den Titelträger zu verlieren.

 

Der Verein heute
Heute trägt der Verein seine Spiele und Turniere nicht mehr in Schwerte, sondern in Holzwickede (Bahnhofstr.70, 59439 Holzwickede) aus. Doch der Stamm des Teams hat sich seit Langem gehalten. Während Hans Wrobel zuletzt eine Pause eingelegt hatte, nahmen die Sammreis mit Stephan Müller in den letzten Jahren weiterhin am Ligaspielbetrieb teil. Ebenso sieht man die Schwerter seit Ende 2015 wieder verstärkt auf Turnieren. Insbesondere Müller findet man jedes Jahr auf den Osterturnieren in Berlin vor, wobei er aufgrund der großen Borussia und seiner Dauerkarte bereits verrückte Anfahrten mit dem Nachtzug hinter sich hatte.

Die Borussia erkennt man an ihren knallgelben Trikots

Die Borussia erkennt man an ihren knallgelben Trikots

In Schwerte wird der Spaß am Tipp-Kick und das gemütliche Beisammensein großgeschrieben. Nichtsdestotrotz möchten sich die technisch versierten Mitglieder stetig verbessern. Mit Michael Sammrei und Hans Wrobel können zwei Aktive sehr gut in der Regionalliga West mithalten, bei den anderen Akteuren hängt enorm viel von der Tagesform ab. Vielleicht schafft es der Verein ja durch den neuen Ruck, an alte Zeiten in der 2. Bundesliga Südwest anzuknüpfen.

Hinter der Borussia steht Michael Sammrei, bei dem alle Fäden zusammenkommen. Er verwaltet die Homepage sowie die Facebook-Seite und organisiert die Ligateilnahme und die Turniere, wobei er hier tatkräftig von seinem Bruder Marcel unterstützt wird. Eben jener führt auch die Vereinskasse.

Im Sammreischen Wohnzimmer geht es hoch her!

Im Sammreischen Wohnzimmer geht es hoch her!

 

Ausblick
Den Verein hat der Tipp-Kick-Virus wieder voll erwischt. Die Borussia richtete schon in der Vergangenheit kleine Turniere mit einer Beschränkung auf 16 Teilnehmer aus. Das kommende wird der X-Mas-Cup am 11.12.2016 sein, wobei schon jetzt die Teilnehmergrenze erreicht wurde. Allerdings kann man sich bei einer Anmeldung auf die Warteliste setzen lassen.
Des Weiteren fällt eine aktive Außendarstellung auf Facebook auf: Dort findet man Berichte über Freundschaftsspiele, Ligaergebnisse und Turnierteilnahmen.
Der DTKV wünscht der Borussia weiterhin viel Erfolg und hofft, dass sich in Schwerte weitere Mitstreiter finden, die die „Alten Hasen“ noch weiter pushen.

 

Kontakt
Mehr zur Borussia erfahrt ihr auf der Facebook-Seite und der Homepage.

 

Fotos: Michael Sammrei

Vorläufiger Spielplan der Regionalliga West

Auch in der Sektion West geht der Spielbetrieb demnächst wieder los. Hier findet ihr den vorläufigen Spielplan der Regionalliga West.

Sektionsleiter Simon Winzer erklärt den Modus:

„Der rot hinterlegte Termin ist der Terminabgabetermin. Bis dahin müssen sich alle Mannschaften auf einen Termin geeinigt und mir diesen mitgeteilt haben, ansonsten greift der sogenannte Pflichtspieltermin am letzten Tag des Quartals (immer sonntags).

Aufgrund von Weihnachten dauert das zweite Quartal statt zwei Monaten drei Monate. Des Weiteren ist das dritte Quartal wegen der NRW-Osterferien um eine Woche verkürzt. Dafür ist dann im vierten Quartal eine Woche mehr Zeit als letzte Saison.

Es wird aus der Regionalliga einen Aufsteiger in die 2. Bundesliga Südwest geben. Steigt aus der 1. Bundesliga keine Südmannschaft ab, spielt der Zweitplatzierte der Regionalliga West eine Relegation mit dem Zweitplatzierten der Regionalliga Süd um den Aufstieg in die 2. Bundesliga.

