Endspurt in der Regionalliga Ost

Die Entscheidung um den Aufstieg in die 2. Bundesliga Nordost steht und fällt mit dem entscheidenden Spiel Flamengo II – Halbau I am 6. Juni. Beide Favoriten lieferten sich bislang ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Durch das Unentschieden im Hinspiel haben beide Mannschaften 11:1 Punkte und Halbau I führt in der Tabelle gerade einmal mit 1 Spielpunkt vor Flamengo II. Selbst in der Tordifferenz liegen beide Mannschaften nur um 9 Tore auseinander!

Beide Teams bestreiten als Warm-up am 29.5. noch ein Spiel. Flamengo II tritt dabei beim Tabellenletzten Halbau II an. Zwar werden die Mannen um Rudi Langhoff den Heimvorteil nutzen und Flamengo II möglichst viele Spielpunkte abnehmen wollen, doch wer erwartet hier wirklich eine sportliche Sensation?

Diese traut man eher der 2. Filzteufel Mannschaft zu, die mit einem gesicherten 3. Tabellenplatz im Rücken den Favoriten aus Lankwitz den einen oder anderen Nadelstich versetzen wollen. Die Spieler Gabriel Mielke (2 Top-20-Platzierungen auf Turnieren im letzten halben Jahr) u. Uwe Scheffler (erstmalig nach langer Durststrecke wieder eine 3. Runde bei einem größeren Turnier) spielen vermehrt auf Turnieren, Stephan Schulz als einer der fleißigsten Punktesammler der Regionalliga Ost werden versuchen, den Halbauer Mannen um Club-Ikone Gerrit Kähling das Leben schwer zu machen. Allerdings stehen gleich 4 Halbauer Spieler auf den ersten 8 Plätzen der Einzelwertung.

Hier die letzten 3 Spiele der Regionalliga-Ost (Saison 2016/17) in der Übersicht:

Hier die Tabelle zur Regionalliga Ost, die das Kopf-an-Kopf-Rennen zeigt:

Derzeit ist noch unklar, wieviele Mannschaften in der neuen Saison an den Start gehen werden. Neukölln wird trotz des Rückzuges der 1. Mannschaft noch eine Regionalliga-Mannschaft stellen. Gerrit Kähling (Halbau) sprach jüngst von 2 Mannschaften, die man melden wolle. Die Spandauer Filzteufel träumen von einer 3. Mannschaft, bräuchten dann aber noch Zuwachs. Flamengo hätte genügend Spieler, um noch eine 2. und 3. Mannschaft zu stellen, allerdings könnte man von diesen eine an die 2. BL „verlieren“. Und bei Celtic stellt sich die Frage, wen Clubchef Lorenzen noch motivieren kann. Der Vorteil für eine eventuelle 3. Kelten-Mannschaft läge bei den kurzen Fahrtzeiten innerhalb Berlins.

5 bis 8 Mannschaften sind möglich, doch erst im Sommer werden wir es wissen!

An dieser Stelle sei den beiden Mannschaften Flamengo II und Halbau I für den 6.6. ein tolles Spiel mit viel Dramatik gewünscht, auf das der Bessere den Aufstieg perfekt macht…

Mit sportlichem Gruß,

Stephan „Webbi“ Schulz

Frankfurt erneut Deutscher Mannschaftsmeister

Nach einem miserablen Start mit zwei Niederlagen in der Tipp-Kick Bundesliga krönte sich der TKC Gallus Frankfurt am vergangenen Samstag zum Deutschen Mannschaftsmeister 2017. Durch den 20:12-Erfolg gegen den 1. TKC Kaiserslautern 1986 verteidigten die Hessen ihren Titel aus dem Vorjahr. 

Die Deutsche Mannschaftsmeisterschaft im Tipp-Kick wird in zwei Etappen ausgespielt. In der regulären Bundesliga-Spielrunde im Modus „jeder gegen jeden“ geht es darum, sich für die vier Play-Off-Plätze zu qualifizieren. In den Play-Offs spielen der Erstplatzierte der Vorrunde gegen den Vierten und der Zweitplatzierte gegen den Dritten die beiden Finalteilnehmer um die Meisterschaft aus. In diesem Jahr traf der 1. TKC Kaiserslautern 1986 auf den TKV Grönwohld und in dem anderen Duell standen sich der TKC Gallus Frankfurt und Celtic Berlin gegenüber.

 

Das Halbfinale

1.TKC Kaiserslautern – TKC Grönwohld 24:8 (62:31)

Während die Lauterer eine souveräne Vorrunde spielten und mit 14:2 Punkten die Tabelle anführten, qualifizierten sich die Grönwohlder um Einzelwertungsgewinner Marc Koschenz (49:15 Punkte) erst auf den letzten Drücker für die Play-Offs. Die Favoritenrolle lag klar bei den Pfälzern, zumal das direkte Duell am letzten Spieltag der regulären Runde mit 19:13 gewonnen wurde. Nichtsdestotrotz durfte man die Grönwohlder nicht unterschätzen, weil sie an einem guten Tag jeden schlagen können.

Im Halbfinale trafen die Finalisten der Deutschen Einzelmeisterschaft von 2015 aufeinander: Philipp Baadte (l.) – Fabio de Nicolo

Die erste Spielrunde war sehr ausgeglichen: auf der einen Platte gewann Mathias Hahnel gegen Michal Zaczek, während Jens König auf der anderen Fabio de Nicolo unterlag. Florian Wagner und Philipp Baadte brachten die Lauterer durch ein 7:2 gegen Marc Koschenz sowie ein 4:4 gegen Michael Hümpel in der zweiten Runde in Front. Diesen Vorsprung konnten sie in den nächsten vier Runden stetig ausbauen, denn sie gewannen alle acht Partien teilweise sehr deutlich. So kam es, dass das Spiel beim Stand von 19:5 schon entschieden war. Die abschließenden beiden Runden waren nicht mehr von Belangen, sodass am Ende ein deutlich 24:8 zu Buche stand. Auf Lauterer Seite überzeugte Florian Wagner, der ohne Mühe 8:0 Punkte holte, während die Grönwohlder kollektiv nicht überzeugten. Lediglich Michal Zaczek zeigte annähernd Normalform an diesem Tag bei 3:5 Zählern.

 

TKC Gallus Frankfurt – Celtic Berlin 24:8 (58:47)

Im Duell Zweiter gegen Dritter trafen die erfahrenen Frankfurter um den amtierenden Deutschen Einzelmeister Michael Kaus auf Celtic Berlin. Während die Frankfurter einen klassischen Fehlstart in die Saison hinlegten, waren die Berliner von Anfang an on fire und starteten mit zwei Siegen. Allerdings setzten sich die Hessen im Vorrundenduell sehr deutlich mit 25:7 durch und fanden im Laufe der Saison zu alter Form zurück.

Beni Buza trug mit 8 Punkten maßgeblich zum Finaleinzug bei.

Besser ins Spiel kamen die Hauptstädter durch einen Sieg von Max Gottschalk gegen Frank Hampel und ein Unentschieden zwischen Marcel Horchert und Alex Beck. Doch diese Runde sollte im ganzen Spiel die einzige sein, die zahlenmäßig an Celtic ging. Zwei Siege von Beni Buza und Michael Kaus im zweiten Durchgang gegen Patrick Malessa sowie Christian Kuch läuteten den Umbruch ein. Diesen Vorsprung wusste der Titelverteidiger gekonnt auszubauen, sodass das Spiel ebenfalls zwei Runden vor Schluss beim Stand von 18:6 entschieden war. Überragender Akteur der Partie war der Frankfurter Buza, der seine vier Spiele allesamt gewann. Von den Berlinern stach kein Akteur hervor, was auch an der gleichverteilten Punktausbeute von je zwei Zähler zu erkennen ist.

 

Das Finale

1.TKC Kaiserslautern 1986 – TKC Gallus Frankfurt 12:20 (42:49)

Man hätte sich das Halbfinale fast sparen können, trafen doch nun die beiden Erstplatzierten der Vorrunde im Finale aufeinander. Einen echten Favoriten auszumachen war schwer, ritten die Lauterer nach dieser Bombensaison auf einer Erfolgswelle. Andererseits gibt es wohl kein aktives Team, das mehr finalerprobt war als die Frankfurter. Das direkte Duell am ersten Spieltag fiel jedoch sehr deutlich mit 22:10 zugunsten Kaiserslauterns aus.

Jens König und Frank Hampel trennten sich in der ersten Partie 1:1 und Beni Buza gewann sein Auftaktspiel mit 6:4 gegen Mathias Hahnel, was in der Führung der Frankfurter endete. In der weiteren Spielphase gestaltete sich das Duell sehr ausgeglichen, allerdings legten die Titelverteidiger nach der Halbzeit beim Stand von 7:9 eine Schippe drauf: Von den folgenden acht Punkten gaben sie lediglich einen durch ein Unentschieden zwischen Philipp Baadte und Frank Hampel ab. Beim Stand von 8:16 schien auch das Finale schon zwei Runden vor Schluss entschieden, denn den Frankfurtern genügte ein Pünktchen zum abermaligen Titelgewinn. Doch wie jeder Tipp-Kicker weiß, der die Spielordnung in- und auswendig kennt, blieb den Lauterern noch eine Chance: Die Regulären sehen nämlich bei einem 16:16-Unentschiende im Finale der DMM vor, dass derjenige gewinnt, der in der Vorrunde weiter vorne platziert war. Beflügelt von diesem Wissen kamen die Pfälzer durch zwei Siege von Jens König gegen Beni Buza und Florian Wagner gegen Frank Hampel wieder ins Spiel und hatten es in der letzten Runde wieder in der Hand, Deutscher Mannschaftsmeister zu werden.

Jens König brachte sein Team zurück ins Spiel.

In dieser traf Philipp Baadte auf Michael Kaus und Mathias Hahnel hatte es mit Alex Beck zu tun. Das Duell der Deutschen Einzelmeister von 2015 (Baadte) und 2016 (Kaus) war hochspannend bis zum letzten Schuss! Allerdings war das nötige Glück auf Seiten von Kaus und er gewann 1:0. Auf der anderen Platte lief Hahnel einem Rückstand hinterher, gab jedoch nicht aus und musste sich dennoch mit 3:4 Beck geschlagen geben.

Nach Abpfiff war der Frankfurter Jubel groß – wer hätte nach diesem miserablen Saisonstart noch auf den Titelverteidiger gewettet? Die Sieger genoßen ihren Triumph bis spät in die Nacht, aber dennoch traten sie am kommenden Tag erfolgreich beim DTKV Pokal an (Bericht folgt).

Alle Ergebnisse könnt ihr wie gewohnt hier nachlesen. Der DTKV dankt allen Zuschauer, dem Veranstalter vom Delligser SC sowie Michi Koegel, die den Zuhausegebliebenen via Facebook einen Livestream ermöglichte, und gratuliert den Jungs vom TKC Gallus Frankfurt zur Titelverteidigung!

Deutscher Mannschaftsmeister 2017 (v.l.n.r.): Michael Kaus, Freddy Mozelewski (hinten), Alex Beck, Beni Buza und Frank Hampel.

 

Wähle den Tipp-Kicker des Monats März und gewinne einen Materialgutschein!

Während im Februar die Aufstellung der Kandidaten sich wegen der spärlichen Ereignisse als schwierig gestaltete, explodierten die Tipp-Kick-Events im März im Vergleich zum Vormonat. Der Turnierkalender auf artbot verzeichnete gleich 6 Turniere. Wegen der Fülle an Turnieren wurden nur die 4 Turniersieger der Hauptturniere nominiert, allesamt illustre und großartige Spieler. Im Punktspielbetrieb wurden alle Ligen berücksichtigt, die im März ihren Spieltag, Runde, Halbserie o.ä. beendeten. So führte die Bundesliga ihren 3. Spieltag durch, der Punktbeste, ebenso ein sehr sympathisch und allgemein anerkannter Spieler, wird ebenso nominiert wie der erfolgreichste Spieler der Regionalliga Ost, die am 31.3. ihre erste Halbserie beendete. In allen anderen Ligen geht es ein bisschen kunterbunt zu, doch schon jetzt ist abzusehen, dass hier so manche Kandidaten bei der April-Wahl aufgestellt werden.

Unter allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern der Umfrage wird ein DTKV-Materialgutschein in Höhe von 10 Euro verlost, der im Mitgliedershop oder auf Turnieren bei Bernd Weber einlösbar ist. Am Seitenende findest du das Formular für die Abstimmung, welche aufgrund der Nichterreichbarkeit der Homepage bis zum 29. Mai läuft. Der Gewinner wird anschließend auf der DTKV-Internetseite veröffentlicht.

 

Die Kandidaten

Frank Hampel (TKC Gallus Frankfurt)

Der Deutsche Einzelmeister von 2012 gewann Anfang März das 4. Zollern-Alb-Pokalturnier (71 Teilnehmer).

