Einwurf: Konsequente Regelanwendung

Oder: Warum die Regeln manchen egal sind?!

Von vielen wird man belächelt, wenn man von seinem „Sport“ und Hobby Tipp-Kick erzählt. Dennoch habe ich die Erfahrung gemacht, dass wenn man es etwas erklärt, ein gewisses Interesse fast immer vorhanden ist. Eine der häufigsten Fragen, welche mir dann gestellt wird, ist, ob es da auch richtige Regeln gibt und ob es einen Schiedsrichter gibt. Schließlich hat jeder, der es früher mal im Kinderzimmer auf dem Boden gespielt hat, die Erfahrung mit seinem Bruder, seiner Schwerster oder dem besten Freud gemacht: „Nein, der war nicht drin!“ oder „Da war doch der Abwehrspieler dran!“. Daran sind manchmal fast Freundschaften zerbrochen. Zwangsläufig kommt dann auch die Frage, ob es ein festes Regelwerk gibt, wenn schon alles so (semi)-professionell in einem Verband organisiert ist. Die Antwort lautet: Ja, das gibt es. Jedoch die Ergänzung „man müsste es nur mal konsequent anwenden“ denke ich mir dann meist nur. Es würde wohl eh kein Außenstehender verstehen.

Nur auf Turnieren oder gar im Ligaspielbetrieb, wo die meisten Spieler doch schon etwas länger dabei sind, rutscht mir dieser Satz regelmäßig über die Lippen. Meist beginnt dann die selbe Diskussion wie in 95% der Fälle, wo immer wieder Sätze wie „Ich kann nicht verstehen, warum wir Regeln haben, aber diese nicht anwenden“ oder von der Opposition „Also die Regeln werden doch angewandt, nur die sind viel zu komplex“ oder „früher wurde einfach gespielt“. Ich selber bin der Meinung, dass wenn wir schon Regeln haben, wir diese auch konsequent anwenden sollten. Wenn die beiden Spieler sich anders einigen, ok, das ist für mich dann ok. Aber meine Entscheidung, welche ich als Schiedsrichter habe, bleibt; und da versuche ich mich auch an das Regelwerk zu halten. Ich möchte dennoch anmerken, dass alle Beteiligten auch nur Menschen sind. Und die machen Fehler.

Es gibt nur leider auch die Gruppe, die die Regeln zwar genau kennt, jedoch laufend dagegen verstößt, „weil es ja eh nicht gepfiffen wird“. Und genau das ist der Punkt. Viele haben sich seit Jahren nicht mit dem Regelwerk beschäftigt; aktive Spieler! Ich hatte erst vor Kurzem die Situation, als ich in einem Ligaspiel gegen einen langjährigen Tipp-Kicker gespielt habe. Ich habe den Ball mit der zweiten Aktion nicht auf das Tor bekommen, ohne jeglichen Kontakt. Folge: indirekter Freistoß. Mein Gegner nimmt den Ball und schießt mir ein Brett über meine liegende Abwehr ins Tor. Und ich mache Abstoß. Als dann der Satz fiel „Das war doch ein Tor“ und ich die ihm die Regel erklärte, bekam ich nur ein „Seit wann gibt es die Regel denn? Die gab es früher doch nicht“.

Dann gibt es leider noch die, denen die Regeln völlig egal zu sein scheinen. Zuletzt erst auf der NDEM erlebt. Ich stand als Schiedsrichter an der Platte und der abwehrende Spieler schob bei einem Bretterversuch des Gegners den Torwart weit nach vorne. Das er in diesem Fall mit seinen Fingern unter dem Torgummi war und somit den Kasten ein gutes Stück weiter nach vorne schob, wurde daraufhin von mir angesprochen. Es wurde, mit einem murren, korrigiert. Und was geschah beim nächsten Brett? Richtig, die Finger waren wieder unter dem Gummi. Es gab eine kurze Diskussion, welche nach Abpfiff noch fortgesetzt werden sollte.

Man könnte jetzt noch zig weitere Situationen aufzählen, wo der Ball mit dem Standfuss beim Ansetzen mit Absicht gedreht wird, um eine bessere Lage zu haben. Oder der Ball in den 16er „geschoben“ wird. In manchen Teilen der Republik sind 3 bzw. 7 Sekunden auch mal doppelt so lang, gerade wenn man in Führung liegt. Manchmal wird der Eckkreis auch etwas „ausgedehnt“.

Wir sprechen immer davon, dass Tipp-Kick ein recht fairer Sport ist und das wird von einer Großzahl der Spieler auch so gelebt. Aber ist das wirklich so? Ja, ein Großteil ist durchweg fair und das schätze ich auch sehr an unserer Gemeinschaft. Das Regelwerk ist in den letzten Jahren etwas komplexer geworden, aber vielleicht genau aus diesem Grund sollte sich jeder (noch)mal die Zeit nehmen und sich die paar Seiten mal wieder durchlesen. Wir sollten dabei auch an unseren Nachwuchs denken. Dieser bekommt die Regeln normalerweise während des Spielens beigebracht bzw. erklärt. Und auch hier geht es um Fair Play! Gewinnen will sicherlich jeder gerne, aber zu welchem Preis?!

Im Universum des kunstvollen Aneckens – Die Schusstechniken

Wer behauptet, Tipp-Kicker hätten einen Schuss, der lügt. Sie haben ganz viele.

Das Zusammenspiel von unterschiedlichem Material und individuellen Spieler-persönlichkeiten mit dem eckigen wie eigenwilligen Spielobjekt hat in der Zwischenzeit einen wahrer Reichtum an Schussvarianten im Tipp-Kick-Sport hervorgebracht – eine Schatztruhe des Unfassbaren. Das Kompendium der Schüsse ist ein Versuch, die Vielzahl dieser Möglichkeiten zu sammeln, benennen und aufzulisten. Dabei sind zum Teil neue Wortkreationen entstanden, aber auch gebräuchliche Begriffe aus dem Trainings- und Turnierbetrieb eingeflossen.

Bestimmt sind noch zahlreiche Schüsse, aber auch Bezeichnungen unerwähnt geblieben, und deshalb ist die vorliegende Arbeit wie jede wissenschaftliche und lexikalische Dokumentation offen und vorläufig. Ihren wahren Sinn erfährt sie dadurch, wenn sie von nun an weiter ergänzt, korrigiert und verfeinert wird. Dazu steht am Ende der neuen Seite ein Kontaktformular zur Verfügung. Darüber können weitere oder neue Schussvarianten, aber auch alternative Benennungen für bereits aufgeführte Schüsse gemeldet werden.

Schirmherrschaft und Redaktion des Kompendiums übernimmt einstweilen Christoph Jilo von Ylipulli Gießen. Neue Kreationen oder Vorschläge für Benennungen werden von ihm geprüft und in das vorliegende System eingepasst.

Christoph Jilo – euer Mann für den Ylipulli und den perfekten Dreher!

Damit das Projekt vor lauter Augenzwinkern nicht in völlige Beliebigkeit abdriftet, ist es wichtig, dass Neuaufnahmen sich im Spielbetrieb bewährt haben. Es sollte keinen Überbietungswettbewerb an kruden Formulierungen geben, sondern der Bezug zur Praxis gewahrt bleiben. Z. B. hat es Norman Kochs „Peli“ aus dreifacher Hinsicht verdient, in das Kompendium aufgenommen zu werden: 1) Weil er von Norman Koch ist. 2) Weil der Begriff in einem Interview offiziell genannt worden ist. 3) Weil er einen Schuss beschreibt, der bis dato keine Bezeichnung hatte. Oder der „Ylipulli“: Mittlerweile wird die Bezeichnung bereits bei Turniern verwendet und ist zudem Vereinsname. Bei außerordentlichen Na­mensgebungen wird der Pate genannt. Wer also einen „Peli“ schießt kann auch sagen: „Das war ein Koch.“

Ob die Schüsse die Torlinie letztendlich überqueren oder nicht, ist nicht von Belang. Aus diesem Grund kennt die vorliegende Auflistung den „Torwartschuss“, aber das „Torwarttor“ wird nur als Torsonderform erwähnt. Auch „Eckballtor“ oder „Kontertor“ sind nicht eigenständiges Element des Kompendiums, weil sie Resultat einer bestimmten Schusstechnik sind.

Ja, beim Tipp-Kick kann auch der Torwart zum Schuss kommen!

Tipp-Kick ist ungeahnte Vielfalt und nervenzehrende Unberechenbarkeit. Die vorliegende Liste belegt auch das und könnte in Zukunft auch durch Bild- und Videomaterial ergänzt werden. Wer über entsprechende Aufnahmen verfügt oder sich ermutigt fühlt, solche zu den beschriebenen Schussvariationen zu produzieren, ist herzlich eingeladen, sie an dieser Stelle einzureichen.