Des Weiteren steigen die beiden schlechtplatziertesten Mannschaften aus der Regionalliga in die Verbandsliga ab. Dementsprechend gibt es in der Verbandsliga West zwei Aufsteiger. Sofern keine Westmannschaft aus der 2. Bundesliga Südwest absteigt, steigt zudem der Drittplatzierte der Verbandsliga auf. Im positiven Fall, dass auch der Zweitplatzierte der Regionalliga aufsteigen kann und es keinen Westabsteiger aus der 2. Bundesliga gibt, würden sogar vier Mannschaften aus der Verbandsliga aufsteigen.

Sofern zwei Westmannschaften aus der 2. Bundesliga Südwest absteigen, startet die Regionalliga 2016/17 mit zehn Mannschaften.“

1.Quart 2.Quart 3.Quart 4.Quart

TKC Gevelsberg – mehr als nur Tipp-Kick

Seit 30 Jahren in der Szene dabei und immer noch nicht müde- der TKC 1986 Gevelsberg erlebt gerade so etwas wie seinen zweiten Frühling. Angetrieben von Siggi Gies hat sich der Club zu einem der größten unserer Zunft entwickelt und überzeugt durch eine Vielzahl an Veranstaltungen. Doch in Gevelsberg steht nicht nur der Tipp-Kick-Sport im Vordergrund: Den Leuten liegt ein gesundes Vereinsleben in Kombination mit sozialem Engagement am Herzen. Die Rundschau hat sich mal schlau gemacht, was die Gevelsberger denn so ausmacht und weshalb es dort derzeit so gut läuft.

 

Der Verein
Angefangen hat alles vor 30 Jahren in Wuppertal, wo Siggi Gies den TKC gründete. Heute zählt der Verein 28 aktive und passive Mitglieder, nachdem Mitte der 90er Jahre der Spielbetrieb komplett auf Eis lag. Doch wie der Phönix aus der Asche kamen der TKC sowie viele alte Gesichter zurück. Das Besondere an den Mitgliedern ist, dass sowohl Jung als auch Alt sowie Frau als auch Mann an den Platten stehen. Das jüngste Mitglied ist erst 12 Jahre alt, während Inge Simionie im September ihren 77. (!) Geburtstag feiert. Spielort ist die Blue Moon Arena, ein Tipp-Kick-Tempel, welcher weit über Nordrhein-Westfalen hinaus bekannt ist.

Die Spielstätte, in der schon viele Stunden mit Tipp-Kick verbracht wurden

Die Blue Moon Arena, in der schon viele Stunden mit Tipp-Kick verbracht wurden

In Gevelsberg scheint sich ein Familienmodell herumgesprochen zu haben: Während neben Siggis Verlobter Manu Winter auch noch dessen Sohn Sascha Tipp-Kick spielt, unterstreichen die Familien Pulice sowie Mettegang diesen Eindruck. Manu, welche erst durch Siggi zum Tipp-Kick stieß, durfte sich 2015 über den Gewinn der Deutschen Damenmeisterin freuen und geht in diesem Jahr in Kaiserlautern als Titelverteidigerin an den Start.

Der Verein ist heute nicht mehr aus der Profi-Szene wegzudenken. Zahlreiche Turnierveranstaltungen wie zum Beispiel die Ausrichtung der Bundesliga-Playoffs und des DTKV-Pokals 2016 sowie die Deutsche Einzelmeisterschaft 2009 bringt ein jeder Tipp-Kicker mit Gevelsberg in Verbindung. Dabei darf man die früheren Auflagen der Kult Classics sowie den neu initiierten AVU Winter Cup nicht vergessen, der bei seiner ersten Ausspielung mit 61 Teilnehmern sehr gut wahrgenommen wurde.

In der kommenden Saison gehen vier Mannschaften der Gevelsberger in der Regionalliga sowie in der Verbandsliga West an den Start. Während die erste Mannschaft mit Siggi Gies, Manu Winter, André Gräber, Jens Krokowski und Stefan Peukert um den Aufstieg mitspielen will, geht es für die zweite Mannschaft um einen gesicherten Platz im Mittelfeld der Regionalliga. Gespannt darf man auf die dritte Garde sein, die als reine Jugendmannschaft um Trainer Tobias Nickel an den Start geht. Insbesondere Ivan Pulice und Nils Mettegang konnten in der vergangenen Saison und auf Turnieren beweisen, dass hier großes Potenzial vorhanden ist. Die vierte Mannschaft setzt sich aus Neulingen zusammen, welche in der Verbandsliga Spielpraxis sammeln sollen, um sich für Höheres zu empfehlen.

