Regionalliga Ost – 2016/17: Halbzeitbilanz

Pl. Mannschaft Sp. S U N Punkte Sp.-Punkte Tore T-Diff.
1 TKC Flamengo II 4 3 1 0 7:1 95:33 292:195 97
2 SpVgg Halbau I 3 2 1 0 5:1 65:31 220:146 74
3 Spandauer Filzteufel 09 II 4 2 0 2 4:4 65:63 226:237 -11
4 Germania 09 Neukölln II 3 1 0 2 2:4 34:62 178:207 -29
5 SpVgg Halbau II 4 0 0 4 0:8 29:99 179:310 -131

 

Fast alle Spiele der Hinrunde wurden gespielt, lediglich das Spiel Neukölln II –  Halbau I fehlt. Hier wechselte in Absprache mit dem Staffelleiter Ost das Heimrecht auf die Halbauer, da den Neuköllnern keine Räumlichkeiten zur Verfügung stehen. Als neuer Termin wurde nun der 20. Februar festgelegt.

Wie bereits in dem Vorbericht zu Beginn der Saison vermutet, spielen Halbau I und Flamengo II um den Aufstieg in die 2. Bundesliga-Nordost. Wenn man davon ausgeht, dass Halbau I das Spiel gegen Neukölln II gewinnt, stünden beide Mannschaften mit 7:1 Punkten an der Tabellenspitze. Vermutlich wird erst der direkte Vergleich in der Rückrunde die Aufstiegsfrage klären.

Platz 3 und somit im Niemandsland scheint für die Spandauer Filzteufel reserviert. Ihr Motto lautet: „Die beiden Großen ärgern, so gut wie es geht.“ Vielleicht gelingt die eine oder andere Überraschung.

Um die rote Laterne, in der RL Ost also um Platz 5, streiten sich Neukölln II und Halbau II. Neukölln II hat bereits 2 Punkte auf dem Habenkonto und ist somit im leichten Vorteil gegenüber den Halbauern. Doch auch hier wird erst der direkte Vergleich in der Rückrunde entscheiden, wer die Laterne erhält.

 

Regionalliga Ost – Einzelwertung

Pl. Name Verein M Sp. S U N Punkte Tore Diff.
1 RÖßGER, Rüdiger TKC Flamengo II 4 16 14 1 1 29:3 73:43 30
2 KREßIN, Sven TKC Flamengo II 3 12 10 1 1 21:3 68:30 38
3 SCHULZ, Stephan Spandauer Filzteufel 09 II 4 16 8 4 4 20:12 63:49 14
4 MIELKE, Gabriel Spandauer Filzteufel 09 II 4 16 9 1 6 19:13 62:58 4
5 KÄHLING, Gerrit SpVgg Halbau I 3 12 9 0 3 18:6 53:30 23
6 SCHWARZ, Henk SpVgg Halbau I 3 12 7 3 2 17:7 58:35 23
7 BREUß, Alexander Germania 09 Neukölln II 3 12 7 3 2 17:7 51:32 19
8 VOLKMANN, Torsten SpVgg Halbau I 3 12 8 1 3 17:7 56:40 16
9 SCHEFFLER, Uwe Spandauer Filzteufel 09 II 4 16 4 6 6 14:18 59:63 -4
10 MÖHLE, Henning SpVgg Halbau I 3 12 5 3 4 13:11 53:41 12
11 KELLNER, Frank TKC Flamengo II 2 8 5 2 1 12:4 37:28 9
12 LANGHOFF, Rudolf SpVgg Halbau II 4 16 3 5 8 11:21 51:68 -17
13 MIETKE, Wilfried TKC Flamengo II 2 8 4 1 3 9:7 29:17 12
14 SCHWARZKOPF, Christian TKC Flamengo II 2 8 4 1 3 9:7 38:39 -1
15 JAENISCH, Marco TKC Flamengo II 1 4 4 0 0 8:0 18:10 8
16 LINKE, Andreas Spandauer Filzteufel 09 II 3 12 4 0 8 8:16 30:52 -22
17 ZINGERLE, Christian TKC Flamengo II 2 8 2 3 3 7:9 29:28 1
18 KAPSCHIES, Kevin Germania 09 Neukölln II 3 12 1 5 6 7:17 47:60 -13
19 HEIDENREICH, Peter SpVgg Halbau II 4 16 2 2 12 6:26 30:59 -29
20 DREYER, Roland SpVgg Halbau II 4 16 2 2 12 6:26 55:97 -42
21 SCHMÖLLING, Frank SpVgg Halbau II 4 16 2 2 12 6:26 43:86 -43
22 SCHONAT, Volkmar Germania 09 Neukölln II 2 8 2 1 5 5:11 32:38 -6
23 MIELKE, Daniel Spandauer Filzteufel 09 II 1 4 2 0 2 4:4 12:15 -3
24 GNADT, Thorsten Germania 09 Neukölln II 3 12 1 1 10 3:21 38:62 -24
25 STERNBERG, Wolfgang Germania 09 Neukölln II 1 4 1 0 3 2:6 10:15 -5

 

Die Einzelwertung führt Rüdiger Rößger souverän mit 29:3 Punkten an. Dahinter folgt sein Vereinskamerad Sven Kreßin mit 21:3 Punkten. Doch die Tabelle ist „schief“: Es fehlt nicht nur ein Punktspiel, sondern die Mannschaften setzten unterschiedlich viele Spieler ein. Flamengo präsentierte in 4 Punktpielen gleich 7 Spieler, die Filzteufel 5 Spieler, ebenso wie die 2. Mannschaft der Neuköllner. Also, diese Tabelle ist und bleibt in dieser Saison nur bedingt aussagekräftig.

 

Wie geht es weiter in der Regionalliga Ost 2017/18?

„Die Gerüchteküche kocht“, und genaueres wird man vermutlich erst zur neuen Saison sagen können. Die erste Frage, die sich stellt, ist die Frage nach der Anzahl der Absteiger aus der 2. Bundesliga Nordost. Da diese Liga zu 60 Prozent aus Berliner Vereinen besteht, was natürlich gleichzeitig etwas über die spielerische Qualität der Berliner Vereine aussagt, ist die Chance besonders nach jetzigem Tabellenstand groß, dass mindestens 2 Berliner Vereine die Regionalliga Ost in der kommenden Saison bereichern werden (Tabelle siehe unten). Aber: Es wird vermutet, dass die Kelten von Celtic und auch die Filzteufel bereits in der laufenden Saison ihre Mannschaften verstärken werden, um diese Abstiege zu verhindern. Auch ist es nocht nicht völlig klar, wie Germania Neukölln in der kommenden Saison an den Start gehen wird. Es wird ferner gemunkelt, dass die beiden Spitzenspieler des Vereins sich aus dem Tipp-Kick-Geschehen zurückziehen werden. Steigt Neukölln I dann freiwillig ab? Auch Flamengo könnte in der in der kommenden Saison in der Regionalliga Ost wieder eine 3. Mannschaft stellen, Spieler ständen genügend zur Verfügung. Man sieht, alles im Fluß, stetig und immer, im Osten zumindest.

Hier die Tabelle der 2. Bundesliga Nordost, um sich ein Bild über die momentane Situation machen zu können. Die Berliner Vereine sind rot eingefärbt und zeigen deutlich ihre quantitative Dominanz im Nordosten der Tipp-Kick-Republik.

 

  1. Bundesliga Nordost – Tabelle
Pl. Mannschaft Sp. S U N Punkte Sp.-Punkte Tore T-Diff.
1 SG Hannover I 4 4 0 0 8:0 105:23 248:124 124
2 SpVgg Balltick Kiel I 4 4 0 0 8:0 82:46 267:197 70
3 Flamengo Berlin I 4 3 0 1 6:2 82:46 246:200 46
4 TKV Grönwohld II 4 3 0 1 6:2 63:65 210:219 -9
5 Celtic Berlin II 4 2 0 2 4:4 65:63 231:202 29
6 Germania Neukölln I 4 1 0 3 2:6 54:74 215:236 -21
7 TFC Alemannia Neumünster I 4 1 0 3 2:6 50:78 189:231 -42
8 Celtic Berlin III 4 0 0 4 0:8 38:90 179:282 -103
9 Spandauer Filzteufel 09 I 4 0 0 4 0:8 37:91 161:255 -94

 

 

2. AVU Winter Cup: Christoph Ihme erster Turniersieger 2017

Kein Baedeker schwärmt von Gevelsberg und die Michelin-Köche machen einen großen Bogen um die 31.000-Seelen-Stadt. Einige größere, mittelständische Betriebe, etliche denkmalgeschützte Bauwerke.

Und hier ein Tipp-Kick-Turnier Ende Januar auszurichten, ist mutig. Die Unabwägbarkeiten des Wetters können alle Planungen über den Haufen werfen. Doch wenn Siggi Gies ruft, kommen sie, die Tipp-Kicker Deutschlands. In den Alten Hohlweg lud er ein, in die Grundschule Strückerberg. Ein geschichtsträchtiger Ort. Vor 792 Jahren im Jahre 1225 wurde genau hier im Alten Hohlweg Erzbischof Engelbert heimtückisch ermordet. Der zweitmächtigste Mann seinerzeit im Lande. Ein schauriger Ort.

Zu Beginn des TK-Turniers zählten die Veranstalter 62 Spieler. Von Amberg aus dem verschneiten Bayern und aus dem entfernten Falkensee in Brandenburg. Zudem Tipp-Kick-Enthusiasten aus Karlsruhe, Wolfsburg und Hannover. Und sehr viele Spieler aus dem Westen der Republik. Aber alle bereit, um Punkte zu kämpfen, aber auch um sich auszutauschen, zu lernen, sich wiederzusehen. Die Tipp-Kick-Familie hatte sich für einen Tag wieder.

Der Modus war klar. Das Schweizer System sollte allen Spielern 10 Spiele garantieren. Danach k. o.-Spiele bis in das Finale. Kein best-of-three-Modus, sondern der prickelnde best-of-one-Modus. Allerdings brauchten die acht Erstplatzierten der Vorrunde erst im Achtelfinale einsteigen.

Das Schweizer System und die Meinungen zu diesem Modus sind altbekannt. Fast-Original-Kurzdialog zweier mir unbekannter Spieler: „Wie findest du das Turnier?“, daraufhin der andere: „Viel besser als die Deutsche in Kaiserslautern, hier spiele ich endlich gegen gleichstarke Spieler, das macht viel mehr Spaß“. Okay, das ist ein Argument für das Schweizer System!

