Saisonvorschau: Verbandsliga West – 2016/17

Da am 1. September der Spielbetrieb in den Ligen des Westens beginnt, hier schon mal ein kleiner Ausblick als Vorgeschmack auf die neue Saison. Beginnen möchte ich mit der Verbandsliga West. Hier möchte ich zuallererst einmal die neuen Vereine aus Kierspe, Steinbeck und Herford begrüßen und alles Gute zu ihrem Debüt wünschen. Ebenso erfreulich, dass Herne und Bochum mit ihren Zweitvertretungen dem Vereinssterben entgegenwirken und so ihren Beitrag an einer soliden Basis im Tipp-Kick – Westen beitragen. Selbiges gilt für Dortmund und Menden, die in einer Spielgemeinschaft gar 3 Mannschaften ins Rennen schicken. Gevelsberg bleibt in Sachen Vereinsarbeit mit 4 Teams weiterhin Vorreiter und soll an dieser Stelle selbstverständlich nicht unerwähnt bleiben.

Mit insgesamt 7 Teams, die in Hin- und Rückrunde ihre Kräfte messen, wird die Region West in der Verbandsliga-Saison 2016/17 fast flächendeckend bereist. Auswärtsfahrten von über 100 Km stellen insbesondere für die Liganeulinge hoffentlich keinen Stolperstein dar, wie in der Vorsaison bei den Herkules-Kickern aus Kassel. Wer diese Saison jedoch als Bewährungsprobe versteht, wird nach Abschluss sicherlich auch zukünftig dem Tipp-Kick erhalten bleiben. Ansonsten verspricht die Leistungsdichte eine spannende Saison, vielleicht mit der ein oder anderen Überraschung…?!

Beginnen möchte ich die Vorschau mit einem Blick nach Kierspe. Der 1. TKC Scorpions Kierspe ist quasi ein Familienbetrieb mit Tradition. Wie so oft liegen die Tipp-Kick-Anfänge auch hier im Familienkreis, wo man sich noch sitzend Mitte-Ende der 80er heiße Duelle lieferte.

Nach einigen Jahren Dornröschenschlafs auf dem Dachboden wurden die Kicker 2013 dann jedoch wieder reanimiert und der interne Spielbetrieb wieder aufgenommen. Der Besuch eines Turniers in Herne sorgte 2015 dann für die Initialzündung zur Professionalisierung und Vereinsgründung. Neben Vito-André und seinem Onkel Frank Filipiak komplettieren Vito’s Freundin Yvonne Dalli und Mutter Sylvia Sgobio die Skorpione. Die Namensgebung spiegelt ebenfalls die Zielsetzung für die Premieren-Saison wieder: die 4 Kiersper lauern auf ihre Chance zuzuschlagen und mit dem ein oder anderen Überraschungssieg der Konkurrenz empfindliche (Nadel-)Stiche zu versetzen.

Weiter geht es mit dem TKV Weiß Weiß Steinbeck… Weiß wie ein (noch) unbeschriebenes Blatt Papier, so gehen die Tipp-Kick-Novizen aus dem Norden an den Start. Bis auf einige Testspiel-Ergebnisse gegen Hansa Herford und die Turnier-Teilnahme von Basti und Marvin am 2. Herner Ruhrpott Cup ist nicht all zu viel über die Heizungsbauer um Marvin Freund bekannt. Tipp-Kick wird in Steinbeck erst seit wenigen Monaten praktiziert, so dass das Saisonziel eigentlich nur Spielpraxis und Erfahrungszuwachs lauten kann. Immerhin kann man bei den acht gemeldeten Spielern (Sebastian Beier, Hendrik Fischer, Marvin Freund, Michael Hermes, Jens Oelgemöller, Daniel Rieke, Daniel Stroot und Andre Schmiemann) und dem neuverpflichteten Henning Voss Personalprobleme wohl ausschließen. Bleibt zu hoffen, dass sich der interne Konkurrenzkampf auch leistungssteigernd für die Weiß-Weißen auswirken kann…

Die Jungs vom TKV haben bereits verstanden, dass Tipp-Kick-Bälle nicht Weiß-Weiß sind 😉

Bei Hansa Herford handelt es sich um bekannte Gesichter in neuem Gewand. Die Routiniers Jens Foit, Gerald Kretlow und Marcus Henning haben sich über die DTKV-Spielerbörse mit dem spielfreudigen Lars-Peter Witt und dem talentierten Lars Schulze eine Mannschaft zusammengestellt, an der in der Verbandsliga wohl kaum ein Weg vorbeiführt. Herford gilt allerseits als Top-Favorit für die Meisterschaft und diese Rolle nehmen die Hansestädter auch an und gehen mit breiter Brust in die Saison.

