1. Norddeutsche Amateurmeisterschaft: 8 Teilnehmer und viel Spaß!

Einige Bemerkungen vorab

Nach langer Zeit gab es mal wieder ein Tipp-Kick-Turnier für Amateure. Doch was ist ein Tipp-Kick-Amateur überhaupt, sind wir nicht alle Amateure? Nein, sagen die Delligser Ausrichter ganz klar, für uns sind Amateure Tipp-Kick-Interessierte, die nicht in der Rangliste gelistet sind und nicht in einer Mannschaft eines Vereines spielen.

Und so fanden sich dann am Samstag mittag 8 Amateure ein, bereit das Abenteuer Tipp-Kick zu starten. Zwei Damen, Jana und Sina, sowie die männlichen Pendants Fabian, Maik, Mark, Markus, Raphael und René. Und der letztgenannte, er war der Star: René war extra aus Tschechien angereist. Ein Exot oder ein Unikum? Ein Porträt, weiter unten, wird ihn uns vorstellen.

Begleitet wurden die Neulinge vom Tipp-Kick-Guru höchstpersönlich: Bernd Weber aus Aalen erklärte unermüdlich die Regeln, zeigte immer wieder mögliche Schußtechniken und notierte die Ergebnisse.

 

Die Gruppenphase

Die 8 Amateure spielten ein Miniturnier in 2 Vierergruppen an 2 Platten: und es ging gleich spannend los: Jana siegte knapp mit 1:0 gegen Fabian, und René aus Tschechien verlor gegen den Youngster Raphael aus Drispenstedt mit 3:7. Ja, im Drispenstedter Tipp-Kick-Verein werden die Talente vorzüglich gefördert. Es folgten knappe Ergebnisse, Unentschieden und ganz deutliche Klatschen. Wie im echten Leben eines Tipp-Kick-Profis … Doch das entscheidende war der Spaß und den spürte man bei allen Teilnehmern. Und auch den Ehrgeiz, gewinnen wollte jede und jeder. Der Tipp-Kick-Virus streckte seine ersten Fühler aus …

6 Spiele pro Gruppe und dann mußte gerechnet werden: In Gruppe „A“ hatten Jana, Maik und Mark 4:2 Punkte und der Dreier-Vergleich mußte über den Halbfinaleinzug entscheiden. Es traf Jana, die unglücklicherweise nach zwei Siegen ein Spiel zu hoch verloren hatte. Schade!

In der Gruppe „B“ war es dagegen nicht so kompliziert: Markus setzte sich mit 5:1 Punkten gegenüber Raphael (4:2 Pkte.) durch. Der weitgereiste René kam nach zwei Unentschieden und einer Niederlage immerhin auf Platz 3.

 

Das Halbfinale

Maik gegen Raphael sowie Mark gegen Markus. Raphael war nun wach, die Nervösität war wie weggeblasen und spielte seinen Gegner mit 7:4 fast an die Wand. Mark als Zweiter der „Gruppe A“ gewann mit 3:2 sehr knapp gegen Markus, der die „Gruppe B“ noch beherrscht hatte. So läuft das im Tipp-Kick, es gewinnt bei k.-o.-Spielen nicht immer der Bessere!

 

Das Spiel um Platz 3

Das Spiel Maik gegen Markus endete 5:4, es wogte hin und her und die Zuschauer bestaunten viele schöne Tore.

 

Das Finale

Raphael gegen Mark lautete das Finale. Es war spannend, es war dramatisch. Die Zuschauer drückten die Daumen, doch es nützte (noch) nichts, denn das Spiel endete unentschieden. So mußte die Verlängerung her. Dann der Jubel, fast Tränen der Freude, der Youngster aus Drispenstedt gewann mit 4:3 n.V. Glückwunsch, Raphael!

 

Ein großes Dankeschön an Bernd Weber, der diese Norddeutsche Amateurmeisterschaft von der ersten Minute an begleitete, aber auch der Firma Mieg, die die vielen Sachpreise sponsorte!

 

Porträt: René Chytrý

René Chytrý, 46 Jahre alt, stammt aus Nymburk, einer Kleinstadt in Mittelböhmen und – man glaubt es kaum – die an der Elbe liegt. Die erste Frage, wie es kommt, dass sich Tipp-Kick bis 50 km östlich von Prag „verirrt“ haben kann, beantwortet der sympathische und fast perfekt deutsch sprechende Tipp-Kick-Amateur mit einem Lächeln: Er sei in den 70er Jahren aus politischen Gründen nach Deutschland gekommen. Dort hätte er dann das Tipp-Kick-Spiel kennengelernt. Heute ist er selbstständig und pendelt beruflich zwischen Deutschland und Tschechien. Er bringt Möbel zur Restauration nach Tschechien. Bei einer Haushaltsauflösung fand er ein altes Tipp-Kick-Spiel und das Feuer war wieder entfacht. Aber er betont, dass er kein Exot in Tschechien sei: es gäbe etwa 20 Tipp-Kick-Interessierte in Tschechien. Auf Facebook finden sich diese unter den Begriffen „TippKick Bohumín“ und er selbst unter „Tipp Kick Nymburk“. So soll am 20. Mai ein erstes großes Tipp-Kick-Turnier in Olmütz

stattfinden. Das sind mal lockere 600 km und 7 Stunden Fahrt von Berlin in südsüdöstliche Richtung. Spannender ist die Frage: wie hat René das Tipp-Kick-Spielen erlernt? Die Regeln und alles andere? Auch hier folgt eine Überraschung: die Spieler kaufen sich die tschechischen Tipp-Kick-Freunde bei ebay. Den Regel-Beipackzettel von Mieg hat einer von Ihnen auf tschechisch übersetzt und bildete die erste Grundlage. Das weitere Knowhow wird youtube entnommen. René und seine tipp-kick-begeisterten Freunde haben sich einfach alle dort eingestellten Filme angesehen und die Regeln mehr oder weniger adaptiert. Also, DTKV, professionelle Filme produzieren und einstellen! Vom Turnier in Delligsen war René tief beeindruckt. Viele neue Erkenntnisse und Tipp-Kick-Freundschaften wird er mit nach Hause nehmen! Na shledanou, René!

57. Norddeutsche Einzelmeisterschaft: Jens König triumphiert zum 5. Mal!

Mit dem 4:3 n.V. gegen Jonathan Weber (PWR ´78 Wasseralfingen) siegte Jens König nach 1997, 2003, 2004 und 2006 bereits zum 5. Mal bei der Norddeutschen Einzelmeisterschaft. Durch diesen Titel zog er mit dem großen Normann Koch gleich, der ebenfalls 5 mal im Norden jubeln durfte.

111 Teilnehmer belohnten den Delligser SC für eine tolle Vorbereitung des Turnierwochenendes. Doch nicht nur die Quantität, sondern auch die Qualität der Teilnehmer stimmte: Neben der Nummer 1 der Turnierrangliste, Fabio de Nicolo, die ihren Halbbruder Marc Koschenz endlich mal wieder für ein Turnier begeistern konnte, waren 10 weitere Spieler aus den Top 16 vor Ort.

Tobias Nickel wusste zu überzeugen!

In 5er- und 6er-Gruppen wurde in vier Runden bis zur Endrunde, in der nur noch 12 Akteure teilnahmeberechtigt waren, hart ausgesiebt. Beachtlich war die Leistung von Tobias Nickel (TKC 1986 Gevelsberg), der sich sichtlich zufrieden bis in die Runde der letzten 24 vorkämpfte und damit sein bisher bestes Turnierergebnis erzielte.

Endrunde

Gruppe A

Teilnehmer:

Frank Hampel (TKC Gallus Frankfurt), Michael Kalentzi (Schlachtenbummler Bochum), Marc Koschenz (TKV Grönwohld), Dirk Kandziora (TFB 77 Drispenstedt), Christian Kuch (Celtic Berlin), Jonathan Weber (PWR ´78 Wasseralfingen)

Runde 1

In der ersten Runde ließ Hampel beim 5:1 Kalentzi keine Chance, ebenso dominierte Marc Koschenz seine Partie gegen Dirk Kandziora und fertigte seinen Gegner mit 6:2 ab. Einzig Kuch und Weber lieferten sich ein Duell auf Augenhöhe, wobei das Glück beim 3:4 auf der Seite des PWRlers war.

Runde 2

Koschenz machte in der zweiten Partie da weiter, wo er zuvor aufgehört hatte, im Gegensatz zu seinem Gegner Hampel, der den Schwung aus dem ersten Sieg nicht mitnehmen konnte. Die Partie ging mit 4:2 an Koschenz. Dasselbe Ergebnis erzielte Weber im Duell mit Kandziora. Der Altmeister – an diesem Tag so stark wie schon lange nicht mehr – war zwar immer nah an der Überraschung dran, aber es sollte nicht reichen. Das Duell Kalentzi – Kuch endete leistungsgerecht 2:5.