 

 

 

 

 

 

 

Jens König (1. TKC Kaiserslautern ’86)

Der dreifache Deutsche Einzelmeister von 2000, 2007 und 2011 gewann mit der 57. Norddeutsche Einzelmeisterschaft (111 Teilnehmer) seinen 12. Sektionstitel.

 

 

 

 

Christian Kuch (Celtic Berlin)

Der Süddeutsche Einzelmeister von 2015 gewann den 5. Delligser Hils-Cup (69 Teilnehmer).

 

 

 

 

 

 

 

Jens Jepp (spielTrieb Ylipulli Gießen)

Der Gießener gewann sein erstes Turnier, den 7. Latscho-Cup (46 Teilnehmer), daher einen besonderen Glückwunsch!

 

 

 

 

 

 

 

Holger Wölk (TKC Preußen Waltrop)

Seit Jahrzehnten eine konstante Größe in der Tipp-Kick-Szene holte er am 3. Bundesliga-Spieltag 14:2 Punkte bei 31:11 Toren und lag damit knapp vor seinem Team-Kollegen Oliver Hahne.

 

 

 

 

 

 


Rüdiger Rößger (TKC Flamengo)

Auch in einer Regionalliga Ost muss man erst einmal 29:3 Punkte bei 73:43 Toren holen. Diese fast optimale Punkteausbeute gelang nur ihm!

 

 

 

 

 

Um deine Stimme für den Tipp-Kicker des Monats März abzugeben, fülle bitte das folgende Formular aus. Für die Stimmabgabe musst du lediglich den Spieler deiner Wahl anklicken, deine E-Mail-Adresse und deinen vollständigen Namen abgeben. Spielst du in einem Verein, teile uns bitte auch mit, in welcher Region dein Verein angesiedelt ist. Bist du noch kein im Verband gemeldeter Tipp-Kicker, wähle bitte den Button Tipp-Kick-Interessent.

Abstimmungsschluss: Montag, 29. Mai 2017, 23:59:59 Uhr

Stimme ab!

Der Gewinner des Gutscheins wird nach der Wahl ausgelost.

 

 

 

 

 

 

 

 

Vito-André Filipiak (1. TKC Scorpions Kierspe), Tipp-Kicker des Monats Februar 2017

Die Redaktion bedankt sich bei 62 Teilnehmern, die ihre Stimmen auf 4 Kandidaten verteilen konnten. Vito-André Filipiak (1. TKC Scorpions Kierspe) setzte sich dabei mit genau 30 Stimmen klar gegen die restlichen 3 Kandidaten durch. Diese waren in alphabetischer Reihenfolge Tim Debert (TKG Wolfsburg), Andreas Hagenstein (TFC Alemania Neumünster) und Robert von Hering (SpVgg Balltick Kiel). Alle drei waren in nicht-alphabetischer Reihenfolge mit 12-11-9 Stimmen fast gleichauf. Ein Glückwunsch dem sympathischen Sieger dieser Wahl, Vito-André!

Unter allen Teilnehmern der Abstimmung wurde ein Materialgutschein für den DTKV-MITGLIEDERSHOP in Höhe von zehn Euro verlost. Der Gewinner ist Felix Lennemann von SG Rheinland/Düsseldorf.

 

Porträt des Siegers:

Vito-André Filipiak, Jahrgang 1981, versuchte bereits als Kind im zarten Alter von 5 Jahren seinem Onkel Frank an der Tipp-Kick-Platte das Fürchten zu lehren. Das gelang nicht immer, aber schon damals zeichnete ihn der unbedingte Siegeswille und Ehrgeiz aus, immer besser zu werden.

Dann folgte eine etwas längere Pause bis zum Herbst 2013, als das alte Tipp-Kick-Spiel reaktiviert wurde. Im Sommer 2016 beschloss er mit einigen Begeisterten, den Club 1. TKV Scorpions Kierspe zu gründen. Umgehend wurde der Club beim DTKV angemeldet, mit dem Ziel am offiziellen Spielbetrieb teilnehmen zu können. Hierzu wurde extra eine Räumlichkeit angemietet, die mit viel Liebe zum Detail zur „Scorpions-Arena“ umgestaltet wurde. Jeden Mittwoch ab 18 Uhr werden dort nun die 12-eckigen Bälle in den Kasten gezirkelt.

Der Tipp-Kick-Virus infizierte den neuen Verein und insbesondere den aktuellen „Tipp-Kicker des Monats“ Vito-André. Er nahm seitdem an 13 Regionalturnieren im Westen Deutschlands und mit der Norddeutschen Einzelmeisterschaft an seinem ersten Sektionsturnier teil. Langsam stellten sich mit den zunehmenden Erfahrungen auch erste Erfolge ein: Teilnahmen an Playoffs, wie z.B. das Latscho-Turnier 2017 in Düsseldorf, als er nach 10 Spielen im Schweizer System den 9. Platz belegte. Im Augenblick rangiert er in der deutschen Rangliste auf Platz 145. Ranglistenplatz 100 ist im Einzelspielbetrieb sein nächstes großes Ziel.

Doch Vito-André betont auch, dass seine Mannschaft, die Scorpions von Kierspe, ihm immens wichtig ist. Nach einem Jahr Spielbetrieb gibt es noch viele Ansätze, um sich verbessern zu können. Und parallel möchte er auch den Tipp-Kick-Sport in seiner Heimat bekannter machen.

Auf die Frage, worauf er bei seinem Club besonders stolz ist, antwort er, dass er es genießt mit tollen Menschen einem geilen Hobby nachzugehen!

Die Rundschau-Redaktion wünscht ihm dabei weiterhin viel Spaß und viele Erfolge! 

 

 

Eine kleine, manchmal bitte nicht ernst zu nehmende, statistische Auswertung der Stimmen ergab:

  • Bei der Wahl zum „Tipp-Kicker des Monats Februar 2017“ wurden genau 62 gültige Stimmen abgegeben. Es gab 4 (vier!) ungültige Stimmen. Ein Wähler wählte am 1. April und somit zu spät. Drei Wähler wählten doppelt, darunter 1 weibliche Wählerin und 1 Wähler aus dem Südwesten der Republik, der bereits einmal früher bei einer anderen Wahl zum Tipp-Kicker des Monats doppelt gewählt hatte. Doch auch bei ihm ist eine schrittweise positive Verbesserung festzustellen: Während er damals noch 2 unterschiedliche Kandidaten wählte, wählte er dieses Mal den gleichen Kandidaten.
  • Es wählten nach Regionen: Norden (27 Stimmen), Westen (18 Stimmen), Süden (11 Stimmen) und der Osten (3 Stimmen). Den Button „Interessent“ drückten 3 Teilnehmer, darunter 2 weibliche Teilnehmerinnen.
  • Ein Kandidat beteiligte sich selbst an der Wahl und wählte – wie gewohnt – sich nicht selbst. Hätte er sich jedoch selbst gewählt, wäre er sogar Zweiter geworden, doch mit der goldenen Ananas gibt sich dieser Spieler in der Regel nicht zufrieden und daher Applaus für diese selbstverständliche Nicht-Selbstwahl.
  • Betrachtet man die Anzahl der abgegebenen Stimmen pro Tag, sieht man bei jeder Wahl, dass bereits 24 Stunden nach Vorstellung der Kandidaten über 50 Prozent aller Stimmen abgegeben sind. Dann trudeln die Stimmen kleckerlesweise ein. Nach der Erinnerung am vorletzten Tag der Abstimmung, dass diese bald enden wird, kommen noch einmal im Schnitt 10 Prozent der endgültigen Stimmen hinzu.
  • Auf die vorliegende Wahl bezogen, hieß das konkret: Die 1. Stimme traf am 17.3. um 21.44 Uhr ein. Die 18. Stimme, abgegeben am 18.3. morgens um 8.29 Uhr, brachte Vito-André bereits den Sieg in dieser Wahl. Zu diesem Zeitpunkt dämmerten die Nordlichter noch im Tiefschlaf dahin und der spätere Zweitplatzierte hatte zu diesem Zeitpunkt noch keine einzige Stimme erhalten. Erst ein öffentlicher Facebook-Aufruf seiner Clubkameraden bescherte ihm die notwendigen Stimmen für Platz 2.
  • Betrachtet man die Ergebnisse nach Regionen, weiß man, warum Vito-André die Wahl gewonnen hat: In „seiner“ Westregion erhielt er von 18 Wählern 18 Stimmen, also unglaubliche 100%. Vorschlag für die Westregion: Wählt euren Sektionsleiter-West doch mal online! Natürlich hatten die anderen 3 Kandidaten Pech, dass sie alle aus dem Norden stammen und die Stimmen ihrer Region gesplittet wurden …
  • Und zum vierten Mal in Folge erweist sich der Osten als Multikulti: 3 Stimmen für 3 verschiedene Kandidaten. Unfassbar!
  • Bei dieser Wahl der „Außenseiter“ beteiligten sich immerhin 5 Bundesliga-Spieler. Hier konnte sich Robert von Hering mit 2 Stimmen durchsetzen, alle anderen 3 Stimmen verteilten sich auf die 3 anderen Kandidaten.
  • Ursprünglich angenommen beteiligten sich 6 Damen an der Wahl: sie verteilten Ihre Gunst auf die beiden Kandidaten Vito-André und Andreas! Hier siegte Vito-André mit 4:2, wobei eine der Stimmen für Andreas überaus kritisch zu bewerten ist. Wenn Vor- und Nachname identisch sind, wenn beide auf -a enden, muss das nicht zwingend eine weibliche Abstimmende sein. Zumal diese Variation weder im Internationalen Handbuch der Vornamen noch in Spezialvornamenverzeichnissen der Ostfriesen, Skandinavier oder Isländer aufzufinden war. Hehe, entlarvt, ein Fake also! P.s.: In der Zwischenzeit konnte dieser Teilnehmer enttarnt werden, da er unter der gleichen email-Adresse im August 2016 an einer Tipp-Kicker des Monats-Wahl teilgenommen hatte. Er ist männlich und entstammt der Westregion!

 

 

 

Tipp-Kick-Marathon in Berlin

Traditionell trifft sich die Tipp-Kick-Gemeinschaft an Ostern in Berlin. Seit Jahrzehnten gehört das Turnierwochenende von Celtic Berlin und den Spandauer Filzteufeln zu den festen Institutionen im Tipp-Kick-Sport. Jeder ist eingeladen daran teilzunehmen, egal ob jung oder alt!

3 Tage Tipp-Kick pur oder bis zu 5 Turniere in 55 Stunden! Die Turniere in Berlin versprechen viele Spiele unter optimalen Rahmenbedingungen. In Berlin-Zehlendorf wird in einer geräumigen, hellen Halle gespielt, die Platten sind seit Jahren einwandfrei und die Celticer haben in puncto Turnierablauf neue Maßstäbe gesetzt. Berühmt ist auch die typische Berliner Küche, welche preiswert und schnell neben Currywurst und Pommes immer noch ein paar Schmankerl zu bieten hat. Am Samstag und Sonntag wird für die Ausgeschiedenen der ersten beiden Runden jeweils ein Zweitturnier angeboten, bei dem zusätzlich Ranglistenpunkten gesammelt werden können. Das Highlight steigt mit der Ostdeutschen Einzelmeisterschaft zweifelsohne am Sonntag.

Die Berliner sind bereit für das Mega-Event, doch bisher lassen die Teilnehmerzahlen noch ein wenig zu wünschen übrig (Stand heute: 58, 78, 69). Also meldet euch an und seid dabei, wenn in Berlin der Startschuss für den Tipp-Kick-Marathon fällt!

Alle Infos und eine Anmeldemöglichkeit findet ihr wie gewohnt auf der Homepage von Celtic Berlin.

 

Key Facts

Spielort:

Jugendhaus / Turnhalle Marshallstraße 3, 14169 Berlin-Zehlendorf

6. Berlin Open

  • Datum: 14. April
  • Beginn: 17 Uhr
  • Anmeldeschluss: 16:45 Uhr
  • Startgeld: 5 €
  • Spielmodus: Gruppenmodus mit anschließendem Play-Off
  • Titelverteidiger: Christian Kuch (Celtic Berlin)

Titelverteidiger Christian Kuch (r.) vom Gastgeber Celtic Berlin

 

47. Berliner Pokalmeisterschaft

  • Datum: 15. April
  • Beginn: 9 Uhr
  • Anmeldeschluss: 21 Uhr am Vortag
  • Startgeld: 8 €
  • Spielmodus: Gruppenmodus mit 12er-Endrunde
  • Zweitturnier: 2. Havel Cup
  • Titelverteidiger: Fabio de Nicolo (TKV Grönwohld)

Fabio de Nicolo möchte seinen Erfolg aus dem letzten Jahr wiederholen?