Die nächste neue-alte Mannschaft besteht aus der 2. Mannschaft vom TKC Phoenix Herne. Nach dem Aufstieg und enormen Spielerzuwachs im letzten Jahr, bestand die schwierigste Aufgabe für die Schlosskicker wohl darin zu entscheiden, wie man sich personell auf zwei Teams aufsplittet, so dass beide wettbewerbsfähig sind. Mit Jens Schüring, Klaus Horstkotte, Frank Straubel, Peter Feller, Danny Piel und Andre Becker schickt man ein sehr erfahrenes Team in der Verbandsliga an den Start. Damit sollten die Phoenixe sicherlich um einen Aufstiegsplatz mitspielen können. Ob es im weiteren Saisonverlauf bei dieser Konstellation bleibt oder der ein oder andere Spieler in die erste Mannschaft hochgezogen werden (muss), bleibt abzuwarten. Herne hält sich so jedenfalls alle Optionen offen und bringt damit eine Extraportion Spannung in die Saison.

In der Nachbarstadt beim TFV Schlachtenbummler Bochum 2010 ist die Situation grundsätzlich ähnlich. Durch Neuzugänge ist man erstmals in der Lage eine 2. Mannschaft zu melden. Bei Fabian Schrenk und Marco Murgia handelt es sich um Gründungsmitglieder des Vereins, die jedoch aus gesundheitlichen und beruflichen Gründen die Rolle des Edeljokers einnehmen. Uli Schmidt und Björn Schulte hingegen sind ihrerseits dieser Rolle entwachsen und bilden die tragenden Säulen der Mannschaft. Ergänzt wird das Team durch die beiden jüngsten Schlachtenbummler, Nico Girolami und Alexis Kalentzi. Während Alexis als Küken auf die größte Liga- und Turniererfahrung zurückblicken kann, ist Nico, der erst seit wenigen Monaten aktiv Tipp-Kick praktiziert blutiger Anfänger… jedoch gelingt es ihm immer wieder mangelnde Erfahrung durch großes Talent wett zu machen. Insgesamt bilden die Bochumer so eine solide Mannschaft mit Potential, die mit einem Auge Richtung Aufstiegsplätze schielen könnte, wenn alles gut läuft.

Motiviert für seine erste Saison als Schlachtenbummler: Alexis Kalentzi

Eine Stadt weiter hat man bei Tornado 09 Dortmund durch die Spielgemeinschaft mit dem TKC Menden nun sogar 3 Mannschaften zum Spielbetrieb gemeldet. Auch hier setzt man bei der dritten Mannschaft auf den Mix aus erfahrenen Leistungsträgern und hungrigen Talenten. Aus Menden kommt der erfahrene Manuel Oehlschläger und der Jungspund Maximilian Tumm. Auf Dortmunder Seite geht Routinier Wolfram Kastrup mit 2. Liga – Erfahrung an den Start, begleitet vom ehrgeizigen Jens Silberkuhl und dem (positiv) Tipp-Kick-Verrückten Mirko Schunder. Wenn es ihnen gelingt den Spielspaß an der Platte in Erfolge umzumünzen, ist auch bei der Spielgemeinschaft nach oben alles drin.

Beim TKC 1986 Gevelsberg hat Tipp-Kick Tradition. Hier wird neben Leistung aber auch ein besonderes Augenmerk auf den aktiven Breitensport und Nachwuchsförderung gelegt. So ist es keine Überraschung, dass man mit gleich 4 Mannschaften in den Ligen des Westens vertreten ist. Gevelsberg IV ist dementsprechend auch personell nicht nur qualitativ, als auch quantitativ gut besetzt und kann ruhigen Gewissens in die Saison gehen. Heiko Maslo, Holger Roth, Andreas Fischer, Sascha Gies, Peter Krakowski, Henning Rieck, Elena Kapp und Emma Klundt werden die Farben des Traditionsvereins vertreten und auf Punktejagd in der Verbandsliga gehen.