Nun, wer die Gesichter derjenigen gesehen hat, die nach dem Achtelfinale ausgeschieden waren, nämlich 5 von 8 Spielern, die die Vorrunde auf den vordersten 8 Plätzen belegt hatten, sah ohne Frage die Kehrseite der Medaille: „Da spielt man 6 Stunden geiles Tipp-Kick, haut die Spitzenspieler in Serie weg, um dann nach Wartezeit und nach einem Spiel nach Hause zu fahren …“ Okay, das war ein Argument gegen das Schweizer System!

Doch jeder Spieler wusste, was ihn erwarten können würde. Also, auf in das Turniergeschehen.

 

Die Vorrunde

Die Vorrunde spülte die bekannteren und spielstärkeren Spieler relativ schnell in die oberen Tabellenregionen. Nach 10 Runden gab es nur wenige Überraschungen: So musste mit Michael Kalentzi (Schlachtenbummler Bochum) ein spielstarker Spieler und einer der Turniermitfavoriten mit 9:11 Punkten die Segel streichen. Nach 7 Runden hatte der Ranglisten-Führende der Sektion West zwar noch 9:5 Punkte auf seinem Konto, doch 9:11 Punkte reichten am Ende nur zu Platz 36. Im entscheidenden Spiel um den Einzug in die Playoffs unterlag er dem Gevelsberger U18-Spieler Nils Mettegang knapp mit 4:5. Auch Wolfgang Plümmer (heute SG Rheinland/Düsseldorf), der seit den 80er Jahren Tipp-Kick spielt, und wieder vermehrt auf den Turnieren im Westen gesichtet wird, scheiterte mit Platz 27 knapp am Cut. Seine 11:9 Punkte reichten 5 anderen Spielern zwar, aber der berühmt-berüchtigte „Buchholz“ war nicht sein Freund. Platz 44 belegte Dirk „Tanne“ Hansen (SG Rheinland/Düsseldorf), seine eigenen Erwartungen konnte er wahrlich nicht erfüllen.

Stärkste Dame wurde Manuela Winter (TKC Gevelsberg) auf Platz 32 mit 10:10 Punkten vor Yvonne Dalli (TKC Kierspe) auf Platz 53 mit 7:13 Punkten. Für Manuela war sogar eine Playoff-Teilnahme theoretisch möglich, doch das Unentschieden in der 10. Runde gegen Frank Filipiak (TKC Kierspe) reichte nicht.

 

Wer überraschte in der Vorrunde?

Sicherlich hatte man nicht damit gerechnet, dass U18-Spieler Daniel Bialk (zu diesem Zeitpunkt noch vereinslos) die Rangliste nach 10 Runden anführen würde. Nach starken Spiele gegen starke Spieler (insbesondere das 3:1 gegen Bundesliga-Spieler Thomas Krätzig aus Amberg) belohnte er sich mit Platz 1. Danach folgen in der Rangliste die üblichen Verdächtigen. Bernd Straberg (Olympia Rhein-Ruhr) war in den letzten Jahren kaum auf Turnieren präsent, Platz 11 und 13:7 Punkte waren eine souveräne Leistung. Auch mit Nico Girolami (Schlachtenbummler Bochum) hatte man auf Platz 13 nicht unbedingt gerechnet. Auch ihm gelangen 13:7 Punkte. Nils Mettegang, einer der vielen U18-Spieler vom TKC Gevelsberg, erreichte Platz 19, tolle Leistung!

Einen weiteren Spieler gilt es zu erwähnen: Lars Schulze (Hansa Herford) scheint ein neues Talent zu sein. Etliche seiner Spiele konnte der Schreiber dieser Zeilen beobachten. Da wächst etwas in Herford heran. Starke Dreher, schnelle Erkennung der Situationen, immer fair, neugieriger Beobachter anderer Spiele, das gefällt!

 

Bühne auf zum Playoff!

Jegliche Platzierung der Vorrunde spielte nun keine Rolle mehr. Jetzt hieß es: „Alles oder nichts“, denn wer verlor, war draußen!

Stefan Biehl (SG Rheinland/Düsseldorf) räumte mit jeweils 3:2 die stärker eingeschätzten Max Bartels (TFB Drispenstedt) und anschließend Daniel Bialk (vereinslos) aus dem Weg. Im Viertelfinale verlor er knapp mit 4:5 gegen den Bundesligaspieler Christoph Ihme (TKV Jerze). Als Belohnung winkte am Ende Platz 5!

Thomas Krätzig und Peter Tuma (beide OTC Amberg) fuhren gemeinsam knappe 6 Stunden nach Gevelsberg und durften dann im Viertelfinale gegeneinanderspielen. Der amtierende Bayerische Einzelmeister Peter Tuma gewann knapp mit 3:2, um dann selbst im folgenden Spiel auszuscheiden, und dann fuhr man wieder gemeinsam über 6 Stunden nach Hause.

Ein ähnliches Schicksal erlebten die Waltroper Marcus Müller und Arnold Gotzhain. Beide spielen in einer Bundesliga-Mannschaft (TKC Preußen Waltrop). Und der Herner Ruhrpott-Cupsieger von 2016 schickte den 10. Sprockhöveler Stadtmeister von 2010 mit 2:1 nach Hause. Daraufhin verabschiedete sich Arnold Gotzhain im folgenden Halbfinalspiel und die beiden Waltroper durften die Heimreise gemeinsam antreten, allerdings war ihr Weg nicht so weit wie der der Amberger.

Bemerkenswert war der Weg von Bernd Straberg in das Finale. Nach dem knappen Auftaktsieg gegen Wolfram Kastrup (Tornado Dortmund), ein Spieler, der nicht in der aktuellen Rangliste vertreten ist und dessen 19. Platz als Erfolg gewertet werden darf, folgten die Siege gegen den höher eingeschätzten Jochen Hahnel (TKC Preußen Waltrop) mit 3:1 und Jens Foit (Hansa Herford) mit 4:3 sowie Arnold Gotzhein (TKC Preußen Waltrop) mit 3:2.

Somit waren die potentiellen Siegaspiranten Foit und J. Hahnel, die in den letzten Jahren etliche Regionalturniere gewinnen konnten, bereits frühzeitig ausgeschieden.

Auch der Weg von Christoph Ihme (TKV Jerze) in das Finale bestand nicht nur aus Geschenken. Knappe Siege gegen Henning Horn (SG Karlsruhe/Mainz) mit 4:3, Stefan Biel (SG Rheinland/Düsseldorf) mit 5:4 und Peter Tuma (OTC Amberg) mit 5:4 zeigen, dass er sich den Finaleinzug hart erkämpfen mußte.

 

Das Finale

Platz 9 gegen Platz 11 der Vorrunde. Ein Bundesligaspieler gegen einen Spieler, der die letzten Jahre kaum an der Platte stand. Aus diesem Blickwinkel konnte Christoph Ihme das Finale relativ schnell für sich entscheiden. 1:0, 2:0, 2:1, 3:1, 4:1, 4:2 und 5:2 waren die Zwischenstände, da ließ der Jerzer Bundesliga-Spieler, der 2016 elf Turniere besuchte und dabei eines gewann und der seit 2013 sämtliche großen Turniere (Deutsche Meisterschaften und alle Sektionsturniere) bestritt, nichts mehr anbrennen. Glückwunsch dem Sieger Christoph Ihme, aber auch dem 2. Sieger Bernd Straberg!

 

Zu den Turnierausrichtern

Der TKC Gevelsberg ist ein hochgradig engagierter Verein in der Tipp-Kick-Szene. Man begeistert in Gevelsberg und zieht dort viele Menschen in den Bann. Siggi Gies und seine vielen Helfer richten zweimal jährlich ein Turnier aus. Auch wenn einzelne Punkte noch verbesserungswürdig sind (z.B. die Zeitnahme), waren die 62 Teilnehmer insgesamt mit dem Turnierausrichter sehr zufrieden. Weiter so!

 

TURNIERBEWERTUNG 2. AVU Winter Cup

 

GESAMTBEWERTUNG 3,28 von 5 Sternen
Veranstaltungsdatum: 29. Januar 2017
Ausrichter:

 

TKC Gevelsberg

 

Internet:

 

https://tkc1986gevelsberg.jimdo.com/
Spielort:

 

Gevelsberg, Grundschule Strückerberg
Teilnehmer: 62
Turniersieger: Christoph Ihme (TKV Jerze)
STARTGELD (Höhe, U18, Pokale/ Preise) ***
RÄUMLICHKEITEN (Parkgelegenheiten, Licht in der Halle, Platz an der Platte, Sitzgelegenheiten, Luftzirkulation) ****
PLATTENQUALITÄT (Qualität, Quantität, Böcke) **
TURNIERABLAUF (Beginn, Ende, Pausenlänge, Ansprache durch Veranstalter, Alkohol in der Halle) ***
VERPFLEGUNG (Quantität, Vielfalt, Kühlung Getränke, Preise) ****
SANITÄRE ANLAGEN (Anzahl, ausreichendes Klopapier u. Trockentücher, zwischenzeitl. Reinigung) **
SONSTIGES (Einladung zur Veranstaltung, Nachbereitung auf Homepage) *****

BEWERTUNGSSKALA:

Maximal werden 5 Sterne vergeben.

Gesamtbewertung = Summe aller Einzelbewertungen dividiert durch Anzahl der Einzelbewertungen.

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Porträt: Headbangers Balingen und der Zollernalb-Pokal

Die kleine Geschichte eines Tipp-Kick Clubs und eines Turniers mit „quasi“ einer langen Tradition.

Wir gehen zurück ins Jahr 1980, in das beschauliche Städtchen Balingen im Südwesten Baden-Württembergs. Dort in das von den Balinger Jugendlichen neu bezogene Jugendhaus (Bild unten, das Jugendhaus existiert auch heute noch).