Viel Vergnügen mit dem Kompendium der Schüsse und bis bald an der Platte!

 

2. Bundesliga Südwest – 2016/17: Richtungsweisender Spieltag

Das Überraschungsteam des ersten Spieltages empfängt Hirschlanden II und den Aufsteiger aus Dortmund/Menden

Am vergangen Samstag empfing das Überraschungsteam des ersten Spieltages, die SG Rheinland/Düsseldorf, die Zweitvertretung aus Hirschlanden und die Aufsteiger aus Dortmund/Menden. Es sollte ein richtungsweisender Spieltag werden. Die rheinische SG hatte nach den sicherlich für viele überraschenden 3:1 Punkten gegen die Flinken Finger Bruck und den PWR aus Wasseralfingen die Möglichkeit, mit 4:0 Punkten den Klassenerhalt fast schon perfekt zu machen. Mit 7:1 Punkten sollte selbst bei drei Absteigern (falls zwei süd/west Vereine aus der 1. Bundesliga absteigen) nichts mehr passieren. Für die SG aus Dortmund/Menden und die Zweitvertretung aus Hirschlanden geht es ebenso, Punkte gegen den Abstieg zu sammeln.

Die Kader des Spieltages:

SG Rheinland/Düsseldorf: Biehl, Hansen, Helbig, Lennemann

SG TornaDO/Menden: Tegethoff, Hahn, Klare, Buß

Hirschlanden II: Stähle, Poetsch, Bräuning, Matanovic

 

SG TornaDO/Menden gegen SG Rheinland/Düsseldorf — 13:19 (56:65 Tore):

Nach einem ausgeglichenem Start setzte sich die SG aus dem Rheinland mit 2:6 ab und konnte den Vorsprung nach einer weiteren 2:2 Runde erneut weiter ausbauen, sodass der rheinische SG bereits nach 6 Runden beim Stand von 8:16 ein Punkt sicher war. In der siebten Runde konnte der an diesem Tag ungewohnt schwach spielende Dirk Hansen mit einem seiner zwei Unentschieden den Sack zu machen und den 17 Punkt einfahren (Spielstand 11:17). An Ende folge noch eine 2:2 Runde zum 13:19 Sieg für die SG Rheinland/Düsseldorf. Einzig Andreas Klare konnte auf der Seite der SG TornaDO/Menden positiv Punkten. Auf Seiten der SG Rheinland/Düsseldorf war Felix Lennemann mit 8:0 Punkten bei 23:8 Toren bester Akteur.

 

TKC Hirschlanden II gegen SG TornaDO/Menden — 21:11 (61:52 Tore):

Die SG TornaDO/Menden, welche nun unbedingt punkten musste, um sich etwas Luft im Abstiegskampf zu verschaffen, konnte das Spiel nach einer 3:1 Punkte Runde für Hirschlanden zu Beginn drehen und sich zur Halbzeit einen 7:9 Vorsprung erarbeiten. In der zweiten Hälfte drehten die Jungs aus Hirschlanden deutlich auf und konnten das Spiel zum 21:11 Endstand drehen. Hirschlanden holte in den letzten 4 Runden satte 14:2 Punkte und ließ der SG aus Dortmund/Menden keine Chance. Angeführt von einem starken Stefan Poetsch mit sehr guten 7:1 Punkten konnte sich Hirschlanden II im Abstiegskampf etwas Luft verschaffen und bringt dadurch die Jungs von der SG TornaDO/Menden ganz tief in den Strudel im Abstiegskampf. Bester Akteur auf Seiten der SG war Andreas Klare mit 6:2 Punkten.

 

SG Rheinland/Düsseldorf gegen TKC Hirschlanden II — 18:14 (53:45 Tore):

Zum Abschluss des Spielstages trafen nun die beiden siegreichen Teams aufeinander. Die Ergebnisse gegen die SG TornaDO/Menden ließ ein Spiel auf Augenhöhe erwarten. Der TKC Hirschlanden machte dort weiter, wo sie gegen die SG TornaDO/Menden aufgehört hatten. Sie legten direkt eine 4:0 Runde hin und brachten die rheinische SG direkt in Zugzwang. Diese konnte sich über die Zwischenstände von 0:4, 3:5, 6:6 und 8:8 zur Halbzeit wieder ins Spiel kämpfen und es entwickelte sich der bereits erwartete Krimi. Beflügelt von der Aufholjagt zeigte die SG nun, dass die 3:1 Punkte gegen Bruck und Wasseralfingen kein Zufall waren. Mit zwei 4:0 Runden zog man erneut auf 16:8 davon und hatte bereits nach sechs Runden das Unentschieden sicher. Hirschlanden jedoch wusste zu kontern und konnte eine 4:0 Runde zum zwischenzeitlichen 16:12 hinlegen. Nun kam es auf die letzte Runde an. Andreas Helbig spielte gegen Michael Bräuning, Dirk Hansen bekam es mit Robert Matanovic zu tun. Am Ende behielt Helbig, der in diesem Spiel mit 8:0 Punkten bei 20:5 Toren Matchwinner war, gegen Bräuning beim 4:2 die Nerven und sichert somit der SG aus Düsseldorf den zweiten Sieg im zweiten Spiel des Tages. Hansen verlor parallel gegen Matanovic 1:3. Am Ende hieß es 18:14 für die SG Rheinland Düsseldorf.

 

Zusammenfassung und Ausblick:

Die SG Rheinland/Düsseldorf geht als großer Gewinner aus diesem Spieltag. Mit nun 7:1 Punkten grüßen sie, für viele überraschend, von der Tabellenspitze. Die Flinken Finger aus Bruck und der PWR Wasseralfingen sind der SG jedoch deutlich auf den Fersen. In knapp drei Wochen findet schon der nächste Spieltag für die SG statt. Dort trifft man auf die Teams aus Kaiserslautern und Karlsruhe. Sollte das Team rund um Andreas Helbig und Felix Lennemann auch diesen Spieltag erfolgreich gestalten, könnte eine kleine Sensation vor der Türe stehen. Das Wort Aufstieg wird spätestens nach einem weiteren 4:0 Spieltag im Rheinland zum Gesprächsthema werden.

Hirschlanden kann zumindest etwas aufatmen, auch wenn man nach bereits 6 Spielen mit 5:7 Punkten noch nicht 100%tig den Klassenerhalt sicher hat. Zudem warten mit Karlsruhe und Bruck noch zwei starke Mannschaften am letzten Spieltag

Für den Aufsteiger aus Dortmund/Menden hingegen sieht es mit 3:9 Punkten bereits sehr nach Abstieg aus. Zwar liegt man zurzeit noch auf dem rettenden 7. Platz der Tabelle, jedoch warten mit dem PWR aus Wasseralfingen und der Reserve aus Kaiserslautern zwei spielstarke Mannschaften. Will man sicher in der Liga bleiben, benötigt man wohl mindestens 2, eher 3 Punkte aus den letzten beiden Spielen.

 

 

1. Norddeutsche Amateurmeisterschaft: 8 Teilnehmer und viel Spaß!

Einige Bemerkungen vorab

Nach langer Zeit gab es mal wieder ein Tipp-Kick-Turnier für Amateure. Doch was ist ein Tipp-Kick-Amateur überhaupt, sind wir nicht alle Amateure? Nein, sagen die Delligser Ausrichter ganz klar, für uns sind Amateure Tipp-Kick-Interessierte, die nicht in der Rangliste gelistet sind und nicht in einer Mannschaft eines Vereines spielen.

Und so fanden sich dann am Samstag mittag 8 Amateure ein, bereit das Abenteuer Tipp-Kick zu starten. Zwei Damen, Jana und Sina, sowie die männlichen Pendants Fabian, Maik, Mark, Markus, Raphael und René. Und der letztgenannte, er war der Star: René war extra aus Tschechien angereist. Ein Exot oder ein Unikum? Ein Porträt, weiter unten, wird ihn uns vorstellen.

Begleitet wurden die Neulinge vom Tipp-Kick-Guru höchstpersönlich: Bernd Weber aus Aalen erklärte unermüdlich die Regeln, zeigte immer wieder mögliche Schußtechniken und notierte die Ergebnisse.