Runde 3

Während Kalentzi auf der einen Platte Koschenz beim 3:3 einen Punkt abrang, hatte Kuch beim 3:1 gegen Kandziora keine Probleme. In einem knappen Spiel trennten sich Weber und Hampel 4:3.

Runde 4

Sehr überraschend hatte Weber, der mit einem Sieg den Finaleinzug bereits klar machen konnte, gegen Kalentzi beim 4:6 das Nachsehen. Gleichzeitig gewann Hampel 2:0 gegen Kandziora und Kuch fügte Koschenz mit 5:2 eine herbe Niederlage zu. Durch diese Ergebnisse ging es im letzten Durchgang nun darum, ob Koschenz, Kuch oder Weber in das Finale vorrücken würden.

Michael Kalentzi (links) spielte in Delligsen ein ganz starkes Turnier!

Runde 5


Die Situation vor der abschließenden Runde war klar: Das 4:1 von Kandziora gegen Kalentzi war für den Finaleinzug nebenrangig. Kuch musste mindestens einen Punkt gegen Hampel holen und auf einen Ausrutscher von Weber hoffen, um noch ins Finale einzuziehen. Dieser hatte mit einem Sieg den Finaleinzug selbst in der Hand. Allerdings musste er gegen Koschenz ran, der bei einem Sieg bei gleichzeitiger Niederlage von Kuch der lachende Dritte gewesen wäre. Koschenz ging in der ersten Halbzeit durch ein zwischen Abwehrspieler und Torwart platziertes Brett in Führung. Zur Halbzeit stand er sogar im Finale, da Kuch auf der Nebenplatte gegen Hampel hinten lag. Die Führung verwaltete der Grönwohlder gekonnt, weil Weber bis zur Mitte der zweiten Halbzeit zu passiv war. Doch mit einem sehenswerten Dreher aus der eigenen Hälfte gelang ihm noch der Ausgleich zum 1:1. Nun war das Duell eines auf Augenhöhe. Mit all seiner Technik spielte sich Koschenz ca. 30 Sekunden vor Schluss in den Strafraum. Zentral gelegen hämmerte er den schwarz-weißen Ball mit voller Wucht an die Latte! Mit mehr Glück als Verstand spielte Weber das Spiel zu Ende, um durch das 1:1 ins Finale einzuziehen, weil Kuch 1:3 gegen Hampel verlor.

 

Gruppe B

Teilnehmer:

Michael Kaus (TKC Gallus Frankfurt), Philipp Baadte (1. TKC Kaiserslautern ´86), Patrick Malessa (Celtic Berlin), Jens König (1. TKC Kaiserslautern ´86), Mathias Hahnel (1. TKC Kaiserslautern), Artur Merke (TKC 71 Hirschlanden)

Runde 1

Die drei vereinsinternen Duelle der Kaiserslauterer brachten den Spielplan durcheinander. In der ersten internen Runde traf Hahnel auf Baadte, den er 2:1 schlug. Kaus und Malessa wiederholten ihr Finalspiel bei der Deutschen Meisterschaft 2016, das wieder mit 3:1 an den Frankfurter ging. König fertigte Merke mit 6:3 ab.

Damals wie heute trennten sich Malessa (links) und Kaus 1:3!

Runde 2

König und Hahnel trennten sich diplomatisch 5:5, während Baadte und Merke jeweils 2:1 gegen Malessa bzw. Kaus gewinnen sollten.

Runde 3

Baadte und König lieferten sich beim 4:5 ein packendes Duell, der dritte Lauterer, Hahnel, sah beim 1:6 gegen Kaus kein Land. Malessa zeigte eine Leistungssteigerung nach den ersten beiden Runden und besiegte Merke mit 4:1.

Runde 4

In der vorletzten Runde traf Merke auf Hahnel, den er mit 2:1 knapp hinter sich lassen konnte. König unterstrich seine Ambitionen beim 5:2 gegen Malessa und Kaus trennte sich von Baadte mit 5:5 in einem hochklassigen Spiel.

Runde 5


Alle Augen waren in der abschließenden Runde auf das Duell Kaus gegen König gerichtet. Während Kaus mit 5:3 Punkten unbedingt gewinnen musste, reichte König ein Unentschieden für den Finaleinzug, weil er durch seine 7 Punkte besser vorgearbeitet hatte. Befreit aufspielend reichte das Endergebnis für den König, um abermals in ein großes Finale einzuziehen.

 

Das Finale

Es kam also zur Neuauflage des Finale der Ostdeutschen Einzelmeisterschaft 2013. Dem damals 18-jährigen Jonathan Weber reichte eine 3:1-Halbzeitführung nicht zum ersten großen Coup, weil Jens König in der zweiten Halbzeit aufdrehte und noch fünf Buden machte!

König, einer der technisch versiertesten Tipp-Kicker, ist finalerfahren wie kaum ein anderer: Neben 3 Deutschen Meistertiteln sammelte die Nummer 2 der DTKV-Hall-of-Fame bereits 11 Sektionstitel. Insbesondere durch seinen überraschenden Tranfser nach Kaiserslautern zeigte er sich bei den letzten Spielen deutlich verstärkt auf der Torhüterposition.

Weber – durch diesen Finaleinzug seit 2013 mindestens einmal pro Jahr in einem großen Finale vertreten – hat den Tipp-Kick-Sport in die Wiege gelegt bekommen. Als Sohn des Materialgurus Bernd Weber wurde er bereits früh mit dem Tipp-Kick-Virus infiziert. Mit seiner unkonventionellen Spielweise und dem unbändigen Ehrgeiz ist er immer für eine Überraschung gut.

Schnell ging König mit 1:0 in Führung und er legte zügig zum 2:0 nach. Beeindruckt von dieser Geschwindigkeit brauchte Weber einige Minuten, um ins Spiel zurückzukommen. Doch noch vor der Halbzeit sollte der 2:1-Anschlusstreffer fallen. Die Situation war also eine andere als vier Jahre zuvor, als Weber die Führung zur Halbzeit verspielte. Genau dieser Gedanke ging dem Schwaben durch den Kopf und so kämpfte er sich wieder ins Spiel und ging über das 2:2 sogar 3:2 in Front. Doch König ließ nicht locker und glich 90 Sekunden vor Spielende noch aus. Mit dem 3:3 ging es also in die Verlängerung, die zweimal zwei Minuten dauern sollte.

In der Verlängerung zahlte sich die größere Erfahrung des Königs aus. Durch einen haltbaren Schuss ging er im Finale in Führung, weil Weber völlig übermotiviert mit dem Torhüter vorbeigriff. Dies ließ sich der Familienvater nicht mehr nehmen und so krönte er sich verdient zum Norddeutschen Einzelmeister. Herzlichen Glückwunsch!

Pünktlich zum Spielende, als Jens König die ersten Glückwünsche entgegen nahm, gingen in der Delligser Sporthalle die Lichter aus – die Zeitschaltuhr war auf 23 Uhr gestellt. Die Veranstalter starben bereits 1000 Tode in der Verlängerung, in der es zeitweise nach einem Wiederholungsspiel roch.

Sachen gibts! Das erste Siegerfoto, bei dem ein Strahler nachhelfen musste

 

BEWERTUNG Turnierwochenende in Delligsen

GESAMTBEWERTUNG 3,57 von 5 Sternen
Veranstaltungsdatum: 11. und 12. März 2017
Ausrichter: Delligser SC
Internet: tippkick-delligsen.jimdo.com
Spielort: Sporthalle August-Reuter-Str., Delligsen
Teilnehmer: 111
Turniersieger: Jens König (1. TKC Kaiserslautern ´86)
STARTGELD (Höhe, U18, Pokale, Preise) ****
RÄUMLICHKEITEN (Parkgelegenheiten, Licht in der Halle, Platz an der Platte, Sitzgelegenheiten, Luftzirkulation) ****
PLATTENQUALITÄT (Qualität, Quantität, Böcke) ***
TURNIERABLAUF (Beginn, Ende, Pausenlänge, Ansprache durch Veranstalter, Alkohol in der Halle) **
VERPFLEGUNG (Quantität, Vielfalt, Kühlung Getränke, Preise) *****
SANITÄRE ANLAGEN (Anzahl, ausreichendes Klopapier u. Trockentücher, zwischenzeitl. Reinigung) ****
SONSTIGES (Einladung zur Veranstaltung, Nachbereitung auf Homepage) ***

BEWERTUNGSSKALA:

Maximal werden 5 Sterne vergeben.

Gesamtbewertung = Summe aller Einzelbewertungen dividiert durch die Anzahl der Einzelbewertungen.