Es gründeten sich viele sogenannte „Arbeitskreise“( kurz AKs). Die wichtigsten waren unter anderem der Motorrad AK, der Teestuben AK, und viele weitere. Für das Jugendhaus konnten durch die großzügige finanzielle Ausstattung seitens der Stadtverwaltung viele Spiele angeschafft werden, darunter auch ein Tipp-Kick-Set. Rüdiger Albrecht, Lukas Homscheidt (der damals noch unter seinem Mädchennamen „Gerstheimer“ wirkte), Ralf Sense, Markus Sense, Achim Stebner sowie Thomas Will, (siehe Bilder von 1980 und 2012; Reihenfolge wie im Text) spielten fast täglich gegeneinander und nach wenigen Tagen gab es etliche Freunde dieses Spiels. Es wurden regelmäßig Turniere auf dem einzigen Feld gespielt. Innerhalb weniger Wochen wuchs die Tipp-Kick-Gemeinde auf über 10 regelmäßig teilnehmende Spieler an. Es war naheliegend, ebenfalls eine AK zu gründen, um im Jugendrat des Hauses ein Stimmrecht zu bekommen und auch von öffentlichen Geldtöpfen zu profitieren.

So entwickelte sich eine imposante Schar von Tipp-Kickern. Mit Hilfe des damaligen TKC Schwenningen wurde das Spiel professionalisiert. Man schloss sich dem Tipp-Kick Verband an, nahm am offiziellen Ligabetrieb teil und besuchte auswärtige Turniere.

Nach gut eineinhalb Jahren wurde die Idee geboren, ein eigenes offizielles Tipp-Kick-Turnier zu veranstalten. Mittlerweile gab es genug Turnierplatten im Club, um das Vorhaben umzusetzen. Mit dem Veranstaltungsaal des Balinger Feuerwehrgerätehauses gleich gegenüber dem Jugendhaus, war ein geeigneter, großer Raum gefunden und die „Balinger Jungs“ knieten sich in die Organisation.

Wenn wir an das Jahr 1982 zurückdenken, dann stellen wir überrascht fest, dass es weder E-Mail, WhatsApp noch Internet gab, um solch ein Turnier zu bewerben oder organisatorisch zu begleiten. Es gab weder Word noch Excel. Glücklich war, wer eine Schreibmaschine nutzen konnte oder eine gut leserliche Handschrift besaß.

Die Einladung wurde mit den damaligen Möglichkeiten (Schere, Kleber, Stift und Papier) „zusammengebastelt“. Kopiermöglichkeiten gab es sehr wenige. Aber die Stadtverwaltung hatte einen zentralen Kopierer, der von den Angestellten mit Argusaugen bewacht wurde. Jede Kopie musste registriert werden und waren teuer. Man hatte also nur die Chance, einmalig zu vervielfältigen. Das Ergebnis konnte nicht mehr revidiert werden.

Einladung für das 1. Balinger Zollern-Alb-Pokal Turnier 1982

Bild vom Turnier im Feuerwehrgerätehaus Balingen. Wer erkennt Klaudio Lange?

Eingeladen wurden die Clubs aus dem Süddeutschen Raum, vorrangig aus Baden-Württemberg. Man bedenke, allein im Umkreis von 50km um Balingen gab außer dem TKC JH 1980 Balingen fünf weitere aktive Clubs, die sich mit insgesamt 8 Teams am Ligabetrieb beteiligten. Natürlich gingen auch Einladungen an damalige Spitzenclubs wie den SSG Stuttgart, nach Kirchheim/Teck, Schwenningen oder nach Wasseralfingen.

In den frühen 80ern gab es wenig Turniere in Württemberg. Der Zollern-Alb-Pokal war innerhalb kürzester Zeit mit 61 Teilnehmern ausgebucht. Am 6.11.1982 war es dann soweit. Das Turnier war organisiert. Schon damals waren die Freundinnen oder die Freundinnen in spe für die Versorgung der Teilnehmer zuständig. Markus Sense, „alias Maxe“, auch schon damals „Präse“ der Balinger Tipp-Kicker, konnte tatsächlich 61 Teilnehmer begrüßen. Darunter Stars der Szene wie der Kirchheimer Bruno Jäger (Bild) oder Werner Glück und Dietmar Häfner aus Stuttgart. Dabei waren auch heute noch aktive Spieler wie die Hirschlander Andreas Sigle oder Klaudio Lange (AKA: Kazmierczak). Der spätere Deutsche Meister Peter Gehrung, der damals noch am Anfang seiner Tipp-Kick-Laufbahn war und für den TKC Sigmaringen die Knöpfe drückte, war unter den Teilnehmern ebenso wie Stefan Wenzel aus Schwenningen, der später zweimal Süddeutscher Meister wurde.

Das Endspiel bestritten dann die damaligen Stars der Szene, Dietmar Häfner († 2002) und Werner Glück, beide vom Spitzenclub SSG Stuttgart. Nach 10 Minuten sicherte sich Häfner mit 5:2 den Sieg und gewann somit das 1. Zollern-Alb-Pokalturnier 1982.

Siegerehrung: Links Markus Sense, rechts Dietmar Häfner

Spielszene aus dem Turnier: Links, eventuell Bruno Jäger, rechts Markus Sense

Im Rahmenprogramm gab es ein Dokuvideo über die Deutsche Meisterschaft 1982 in Wasseralfingen, das die Balinger während des Turniers als „SFB“ (Sender freies Balingen) selbst gedreht hatten.

Unsere Sigmaringer Tipp-Kick-Freunde waren dagegen nicht nur vom Turnier, sondern auch von den Balinger Catering-Mädels angetan. Einige wollten deshalb kurzfristig auch noch das am Abend stattfindende Rockkonzert im Jugendhaus besuchen.

Artikel in der damaligen Clubzeitung des TKC Sigmaringen über den Besuch in Balingen

Das Trikot von 1982 gibt es heute noch

Das Turnier war ein voller Erfolg und alle Teilnehmer waren zufrieden mit der Organisation und den Rahmenbedingungen. Es gab viel Lob. Die Balinger Filzkicker waren stolz und zufrieden. Man war sich einig: der Zollern-Alb-Pokal sollte fortgesetzt werden. Die Balinger Tipp-Kicker waren noch bis Anfang der 90er Jahre aktiv. Eine Neuauflage des Turnieres gab es bis dahin nicht.

Als „Alte Säcke“ traf man sich im November 2012 nach 22 Jahren Pause zum „Alten Säcke Cup“. Die damals „jungen Hirsche“ waren jetzt um die 50 und konnten trotzdem damit leben, jetzt „Alte Säcke“ zu sein.

Mit dem „1. Alten Säcke Cup“ beginnt Teil zwei der Balinger Tipp-Kick Geschichte. Im Nachgang zum „1. Alten Säcke Cup“ fanden die Freunde aus dem letzten Jahrtausend wieder zusammen. Jetzt als „Balinger Headbanger“, bezugnehmend auf das jährlich in Balingen stattfindende „Bang Your Head“-Festival, zu dem die meist ebenfalls gealterten Heavy Metall-Fans jährlich zu Zehntausenden pilgern.

Der Club fand Nachwuchs und weitere Freunde des Tipp-Kick, so dass sich bald zwischen 10 und 20 Headbanger regelmäßig an den Aktivitäten beteiligten.

Headbangers 2015

Lediglich die Leistungen im Vergleich mit anderen Spielern bei Turnieren oder im Ligenbetrieb fielen nicht besonders erfolgreich aus. Bemühungen, Spitzenspieler zu den Trainingseinheiten nach Balingen zu bekommen, um das Niveau zu verbessern, scheiterten. Im späten Winter fand zu dieser Zeit regelmäßig die „Karlsruher Stadtmeisterschaft“ statt. Die Balinger waren dort mit großer Präsenz anwesend. Jedoch war es ein erheblicher Aufwand, 15 Spieler für die Veranstaltung in Karlsruhe zu organisieren. Damit alle Headbanger die Gelegenheit bekommen sollten, von guten Tipp-Kick-Spielern der Szene zu lernen, entstand die Idee, zusätzlich zum „heiligen Gral“ der Balinger Tipp-Kicker, dem „Alten Säcke Cup“, ein weiteres Turnier zu veranstalten, das vom Deutschen Tipp-Kick Verband (DTKV) anerkannt wird. Dem „Alten Säcke Cup“ wurde die Anerkennung als DTKV Turnier verweigert, was zur Folge hatte, dass es schwierig war, gute Spieler auf dieses Turnier zu bekommen.

Man fragte in Karlsruhe nach, ob anstatt der Karlsruher Stadtmeisterschaft ein Turnier in Balingen im Turnierkalender des DTKV angeboten werden könne. Die Karlsruher waren einverstanden.

Jetzt kamen die Erinnerungen an das in Balingen vor 33 Jahren stattgefundene Turnier, das 1. Balinger Zollern-Alb-Pokal-Turnier, auf. Auch erinnerte man sich daran, dass 1982 eine Neuauflage des Turnieres geplant war, die bis in die Gegenwart nicht umgesetzt worden war. Also lag es nahe, diese Neuauflage 2015 stattfinden zu lassen. So geschah es dann auch. Ein Turnier wurde wieder „ausgegraben“, „abgestaubt“ und angeboten. Am 21 Februar 2015 war es dann soweit. Turnierort war das Evangelische Gemeindehaus in Balingen, Stadtmitte. Nach den sehr guten Erfahrungen beim „Alten Säcke Cup“, wurde die Idee des „All-inklusive“-Caterings übernommen. Startgebühr und die Komplettversorgung zu einem einzigen günstigen Preis sollte jeden zum VIP machen und dem Turnier eine besondere Note verleihen. Mit Heike Homscheidt († 2016) war eine Küchenchefin im Club, die es verstand, ein großes und hochwertiges Angebot an Speisen und Getränken anzubieten.

Einladung für das 2. Zollern-Alb-Pokalturnier 2015

Heike Homscheidt

2015 waren mit Beni Buza und Jonathan Weber die beiden Endspielkontrahenten der Deutschen Meisterschaft 2014 in Hirschlanden am Start. Wie bei der DEM bestritten die beiden auch das Endspiel um den 2. Zollern-Alb-Pokal. Beni Buza konnte sich nach Verlängerung mit 6:4 durchsetzen und so nach 33 Jahren die Nachfolge von Dietmar Häfner, der zuletzt für den TKC Hirschlanden an die Platte ging, antreten.

Endspiel 2015: Beni Buza gegen Jonathan Weber

Siegerehrung 2015: v.l.n.r. Florian Stähle, Michael Kleofasz, Bruno Wilke, Beni Buza, Jonathan Weber

Die Reaktionen der 46 Teilnehmer auf das Turnier waren mehr als positiv. Es war klar, dass schon aufgrund des Alters die „Alten Säcke“ aus Balingen nicht nochmal 33 Jahre warten konnten, um den nächsten Zollern-Alb Pokal zu veranstalten. Diesmal sollte das Turnier im darauffolgenden Jahr stattfinden.