 

Die Gruppenphase

Die 8 Amateure spielten ein Miniturnier in 2 Vierergruppen an 2 Platten: und es ging gleich spannend los: Jana siegte knapp mit 1:0 gegen Fabian, und René aus Tschechien verlor gegen den Youngster Raphael aus Drispenstedt mit 3:7. Ja, im Drispenstedter Tipp-Kick-Verein werden die Talente vorzüglich gefördert. Es folgten knappe Ergebnisse, Unentschieden und ganz deutliche Klatschen. Wie im echten Leben eines Tipp-Kick-Profis … Doch das entscheidende war der Spaß und den spürte man bei allen Teilnehmern. Und auch den Ehrgeiz, gewinnen wollte jede und jeder. Der Tipp-Kick-Virus streckte seine ersten Fühler aus …

6 Spiele pro Gruppe und dann mußte gerechnet werden: In Gruppe „A“ hatten Jana, Maik und Mark 4:2 Punkte und der Dreier-Vergleich mußte über den Halbfinaleinzug entscheiden. Es traf Jana, die unglücklicherweise nach zwei Siegen ein Spiel zu hoch verloren hatte. Schade!

In der Gruppe „B“ war es dagegen nicht so kompliziert: Markus setzte sich mit 5:1 Punkten gegenüber Raphael (4:2 Pkte.) durch. Der weitgereiste René kam nach zwei Unentschieden und einer Niederlage immerhin auf Platz 3.

 

Das Halbfinale

Maik gegen Raphael sowie Mark gegen Markus. Raphael war nun wach, die Nervösität war wie weggeblasen und spielte seinen Gegner mit 7:4 fast an die Wand. Mark als Zweiter der „Gruppe A“ gewann mit 3:2 sehr knapp gegen Markus, der die „Gruppe B“ noch beherrscht hatte. So läuft das im Tipp-Kick, es gewinnt bei k.-o.-Spielen nicht immer der Bessere!

 

Das Spiel um Platz 3

Das Spiel Maik gegen Markus endete 5:4, es wogte hin und her und die Zuschauer bestaunten viele schöne Tore.

 

Das Finale

Raphael gegen Mark lautete das Finale. Es war spannend, es war dramatisch. Die Zuschauer drückten die Daumen, doch es nützte (noch) nichts, denn das Spiel endete unentschieden. So mußte die Verlängerung her. Dann der Jubel, fast Tränen der Freude, der Youngster aus Drispenstedt gewann mit 4:3 n.V. Glückwunsch, Raphael!

 

Ein großes Dankeschön an Bernd Weber, der diese Norddeutsche Amateurmeisterschaft von der ersten Minute an begleitete, aber auch der Firma Mieg, die die vielen Sachpreise sponsorte!

 

Porträt: René Chytrý

René Chytrý, 46 Jahre alt, stammt aus Nymburk, einer Kleinstadt in Mittelböhmen und – man glaubt es kaum – die an der Elbe liegt. Die erste Frage, wie es kommt, dass sich Tipp-Kick bis 50 km östlich von Prag „verirrt“ haben kann, beantwortet der sympathische und fast perfekt deutsch sprechende Tipp-Kick-Amateur mit einem Lächeln: Er sei in den 70er Jahren aus politischen Gründen nach Deutschland gekommen. Dort hätte er dann das Tipp-Kick-Spiel kennengelernt. Heute ist er selbstständig und pendelt beruflich zwischen Deutschland und Tschechien. Er bringt Möbel zur Restauration nach Tschechien. Bei einer Haushaltsauflösung fand er ein altes Tipp-Kick-Spiel und das Feuer war wieder entfacht. Aber er betont, dass er kein Exot in Tschechien sei: es gäbe etwa 20 Tipp-Kick-Interessierte in Tschechien. Auf Facebook finden sich diese unter den Begriffen „TippKick Bohumín“ und er selbst unter „Tipp Kick Nymburk“. So soll am 20. Mai ein erstes großes Tipp-Kick-Turnier in Olmütz

stattfinden. Das sind mal lockere 600 km und 7 Stunden Fahrt von Berlin in südsüdöstliche Richtung. Spannender ist die Frage: wie hat René das Tipp-Kick-Spielen erlernt? Die Regeln und alles andere? Auch hier folgt eine Überraschung: die Spieler kaufen sich die tschechischen Tipp-Kick-Freunde bei ebay. Den Regel-Beipackzettel von Mieg hat einer von Ihnen auf tschechisch übersetzt und bildete die erste Grundlage. Das weitere Knowhow wird youtube entnommen. René und seine tipp-kick-begeisterten Freunde haben sich einfach alle dort eingestellten Filme angesehen und die Regeln mehr oder weniger adaptiert. Also, DTKV, professionelle Filme produzieren und einstellen! Vom Turnier in Delligsen war René tief beeindruckt. Viele neue Erkenntnisse und Tipp-Kick-Freundschaften wird er mit nach Hause nehmen! Na shledanou, René!

57. Norddeutsche Einzelmeisterschaft: Jens König triumphiert zum 5. Mal!

Mit dem 4:3 n.V. gegen Jonathan Weber (PWR ´78 Wasseralfingen) siegte Jens König nach 1997, 2003, 2004 und 2006 bereits zum 5. Mal bei der Norddeutschen Einzelmeisterschaft. Durch diesen Titel zog er mit dem großen Normann Koch gleich, der ebenfalls 5 mal im Norden jubeln durfte.

111 Teilnehmer belohnten den Delligser SC für eine tolle Vorbereitung des Turnierwochenendes. Doch nicht nur die Quantität, sondern auch die Qualität der Teilnehmer stimmte: Neben der Nummer 1 der Turnierrangliste, Fabio de Nicolo, die ihren Halbbruder Marc Koschenz endlich mal wieder für ein Turnier begeistern konnte, waren 10 weitere Spieler aus den Top 16 vor Ort.

Tobias Nickel wusste zu überzeugen!

In 5er- und 6er-Gruppen wurde in vier Runden bis zur Endrunde, in der nur noch 12 Akteure teilnahmeberechtigt waren, hart ausgesiebt. Beachtlich war die Leistung von Tobias Nickel (TKC 1986 Gevelsberg), der sich sichtlich zufrieden bis in die Runde der letzten 24 vorkämpfte und damit sein bisher bestes Turnierergebnis erzielte.

Endrunde

Gruppe A

Teilnehmer:

Frank Hampel (TKC Gallus Frankfurt), Michael Kalentzi (Schlachtenbummler Bochum), Marc Koschenz (TKV Grönwohld), Dirk Kandziora (TFB 77 Drispenstedt), Christian Kuch (Celtic Berlin), Jonathan Weber (PWR ´78 Wasseralfingen)

Runde 1

In der ersten Runde ließ Hampel beim 5:1 Kalentzi keine Chance, ebenso dominierte Marc Koschenz seine Partie gegen Dirk Kandziora und fertigte seinen Gegner mit 6:2 ab. Einzig Kuch und Weber lieferten sich ein Duell auf Augenhöhe, wobei das Glück beim 3:4 auf der Seite des PWRlers war.

Runde 2

Koschenz machte in der zweiten Partie da weiter, wo er zuvor aufgehört hatte, im Gegensatz zu seinem Gegner Hampel, der den Schwung aus dem ersten Sieg nicht mitnehmen konnte. Die Partie ging mit 4:2 an Koschenz. Dasselbe Ergebnis erzielte Weber im Duell mit Kandziora. Der Altmeister – an diesem Tag so stark wie schon lange nicht mehr – war zwar immer nah an der Überraschung dran, aber es sollte nicht reichen. Das Duell Kalentzi – Kuch endete leistungsgerecht 2:5.

Runde 3

Während Kalentzi auf der einen Platte Koschenz beim 3:3 einen Punkt abrang, hatte Kuch beim 3:1 gegen Kandziora keine Probleme. In einem knappen Spiel trennten sich Weber und Hampel 4:3.

Runde 4

Sehr überraschend hatte Weber, der mit einem Sieg den Finaleinzug bereits klar machen konnte, gegen Kalentzi beim 4:6 das Nachsehen. Gleichzeitig gewann Hampel 2:0 gegen Kandziora und Kuch fügte Koschenz mit 5:2 eine herbe Niederlage zu. Durch diese Ergebnisse ging es im letzten Durchgang nun darum, ob Koschenz, Kuch oder Weber in das Finale vorrücken würden.

Michael Kalentzi (links) spielte in Delligsen ein ganz starkes Turnier!