Vorschau: 7. Latscho-Cup in Düsseldorf

Am kommenden Samstag, den 25.03., geht der Latscho-Cup in die nächste Runde. Bei der siebten Ausspielung kann man zwar noch nicht von einem Traditionsturnier sprechen, aber das Turnier hat sich im Westen fest etabliert und ist auf dem besten Weg dahin.

Auch wenn die Teilnehmerliste bereits voll ist, lohnt sich eine schnelle Anmeldung für den Latscho-Cup auf alle Fälle! Bekanntlich melden sich viele krankheitsbedingt in den letzten Tagen vor dem Turnier ab, sodass immer noch ein paar Plätze frei werden. Insbesondere für Neulinge und Interessierte bietet sich das Turnier in Düsseldorf an: Neben vereinzelten Top-Spielern, von denen man sehr viel lernen kann, haben sich bisher viele andere angemeldet, die noch gar nicht so lange aktiv Tipp-Kick betreiben.

Also nutze diese Chance, melde dich an und sei dabei, wenn am kommenden Samstag der schwarz-weiße Ball über den grünen Filz gejagt wird!

 

Key Facts:

  • Titelverteidiger: Mathias Hahnel (Kaiserslautern)
  • Beginn: 09:30 Uhr
  • Ende: ca. 18:00 Uhr
  • Spielort: Boulehalle Düsseldorf, Pariser Straße 45
  • Unkostenbeitrag: 7,99 € (Erwachsene), U18: Teilnahme kostenlos!
  • Modus: 10 Runden Schweizer System mit KO-Runde der besten 24 Teilnehmer (Best of One)
  • Teilnehmerbeschränkung auf 65 Spieler
  • Anmeldung bei: henninghorn@gmx.de

Teilnehmerliste: www.sturmdrang.de

4. Zollernalb-Pokalturnier: Frank Hampel triumphiert

Frank Hampel (TKC Gallus Frankfurt) beerbt Peter Funke durch ein 4:1 gegen seinen Vereinskameraden Michael Kaus als Titelträger des Balinger Zollern-Alb-Pokals. Er setzte sich gegen 70 andere Teilnehmer und eine starke Konkurrenz durch.

Nach 10 Runden im Schweizer System qualifizierten sich die besten 24 für die Play-Offs. An die Spitze des Teilnehmerfelds gesellten sich erwartungsgemäß Mathias Hahnel (K’lautern, 17:3 Punkte) und Michael Kaus (Frankfurt, 17:3). Kaus unterstrich abermals die Frankfurter Effizienz: Mit einem Torverhältnis von 28:17 spielte er sich nach der Vorrunde auf Platz 2.

Erfreulich waren die Leistungen Rüdiger Albrecht (Headbangers, 14.), Hermann Frank (Nürnberg, 20.), Heinz Steib (Amberg, 21.) und Dawood Malik (Headbangers, 22.), die sich durch überragende Leistungen mit der Teilnahme an den Play-Offs belohnten.

Die Headbangers wussten auch sportlich zu überzeugen!

Das Viertelfinale

Nach einer Qualifikationsrunde und dem Achtelfinale trafen im Viertelfinale folgende Tipp-Kicker aufeinander:

  • Michael Kalentzi (Bochum) – Vincent Höhn (FFB) 3:2
    Auch wenn Kalentzi im Gegensatz zu Höhn seit Jahren viele Turniere bestritt, fiel Höhn die Favoritenrolle zu, weil er in der 2. Bundesliga Südwest nach zwei Spieltagen auf Platz 1 der Einzelwertung mit 29:3 Punkten liegt. Dieser wurde er aber nicht gerecht und der Bochumer setzte sich womöglich aufgrund der größeren Spielpraxis durch.
  • Frank Hampel (Frankfurt) – Alex Beck (Frankfurt) 3:2 s.d.
    Das Duell der hessischen Teamkollegen blieb bis zum Schluss spannend. Nach 10 Minuten stand es unentschieden, sodass die Entscheidung im Sudden Death fallen musste. Hampel war an diesem Tag sehr präsent und auch deshalb vom Glück des Tüchtigen begünstigt. Mit 3:2 zog er ins Halbfinale ein.

Im vereinsinternen Duell kann nur einer weiterkommen. Alex Beck (im Bild) zog den Kürzeren gegen Frank Hampel

  • Michael Kaus (Frankfurt) – Dirk Hansen (Rheinland/Düsseldorf) 3:2
    Der amtierende deutsche Einzelmeister Kaus hatte seine Probleme mit dem aufstrebenden Hansen, welcher seit einem Jahr immer wieder hervorragende Platzierungen erreichen konnte. Kaus musste sein ganzes Können aufbringen, um seinen Gegner mit einem 3:2 von der Platte zu schicken.
  • Jonathan Weber (Wasseralfingen) – Michael Bräuning (Hirschlanden) 2:4
    Während sich Weber in der Vorrunde noch mit 5:4 durchsetzte, ließ ihm Bräuning beim 2:4 dieses Mal nicht den Hauch einer Chance: Die Tore in der Anfangsphase und nach den Anschlusstreffern waren eine zu hohe Bürde, sodass der Hirschlandener verdient ins Halbfinale vorrückte.

 

Das Halbfinale

  • Michael Kalentzi – Frank Hampel 1:6
    Das erste Halbfinale gestaltete sich sehr einseitig. Hampel ging sehr früh in Führung, die er gekonnt ausbaute. Mit all seiner Routine verwaltete er den Vorsprung, sodass er in der zweiten Hälfte bereits Kräfte für das anstehende Finale sparen konnte und dennoch 6:1 gewann.
  • Michael Kaus – Michael Bräuning 3:1
    Von den starken Leistungen seines Gegners gewarnt ging Kaus sehr konzentriert in das Duell gegen Bräuning. Dieser machte genau dort weiter, wo er gegen Link in Achtelfinale und Weber im Viertelfinale aufgehört hatte, und spielte sein bestes Tipp-Kick. Trotz großem Kampf reichte es am Ende nicht für einen Finaleinzug des Schwabens, zu dominant war Kaus. Dennoch gilt Bräuning ein großes Kompliment für diese Turnierleistung!

 

Das Finale

Frank Hampel – Michael Kaus 4:1

Wie oft trafen die beiden Vereinskameraden in ihrer Karriere wohl aufeinander? Oft genug, dass sie sich in- und auswendig kannten. In der Vorrunde war Kaus mit 17:3 Punkten und 28:17 Toren vor seinem Kontrahenten platziert, der ihm nur knapp mit 15:5 Punkten und 55:20 Punkten folgte. Genauso hatte er beim 3:2 in der Vorrunde die Nase vorne.

Frank Hampel meinte nach dem Spiel: „Meine Bilanz gegen Michael sieht eigentlich sehr schlecht aus – aber in diesem Spiel lief alles anders!“ Über das 1:0, 2:0 und 3:0 setzte sich Hampel von seinem Gegner ab. Als dieser gegen Ende der zweiten Halbzeit noch den Anschlusstreffer zum 3:1 erzielte, keimte nochmals Hoffnung auf. Aber alle Zuschauer merkten, dass Hampel viel präsenter war: So traf er quasi im Gegenzug zum 4:1 und der alte Abstand war wieder hergestellt. Bei diesem Spielstand sollte es auch bleiben und Frank Hampel trug sich zum ersten Mal in die Siegerliste des Zollern-Alb-Pokals ein.

Siegerehrung (v.l.n.r.): Michael Kaus (2. Platz), Frank Hampel (1. Platz), Michael Bräuning (3. Platz), Thomas Will (Headbangers)

Erfreulich war, dass sehr viele Jugendliche den Weg nach Balingen fanden. Egal ob vom Veranstalter selbst, vom OTC Amberg oder der TKG Weiler: Die Kids waren mit einer großen Leidenschaft am Ball und wussten immer wieder, die Erwachsenen gehörig zu ärgern. Bester U18- Spieler wurde Dawood Malik (Headbangers).

Die Balinger Turniere sind immer eine Reise wert: Neben sehr guten sportlichen Rahmenbedingungen übertreffen sich die Schwaben immer wieder bei der Verpflegung und dem Unterhaltungsprogramm. Viele Helfer und die einmalige all-you-can-eat Flatrate bereiteten den Teilnehmern eine große Freude. Am Samstagabend trafen sich die Tipp-Kicker im Kulturbahnhof in Balingen, wo bei gutem schwäbischen Essen, Torwandschießen und Live-Musik sehr viel über den Tag geredet und gelacht wurde.