Der Termin im Turnierkalender des DTKV hatte sich bewährt. Deshalb wurde der 3. Zollern-Alb-Pokal am 20. Februar ausgetragen. Mit Phillip Baadte vom TKC Kaiserslautern, ging auch der damalige amtierende Deutsche Meister in Balingen an die Platten. Mittlerweile fanden auch immer mehr Tipp-Kick-Freunde aus der nahen Schweiz den Weg zu Balinger Turnieren, mit der Schweizer Tipp-Kick-Ikone Dani Nater und dem ambitionierten Markus Kälin, auch zwei Schweizer, die alle bisherigen Balinger Turniere gespielt hatten. Beim 3. Zollern-Alb-Pokal waren schon neun Tipp-Kick Eidgenossen am Start. Das Endspiel bestritten Michael Link und der Chef des Deutschen Tipp-Kick Verbandes und Tipp-Kick-Urgestein Peter Funke von den Flinken Fingern aus Bruck. Funke gehört auch zu den Deutschen Tipp-Kick-Meistern. 1984 gewann er den Deutschen Einzeltitel in Schöppenstedt.

Funke setzte sich gegen den starken Michael Link nach Verlängerung mit 5:3 durch und gesellte sich somit zu Häfner und Buza, den bisherigen Gewinnern des „Zollern-Alb-Pokals“.

Endspiel 2016: Peter Funke gegen Michael Link

V.l.n.r: Markus Sense, Thomas Ruchti, Michael Link, Peter Funke, Christoph Weishaupt

Aktuell steht nun am 4. März diesen Jahres die 4. Auflage des „Zollern-Alb-Pokals“ an. Es gibt einige Veränderungen. So findet beispielsweise ein Turnierwochenende statt, bei dem am Samstag die 4. Auflage des Zollern-Alb-Pokals und am Sonntag der Süddeutsche Pokal (Qualifikations-Mannschaftsturnier zur Finalrunde im DTKV-Pokal) ausgetragen werden. Eine Zäsur gibt es auch beim Catering. Mit dem unerwarteten und plötzlichen Tod von Heike Homscheidt im Juni 2016 stehen die Headbangers vor der Herausforderung, die kulinarischen Fußstapfen von Heike auszufüllen.

Das Turnier scheint mittlerweile sehr beliebt zu sein. Innerhalb von vier Tagen meldeten sich 71 Teilnehmer an. Die Balinger „Alten Säcke“ sind deshalb guter Dinge, dieses Mal die Teilnehmeranzahl von 2016 (54 Teilnehmer) zu toppen. Auch für den Turnierrahmen sind wieder Überraschungen angedacht. Man darf also gespannt sein. Informationen zum Turnier, die Möglichkeit sich online anzumelden und die aktuelle Teilnehmerliste, findet man auf der Headbanger Homepage unter www.headbangers.eu.

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Interview mit DTKV-Präsident Peter Funke

Hallo Peter, schön von Dir zu hören. Auch wenn das neue Jahr schon einige Tage alt ist, würde ich mich freuen, wenn du das alte Jahre 2016 als DTKV-Präsidiumsvorsitzender noch einmal rückwirkend betrachtest. Wie ist Deine Bilanz, positiv wie negativ?

Gefreut hat mich, daß der Spielbetrieb gut funktioniert hat und wir trotz aller Rückgänge bei den Mitgliederzahlen einen zuverlässigen Stamm an engagierten „Machern“ haben, die überhaupt erst ermöglichen, daß die Turniere und Mannschaftsspiele stattfinden können!
Hier an dieser Stelle dafür ein ausdrückliches Danke! Es hat auch 2016 viele Presseartikel und Medienpräsenz über uns gegeben. Dies auch dank der vielen unermüdlichen Kontakte zur Presse durch die Vereine vor Ort. Sehr schön ist auch, daß die DTKV-Infoseiten mit interessantem Inhalt präsentiert werden. Das ist ein lebendiges Organ mit vielen schönen Ideen und sieht sehr gut aus. Ein dickes Kompliment an alle, die dabei mitwirken.

Einzelne herauszuheben birgt immer die Gefahr, andere zu wenig zu würdigen. Ich möchte dennoch die Headbangers Balingen hervorheben. Sie sind nicht nur fleißige Turnierbesucher, sondern mittlerweile auch selbst prima Turnierorganisatoren. Auch in Gevelsberg ist viel gutes im Entstehen (wobei ich mir hier wünsche, daß manch Unstimmigkeit im nachbarschaftlichen Bereich vielleicht beigelegt wird). Da kommen wir direkt zu den Baustellen: Nicht so gut waren die persönlichen Konflikte im Spielerbereich. Das ist vielleicht auch ein Stück weit der Fluch der Dreier-Spieltage. Man fährt irgendwohin, spielt Tipp-Kick und fährt wieder heim. Persönliches kommt zu kurz. Vielleicht resultiert daraus auch die zunehmende Distanz untereinander. Daß man sich unterschiedlich mag ist völlig normal. Aber ein Umgang innerhalb der festgelegten Grenzen („Anstand“) muß möglich sein.

Persönlich hat mich der Gewinn der deutschen Einzelmeisterschaft durch Michael Kaus gefreut. Er hat damit seine außergewöhnliche Karriere gekrönt. Auch daß viele verschiedene Gewinner in den Siegerlisten 2016 zu finden sind (darunter einige Erstsieger) ist etwas erfreuliches.

 

Kannst Du dem Leser einmal deine Arbeit als DTKV-Präsidiumsvorsitzender etwas genauer beschreiben? Wieviel Zeit kostet so ein Ehrenamt monatlich?

Nach außen bin ich für die Öffentlichkeitsarbeit der Ansprechpartner. Da könnte übrigens gerne mehr kommen. Das erfordert auch meist nicht allzuviel Zeitaufwand. Ich habe Kontakt zur Firma Mieg (sehr wichtig aus meiner Sicht ist) und zu anderen Verbänden (Tischfußball z.B.). Diese Zeit rechne ich gar nicht, weil es auch insbesondere mit Mathias und Jochen Mieg ein sehr angenehmer Umgang ist.

Intern wird allerlei an Problemen an mich herangetragen. Persönliche Vorfälle, Terminstreitigkeiten, finanzielle Themen. Da gehen manchmal schon mehrere Stunden mit Telefonaten und/oder persönlichen Gesprächen dahin. Da einiges auch bei Turnieren oder Ligaspielen stattfindet, läßt sich der Nettozeitaufwand schwer beziffern. Es ist aber meist in überschaubarer Dimension. Hinzu kommt der Bundestag einmal im Jahr und die Vorbereitung dafür, wobei hier die Präsidiumskollegen wirklich sehr unterstützen!

 

Gibt es auch schwierige Entscheidungen bzw. unangenehme Aufgaben?

Wenn zwischenmenschliche Probleme vorliegen, also insbesondere unangemessene Verhaltensweisen, ist das „Sanktionieren“ solcher Vorfälle nicht angenehm. Zumal selten echte Einsicht in ein Fehlverhalten zu finden ist. Meist ist immer irgendwer schuld, aber selten der Verursacher selbst.

Auch wenn Vereine sich nicht auf Termine einigen können und ich dann als Beschwerdeinstanz eingreifen soll, empfinde ich das als meist vermeidbare Scharmützel – im Normalfall geht doch bei vorhandenem Willen immer etwas. Ich habe auch einmal nach Mitternacht ein Pokalspiel gespielt – weil es halt anders nur mit riesigem Aufwand gegangen wäre. Und keiner hat darüber gemeckert.

 

Es gibt auch vereinzelte, kritische Stimmen gegenüber dem DTKV, die insbesondere in den neuen Medien wie facebook geäußert werden. Wie gehst Du damit um?

Wenn alle alles gut fänden, wäre das schon verdächtig. Kritik ist gut und für eine positive Entwicklung notwendig! Manche Kritik beruht aber auf einer persönlichen Einzelfallerfahrung und wird dann schnell zu einer Grundsatzkritik.

Ideal ist, wenn bei Kritiken konkret ein Problem benannt wird und zumindest eine Chance besteht, damit etwas anzufangen. Das Problem muß auch in sich lösbar sein. Aussagen wie „Der DTKV ist wie Entenhausen“ fördern die sachlichen Diskussionen nicht und haben letztlich als Resultat, daß gar nicht mehr geantwortet wird.

 

Wie lange möchtest Du als DTKV-Präsidiumsvorsitzender noch dem Verband vorstehen? Hast Du da für dich eine klare zeitliche Vorstellung oder vielleicht sogar Ziele, die Du noch unbedingt erreichen möchtest?

Ich werde die lange Amtszeit von Sebastian Krapoth sicherlich nicht übertreffen. Viel hängt davon ab, ob die TK-Gemeinde mein „Wirken“ positiv bewertet. Sollte das nicht (mehr) der Fall sein, werde ich gehen. Mein zentrales Ziel ist ein Beitrag zum Erhalt der Tipp-Kick-Bewegung. Eine ganz und gar nicht einfache Herausforderung. Gedankenspielereien sind das Erweitern der bisherigen Palette an Wettbewerben. So was wie beim Tennis der Davis-Cup mit Doppelspielen (also zwei gegen zwei in einem Spiel) finde ich interessant. Auch vielleicht mal ein Mehrkampf mit weiteren Sportarten.

Ich bevorzuge auch die Konzentration der Ligenspiele auf wenige Wochenenden. Viele Spiele, weniger Fahrten und hoffentlich mehr gemütliche Abende mit Kennlernenffekt. Das wäre dann vergleichbar den Einzelturnieren.

 

„Quo vadis, Tipp-Kick?“, in vielen Interviews wird immer wieder diese Frage gestellt. Du bist seit Jahrzehnten dabei und ein Insider par excellence. Was ist Deine persönliche Einschätzung?

Die wohl schwierigste Problematik. Wenn die derzeit „alten“ Haudegen, die die Vereinsarbeit leisten, irgendwann das nicht mehr machen – inwieweit es da jeweils Ersatz geben wird, ist völlig offen. Beispiel sei Wasseralfingen. Da bedaure ich sehr, daß dort nicht mehr die ausreichende Zahl an Organisatoren aktiv ist.

