7. Cult Classics: Erster Turniersieg für Felix Lennemann

Felix Lennemann heißt der Gewinner der 7. Cult Classics in Gevelsberg. Der Zweitligakicker von der SG Rheinland/Düsseldorf besiegte im Finale den Bundesligaspieler Holger Wölk (TKC Preußen Waltrop) mit 3:2 nach Verlängerung. Für Felix war dies der erste Turniersieg überhaupt! Der DTKV gratuliert zu diesem Erfolg!

Sage und schreibe 68 Teilnehmer fanden sich zu den 7. Cult Classics in Gevelsberg ein- ein neuer Teilnehmerrekord! Die Vorrunde wurde im Schweizer System mit 10 Runden ausgetragen und die Plätze 1-8 sollten sich direkt für das Achtelfinale qualifizieren. Die Plätze 9-24 mussten zunächst in einer Extrarunde die Gegner für die bereits Gesetzten ausspielen.

Nach der Vorrunde lag Altmeister Klaus Höfer (Gießen) mit 16:4 Punkten punktgleich vor Jochen Hahnel und Marcus Müller (beide Waltrop) an der Spitze. Ebenso konnten sich Michael Kalentzi, der stark spielende Matthias Wietoska (beide Bochum), Holger Wölk, Henning Horn (Karlsruhe/Mayence) und Felix Lennemann über die direkte Qualifikation für das Achtelfinale freuen. Uli Dübel (Herne) rutschte als 24. gerade noch in die Extrarunde. Die Play-Off Duelle wurden im Best-of-One entschieden, sodass nun jedes Spiel ein Endspiel darstellte.

Matthias Wietoska (Schlachtenbummler Bochum) wusste zu überzeugen.

Nach dem Achtel- und Viertelfinale standen sich die Düsseldorfer Felix Lennemann und der in letzter Zeit sehr verbesserte Dirk Hansen sowie Henning Horn und Holger Wölk gegenüber. In beiden Duellen setzten sich die Favoriten Lennemann und Wölk mit 3:2 durch, sodass diese im Finale aufeinandertreffen sollten.

 

Das Finale

Mit Holger stand ein sehr erfahrener Tipp-Kicker im Finale. Seit 1981 packt der Waltroper seinen Koffer, um erfolgreich Tipp-Kick zu spielen. Während er für die Mannschaft in der Bundesliga ein Leistungsträger ist, lässt er es in den vergangenen Jahren im Einzel ruhig angehen und spielt nur sehr wenige Turniere. Dennoch ist er immer für eine Platzierung weit vorne gut. Im Gegensatz dazu hat Felix im vergangenen 15 (!) Turniere absolviert. Seine Finalbilanz sah mit 0:3 bisher nicht rosig aus, aber dies motivierte den Düsseldorfer noch mehr, dieses Mal zu gewinnen.

Felix ging mit 1:0 in Führung, aber Holger ließ sich davon nicht unterkriegen und glich aus. In einem Duell auf Augenhöhe konnte sich keiner vom anderen abheben, sodass nach 10 Minuten ein 2:2 zu Buche stand. Also musste die Verlängerung über den Sieger entscheiden. Hier war Felix der konzentriertere Akteur und er machte seinem Namen aller Ehren. Das 3:2 spielte er gekonnt herunter. Jubelnd durfte er sich über seinen ersten Turniersieg freuen!

Kann mit seiner Leistung zufrieden sein: Turniersieger Felix Lennemann (in schwarz).

 

Alle Platzierungen findet ihr demnächst HIER.

Bilder: Dynamo Düsseldorf, Schlachtenbummler Bochum

Vorschau: 2. Gießener Stadtmeisterschaft

Am 26. November findet die zweite Ausspielung der Gießener Stadtmeisterschaft statt. Aktuell haben sich genau 50 Teilnehmer angemeldet, unter ihnen der Titelverteidiger Jens Foit (Hansa Herford). Das Turnier wird im Schweizer System mit anschließendem Play-Off (Best-of-One) ausgetragen und beginnt um 10 Uhr.

