Meisterschafts-Play-Offs 2015/16: Gallus Frankfurt triumphiert

Die deutsche Mannschaftsmeisterschaft ist das Team-Highlight im professionellen Tipp-Kick. Von klein auf streben viele Tipp-Kicker danach, zumindest einmal den begehrten Henkelpott in den Händen zu halten. In spannenden Spielen setzten sich in diesem Jahr die Favoriten vom TKC Gallus Frankfurt durch. Im Finale hatte der TKC ’71 Hirschlanden beim 11:21 nicht den Hauch einer Chance. Unsere Glückwünsche gehen an Alex Beck, Beni Buza, Frank Hampel, Michael Kaus und Freddy Mozelewski!

 

Das Halbfinale

TKV Jerze – TKC Gallus Frankfurt 9:23 (37:60)
Spielverlauf: 0:4 | 2:6 | 2:10 | 2:14 | 2:18 | 6:18 | 9:19 | 9:23

Das Duell des Viertplatzierten gegen den Erstplatzierten nach der regulären Saison versprach große Spannung: Einzig gegen Celtic Berlin und eben die Niedersachen mussten die Frankfurter jeweils ein Unentschieden hinnehmen. Die Jerzer haben in der Vorrunde gezeigt, dass sie mit den Favoriten mithalten können und deshalb war die Truppe um Alex Beck gewarnt, die Underdogs nicht zu unterschätzen.

Dementsprechend gingen die Frankfurter konzentriert ans Werk: Die ersten Partien konnten Hampel gegen Kreuzweiß und Buza gegen Ihme für sich entscheiden und damit sofort klar machen, wer der Favorit war. Mit den Unentschieden zwischen Witte und Beck sowie Jüttner und Kaus konnten die Jerzer in der folgenden Runde nochmals punkten und Hoffnung schöpfen. Doch dann legte Gallus los wie die Feuerwehr: Bis zum Stand von 2:18 ließen sie keine Federn und gewannen jedes Spiel! Dass das Spiel so eindeutig enden würde, war nicht zu erwarten. Diese Dominanz war auf den Fokus und die mannschaftliche Geschlossenheit zurückzuführen. In den letzten drei Runden betrieben die Jerzer noch Ergebniskorrektur und die Frankfurter schonten ihre Akkus fürs kommende Finale, so dass letztlich ein 9:23 zu Buche stand.

Überragender Spieler war auf Seiten der Frankfurter Beni Buza, der 7 Punkte zum Sieg beisteuerte. Auf Seite der Jerzer konnte kein Akteur mithalten, geschweige denn positiv punkten.

 

Celtic Berlin – TKC ’71 Hirschlanden I 15:17 (40:44)
Spielverlauf: 3:1 | 4:4 | 7:5 | 11:5 | 13:7 | 13:11 | 15:13 | 15:17

Im Duell der beiden Tabellennachbarn war im Vorfeld kein echter Favorit auszumachen. Für die Schwaben gingen mit Harald Füßinger und Artur Merke zwei absolute Topspieler, mit Rainer Schlotz und Max Daub allerdings auch zwei große Enttäuschungen der abgelaufenen Saison an die Platten. Für die Berliner sprach vor allem ihr unbändiger Team- und Kampfgeist.

Anfangs gestaltete sich die Partie wie zu erwarten sehr ausgeglichen, sodass es nach zwei Runden unentschieden stand. Dann setzten sich die Berliner jedoch durch drei Siege und ein Unentschieden auf 11:5 Punkte ab. Davon ließ sich die Truppe um Harry Füßinger aber nicht unterkriegen. Sie schlug zurück und war nach 2 weiteren Runden wieder an den Kontrahenten dran.