Auch ob für Miegs das Tipp-Kick dauerhaft wirtschaftlichen Boden bildet, ist sehr offen. Meiner Einschätzung nach kann man wohl mit Tipp-Kick alleine als Hersteller nicht überleben.

Ein Lehrer, Fabio de Nicolo, hat gerade als Projekt eine Tipp-Kick AG an seiner Schule. Da bin ich sehr gespannt, ob das erfolgreich ist. Da wäre dann eine Chance, wenn man über die Schulen gehen könnte.

 

Es ist erstaunlich, dass der große Bruder „Fußball“ die ganze Welt in Atem hält. Und der kleine Bruder „Tipp-Kick“ überschreitet nur punktuell unsere Landesgrenzen. Lediglich in der Schweiz konnte sich ein Verband und mehrere Vereine bilden. Könnte hier nicht der DTKV mehr initiieren, wie z.B. offizielle Länderspiele – und wenn es in den Anfängen erst nur gegen die Schweiz gehen würde -, oder unsere Homepage mit englischen Unterseiten? Die Länderspiele könnte man dann publikums- und medienwirksam anpreisen.

An ein Länderspiel gegen die Schweiz habe ich auch schon gedacht. Zu Bedenken ist hier der finanzielle Aspekt. Wenn ein Spieler aus dem hohen Norden zu einem Länderspiel in Bern einzuladen ist, sind unsere finanziellen Möglichkeiten schnell an ihrer Grenze. Ich befürchte auch, daß das Presseecho eher verhalten wäre. Ich schließe das aus der Anziehungskraft anderer Sportarten. Da kommen halt ebenfalls fast nur Angehörige. Selbst bei hochklassigen Veranstaltungen.

Schuld daran ist sicher das Fernsehen. Weil dort konzentriert sehr viel Fußball kommt. Wir haben zwei Hauptprogramme im öffentlich rechtlichen Fernsehen und zahlreiche dritte Programme, dazu ZDF-Info, 3 Sat etc. Warum gibt es keinen Sportsender? 24 Stunden Sport. Und dann eben auch mehr als Fußball. Da wäre dann Platz für Badminton, Curling oder Tipp-Kick. Das würde viel bewegen. Diese 3 Minuten Beiträge in der Sportreportage sind zu wenig.

Unsere Infoseiten in anderen Sprachen – ich kann nicht beurteilen, ob das nachgefragt würde – es müsste dann aber auch jeweils mit mehr als mit Schulenglisch übersetzt werden.

 

Wenn ein Anfänger Dich fragen würde, was kann mir Tipp-Kick für das Leben geben, was würdest du ihm antworten?

Im Idealfall unendlich viel Spannung, Freude, Glücksmomente, ab und zu begleitet von Ärger und Enttäuschungen (das gehört halt dazu). Ich finde, daß Tipp-Kick sehr ehrlich ist – denn im Prinzip gewinnt meist der wirklich bessere (wie z.B. im Eishockey oder Badminton, aber nur bedingt im Fußball).

Man lernt Menschen fürs Leben kennen, kommt viel rum – und das alles mit recht wenig finanziellem Aufwand. Und es gibt zahlreiche Freundschaften, die dabei entstehen. Das dürfte mit das wertvollste dabei sein.

 

Wie lange spielst Du schon Tipp-Kick und was hält dich als Spieler dabei?

Ich habe im Juni 1975 mein erstes offizielles Turnier gespielt – eine Süddeutsche Meisterschaft mit 22 Teilnehmern und zwei Runden – eine am Samstag und eine am Sonntag – was für ein Kuriosum. Süddeutscher Meister wurde übrigens Rainer Schönlau, der immer noch spielt. Fast so lange wie Wilfried Mietke aus Berlin. Weit mehr als 50 Jahre spielt Wilfried aktiv Tipp-Kick – sensationell!

Mich fasziniert Tipp-Kick immer noch. Ich habe dabei so viel erlebt und das allermeiste war gut.

 

Vermißt Du eigentlich als Spieler die alten Zeiten?

Ich habe das Tipp-Kick-Spiel ohne Farblegen als lebendiger empfunden. Wenn es einer darauf anlegen würde, könnte er heutzutage bei Führung zur Halbzeit und eigenem Anstoß das Spiel in der zweiten Halbzeit so gestalten, daß der Gegner nicht ein einziges Mal an den Ball kommt (höchstens, wenn er die Abwehr wegnimmt …). Das wäre früher nicht möglich gewesen. Und dennoch hat früher auch schon meist der bessere gewonnen, weil der Glücksfaktor viel kleiner war als der Verlierende meist vermutet hat. Ich habe keine fünf Spiele erlebt, die vom Glücksfaktor Ball entschieden wurden.

Was ich heute sehr schätze ist die Anständigkeit. Nahezu alle Top-Spieler sind auch sehr fair. Da könnte sich ein Manuel Neuer vom FC Bayern eine dicke Scheibe abschneiden (was wäre der für ein Held, wenn der beim Spiel Deutschland gegen England 2010 zum Schiedsrichter gesagt hätte – Sie haben sich geirrt, der Ball war drin). Geht nicht, sowas? Warum? Weil es um Millionen geht? Ich sehe das anders.

Die Turniere laufen dank Peter Deckert und Artur Merke programmtechnisch perfekt (egal mit welchem Modus). Das verkürzt die Wartezeiten (Ich war bei der Deutschen Meisterschaft

1983 mit 280 Teilnehmern dabei – das war zum auslosen ohne Computer eine mühselige Aufgabe). Wenn in Frankfurt beim Tourfinale die Teilnehmer präsentiert werden – da kriege ich jedesmal Gänsehaut. Wenn in Berlin zu Ostern Jahr für Jahr drei Tage Tipp-Kick perfekt organisiert wird, wenn in Hirschlanden Andreas Sigle bei jedem Teilnehmer, der schon etwas länger spielt, weiß, gegen wen der 1987 zur Halbzeit irgendwo 2:0 geführt hat – da bin ich glücklich, ein kleines Rädchen in dieser Tipp-Kick-Welt 2017 zu sein.

 

Was wünschst Du Dir als DTKV-Präsidiumsvorsitzender für 2017 besonders?

Daß die Dinge, die 2016 gut waren, auch 2017 wieder funktionieren und daß es weniger Streitfälle gibt.

Persönlich würde ich auch mal total gerne bei „Wer wird Millionär?“ mitmachen. Da würde dann in der Vorstellung stehen: „Spielt leidenschaftlich Tipp-Kick“

Vielen Dank für das Interview und alles Gute!

 

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Talentschmiede: Florian Stähle

Sein Brett ist deutschlandweit bereits gefürchtet wie das des großen Normann Koch. Doch Florian Stähle vom TKC 71 Hirschlanden hat noch mehr auf dem Kasten: Nicht umsonst steht der 16-Jährige auf Platz 18 der DTKV Turnierrangliste. Außerdem überzeugte er uns beim 2. Römer Cup im vergangenen Jahr, welchen er bravourös gewann!

Flo fing 2012 gemeinsam mit seinem Papa Frank mit dem Tipp-Kick an. Während dieser mittlerweile eher selten am externen Spielbetrieb teilnimmt, lässt sich der Sohnemann kaum ein Turnier entgehen. Von den großen Turnieren verpasste er 2016 nur die Westdeutsche Einzelmeisterschaft. Beim Tourfinale setzte er sich gegen namhafte Konkurrenz durch und qualifizierte sich für die Play-Offs. Dort musste er sich erst seinem Vereinskameraden Artur Merke geschlagen geben. Natürlich profitiert er vom hohen Niveau beim Training in Hirschlanden, allerdings bedarf es großer Klasse und Geduld, sich anfangs von Niederlagen nicht unterkriegen zu lassen.

Florian (l.) spielt trotz seines Alters bereits beim Konzert der Großen mit.

Neben seiner großen Stärke, dem Brett, verfügt Florian über ein breites Repertoire in der Offensive. In jeder Spielsituation ist er in der Lage, einen gefährlichen Ball aufs gegnerische Tor zu bringen. Außerdem verfällt der junge Schwabe gerne in einen Spielrausch, in dem er nur schwer zu stoppen ist. In diesem Fall fegt er wie ein Wirbelwind über die Platte und lässt dem Gegner nicht den Hauch einer Chance, zumal sein Torwart kaum überwindbar scheint.

Weitere Stärken Florians sind seine Spielübersicht und sein Spielverständnis. Man glaubt nicht, dass ein Jugendlicher an der Platte steht, wenn man ihn beobachtet, denn er gibt sich bereits unheimlich routiniert. Nichtsdestotrotz hebt er nicht ab, sondern sucht vielmehr nach Möglichkeiten, sein Spiel weiter zu verbessern. Gerade wegen dieser Einstellung wird uns Florian im kommenden Jahr noch mehr Spaß bereiten und die Arrivierten weiter aufmischen.

Flo im Duell mit Max Daub, einem seiner Vorbilder.

 

Steckbrief

Name: Florian Stähle

Alter bzw. Geburtsdatum: 16; 12.05.2000

Beim Tipp-Kick seit: 2012

Bisherige Vereine: TKC 71 Hirschlanden

Lieblingsschuss:

Erfolge: Zweiter bei der U-18 DEM 2015; Erster im 2.Römercup 2016

Vorbild: Meine Trainer

Andere Hobbies: Fußball, Akkordeon

Lieblingsmusik: alles

Lieblingsessen: Gibt’s nicht!

 

Fragebogen

Wie bist du eigentlich zum Tipp-Kick gekommen?
Über`s Fernsehen durch einen Bericht vom TKC 71 Hirschlanden.

Wie und wie oft trainierst du?
Früher: 2 mal pro Woche. Heute: alle 2 Wochen im Training und zusätzlich bis zu 1-2 mal die Woche.

Du hast im Mai den 2. Römer-Cup in Frankfurt gewonnen und beim Tourfinale die Endrunde erreicht. Welche Ziele möchtest du langfristig erreichen?
Soweit zu kommen wie möglich in den Turnieren, also Vorschlussrunde oder Endrunde setze ich mir als Ziel bei den Turnieren. Außerdem möchte ich einmal die Hall of Fame erreichen.

Von welchen Tipp-Kickern hast du am meisten gelernt? Gibt es für dich auch ein Vorbild?
Max Daub und Beni Buza.

Wo siehst du deine Stärken und wo möchtest du dich in Zukunft noch verbessern?
Stärke: Offensive. Verbessern möchte ich und muss ich mich noch in allen Bereichen.