Die Gießener richten nach einer erfolgreichen Premiere im vergangenen Jahr zum zweiten Mal die Stadtmeisterschaft aus. Vielversprechend ist insbesondere die zentrale Lage Gießens in Tipp-Kick-Deutschland. Außerdem wissen die Gießener in letzter Zeit im Spielbetrieb zu überzeugen. Kann Lokalmatador Valentin Tenner seinen Erfolg vom 2. Jerzer Dorfpokal wiederholen und sich zum Stadtmeister krönen? Weitere Favoriten sind Georg Schwartz (Karlsruhe), dem der erste Turniersieg zu wünschen ist. Außerdem hat der Bochumer Michael Kalentzi gute Chancen auf eine Topplatzierung. Oder lässt etwa Bundesligist Christoph Ihme (Jerze) alle Konkurrenten hinter sich? Titelverteidiger Jens Foit ist immer für einen Turniersieg gut. Ihr seht also: Für Spannung ist in Gießen gesorgt!

Jens Foit (r.) ist immer für eine Überraschung gut!

Teilnehmen kann jeder! Insbesondere für Neulinge und Amateure ist solch ein Turnier eine gute Möglichkeit, um Spielpraxis zu sammeln und in den DTKV reinzuschnuppern. Absolute Neulinge können HIER einen Gutschein des DTKVs für eine kostenlose Turnierteilnahme downloaden.

 

Key Facts:

  • Veranstalter: SpielTrieb Ylipulli Gießen
  • Spielort: Bürgerhaus, Volpertstriesch 1, 34535 Wettenberg-Launsbach
  • Beginn: 9:30 Anmeldeschluss / 10 Uhr (Spielbeginn)
  • Ende: ca. 19:10 Uhr
  • Startgebühr: Erwachsene – 7 €; U18 – kostenlos
  • Modus: 10 Runden Schweizer System mit anschließendem Play-Off
  • Beschränkung auf 81 Teilnehmer
  • Anmeldung unter Fahr@arcor.de

 

 

Tourfinale 2016: Robert von Hering schafft die Sensation

Hätte man vor dem Tourfinale nach einem Favoriten auf den Gewinn gefragt, wären sicher die üblichen Verdächtigen genannt worden. Aber es sollte nicht so kommen. Der Sieg von Robert von Hering ist ungefähr so einzuordnen wie die Meisterschaft Leicester City´s in der englischen Premier League: Er gewann völlig überraschend und mit einem ganz eigenen Spielstil, den er der „Kieler Schule“ zuschreibt.

Für das Tourfinale haben sich im vergangenen Turnierjahr die 32 besten Tipp-Kicker qualifiziert, von denen tatsächlich 26 teilnehmen sollten. Pikant war, dass das Turnier im Schweizer System mit 10 Spielen in der Vorrunde ausgetragen wurde, sodass man ständig auf einem hohen Niveau spielte und sich keinen Durchhänger leisten durfte. Abgerundet wurde das Turnier durch ein progressives Play-Off. Dabei haben sich die 4 Bestplatzierten für das Viertelfinale direkt qualifiziert; die Plätze 5 bis 12 spielten in einer Extrarunde deren Gegner aus.

Nach der Vorrunde lag Max Daub (Hirschlanden) mit 16:4 Punkten auf Platz 1, nachdem er am Vortag bereits die 56. Norddeutsche Einzelmeisterschaft gewonnen hatte. Komplettiert wurden die Top 4 von Robert von Hering, Alex Beck und Beni Buza (beide Frankfurt). Die Play-Offs wurden im Best-of-three Modus ausgetragen, sprich man musste 2 von 3 möglichen Spielen für sich entscheiden, um in die nächste Runde einzuziehen.

 

Extrarunde

Frank Hampel (Frankfurt) – Max Gottschalk (Berlin) 3:1 / 6:4

Im Duell der ehemaligen Vereinskameraden setzte sich mit Frank die Erfahrung durch. Insbesondere seine Strafraumbälle stellten eine scharfe Waffe gegen Max dar, der nicht wirklich ins Spiel kam.

Artur Merke (Hirschlanden) – Florian Stähle (Hirschlanden) 7:5 / 4:2

Wie oben besiegte die Erfahrung das Talent. Gerade im ersten Match lag Florian viel zu schnell viel zu hoch hinten, um Artur ernsthaft zu gefährden. Dieser wusste diesen Vorteil geschickt zu nutzen und hatte in den beiden Partien keine Probleme mit seinem Vereinskameraden, der dennoch ein starkes Turnier zeigte.

Jonathan Weber (Wasseralfingen) – Philipp Baadte (Kaiserslautern) 1:3 / 4:2 /4:0
Nachdem Philipp das erste Duell noch ungefährdet für sich entschieden hatte, schienen bei ihm die Kräfte nachzulassen, sodass er nach eigener Aussage immer schwächer spielte. Daher war es die logische Konsequenz, dass Jonathan die Oberhand behalten würde. Einziges Manko bei ihm: Im entscheidenden 3. Spiel ließ er 6 (!) zentrale Strafraumbälle aus.