 

BEWERTUNG Turnierwochenende in Balingen

GESAMTBEWERTUNG 4,14 von 5 Sternen
Veranstaltungsdatum: 4. und 5. März 2017
Ausrichter: Headbangers Balingen
Internet: www.headbangers.eu

www.artbot.de/dtkv/za_pokal2017.html

Spielort: Evang. Gemeindehaus Balingen
Teilnehmer: 71
Turniersieger: Frank Hampel (TKC Gallus Frankfurt)
STARTGELD (Höhe, U18, Pokale/ Preise) *****
RÄUMLICHKEITEN (Parkgelegenheiten, Licht in der Halle, Platz an der Platte, Sitzgelegenheiten, Luftzirkulation) ****
PLATTENQUALITÄT (Qualität, Quantität, Böcke) ****
TURNIERABLAUF (Beginn, Ende, Pausenlänge, Ansprache durch Veranstalter, Alkohol in der Halle) ***
VERPFLEGUNG (Quantität, Vielfalt, Kühlung Getränke, Preise) *****
SANITÄRE ANLAGEN (Anzahl, ausreichendes Klopapier u. Trockentücher, zwischenzeitl. Reinigung) ****
SONSTIGES (Einladung zur Veranstaltung, Nachbereitung auf Homepage) ****

BEWERTUNGSSKALA:

Maximal werden 5 Sterne vergeben.

Gesamtbewertung = Summe aller Einzelbewertungen dividiert durch Anzahl der Einzelbewertungen.

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Tipp fürs Vereinstraining: Das Dänische System

In Hirschlanden wird seit Anfang 2016 im Training gelegentlich das sogenannte Dänische System gespielt. In diesem Artikel erfahrt ihr, was es damit auf sich hat:

Das Dänische System ist eine Sonderform des Rundenturniers. In der ersten Runde können die Paarungen zufällig bestimmt werden. Ist eine Einstufung der Gegner nach Stärke vor der ersten Runde von 1 bis N gegeben, so kann man auch

1 gegen N/2+1,

2 gegen N/2+2,

N/2 gegen N

ansetzen (für N gerade).

Nach jeder weiteren Runde gibt es eine neue Rangliste. Laut dieser Rangliste mit den Rängen 1 bis N werden die neuen Paarungen bestimmt, es spielen IMMER:

1 gegen 2

3 gegen 4

N-1 gegen N (für N gerade).

Die Schwaben aus Hirschlanden (v.l.: Max Daub und Artur Merke) haben Gefallen am Dänischen System gefunden!

Bei einer ungeraden Anzahl N von Spielern, werden zuerst alle Spieler betrachtet, welche am wenigsten pausiert haben. Von diesen Spielern hat der am schlechtesten Platzierte eine Runde Pause. Damit ist sichergestellt, dass sich die Pausen gleichmäßig auf alle Spieler verteilen. Die besten Spieler können je nach Anzahl der Runden ein Spiel mehr haben. Bei einer ungeraden Anzahl von Spielern wir daher die Rangliste gemäß der erzielten Durchschnittpunkte/Durschnittstore etc. bestimmt.

Vom Schweizer System unterscheidet sich das Dänische System dadurch, dass es ein mehrmaliges Aufeinandertreffen derselben Spieler erlaubt. Der Vorteil dieser Turnierform besteht darin, dass immer etwa gleich starke Spieler gegeneinander spielen. Die Rangliste ist zumindest im oberen Bereich recht aussagekräftig.

Als nachteilig wird machmal angesehen, dass schwächere Spieler u.U. nie gegen die besten Spieler spielen, und damit quasi nicht so schnell von den Besten lernen (wobei der Lernerfolg bei einer 0:8-Klatsche auch etwas fraglich ist). Das Lernen gegen bessere Gegener findet allerdings graduell statt. Mit jeder stetigen Verbesserung steigt auch die Chance, im oberen Bereich der Rangliste zu spielen.

Für starke Spieler hat diese Turnier- bzw. Trainingsform den Vorteil, dass sie immer gefordert sind und sie fast keine Spiele haben, die quasi von vornherein entschieden sind und es nur noch um die Höhe des Ergebnisses geht. Dies kann selbst im Schweizer System mit wenigen Teilnehmern durchaus vorkommen. Sind z.B. nur 11 Spieler am Start, so werden gegen Ende eines 8-Runden-Turniers die Gegner für den Bestplatzierten immer leichter und dieser damit fast uneinholbar (wird in der Regel durch ein nachfolgendes Playoff vermieden).

Das ist im Dänischen System nicht so. Ein weiterer Vorteil ist dabei auch noch, dass es immer möglich ist, eine vorgegebene Anzahl von Runden zu spielen. Sind z.B. nur 8 Spieler im Training, so würde eine einfache Runde nur 7 Spiele für jeden Spieler bedeuten. Eine Hin- und Rückrunde würde 14 Spiele bedeuten, was u.U. zu langen dauern würde.

Im Dänischen System kann man unabhängig von der Spielerzahl die Anzahl der Runden auf z.B. 10 festlegen. In der Regel gibt es auch kein anschließendes Playoff, denn das letzte Spiel ist oft ein quasi Finale, in dem der Beste gegen den Zweitbesten um den Turniersieg spielt. Es kann natürlich vorkommen, dass der beste Spieler in der letzten Runde uneinholbar ist, aber dann ist dieser Vorsprung während des Turniers erspielt worden, und dann war u.U. die vorletzte Runde ein quasi Finale. Das Dänische System spiegelt die wahren Kräfteverhältnisse wider.

In Hirschlanden wird das Dänische System seit Anfang 2016 gelegentlich gespielt. Die Resonanz schwank zwischen absoluter Begeisterung und „ich will nicht schon wieder X mal gegen Gegner so und so spielen“. Letzendlich entscheidet aber die eigene Leistung über die Spielstärke des nächsten Gegners.

Am besten probiert ihr es selber in eurem Training aus. Für den Anfang kann man die Ranglisten und Paarungen manuell berechnen. Für Linux kann eine angepasste Version des Schweizer System Programms beim Autor (Kontakt über www.artbot.de/dtkv) angefordert werden. Eine Version für Windows ist momentan nicht ohne tiefgreifende Computerkenntnisse möglich, wird aber angestrebt.

Vorschau: 51. Norddeutsche Einzelmeisterschaft in Delligsen

Premiere in Delligsen! Zum ersten Mal richtet der Delligser SC mit der 51. Norddeutschen Einzelmeisterschaft eine Sektionsmeisterschaft aus. Doch nicht genug: Neben dem Hauptevent werden am 11. und 12. März vier weitere Wettbewerbe angeboten. Hier findet ihr alle Infos zum Mega-Event.

Um den Teilnehmern optimale Rahmenbedingungen zu bieten, haben sich die Delligser um Arndt Schotmann kräftig ins Zeug gelegt: Im Vorfeld des Turniers werden 16 (!) komplett neue Platten angefertigt und der Verein wird auf Böcke verzichten und nur auf Tischen spielen lassen. Außerdem ermöglicht der Verein die Übernachtung in einem nahgelegenen Saal für 10 € pro Nacht und Person.

Arndt Schotmann (rechts) und sein Team laden zum Mega-Event ein!

Ganz gespannt darf man auf die 1. Norddeutsche Amateurmeisterschaft sein. Unterstützt von der Firma Mieg wird Materialguru Bernd Weber in Kooperation mit dem Delligser SC ein Turnier speziell für Hobbykicker anbieten. Teilnahmeberechtigt ist jeder, der aktuell nicht in der DTKV-Turnierrangliste geführt wird oder für einen Verein in der Liga gemeldet ist. Dabei können die Teilnehmer entweder auf ihre eigenen Figuren setzen oder vor Ort die Grundausrüstung der ProKicker-Serie nutzen, die freundlicherweise von Mathias und Jochen Mieg zur Verfügung gestellt wird. Dem Gewinner dieses Turniers winkt ein Tipp-Kick-Sachpreis und Interessierte können sich am Sonntag beim Profiturnier noch den ein oder anderen Tipp von den Cracks holen.

 

Allgemeine Informationen

  • Veranstalter: Delligser SC
  • Spielort: Sporthalle an der August-Reuter-Straße, Delligsen
  • Anmeldung unter: tippkick-delligsen.jimdo.com
  • Bei Fragen, Interesse und Verspätungen bei Arndt Schotmann unter 0171 6893552 anrufen
  • Startgebühr bei Teilnahme an beiden Turnieren: 15 €; 5 € (Damen); Jugend kostenfrei
  • Kostenfreie Teilnahme an der 1. Norddeutschen Amateurmeisterschaft
  • Amature können am Sonntag auch am Delligser Hils Cup teilnehmen und sich vor Ort Spielmaterial ausleihen

 

  1. Norddeutsche Einzelmeisterschaft
  • Samstag, 11. März 2017
  • Beginn: 9:00 Uhr
  • Anmeldeschluss: 10. März, 18 Uhr
  • Startgeld: Bei Anmeldung bis zum 18.02.: 8 €, sonst 10 €; 3 € Damen; Jugend kostenfrei
  • Die Ausgeschiedenen der ersten beiden Runden können kostenfrei an der 4. Delligser Ortsmeisterschaft teilnehmen, welche parallel zur 3. Runde der NDEM beginnt
  • Spielmodus: Gruppenmodus mit 12er-Endrunde
  • Titelverteidiger: Max Daub (TKC 71 Hirschlanden)

Titelverteidiger Max Daub hat sich bereits angemeldet!