Hast du einen Lieblingsgegner? Gibt es auch jemanden, gegen den du sehr ungern spielst?
Beides mein Vater 🙂 Wenn es um etwas geht, z.B. im Training eher ungern, sonst gerne.

Wie glaubst du, kann der DTKV mehr Jugendliche für unser Hobby begeistern?
Schwierig… übers Fernsehen, aber das ist nahe zu unmöglich. Oder über ein Kooperationen zwischen Schulen und Vereinen (Werbung in der Grundschule).

Welchen Tipp würdest du einem Jugendlichen geben, der gerade mit dem Tipp-Kick angefangen hat?
Besuche das Training des Vereins in deiner Nähe und gib nicht auf, wenn etwas nicht gleich funktioniert.

Vervollständige bitte folgenden Satz: Tipp-Kick werde ich in zehn Jahren noch spielen, weil…
ich die Herausforderung und die Vielseitigkeit bei der Sportart liebe.

 

Wähle den Tipp-Kicker des Monats Dezember 2016 und gewinne einen Materialgutschein!

Bewusst wurde der ehemalige Titel „Spieler des Monats“ abgewandelt in „Tipp-Kicker des Monats“. So soll auch immer wieder mal an die vielen, vielen ehrenamtlichen Helfer, Denker und Lenker gedacht werden, die das Konstrukt Tipp-Kick lebendig halten. Daher liebe Turniersieger des Monats Dezember, Jonathan Weber (neuer Baden-Württembergischer Einzelmeister) und Christoph Jilo (Strünkede Cup-Sieger), seid mir nicht böse, aber es gibt für den Dezember 2016 eine ganz spezielle Wahl. Und ihr seid so gut, dass ihr in nächster Zeit bestimmt wieder Chancen habt, nominiert zu werden.

Die Kandidaten bei der Dezember-Wahl sind bis auf eine Ausnahme keine einzelne Personen, sondern kleine Gruppen, die stellvertretend für ein „Thema“ stehen. Und weil die Wahl so schwer fallen wird, darf jeder Teilnehmer an der Wahl 2 Stimmen abgeben!

Bei der einzelnen Person handelt es sich nicht nur um einen Spieler, sondern um den Newcomer des Jahres 2016, der sich das ganze Jahr sensationell entwickelt hat. Aber er hat schwere Gegner! Schaut euch die anderen Kandidaten an! Und nicht vergessen, jeder darf 2 Stimmen abgeben, egal ob unterschiedliche oder gleiche! Viel Spaß beim Auswählen!!

Unter allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern der Umfrage werden 2 DTKV-Materialgutscheine in Höhe von 10 Euro verlost, die im MITGLIEDERSHOP oder auf Turnieren bei Bernd Weber einlösbar sind. Am Seitenende findest du das Formular für die Abstimmung, welche bis zum 31. Januar 2017 läuft. Der Gewinner wird anschließend auf der DTKV-Internetseite veröffentlicht.

 

Die 7 Kandidaten:

Florian Stähle (TKC 71 Hirschlanden)
Der einzige Spieler und “mein“ Newcomer des Jahres. Als U18-Spieler in der Rangliste von Platz 48 auf Platz 18 geklettert, bester U18-Spieler Deutschlands, erstmalige Endrunden-Teilnahme bei einem Sektionsturnier, Top-Ten-Platz beim Tourfinale, alle 4 Sektionsmeisterschaften unter den Top-25-Plätzen, erster Turniersieg! Sensationell und Chapeau, Florian!

 

Das DTKV-Team
Angeführt von ihrem Präsidiumsvorsitzenden Peter Funke kümmert sich eine Reihe von Mitgliedern des Präsidiums und von Mitgliedern der Sektionsleitungen darum, dass das Schiff „Tipp-Kick“ in ruhigen Fahrwässern bleibt. Für diese unglaublich zeitintensive und ehrenamtliche Arbeit euch allen ein besonderes Dankeschön!

 

Die Planer und die Statistiker
Sie normieren die Turnierabläufe, schreiben die entsprechenden Computerprogramme, verfeinern die Modi. Sie sorgen seit Jahren dafür, dass Turniere nach einem bestimmten Schema ablaufen und dass alle Ranglisten oder Ligentabellen superschnell aktualisiert sind! Peter Deckert, Artur Merke und Georg Schwartz, euch ein dickes Dankeschön!

 

 

Die Turnierausrichter
Sie lassen uns viele Kilometer reisen, tolle Momente erleben und wollen möglichst unauffällig im Hintergrund bleiben: die Turnierausrichter, die schon zum Teil seit Jahrzehnten viel Zeit in unser Hobby investieren: Chr. Lorenzen (Berliner Pokalmeisterschaft), A. Sigle (Glemsgauer Pokalturnier), A. Hofert (Bockenemer Stadtmeisterschaft), als Beispiel, kommen alleine bis heute auf zusammen 99 Turnierausrichtungen. Aber auch Turniere wie die DEM in Kaiserslautern waren top ausgerichtet! Und dann die vielen kleinen Regionalturniere, die immer mehr besucht werden! Danke euch Turnierausrichtern, ihr seid es, die uns tolle Wochenenden bescheren!

 

Die Clubchefs
Teilweise seit Jahrzehnten im Dienst der Tipp-Kick-Gemeinde halten sie die Vereine zusammen, holen durch vielfältige Aktionen neue Talente in unsere Sportart und lassen den Tipp-Kick-Sport das 96. Lebensjahr erleben. Danke den Kandzioras, Krätzigs, Lorenzens, Schäfers und Sigles und vielen, vielen anderen Clubchefs für eure wöchentliche Clubarbeit!

 

Die Gilde der TK-Spieler-Veredler
Egal ob von Olli oder Uwe Wegener, Bernd Weber, Thomas Ruchti, Michael Kleofasz, Christoph Ihme oder Christian Weitze hergestellt, diese Püppchenbauer entwickeln eine Magie, die dich nach den ersten Schüssen mit einem neuen Spieler glauben lassen, dass du ab jetzt unbezwingbar bist. Danke euch allen für diese Magie!

 

Das Rundschau-Team
Max Gottschalk hat eine tolle Homepage im Rahmen seiner Masterarbeit geschaffen und den schwarz-weißen Ball steil auf Jonathan Weber vorgelegt. Dieser veröffentlicht mit seiner Crew Woche für Woche Artikel um Artikel und zeigt so der Außenwelt: unser Tipp-Kick-Sport lebt!

 

STIMME AB!
Um deine Stimme für den Tipp-Kicker des Monats Dezember 2016 abzugeben, fülle bitte das folgende Formular aus. Für die Stimmabgabe musst du lediglich den Spieler deiner Wahl anklicken, deine E-Mail-Adresse und deinen vollständigen Namen abgeben. Spielst du in einem Verein, teile uns bitte auch mit, in welcher Region dein Verein angesiedelt ist. Bist du noch kein im Verband gemeldeter Tipp-Kicker, wähle bitte den Button Tipp-Kick-Interessent.

Bei dieser Wahl darfst du maximal 2 Mal wählen, egal ob für einen oder für 2 unterschiedliche Kandidaten!

Abstimmungsschluss: Samstag, 31. Januar 2017, 23:59:59 Uhr

Vorschau: 2. AVU-Winter-Cup in Gevelsberg

Das erste DTKV Turnier im Jahr 2017 steht an! Der TKC 1986 Gevelsberg lädt ein zum 2. AVU Wintercup! Grund genug, seine Spielfiguren nach dem Winterschlaf wieder auszupacken und sich mit den anderen Cracks zu messen.

Nachdem die Premiere im vergangenen Jahr mit 61 Teilnehmern gelungen ist, dürfen sich die Veranstalter bereits heute über 62 Anmeldungen für den 2. AVU Winter Cup freuen. Noch nicht unter den Teilnehmern befindet sich Titelverteidiger Jochen Hahnel (Waltrop), welcher im vergangenen Jahr mit 3:0 gegen Marcus Socha (Drispenstedt) gewann.

Wappen des Veranstalters TKC 1986 Gevelsberg

Gerade auch Anfängern und Neulingen sei das Turnier nahegelegt, da neben den erfahrenen Spielern bereits auch andere Neulinge und Jugendliche ihr Kommen angekündigt haben.

 

Key Facts

Veranstalter: TKC 1986 Gevelsberg

Datum: 29. Januar 2017

Beginn: 10:00 Uhr

Startgeld: 9 €, Jugend und Damen kostenlos

Ort: Turnhalle Strückerberg, Alter Hohlweg 54, 58285 Gevelsberg

Anmeldeschluss: 27. Januar 2017

Anmeldung und weitere Informationen: TKC 1986 Gevelsberg

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Tipp-Kicker des Monats November 2016: Robert von Hering

Erst auf der Zielgeraden wurde die Wahl entschieden und so konnte sich Robert von Hering (SpVgg Balltick Kiel) knapp mit 14 Stimmen gegenüber Marc Koschenz (TKV Grönwohld), für den 12 Stimmen abgegeben wurden, durchsetzen. Max Daub (TKC 71 Hirschlanden) mit 9 Stimmen sowie Michael Kalentzi (Schlachtenbummler Bochum) mit 7 Stimmen liegen im Mittelfeld. Die restlichen drei Kandidaten Christian Schäl (Spieltrieb Ylipulli Gießen), William Schwaß (Oberbayern München) und Fred Elesbao (SG Hannover) kamen auf zusammen 8 Stimmen.

Unter allen Teilnehmern der Abstimmung wurde ein Materialgutschein für den DTKV-MITGLIEDERSHOP in Höhe von zehn Euro verlost. Der Gewinner ist Steve Gelhaar. Die separat ausgelobte Flasche Sekt bekommt Frank Sauter, der seine Stimme als letzter Wähler des Jahres 2016 abgab. 

Interview mit Robert von Hering:

Glückwunsch, Robert, zur Wahl „Tipp-Kicker des Monats November 2016“.
Zunächst einmal vielen Dank für die Glückwünsche und an alle, die sich an der Umfrage beteiligt haben. William, es tut mir leid, dass es auch hier nicht für einen Titel gereicht hat. Dafür seid ihr mit eurem Namen auf jeden Fall in den Top 10 bei den neugegründeten Tipp-Kick-Vereinen 2016.