 

Einschätzungen aus dem Profi-Bereich

Wer steht nach der regulären Saison auf dem ersten Platz?
1. Hansa Herford (73,3 %)
2. vier weitere mit je 6,7 %

Wer muss sich mit der roten Laterne begnügen?
1. 1. TKC Scorpions Kierspe (53,3 %)
2. TKV Weiß Weiß Steinbeck (26,7 %)
3. TKC 1986 Gevelsberg IV (13,3 %)

Welche Mannschaft wird uns positiv überraschen?

1.TKV Weiß Weiß Steinbeck (50 %)
2.Schlachtenbummler Bochum II, Hansa Herford (je 14,3 %)

Welche Mannschaft wird uns enttäuschen?
1. TKC 1986 Gevelsberg IV,
1. TKC Scorpions Kierspe (je 25 %)
2. Hansa Herford (16,7 %)

Wer gewinnt die Einzelwertung?
1. Jens Foit (Herford) – 66,7 %
2. Michael Hermes (Steinbeck) – 13,3%
3. drei weitere – je 6,7 %

 

„Eine Hammerliga mit Hin- und Rückrunde. Bleibt abzuwarten, ob alle ans Ziel kommen. Hansa Herford ist das Bayern München der Liga, dahinter das geschickt aufgestellte Herne, dritter dürfte Tornado Dortmund werden. Gevelsberg 4 mit Neuzugang Barata und dem wiedererstarkten Sacha Gies in Lauerstellung.“

„5 der 6 Mannschaften der letzten Saison nicht mehr dabei und trotzdem gibt es eine Liga mit 7 Teams! Geil!“

 

Hier findet ihr weitere Infos und aktuelle Ergebnisse zur Verbandsliga West

 

 

Porträt: Borussia 88 TKC Schwerte – Echte Liebe hält ein Leben lang

Seit Jahrzehnten aktiv und nimmer müde: Die Borussia 88 TKC Schwerte. Rundschau-Redakteur Jonathan Weber erinnert sich gerne an seinen ersten Einsatz in der 2. Bundesliga Südwest gegen die Borussia im Alter von 7 Jahren. Das war im Jahr 2002. Noch heute besteht das Team aus den damaligen Aktiven Michael, Marcel und Christopher Sammrei sowie Stephan Müller. Ebenso ist mit Hans Wrobel seit Kurzem auch das letzte Gründungsmitglied wieder aktiv. Auch wenn der Verein mittlerweile in der Regionalliga West spielt, halten die Mitglieder zusammen und stellen nicht unbedingt das Sportliche in den Vordergrund.

 

Die Geschichte

Im Jahre 1988 saßen die beiden Schüler Michael Sammrei und Stephan Müller eines Nachmittags gelangweilt herum, als ihnen ein Artikel über Tipp-Kick-Vereine in der Sport-Bild ins Auge fiel. Daraufhin entschlossen sich die beiden, selbst einen Verein zu gründen. Über die lokale Presse sowie dem Lokalradio Radio Dortmund 87,8 wurden Mitstreiter gesucht und zeitgleich der Verband angeschrieben, um weitere Informationen zu erhalten. Der Aufruf im Lokalradio brachte die beiden Schüler mit Hans Wrobel zusammen, welcher schon seit seiner Jugend Tipp-Kick spielte und auch gerne einen Verein gründen wollte.