 

27. Ostdeutsche Einzelmeisterschaft

  • Datum: 16. April
  • Beginn: 9 Uhr
  • Anmeldeschluss: 21 Uhr am Vortag
  • Startgeld: 8 €
  • Spielmodus: Gruppenmodus mit 12er-Endrunde
  • Zweitturnier: 2. Spree Cup
  • Titelverteidiger: Jonathan Weber (PWR ’78 Wasseralfingen)

Reicht die gute Form von Jonathan Weber aus, um nochmals Ostdeutscher Einzelmeister zu werden?

 

Pokale kannst Du vergessen, aber niemals deinen Tipp-Kick-Koffer oder die längste Tipp-Kick-Fahrt aller Zeiten

Christian Schäl stellt 59 Fragen an die Nummer 3 der Hall of Fame, Oliver Schell.

 

1. Du bist der „letzte Lübecker“, der noch regelmäßig und aktiv Tipp-Kick spielt. Hättest Du das mal so erwartet? – oder anders: was treibt Dich an, noch zu spielen?

Weniger die Jagd nach irgendwelchen Rekorden. Aber ich fühle mich bei Tipp-Kick-Veranstaltungen eben wohl. Egal, ob es bei mir selber um Erfolg geht oder bei anderen. Ich quatsche auch gerne. Es sind ja auch genug gleichaltrige da. Ich hätte aber eher erwartet, dass Normann oder Dirk als letztes spielen. Ich glaube aber auch nicht, dass die anderen drei Lübecker komplett aufgehört haben. Warum sollte man das beim Tipp-Kick auch machen? Um den Meniskus zu schonen?

2. Wir leben in einer Zeit der Revival. Wie hoch schätzt du die Wahrscheinlichkeit, nochmals mit Koch, Kallies und Winckelmann eine Saison durchzuspielen?

So ziemlich genau 17%.

3. Eine Spinne mag es, wenn etwas in ihr Netz fliegt. Woher rührt dein Spitzname „die Spinne“? Sind es tatsächlich die acht Arme, die dein Torwart hat?

Nein, es war Michael Schuster, der bei der DEM 2006 diesen Spitznamen ersann. Ich meine, es beschreibt meine Art und Weise, wie ich um den Tisch herum arbeite, ähnlich fleißig wie eine Spinne eben.

Oliver Schell (r.) erlebt man immer sehr aktiv an der Platte!

4. Was ist das schönste Element in deinem Spiel?

Der tödliche Pass in die Tiefe.

5. Welchen Ball hättest du gerne gehalten?

Den Ball, den mir Sebi 1992 auf der Süddeutschen an den Innenpfosten geschossen hat 😉

6. „Legen und Strafraumball“ müssen ein Arbeitsgang sein. So konnte man deinen Minimalismus beschreiben. Durch die Regeländerung, dass der zweite Ball auf’s Tor muss, wurde das Kompetenzzentrum deines Spiels aufgelöst. Wie sehr hat dich das zurückgeworfen?

Eigentlich gar nicht. Vielleicht habe ich dadurch ein, zwei Chancen weniger, aber andere haben drei, vier weniger davon. Mich würde mal eine Statistik interessieren, wie viele Tore überhaupt aus Strafraumbällen erziehlt werden – und wie viele es bei mir sind. Ich habe nach der Regeländerung, an der ich übrigens auch beteiligt war, ja auch noch drei Sektionstitel gewonnen.

7. Du und Normann, ihr habt jahrelang das Niveau markiert. An wessen Spiel muss man heute anknüpfen, will man Erfolg haben oder ist der „Thron“ im Augenblick leer?

Das würde ich nicht sagen. Dirk Kallies war über drei Jahre Ranglistenerster. Das hat noch niemand geschafft, selbst Normann nicht. Außerdem gab es „damals“ auch noch eine Reihe ebenbürtiger Spieler. Auch heute sind es ein knappes Dutzend, aber ich würde, ähnlich wie Normann damals, Buza als den, den es zu schlagen gilt, nennen. Wenn bei ihm alles „normal“ läuft, ist er quasi nicht schlagbar.

8. Kann man ohne Trainingspartner, also alleine an der Platte, sein Torwartspiel verbessern oder geht das nur durch das Spielen?

Das geht auf zwei Arten: Natürlich durch Spielen und mit der Werner-Glück-Ballmaschine, ohne die ich niemals einen so guten Torwart bekommen hätte.

9. Jens König hält die Materialfrage für überbewertet. Wie siehst Du das?

Das sehe ich genauso. Da noch nicht einmal Jonathan Weber Lagerspieler benutzt, kann das nicht sehr wichtig sein.

10. Deine Tipp-Kick-Lieblingsanekdote?

Die längste Tipp-Kick-Fahrt aller Zeiten: Ein Ostalbturnierwochenende. Juhu! Ich düse also los und hole die Winckelmänner in Lübeck noch ab, um dann nach insgesamt fast 800 km endlich in der Halle zu sein. Zwischendurch dann irgendwie Bier, Tipp-Kick, Bier, Tipp-Kick (oder andersherum) – keine Ahnung mehr, wer da wie gewonnen hat – anschließend die Rückfahrt. Dann nach einigen Stunden auf der Autobahn, ungefähr Höhe Kassel, bemerkt Basti dann, dass seine Spieler nicht an Bord sind. Nach einigen erfolglosen Telefonaten vom Festnetz einer Raststätte (muss also in den 90ern gewesen sein) also wieder los Richtung Wasseralfingen. Dort mitten in der Nacht angekommen, steht Bastis Tipp-Kick-Koffer tatsächlich auf dem Parkplatz! Nun also wieder los Richtung Norden über Lübeck nach Kiel, um dann am Montag Morgen, nach über 2200 km mit meinem Honda CRX endlich eine Erholung zu gönnen.

11. Hättest Du mehr Titel geholt, wenn Du nicht so hoch im Norden leben würdest? – oder anders: wirst Du eines Tages weiter in den Süden ziehen, damit Du in der Hall-of-Fame Jens König einholst?

Das haben wir uns tatsächlich oft gefragt. Aber Lübeck und Leck waren ja trotzdem sehr erfolgreich. Letztendlich gab es drei Effekte dadurch: Die Touren waren teurer. Wir waren am Montag oft müde. Wir konnten uns auf den langen Fahrten besser auf das Event einstellen. (alternativ: Für Leck und Lübeck war und ist es natürlich immer der doppelte Aufwand, aber dafür wäre ich ohne NoKo, Diak und Basti niemals so gut geworden und der Gewinn der Tönniger Tipp-Kick-Trophy/Schleswig-Holsteinischen Landesmeisterschaft wäre mein größter Triumpf geworden. Der König zehrt ja immer noch von meiner Hannover-Zeit, als er mehrmals pro Woche mit mir trainieren durfte.)

Die Fantastic Four: Oliver Schell, Sebastian Winckelmann, Dirk Kallies und Normann Koch

12. Wenn Dir ein Spiel entgleitet, wie versuchst Du, die Kontrolle zurückzugewinnen?

Erstmal: Entspannen! Anschließend Powerplay, also „Nach-Vorne-Verteidigen“ und „Gegenpressing“ – um nur zwei Plattitüden von Fussball-Kommentatoren zu nennen.

13. An welche unfaire oder zumindest fragwürdige Situation musst du häufig denken?

Och, da gab es sicherlich schon ein paar. Aber das MM-Play-Off-Spiel ‚Koch vs Heinze‘ wird mir wohl immer in Erinnerung bleiben.

14. Hast Du in den Anfängen viel ausprobiert oder schnell deinen Stil gefunden?

Klar, in den Anfängen haben wir alles ausprobiert. Anfänglich war ich die Tormaschine, dann der Konterspieler, Abwehrbollwerk und schließlich der Strafraumdribbler. Nur ein gutes Drehermännchen konnte ich nie erwerben …

15. Würdest Du einen Deutschen Einzelmeistertitel hergeben, wenn Du dafür als der Erfinder des Farbspiels in die Geschichte eingehen würdest?

Nein, ich bin schon stolz, dass Normann es mir als Erstem verraten hat! Ich habe ihn damals übrigens für verrückt gehalten.

16. Findest Du die Farbe des Torwarts wichtig, gar entscheidend, um gut halten zu können?

Vor meiner Hoch-Zeit als Torwarttitan (in den 1990ern) hatte ich meinem Torwart einen Superman-Anstrich verpasst. Dieser hatte leider eine 2mm-Stange, so dass ich diesen ausmustern musste.

17. Wann hast Du dein letztes Eckballtor geschossen?

2016 in Berlin. Zwei von jeder Seite.

18. Normann gilt als der brilliantere Spieler, einer, der in die Bälle schon mal eine Portion Chaos hineinfügt. Dein Spiel versucht, das Chaos auf Muster zu reduzieren. Normanns Spiel war eher entdeckend, deins wiederholend. Siehst Du das auch so?

Ich habe es in direkten Partien eher so gesehen: Normann kreierte neue Schüsse, die ich dann zerstören durfte.

19. Du bist der einzige, der Normann Koch in einem DEM-Finale jemals besiegt hat. Habt ihr manchmal über dieses Spiel gesprochen oder es gar analysiert?

Ja, auf der Rückfahrt ungefähr eine Minute.

Oliver Schell war der einzige, der seinen Kollegen Normann in einem DEM-Finale mit 2:1 schlagen konnte

20. Wenn es einen Oliver-Schell-Fan-Club geben würde und die würden sich alle einmal im Jahr an einer Tipp-Kick-Platte treffen. Welches Tor von Dir sollten sie nachspielen?

An so ein „Götze-/Gerd-Müller-Tor“ kann ich mich nicht erinnern.

21. Was hältst du von Jens König? Also ehrlich!

(Die Antwort wurde auf Wunsch eines Tipp-Kickers gestrichen… haha…)

Im Prinzip ziemlich viel. Z.B. ist es quasi unmöglich, sich mit ihm zu streiten, obwohl ich das doch schon mal geschafft habe. Er hat allerdings auch Schwächen. Die werden hier aber natürlich nicht verraten.

22. Welches Alterswerk hast Du in Sachen Tipp-Kick noch vor?

Vielleicht irgendwann nochmal mit den alten Lübeckern BW Concordia Lübeck mit jungen Spielern aufleben lassen. Dirk hat da ja auch so ein paar Schulprojekte laufen. Vielleicht ziehe ich als Rentner ja auch wieder nach Lübeck.

23. Deine Erfahrung mit Eigentoren? oder anders: Wie sehr sollte man als Champion (oder um einer zu werden) mit dem Glück zusammenarbeiten?

Da gab es schon ein paar sehr bittere (Bretter vom Gebälk oder eine Ecke ins eigene Tor „legen“). In einem Zehnminuten-Spiel braucht man i.d.R. auch Glück, um gegen einen nahezu gleichstarken Gegner zu gewinnen. Um Ranglistenerster zu werden allerdings nur Ausdauer neben einem gewissen Talent.

24. Die „Königsdisziplin“ im Tipp-Kick: Eckballtor oder Strafraumball?

Die „Jens-Königsdisziplin“ ist ganz klar der Strafraumball. Die Königsdisziplin“ im Tipp-Kick ist natürlich die Ecke (neben dem ein oder anderen Verarschungstrick).

Jens König und Oliver Schell – zwei Weggefährten, die sich gut verstehen!

25. Hast Du schon mal ungepflegt oder schlampig gekleidet an der Platte gestanden? oder anders: Sollte es im Tipp-Kick (wie im Dart und beim Billard) eine Kleiderordnung geben?

Ich hatte auf langen Fahrten mal so eine weite Adidas-Jogginghose an, worauf Dirk mich als „lettischen LKW-Fahrer“ bezeichnete. Kann sein, dass ich die auch mal an der Platte trug. Normalerweise bin ich gegen eine Kleiderordnung. Wenn es allerdings Sponsoren gibt oder gar TV-Übertragungen, wäre ich zu Kompromissen bereit.

26. Du hast dich von den öffentlichen Tipp-Kick-Verbandsämtern verabschiedet. Faulheit oder sind jetzt mal die anderen dran?

Jetzt sind mal andere dran. Am besten immer die, die auch gerade Bock darauf haben. Es ist eben auch viel Arbeit.

27. Kennst Du einen Tipp-Kick-Witz?

Nicht so einen richtigen. Aber Ende der 80er hat unser damaliger Vereinschef – Andreas Henseling – Normann und mich damit beauftragt, neuen Mitgliedern ein bisschen etwas zu zeigen. Worauf wir ihnen diverse Lichtschalter, Schubladen und Schränke zeigten 🙂

28. Würdest Du sagen, dass Du durch dein Spiel die Welt verändert hast?

Natürlich nicht. Vielleicht nicht mal die Tipp-Kick-Welt. Aber der lange Pass auf die Sechzehnerlinie und ein modernes Torwartstellungsspiel wird man vielleicht schon mit mir in Verbindung bringen.