Erzähle uns doch mal das Tourfinale 2016 aus deiner Sicht. Gestartet von einem der hinteren Plätze standest du auf einmal auf dem Siegertreppchen. Was ist passiert?
Ich habe für mich persönlich eine ganz gute Saison gespielt und mich sehr über meine erste Qualifikation für das Tourfinale gefreut. Ich wusste aus den vorangegangenen Turnieren, dass ich die meisten Top-Spieler auch mal schlagen kann. Das waren natürlich immer ganz besondere Siege, die einen beflügeln können. Beim Tourfinale ging es in der Vorrunde gut los und ich konnte mich durch ebensolche Siege in einen wunderbaren Tipp-Kick-Rausch spielen. Ich habe außerdem jeden Sieg (insbesondere in den Play-Offs) als Zugabe empfunden. Mehr Siege bedeuteten auch noch mehr Tipp-Kick.

Bisher stehen in deiner Vita als Tipp-Kicker lediglich 2 vordere Plätze bei Regionalturnieren. Und nun diese Leistungsexplosion. Wohin führt dein Weg?
Ein paar logische Schritte auf der Tipp-Kick-Karriereleiter habe ich einfach übersprungen. Finalteilnahme bei einem kleineren Turnier, 400er-Wertung in der Turnierrangliste, Finalsieg bei einem kleineren Turnier, Endrundenteilnahme bei einer großen Meisterschaft, … Die Liste kann ich jetzt ganz entspannt angehen.

Warum Tipp-Kick? Warum nicht Schach? Was fasziniert dich so an dieser Randsportart Tipp-Kick? Gab bzw. gibt es ein sportliches Vorbild für dich?
Beim Schach steht halt niemand daneben und ruft „Kasten, Kasten, KASTEN“ oder beschwert sich über eine zu kurze Deckung. Das würde mir schon fehlen. Ein sportliches Vorbild habe ich übrigens noch nicht. Mir gefallen aber die Tipp-Kicker, die richtig brennen. Die Besessenen. Die, die sich die Frage nach dem „Warum?“ gar nicht stellen.

Siehst du dich eher als Mannschaftsspieler oder als Einzelspieler? Was für Ziele hat dein Verein langfristig? Seid ihr dazu bereit „Legionäre“ anzuheuern?
Ein Punkt, der unseren Sport so reizvoll macht, ist gerade die Kombination aus Mannschafts- und Einzelspielbetrieb. Natürlich machen Siege mit der Mannschaft mindestens dreimal so viel Spaß wie alleine, andererseits lernt man an einem langen Turniertag viel dazu, was auch wieder dem Team zugutekommt. Wir alle kennen Tipp-Kicker, die sich trotz einer Mannschaftsniederlage über ihre eigenen 5,6,7,8 Punkte freuen. Ich bin jedoch froh, in einem Verein zu spielen, bei dem die Mannschaft an erster Stelle steht und auch ein einzelner Punkt eines Einzelnen der 17. Punkt der Mannschaft sein kann.

Natürlich wollen wir als Mannschaft den Aufstieg in die Erste Liga schaffen. Im letzten Jahr hat es knapp nicht gereicht, jetzt ist unsere Motivation noch höher. Flo geht seit dieser Saison einmal in der Woche zum Stimmtraining, um seine Tore noch lauter bejubeln zu können. Simon hat seine Computer-Tastatur an die Wand gelehnt und schreibt Mails nur noch mittels präziser Bretter. Und Olli hält schon seit Monaten sämtliche Kicker-Bestellungen an Spieler aus unserer Liga zurück. Die liegen alle fertig bei ihm auf dem Post-Stapel. Langfristiges Ziel kann dann eigentlich nur lauten, der beste Verein in der Geschichte Schleswig-Holsteins zu werden. Die Kombination aus unserem blau-weißen Logo und der Tatsache, dass S. Winckelmann als bekennender Anti-Kieler gilt, ist meiner Meinung nach übrigens die einzige Möglichkeit, die Fantastic Four im Rahmen eines Mannschafts-Ehrenkampfes wieder zu vereinen. Dies ist eine offizielle Herausforderung!

Daneben setze ich in diesem Jahr viel auf unsere Zweite. Die haben sich alle in letzter Zeit stark verbessert und gehören in die Regionalliga.

Ach ja, und Legionäre nehmen wir natürlich nur, wenn sie Hansen heißen. Das sieht ja sonst nicht aus auf dem Spielprotokoll.

Gibt es eigentlich einen Zeitpunkt, an dem du weißt, jetzt ist es Zeit aufzuhören? Und wann wäre der für dich?
Man kann seine Tipp-Kicker nicht „an den Nagel hängen“. Da halte ich es wie Oliver Schell: Es ist wie mit einem Toaster. Man benutzt ihn vielleicht eine Zeit lang nicht, hat ihn aber zumindest irgendwo stehen und ist bereit, auf Knopfdruck sofort wieder richtig harte Bretter zu toasten.

Vielen Dank, Robert, für deine Antworten, dir einen guten Start in ein gesundes neues Jahr 2017 und viel Tipp-Kick-Spaß!

 

Eine kleine, manchmal bitte nicht ernst zu nehmende, statistische Auswertung der Stimmen ergab:

  • Bei der Wahl zum „Tipp-Kicker des Monats November 2016“ wurden genau 49 gültige Stimmen abgegeben, bei einer ungültigen Stimme. Mal wieder wählte aus dem Südwesten der Republik ein Spieler doppelt und zwei unterschiedliche Spieler. Die zweite Stimme wurde als ungültig erklärt.
  • Es wählten nach Regionen: Norden (23 Stimmen), Süden (14 Stimmen), Westen (6 Stimmen) und der Osten (3 Stimmen). Und schon wieder erweist sich der Osten als Multikulti: 3 Stimmen für 3 verschiedene Bewerber.
  • Betrachtet man jede Region für sich, erzielte der Kandidat Michael Kalentzi den Spitzenwert von 83 %. Unglaublich, aber wahr, der Westen ist Kalentzi-Land!
  • Diesmal wählte kein Kandidat sich selbst (abgesehen von einem Sohnemann, der seinen Papa wählte, was aber legitim ist). Aber es gab ein echtes Novum: Ein aufgestellter Kandidat wählte einen seiner Konkurrenten. Applaus, welch großartiger Sportler!
  • Der Dezember ist bekannt für seine Weihnachtsfeiern. Und prompt schlug sich das bei der Wahl nieder. Im Minutentakt bekam ein Kandidat mal eben 8 Stimmen … diese Teilnehmer sind mir gänzlich unbekannt und man hätte sich gewünscht, Sie hätten den Button „Tipp-Kick-Interessent“ statt der Region gewählt … so nahmen „offiziell“ nur 2 Tipp-Kick-Interessenten teil.
  • Gleich 11 Bundesliga-Spieler beteiligten sich an der Wahl. Rekord! Ginge es nach ihnen, hätte Max Daub vor Marc Koschenz und Robert von Hering gewonnen.
  • 2 Damen nahmen an der Wahl teil und verteilten Ihre Gunst in verschiedene Himmelsrichtungen.
  • Insgesamt „nur“ 49 Teilnehmer sind Durchschnitt und insgesamt noch relativ mager. Vielleicht interessiert ja eine Wahl „Sexiest Tipp-Kicker alive 2017“ im kommenden Sommer während der Saure-Gurken-Zeit? Kandidaten mögen sich bei mir mit aussagekräftigen Fotos melden!

Vorschau: Save the dates! Die großen Veranstaltungen 2017

Das neue Jahr steht vor der Tür! 2017 werden die Profi Tipp-Kicker viele Möglichkeiten haben, ihr Können unter Beweis zu stellen. Damit ihr kein großes Event im kommenden Jahr verpasst, haben wir euch folgende Übersicht erstellt.

11. und 12. März in Delligsen

Erstmalig findet die Norddeutsche Einzelmeisterschaft in Delligsen statt. Dafür haben sich die Ausrichter vom Delligser SC einiges überlegt: Neben der NDEM finden an diesem Wochenende 3 weitere Profi-Turniere statt! Außerdem wird parallel ein reines Amateurturnier angeboten, um den zahlreichen Hobbykickern eine Plattform zu bieten. Teilnahmeberechtigt ist jeder, der aktuell weder in einer Liga gemeldet noch in der DTKV-Turnierrangliste gelistet ist. Gespielt wird natürlich auf echten DTKV-Turnierplatten, allerdings darf kein Profimaterial verwendet werden. Zunächst soll in Delligsen getestet werden, wie die Idee angenommen wird, mit der Option solch ein Turnier bei den Sektionsmeisterschaften und der Deutschen Einzelmeisterschaft zu etablieren. Dabei wird Materialguru Bernd Weber dieses Turnier betreuen. Als Turnierausrichter sowie Jugendtrainer in Wasseralfingen hat Bernd eine enorme Erfahrung gesammelt, um dieses Turnier für Hobbykicker als echtes Erlebnis zu gestalten. Weitere Informationen folgen in den kommenden Wochen.

Kann Max Daub seinen Titel bei der Norddeutschen verteidigen?

 

14. – 16. April in Berlin

Traditionell trifft sich die Tipp-Kick Elite zum größten DTKV-Event nach der Deutschen Einzelmeisterschaft an Ostern in Berlin. Neben den zwei Hauptturnieren am Samstag (47. Berliner Pokalmeisterschaft) und Sonntag (27. Ostdeutsche Einzelmeisterschaft) sowie den beiden Nebenturnieren wird wie gewohnt am Freitag die Berlin Open ausgespielt. So ist es möglich, an diesem Wochenende bis zu 5 (!) Turniere zu absolvieren. Der Ausrichter Celtic Berlin hat sich in den letzten Jahren immer wieder aufs Neue übertroffen: Angefangen bei identisch gebauten Turnierplatten von höchster Qualität, über einen reibungslosen Turnierablauf und eine für solche Turniere gebaute Sporthalle, wird das Event von fairen Verpflegungspreisen abgerundet.

Titelverteidiger Jonathan Weber wird es bei der Ostdeutschen nicht mehr so leicht haben!

 

13. und 14.5. in Delligsen

Nach der Norddeutschen richtet der Delligser SC 2017 auch die DTKV-Pokalendrunde und die Mannschaftsplay-Offs aus. Während sich die Teams für den Pokal, der am Samstag und Sonntag stattfindet, in regionalen Ausscheidungen qualifizieren müssen, kämpfen in der Bundesliga mehrere Teams um die begehrten Play-Off Tickets. Die Play-Offs finden dabei am Samstagabend statt, sodass möglichst viele Zuschauer von den anderen Teams vor Ort sind. Für Tipp-Kick auf allerhöchstem Niveau ist also gesorgt!