Die letzten Runden waren geprägt von enormer Spannung: Vor den Partien Lorenzen vs. Schlotz und Horchers vs. Füßinger lagen die Celticer mit 15:13 in Front. Doch durch starke Leistungen konnten die Schwaben die Partie nochmals drehen: Während Lorenzen auf der einen Platte gegen Schlotz kein Land zu sehen bekam und mit 2:7 unterging, trennten sich Horchert und Füßinger 1:3. Ohne zuvor in der Partie geführt zu haben, zog der TKC ’71 Hirschlanden also abermals in ein Finale der deutschen Mannschaftsmeisterschaft ein.

An Christian Kuch lag es nicht, dass Celtic den Finaleinzug verpasste: Er konnte mit 7:1 Punkten glänzen. Auf Seiten der Hirschlandener war Harry Füßinger mit 6:2 Punkten und dem Sieg in der letzten Runde gegen Horchert der Matchwinner.

 

Das Finale

TKC ’71 Hirschlanden I – TKC Gallus Frankfurt 11:21 (36:49)
Spielverlauf: 0:4 | 0:8 | 4:8 | 8:8 | 8:12 | 9:15 | 9:19 | 11:21

Für Beni Buza war das Finale ein besonderes Spiel: In der vergangenen Saison trug er noch das Trikot der Schwaben. Doch nicht nur deshalb war der TKC ’71 Hirschlanden besonders motiviert. Vor allem wegen der deutlichen 9:23 Niederlage am zweiten Spieltag der regulären Saison waren die Hirschlandener heiß auf dieses Finale, denn sie wollten diese Schmach unbedingt vergessen machen.

Doch die guten Vorsätze waren bereits nach den ersten beiden Runde wie weggeblasen: die ersten vier Spiele gingen allesamt an die Frankfurter, sodass es nach zwei Runden 0:8 stand. Was danach geschah oder wie Teamkapitän Artur Merke seine Mannschaft nochmals aufweckte, bleibt wohl ein Geheimnis. Denn wie schon im Halbfinale gegen Celtic bewiesen die Schwaben Kampfgeist, so dass sie zur Halbzeit ausglichen.

Eigentlich hatten sie das Momentum auf ihrer Seite und hätten mit weiteren Siegen den Widerstand der Frankfurter brechen können, doch die Frankfurter erholten sich von den Niederlagen und schlugen zurück. Die Schlüsselspiele lauteten Daub vs. Buza und Füßinger vs. Hampel. Während Buza gegen Daub einen mehrfachen Rückstand in ein 7:5 drehte, setzte Hampel mit einem 3:0 gegen den Sieger der Einzelwertung noch einen drauf. Mit drei Siegen und einem Unentschieden in den nächsten beiden Runden ließen die Favoriten keine Zweifel an ihrem Siegeswillen aufkommen, sodass das Finale bereits vor der letzten Runde beim Stand von 9:19 entschieden war.

Garanten für den klaren Erfolg waren Beni Buza und Frank Hampel mit jeweils 6:2 Punkten, während auf Seiten der Verlierer kein Akteur positiv punkten konnte.

Mit dem TKC Gallus Frankfurt fand die Bundesliga einen verdienten Meister, der überlegen die Play-Offs und zuvor auch schon die Vorrunde für sich entscheiden konnte.

Am 13.5.2017 gibt es ein Wiedersehen in Delligsen, wo die nächsten Bundesliga Play-Offs stattfinden. Dort werden die Frankfurter versuchen, ihren Titel zu verteidigen. Doch zuerst gilt es, sich über die Vorrunde für die begehrten Tickets zu qualifizieren. Der erste Spieltag der Saison 2016/2017 findet am 25.9.2016 statt.

 

Die besten Spieler im Play-Off

  • Beni Buza (61,5 %)
  • Michael Kaus (15,4 %)
  • Frank Hampel und Marcel Kreuzweiß (TKV Jerze) (7,7 %)

 

Die Überraschungsmannschaft des Play-Offs

TKC ’71 Hirschlanden I (53,8 %)

 

Die komplette Übersicht zu Vorrunde und Play-Offs findet ihr bald hier