Runde 5


Die Situation vor der abschließenden Runde war klar: Das 4:1 von Kandziora gegen Kalentzi war für den Finaleinzug nebenrangig. Kuch musste mindestens einen Punkt gegen Hampel holen und auf einen Ausrutscher von Weber hoffen, um noch ins Finale einzuziehen. Dieser hatte mit einem Sieg den Finaleinzug selbst in der Hand. Allerdings musste er gegen Koschenz ran, der bei einem Sieg bei gleichzeitiger Niederlage von Kuch der lachende Dritte gewesen wäre. Koschenz ging in der ersten Halbzeit durch ein zwischen Abwehrspieler und Torwart platziertes Brett in Führung. Zur Halbzeit stand er sogar im Finale, da Kuch auf der Nebenplatte gegen Hampel hinten lag. Die Führung verwaltete der Grönwohlder gekonnt, weil Weber bis zur Mitte der zweiten Halbzeit zu passiv war. Doch mit einem sehenswerten Dreher aus der eigenen Hälfte gelang ihm noch der Ausgleich zum 1:1. Nun war das Duell eines auf Augenhöhe. Mit all seiner Technik spielte sich Koschenz ca. 30 Sekunden vor Schluss in den Strafraum. Zentral gelegen hämmerte er den schwarz-weißen Ball mit voller Wucht an die Latte! Mit mehr Glück als Verstand spielte Weber das Spiel zu Ende, um durch das 1:1 ins Finale einzuziehen, weil Kuch 1:3 gegen Hampel verlor.

 

Gruppe B

Teilnehmer:

Michael Kaus (TKC Gallus Frankfurt), Philipp Baadte (1. TKC Kaiserslautern ´86), Patrick Malessa (Celtic Berlin), Jens König (1. TKC Kaiserslautern ´86), Mathias Hahnel (1. TKC Kaiserslautern), Artur Merke (TKC 71 Hirschlanden)

Runde 1

Die drei vereinsinternen Duelle der Kaiserslauterer brachten den Spielplan durcheinander. In der ersten internen Runde traf Hahnel auf Baadte, den er 2:1 schlug. Kaus und Malessa wiederholten ihr Finalspiel bei der Deutschen Meisterschaft 2016, das wieder mit 3:1 an den Frankfurter ging. König fertigte Merke mit 6:3 ab.

Damals wie heute trennten sich Malessa (links) und Kaus 1:3!

Runde 2

König und Hahnel trennten sich diplomatisch 5:5, während Baadte und Merke jeweils 2:1 gegen Malessa bzw. Kaus gewinnen sollten.

Runde 3

Baadte und König lieferten sich beim 4:5 ein packendes Duell, der dritte Lauterer, Hahnel, sah beim 1:6 gegen Kaus kein Land. Malessa zeigte eine Leistungssteigerung nach den ersten beiden Runden und besiegte Merke mit 4:1.

Runde 4

In der vorletzten Runde traf Merke auf Hahnel, den er mit 2:1 knapp hinter sich lassen konnte. König unterstrich seine Ambitionen beim 5:2 gegen Malessa und Kaus trennte sich von Baadte mit 5:5 in einem hochklassigen Spiel.

Runde 5


Alle Augen waren in der abschließenden Runde auf das Duell Kaus gegen König gerichtet. Während Kaus mit 5:3 Punkten unbedingt gewinnen musste, reichte König ein Unentschieden für den Finaleinzug, weil er durch seine 7 Punkte besser vorgearbeitet hatte. Befreit aufspielend reichte das Endergebnis für den König, um abermals in ein großes Finale einzuziehen.

 

Das Finale

Es kam also zur Neuauflage des Finale der Ostdeutschen Einzelmeisterschaft 2013. Dem damals 18-jährigen Jonathan Weber reichte eine 3:1-Halbzeitführung nicht zum ersten großen Coup, weil Jens König in der zweiten Halbzeit aufdrehte und noch fünf Buden machte!

König, einer der technisch versiertesten Tipp-Kicker, ist finalerfahren wie kaum ein anderer: Neben 3 Deutschen Meistertiteln sammelte die Nummer 2 der DTKV-Hall-of-Fame bereits 11 Sektionstitel. Insbesondere durch seinen überraschenden Tranfser nach Kaiserslautern zeigte er sich bei den letzten Spielen deutlich verstärkt auf der Torhüterposition.

Weber – durch diesen Finaleinzug seit 2013 mindestens einmal pro Jahr in einem großen Finale vertreten – hat den Tipp-Kick-Sport in die Wiege gelegt bekommen. Als Sohn des Materialgurus Bernd Weber wurde er bereits früh mit dem Tipp-Kick-Virus infiziert. Mit seiner unkonventionellen Spielweise und dem unbändigen Ehrgeiz ist er immer für eine Überraschung gut.

Schnell ging König mit 1:0 in Führung und er legte zügig zum 2:0 nach. Beeindruckt von dieser Geschwindigkeit brauchte Weber einige Minuten, um ins Spiel zurückzukommen. Doch noch vor der Halbzeit sollte der 2:1-Anschlusstreffer fallen. Die Situation war also eine andere als vier Jahre zuvor, als Weber die Führung zur Halbzeit verspielte. Genau dieser Gedanke ging dem Schwaben durch den Kopf und so kämpfte er sich wieder ins Spiel und ging über das 2:2 sogar 3:2 in Front. Doch König ließ nicht locker und glich 90 Sekunden vor Spielende noch aus. Mit dem 3:3 ging es also in die Verlängerung, die zweimal zwei Minuten dauern sollte.

In der Verlängerung zahlte sich die größere Erfahrung des Königs aus. Durch einen haltbaren Schuss ging er im Finale in Führung, weil Weber völlig übermotiviert mit dem Torhüter vorbeigriff. Dies ließ sich der Familienvater nicht mehr nehmen und so krönte er sich verdient zum Norddeutschen Einzelmeister. Herzlichen Glückwunsch!

Pünktlich zum Spielende, als Jens König die ersten Glückwünsche entgegen nahm, gingen in der Delligser Sporthalle die Lichter aus – die Zeitschaltuhr war auf 23 Uhr gestellt. Die Veranstalter starben bereits 1000 Tode in der Verlängerung, in der es zeitweise nach einem Wiederholungsspiel roch.

Sachen gibts! Das erste Siegerfoto, bei dem ein Strahler nachhelfen musste

 

BEWERTUNG Turnierwochenende in Delligsen

GESAMTBEWERTUNG 3,57 von 5 Sternen
Veranstaltungsdatum: 11. und 12. März 2017
Ausrichter: Delligser SC
Internet: tippkick-delligsen.jimdo.com
Spielort: Sporthalle August-Reuter-Str., Delligsen
Teilnehmer: 111
Turniersieger: Jens König (1. TKC Kaiserslautern ´86)
STARTGELD (Höhe, U18, Pokale, Preise) ****
RÄUMLICHKEITEN (Parkgelegenheiten, Licht in der Halle, Platz an der Platte, Sitzgelegenheiten, Luftzirkulation) ****
PLATTENQUALITÄT (Qualität, Quantität, Böcke) ***
TURNIERABLAUF (Beginn, Ende, Pausenlänge, Ansprache durch Veranstalter, Alkohol in der Halle) **
VERPFLEGUNG (Quantität, Vielfalt, Kühlung Getränke, Preise) *****
SANITÄRE ANLAGEN (Anzahl, ausreichendes Klopapier u. Trockentücher, zwischenzeitl. Reinigung) ****
SONSTIGES (Einladung zur Veranstaltung, Nachbereitung auf Homepage) ***

BEWERTUNGSSKALA:

Maximal werden 5 Sterne vergeben.

Gesamtbewertung = Summe aller Einzelbewertungen dividiert durch die Anzahl der Einzelbewertungen.

Südpokal 2017: Trophäe geht nach Frankfurt

Die Qualifikation um die fünf Startplätze der Sektion Süd fand am 5. März 2017 in Balingen statt. Mit 12 gemeldeten Teams (11 Teams waren am Start, ein Team musste absagen) wurde wie folgt gespielt: Die Teams wurden aus einem Lostopf in 4 Gruppen mit je 3 Mannschaften gelost. Die Gruppensieger und der Sieger der 4 Gruppenzweiten sind für das bundesweite Pokal-Play-Off am 13. und 14. Mai in Delligsen qualifiziert. Zusätzlich spielten die Gruppensieger noch den „Südpokal“ aus, welchen sich der TKC Gallus Frankfurt durch ein 21:11 im Finale gegen den PWR ´78 Wasseralfingen sicherte.

Vorrunde

Am Vorabend wurde im Balinger Kulturbahnhof unter Anwesenheit vieler Beteiligten die Auslosung vollzogen. Es ergaben sich folgende Konstellationen:

Gruppe 1:

In Gruppe 1 traf Amberg auf die SGs aus der Schweiz und dem Rheinland. Betrachtete man sich vor dem Pokalwettbewerb die Kader, mit denen die Teams antreten wollten, wäre den Bayern die klare Favoritenrolle in dieser Gruppe zugefallen. Aufgrund der krankheitsbedingten Absagen von Leader Thomas Krätzig und Rückkehrer Sebastian Wagner aber mussten andere in die Bresche springen: So traten Peter Tuma, Dominik und Heinz Steib, Christian Kraus und Arndt Schotmann für die Amberger an die Platten. In dieser Konstellation war diese Gruppe die ausgeglichenste in diesem Wettbewerb.