Der Titelverteidiger (v.l.): Frank Hampel, Michael Kaus, Beni Buza, Alex Beck

 

24.6. in Gießen

Bei der Jahreshauptversammlung des DTKVs wird die vakante Position des Bundesspielleiters neu besetzt, welcher sich

um alle Belange rund um den bundesweiten Ligaspielbetrieb kümmern soll. Auch eine einheitliche Darstellung des Spielbetriebs im Internet gehört in den Aufgabenbereich des Bundesspielleiters. Ebenso werden bei dieser Versammlung zukünftige Großevents vergeben. Bis zum 31.05.2017 besteht die Möglichkeit, sich bei Turnierspielleiter Artur Merke um die Ausrichtung eines solchen zu bewerben. Weitere Infos findet ihr hier.

 

16. und 17.9. in Bockenem

DAS HIGHLIGHT im DTKV schlechthin, die Deutsche Einzelmeisterschaft, wird 2017 vom TKV Jerze in Bockenem ausgetragen. Nach einem erfolgreichen Probelauf bei der NDEM und dem Tourfinale im vergangenen November dürfen wir uns auf eine super organisierte Deutsche freuen. Die Jungs um Andreas Hofert und Christoph Ihme sorgten dort für einen reibungslosen Turnierablauf und insbesondere die familiäre Stimmung bei Jerzer Turnieren war ein Garant für das zahlreiche Erscheinen vieler Topspieler. Gespannt darf man sich die Frage stellen, ob der amtierende Deutsche Meister Michael Kaus seinen Titel verteidigen kann.

Szene aus dem Finale 2016: Patrick Malessa gegen den Sieger Michael Kaus (r.)

 

14. und 15.10. in Hirschlanden

Traditionsturnier am Samstag, Sektionsmeisterschaft am Sonntag oder einfach Tipp-Kick pur in Hirschlanden! Zuerst steht mit der 35. Ausspielung des Glemsgau-Pokalturniers ein Jubiläum an, am Sonntag folgt die Süddeutsche Einzelmeisterschaft. Der TKC 71 Hirschlanden kann auf viele Turnierwochenenden zurückblicken, welche allesamt ein voller Erfolg waren. So soll es auch im kommenden Oktober sein. Das Team um Andreas Sigle, Artur Merke und Max Daub sorgt für einwandfreie Bedingungen sowie eine preiswerte und leckere Verpflegung.

Die Nummer 1 Fabio de Nicolo (l.) legte mit seinem Triumph bei der Süddeutschen den Grundstein für ein erfolgreiches 2016.

 

11. und 12.11. in Bornheim bei Bonn

Erstmals wird in Bornheim ein DTKV-Doppelevent stattfinden. Nachdem die Westdeutsche Einzelmeisterschaft in den vergangenen Jahren schon oft dort ausgerichtet wurde, wird das Wochenende um das Tourfinale samt Nebenturnier um den Sonntag verlängert. Beim Tourfinale sind die 32 besten des vergangenen Turnierjahres teilnahmeberechtigt, sodass an diesem Wochenende eine enorm hohe Leistungsdichte vorzufinden sein wird.

Tourfinalsieger Robert von Hering (r.) wird in Zukunft dem Favoritenkreis zugeschrieben werden!

 

Alle weiteren Termine findet ihr hier.

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Talentschmiede: Daniel Bialk

Talent, Jugend und eine gesunde Portion Ehrgeiz sind wichtige Zutaten für eine aussichtsreiche Tipp-Kick-Karriere. Diese Attribute treffen auf Daniel Bialk aus Falkensee zu. Daniel nimmt seit 3 Jahren aktiv am DTKV Spielbetrieb teil und kann trotz dieser kurzen Zeit beachtliche Erfolge aufweisen: Bereits zweimal durfte er beim Tourfinale teilnehmen, beim Latscho-Cup erreichte er das Finale und überdies ist er amtierender Deutscher U18-Meister.

Der Teenager kam durch seinen Papa André zum professionellen Tipp-Kick. Dieser war bereits früher aktiv und kennt daher die Szene bestens. Von dieser Erfahrung hat Daniel von Anfang an enorm profitiert. Doch nicht nur das: Das Vater-Sohn-Gespann bereist gemeinsam ganz Tipp-Kick-Deutschland und pflegt ein sehr gutes Verhältnis, denn lange Touren schweißen bekanntlich zusammen. Es ist schön zu sehen, dass die Leidenschaft für Tipp-Kick über Generationen hinweg zu vermitteln ist!

Daniel und André Bialk: Ein starkes Team!

Für sein Alter verfügt Daniel über eine überdurchschnittliche Verteidigung. Vor allem durch die geschickte Positionierung von Abwehrkicker und Torwart macht er es seinen Gegnern schwer, einen Treffer zu erzielen. Doch auch wenn er sich mal nicht auf sein Bollwerk verlassen kann, ist Daniel sehr gefährlich, denn er zeichnet sich an der Platte durch einen großen Kampfgeist aus. Selbst einen Rückstand von mehreren Toren vermag der Liebhaber schwäbischer Maultaschen noch aufzuholen. Er hat bereits früh verstanden, dass im Tipp-Kick alles möglich ist und man niemals aufgeben darf. Außerdem merkt man ihm an, dass er das Spiel taktisch verstanden hat und damit auch nominell stärkere Gegner schlagen kann.

Auf seine starke Verteidigung kann sich Daniel verlassen!

Bleibt Daniel am Ball, steht ihm eine große Zukunft im Tipp-Kick-Bereich bevor. In knappen Spielen kann sein Kampfgeist entscheidend über Sieg und Niederlage sein. Außerdem gewinnt man bekanntlich Titel durch eine solide Abwehr. Wenn die Leistungskurve weiterhin so geradlinig nach oben verläuft, wird er in wenigen Jahren die Tipp-Kick-Elite aufmischen.

 

Steckbrief

Name: Daniel Bialk

Alter: 16 Jahre

Beim Tipp-Kick seit: 2013

Bisherige Vereine: Spandauer Filzteufel, Drispenstedt

Lieblingsschuss: Heber bei kurzer Deckung

Erfolge: U18-Meister, 2-facher Teilnehmer Tourfinale, 2. Platz Latscho-Cup

Vorbilder: spielerisch Christian Kuch, menschlich Dirk Kandziora, Martin Leinz und Siddharta Poppat

Andere Hobbys: Fußball

Lieblingsmusik: von Alan Walker „Fade“

Lieblingsessen: Schwäbische Maultaschen

Daniel und eines seiner Vorbilder: Martin Leinz.

 

Fragebogen

Wie bist du eigentlich zum Tipp-Kick gekommen?
Durch meinen Vater, dessen Tipp-Kick-Platte jahrelang im Keller unbenutzt stand.

Wie und wie oft trainierst du?
Bei Celtic, gelegentlich bei den Filzteufeln oder in Wolfsburg, am häufigsten mit meinem Vater abends im Keller.

Beschreibe doch mal bitte, was dich an Tipp-Kick so sehr reizt.
Ich kann es nicht beschreiben, Tipp-Kick ist einfach ein geiles Spiel. Jedes Mal andere Situationen an der Platte, die Leute zu treffen, aber auch die langen Autofahrten mit meinem Vater.

Du hast Anfang Oktober die Deutsche U18 Meisterschaft gewonnen. Was bedeutet dieser Titel für dich und wie fühlt es sich für dich an, Deutscher Meister zu sein?
Es war mein erster offizieller Titel und ich bin stolz darauf. Doch leider war mein Hauptkonkurrent um diesen Titel nicht mit dabei. Es gibt zu wenig U18-Spieler, daher sind für mich das Erreichen von Endrunden oder des Tourfinales größere Ziele.

Du teilst dein Hobby mit deinem Papa André. Was hast du dir alles von ihm abgeschaut?
Den Kampfgeist bis zur letzten Sekunde und mich nicht unterbuttern zu lassen. Spielerisch unterscheiden wir uns jedoch völlig, in Bezug auf Erfahrung liegt er aber noch deutlich vorne.

Von welchen Tipp-Kickern außer deinem Papa hast du viel gelernt?
Ich habe einige Tipp-Kicker schon angesprochen und gefragt, wie diese den oder jenen Schuss machen. Und alle haben sich die Zeit genommen, es mir in Ruhe zu erklären. Das rechne ich Alexander Beck, Fabio de Nicolo und Jonathan Weber hoch an.

Wo siehst du deine Stärken und wo möchtest du dich in Zukunft noch verbessern?
Meine Stärken liegen in meiner Ruhe und in der Abwehr. Im Sturmspiel habe ich noch deutlichen Verbesserungsbedarf.

Hast du Lieblingsgegner? Gibt es auch jemanden, gegen den du sehr ungern spielst?
Einen Lieblingsgegner gibt es nicht. Natürlich gibt es auch Spieler, gegen die ich häufig verliere und gegen die ich (noch) kein Mittel finde.

Wie bewertest du die Anzahl der Jugendlichen und Kinder im professionellen Tipp-Kick und wie schätzt du die aktuelle Leistungsdichte ein?
Leider gibt es viel zu wenige Jugendliche im Tipp-Kick. Richtig gut sind von diesen Jugendlichen auch nur eine Handvoll Spieler. So muss man sich dann eben mit den Erwachsenen messen.

Wie glaubst du, kann der DTKV mehr Jugendliche für unser Hobby begeistern?
Im meinem Umfeld kennt keiner Tipp-Kick. Daher muss das Spiel bekannter werden. Z.B. durch Ferienpassaktionen in ganz Deutschland, Werbefilme im Internet oder vielleicht auch im Fernsehen.

Welchen Tipp würdest du einem Jugendlichen geben, der gerade mit dem Tipp-Kick angefangen hat?
Niemals aufgeben, immer weiterspielen. Aus Niederlagen lernen. Bei den guten Spielern zuschauen und aus deren Spiel lernen.

Vervollständige bitte folgenden Satz: Tipp-Kick werde ich in zehn Jahren noch spielen, weil…
ich noch verschiedene Titel gewinnen möchte.

Daniel ist der amtierende deutsche Jugendmeister im Tipp-Kick!