29. Wieviel Raum gibst Du während eines Matches der Selbstdarstellung?

Das kommt natürlich auf die Wichtigkeit des jeweiligen Spiels an. Und ob es strategisch klug ist. Und und und …

30. Das nächste Level wäre, den Ball nicht nur auf Farbe zu legen, sondern so, dass er auf einer gewünschten Position, in einer bestimmten Stellung liegen bleibt. Ist das anzustreben oder tut sich da ein Wahnsystem auf?

Naja, natürlich legt man auf die gewünschte Position. Aber die bestimmte Stellung? Wie soll das denn gehen? Ach ja, einfach zum Torwart zurückspielen.

31. Tipp-Kick ist nur in Echtzeit genießbar. Es gibt wenige gute Aufzeichnungen von alten Spielen. Fluch oder Segen?

Schade. Das ist sehr schade. Aber die Videoaufzeichnungen steigen mit der Technik (Smartphones) ja gerade stark an.

32. Manchmal gehörst Du auch zu den „lauten Spielern“, den „Brüllern“. Dann hört man Wörter aus dem eigenen Mund kommen, die das Selbstbildnis eines fairen, coolen, beherrschten Menschen zertrümmern. Ärgerst Du dich hinterher über solche „Ausraster“?

Nein, das war immer berechtigt 😉

33. Zehn Jahre nachdem A. -als Schiedsrichter- eine Ecke zu unrecht gegen B. gegeben hatte (die Ecke blieb folgenlos), rächte sich B., in dem er A. bei einem Spiel einen Elfmeter ins Tor schoss! Wie gut ist Dein Tipp-Kick-Gedächtnis?

Es gibt natürlich ein paar Spiele, die immer in Erinnerung bleiben. Also eher Spielszenen. Aber bei der Mehrzahl dieser bemerkenswerten Spiele war ich dann eher Schiedsrichter oder Zuschauer.

34. Ärgerst Du Dich auch über gewonnene Spiele?


Ich heiße ja nicht Dirk Kallies.

Oliver Schell hat 13 große Einzeltitel gewonnen – hier bejubelt er den Triumph bei der Norddeutschen Einzelmeisterschaft 2010.

35. Letzte Worte auf dem Sterbebett:

„Letzte!“

36. Wie sieht deine Wunsch-Mannschaft unter den derzeit noch aktiven Tipp-Kickern aus?

König, Malessa, Sebi Wagner und wenn ich darf: Schell.

37. Wie positionierst Du deinen Abwehrkicker? Benutzt Du Spielfeldlinien zur Orientierung?

Nein, nur die Pfosten sowie die gefährlichste Flugbahn des jeweiligen Gegners. 15 cm vor dem Strafraum ist es gegen Schwaß allerdings reine Glückssache.

38. Wo siehst Du noch Erneuerungsmöglichkeiten beim Tipp-Kick?

Die Spielmännchen sind schon sehr gut. Eine Vereinheitlichung und Perfektionierung des Filzes würde sicherlich viel bringen.

39. Frage an den Torwarttitan: Ist der Ylipulli, diese Schlampe unter den Tipp-Kick-Bällen, nicht eine angemessene Form, eine stabile Abwehr zu überwinden?

Ja, natürlich! Gegen Torhüter, die gerade in einem Halterausch sind, helfen normalerweise nur solche Schlampen. Außerdem bringen sie einen gewissen Witz in das Spiel. Wenn die Aktion ungefähr so auch gewollt war, finde ich es dann auch eine schöne Aktion.

40. Dein Name auf isländisch: Olivar Zunullson oder Spinnar Strafraumson?
Letzteres ist besser. Aber bleiben wir lieber bei der Spinne.

41. Wann das letzte mal gegen ein Kind verloren?

Ich glaube in Berlin gegen Valentin Tenner (Ostern 2016). Aber diese Niederlage tat kaum weh, obwohl ich letztendlich in der Gruppe ausgeschieden bin.

42. Ist Fairness wichtiger als Ergebnis?

Gegen einen fairen Spieler ja! Und das betrifft über 95% der aktuellen Tipp-Kicker. (Wer sich angesprochen fühlt bzw. nicht angesprochen fühlt: selbst schuld.)

43. Sollte Tipp-Kick mehr Einzug in das öffentliche Leben nehmen, also z.B. Kicker als Ampelmännchen; auf den Autobahnraststätten mehr überdachte Tipp-Kick-Platten (statt Spielplätze) oder als Redewendung in Partnerschaften…“Sprich nicht in diesem Klemm-Brett-Ton mit mir“!

Das würde mich natürlich freuen. Aber bevor dafür Millionen investiert werden, wäre ich eher für ein Preisgeld $$$, auch wenn ich selbst davon nicht mehr profitiere.

44. Stimmt es, dass viele große Tipp-Kicker, die verschwunden sind (Runge, Steinfeld, Bacher, Koch, Klecz) sich heimlich in Darkrooms treffen und Turniere spielen?

Sind Bacher und Klecz wirklich große Tipp-Kicker? 😉 Ansonsten: Ja, Normann trifft sich regelmäßig mit Jens Runge zu ein paar Feindschaftsspielen…

45. Kennst Du Verarschungstricks im Tipp-Kick?

Na klar. Aber die kennen mittlerweile meine Gegner auch. Ach so, soll ich jetzt den anderen diesen auch noch verraten? Okay, also man täuscht einen ungefährlichen Schuss an, bzw. eine indirekte Aktion, um dann aufs blanke Tor zu schießen.

46. Spielst Du gerne Tipp-Kick?

Hängt echt stark von meiner Laune ab. Deswegen bringen Turniere eigentlich immer Spaß, da ich da eben nur hinfahre, wenn ich Zeit und Bock habe. Bei Mannschaftsspielen kann das mal in „Arbeit“ ausarten.

47. Vor einem wichtigen Spiel: bist Du vor deinem Gegner an der Platte oder erst in letzter Sekunde?

Idealerweise eine Minute vorher. Um in Ruhe die Spieler auszupacken und den Ball noch zu checken. Wann der Gegner kommt, ist mir egal.

48. Gibt es beim Tipp-Kick-Training auch Übungen, die man ohne Ball machen kann?

So wie der Hackl-Schorsch beim Bob oder wie? Nicht, dass ich wüsste.

49. Der Norden ist flach. Dort spielt (spielte) man häufig Aufsetzer und harte Bretter. Der Süden ist eher hügelig und kurvenreich. Dort spielt man Heber und hohe Bälle, um aus den Tälern hinauszukommen. Wie wichtig ist Geographie – also die physische Beschaffenheit des Raumes – für die Art und Weise wie wir spielen?

Flach spielen – hoch gewinnen.

50. Allein das Zögern ist human. Ist der Konter also ein barbarischer Ball?

Ja. Und das in Reinkultur.

Zum Konter bereit- Oliver Schell im Spiel gegen Michael Hümpel.

51. Werden Tipp-Kick-Bälle eines Tages so rar werden, dass sie Zigaretten als Währung auf dem Schwarzmarkt ersetzen?

Zigaretten? Die kannst du dann mit Gold aufwiegen.

52. Sind Wegener-Kicker (egal ob von Oliver oder Uwe) kleine Skulpturen der Überlegenheit? oder anders: sollte man so einen Kicker auf der Platte liegen haben, damit der Gegner weiß: hier wird Tipp-Kick 4.0 gespielt (oder 4:0..)?

Ich bin mir immer noch nicht sicher, ob das wirklich so viel bringt. Ein gut getrimmtes Männchen der alten Generation ist meiner Meinung nach auch nicht schlechter. Aber vielleicht nicht so wartungsfrei.

53. Welche Frage sollte Dir die Wunschfee beantworten?

a.) Was ist dunkle Materie?

b.) Wie gelingt mir der perfekte Dreher?

Da ich die Antwort auf b.) sowieso nicht verstehen würde, lieber a.)

54. Du hast unzählige Stunden an der Platte gestanden, bist tausende von Kilometern gefahren, um Strafraumbälle zu versenken… was hättest Du mit dieser Zeit sonst gemacht, wenn nicht Tipp-Kick gewesen wäre?

Sehr gute Frage! Aber ich habe auch sonst sehr viel gemacht (Reisen usw.), so dass ich nicht das Gefühl habe, etwas verpasst zu haben. Wahrscheinlich hätte ich die Zeit dann entweder mit einem anderen Sport verbracht oder mit dem Versuch, Millionär zu werden.

55. An der Platte: Ist die Körpersprache (Ausdruck) wichtiger als das technische Vermögen?
Natürlich technisches Vermögen. Wer sich von der Körpersprache beeinflussen lässt, ist eh kein Gegner.

56. Sollte der Deutsche Tipp-Kick-Verband einen Detektiv engagieren, um die letzten noch fehlenden Tipp-Kick-Spielprotokolle für das Liga-Archiv ausfindig zu machen?
Jens König und ich würden es zusammen schaffen. Unser Arbeitgeber müsste uns nur einen Monat freistellen. Dann würden wir deutschlandweit in Kellern rumwühlen.

57. Gibt es jetzt auf den Turnieren häufiger Gegner, die gar nicht wissen, wer du eigentlich bist?

Die gab es tatsächlich schon immer. Aber jetzt werden es wieder mehr.

58. Ist die Torlinie der Trennungsstrich zwischen Himmel und Hölle?

Ach Quatsch. Über eine tolle Aktion von einem sympathischen Gegner kann man sich doch auch freuen. Apropos Torlinie: wie geil wäre es, wenn wir die Hawk-Eye-Technik hätten? (Christian, jetzt bist du mal dran)

59. Bevor ich Dir Frage 59 stelle, bitte an einen Tipp-Kick-Tisch stellen, Kicker und Ball nehmen und 15 x hintereinander auf Farbe legen…ohne Fehlversuch…

Ich habe früher vor wichtigen Events (BL-Spielen, Play-Offs, Turnieren) solange Abstöße geübt, bis ich zehn Mal hintereinander den Ball auf meine Farbe gelegen habe. Das mache ich seit ca. 10-15 Jahren nicht mehr, weil ich sonst eine Spielplatte blockieren würde.

Jens Jepp siegt in Düsseldorf – 7. Latscho Cup

Am 25.03.2017 fand in Düsseldorf die 7. Auflage des Latscho Cups in der Boulehalle in Düsseldorf statt. In einem Finale über 16 Minuten setzte sich Jens Jepp vom spielTrieb Ylipulli Gießen mit 6:1 im Wiederholungsspiel gegen Fred Elesbao durch und konnte somit seinen ersten Turniersieg überhaupt verbuchen. Das erste Finalspiel endete 4:4 nach Verlängerung.

Am vergangenen Sonntag fanden sich, bedingt durch einige krankheitsbedingte Absagen, leider nur 46 Teilnehmer in der Boulehalle in Düsseldorf ein. Die Boulehalle, welche mitlerweile fester Bestandteil im Turnierkalender ist (Latschocup, Düsesldorfer Stadtmeisterschaften) erwies sich wiedermal als gute Location.

Traditionell wurde das Turnier, bei dem sich auch einige Spieler der 1. und 2. Bundesliga einfanden, im Schweizer System gespielt, wobei die Vorrunde nach zehn Runden abgeschlossen wurde. Die ersten Acht der Vorrunde qualifizierten sich direkt für das 1/8-Finale. Die Plätze 9 bis 24 spielten in einer Qualifikationsrunde die acht Gegner der TOP 8 aus. Als Playoff-Modus wurde der Best-of-1 Modus gewählt; bei Unentschieden entschied das Sudden Death.