Bei der ersten „Vereinsversammlung“ in der Gaststätte „Zur Brücke“ in Schwerte waren dann neben den drei bereits genannten Personen auch noch Michaels Schwester Bianca sowie Stephans Bruder Markus anwesend. An dieser historischen Stelle wurde auch der Vereinsname „Borussia 88 TKC Schwerte“ beschlossen. Kurios ist, dass die Räumlichkeiten wie bei der Dortmunder Borussia auch in Schwerte keine Kneipe mehr sind. Dass an diesem Nachmittag ein Verein gegründet wurde, welcher einmal einer der beiden ältesten Vereine des Tipp-Kick-Westens werden würde, hätte wohl keiner der fünf anwesenden Personen gedacht. In der Anfangsphase konnten zudem Sven Diederichs und Klaus Großmann für den neuen Schwerter Klub gewonnen werden. Noch war man unter sich und bis auf Hans Wrobel hatten alle etwa die gleiche Spielstärke. So war es nicht verwunderlich, dass es in der Vereinsmeisterschaft nur darum ging, Platz 2 hinter Hans Wrobel zu erreichen und möglich knapp gegen den Titelträger zu verlieren.

 

Der Verein heute

Heute trägt der Verein seine Spiele und Turniere nicht mehr in Schwerte, sondern in Holzwickede (Bahnhofstr.70, 59439 Holzwickede) aus. Doch der Stamm des Teams hat sich seit Langem gehalten. Während Hans Wrobel zuletzt eine Pause eingelegt hatte, nahmen die Sammreis mit Stephan Müller in den letzten Jahren weiterhin am Ligaspielbetrieb teil. Ebenso sieht man die Schwerter seit Ende 2015 wieder verstärkt auf Turnieren. Insbesondere Müller findet man jedes Jahr auf den Osterturnieren in Berlin vor, wobei er aufgrund der großen Borussia und seiner Dauerkarte bereits verrückte Anfahrten mit dem Nachtzug hinter sich hatte.

In Schwerte wird der Spaß am Tipp-Kick und das gemütliche Beisammensein großgeschrieben. Nichtsdestotrotz möchten sich die technisch versierten Mitglieder stetig verbessern. Mit Michael Sammrei und Hans Wrobel können zwei Aktive sehr gut in der Regionalliga West mithalten, bei den anderen Akteuren hängt enorm viel von der Tagesform ab. Vielleicht schafft es der Verein ja durch den neuen Ruck, an alte Zeiten in der 2. Bundesliga Südwest anzuknüpfen.

Hinter der Borussia steht Michael Sammrei, bei dem alle Fäden zusammenkommen. Er verwaltet die Homepage sowie die Facebook-Seite und organisiert die Ligateilnahme und die Turniere, wobei er hier tatkräftig von seinem Bruder Marcel unterstützt wird. Eben jener führt auch die Vereinskasse.

 

Ausblick

Den Verein hat der Tipp-Kick-Virus wieder voll erwischt. Die Borussia richtete schon in der Vergangenheit kleine Turniere mit einer Beschränkung auf 16 Teilnehmer aus. Das kommende wird der X-Mas-Cup am 11.12.2016 sein, wobei schon jetzt die Teilnehmergrenze erreicht wurde. Allerdings kann man sich bei einer Anmeldung auf die Warteliste setzen lassen.

Des Weiteren fällt eine aktive Außendarstellung auf Facebook auf: Dort findet man Berichte über Freundschaftsspiele, Ligaergebnisse und Turnierteilnahmen.

Der DTKV wünscht der Borussia weiterhin viel Erfolg und hofft, dass sich in Schwerte weitere Mitstreiter finden, die die „Alten Hasen“ noch weiter pushen.

 

Kontakt

Mehr zur Borussia erfahrt ihr auf der Facebook-Seite und der Homepage.

 

Sektion West: Vorläufiger Spielplan der Regionalliga West 2016/17

Auch in der Sektion West geht der Spielbetrieb demnächst wieder los. Hier findet ihr den vorläufigen Spielplan der Regionalliga West.

Sektionsleiter Simon Winzer erklärt den Modus:

„Der rot hinterlegte Termin ist der Terminabgabetermin. Bis dahin müssen sich alle Mannschaften auf einen Termin geeinigt und mir diesen mitgeteilt haben, ansonsten greift der sogenannte Pflichtspieltermin am letzten Tag des Quartals (immer sonntags).

Aufgrund von Weihnachten dauert das zweite Quartal statt zwei Monaten drei Monate. Des Weiteren ist das dritte Quartal wegen der NRW-Osterferien um eine Woche verkürzt. Dafür ist dann im vierten Quartal eine Woche mehr Zeit als letzte Saison.