TKC Gevelsberg I: André Gräber, Jens Krokowski, Siggi Gies, Manu Winter (v.l., es fehlt Stefan Peukert)

TKC Gevelsberg I: André Gräber, Jens Krokowski, Siggi Gies, Manu Winter (v.l., es fehlt Stefan Peukert)

 

Die Macher
Neben Gründer und Antreiber Siggi Gies übernehmen auch andere Personen Verantwortung beim TKC. Insbesondere Tobias Nickel, der im Alter von 19 Jahren das Amt des 2. Vorsitzenden sowie des Jugendleiter innehat, trägt einen gewaltigen Teil dazu bei. Doch der TKC kann sich auf jedes seiner Mitglieder verlassen: Fast jeder hat eine Funktion im Verein, egal ob als Kassenwart oder Pressereferent- die Gevelsberger zeichnen sich durch ein starkes Kollektiv aus.

Übernimmt für Verantwortung: Tobias Nickel

Übernimmt früh Verantwortung: Tobias Nickel

Auffallend ist vor allem, dass der Verein eine aktive Außendarstellung betreibt. Sowohl in der Regionalpresse als auch auf der Facebook-Seite des Clubs wird regelmäßig über die Clubentwicklung berichtet. Hier ist der TKC einer der führenden Vereine im Tipp-Kick Bereich, wo sich manch ein Verein sicher etwas abschauen kann.

 

Aktionen
Der TKC betriebt ein aktives Vereinsleben. Neben dem gemeinsamen Public Viewing während der Fußball EM findet das Training bis zu zweimal pro Woche statt. Des Weiteren organisiert der Club viele Freundschaftsspiele wie zum Beispiel gegen Herne, Dortmund, Schwerte oder den neugegründeten TKC Weiß Weiß Steinbeck.

Das Vereinsleben hat seinen Mittelpunkt in der Blue Moon Arena

Das Vereinsleben hat seinen Mittelpunkt in der Blue Moon Arena.

Außerdem ist die Jugendarbeit ein integraler Bestandteil des Vereinslebens. Schon seit vielen Jahren bringt die Talentschmiede einige vielversprechende Talent hervor. In der kommenden Saison geht die dritte Mannschaft an den Start, wobei die Akteure allesamt unter 20 sind. Nicht verwunderlich war es auch, dass bei der Deutschen Einzelmeisterschaft 2009 im U-18 Bereich mit 35 Teilnehmern ein Rekord aufgestellt wurde.

Doch auch dem sozialen Engagement widmet man sich in Gevelsberg. Durch die Kooperation mit der AVU ENergie, dem Energiedienstleister und Wasserversorger in der Region, konnte Tipp-Kick als anerkannter Sport in der Region verbreitet werden. Beim AVU-Tipp-Kick-Turnier mit Regionalpolitikern konnten Spenden in Höhe von 30.400 € für Demenzorganisationen erspielt werden.

Im November 2015 wurden die Gevelsberger Kult Classics in das Internationale Sport- und Kulturfest eingebunden, sodass auch die teilnehmenden Profis erfahren konnten, wie sehr sich die Gevelsberger auch außerhalb unseres Sports engagieren. Weitere soziale Einrichtungen stehen schon Schlange, um ein Event mit den Gevelsbergern durchführen zu dürfen.

 

Ausblick
Den nun eingeschlagenen Weg will man in Gevelsberg weitergehen. Insbesondere durch strategische Kooperationen hat sich der TKC gut in seiner Region positioniert und sich einen Namen gemacht. Doch auch im DTKV will der Verein in Zukunft nicht nachlassen: Am 29.01.17 findet der 2. AVU Winter Cup statt.

Der TKC Gevelsberg ist eine positive Erscheinung im Profibereich und der DTKV wünscht weiterhin viel Erfolg. Solche Vereine braucht nicht nur der DTKV, sondern auch eine jede Stadt dürfte sich über so ein Engagement freuen.