Nach zehn Runden konnte sich der Kicker des Zweitligisten SG Rheinland/Düsseldorf, Felix Lennemann, mit 17:3 Punkten an die Spitze des Feldes setzen. Zusammen mit ihm hatten Jochen Hahnel, Georg Schwarz, Achim Schmidt, Fred Elesbao, Klaus Höfer, Markus Müller und Christian Schäl sich direkt für das 1/8-Finale qualifiziert. Vito-Andre Filipiak, welcher an diesem Wochenende sensationell aufspielte und seine ansteigende Form der letzten Turniere mehr als bestätigen konnte, musste sich auf Grund von 0,02 Punkten Differenz im Buchholzwert zu Christian Schäl mit Rang 9 begnügen. Dennoch eine super Leistung des Kickers vom 1. TKC Scorpions Kierspe, der u.a. Michael Kalentzi, Markus Müller und Christian Schäl in der Vorrunde bezwang. Hut ab! Als lachender 24. qualifizierte sich Michael Kalentzi von den Schlachtenbummlern aus Bochum, welcher an diesem Tag eine ungewohnt schwache Vorrunde spielte, gerade noch so für die Playoff’s. Hier die Spiele der Qualifikationsrunde für das 1/8-Finale:

Daniel Meuren Wolfgang Renninger 5:4 S.D.
Vito-Andre Filipiak Michael Kalentzi 3:8
Dirk Hansen Tobias Nickel 5:2
Georg Lortz Simon Winzer 5:3
Christian Drescher Björn Groterath 6:5 S.D.
Gerald Kretlow Henning Horn 3:5
Stefan Biehl Matthias Wietoska 2:3
Jens Jepp Markus Tegethoff 8:1

In den Partien setzten sich fast ausschließlich die Favoriten, wenn auch nur knapp durch Sudden Death, durch. Einzig Stefan Biehl von der SG Rheinland/Düsseldorf musste sich einem stark aufspielenden Matthias Wietoska beschlagen geben. Nun stiegen auch die die TOP 8 der Vorrunde in die Playoff’s ein. Hier die Spiele des 1/8-Finales:

Felix Lennemann Daniel Meuren 4:2
Christian Schäl Michael Kalentzi 1:2
Achim Schmidt Dirk Hansen 2:3
Fred Elesbao Georg Lortz 4:1
Jochen Hahnel Christian Drescher 1:2
Markus Müller Henning Horn 6:3
Georg Schwartz Matthias Wietoska 5:3
Klaus Höfer Jens Jepp 2:5

In dieser Runde mussten zwei favorisierte Spieler die Segel streichen. Christan Drescher von der SG Rheinland/Düsseldorf gewann gegen Jochen Hahnel vom Bundesligisten Preussen Waltrop mit 2:1. Zudem ließ Jens Jepp seinem Teamkameraden und Altmeister Klaus Höfer beim 5:2 keine Chance auf einen Einzug ins 1/4-Finale.

Im 1/4-Finale wurden die Spiele enger und wirkliche Favoriten gab es in keiner der Begegnungen. Michael Kalentzi konnte in einem sehr engen Spiel Felix Lennemann mit 3:4 nach Sudden Death ausschalten. Dirk Hansen verlor sein Spiel gegen Fred Elesbao mit 0:1; Fred schien brasilianischen Beton angerührt zu haben. Egal was Hansen sich ausdachte, am Ende stand meist der Kepper von Elesbao oder dessen Torpfosten im Weg. Christian Drescher fand nach seinem starken Sieg gegen Jochen Hahlen seinen Meister in dessen Teamkollegen Markus Müller. Er verlor mit 1:3. Im letzten Spiel des 1/4-Finales schlug Jens Jepp den Karlsruher 2. Ligisten Georg Schwartz mit 5:3.

Felix Lennemann Michael Kalentzi 3:4 S.D
Dirk Hansen Fred Elesbao 0:1
Christian Drescher Markus Müller 1:3
Georg Schwartz Jens Jepp 3:5

Im Halbfinale trafen dann Michael Kalentzi, welcher nach der Vorrunde nur 24. war, auf Fred Elesbao und Markus Müller auf Jens Jepp. Beide Spiele fanden auf Augenhöhe statt und man merkte die angespannte Stimmung. Keine wollte einen Fehler machen und sich den Einzug ins Finale sichern. Folgerichtig gingen beide Partien ins Sudden Death, wo sich am Ende Fred Elesbao und sensationell Jens Jepp durchsetzen konnten. Bei dieser Finalpaarung war klar, dass es einen Sieger geben wird, der sich zum ersten Mal in die Liste der Turniersieger eintragen wird. Für beide war es das erste Finale bei einem offiziellen Turnier des DTKV.

Das Finale:

Zu Beginn merkte man beiden Kontrahenten ihre Nervosität an und dass keiner den ersten Fehler machen will. Nach gut 7 Minuten beim Stand von 2:2 fiel bei Beiden die Anspannung etwas ab und das Spiel nahm deutlich an Fahrt auf. Beide wollten das Finale nun entscheiden und drängten auf den Siegtreffer. Jepp konnte dann circa 90 Sekunden vor Schluss auf 3:2 erhöhen. Elesbao, der nun volles Risiko spielen musste, zog das Tempo nochmals an und konnte knappe 30 Sekunden vor Schluss den Ausgleich zum 3:3 markieren. Es ging in die 2 x 2-minütige Verlängerung. Jepp legte los wie die Feuerwehr und markierte nach knapp 25 Sekunden bereits den Treffer zum 4:3. Fred Elesbao jedoch gab nicht auf und konnte binnen 60 Sekunden wieder auf 4:4 ausgleichen. Wer geht nun in den letzten 2 Minuten mehr Risiko? Keiner. Am Ende stand es 4:4 nach Verlängerung und es musste ein Wiederholungsspiel her. Alle Uhren auf null gestellt und nochmal von vorne.

Wer wird nun die besseren Nerven haben; wie bereits erwähnt ist es jeweils das erste Finale von beiden und dann so ein Krimi!

Anscheinend hatte Jens Jepp nicht nochmal Lust auf so einen Krimi und spielte von Beginn an stark und druckvoll auf. Nach nicht mal 2 Minuten führte er bereits mit 2:0. Nur wer glaubt, dass Elesbao nun aufgeben wird, hatte sich getäuscht. Kaum 30 Sekunden nach dem 2:0 konnte er den Anschlusstreffer erzielen und es keimte nochmals Hoffnung auf. Jepp, welche nun sichtbar lockerer wurde, konnte Sekunden vor der Pause den 2 Tore Vorsprung wiederherstellen und erhöhte auf 3:1 zur Halbzeit.

Jens wollte sich dieses Spiel nicht mehr nehmen lassen und machte so weiter, wie er aufgehört hat. Mit zwei schnellen Toren innerhalb von 100 Sekunden sorgte er bereits zu Beginn der zweiten Halbzeit für eine Vorentscheidung. Das 6:1 kurz vor Schluss sei noch zu erwähnen.

Am Ende gewinnt Jens Jepp aus Gießen gegen Fred Elesbao aus Hannover mit 6:1 nach Wiederholungspiel und holt sich somit in seinem ersten Finale direkt den ersten Sieg. Aber auch Fred Elesbao hat ein super (erstes) Finale hingelegt! Herzlichen Glückwunsch zu dieser Leistung wünscht die Rundschau Redaktion!

 

Bundesliga: Kaiserslautern weiterhin an der Spitze

Einige Überraschungen bekamen die Zuschauer beim 3. Spieltag der Tipp-Kick Bundesliga zu sehen. Während Hirschlanden unerwartet Punkte gegen Waltrop liegen ließ, rehabilitierten sich die Frankfurter durch zwei Siege vollständig von den Niederlagen am ersten Spieltag. Außerdem setzte Jerze mit dem deutlichen 20:12-Erfolg gegen Drispenstedt ein Lebenszeichen in Sachen Abstiegskampf.

 

Spiele in Hirschlanden

TKC 71 Hirschlanden – TKC Preußen Waltrop 15:17 (42:51)
Nach dem bisherigen Saisonverlauf war zu erwarten, dass die Preußen ihren Altmeister Oliver Hahne reaktivieren und mit ihm Arnold Gotzhein ersetzen. Die Hirschlander ließen sich von dieser Aufstellung anfangs nicht stören und gingen mit 3:1 und 5:3 in Führung. Völlig unbeeindruckt von diesem Rückstand drehten die Waltroper das Spiel in Form von Holger Wölk und Jochen Hahnel, die 2:1 gegen Harald Füßinger bzw. 5:3 gegen Rainer Schlotz gewannen. Die nächsten beiden Runden waren ausgeglichen und erst beim Stand von 9:11 meldeten die Hirschlander sich zurück: Harald Füßinger setzte sich mit 3:2 gegen Marcus Müller durch und Artur Merke unterstrich durch das 5:2 gegen Oliver Hahne seine gute Form. Merke machte in der nächsten Runde gegen Hahnel da weiter, wo er im Spiel zuvor aufgehört hatte und ließ seinem Gegner beim 4:2 nicht den Hauch einer Chance. Da Holger Wölk allerdings auf der anderen Platte mit 5:1 noch deutlicher gegen Max Daub gewann, war die vorläufige Entscheidung auf die letzte Runde vertagt. Beim Stand von 15:13 war klar, dass sich die Waltroper keinen Ausrutscher mehr leisten durften. Die entscheidenden Partien lauteten Rainer Schlotz gegen Marcus Müller und Harald Füßinger gegen Oliver Hahne. Während Joker Hahne beim 4:3 stach, waren alle Augen vor allem auf die andere Partie gerichtet, weil sowohl Schlotz als auch Müller bisher punktlos an diesem Tage waren. Mit 2:1 kämpfte Müller seinen Gegner nieder und entschied somit das Duell für sein Team. Schlotz war mit seinen 0:8 Punkten bedient, während sich die Waltroper bei ihren Lebensversicherungen Wölk (7:1) und Hahne (6:2) für diesen überraschenden Sieg bedanken konnten.

Der 3:2-Erfolg von Artur Merke (l.) gegen Marcus Müller reichte den Hirschlandern nicht!

TKC Preußen Waltrop – OTC 90 Amberg 23:9 (55:38)
Beflügelt vom Sieg im ersten Spiel ließen die Waltroper keine Zweifel in der zweiten Partie gegen Amberg aufkommen. Mit einem 4:0 Start legten die Preußen los, den Sebastian Wagner und Dominik Steib allerdings postwendend ausglichen. Angeführt von Oliver Hahne, der in diesem Spiel 8:0 Punkte holte und das entgegengebrachte Vertrauen zurückzahlte, legten die Waltroper nochmals einen Zahn zu. Über 7:5 bauten sie ihre Führung zur Halbzeit auf 10:6 aus. In der zweiten Halbzeit sollten die Amberger nur noch durch das 3:1 von Thomas Krätzig gegen Jochen Hahnel und das Unentschieden zwischen Holger Wölk und Krätzig zu drei Punkten kommen. Die Amberger enttäuschten in dieser wichtigen Partie im Kollektiv, vor allem aber Peter Tuma, der mit 0:8 Punkten nach Hause ging. Bei Waltrop überzeugten wiederum Wölk und Hahne, die allein 15 Punkte holten. Mit diesem Sieg machten sie einen riesigen Schritt im Abstiegskampf, den sie in Anbetracht des Restprogramms der Konkurrenten bereits gewonnen haben dürften.

Thomas Krätzig (r.) und seine Amberger hatten zweimal das Nachsehen!

OTC 90 Amberg – TKC 71 Hirschlanden 13:19 (45:66)
Ob die Amberger wie gegen Celtic Berlin nochmals ein Spitzenteam ärgern können? Vielleicht – aber nicht die Hirschlander: Zwar gestaltete sich das Spiel anfangs sehr ausgeglichen und bis zum 12:12 in der sechsten Runde sah es noch einem sicheren Unentschieden aus. Aber dann schalteten die Jungs um Harald Füßinger, der mit 7:1 Punkten brillierte, einen Gang hoch. Max Daub gewann gegen Peter Tuma mit 9:2 und Artur Merke machte Dominik Steib beim 8:3 keine Hoffnungen. Füßinger siegte gegen den Ex-TKCler Sebastian Wagner in der letzten Runde mit 3:2 und machte den Sack zu. Dass sich Thomas Krätzig und Rainer Schlotz 3:3 unentschieden trennten, dürfte eine Randnotiz bleiben. Neben Füßinger waren die 6 Punkte von Daub entscheidend für den Ausgang der Partie. Die Amberger zeigten zwar eine geschlossenen Mannschaftsleistung, allerdings zu wenig gegen die Schwaben.

 

Spiele in Grönwohld

TKV Grönwohld – TKC Gallus Frankfurt 13:19 (43:49)
Der Meister von 2015 traf auf den Meister von 2016: Anfangs entwickelte sich das mit Spannung erwartete knappe Duell. Fabio De Nicolo und Frank Hampel sowie Marc Koschenz und Beni Buza trennten sich jeweils 3:3. Die 6:2-Führung der Gäste glichen die Grönwohlder zum 6:6 aus. Durch das Unentschieden von Alex Beck gegen Kai Schäfer und den Sieg von Michael Kaus gegen de Nicolo gingen die Frankfurter mit einem knappen Vorsprung in die Halbzeit. Diesen Abstand hielten sie konstant bis zum 11:13. Mit zwei Siegen konnten Buza und Hampel bereits in der vorletzten Runde den Sack zumachen: Beide erledigten ihre Hausaufgaben mit jeweils 4:2 gegen de Nicolo und Schäfer! Das Spiel war ohnehin schon entschieden und daher war die ausgeglichene Schlussrunde nicht mehr entscheidend für das Ergebnis. Man of the Match wurde Marc Koschenz mit 7:1 Punkten, dessen Mannschaftskameraden aber weit hinter ihrem Potenzial blieben. Die Frankfurter konnten sich vor allem auf den amtierenden Deutschen Einzelmeister Michael Kaus verlassen, der 6 Zähler zum Sieg beisteuerte.

Michael Kaus überzeugte beim Frankfurter Erfolg!