Es wird aus der Regionalliga einen Aufsteiger in die 2. Bundesliga Südwest geben. Steigt aus der 1. Bundesliga keine Südmannschaft ab, spielt der Zweitplatzierte der Regionalliga West eine Relegation mit dem Zweitplatzierten der Regionalliga Süd um den Aufstieg in die 2. Bundesliga.

Des Weiteren steigen die beiden schlechtplatziertesten Mannschaften aus der Regionalliga in die Verbandsliga ab. Dementsprechend gibt es in der Verbandsliga West zwei Aufsteiger. Sofern keine Westmannschaft aus der 2. Bundesliga Südwest absteigt, steigt zudem der Drittplatzierte der Verbandsliga auf. Im positiven Fall, dass auch der Zweitplatzierte der Regionalliga aufsteigen kann und es keinen Westabsteiger aus der 2. Bundesliga gibt, würden sogar vier Mannschaften aus der Verbandsliga aufsteigen.

Sofern zwei Westmannschaften aus der 2. Bundesliga Südwest absteigen, startet die Regionalliga 2016/17 mit zehn Mannschaften.“

Porträt: TKC Gevelsberg – mehr als nur Tipp-Kick

Seit 30 Jahren in der Szene dabei und immer noch nicht müde- der TKC 1986 Gevelsberg erlebt gerade so etwas wie seinen zweiten Frühling. Angetrieben von Siggi Gies hat sich der Club zu einem der größten unserer Zunft entwickelt und überzeugt durch eine Vielzahl an Veranstaltungen. Doch in Gevelsberg steht nicht nur der Tipp-Kick-Sport im Vordergrund: Den Leuten liegt ein gesundes Vereinsleben in Kombination mit sozialem Engagement am Herzen. Die Rundschau hat sich mal schlau gemacht, was die Gevelsberger denn so ausmacht und weshalb es dort derzeit so gut läuft.

 

Der Verein

Angefangen hat alles vor 30 Jahren in Wuppertal, wo Siggi Gies den TKC gründete. Heute zählt der Verein 28 aktive und passive Mitglieder, nachdem Mitte der 90er Jahre der Spielbetrieb komplett auf Eis lag. Doch wie der Phönix aus der Asche kamen der TKC sowie viele alte Gesichter zurück. Das Besondere an den Mitgliedern ist, dass sowohl Jung als auch Alt sowie Frau als auch Mann an den Platten stehen. Das jüngste Mitglied ist erst 12 Jahre alt, während Inge Simionie im September ihren 77. (!) Geburtstag feiert. Spielort ist die Blue Moon Arena, ein Tipp-Kick-Tempel, welcher weit über Nordrhein-Westfalen hinaus bekannt ist.

Die Blue Moon Arena, in der schon viele Stunden mit Tipp-Kick verbracht wurden

In Gevelsberg scheint sich ein Familienmodell herumgesprochen zu haben: Während neben Siggis Verlobter Manu Winter auch noch dessen Sohn Sascha Tipp-Kick spielt, unterstreichen die Familien Pulice sowie Mettegang diesen Eindruck. Manu, welche erst durch Siggi zum Tipp-Kick stieß, durfte sich 2015 über den Gewinn der Deutschen Damenmeisterin freuen und geht in diesem Jahr in Kaiserlautern als Titelverteidigerin an den Start.

Der Verein ist heute nicht mehr aus der Profi-Szene wegzudenken. Zahlreiche Turnierveranstaltungen wie zum Beispiel die Ausrichtung der Bundesliga-Playoffs und des DTKV-Pokals 2016 sowie die Deutsche Einzelmeisterschaft 2009 bringt ein jeder Tipp-Kicker mit Gevelsberg in Verbindung. Dabei darf man die früheren Auflagen der Kult Classics sowie den neu initiierten AVU Winter Cup nicht vergessen, der bei seiner ersten Ausspielung mit 61 Teilnehmern sehr gut wahrgenommen wurde.