 

Weitere Informationen zum TKC 1986 Gevelsberg erhaltet ihr auf deren Homepage bzw. über die Facebook-Seite

 

Fotos: TKC Gevelsberg 

 

 

Derby um den Aufstieg – Saisonfinale in der Regionalliga West

Die Regionallga-Saison 2015/16 im Westen neigt sich dem Ende zu. Aber was für einem Ende…

Während sich im Abstiegskampf nie großartig Spannung aufbauen konnte, bedingt durch die bedauerlichen Rückzüge vom Spielbetrieb der Essener Löwen und Dynamo Düsseldorf II, so könnte der Kampf um die Tabellenspitze wohl nicht spannender sein. Während der Rest der Liga relativ eng beisammen liegt, marschierten zwei Vereine von Sieg zu Sieg und lieferten sich bis zum letzten Spieltag ein Kopf-an-Kopf-Rennen um den Platz an der Sonne. Folgerichtig stehen sich nun also im letzten Saisonspiel Tornado Dortmund und die Schlachtenbummler Bochum ungeschlagen und punktgleich gegenüber. Beide haben eine starke Saison hinter sich und wollen diese nun mit der Meisterschaft und dem Aufstieg in die 2. Liga Süd-West krönen. Für Dortmund würde dies die Rückkehr in alte Gefilde, für Bochum den größten Erfolg der 1 Jahr jüngeren Vereinsgeschichte bedeuten. Es handelt sich also in jeglicher Hinsicht um ein lupenreines Endspiel und obendrein noch um ein Lokal-Derby erster Güte.

Tornado wurde seiner Favoritenrolle gerecht und konnte sich mit konstant guten Leistungen im Saisonverlauf den Vorteil des besseren Spielpunkteverhältnis sichern, so dass ihnen im direkten Vergleich nun auch ein Unentschieden zum Erfolg genügen würde. Außerdem haben die Dortmunder den Heimvorteil auf ihrer Seite.

Die Schlachtenbummler taten sich insgesamt zwar etwas schwerer, kamen ein ums andere mal erst über den Kampf ins Spiel und mussten ihre Siege zum Teil mit einem Kraftakt erzwingen. Sie bewiesen dabei aber, dass sie auch unter Druck ihre Nervenstärke behalten und bereit sind bis zur letzten Sekunde zu kämpfen. In Bochum gibt’s also keinen Grund sich mit Rechenspielchen aufzuhalten, hier gilt das Motto „Sieg oder Spielabbruch!“ – natürlich im allerfairsten Sinne!

Trotz aller sportlichen Brisanz und lokalen Rivalität pflegen beide Vereine einen absolut respektvollen Umgang miteinander und man freut sich beiderorts gemeinsam auf dieses besonders spannende Saison-Finale. Insbesondere seit dem nun auch andere Vereine ihr Interesse an diesem Spiel bekundet haben und man wohl den ein oder anderen Schaulustigen vor Ort erwarten darf, ist das für beide Mannschaften nicht nur ein weiterer Ansporn, sondern auch eine große Ehre eine tolle Saison vor einer würdigen Kulisse abzuschließen. Wer nun am Ende das Glück auf seiner Seite hat und in der nächsten Saison überregional spielen darf, entscheidet sich am 31.05.2016 in Dortmund!

Ob es den Bochumer Underdogs gelingt die Dortmunder Titelfavoriten auf der Zielgeraden abzufangen, oder ob der Klassenprimus die Konkurrenz auf die Plätze verweist ist in einem solchen „Alles oder nichts“-Spiel so gut wie unmöglich vorherzusagen. Sicher ist nur eins: Beide Vereine werden alles in die Waagschalen werfen und vielleicht ist es am Ende nur die Tagesform, die den entscheidenden Ausschlag in eine Richtung gibt!

Freuen wir uns also auf ein spannendes Spiel auf mit offenem Visier, auf geiles Tipp-Kick mit schönen Toren und starken Paraden, auf ein hart umkämpftes aber sportlich-faires Finale!

In diesem Sinne, Glück Auf!

 

Foto: Christoph Schmidt

Kiel, Celtic II und Düsseldorf entern die 2. Liga – Rheinland fast sicher

In drei der vier Regionalligen steht der jeweilige Aufsteiger in die beiden 2. Bundesligen fest. Dynamo Düsseldorf und Celtic Berlin II können dabei ihren direkten Wiederaufstieg feiern, während die SpVgg Balltick Kiel den Durchmarsch aus der Verbandsliga vollbrachte. In der Regionalliga Süd scheint der Aufstieg von TK Rheinland United nur noch Formsache zu sein.

Regionalliga Nord: Kiel dankt Jerze II und marschiert durch

Mit dem Ziel sich in der Regionalliga Nord zu etablieren, ging der Aufsteiger SpVgg Balltick Kiel in die erste Drittligasaison der Clubgeschichte. Bei der Konkurrenz für die vorderen Plätze nicht auf dem Zettel starteten Alexander Kraft, Robert von Hering und die drei „Hansens“ Christoph, Florian und Simon eine Bilderbuch-Serie.