 

  1. Delligser Hils Cup
  • Sonntag, 12. März 2017
  • Beginn: 9:30 Uhr
  • Anmeldeschluss: 11. März, 21 Uhr
  • Startgeld: 8 €; 3 € (Damen); Jugend kostenfrei
  • Die Ausgeschiedenen der ersten beiden Runden können kostenfrei am 1. Delligser Wispe Cup teilnehmen, welcher parallel zur 3. Runde des Hils Cups beginnt
  • Spielmodus: Gruppenmodus mit 12er- Endrunde

Titelverteidiger: Fabio de Nicolo (TKV Grönwohld)

2. AVU Winter Cup: Christoph Ihme erster Turniersieger 2017

Kein Baedeker schwärmt von Gevelsberg und die Michelin-Köche machen einen großen Bogen um die 31.000-Seelen-Stadt. Einige größere, mittelständische Betriebe, etliche denkmalgeschützte Bauwerke.

Und hier ein Tipp-Kick-Turnier Ende Januar auszurichten, ist mutig. Die Unabwägbarkeiten des Wetters können alle Planungen über den Haufen werfen. Doch wenn Siggi Gies ruft, kommen sie, die Tipp-Kicker Deutschlands. In den Alten Hohlweg lud er ein, in die Grundschule Strückerberg. Ein geschichtsträchtiger Ort. Vor 792 Jahren im Jahre 1225 wurde genau hier im Alten Hohlweg Erzbischof Engelbert heimtückisch ermordet. Der zweitmächtigste Mann seinerzeit im Lande. Ein schauriger Ort.

Zu Beginn des TK-Turniers zählten die Veranstalter 62 Spieler. Von Amberg aus dem verschneiten Bayern und aus dem entfernten Falkensee in Brandenburg. Zudem Tipp-Kick-Enthusiasten aus Karlsruhe, Wolfsburg und Hannover. Und sehr viele Spieler aus dem Westen der Republik. Aber alle bereit, um Punkte zu kämpfen, aber auch um sich auszutauschen, zu lernen, sich wiederzusehen. Die Tipp-Kick-Familie hatte sich für einen Tag wieder.

Der Modus war klar. Das Schweizer System sollte allen Spielern 10 Spiele garantieren. Danach k. o.-Spiele bis in das Finale. Kein best-of-three-Modus, sondern der prickelnde best-of-one-Modus. Allerdings brauchten die acht Erstplatzierten der Vorrunde erst im Achtelfinale einsteigen.

Das Schweizer System und die Meinungen zu diesem Modus sind altbekannt. Fast-Original-Kurzdialog zweier mir unbekannter Spieler: „Wie findest du das Turnier?“, daraufhin der andere: „Viel besser als die Deutsche in Kaiserslautern, hier spiele ich endlich gegen gleichstarke Spieler, das macht viel mehr Spaß“. Okay, das ist ein Argument für das Schweizer System!

Nun, wer die Gesichter derjenigen gesehen hat, die nach dem Achtelfinale ausgeschieden waren, nämlich 5 von 8 Spielern, die die Vorrunde auf den vordersten 8 Plätzen belegt hatten, sah ohne Frage die Kehrseite der Medaille: „Da spielt man 6 Stunden geiles Tipp-Kick, haut die Spitzenspieler in Serie weg, um dann nach Wartezeit und nach einem Spiel nach Hause zu fahren …“ Okay, das war ein Argument gegen das Schweizer System!

Doch jeder Spieler wusste, was ihn erwarten können würde. Also, auf in das Turniergeschehen.

 

Die Vorrunde

Die Vorrunde spülte die bekannteren und spielstärkeren Spieler relativ schnell in die oberen Tabellenregionen. Nach 10 Runden gab es nur wenige Überraschungen: So musste mit Michael Kalentzi (Schlachtenbummler Bochum) ein spielstarker Spieler und einer der Turniermitfavoriten mit 9:11 Punkten die Segel streichen. Nach 7 Runden hatte der Ranglisten-Führende der Sektion West zwar noch 9:5 Punkte auf seinem Konto, doch 9:11 Punkte reichten am Ende nur zu Platz 36. Im entscheidenden Spiel um den Einzug in die Playoffs unterlag er dem Gevelsberger U18-Spieler Nils Mettegang knapp mit 4:5. Auch Wolfgang Plümmer (heute SG Rheinland/Düsseldorf), der seit den 80er Jahren Tipp-Kick spielt, und wieder vermehrt auf den Turnieren im Westen gesichtet wird, scheiterte mit Platz 27 knapp am Cut. Seine 11:9 Punkte reichten 5 anderen Spielern zwar, aber der berühmt-berüchtigte „Buchholz“ war nicht sein Freund. Platz 44 belegte Dirk „Tanne“ Hansen (SG Rheinland/Düsseldorf), seine eigenen Erwartungen konnte er wahrlich nicht erfüllen.

Stärkste Dame wurde Manuela Winter (TKC Gevelsberg) auf Platz 32 mit 10:10 Punkten vor Yvonne Dalli (TKC Kierspe) auf Platz 53 mit 7:13 Punkten. Für Manuela war sogar eine Playoff-Teilnahme theoretisch möglich, doch das Unentschieden in der 10. Runde gegen Frank Filipiak (TKC Kierspe) reichte nicht.

 

Wer überraschte in der Vorrunde?

Sicherlich hatte man nicht damit gerechnet, dass U18-Spieler Daniel Bialk (zu diesem Zeitpunkt noch vereinslos) die Rangliste nach 10 Runden anführen würde. Nach starken Spiele gegen starke Spieler (insbesondere das 3:1 gegen Bundesliga-Spieler Thomas Krätzig aus Amberg) belohnte er sich mit Platz 1. Danach folgen in der Rangliste die üblichen Verdächtigen. Bernd Straberg (Olympia Rhein-Ruhr) war in den letzten Jahren kaum auf Turnieren präsent, Platz 11 und 13:7 Punkte waren eine souveräne Leistung. Auch mit Nico Girolami (Schlachtenbummler Bochum) hatte man auf Platz 13 nicht unbedingt gerechnet. Auch ihm gelangen 13:7 Punkte. Nils Mettegang, einer der vielen U18-Spieler vom TKC Gevelsberg, erreichte Platz 19, tolle Leistung!

Einen weiteren Spieler gilt es zu erwähnen: Lars Schulze (Hansa Herford) scheint ein neues Talent zu sein. Etliche seiner Spiele konnte der Schreiber dieser Zeilen beobachten. Da wächst etwas in Herford heran. Starke Dreher, schnelle Erkennung der Situationen, immer fair, neugieriger Beobachter anderer Spiele, das gefällt!

 

Bühne auf zum Playoff!

Jegliche Platzierung der Vorrunde spielte nun keine Rolle mehr. Jetzt hieß es: „Alles oder nichts“, denn wer verlor, war draußen!

Stefan Biehl (SG Rheinland/Düsseldorf) räumte mit jeweils 3:2 die stärker eingeschätzten Max Bartels (TFB Drispenstedt) und anschließend Daniel Bialk (vereinslos) aus dem Weg. Im Viertelfinale verlor er knapp mit 4:5 gegen den Bundesligaspieler Christoph Ihme (TKV Jerze). Als Belohnung winkte am Ende Platz 5!

Thomas Krätzig und Peter Tuma (beide OTC Amberg) fuhren gemeinsam knappe 6 Stunden nach Gevelsberg und durften dann im Viertelfinale gegeneinanderspielen. Der amtierende Bayerische Einzelmeister Peter Tuma gewann knapp mit 3:2, um dann selbst im folgenden Spiel auszuscheiden, und dann fuhr man wieder gemeinsam über 6 Stunden nach Hause.

Ein ähnliches Schicksal erlebten die Waltroper Marcus Müller und Arnold Gotzhain. Beide spielen in einer Bundesliga-Mannschaft (TKC Preußen Waltrop). Und der Herner Ruhrpott-Cupsieger von 2016 schickte den 10. Sprockhöveler Stadtmeister von 2010 mit 2:1 nach Hause. Daraufhin verabschiedete sich Arnold Gotzhain im folgenden Halbfinalspiel und die beiden Waltroper durften die Heimreise gemeinsam antreten, allerdings war ihr Weg nicht so weit wie der der Amberger.