In der kommenden Saison gehen vier Mannschaften der Gevelsberger in der Regionalliga sowie in der Verbandsliga West an den Start. Während die erste Mannschaft mit Siggi Gies, Manu Winter, André Gräber, Jens Krokowski und Stefan Peukert um den Aufstieg mitspielen will, geht es für die zweite Mannschaft um einen gesicherten Platz im Mittelfeld der Regionalliga. Gespannt darf man auf die dritte Garde sein, die als reine Jugendmannschaft um Trainer Tobias Nickel an den Start geht. Insbesondere Ivan Pulice und Nils Mettegang konnten in der vergangenen Saison und auf Turnieren beweisen, dass hier großes Potenzial vorhanden ist. Die vierte Mannschaft setzt sich aus Neulingen zusammen, welche in der Verbandsliga Spielpraxis sammeln sollen, um sich für Höheres zu empfehlen.

TKC Gevelsberg I: Stefan Peuckert, Manu Winter, Siggi Gies, André Gräber (v.l., es fehlt Jens Krokowski)

 

 

Die Macher


Neben Gründer und Antreiber Siggi Gies übernehmen auch andere Personen Verantwortung beim TKC. Insbesondere Tobias Nickel, der im Alter von 19 Jahren das Amt des 2. Vorsitzenden sowie des Jugendleiter innehat, trägt einen gewaltigen Teil dazu bei. Doch der TKC kann sich auf jedes seiner Mitglieder verlassen: Fast jeder hat eine Funktion im Verein, egal ob als Kassenwart oder Pressereferent- die Gevelsberger zeichnen sich durch ein starkes Kollektiv aus.

Übernimmt früh Verantwortung: Tobias Nickel

Auffallend ist vor allem, dass der Verein eine aktive Außendarstellung betreibt. Sowohl in der Regionalpresse als auch auf der Facebook-Seite des Clubs wird regelmäßig über die Clubentwicklung berichtet. Hier ist der TKC einer der führenden Vereine im Tipp-Kick Bereich, wo sich manch ein Verein sicher etwas abschauen kann.

 

Aktionen

Der TKC betriebt ein aktives Vereinsleben. Neben dem gemeinsamen Public Viewing während der Fußball EM findet das Training bis zu zweimal pro Woche statt. Des Weiteren organisiert der Club viele Freundschaftsspiele wie zum Beispiel gegen Herne, Dortmund, Schwerte oder den neugegründeten TKC Weiß Weiß Steinbeck.

Außerdem ist die Jugendarbeit ein integraler Bestandteil des Vereinslebens. Schon seit vielen Jahren bringt die Talentschmiede einige vielversprechende Talent hervor. In der kommenden Saison geht die dritte Mannschaft an den Start, wobei die Akteure allesamt unter 20 sind. Nicht verwunderlich war es auch, dass bei der Deutschen Einzelmeisterschaft 2009 im U-18 Bereich mit 35 Teilnehmern ein Rekord aufgestellt wurde.

Doch auch dem sozialen Engagement widmet man sich in Gevelsberg. Durch die Kooperation mit der AVU ENergie, dem Energiedienstleister und Wasserversorger in der Region, konnte Tipp-Kick als anerkannter Sport in der Region verbreitet werden. Beim AVU-Tipp-Kick-Turnier mit Regionalpolitikern konnten Spenden in Höhe von 30.400 € für Demenzorganisationen erspielt werden.

Im November 2015 wurden die Gevelsberger Kult Classics in das Internationale Sport- und Kulturfest eingebunden, sodass auch die teilnehmenden Profis erfahren konnten, wie sehr sich die Gevelsberger auch außerhalb unseres Sports engagieren. Weitere soziale Einrichtungen stehen schon Schlange, um ein Event mit den Gevelsbergern durchführen zu dürfen.

 

Ausblick

Den nun eingeschlagenen Weg will man in Gevelsberg weitergehen. Insbesondere durch strategische Kooperationen hat sich der TKC gut in seiner Region positioniert und sich einen Namen gemacht. Doch auch im DTKV will der Verein in Zukunft nicht nachlassen: Am 29.01.17 findet der 2. AVU Winter Cup statt.