TKC Gallus Frankfurt – Celtic Berlin 25:7 (55:41)
Ersatzgeschwächt gingen die Berliner in die Partien: Vereinschef Christian Lorenzen sprang für Patrick Malessa ein. Für die schlechte Kollektivleistung darf dies aber keine Ausrede sein. Zwar holte Lorenzen keine Punkte, aber dass die Berliner von den 16 Einzelpartien lediglich eine gewinnen konnten, war bezeichnend für die Leistung. Max Gottschalk besiegte in der ersten Runde Frank Hampel mit 5:2, aber im weiteren Spielverlauf bauten die Frankfurter eine hohe Führung immer weiter aus. Die 8 Punkte von Alex Beck bei 13:7 Toren gilt es auf Frankfurter Seite hervorzuheben, wobei alle eine positive Punktausbeute aufwiesen.

Celtic Berlin – TKV Grönwohld 19:13 (59:55)
Im abschließenden Duell der beiden Verlierer lag sehr viel Druck auf den Schultern der Akteuere. Durch einen Sieg konnten die Play-Off Chancen erheblich verbessert werden. Diese Chance wussten die Berliner von Anfang an besser zu nutzen. Zwar stand es nach zwei Runden 4:4 unentschieden, aber beim 11:5 zur Halbzeit war bereits eines kleine Vorentscheidung gefallen. Den Deckel machte in der siebten Runde Altmeister Christian Lorenzen beim 5:4 gegen Fabio de Nicolo höchstpersönlich drauf. Zwar gewann Kai Schäfer gegen Marcel Horchert parallel mit 6:2, aber aufgrund der Niederlage an der anderen Platte war dies nur ein Tropfen auf dem heißen Stein, ebenso wie der Sieg von Michal Zaczek in der letzten Runde gegen Kuch. Im Duell der an diesem Tage stärksten Akteure lieferten sich Max Gottschalk und Marc Koschenz einen harten Fight, den der Berliner mit 8:6 für sich entschied. Bedanken können sich die Berliner auf jeden Fall bei Christian Lorenzen, dessen 6:2 Punkte neben den 7 von Gottschalk die Basis für den Erfolg darstellten.

Patrick Malessa und Marcel Horchert nahmen zwei Punkte aus Grönwohld mit!

 

Spiele in Kaiserslautern

TKC Kaiserslautern ´86 – TKV Jerze 27:5 (65:27)
Der Tabellenführer traf auf das Schlusslicht – und ebenso gestaltete sich der Spielverlauf. Die Gastgeber gingen mit 4:0 in Führung, allerdings ließen sich die Gäste anfangs nicht unterkriegen. Beim 11:5-Halbzeitstand keimte noch ein wenig Hoffnung in den Köpfen der Jerzer, aber diese wurde in der zweiten Hälfte nicht erfüllt, weil die Pfälzer nicht nur einen, sondern gleich zwei Gänge hochschalteten: Von den acht Partien gingen alle an die Lauterer und das teilweise sehr deutlich. Der 27:5-Sieg war auch in der Höhe gerecht, denn 27 geschossene Tore sind für die erste Liga einfach zu wenig. Einzig Hacky Jüttner zeigte mit 3:5 Punkte Normalform, während auf der anderen Seite Mathias Hahnel mit 8:0 und 20:3 (!) aus einer homogenen Leistung hervorstach.

Philipp Baadte (r.) ließ Tobi Witte beim 3:0 keine Chance!

TKV Jerze – TFB 77 Drispenstedt 20:12 (44:43)
Im direkten Duell der beiden Abstiegskandidaten musste insbesondere Jerze abliefern, um noch eine Chance auf den Klassenerhalt zu wahren. Die TFB hätte sich mit einem Sieg am letzten Spieltag ein wenig zurücklehnen können, denn die Abstiegssorgen wären damit schon fast vom Tisch gewesen. Den 1:3 Rückstand konterten die Jerzer mit Siegen von Tobi Witte gegen Berthold Nieder und Christoph Ihme gegen Marcus Socha. Überraschend deutlich setzte sich der Veranstalter der DEM 2017 von der Konkurrenz ab, sodass beim Stand von 16:8 nach der sechsten Runde zumindest ein Unentschieden erreicht war. Während Andreas Hofert auf der einen Platte beim 2:4 gegen Aimé Lungela kein Land sah, verteidigte Ihme ein 1:0 gegen Max Bartels und sammelte damit die Punkte 17 und 18. Die letzte Runde wurde ausgeglichen gestaltet, sodass am Ende ein 20:12-Erfolg für Jerze auf dem Papier stand. Bei der starken Jerzer Teamleistung stach Hacky Jüttner hervor (7:1), während Andreas Hofert mit 1:7 deutlich abfiel. Lediglich Lungela konnte für die TFB ausgeglichen Punkten – zu wenig in diesem Abstiegsduell.

TFB 77 Drispenstedt – 1. TKC Kaiserslautern ´86 11:21 (30:54)
Nach dem 0:4 und 2:6-Rückstand kämpften sich die Drispenstedter wieder ins Spiel und glichen zum 6:6 aus. Durch den 5:4-Sieg von Marcus Socha gegen Florian Wagner sollte es bei gleichzeitiger Niederlage von Max Bartels gegen Philipp Baadte sogar unentschieden zur Halbzeit stehen. Doch die Lauterer legten ähnlich wie im ersten Spiel nach der Halbzeit deutlich zu: die zweite Hälfte ging mit 3:13 klar an die Meisterschaftsfavoriten. Abermals überragend war Philipp Baadte mit 7:1 Punkten, während Max Bartels ohne Punkte auskommen musste. Nur Berthold Nieder konnte mit den Lauterern Schritt halten und mit 5:3 Punkten sowie mit seiner Leistung sehr zufrieden sein. Durch diese beiden Erfolge können die Pfälzer sehr sicher für Delligsen planen.

Berthold Nieder und die anderen Drispenstedter müssen sich am letzten Spieltag dem Abstiegskampf stellen!

 

Die Tabelle

Egal ob unerwartete Ergebnisse oder unerwartet hohe Siege – dieser Spieltag hatte einige Überraschungen parat! Dennoch bleibt der alte Tabellenführer aus Kaiserslautern weiterhin an der Tabellenspitze, gefolgt von den Frankfurtern, die den verkorksten 1. Spieltag nun endgültig verdaut haben. Celtic Berlin und Hirschlanden belegen aktuell die Plätze 3 und 4, die die Play-Off Teilnahme bedeuten würden. Das Mittelfeld bilden der TKV Grönwohld und der TKC Preußen Waltrop, die mit 6:6 Punkten rechnerisch sowohl noch in die Play-Offs einziehen als auch absteigen könnten. Allerdings ist dies beim Restprogramm der Abstiegskandidaten nicht zu erwarten. Die TFB Drispenstedt steht mit 3:9 Punkten nur aufgrund des besseren Spielpunkteverhältnisses vor Amberg auf dem rettenden siebten Rang. Im direkten Duell zwischen Jerze und Amberg am letzten Spieltag kann sich jedoch in der Abstiegsfrage noch einiges tun.

 

Restprogramm

Am 30.4. kommt es in Drispenstedt, Frankfurt und Waltrop zum abschließenden 4. Spieltag der 1. Bundesliga. Dort werden zwei Fragen entschieden: Wer steigt ab und wer kann für die Play-Offs in Delligsen planen?

Spiele in Drispenstedt

TFB 77 Drispenstedt – TKC 71 Hirschlanden

TKC 71 Hirschlanden – Celtic Berlin

Celtic Berlin – TFB 77 Drispenstedt

Spiele in Frankfurt

TKC Gallus Frankfurt – TKV Jerze

TKV Jerze – OTC 90 Amberg

OTC 90 Amberg – TKC Gallus Frankfurt

Spiele in Waltrop

TKC Preußen Waltrop – TKV Grönwohld

TKV Grönwohld – 1. TKC Kaiserslautern ’86

TKC Kaiserslautern ’86 – TKC Preußen Waltrop

Bilder: TKV Jerze, Archiv

5. Delligser Hils-Cup: Souveräner Turniersieg von Christian Kuch (Celtic Berlin)

Mit einer konzentrierten Leistung und einem klaren 4:0 gewinnt Christian Kuch souverän das Finale des 5. Delligser Hils-Cup gegen den amtierenden Deutschen Meister Michael Kaus.

Einige Bemerkungen vorab

Wer Delligsen nicht kennt, dem sei erklärt, dass sich hier Fuchs und Hase scheinbar gute Nacht sagen, zumindest aus Sicht der Großstädter. Solche Orte bezeichnet der Geograph gerne als „Flecken“, also als ein Ort mit einer lediglich lokal bedeutenden Ansiedlung. Meistens hatten solche Flecken ein eigenes „Königliches Amt“, nicht aber die hiesigen Hilsdörfer, die dem Amt Greene unterstanden. So mußten die Delligser 130 Jahre seit Abschaffung der Königlichen Ämter warten, bis ein echter König, nämlich Jens König aus der Provinzhauptstadt Hannover, seine Aufwartung mit dem Titel des Norddeutschen Meisters krönte.

Bei der heutigen Flut der Turniere der früh Ausgeschiedenen (früher ganz gemein „Lucky Looser-Turnier“ bezeichnet) muß ein Turnierveranstalter mächtig genau geographische Karten studieren: nach dem einzigen Flüsschen Wispe ist das eine Turnier benannt und dann kommen die Höhenzüge drumherum, der Reuberg, der Steinberg, der Selter (der Name ist hier nicht verpflichtend!), sowie die Höhenzüge Hils (aha!) und Ith. Also könn(t)en noch neue Turnierserien geschaffen werden. Für die Umsetzung dieser Turniere erklärte sich ein leibhaftiger Schotte bereit, dem Outfit nach.

So freute sich das Team um und mit Arndt Schotmann über 69 Teilnehmer bei diesem Regionalturnier, auch wenn diese Rekordzahl der Tatsache geschuldet war, dass am Vortag die Norddeutsche Einzelmeisterschaft hier in Delligsen gespielt wurde. Wer das Pech hatte trotzdem früh auszuscheiden, der konnte sich dann im Wispe-Cup weiter vergnügen, oder genoss einfach das gute Wetter. Empfehlenswert ist übrigens das sehr gute Restaurant „Zucchero“ einige hundert Meter entfernt, hier kann man sich den Frust stilvoll wegfuttern. Oder den eigenen Erfolg feiern.

Übrigens erschienen einige Teilnehmer am Sonntag – wir bezeichnen es vorsichtig – ziemlich „geschafft“. Das lange Turnier am Vortag und/oder die danach folgende lange Nacht waren ein Stolperstein für den einen oder anderen Spieler oder zumindest für die spielerische Qualität.

 

Runde 1

12 Fünfer- bzw. Sechser-Gruppen an 21 Tischen, 48 Spieler qualifizieren sich für Runde 2.

In Gruppe 1 siegt ungefährdet der spätere Turniersieger Christian Kuch (Celtic), verliert im letzten Spiel nur gegen den Drispenstädter Youngster Schreiber. Eine von zwei Niederlagen an diesem Tag! Da der Drispenstedter sein Schicksalsspiel gegen Sylvia Sgobio (Kierspe) mit 5:4 verliert, scheidet er aus.

In Gruppe 2 endet das Spitzenspiel Kaus (Gallus) gegen Lungela (Drispenstedt) mit 7:4, da sind die Torhüter wohl noch im kollektiven Tiefschlaf. Achim Schmidt (Bochum) und Lars Schulze (Herford), der noch in Gevelsberg beeindruckend aufgespielt hatte, erreichen gerade eben die 2. Runde.

In Gruppe 3 trennen sich die Spitzenspieler Socha (Drispenstedt) und Foit (Herford), beide ehemalige Vereinskameraden, 1:1 im letzten Spiel. Die 3 restlichen Spieler spielen das Weiterkommen über den direkten Vergleich aus, Nachsehen hat hier Melanie Grämmel (Drispenstedt).

In Gruppe 4 dominiert Berthold Nieder (Drispenstedt) mit 9:1 Punkten vor dem neuen norddeutschen Vizemeister Jonathan Weber (Wasseralfingen) mit 7:3 Punkten.

In der Gruppe 5 muss man schon hellwach sein, um sich für die 2. Runde zu qualifizieren. Hampel (Gallus, 9:1 Pkte.) vor Simon Hansen (Kiel, 7:3) vor Marcus Müller (Waltrop, 6:4) und Gerke (Jerze, 5:5). Chancenlos der Bochumer Wietoska und der Bundesligaspieler Max Bartels (Drispenstedt, 0:10).

In Gruppe 6 überzeugen neben dem Favoriten A. Bialk (Filzteufel, 10:0) auch ein weiterer Drispenstedter Youngster, Robin Schmidt, der mit 6:4 Punkten gefallen kann. Renninger (Gallus, 5:5) und Drescher (Rheinland, 4:6) ziehen auch in die 2. Runde ein.