Bemerkenswert war der Weg von Bernd Straberg in das Finale. Nach dem knappen Auftaktsieg gegen Wolfram Kastrup (Tornado Dortmund), ein Spieler, der nicht in der aktuellen Rangliste vertreten ist und dessen 19. Platz als Erfolg gewertet werden darf, folgten die Siege gegen den höher eingeschätzten Jochen Hahnel (TKC Preußen Waltrop) mit 3:1 und Jens Foit (Hansa Herford) mit 4:3 sowie Arnold Gotzhein (TKC Preußen Waltrop) mit 3:2.

Somit waren die potentiellen Siegaspiranten Foit und J. Hahnel, die in den letzten Jahren etliche Regionalturniere gewinnen konnten, bereits frühzeitig ausgeschieden.

Auch der Weg von Christoph Ihme (TKV Jerze) in das Finale bestand nicht nur aus Geschenken. Knappe Siege gegen Henning Horn (SG Karlsruhe/Mainz) mit 4:3, Stefan Biel (SG Rheinland/Düsseldorf) mit 5:4 und Peter Tuma (OTC Amberg) mit 5:4 zeigen, dass er sich den Finaleinzug hart erkämpfen mußte.

 

Das Finale

Platz 9 gegen Platz 11 der Vorrunde. Ein Bundesligaspieler gegen einen Spieler, der die letzten Jahre kaum an der Platte stand. Aus diesem Blickwinkel konnte Christoph Ihme das Finale relativ schnell für sich entscheiden. 1:0, 2:0, 2:1, 3:1, 4:1, 4:2 und 5:2 waren die Zwischenstände, da ließ der Jerzer Bundesliga-Spieler, der 2016 elf Turniere besuchte und dabei eines gewann und der seit 2013 sämtliche großen Turniere (Deutsche Meisterschaften und alle Sektionsturniere) bestritt, nichts mehr anbrennen. Glückwunsch dem Sieger Christoph Ihme, aber auch dem 2. Sieger Bernd Straberg!

 

Zu den Turnierausrichtern

Der TKC Gevelsberg ist ein hochgradig engagierter Verein in der Tipp-Kick-Szene. Man begeistert in Gevelsberg und zieht dort viele Menschen in den Bann. Siggi Gies und seine vielen Helfer richten zweimal jährlich ein Turnier aus. Auch wenn einzelne Punkte noch verbesserungswürdig sind (z.B. die Zeitnahme), waren die 62 Teilnehmer insgesamt mit dem Turnierausrichter sehr zufrieden. Weiter so!

 

TURNIERBEWERTUNG 2. AVU Winter Cup

 

GESAMTBEWERTUNG 3,28 von 5 Sternen
Veranstaltungsdatum: 29. Januar 2017
Ausrichter:

 

TKC Gevelsberg

 

Internet:

 

https://tkc1986gevelsberg.jimdo.com/
Spielort:

 

Gevelsberg, Grundschule Strückerberg
Teilnehmer: 62
Turniersieger: Christoph Ihme (TKV Jerze)
STARTGELD (Höhe, U18, Pokale/ Preise) ***
RÄUMLICHKEITEN (Parkgelegenheiten, Licht in der Halle, Platz an der Platte, Sitzgelegenheiten, Luftzirkulation) ****
PLATTENQUALITÄT (Qualität, Quantität, Böcke) **
TURNIERABLAUF (Beginn, Ende, Pausenlänge, Ansprache durch Veranstalter, Alkohol in der Halle) ***
VERPFLEGUNG (Quantität, Vielfalt, Kühlung Getränke, Preise) ****
SANITÄRE ANLAGEN (Anzahl, ausreichendes Klopapier u. Trockentücher, zwischenzeitl. Reinigung) **
SONSTIGES (Einladung zur Veranstaltung, Nachbereitung auf Homepage) *****

BEWERTUNGSSKALA:

Maximal werden 5 Sterne vergeben.

Gesamtbewertung = Summe aller Einzelbewertungen dividiert durch Anzahl der Einzelbewertungen.

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Porträt: Headbangers Balingen und der Zollernalb-Pokal

Die kleine Geschichte eines Tipp-Kick Clubs und eines Turniers mit „quasi“ einer langen Tradition.

Wir gehen zurück ins Jahr 1980, in das beschauliche Städtchen Balingen im Südwesten Baden-Württembergs. Dort in das von den Balinger Jugendlichen neu bezogene Jugendhaus (Bild unten, das Jugendhaus existiert auch heute noch).

Es gründeten sich viele sogenannte „Arbeitskreise“( kurz AKs). Die wichtigsten waren unter anderem der Motorrad AK, der Teestuben AK, und viele weitere. Für das Jugendhaus konnten durch die großzügige finanzielle Ausstattung seitens der Stadtverwaltung viele Spiele angeschafft werden, darunter auch ein Tipp-Kick-Set. Rüdiger Albrecht, Lukas Homscheidt (der damals noch unter seinem Mädchennamen „Gerstheimer“ wirkte), Ralf Sense, Markus Sense, Achim Stebner sowie Thomas Will, (siehe Bilder von 1980 und 2012; Reihenfolge wie im Text) spielten fast täglich gegeneinander und nach wenigen Tagen gab es etliche Freunde dieses Spiels. Es wurden regelmäßig Turniere auf dem einzigen Feld gespielt. Innerhalb weniger Wochen wuchs die Tipp-Kick-Gemeinde auf über 10 regelmäßig teilnehmende Spieler an. Es war naheliegend, ebenfalls eine AK zu gründen, um im Jugendrat des Hauses ein Stimmrecht zu bekommen und auch von öffentlichen Geldtöpfen zu profitieren.

So entwickelte sich eine imposante Schar von Tipp-Kickern. Mit Hilfe des damaligen TKC Schwenningen wurde das Spiel professionalisiert. Man schloss sich dem Tipp-Kick Verband an, nahm am offiziellen Ligabetrieb teil und besuchte auswärtige Turniere.

Nach gut eineinhalb Jahren wurde die Idee geboren, ein eigenes offizielles Tipp-Kick-Turnier zu veranstalten. Mittlerweile gab es genug Turnierplatten im Club, um das Vorhaben umzusetzen. Mit dem Veranstaltungsaal des Balinger Feuerwehrgerätehauses gleich gegenüber dem Jugendhaus, war ein geeigneter, großer Raum gefunden und die „Balinger Jungs“ knieten sich in die Organisation.

Wenn wir an das Jahr 1982 zurückdenken, dann stellen wir überrascht fest, dass es weder E-Mail, WhatsApp noch Internet gab, um solch ein Turnier zu bewerben oder organisatorisch zu begleiten. Es gab weder Word noch Excel. Glücklich war, wer eine Schreibmaschine nutzen konnte oder eine gut leserliche Handschrift besaß.

Die Einladung wurde mit den damaligen Möglichkeiten (Schere, Kleber, Stift und Papier) „zusammengebastelt“. Kopiermöglichkeiten gab es sehr wenige. Aber die Stadtverwaltung hatte einen zentralen Kopierer, der von den Angestellten mit Argusaugen bewacht wurde. Jede Kopie musste registriert werden und waren teuer. Man hatte also nur die Chance, einmalig zu vervielfältigen. Das Ergebnis konnte nicht mehr revidiert werden.

Einladung für das 1. Balinger Zollern-Alb-Pokal Turnier 1982

Bild vom Turnier im Feuerwehrgerätehaus Balingen. Wer erkennt Klaudio Lange?

Eingeladen wurden die Clubs aus dem Süddeutschen Raum, vorrangig aus Baden-Württemberg. Man bedenke, allein im Umkreis von 50km um Balingen gab außer dem TKC JH 1980 Balingen fünf weitere aktive Clubs, die sich mit insgesamt 8 Teams am Ligabetrieb beteiligten. Natürlich gingen auch Einladungen an damalige Spitzenclubs wie den SSG Stuttgart, nach Kirchheim/Teck, Schwenningen oder nach Wasseralfingen.

In den frühen 80ern gab es wenig Turniere in Württemberg. Der Zollern-Alb-Pokal war innerhalb kürzester Zeit mit 61 Teilnehmern ausgebucht. Am 6.11.1982 war es dann soweit. Das Turnier war organisiert. Schon damals waren die Freundinnen oder die Freundinnen in spe für die Versorgung der Teilnehmer zuständig. Markus Sense, „alias Maxe“, auch schon damals „Präse“ der Balinger Tipp-Kicker, konnte tatsächlich 61 Teilnehmer begrüßen. Darunter Stars der Szene wie der Kirchheimer Bruno Jäger (Bild) oder Werner Glück und Dietmar Häfner aus Stuttgart. Dabei waren auch heute noch aktive Spieler wie die Hirschlander Andreas Sigle oder Klaudio Lange (AKA: Kazmierczak). Der spätere Deutsche Meister Peter Gehrung, der damals noch am Anfang seiner Tipp-Kick-Laufbahn war und für den TKC Sigmaringen die Knöpfe drückte, war unter den Teilnehmern ebenso wie Stefan Wenzel aus Schwenningen, der später zweimal Süddeutscher Meister wurde.