Artikel Aufsteiger Regionalligen Kiel von Hering

Robert von Hering von Balltick Kiel

Spätestens nach dem Sieg im vierten Saisonspiel gegen den TFB ’77 Drispenstedt II, gegen den sich die Jungs von der Ostsee mit 20:12 souverän durchsetzen konnten, machten sie ihre Aufstiegsambitionen deutlich. Nach zwei weiteren siegreichen Begegnungen bestritten die Kieler bereits am 26. April ihr letztes Spiel, in dem ein 16:16-Uentschieden für den sicheren Aufstieg gereicht hätte. Völlig unerwartet und deutlich verloren sie gegen den TFC Alemannia Neumünster (12:20) und brachten ihren nahezu sicher geglaubten Aufstieg in die 2. Bundesliga Nord/Ost noch in Gefahr.

Plötzlich hatte der TFB ’77 Drispenstedt II doch noch die Möglichkeit an Balltick vorbeizuziehen. Beim Aufeinandertreffen mit dem TKV Jerze II, am vergangenen Sonntag, waren die Kieler zum Zuschauen verdammt. Die Drispenstedter, die mit Max Bartels, Daniel Bialk, Dirk Kandziora und Berthold Nieder eine absolut zweitligareife Mannschaft an den Start schickten, verloren ihrerseits nur das Spiel gegen Kiel und konnten bei einem 23:9-Sieg, dank des besseren Spielpunktverhältnisses, noch aufsteigen. Kein unmögliches Unterfangen!

Dass diese Begegnung sich noch zu einem Alptraum entwickeln würde, hätte der TFB nach seinem furiosen Start wohl nicht mehr erwartet. In den ersten fünf Spielrunden überzeugten die drei Jungs um Altmeister Dirk Kandziora gegen Jerze II, verloren kein Spiel, machten den Sieg klar und benötigten nach der 3:17-Führung nur noch sechs Punkte aus den sechs bevorstehenden Partien, um den Aufstieg feiern zu können. Die greifbare Nähe des Aufstiegs schien bei den Drispenstedter eine Art Torschlusspanik auszulösen. Nur noch Max Bartels, der im Clubkampf alle Begegnungen für sich entschied, konnte auf der Gästeseite noch einen Sieg einfahren. Zwei weitere Unentschieden bedeuteten zwei Punkte zu wenig für den Aufstieg. Für die junge Drispenstedter Mannschaft ist das Ergebnis sicherlich eine herbe Enttäuschung, gleichzeitig aber eine realistische Chance auf den Aufstieg in der kommenden Spielzeit.

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Ob die zweite Mannschaft vom TKV Jerze von den Kielern schon für ihren finalen Einsatz belohnt wurden, ist noch nicht überliefert. Trotz aller Knappheit haben sie sich den Aufstieg in die 2. Bundesliga Nord/Ost absolut verdient. Sie sind ein Musterbeispiel dafür, welche Leistungssteigerungen durch Turnierteilnahmen, Trainingseifer und Spaß auch in kurzer Zeit möglich sind. Herzlichen Glückwunsch nach Kiel!

Der Absteiger in die Verbandsliga Nord wird unter den Teams der SG Buxtehude/Moisburg, Pegasus Hannover und dem TKV Jerze II ausgemacht. Der bereits feststehende Gewinner der Einzelwertung ist Mario Hinz vom Drittplatzierten TFC Alemannia Neumünster.

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Regionalliga Ost: Celtic II bleibt ungeschlagen

Der Aufstieg der zweiten Mannschaft von Celtic Berlin ist seit dem vorletzten Regionalligaspiel perfekt. Im Spitzenspiel gegen die SpVgg Halbau Berlin I mit Routinier Gerrit Kähling lief es für die Zehlendorfer vorerst aber nicht nach Plan. Oliver Baer, Christian Thieke und auch Jan Komareck, der bis zu diesem Zeitpunkt ein Punktestand von 40:0 in der Einzelwertung aufweisen konnte, verloren wichtige Punkte, sodass es zwei Spielrunden vor dem Ende 13:11 für Halbau stand. Nach einem sichtlichen Ruck, der durch die Reihen der „Kelten“ ging, konnten die restlichen Partien allesamt für sich entschieden werden.