Patrick Malessa (Berlin) – Fabio de Nicolo (Grönwohld) 0:2 / 4:6

Im Duell der beiden Lautsprecher sollte sich Fabio glatt in zwei Spielen durchsetzen. Im zweiten Spiel konnte Patrick gut mithalten, aber er musste einiges riskieren, um nochmals zurückzukommen. Dies sollte aber nicht sein, sodass sich das Nordlicht über den Einzug in das Viertelfinale freute.

 

Viertelfinale

Max Daub – Frank Hampel 3:4 / 6:1 / 4:3

Nachdem Frank das erste Spiel mit 4:3 für sich entschieden hatte, überzeugte Max im zweiten und machte seinen Gegner mit 6:1 nieder. Psychologisch im Vorteil dominierte er auch das dritte Duell, welches mit 4:3 zu seinen Gunsten endete. Am Vortag der Sieger und dann im Halbfinale: Max ist aktuell in absoluter Topform.

Beni Buza – Artur Merke 0:1 s.d. / 3:5

Ein 0:0 nach der normalen Spielzeit von 10 Minuten ist im Tipp-Kick etwas Seltenes, geht es doch ständig hin und her. Die beiden Duellanten Beni und Artur vollbrachten im ersten Spiel aber dieses Kunststück. Im Sudden Death allerdings fiel sehr schnell das 1:0 für Artur. Gestärkt durch diesen Erfolg setzte sich dieser auch im zweiten Duell gegen den zweifachen Deutschen Einzelmeister durch.

Robert von Hering – Jonathan Weber 4:3 s.d. / 4:2

Im Duell der letzten Zweitligisten war Robert der stärkere Akteur, zumal er in der Vorrunde seinem schwäbischen Konkurrenten beim 3:0 keine Chance ließ. Im ersten Spiel rettete sich Jonathan noch ins Sudden Death, allerdings sollte der K.O. direkt mit dem ersten Schuss erfolgen. Im zweiten Spiel jagte er ständig einem Rückstand nach, sodass Robert verdient ins Halbfinale einzog.

Alex Beck – Fabio de Nicolo 2:1 / 3:2

In der Neuauflage des DEM-Finales von 2010 sollte auch dieses Mal Alex die Oberhand behalten. In zwei sehr von der Taktik geprägten Partien setzte sich der Frankfurter durch. Gekonnt wusste er, wie er den knappen Vorsprung verwalten musste, um sich für die nächste Runde zu qualifizieren.

 

Halbfinale

Max Daub – Artur Merke 2:3 / 2:1 / 3:4 s.d.

Das Duell der Teamkollegen fand auf Augenhöhe statt. Nachdem Artur mit einem 3:2-Sieg vorlegte, konnte Max im zweiten Duell durch ein 2:1 nachziehen. Weil im letzten Spiel keiner von beiden wirklich besser war, musste das Sudden Death entscheiden. Hier war Artur der Glückliche.

Robert von Hering – Alex Beck 3:2 s.d. / 1:2 / 2:1

Im Duell der Defensivspezialisten war Robert stets ein bisschen besser. Weil das erste Spiel nach 10 Minuten unentschieden stand, musste er im Sudden Death alles klar machen. Die daraus resultierende Frustration konnte Alex aber im zweiten Duell zu seinem Vorteil bündeln, denn er setzte auf mehr Ballbesitz. Im dritten Spiel stand es lange ausgeglichen, aber heute stand das Glück des Tüchtigen auf Roberts Seite, sodass der Kieler für alle überraschend das Finalticket buchte.

 

Finale

Im Finale standen sich mit Artur und Robert zwei sehr rational denkende Tipp-Kicker gegenüber. Beide spielen nur mit einem Kicker und zudem sehr konzentriert, sodass sie stets in der Lage sind, die Fehler des Gegners auszunutzen. Artur hatte im Gegensatz zu Robert Finalerfahrung: Neben einigen kleineren Turnieren gewann er die Ostdeutsche Einzelmeisterschaft 2015. Robert hatte sich in den letzten Jahren stetig verbessert und als Vertreter des „Tipp-Kick-Sports“ im Verein zweimal in der Woche trainiert.

Robert (rechts) ließ Artur im Tourfinale-Finale keine Chance.