Das Endspiel bestritten dann die damaligen Stars der Szene, Dietmar Häfner († 2002) und Werner Glück, beide vom Spitzenclub SSG Stuttgart. Nach 10 Minuten sicherte sich Häfner mit 5:2 den Sieg und gewann somit das 1. Zollern-Alb-Pokalturnier 1982.

Siegerehrung: Links Markus Sense, rechts Dietmar Häfner

Spielszene aus dem Turnier: Links, eventuell Bruno Jäger, rechts Markus Sense

Im Rahmenprogramm gab es ein Dokuvideo über die Deutsche Meisterschaft 1982 in Wasseralfingen, das die Balinger während des Turniers als „SFB“ (Sender freies Balingen) selbst gedreht hatten.

Unsere Sigmaringer Tipp-Kick-Freunde waren dagegen nicht nur vom Turnier, sondern auch von den Balinger Catering-Mädels angetan. Einige wollten deshalb kurzfristig auch noch das am Abend stattfindende Rockkonzert im Jugendhaus besuchen.

Artikel in der damaligen Clubzeitung des TKC Sigmaringen über den Besuch in Balingen

Das Trikot von 1982 gibt es heute noch

Das Turnier war ein voller Erfolg und alle Teilnehmer waren zufrieden mit der Organisation und den Rahmenbedingungen. Es gab viel Lob. Die Balinger Filzkicker waren stolz und zufrieden. Man war sich einig: der Zollern-Alb-Pokal sollte fortgesetzt werden. Die Balinger Tipp-Kicker waren noch bis Anfang der 90er Jahre aktiv. Eine Neuauflage des Turnieres gab es bis dahin nicht.

Als „Alte Säcke“ traf man sich im November 2012 nach 22 Jahren Pause zum „Alten Säcke Cup“. Die damals „jungen Hirsche“ waren jetzt um die 50 und konnten trotzdem damit leben, jetzt „Alte Säcke“ zu sein.

Mit dem „1. Alten Säcke Cup“ beginnt Teil zwei der Balinger Tipp-Kick Geschichte. Im Nachgang zum „1. Alten Säcke Cup“ fanden die Freunde aus dem letzten Jahrtausend wieder zusammen. Jetzt als „Balinger Headbanger“, bezugnehmend auf das jährlich in Balingen stattfindende „Bang Your Head“-Festival, zu dem die meist ebenfalls gealterten Heavy Metall-Fans jährlich zu Zehntausenden pilgern.

Der Club fand Nachwuchs und weitere Freunde des Tipp-Kick, so dass sich bald zwischen 10 und 20 Headbanger regelmäßig an den Aktivitäten beteiligten.

Headbangers 2015

Lediglich die Leistungen im Vergleich mit anderen Spielern bei Turnieren oder im Ligenbetrieb fielen nicht besonders erfolgreich aus. Bemühungen, Spitzenspieler zu den Trainingseinheiten nach Balingen zu bekommen, um das Niveau zu verbessern, scheiterten. Im späten Winter fand zu dieser Zeit regelmäßig die „Karlsruher Stadtmeisterschaft“ statt. Die Balinger waren dort mit großer Präsenz anwesend. Jedoch war es ein erheblicher Aufwand, 15 Spieler für die Veranstaltung in Karlsruhe zu organisieren. Damit alle Headbanger die Gelegenheit bekommen sollten, von guten Tipp-Kick-Spielern der Szene zu lernen, entstand die Idee, zusätzlich zum „heiligen Gral“ der Balinger Tipp-Kicker, dem „Alten Säcke Cup“, ein weiteres Turnier zu veranstalten, das vom Deutschen Tipp-Kick Verband (DTKV) anerkannt wird. Dem „Alten Säcke Cup“ wurde die Anerkennung als DTKV Turnier verweigert, was zur Folge hatte, dass es schwierig war, gute Spieler auf dieses Turnier zu bekommen.

Man fragte in Karlsruhe nach, ob anstatt der Karlsruher Stadtmeisterschaft ein Turnier in Balingen im Turnierkalender des DTKV angeboten werden könne. Die Karlsruher waren einverstanden.

Jetzt kamen die Erinnerungen an das in Balingen vor 33 Jahren stattgefundene Turnier, das 1. Balinger Zollern-Alb-Pokal-Turnier, auf. Auch erinnerte man sich daran, dass 1982 eine Neuauflage des Turnieres geplant war, die bis in die Gegenwart nicht umgesetzt worden war. Also lag es nahe, diese Neuauflage 2015 stattfinden zu lassen. So geschah es dann auch. Ein Turnier wurde wieder „ausgegraben“, „abgestaubt“ und angeboten. Am 21 Februar 2015 war es dann soweit. Turnierort war das Evangelische Gemeindehaus in Balingen, Stadtmitte. Nach den sehr guten Erfahrungen beim „Alten Säcke Cup“, wurde die Idee des „All-inklusive“-Caterings übernommen. Startgebühr und die Komplettversorgung zu einem einzigen günstigen Preis sollte jeden zum VIP machen und dem Turnier eine besondere Note verleihen. Mit Heike Homscheidt († 2016) war eine Küchenchefin im Club, die es verstand, ein großes und hochwertiges Angebot an Speisen und Getränken anzubieten.

Einladung für das 2. Zollern-Alb-Pokalturnier 2015

Heike Homscheidt

2015 waren mit Beni Buza und Jonathan Weber die beiden Endspielkontrahenten der Deutschen Meisterschaft 2014 in Hirschlanden am Start. Wie bei der DEM bestritten die beiden auch das Endspiel um den 2. Zollern-Alb-Pokal. Beni Buza konnte sich nach Verlängerung mit 6:4 durchsetzen und so nach 33 Jahren die Nachfolge von Dietmar Häfner, der zuletzt für den TKC Hirschlanden an die Platte ging, antreten.

Endspiel 2015: Beni Buza gegen Jonathan Weber

Siegerehrung 2015: v.l.n.r. Florian Stähle, Michael Kleofasz, Bruno Wilke, Beni Buza, Jonathan Weber

Die Reaktionen der 46 Teilnehmer auf das Turnier waren mehr als positiv. Es war klar, dass schon aufgrund des Alters die „Alten Säcke“ aus Balingen nicht nochmal 33 Jahre warten konnten, um den nächsten Zollern-Alb Pokal zu veranstalten. Diesmal sollte das Turnier im darauffolgenden Jahr stattfinden.

Der Termin im Turnierkalender des DTKV hatte sich bewährt. Deshalb wurde der 3. Zollern-Alb-Pokal am 20. Februar ausgetragen. Mit Phillip Baadte vom TKC Kaiserslautern, ging auch der damalige amtierende Deutsche Meister in Balingen an die Platten. Mittlerweile fanden auch immer mehr Tipp-Kick-Freunde aus der nahen Schweiz den Weg zu Balinger Turnieren, mit der Schweizer Tipp-Kick-Ikone Dani Nater und dem ambitionierten Markus Kälin, auch zwei Schweizer, die alle bisherigen Balinger Turniere gespielt hatten. Beim 3. Zollern-Alb-Pokal waren schon neun Tipp-Kick Eidgenossen am Start. Das Endspiel bestritten Michael Link und der Chef des Deutschen Tipp-Kick Verbandes und Tipp-Kick-Urgestein Peter Funke von den Flinken Fingern aus Bruck. Funke gehört auch zu den Deutschen Tipp-Kick-Meistern. 1984 gewann er den Deutschen Einzeltitel in Schöppenstedt.

Funke setzte sich gegen den starken Michael Link nach Verlängerung mit 5:3 durch und gesellte sich somit zu Häfner und Buza, den bisherigen Gewinnern des „Zollern-Alb-Pokals“.

Endspiel 2016: Peter Funke gegen Michael Link

V.l.n.r: Markus Sense, Thomas Ruchti, Michael Link, Peter Funke, Christoph Weishaupt

Aktuell steht nun am 4. März diesen Jahres die 4. Auflage des „Zollern-Alb-Pokals“ an. Es gibt einige Veränderungen. So findet beispielsweise ein Turnierwochenende statt, bei dem am Samstag die 4. Auflage des Zollern-Alb-Pokals und am Sonntag der Süddeutsche Pokal (Qualifikations-Mannschaftsturnier zur Finalrunde im DTKV-Pokal) ausgetragen werden. Eine Zäsur gibt es auch beim Catering. Mit dem unerwarteten und plötzlichen Tod von Heike Homscheidt im Juni 2016 stehen die Headbangers vor der Herausforderung, die kulinarischen Fußstapfen von Heike auszufüllen.