OTC 90 Amberg – SG Hotspurs/Leppard 18:14 (54:49)

Im ersten Duell setzten sich die Amberger knapp gegen die Schweizer in der Formation Daniel Nater – Markus Kälin – René Gerber – Christian Meister durch. Die Vorentscheidung fiel in der vorletzten Runde, als Tuma beim 7:1 gegen Kälin brillierte und den Sack zumachte. In der letzten Spielrunde gelang den Eidgenossen nur noch Ergebniskorrektur, indem sie 3 weitere Punkte sammelten.

SG Rheinland/Düsseldorf – OTC 90 Amberg 15:17 (61:53)

Die SG Rheinland/Düsseldorf schickte folgendes Team ins Rennen: Georg Lortz, Dirk Hansen, Stefan Biehl, Felix Lennemann. Im Duell mit Amberg versprach dieser Kader ein Duell auf Augenhöhe, was den Zuschauern auch geboten wurde: Bis zur letzten Spielrunde war die Partie offen, wobei die Bayern zu diesem Zeitpunkt mit 15:13 führten. Während Biehl im Duell der bisher Punktlosen mit Schotmann ein Feuerwerk abbrannte und seine Aufgabe beim 8:2 mit Bravour löste, verlor Hansen auf der anderen Platte überraschend gegen Kraus mit 2:5. Durch diese Ergebnisse gewann die Amberger Rumpftruppe mit 17:15 und stand damit bereits als Gruppensieger fest.

SG Hotspurs/Leppard – SG Rheinland/Düsseldorf 9:23 (36:60)

Im letzten Duell ging es neben der Ehre um den zweiten Tabellenplatz, welcher zur Qualifikationsrunde um den fünften Startplatz für Delligsen berechtigte. Vor dem Duell war bereits klar, dass Rheinland/Düsseldorf ein Unentschieden reichen würde, da sie das Duell gegen Amberg knapper verloren hatten als die Konkurrenz. Während es nach zwei Runden 4:4 unentschieden stand, war die dritte Runde spielentscheidend, in der Hansen und Lortz gegen Kälin und Gerber vierfach punkteten. Diesen Vorsprung wussten die Deutschen gekonnt auszubauen, sodass am Ende ein ungefährdetes 23:9 zu Buche stand. Inbesondere die geschlossene Mannschaftsleistung (dreimal 6 und einmal 5 Punkte) machte den Unterschied aus. Deshalb durfte Rheinland/Düsseldorf weiter auf die Qualifikation für Delligsen hoffen.

PL Team Sp S U N Pkt. Sp.-Pkt. Tore Diff.
1 OTC 90 Amberg 2 2 0 0 4:0 35:29 107:110 -3
2 SG Rheinland/Düsseldorf 2 1 0 1 2:2 38:26 121:89 +32
3 SG Hotspurs/Leppard 2 0 0 2 0:4 23:41 85:114 -29

 

Gruppe 2:

Gruppe 2 bestand aus den Teams aus Nürnberg, Wasseralfingen und Fürstenfeldbruck. Da die Letztgenannten leider kurzfristig absagen mussten, trafen die Franken in einem direkten Endspiel auf die Schwaben.

TKC Nürnberg – PWR ´78 Wasseralfingen 10:22 (39:66)
Favorit war ganz klar der Zweitligist aus Wasseralfingen, auch wenn dieser krankheitsbedingt auf Stammspieler Jakob Weber verzichten musste. Für ihn wurde Youngster Felix Weishaupt eingesetzt, der an diesem Tag wertvolle Spielpraxis sammeln sollte. Die Nürnberger setzten auf das eingespielte Team Hans Kraus, Hermann Frank, Peter Dobler und Felix Berger. In der ersten Spielrunde konnten diese noch mithalten, aber spätestens in der zweiten Runde zog der Favorit an und ging in Führung. Diese bauten die Weishaupt-Brüder und Jonathan Weber immer weiter aus, sodass das Duell 10:22 endete. Entscheidend für den Spielverlauf waren die 16 Punkte, die Christoph Weishaupt und Jonathan Weber sammelten. Auf Nürnberger Seite hielt lediglich Hans Kraus mit 4 Punkten dagegen. Damit waren die Wasseralfinger für das Halbfinale und Delligsen qualifiziert.

PL Team Sp S U N Pkt. Sp.-Pkt. Tore Diff.
1 PWR 78 Wasseralfingen 2 2 0 0 4:0 54:10 146:39 +107
2 TKC Nürnberg 2 1 0 1 2:2 42:22 119:66 +53
3 Flinke Finger Bruck 2 0 0 2 0:4 0:64 0:160 -160

Gruppe 3:

Nicht eine, nicht zwei, sondern gleich alle drei Mannschaften des Gastgebers aus Balingen sollten in Gruppe 3 gelost werden – man kann sagen, was man will, aber gegen die öffentliche Auslosung war nichts auszusetzen! Somit hatten die Balinger bereits am Samstagabend einen Grund zum Feiern: eine Mannschaft würde auf jeden Fall das Ticket nach Delligsen lösen. Es stellte sich nur die Frage, welche Mannschaft sich durchsetzen würde, da die Teams sehr ausgeglichen aufgestellt waren.

Headbangers III – Headbangers II 30:2 (100:29)

Im ersten Balinger Duell ließ die Dritte in der Formation Frank Sauter, Marco Germeroth, Rüdiger Albrecht und Dawood Malik dem Jugendteam mit Bruno Wilke, Benny Reindler und Junaid Malik, das durch Björn Seyfarth komplettiert wurde, keine Chance. Lediglich Albrecht und Germeroth ließen jeweils einen Punkt gegen Seyfarth liegen. Sauter und D. Malik wiesen eine weiße Weste auf und waren die Garanten für den Erfolg.

Headbangers I – Headbangers III 20:12 (63:64)

Als nächstes stieg mit der ersten Headbangers-Mannschaft das Homscheidt-Team in das Geschehen ein. Lukas überredete seine Söhne Carlo und Leon sowie seinen Enkel Sam Natke, gemeinsam eine Mannschaft zu bilden. Gegen die dritte Mannschaft sollte diese Aufstellung erfolgreich sein: Zwar holte Nachwuchshoffnung Sam keinen Punkt, aber weil Carlo und Leon jeweils acht holten, reichte die ausgeglichene Bilanz des Seniors Lukas für den Sieg. Auf der anderen Seite knüpfte lediglich D. Malik an die guten Leistungen aus der ersten Partie an und holte vier Punkte.

Headbangers I – Headbangers II 26:6 (65:42)

Abschließend traf das favorisierte Homscheidt-Team auf das Nachwuchsteam. Dieser Rolle wurde die Familie auch gerecht: Lukas, Carlo und Leon behielten eine weiße Weste bei jeweils 8 Punkten und sogar Sam durfte sich über 2 Punkte freuen. Der Jubel war groß, als die interne Mannschaftsmeisterschaft entschieden war.

PL Team Sp S U N Pkt. Sp.-Pkt. Tore Diff.
1 Headbangers Balingen I 2 2 0 0 4:0 46:18 128:106 +22
2 Headbangers Balingen III 2 1 0 1 2:2 42:22 164:92 +72
3 Headbangers Balingen II 2 0 0 2 0:4 8:56 71:165 -94

Gruppe 4:

Irgendwie konnten einem die Jungs aus Gießen schon leid tun: Hochmotiviert kamen sie nach Balingen, um dann in einer Gruppe auf die beiden Bundesligisten aus Frankfurt und Kaiserslautern zu treffen. Die Hessen bewiesen sprichwörtlich Galgenhumor, indem sie selbstbewusst vom anvisierten Gruppensieg sprachen.

TKC Gallus Frankfurt – 1. TKC Kaiserslautern ´86 17:15 (55:52)

Das für viele vorgezogene Finale versprach höchste Spannung. Während die Lauterer extra Philipp Baadte (immerhin Deutscher Meister 2015) anreisen ließen, zogen die Frankfurter mit Beni Buza einen zweimaligen Deutschen Meister aus dem Hut. Außerdem trugen Michael Kaus, Alex Beck und Frank Hampel auch mindestens einen DEM-Titel. Am Ende war das Glück auf Seiten der Hessen: Mit 17:15 ließen sie ihre Konkurrenz so knapp wie möglich hinter sich. Vor der letzten Spielrunde stand es noch 14:14. Kaus und Baadte trennten sich 2:2, sodass die Entscheidung in der Partie Beck – Fabian Werle fallen musste. Hier ließ Beck mit all seiner Routine nichts anbrennen und setzte sich 4:2 gegen den aufstrebenden Gegner durch. Entscheidend war die geschlossenere Mannschaftsleistung, aus der Michael Kaus mit 6 Punkten herausstach. Den Lauterern reichten 7 Punkte von Philipp Baadte nicht, weil alle anderen zusammen nur 8 Zähler holten.