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Den Saisonabschluss für Celtic II brachte die Begegnung gegen den TKC Flamengo Berlin III, der leider nur mit drei Spielern in die Partie ging. Am Ende stand ein klares 29:3 für Celtic zu Buche, die ihrer Favoritenrolle in der Regionalliga Ost absolut gerecht wurden und ohne Punktverlust in die 2. Bundesliga Nord/Ost aufsteigen. Die vier Spieler der Celtic-Equipe finden sich allesamt unter den Top 5 in der Einzelwertung wieder. Den Sieg teilen sich Max Gottschalk und Jan Komareck mit jeweils 53:3-Punkten.

In der Regionalliga Ost stehen noch drei Partien von Teams aus der zweiten Tabellenhälfte aus. Insbesondere die bisher enttäuschende zweite Mannschaft von Germania ’09 Neukölln hat im Spiel gegen die SpVgg Halbau Berlin II (beide punktlos) noch die Möglichkeit, die verkorkste Saison wenigstens nicht auf dem letzten Platz abschließen zu müssen. Celtic III hat noch realistische Chancen auf Platz fünf.

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Regionalliga West: Hochdramatisches Saisonfinale im Westen – Dynamo mit direktem Wiederaufstieg

von Felix Lennemann

Am Sonntagabend, dem 31. Mai, kam es in Düsseldorf zum Showdown der beiden Topteams von Tornado Dortmund und Dynamo Düsseldorf. Im direkten Duell wurde der Meister und gleichzeitig der Aufsteiger in die 2. Bundesliga Süd/West ermittelt. Die Düsseldorfer benötigten zwingend einen Sieg, hingegen genügte den Gästen aus Dortmund auf Grund der besseren Spielpunkte bereits ein Unentschieden.

In einem sehr eng geführten Spiel konnten sich die Gastgeber aus Düsseldorf erstmals in der dritten Spielrunde um vier Punkte absetzen, ehe die Dortmunder in der vorletzten Runde ihre erste Führung herausspielen konnten. So ging es beim Stande von 13:15 für Dortmund in die letzte Runde, in der Felix Lennemann auf Andreas Hahn und Dirk Hansen auf Jörns Heidtke traf. Während Felix Lennemann sein Spiel unerwartet deutlich mit 10:3 gewinnen konnte, wurde es im Spiel um den Aufstieg zwischen Dirk Hansen und Jörns Heidtke dramatisch. Hansen führte lange Zeit mit 2:1, bis er rund 90 Sekunden vor dem Ende den Ausgleich zum 2:2 hinnehmen musste. Bei diesem Spielstand wäre Dortmund Meister gewesen, doch circa 15 Sekunden vor Schluss nutzte Dirk Hansen eine Kontersituation, drehte das Spiel wieder um und schoss Dynamo Düsseldorf in 2. Bundesliga.

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Schlussendlich gewannen die Düsseldorfer denkbar knapp mit 17:15 (66:60 Tore) und dürfen sich über den direkten Wiederaufstieg in die 2. Bundesliga freuen. Matchwinner mit 8:0 Punkten und gleichzeitig der Gewinner der Einzelwertung ist Felix Lennemann (44:4 Punkte bei 123:47 Toren).

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Nächstes Jahr wieder Zweitligist: Dynamo Düsseldorf I

Herzlichen Glückwunsch an das Düsseldorfer Team um Felix Lennemann, Dirk Hansen, Simon Winzer, Franco Röthke und Christian Töller!

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Regionalliga Süd: Rheinland brauch nur noch einen Punkt

Der TK Rheinland United benötigt aus den morgigen Spielen gegen die Baden Hotspurs und die Balingen Headbangers nur noch ein Unentschieden, um den Aufstieg in die 2. Bundesliga Süd/West festzumachen. Ohne Verlustpunkt stehen sie an der Tabellenspitze. Den Grundstein legten sie bereits Mitte Januar, als sie den Hauptkonkurrenten, den Spieltrieb Ylipulli Gießen, mit 17:15 besiegten. Weil die Gießener auch ihr Spiel gegen die zweite Mannschaft des 1. TKC ’86 Kaiserslautern verloren, zeichnet sich der bevorstehende Aufstieg schon länger ab. Dass Rheinland ohne Punktgewinn aus Balingen nach Hause fahren muss, was den Gießener Aufstieg bedeuten würde, ist äußerst unwahrscheinlich.

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Fotos: Max Gottschalk, tippkick-liga.de, Felix Lennemann