Man merkte den Kontrahenten die Anspannung an. In der ersten Halbzeit kontrollierte Robert das Spiel, ohne jedoch zu gefährlich zu werden. Dennoch konnte er in Führung gehen und auf dieser in der zweiten Halbzeit aufbauen. Schon kurz nach dem Seitenwechsel jubelte der Kieler abermals, als er mit einem Grinsen im Gesicht schon vor dem Schuss wusste, den Ball zu versenken. Alle hatten erwartet, dass Artur nun alles dafür tun würde, um nochmals ranzukommen. Dem war aber nicht so, denn Robert konnte durch einen sehenswerten Treffer mit 3:0 davonziehen. Als Artur dann aber in der vorletzten Minute den Anschlusstreffer erzielte, keimte nochmals Hoffnung auf, welche sofort wieder zunichte gemacht wurde: Robert erzielte einhändig das 4:1, weil er nach einem Abpraller schneller als sein Gegner schaltete. Zu diesem Zeitpunkt wussten alle Zuschauer in der Halle, dass dieses Finale entschieden war. Gekonnt spielte der Doktorand die letzten Sekunden runter, um dann jubelnd den Erfolg zu genießen!

 

Alle Platzierungen werden demnächst hier veröffentlicht.

 

56. Norddeutsche Einzelmeisterschaft: Max Daub holt den Sektionstitel

Früh übt sich! Dieses Sprichwort trifft auch auf den Tipp-Kick Sport und Max Daub aus Hirschlanden zu. Als Kind begann er mit unserem Hobby- heute darf er sich Norddeutscher Meister nennen. In Bockenem setzte sich der Schwabe in einem spannenden Finale mit 4:3 n.V. gegen Marcel Horchert (Celtic Berlin) durch, der eine ähnliche Tipp-Kick Karriere aufweist.

Mit 104 Teilnehmern war die 56. Norddeutsche im Turnierjahr 2016 das bestbesuchte Sektionsturnier auf der DTKV-Tour. Doch nicht nur die Quantität war beachtlich, denn aufgrund des Tourfinales, welches am Tag darauf stattfinden sollte, fanden sich sehr viele Topspieler ein. Bedenkt man, dass einige Tipp-Kicker krankheitsbedingt kurzfristig absagen mussten, darf man sich schon heute auf die 52. Deutsche Einzelmeisterschaft freuen, welche am 16. und 17. September 2017 stattfinden wird. Der TKV Jerze feierte in Bezug darauf eine mehr als gelungene Generalprobe und stellte den angereisten Tipp-Kickern perfekte Rahmenbedigungen.

Die Jerzer um Christoph Ihme und Andreas Hofert richteten wie gewohnt ein schönes Turnierwochenende aus.

Das Turnier fand im Rundenmodus mit Endrunde statt. In Endrundengruppe A qualifizierte sich Max Daub für das Finale, nachdem er mit 2:4 Punkten nach drei Runden eigentlich weit abgeschlagen war. Aber am Ende war er in einem Vierervergleich der Glückliche und durfte sich auf sein erstes Sektionsfinale überhaupt freuen. In der anderen Gruppe setzte sich Marcel Horchert gegen die Konkurrenz durch. Auch für ihn sollte das Endpspiel das erste große Finale sein, nachdem er im Mai 2016 im Finale der 4. Frankfurter Stadtmeisterschaft unterlag.

Die Finalteilnehmer waren sich von der Spielanlage sehr ähnlich. Beide überzeugten im Laufe des Turniers mit einer technisch starken Offensive und mischten in der Abwehr Beton an. Außerdem waren beide psychisch enorm stark, was ein Finale auf hohem Niveau versprach. Beide hatten ihre Jungs hinter sich: Während Beni Buza seinen ehemaligen Schützling Max motivierte, standen die Celticer hinter Marcel.

Bis zum Schluss machten es die beiden Kontrahenten spannend!