In Gruppe 7 qualifizieren sich die starken Spieler Kandziora (Drispenstedt, 8:2), Lennemann (Rheinland, 6:4) und Ihme (Jerze, 5:5). Arndt Schotmann (Delligsen) kommt weiter, da er im letzten Spiel Lennemann mit 3:2 schlägt und so ebenso 5:5 Punkte erreicht.

In Gruppe 8 walzt von Hering (Kiel) mit 10:0 Punkten alles nieder. Bastian (Wolfsburg, 8:2), Kröning (Hannover, 6:4) und F. Socha (Drispenstedt, 4:6) folgen dahinter.

In Gruppe 9 überzeugt der Schweizer Asmis (Flamengo) mit 10:0 Punkten. Es folgen Deutschlands U18-Star Stähle (8:2) und überraschend G. Mielke (Filzteufel, 5:5). Manuela Winter (Gevelsberg) schlägt den späteren Sieger des Wispe-Cups, Joachim Pohl (Hannover), locker mit 5:1 und zieht mit 4:6 Punkten in die Runde 2 ein.

In Gruppe 10 ist das Feld ausgeglichener. Elesbao (Hannover, 8:2) landet vor Schirmer (Filzteufel, 7:3), Leinz (Flamengo, 6:4) und vor Gies (Gevelsberg, 6:4).

Die Gruppe 11 ist der Hammer, zumindest wenn man die Punkteverteilung am Ende der Runde betrachtet: Der Erste der Gruppe, Poetsch (Hirschlanden) kommt auf 6:4 Punkte und der Sechste der Gruppe, Hardy Schau (Filzteufel) auf 4:6 Punkte. Freuen kann sich Anna Lena Neumann von Delligsen über 5:5 Punkte und Platz 3. Lennart Johannsen (Buxtehude) kann sicherlich mehr und bleibt mit 4:6 Punkten das ewige Talent und steigt mit 4:6 Punkten aus diesem Turnier aus. Sternberg (Neukölln, 6:4) auf Platz 2 und D. Bialk (Filzteufel, 5:5) auf Platz 4 freuen sich über das Weiterkommen.

In der Gruppe 12 herrschen klare Verhältnisse: Tuma (Amberg) vor Bräuning (Hirschlanden), M. Kalentzi (Bochum) und G. Johannsen (Buxtehude). 10-8-6-4 Punkte lautet hier die Punkteverteilung.

 

Runde 2

8 Sechser-Gruppen an 12 Tischen, 24 Spieler qualifizieren sich für Runde 3.

In Gruppe 1 setzen sich die Favoriten Kuch (9:1), Foit (6:4) und Lungela (6:4) durch. Enttäuscht sind Elesbao, Bastian und T. Witte.

In Gruppe 2 gibt es kleinere Überraschungen. Dass Leinz mit 8:2 Punkten vor Kaus (7:3) liegen würde und dass F. Socha (6:4) die Spieler Sternberg, Gerke und Schmiddi (Bochum) abhängt, ist für den Außenstehenden überraschend.

Die Gruppe 3 ist ziemlich ausgeglichen. M. Socha (9:1) lässt nichts anbrennen. M. Müller (7:3) und Kröning (6:4) folgen. Es scheiden aus: Altmeister Kandziora, der am Vortag eine glänzende Norddeutsche gespielt hatte, sowie Bräuning und L. Schulze.

In Gruppe 4 dominieren Weber (10:0), Asmis (8:2) und Poetsch (4:6). Adios amigos, sagen sich die Herren Schmidt (Bochum), Schmidt (Drispenstedt) und Kretlow (Dortmund).

Die Favoriten setzen sich auch in Gruppe 5 durch: Hampel (8:2) verweist Lennemann (7:3) und Tuma (5:5) auf die Plätze. A. Schmidt, Gies und Renninger dürfen in dieser Reihenfolge die Spieler einpacken.

In der Gruppe 6 schlägt ein Bialk den anderen Bialk mit 3:2 und wird am Ende Erster mit 8:2 Punkten vor dem anderen Bialk, der sich mit 7:3 Punkten schwer tut, denn in einem Schicksalsspiel kämpft er die Gevelsbergerin Winter mit 4:3 nieder, sonst wäre hier schon Endstation für den Schreiberling gewesen. So freut sich der Vereinsbummler Kalentzi mit ebenso 7:3 Punkten über Platz 3, während sich Madame Winter über die verpasste Chance(n) ärgert.

In der Gruppe 7 gieren gleich mehrere Außenseiter auf das Weiterkommen. Und so siegt Mielke (hört, hört, mit 8:2 Punkten) vor Schirmer (7:3) und Ihme (6:4). Es ärgern sich die Spieler Drescher und G. Johannsen. Anna Lena Neumann dagegen ist stolz auf das Erreichen der 2. Runde.

Gruppe 8 ist schnell erzählt. Von Hering und S. Hansen, beide Vereinskameraden, trennen sich friedlich zum Auftakt 2:2, gönnen danach dem Hirschlandener Stähle jeweils einen Punkt und so ziehen diese drei in die 3. Runde ein. Überraschenderweise landet Horstmann (Buxtehude) noch vor Nieder (Drispenstedt). Abgeschlagen auf dem letzten Platz Sylvia Sgobio von den Scorpions aus Kierspe.

 

Runde 3

4 Sechser-Gruppen an 6 Tischen, 12 Spieler qualifizieren sich für die Endrunde.

Die Gruppe 1 hat Charme. Doch mit dieser Umschreibung kann der Spieler Kuch (Celtic) nichts anfangen und qualifiziert sich locker mit 8:2 Punkten nach einer Auftaktniederlage gegen Asmis (Flamengo) für die Endrunde. Der Tourfinal-Sieger von Hering folgt ihm mit 7:3 Punkten. Jungstar Stähle gewinnt das entscheidende letzte Spiel gegen den Bundesligisten Müller mit 5:3 und zieht als Dritter in die Endrunde ein. Neben Müller scheiden Asmis und F. Socha aus. Die dritte Runde ist ein Erfolg für diesen jungen Spieler (er ist übrigens der Neffe von M. Socha), ihm würden mehr Turnierteilnahmen einen großen Schub geben.

Die Gruppe 2 hat auch seinen Charme, der darin besteht, dass die Gruppe sehr ausgeglichen ist. Ihme und Kaus mit je 8:2 Punkten vor Foit und Kröning mit je 5:5 Punkten. Foit hat im direkten Vergleich das bessere Torverhältnis und kommt so in die Endrunde. Schluß mit lustig ist für Schirmer und S. Hansen. Zumindest Schirmer kann zufrieden sein, zumal er am Tag vorher auf der Norddeutschen prächtig aufgespielt hatte.

Die Gruppe 3 bringt gleich 3 Filzteufel in eine Gruppe zusammen und nachdem das Duell Bialk vs. Bialk zur Abwechslung mal unentschieden endet und der Schreiberling dieser Zeilen dann nach einer 0:6 Klatsche gegen Socha quasi schon ausgeschieden ist, nehmen sich die Mitstreiter Poetsch und Lennemann und D. Bialk gegenseitig die Punkte weg. Socha qualifiziert sich mit 9:1 Punkten unangefochten für die Endrunde, ebenso Lennemann mit 7:3 Punkten. Da D. Bialk mit 4:6 Punkten enttäuscht die Spieler einpacken muss, muß sein Vater gegen den starken Poetsch gewinnen, um in die Endrunde einzuziehen. Er liegt in der letzten Minute noch mit 1:2 zurück und vor lauter Verzweiflung ob seiner katastrophalen Schüsse setzt er seinen Strafraummänniken ein und schießt den Ausgleich. Danach segelt der Ball 15 Sekunden vor Schluß etliche Meter von der Platte entfernt in die weite Ferne. Der Sohnemann sprintet, noch 7 Sekunden, der Vater legt den Ball ins Feld, schießt sofort, Tor, Abpfiff. Für solche Spieler fährt man gerne hunderte Kilometer. Sorry, Stephan! Danke, Daniel!

Die Gruppe 4 ist eine Hammergruppe und einer Endrundengruppe würdig: Hampel, Kalentzi, Lungela, Tuma, Weber und Leinz. Alles klangvolle Namen. Hier weiss man, wo man nach 5 Spielen steht. 7 Spiele enden unentschieden, 8 Spiele haben einen Sieger. Dramatik bis in die letzte Runde. Und ein tragisches Ausscheiden. Lungela schießt Sekunden vor dem Abpfiff ein ansatzloses Brett aus kurzer Distanz ins Tor. Der Ball fliegt unter das hochstehende Torgummi, verlässt die Platte. Schiri Lennemann und Mitspieler Leinz sehen unglücklicherweise nichts und glauben, der Ball wäre vorbei geschossen worden. Viele Zuschauer sehen jedoch ein Tor. Lungela akzeptiert die Schiedsrichterentscheidung und scheidet so als Vierter aus. Bitter! Ach ja, am Ende liegen Weber, Tuma und Kalentzi vor Lungela, Hampel und Leinz. Eine wirklich starke Gruppe!

 

Endrunde, Gruppe A

Teilnehmer: Kuch, Weber, A. Bialk, Stähle, Tuma, M. Kalentzi

Turnierranglistenplätze: 4-10-15-18-29-31

Schon in der ersten Runde ein Paukenschlag: Weber ist gegen Bialk beim 1:4 chancenlos, ebenso verliert er gegen Kuch im zweiten Spiel. Die Chancen auf einen Finaleinzug sind somit dahin. Während Kuch Spiel um Spiel gewinnt und schon frühzeitig den Einzug ins Finale perfekt macht, landen nach 5 Runden die Spieler M. Kalentzi, Weber und A. Bialk mit 5:5 Punkten auf die folgenden Plätze. Auf Grund des direkten Vergleiches freut sich A. Bialk schließlich über Platz 2 in dieser Gruppe. Etwas überraschend, dass Stähle nur auf Platz 6 der Gruppe landet. Aber trotz seiner Jugend, zeigt er eine unglaubliche Konstanz in den letzten Monaten. Sein Tunnelblick ist bundesligareif. Weiter so, Florian!

Endrunde, Gruppe B

 Teilnehmer: Kaus, Socha, Ihme, von Hering, Lennemann, Foit

Turnierranglistenplätze: 5-9-16-17-33-34

In dieser Gruppe geht es wesentlich spannender zu. Erst die letzte Runde wird die Entscheidung bringen. Kaus verliert gegen von Hering mit 1:2 und poltert unzufrieden über seine eigene Leistung herum. Damit sind beide punktgleich, advantage von Hering. Doch Socha spielt überraschend nur 2:2 gegen den heute stark aufspielenden Lennemann und erreicht wie Kaus und von Hering am Ende 7:3 Punkte. Der direkte Vergleich muss her.

Und da ist es wieder: das Glück des Tüchtigen. Der so unzufriedene Kaus steht nach diesem Herzschlagfinale auf einmal im Finale. Dabei hat man doch gedacht, dass so ein Deutscher Einzelmeister-Titel die eigenen Emotionalitätsstufen glättet, weit gefehlt!

 

Endspiel Michael Kaus (Gallus Frankfurt) gegen Christian Kuch (Celtic Berlin)

 Dieses Endspiel geht bedauerlicherweise für die vielen Zuschauer nicht in die Geschichte ein, denn es ist relativ einseitig. Christian Kuch, hochfokussiert, schießt besser, hält besser. Seine 4 Tore zum ungefährdeten 4:0-Sieg fallen in regelmäßigen Abständen. Kaus hadert mit seinen Schüssen, die nur selten das Ziel treffen oder zu harmlos sind. Im Gegensatz zu den vielen Spielern, die bei eigenen Führungen gegen Spitzenspieler die knappe Führung verwalten wollen und dann noch knapp vor Schluß verlieren, ist Christian Kuch clever und erfahren genug, seinen effektiven Stil konsequent bis zum Abpfiff durchzuziehen. Glückwunsch, Christian!