Das Turnier scheint mittlerweile sehr beliebt zu sein. Innerhalb von vier Tagen meldeten sich 71 Teilnehmer an. Die Balinger „Alten Säcke“ sind deshalb guter Dinge, dieses Mal die Teilnehmeranzahl von 2016 (54 Teilnehmer) zu toppen. Auch für den Turnierrahmen sind wieder Überraschungen angedacht. Man darf also gespannt sein. Informationen zum Turnier, die Möglichkeit sich online anzumelden und die aktuelle Teilnehmerliste, findet man auf der Headbanger Homepage unter www.headbangers.eu.

Vorschau: 2. AVU-Winter-Cup in Gevelsberg

Das erste DTKV Turnier im Jahr 2017 steht an! Der TKC 1986 Gevelsberg lädt ein zum 2. AVU Wintercup! Grund genug, seine Spielfiguren nach dem Winterschlaf wieder auszupacken und sich mit den anderen Cracks zu messen.

Nachdem die Premiere im vergangenen Jahr mit 61 Teilnehmern gelungen ist, dürfen sich die Veranstalter bereits heute über 62 Anmeldungen für den 2. AVU Winter Cup freuen. Noch nicht unter den Teilnehmern befindet sich Titelverteidiger Jochen Hahnel (Waltrop), welcher im vergangenen Jahr mit 3:0 gegen Marcus Socha (Drispenstedt) gewann.

Wappen des Veranstalters TKC 1986 Gevelsberg

Gerade auch Anfängern und Neulingen sei das Turnier nahegelegt, da neben den erfahrenen Spielern bereits auch andere Neulinge und Jugendliche ihr Kommen angekündigt haben.

 

Key Facts

Veranstalter: TKC 1986 Gevelsberg

Datum: 29. Januar 2017

Beginn: 10:00 Uhr

Startgeld: 9 €, Jugend und Damen kostenlos

Ort: Turnhalle Strückerberg, Alter Hohlweg 54, 58285 Gevelsberg

Anmeldeschluss: 27. Januar 2017

Anmeldung und weitere Informationen: TKC 1986 Gevelsberg

Vorschau: Save the dates! Die großen Veranstaltungen 2017

Das neue Jahr steht vor der Tür! 2017 werden die Profi Tipp-Kicker viele Möglichkeiten haben, ihr Können unter Beweis zu stellen. Damit ihr kein großes Event im kommenden Jahr verpasst, haben wir euch folgende Übersicht erstellt.

11. und 12. März in Delligsen

Erstmalig findet die Norddeutsche Einzelmeisterschaft in Delligsen statt. Dafür haben sich die Ausrichter vom Delligser SC einiges überlegt: Neben der NDEM finden an diesem Wochenende 3 weitere Profi-Turniere statt! Außerdem wird parallel ein reines Amateurturnier angeboten, um den zahlreichen Hobbykickern eine Plattform zu bieten. Teilnahmeberechtigt ist jeder, der aktuell weder in einer Liga gemeldet noch in der DTKV-Turnierrangliste gelistet ist. Gespielt wird natürlich auf echten DTKV-Turnierplatten, allerdings darf kein Profimaterial verwendet werden. Zunächst soll in Delligsen getestet werden, wie die Idee angenommen wird, mit der Option solch ein Turnier bei den Sektionsmeisterschaften und der Deutschen Einzelmeisterschaft zu etablieren. Dabei wird Materialguru Bernd Weber dieses Turnier betreuen. Als Turnierausrichter sowie Jugendtrainer in Wasseralfingen hat Bernd eine enorme Erfahrung gesammelt, um dieses Turnier für Hobbykicker als echtes Erlebnis zu gestalten. Weitere Informationen folgen in den kommenden Wochen.

Kann Max Daub seinen Titel bei der Norddeutschen verteidigen?

 

14. – 16. April in Berlin

Traditionell trifft sich die Tipp-Kick Elite zum größten DTKV-Event nach der Deutschen Einzelmeisterschaft an Ostern in Berlin. Neben den zwei Hauptturnieren am Samstag (47. Berliner Pokalmeisterschaft) und Sonntag (27. Ostdeutsche Einzelmeisterschaft) sowie den beiden Nebenturnieren wird wie gewohnt am Freitag die Berlin Open ausgespielt. So ist es möglich, an diesem Wochenende bis zu 5 (!) Turniere zu absolvieren. Der Ausrichter Celtic Berlin hat sich in den letzten Jahren immer wieder aufs Neue übertroffen: Angefangen bei identisch gebauten Turnierplatten von höchster Qualität, über einen reibungslosen Turnierablauf und eine für solche Turniere gebaute Sporthalle, wird das Event von fairen Verpflegungspreisen abgerundet.

Titelverteidiger Jonathan Weber wird es bei der Ostdeutschen nicht mehr so leicht haben!

 

13. und 14.5. in Delligsen

Nach der Norddeutschen richtet der Delligser SC 2017 auch die DTKV-Pokalendrunde und die Mannschaftsplay-Offs aus. Während sich die Teams für den Pokal, der am Samstag und Sonntag stattfindet, in regionalen Ausscheidungen qualifizieren müssen, kämpfen in der Bundesliga mehrere Teams um die begehrten Play-Off Tickets. Die Play-Offs finden dabei am Samstagabend statt, sodass möglichst viele Zuschauer von den anderen Teams vor Ort sind. Für Tipp-Kick auf allerhöchstem Niveau ist also gesorgt!

Der Titelverteidiger (v.l.): Frank Hampel, Michael Kaus, Beni Buza, Alex Beck

 

24.6. in Gießen

Bei der Jahreshauptversammlung des DTKVs wird die vakante Position des Bundesspielleiters neu besetzt, welcher sich

um alle Belange rund um den bundesweiten Ligaspielbetrieb kümmern soll. Auch eine einheitliche Darstellung des Spielbetriebs im Internet gehört in den Aufgabenbereich des Bundesspielleiters. Ebenso werden bei dieser Versammlung zukünftige Großevents vergeben. Bis zum 31.05.2017 besteht die Möglichkeit, sich bei Turnierspielleiter Artur Merke um die Ausrichtung eines solchen zu bewerben. Weitere Infos findet ihr hier.

 

16. und 17.9. in Bockenem

DAS HIGHLIGHT im DTKV schlechthin, die Deutsche Einzelmeisterschaft, wird 2017 vom TKV Jerze in Bockenem ausgetragen. Nach einem erfolgreichen Probelauf bei der NDEM und dem Tourfinale im vergangenen November dürfen wir uns auf eine super organisierte Deutsche freuen. Die Jungs um Andreas Hofert und Christoph Ihme sorgten dort für einen reibungslosen Turnierablauf und insbesondere die familiäre Stimmung bei Jerzer Turnieren war ein Garant für das zahlreiche Erscheinen vieler Topspieler. Gespannt darf man sich die Frage stellen, ob der amtierende Deutsche Meister Michael Kaus seinen Titel verteidigen kann.

Szene aus dem Finale 2016: Patrick Malessa gegen den Sieger Michael Kaus (r.)

 

14. und 15.10. in Hirschlanden

Traditionsturnier am Samstag, Sektionsmeisterschaft am Sonntag oder einfach Tipp-Kick pur in Hirschlanden! Zuerst steht mit der 35. Ausspielung des Glemsgau-Pokalturniers ein Jubiläum an, am Sonntag folgt die Süddeutsche Einzelmeisterschaft. Der TKC 71 Hirschlanden kann auf viele Turnierwochenenden zurückblicken, welche allesamt ein voller Erfolg waren. So soll es auch im kommenden Oktober sein. Das Team um Andreas Sigle, Artur Merke und Max Daub sorgt für einwandfreie Bedingungen sowie eine preiswerte und leckere Verpflegung.

Die Nummer 1 Fabio de Nicolo (l.) legte mit seinem Triumph bei der Süddeutschen den Grundstein für ein erfolgreiches 2016.

 

11. und 12.11. in Bornheim bei Bonn

Erstmals wird in Bornheim ein DTKV-Doppelevent stattfinden. Nachdem die Westdeutsche Einzelmeisterschaft in den vergangenen Jahren schon oft dort ausgerichtet wurde, wird das Wochenende um das Tourfinale samt Nebenturnier um den Sonntag verlängert. Beim Tourfinale sind die 32 besten des vergangenen Turnierjahres teilnahmeberechtigt, sodass an diesem Wochenende eine enorm hohe Leistungsdichte vorzufinden sein wird.

Tourfinalsieger Robert von Hering (r.) wird in Zukunft dem Favoritenkreis zugeschrieben werden!

 

Alle weiteren Termine findet ihr hier.