Ylipulli Gießen – TKC Gallus Frankfurt 5:27 (46:76)

Im hessischen Duell waren die Karten klar verteilt: Alles andere als ein Sieg der Frankfurter wäre ein Wunder gewesen. Dennoch waren die Gießener bereit, sich dieser schweren Aufgabe zu stellen und den Gegner zu ärgern. Bedenkt man, dass viele knappe Einzelergebnisse zugunsten der Frankfurter ausfielen, war der 27:5-Sieg etwas zu hoch. Jeweils 7 Punkte von Buza, Beck und Kaus hätten schon für einen Sieg gereicht. Dass Hampel mit 6:2 Punkten die „schwächste“ Einzelleistung der Frankfurter ablieferte, war bezeichnend für den Klassenunterschied. Nach zwei Spielen standen die Titelverteidiger also als Gruppensieger fest.

  1. TKC Kaiserslautern – Ylipulli Gießen 23:9 (68:50)

Im abschließenden Gruppenspiel ging es um Platz 2. Hier rechneten sich die Ylipullies größere Chancen als im Duell zuvor aus. Allerdings zeigten die Lauterer um den stark aufspielenden Michael Link (8:0 Punkte) eine enorme Leistungssteigerung und den absoluten Willen, die Pokalqualifikation über Umwege zu schaffen. Von der ersten Runde an lagen die Pfälzer in Führung, die sie immer weiter ausbauten. Jens Jepp hielt mit aller Macht dagegen, aber seine 4 Punkte reichten nicht, um den Gegner unter Druck zu setzen.

PL Team Sp S U N Pkt. Sp.-Pkt. Tore Diff.
1 TKC Gallus Frankfurt 2 2 0 0 4:0 44:20 131:98 +33
2 1. TKC Kaiserslautern ’86 2 1 0 1 2:2 38:26 120:105 +15
3 Ylipulli Gießen 2 0 0 2 0:4 14:50 96:144 -48

 

Halbfinale

Ausgelost wurden die folgenden Partien:

TKC Gallus Frankfurt – Headbangers Balingen I 30:2 (104:28)

Keine Zweifel ließen die Titelverteidiger aus Frankfurt im Duell mit den Balingern aufkommen. Lediglich Carlo Homscheidt konnte Beni Buza beim 6:5 zwei Punkte abringen und so eine Blamage abwenden.

PWR ´78 Wasseralfingen – OTC 90 Amberg 19:13 (75:65)

Beide Teams waren nominell auf Augenhöhe. Diese Ausgeglichenheit spiegelte sich auch im Spielverlauf wider: die ersten fünf Runden endeten jeweils 2:2, sodass es 10:10 stehen sollte. Doch im 6. Durchgang legten die Wasseralfinger in Form Christoph und Uli Weishaupt einen Gang zu. Christoph gewann 7:0 gegen Heinz Steib und Uli ließ beim 7:3 gegen Christian Kraus nichts anbrennen. Beim Stand von 14:10 war es nur noch Formsache, mindestens 3 Punkte zu sammeln. Ein wichtiger Faktor für den Wasseralfinger Erfolg war die starke Mannschaftsleistung: Während Felix Weishaupt leider leer ausgingen, holten seine Teamkameraden 5, 6 und 8 Punkte. Als einziger Amberger konnte Peter Tuma mit 6:2 Punkten mithalten.

 

Das Finale

TKC Gallus Frankfurt – PWR ´78 Wasseralfingen 21:11 (74:50)

Wie schon in der Saison 2010/2011 lautete die Partie Frankfurt gegen Wasseralfingen. Auf Frankfurter Seite waren damals wie heute Alex Beck, Frank Hampel und Michael Kaus beteiligt, während Uli Weishaupt und Jonathan Weber auch bei der 15:17-Niederlage für Wasseralfingen an die Platten traten. Selbst in Bestbesetzung wäre es für die Wasseralfinger schwer geworden, an die damalige Leistung anzuknüpfen. Schon in der ersten Spielrunde machten die Frankfurter ernst und gingen mit 4:0 in Führung. Zwar wussten die Wasseralfinger in Form von Uli Weishaupt und Jonathan Weber immer wieder kleine Nadelstiche zu setzen, aber der Qualitätsunterschied war eindeutig spürbar. Im Schongang machten die Titelverteidiger den Titel klar: Kein Spieler wies eine negative Punktausbeute auf und das Endergebnis fiel in dieser Höhe auch gerechet aus. Dennoch waren die Wasseralfinger zufrieden mit ihrer Leistung: Für die restliche Zweitliga-Saison wollen sie aus dieser Leistung Energie generieren. Felix Weishaupt bewies ein großes Kämpferherz und gab nie auf. Bleibt er am Ball, kann der PWR in wenigen Jahren auf einen weiteren Leistungsträger zählen.

Zum wiederholten Male sicherten sich die Frankfurter Seriensieger den Südpokal, Glückwunsch an Frank Hampel, Beni Buza, Alex Beck und Michael Kaus!

 

Spiel um Platz 5

Im Spiel um Platz 5, der zur Teilnahme am DTKV Pokal berechtigte qualifizierten sich die Teams aus Kaiserslautern und Rheinland/Düsseldorf

  1. TKC Kaiserslautern ´86 – SG Rheinland/Düsseldorf 25:7 (71:42)

Favorisiert gingen die Pfälzer um Philipp Baadte ins Rennen. Dieser Rolle wurden sie auch gerecht. Durch viele deutliche Ergebnisse und dem nötigen Glück in den knappen Partien qualifizierten sie sich durch ein 25:7 für die Pokalendrunde. Insbesondere die Topspieler Mathias Hahnel und Philipp Baadte zeigten mit je 8:0 Punkten den unbändigen Willen, dieses Spiel zu gewinnen. Stefan Biehls 4 Punkte reichten nicht aus, um die SG nochmals ins Spiel zu bringen.

 

Alle Ergebnisse könnt ihr auch hier nachlesen.

 

 

 

1. Bundesliga – 2016/17: Wer macht den nächsten Schritt?

Am 26.3. ist es so weit: Der 3. Spieltag der Bundesliga-Saison 2016/2017 steht an! Wer kann im Jahr 2017 an die guten Leistungen anknüpfen und wer kann eine Leistungssteigerung zeigen? Schon an diesem Spieltag kann vieles im Abstiegskampf und im Fight um die Play-Offs entschieden werden.

Während die Teams zwischen Platz 1 und 5 um die Play-Off Plätze spielen, geht es für die restlichen vier Teams um den Abstieg. Von der Tabellenspitze grüßt der 1. TKC Kaiserslautern ´86, wobei Celtic Berlin, der TKV Grönwohld und der TKC 71 Hirschlanden ebenfalls mit 6:2 Punkten folgen. Im Gegensatz dazu kann der TKV Jerze am Tabellenende noch nichts Zählbares aufweisen. Für den Veranstalter der Deutschen Einzelmeisterschaft 2017 wird es im Abstiegskampf sehr eng, da er noch gegen zwei Topteams antreten muss.

 

Spiele in Hirschlanden

  • 11:00 Uhr: TKC 71 Hirschlanden – TKC Preußen Waltrop
  • 13:00 Uhr: TKC Preußen Waltrop – OTC 90 Amberg
  • 15:00 Uhr: OTC 90 Amberg – TKC 71 Hirschlanden

Während der Gastgeber aus Hirschlanden alles dafür geben wird, um vier Punkte für die Play-Off Qualifikation zu sammeln, stecken die Teams aus Amberg und Waltrop tief im Abstiegskampf. Gerade das direkte Duell sorgt für Spannung, weil die Kader sehr ausgeglichen sind. Vieles kommt auf die Leistungen der Punktegaranten Thomas Krätzig (Amberg) und Holger Wölk (Waltrop) an, vielleicht entscheidet sogar das Ergebnis dieser Partie das gesamte Spiel. Ein Punktgewinn der beiden Außenseiter gegen Hirschlanden wäre eine Sensation, wobei die Amberger am 2. Spieltag mit dem Sieg gegen Celtic Berlin bereits bewiesen haben, dass immer mit ihnen zu rechnen ist.