Zum Abschluß noch die Tagesbilanz der beiden Finalisten, inklusive Finalpartie:

Kuch: 34:6 Punkte, 87:41 Tore

Kaus: 30:10 Punkte, 78:39 Tore

Interview mit Christoph Schmidt (Schlachtenbummler Bochum)

Hallo Schmiddi,

schön von dir zu hören. Und, wie viele Gleitlagerspieler hast du in den letzten Wochen schon gekauft?
Hehe … tatsächlich habe ich zuletzt auf der NDEM mal wieder beim Bernd Weber zugeschlagen. Neben einem interessanten Neuzugang, ging es allerdings mehr um Umbauten meiner „Altstars“, die ich über den Winter geplant hatte und nur auf Gelegenheit gewartet habe dies mit Bernd zu besprechen.
Keine Angst, es kommt nicht zur Verknappung des Spielermarktes durch Bochumer Groß-Einkäufe, viel mehr geht es um strategische, qualitative Verbesserung des vorhandenen Spielermaterials.
Letzten Endes befindet sich meiner Meinung nach das wichtigste Spielermaterial oberhalb des Druckknopfes und besteht aus Fleisch und Blut. 😉

Plötzlich standest du durch deine Teilnahme bei „Wer wird Millionär“ im Rampenlicht der Öffentlichkeit. Bei Facebook klatschen unzählige Frauen Beifall. Wie geht man mit so einer neuen Situation um? Kannst du diese neue Wirklichkeit schon realisieren?
Der erste Hype war schon echt enorm und ungewohnt, ließ aber so schnell wieder nach, wie er gekommen war. Nach 2-3 verrückten Wochen kehrte langsam wieder der Alltag bei mir ein.
Ab und zu wird man zwar noch vereinzelt darauf angesprochen und um ein gemeinsames Selfie gebeten oder zum Bier eingeladen, aber das sind inzwischen glücklicherweise Ausnahmen. Auch wenn man solch einen Ausnahmezustand auf einer Seite genießt, bleibt es doch ungewohnt und teilweise auch ein wenig lästig.
Momentan hat sich aber alles wieder auf ein normales Maß eingepegelt.
Von daher weiß ich „Normalität“ nun noch ein wenig mehr zu schätzen und zu genießen, z.B. beim Tipp-Kick, wo ich einfach der Schmiddi aus Bochum und nicht bloß „der tätowierte Dicke ausm TV“ bin. 😉
Wie man mit so einer Situation umgeht?
Na ja, so wie man sonst auch damit umgeht… z.B. wenn jemand sich jemand die Mühe macht mir zu schreiben, antworte ich auch, oder wenn mich jemand anquatscht, nehme ich mir die paar Minuten für ein bisschen Small Talk oder ein Foto.
So hat man nach meiner Erfahrung am schnellsten wieder seine Ruhe. 😉
Ich muss allerdings sagen, dass fast alle Leute mit denen ich jetzt durch WWM Kontakt hatte, sehr vernünftig und verständnisvoll waren und es so glücklicherweise auch keine besonders aufdringlichen oder unangenehmen Situationen gab.
Daran, dass man öfters mal dieselbe Geschichte erzählen oder immer wieder dieselben Fragen beantworten soll, gewöhnt man sich mit der Zeit.
Übrigens fällt dieses Interview in dieser Beziehung sehr angenehm aus dem Rahmen! 😉

Schmiddi bei Günther Jauch auf dem Stuhl!

 

Was hat sich geändert, positiv wie negativ?
Eigentlich hat sich nichts grundlegend in meinem Leben geändert.
Schön finde ich, wie viele Leute sich mit meinem Wunschtraum von der eigenen KiTa bzw. dem Bauernhof identifizieren können und mir mit Rat und Tat zur Seite stehen.
Leider fehlt für solch ein Projekt dann doch die finanzielle Grundlage, bzw. Unterstützung… da geht es um Millionenbeträge.
Es gäbe zwar sicher Möglichkeiten und Konzepte solch ein Projekt in abgespeckter Form an den Start zu bringen und schrittweise zu erweitern, allerdings bin ich mit meinem bisherigen Leben und meinem Job bei der Bahn ja nicht unzufrieden und möchte es auch nicht unbedingt aufgeben, um etwas anderes zu machen.
Es handelt sich dabei ja mehr um einen Wunschtraum als ein geplantes Projekt meinerseits … was einem halt so in den Sinn kommt, wenn man gefragt wird, was man mal theoretisch mit einer Million anfangen würde.
Negative Veränderungen gab es aus meiner Sicht also keine, im Positiven aber auch allenfalls nur kleinere. Natürlich kann man sich nun den einen oder anderen Wunsch direkt erfüllen, ohne lange darauf sparen zu müssen, wie z.B. ein neues Handy oder Computer, das ist schon ganz nice. 🙂
Die eine oder andere Reise nach Skandinavien oder auf die britischen Inseln steht im Laufe der nächsten Zeit sicherlich auch noch an.
Aber im Großen und Ganzen bleibt eigentlich alles beim Alten. Und das ist auch gut so! 😉

Auch die Tipp-Kick-Szene war schwer beeindruckt von Deinem Auftritt. Viele Tipp-Kicker drückten dir die Daumen. Gab es beim nächsten Training der Schlachtenbummler eine Flasche Schampus? Schließlich waren auch einige Vereinskameraden deine Telefonjoker!
In Bochum gibt’s „Fiege“, keinen Schampus! 🙂
Natürlich habe ich die Leute, die zum Gewinn beigetragen haben (ob als Joker, Begleitung oder sonstige Unterstützung) nicht vergessen und werde mich auf die eine oder andere Weise erkenntlich zeigen.
Da habe ich mir aber individuell etwas Persönliches für jeden einfallen lassen.
Im Falle meiner Joker aus Reihen der Schlachtenbummler ist ein gemeinsamer Stadionbesuch in der VIP-Loge für die kommende Saison geplant, soviel sei verraten. 😉

Christoph Schmidt verpasst kaum ein Turnier!

Du bist Fan des VFL Bochum. Hast du vom Verein eine Jahreskarte bekommen?
Leider nein. Aber bei meinem letzten Fanshop-Besuch hat mir die freundliche Verkäuferin verraten, dass man seitens des Vereins wohl etwas plant… bisher ist aber noch niemand offiziell an mich heran getreten.
Ähnlich verlief es übrigens mit der Brauerei Moritz Fiege; nachdem sie durch mein großflächiges Rückentattoo, welches im TV zu sehen war, in diversen Interviews zum Gesprächsstoff wurde, nahm man via Facebook-Seite Kontakt auf und avisierte eine Brauerei-Besichtigung. Danach hat sich leider auch hier niemand mehr gemeldet.
Ich hätte mich in beiden Fällen zwar sehr über die Aufmerksamkeit gefreut, da es sich um Bochumer Unternehmen handelt, die einen festen Platz in meinem Leben haben und für die ich große Sympathien hege, andererseits möchte ich mir da auch gar keine Vorteile „erschleichen“ oder irgendwelchen Leuten hinterher laufen… so wichtig ist mir das nicht, aber es wäre halt schon schön gewesen. 😉

Viele Tipp-Kicker hätten sich gewünscht, dass du bei deiner Vorstellung in der Sendung auch unsere Randsportart präsentiert hättest. Mit einem Schlag hätten sich die Mitgliederzahlen vervielfachen können. Gab es überhaupt eine Chance für dich, Tipp-Kick ins Rampenlicht zu rücken?
Das war leider nicht ganz einfach.
Ursprünglich hatte ich tatsächlich vor eine Tipp-Kick-Figur als Talisman mit ins Studio zu nehmen, allerdings machte mir mein Patenkind Nick einen Strich durch die Rechnung, in dem er mir eine seiner Holz-Lokomotiven als Glücksbringer für’s Fernsehen mitgab.
Um dort nicht mit vollen Händen auf dem Stuhl zu sitzen, musste ich leider Prioritäten setzen.
So ließ sich das Gesprächsthema leider nicht auf unser Lieblings-Hobby lenken, auch wenn ich das grundsätzlich gern getan hätte.
Mindestens genauso enttäuscht waren meine Freunde der Turbojugend Bochum, dass ich im TV nicht unsere Kutte trug, aber auch da gab es strikte Vorgaben seitens der Redaktion, auch technischer Art.
Einerseits zwar schade, andererseits aber auch verständlich, da sich die Redaktion halt auch im Vorfeld Kandidaten ausgesucht hat, um die herum sie eine Geschichte aufbauen können und das war in meinem Falle nun mal der kinderfreundliche Eisenbahner.
Alle Facetten einer Persönlichkeit in einer solchen Situation zu erfassen ist aber wohl ohnehin unmöglich, von daher kann ich mit dem ausgestrahlten Fokus ganz gut leben.
Es scheint ja auch ohne Tipp-Kick nicht das unsympathischste Bild von mir vermittelt zu haben… 😉

Wie gehen die Tipp-Kicker mit dem neuen „Schmiddi“ um? Gewinnst du mehr Spiele, weil der Gegner in Ehrfurcht erstarrt oder weil du lockerer aufspielen kannst?
Gott-sei-Dank gehen alle ganz normal mit mir um und über Sieg oder Niederlage entscheidet weiterhin, Trainingsfleiß, Spielpraxis und Tagesform. Also alles wie immer, der „neue Schmiddi“ ist ganz der Alte geblieben!
Ich habe mich ja persönlich nicht verändert (hoffe ich) und bin derselbe wie vor, während und nach der Show. Scherzhaft wird man auch mal als „Fernsehstar“ bezeichnet, oder nach Autogrammen gefragt, aber solche Promi-Behandlung ist natürlich Quatsch und ich gehe auch nicht weiter darauf ein. Ich sehe das eher so, dass mich jetzt ein paar Leute mehr kennen als vorher und wer mag, kann gern auch mal ein Foto mit mir machen… aber dann muss es auch gut sein.

Ein Tattoo vom Ratestuhl dient Schmiddi als Erinnerung

Auf der DTKV-Seite bist du im Autoren-Team gelistet und für Berichte aus der Westsektion zuständig, aber auch für „Denk-Anstöße“. Der letzte Artikel erschien 2015 und wir sind alle auf deine nächsten „Denk-Anstöße“ gespannt, wann wird hierzu ein Artikel erscheinen?
Den „Denk-Anstoß“ habe ich gemeinsam mit Max Gottschalk damals als Rubrik eingeführt und dort Themen aufgegriffen, die z.B. auf Facebook unter Tipp-Kickern sehr angeregt und bisweilen auch kontrovers diskutiert wurden. Für mich war dies ein Indikator dafür, dass ein offensichtlicher Gesprächsbedarf bestand und wollte die Möglichkeit nutzen, diese Thematik auch Aktiven, die nicht bei Facebook angemeldet sind näher zu bringen und so den Anstoß zu geben, sich darüber Gedanken zu machen.
Die Rubrik war also nicht als regelmäßige Kolumne geplant, sondern eher spontan je nach Bedarf verfasst.
In letzter Zeit hatte ich eigentlich nicht das Gefühl, dass ein bestimmtes Thema das Gros der Tipp-Kick-Szene besonders beschäftigt, somit sah ich auch keinen Ansatzpunkt für einen weiteren Artikel.
Falls jedoch Bedarf bestehen sollte oder mir ein bestimmtes Thema unter den Nägeln brennt, werde ich sicherlich auch mal wieder einen „Denk-Anstoß“ verfassen … ansonsten sehe ich das als „offene Rubrik“ in der sich gern auch andere Autoren austoben dürfen, wenn sie Ideen haben oder den Bedarf sehen etwas konkreter zu thematisieren und lade ausdrücklich jeden ein, der Zeit und Lust hat sich hier zu beteiligen. 😉
Für die Sektion West gilt übrigens selbiges, auch dort freue ich mich immer über Unterstützung und Mitstreiter, was z.B. Vorberichte etc. angeht!

Wenn du dein Hobby „Tipp-Kick“ betrachtest und eine Fee würde dir 3 Wünsche erfüllen, was wären dann deine Wünsche?

1. einen 100%igen Farbleger,
2. einen Torwart, der alles hält und
3. einen Spieler mit Torgarantie. 😉

Hahaha …, aber mal im Ernst:
Speziell auf meinen Verein, Schlachtenbummler Bochum, gemünzt, bin ich (fast) wunschlos glücklich. Wir haben zwei tolle Teams im Westen an den Start gebracht und spielen derzeit in Verbands- und Regionalliga jeweils um den Aufstieg mit. Intern läuft alles sehr harmonisch ab, auf menschlicher Ebene lässt unser Verein keine Wünsche offen und wir versuchen derzeit die Weichen für die mittelfristige Zukunft zu stellen.

Langfristig wäre es sicherlich wünschenswert den Weg in die 1. Bundesliga zu beschreiten – wenn man einen Sport ausübt, möchte man dies natürlich am liebsten auch in der höchsten Spielklasse tun – auch wenn es bis dahin noch ein harter Weg sein wird.
Dem Tipp-Kick-Sport allgemein wünsche ich viel talentierten Nachwuchs, wobei dieser Wunsch ja zum Teil schon in Erfüllung gegangen ist und ich hoffe, dass dieser Trend fortbesteht.
Als drittes wünsche ich allen Mitspielern, Gleichgesinnten und Leidensgenossen, dass sie den Spaß an unserem Hobby nicht verlieren und weiterhin viele spannende, aber vor allem faire Spiele bestreiten dürfen!

Auf das diese Wünsche in Erfüllung gehen und vielen Dank, Schmiddi, für das Interview!
Sehr gern geschehen und vielen Dank für die kreativen Fragen! 😉