Der TKC Gevelsberg ist eine positive Erscheinung im Profibereich und der DTKV wünscht weiterhin viel Erfolg. Solche Vereine braucht nicht nur der DTKV, sondern auch eine jede Stadt dürfte sich über so ein Engagement freuen.

Weitere Informationen zum TKC 1986 Gevelsberg erhaltet ihr auf deren Homepage bzw. über die Facebook-Seite

 

Fotos: TKC Gevelsberg

 

 

Regionalliga West – 2015/16: Derby um den Aufstieg

Die Regionallga-Saison 2015/16 im Westen neigt sich dem Ende zu. Aber was für einem Ende…

Während sich im Abstiegskampf nie großartig Spannung aufbauen konnte, bedingt durch die bedauerlichen Rückzüge vom Spielbetrieb der Essener Löwen und Dynamo Düsseldorf II, so könnte der Kampf um die Tabellenspitze wohl nicht spannender sein. Während der Rest der Liga relativ eng beisammen liegt, marschierten zwei Vereine von Sieg zu Sieg und lieferten sich bis zum letzten Spieltag ein Kopf-an-Kopf-Rennen um den Platz an der Sonne. Folgerichtig stehen sich nun also im letzten Saisonspiel Tornado Dortmund und die Schlachtenbummler Bochum ungeschlagen und punktgleich gegenüber. Beide haben eine starke Saison hinter sich und wollen diese nun mit der Meisterschaft und dem Aufstieg in die 2. Liga Süd-West krönen. Für Dortmund würde dies die Rückkehr in alte Gefilde, für Bochum den größten Erfolg der 1 Jahr jüngeren Vereinsgeschichte bedeuten. Es handelt sich also in jeglicher Hinsicht um ein lupenreines Endspiel und obendrein noch um ein Lokal-Derby erster Güte.

Tornado wurde seiner Favoritenrolle gerecht und konnte sich mit konstant guten Leistungen im Saisonverlauf den Vorteil des besseren Spielpunkteverhältnis sichern, so dass ihnen im direkten Vergleich nun auch ein Unentschieden zum Erfolg genügen würde. Außerdem haben die Dortmunder den Heimvorteil auf ihrer Seite.

Die Schlachtenbummler taten sich insgesamt zwar etwas schwerer, kamen ein ums andere mal erst über den Kampf ins Spiel und mussten ihre Siege zum Teil mit einem Kraftakt erzwingen. Sie bewiesen dabei aber, dass sie auch unter Druck ihre Nervenstärke behalten und bereit sind bis zur letzten Sekunde zu kämpfen. In Bochum gibt’s also keinen Grund sich mit Rechenspielchen aufzuhalten, hier gilt das Motto „Sieg oder Spielabbruch!“ – natürlich im allerfairsten Sinne!

Trotz aller sportlichen Brisanz und lokalen Rivalität pflegen beide Vereine einen absolut respektvollen Umgang miteinander und man freut sich beiderorts gemeinsam auf dieses besonders spannende Saison-Finale. Insbesondere seit dem nun auch andere Vereine ihr Interesse an diesem Spiel bekundet haben und man wohl den ein oder anderen Schaulustigen vor Ort erwarten darf, ist das für beide Mannschaften nicht nur ein weiterer Ansporn, sondern auch eine große Ehre eine tolle Saison vor einer würdigen Kulisse abzuschließen. Wer nun am Ende das Glück auf seiner Seite hat und in der nächsten Saison überregional spielen darf, entscheidet sich am 31.05.2016 in Dortmund!

Ob es den Bochumer Underdogs gelingt die Dortmunder Titelfavoriten auf der Zielgeraden abzufangen, oder ob der Klassenprimus die Konkurrenz auf die Plätze verweist ist in einem solchen „Alles oder nichts“-Spiel so gut wie unmöglich vorherzusagen. Sicher ist nur eins: Beide Vereine werden alles in die Waagschalen werfen und vielleicht ist es am Ende nur die Tagesform, die den entscheidenden Ausschlag in eine Richtung gibt!

Freuen wir uns also auf ein spannendes Spiel auf mit offenem Visier, auf geiles Tipp-Kick mit schönen Toren und starken Paraden, auf ein hart umkämpftes aber sportlich-faires Finale!

In diesem Sinne, Glück Auf!