Kann Peter Tuma (r.) mit seinen Ambergern den entscheidenden Schritt im Abstiegskampf machen?

Prognose der Redaktion:

Hirschlanden holt vier Punkte. Das Duell zwischen Waltrop und Amberg wird in der letzten Runde entschieden, wobei die Amberger die Nase vorne haben werden.

 

Spiele in Grönwohld

  • 11:00 Uhr: TKV Grönwohld – TKC Gallus Frankfurt
  • 13:00 Uhr: TKC Gallus Frankfurt – Celtic Berlin
  • 15:00 Uhr: Celtic Berlin – TKV Grönwohld

Die Top-Paarungen an diesem Spieltag findet man in Grönwohld! Sage und schreibe 29 Titel bei Sektionsmeisterschaften und der Deutschen Einzelmeisterschaft haben die 12 Stammspieler gewonnen und zahlreiche weitere Auszeichnungen kommen noch hinzu. Während sowohl Grönwohld als auch Berlin jeweils 6 Punkte aufweisen können, müssen die Frankfurter abliefern, um mit den Kontrahenten gleichzuziehen: Den Hessen liegt der 1. Spieltag noch schwer im Magen, an dem sie leer ausgegangen waren. Motiviert vom Triumph beim Südpokal dürften die Frankfurter alles geben, um die Play-Offs zu erreichen. Die Kelten aus Berlin müssen voraussichtlich auf das Kämpferherz von Patrick Malessa verzichten, der familiär bedingt verhindert ist. Dennoch dürften die anderen Berliner Kuch, Gottschalk, Horchert und Lorenzen motiviert genug sein, den Kontrahenten zu zeigen, dass sie dieses Jahr ganz heiß auf den Meistertitel sind.

Prognose der Redation:


In Grönwohld ist alles offen und die Partien bleiben bis zur letzten Sekunde spannend!

 

Spiele in Kaiserslautern

  • 10:00 Uhr: 1. TKC Kaiserslautern ´86 – TKV Jerze
  • 12:30 Uhr: TKV Jerze – TFB 77 Drispenstedt
  • 14:30 Uhr: TFB 77 Drispenstedt – 1. TKC Kaiserslautern ´86

Ähnlich wie in Hirschlanden konzentrieren sich die Gastgeber auf die Play-Offs, während die Gäste aus Jerze und Drispenstedt dringend Punkte für den Klassenerhalt brauchen. Der Erfolg von Jens König bei der Norddeutschen Einzelmeisterschaft dürfte den Lauterern nochmals einen Leistungsschub geben, weil Mathias Hahnel, Philipp Baadte und Florian Wagner von dieser Leistung angespornt werden. Auch die Jerzer und Drispenstedter zeigten in Delligsen ansprechende Leistungen, sodass auf spannende Spiele gehofft werden darf. Bei Jerze hängt ein wenig der Haussegen schief und wir dürfen gespannt sein, wie es um die Motivation der einzelnen Akteuere steht. So wie man die Jungs aber kennt, kann diese Situation Kräfte freisetzen, von denen Hacky Jüttner, Andreas Hofert, Tobi Witte und Christoph Ihme bisher selbst nichts wussten.

Wohin geht die Reise für Marcus Socha und seine TFB?

Prognose der Redaktion:

Die Lauterer zeigen sich nicht gastfreundlich, behalten vier Punkte in der Pfalz und können damit die Zimmer für Delligsen bereits buchen. Das Duell zwischen Jerze und Drispenstedter geht knapp an die TFB.

 

(Angaben zu Uhrzeiten ohne Gewähr)

Vorschau: 7. Latscho-Cup in Düsseldorf

Am kommenden Samstag, den 25.03., geht der Latscho-Cup in die nächste Runde. Bei der siebten Ausspielung kann man zwar noch nicht von einem Traditionsturnier sprechen, aber das Turnier hat sich im Westen fest etabliert und ist auf dem besten Weg dahin.

Auch wenn die Teilnehmerliste bereits voll ist, lohnt sich eine schnelle Anmeldung für den Latscho-Cup auf alle Fälle! Bekanntlich melden sich viele krankheitsbedingt in den letzten Tagen vor dem Turnier ab, sodass immer noch ein paar Plätze frei werden. Insbesondere für Neulinge und Interessierte bietet sich das Turnier in Düsseldorf an: Neben vereinzelten Top-Spielern, von denen man sehr viel lernen kann, haben sich bisher viele andere angemeldet, die noch gar nicht so lange aktiv Tipp-Kick betreiben.

Also nutze diese Chance, melde dich an und sei dabei, wenn am kommenden Samstag der schwarz-weiße Ball über den grünen Filz gejagt wird!

 

Key Facts:

  • Titelverteidiger: Mathias Hahnel (Kaiserslautern)
  • Beginn: 09:30 Uhr
  • Ende: ca. 18:00 Uhr
  • Spielort: Boulehalle Düsseldorf, Pariser Straße 45
  • Unkostenbeitrag: 7,99 € (Erwachsene), U18: Teilnahme kostenlos!
  • Modus: 10 Runden Schweizer System mit KO-Runde der besten 24 Teilnehmer (Best of One)
  • Teilnehmerbeschränkung auf 65 Spieler
  • Anmeldung bei: henninghorn@gmx.de

Teilnehmerliste: www.sturmdrang.de

Wähle den Tipp-Kicker des Monats Februar 2017 und gewinne einen Materialgutschein!

Im Februar fand bedauerlicherweise kein Turnier statt, aber immerhin einige wenige Punkt- und Pokalspiele. Die 1. Bundesliga pausierte, die 2. Bundesliga Nordost legte einen kompletten Spieltag auf’s Parkett. Bester Einzelspieler mit überragenden 15:1 Punkten und 50:25 Toren war Robert von Hering, der bereits „Tipp-Kicker des Monats November 2016“ wurde, und somit erneut als Kandidat aufgestellt wird. Erwähnenswert neben den üblichen Topleuten Elesbao (Hannover mit 13:3 Punkten), Overesch (Hannover, 12:4), Stock (Grönwohld, 12:4) aber auch der Neumünsteraner Andreas Hagenstein, der 12:4 Punkte für seine stark abstiegsgefährdete Mannschaft holte und mit nur 16 Gegentreffern in 8 Einzelspielen die stabilste Abwehr aller Zweitligaspieler an diesem Spieltag aufbieten konnte. Top-Leistung und hiermit wird auch er nominiert!

Weitere Spieltage wurden in allen anderen Ligen nicht abgeschlossen, daher wurden – auch wenn sehr vereinzelt Spiele im Februar stattfanden – keine weiteren Spieler nominiert.

Im DTKV-Pokal fanden in der Sektion Nord im Februar 2 Spiele statt, die 1. Quali-Runde wurde abgeschlossen. Bester Einzelspieler war Tim Debert (TKG Wolfsburg I) mit 7:1 Punkten, auch er wird daher nominiert. Ebenso nominiert wird Vito-André Filipiak (1. TKC Scorpions Kierspe), der in der Qualifikation, Sektion West, für seine Mannschaft 8:0 Punkte beisteuerte und die somit in die 2. Quali-Runde einzog. Im Süden trafen sich keine zwei Mannschaften zu einem Punkt- oder Pokalspiel!

Unter allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern der Umfrage wird ein DTKV-Materialgutschein in Höhe von 10 Euro verlost, der im MITGLIEDERSHOP oder auf Turnieren bei Bernd Weber einlösbar ist. Am Seitenende findest du das Formular für die Abstimmung, welche bis zum 31. März läuft. Der Gewinner wird anschließend auf der DTKV-Internetseite veröffentlicht.

 

Die Kandidaten:

Robert von Hering (SpVgg Balltick Kiel I)
Der „Tipp-Kicker des Monats November 2016“ war am 3. Spieltag der 2. Bundesliga Nordost bester Einzelspieler mit 15:1 Punkten und 50:25 Toren. Hier werden Tore in Serie produziert.

Tim Debert (TKG Wolfsburg I)
Erfolgreichster Spieler in der 1. Quali-Runde im DTKV-Pokal, Sektion Nord, mit 7:1 Punkten.

Vito-André Filipiak (1. TKC Scorpions Kierspe)

Der Tipp-Kick-Neuling sorgte mit seinen 8:0 Punkten in der West-Quali des DTKV-Pokales für den souveränen Einzug seiner Mannschaft in die 2. Runde.

Andreas Hagenstein (TFC Alemania Neumünster I)

Andreas holte am 3. Spieltag der 2. Bundesliga Nordost starke 12:4 Punkte und bekam nur 16 Gegentore!

 

 

STIMME AB!

Um deine Stimme für den Tipp-Kicker des Monats Februar abzugeben, fülle bitte das folgende Formular aus. Für die Stimmabgabe musst du lediglich den Spieler deiner Wahl anklicken, deine E-Mail-Adresse und deinen vollständigen Namen abgeben. Spielst du in einem Verein, teile uns bitte auch mit, in welcher Region dein Verein angesiedelt ist. Bist du noch kein im Verband gemeldeter Tipp-Kicker, wähle bitte den Button Tipp-Kick-Interessent.

Abstimmungsschluss: Freitag, 31. März 2017, 23:59:59 Uhr

 

 

4. Zollernalb-Pokalturnier: Frank Hampel triumphiert

Frank Hampel (TKC Gallus Frankfurt) beerbt Peter Funke durch ein 4:1 gegen seinen Vereinskameraden Michael Kaus als Titelträger des Balinger Zollern-Alb-Pokals. Er setzte sich gegen 70 andere Teilnehmer und eine starke Konkurrenz durch.

Nach 10 Runden im Schweizer System qualifizierten sich die besten 24 für die Play-Offs. An die Spitze des Teilnehmerfelds gesellten sich erwartungsgemäß Mathias Hahnel (K’lautern, 17:3 Punkte) und Michael Kaus (Frankfurt, 17:3). Kaus unterstrich abermals die Frankfurter Effizienz: Mit einem Torverhältnis von 28:17 spielte er sich nach der Vorrunde auf Platz 2.

Erfreulich waren die Leistungen Rüdiger Albrecht (Headbangers, 14.), Hermann Frank (Nürnberg, 20.), Heinz Steib (Amberg, 21.) und Dawood Malik (Headbangers, 22.), die sich durch überragende Leistungen mit der Teilnahme an den Play-Offs belohnten.

Die Headbangers wussten auch sportlich zu überzeugen!

Das Viertelfinale

Nach einer Qualifikationsrunde und dem Achtelfinale trafen im Viertelfinale folgende Tipp-Kicker aufeinander:

  • Michael Kalentzi (Bochum) – Vincent Höhn (FFB) 3:2
    Auch wenn Kalentzi im Gegensatz zu Höhn seit Jahren viele Turniere bestritt, fiel Höhn die Favoritenrolle zu, weil er in der 2. Bundesliga Südwest nach zwei Spieltagen auf Platz 1 der Einzelwertung mit 29:3 Punkten liegt. Dieser wurde er aber nicht gerecht und der Bochumer setzte sich womöglich aufgrund der größeren Spielpraxis durch.
  • Frank Hampel (Frankfurt) – Alex Beck (Frankfurt) 3:2 s.d.
    Das Duell der hessischen Teamkollegen blieb bis zum Schluss spannend. Nach 10 Minuten stand es unentschieden, sodass die Entscheidung im Sudden Death fallen musste. Hampel war an diesem Tag sehr präsent und auch deshalb vom Glück des Tüchtigen begünstigt. Mit 3:2 zog er ins Halbfinale ein.

Im vereinsinternen Duell kann nur einer weiterkommen. Alex Beck (im Bild) zog den Kürzeren gegen Frank Hampel

  • Michael Kaus (Frankfurt) – Dirk Hansen (Rheinland/Düsseldorf) 3:2
    Der amtierende deutsche Einzelmeister Kaus hatte seine Probleme mit dem aufstrebenden Hansen, welcher seit einem Jahr immer wieder hervorragende Platzierungen erreichen konnte. Kaus musste sein ganzes Können aufbringen, um seinen Gegner mit einem 3:2 von der Platte zu schicken.
  • Jonathan Weber (Wasseralfingen) – Michael Bräuning (Hirschlanden) 2:4
    Während sich Weber in der Vorrunde noch mit 5:4 durchsetzte, ließ ihm Bräuning beim 2:4 dieses Mal nicht den Hauch einer Chance: Die Tore in der Anfangsphase und nach den Anschlusstreffern waren eine zu hohe Bürde, sodass der Hirschlandener verdient ins Halbfinale vorrückte.

 

Das Halbfinale

  • Michael Kalentzi – Frank Hampel 1:6
    Das erste Halbfinale gestaltete sich sehr einseitig. Hampel ging sehr früh in Führung, die er gekonnt ausbaute. Mit all seiner Routine verwaltete er den Vorsprung, sodass er in der zweiten Hälfte bereits Kräfte für das anstehende Finale sparen konnte und dennoch 6:1 gewann.
  • Michael Kaus – Michael Bräuning 3:1
    Von den starken Leistungen seines Gegners gewarnt ging Kaus sehr konzentriert in das Duell gegen Bräuning. Dieser machte genau dort weiter, wo er gegen Link in Achtelfinale und Weber im Viertelfinale aufgehört hatte, und spielte sein bestes Tipp-Kick. Trotz großem Kampf reichte es am Ende nicht für einen Finaleinzug des Schwabens, zu dominant war Kaus. Dennoch gilt Bräuning ein großes Kompliment für diese Turnierleistung!

 

Das Finale

Frank Hampel – Michael Kaus 4:1

Wie oft trafen die beiden Vereinskameraden in ihrer Karriere wohl aufeinander? Oft genug, dass sie sich in- und auswendig kannten. In der Vorrunde war Kaus mit 17:3 Punkten und 28:17 Toren vor seinem Kontrahenten platziert, der ihm nur knapp mit 15:5 Punkten und 55:20 Punkten folgte. Genauso hatte er beim 3:2 in der Vorrunde die Nase vorne.

Frank Hampel meinte nach dem Spiel: „Meine Bilanz gegen Michael sieht eigentlich sehr schlecht aus – aber in diesem Spiel lief alles anders!“ Über das 1:0, 2:0 und 3:0 setzte sich Hampel von seinem Gegner ab. Als dieser gegen Ende der zweiten Halbzeit noch den Anschlusstreffer zum 3:1 erzielte, keimte nochmals Hoffnung auf. Aber alle Zuschauer merkten, dass Hampel viel präsenter war: So traf er quasi im Gegenzug zum 4:1 und der alte Abstand war wieder hergestellt. Bei diesem Spielstand sollte es auch bleiben und Frank Hampel trug sich zum ersten Mal in die Siegerliste des Zollern-Alb-Pokals ein.

Siegerehrung (v.l.n.r.): Michael Kaus (2. Platz), Frank Hampel (1. Platz), Michael Bräuning (3. Platz), Thomas Will (Headbangers)

Erfreulich war, dass sehr viele Jugendliche den Weg nach Balingen fanden. Egal ob vom Veranstalter selbst, vom OTC Amberg oder der TKG Weiler: Die Kids waren mit einer großen Leidenschaft am Ball und wussten immer wieder, die Erwachsenen gehörig zu ärgern. Bester U18- Spieler wurde Dawood Malik (Headbangers).

Die Balinger Turniere sind immer eine Reise wert: Neben sehr guten sportlichen Rahmenbedingungen übertreffen sich die Schwaben immer wieder bei der Verpflegung und dem Unterhaltungsprogramm. Viele Helfer und die einmalige all-you-can-eat Flatrate bereiteten den Teilnehmern eine große Freude. Am Samstagabend trafen sich die Tipp-Kicker im Kulturbahnhof in Balingen, wo bei gutem schwäbischen Essen, Torwandschießen und Live-Musik sehr viel über den Tag geredet und gelacht wurde.

 

BEWERTUNG Turnierwochenende in Balingen

GESAMTBEWERTUNG 4,14 von 5 Sternen
Veranstaltungsdatum: 4. und 5. März 2017
Ausrichter: Headbangers Balingen
Internet: www.headbangers.eu

www.artbot.de/dtkv/za_pokal2017.html

Spielort: Evang. Gemeindehaus Balingen
Teilnehmer: 71
Turniersieger: Frank Hampel (TKC Gallus Frankfurt)
STARTGELD (Höhe, U18, Pokale/ Preise) *****
RÄUMLICHKEITEN (Parkgelegenheiten, Licht in der Halle, Platz an der Platte, Sitzgelegenheiten, Luftzirkulation) ****
PLATTENQUALITÄT (Qualität, Quantität, Böcke) ****
TURNIERABLAUF (Beginn, Ende, Pausenlänge, Ansprache durch Veranstalter, Alkohol in der Halle) ***
VERPFLEGUNG (Quantität, Vielfalt, Kühlung Getränke, Preise) *****
SANITÄRE ANLAGEN (Anzahl, ausreichendes Klopapier u. Trockentücher, zwischenzeitl. Reinigung) ****
SONSTIGES (Einladung zur Veranstaltung, Nachbereitung auf Homepage) ****

BEWERTUNGSSKALA:

Maximal werden 5 Sterne vergeben.

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