Horchert erzielte in der ersten Halbzeit das 1:0, von dem sich Daub nicht aus der Ruhe bringen ließ. So kam es auch, dass er durch einen sehenswerten Schuss ausgleichen konnte. Noch vor der Pause legte sich der Berliner den Ball in den Strafraum, um von dort eiskalt zum 2:1 einzunetzen. Max verpasste es, einen Abpraller, der direkt vor seinem Kicker landete, 2 Sekunden vor der Halbzeit auf das gegnerische Tor zu bringen, obwohl Buza „Feuer! Feuer!“ eingeworfen hatte. So ging der Schwabe mit einem Rückstand in die Pause. Nach kanpp einer Minute aber konnte er diesen wettmachen und ausgleichen. In einem vor Spannung kaum auszuhaltenden Match übertrafen sich die Keeper der beiden, so dass beim Stand von 2:2 abgepfiffen wurde. Nun sollte also die Verlängerung (zweimal zwei Minuten) entscheiden, wer in die Hall of Fame einziehen sollte. Hier konnte Max zum ersten Mal in Führung gehen, doch Marcel blieb cool und legte sich den Ball direkt im Gegenzug vom Anstoß in den Strafraum auf eine gute Position. Diese Chance ließ er sich nicht nehmen und jagte den Ball zum 3:3 in die Maschen. 20 Sekunden setzte Max aus dem Halbfeld zu einem seiner berüchtigten Dreher an- und dieser fand abgefälscht von Marcels Abwehrkicker seinen Weg ins Tor des Berliners. Es stand 4:3 und den letzten Ball konnte Marcel nicht verwerten! Max Daub hatte es geschafft und war Norddeutscher Meister. Doch wer Max kennt, weiß, dass er sich im ersten Moment über diesen Treffer nicht richtig freuen konnte. Doch schon eine Stunde später genoss er beim gemütlichen Beisammensein den Erfolg. Dennoch gebührt auch Marcel Anerkennung: Man darf nicht vergessen, dass er bei der Deutschen Meisterschaft knapp am Finale scheiterte und sich derzeit in Topform zeigt.

Bei der DEM knapp am Finale vorbeigeschrammt und bei der NDEM im Finale gescheitert: Das nächste Turnier kann Marcel Horchert (rechts) also nur gewinnen!

Die Platzierungen findet ihr demnächst auf der Turnierseite.

 

Wähle den Tipp-Kicker des Monats Oktober 2016 und gewinne einen Materialgutschein!

Mit der 51. Deutschen Einzelmeisterschaft in Kaiserslautern Anfang Oktober wurde bereits der erste Saisonhöhepunkt erklommen. Klar, dass der neue Deutsche Einzelmeister Michael Kaus (TKC Gallus Frankfurt) hoher Favorit auf den Titel „Tipp-Kicker des Monats Oktober 2016“ sein wird. Doch auch andere Tipp-Kicker machten auf sich aufmerksam: die Siegerin der Deutschen Damenmeisterschaft, Vanessa Weichelt (Pegasus Hannover), der Sieger der Deutschen U18-Meisterschaft, Daniel Bialk (vereinslos), und die beiden Sieger der Regionalturniere in Schwabach (28. Bayerische Einzelmeisterschaft) mit Peter Tuma (OTC 90 Amberg) und in Düsseldorf (4. Düsseldorfer Stadtmeisterschaft) mit Jan Komareck (Celtic Berlin). Aber nicht nur die Sieger der einzelnen Veranstaltungen waren die Sieger des Monats Oktober. Tolle Leistungen beim Highlight des Monats, der DEM, z.B. eines Patric Malessas oder Marcel Horcherts, zeigen die große Breite der Spitze unserer Randsportart und hätten ebenso eine Nominierung verdient. Tipp-Kick macht einfach Spaß!

Unter allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern der Umfrage wird ein DTKV-Materialgutschein in Höhe von 10 Euro verlost, der im MITGLIEDERSHOP oder auf Turnieren bei Bernd Weber einlösbar ist. Am Seitenende findest du das Formular für die Abstimmung, welche bis zum 25. November läuft. Der Gewinner wird anschließend auf der Infoseite veröffentlicht.

 

Die Kandidaten:

Vanessa Weichelt (Pegasus Hannover)
Nach dem 4. Platz im Vorjahr gelang Vanessa eine kleine Sensation, als sie im Finale der Deutschen Damenmeisterschaft die große Favoritin Martina Koegel 5:3 bezwingen konnte. Glückwunsch der neuen Deutschen Damenmeisterin!

Daniel Bialk (vereinslos)
Überzeugend konnte sich Daniel mit 10:0 Punkten und 34:9 Toren gegen seine Konkurrenz in den Endrundenspielen durchsetzen. Ein spannendes und enges Match war das Finale gegen Ivan Pulice, dass mit 5:4 n.V. endete. Glückwunsch dem neuen Deutschen U18-Meister!

Michael Kaus (TKC Gallus Frankfurt)
Ein gefühltes halbes Jahrhundert brauchte Michael, um unter Freudentränen den Tipp-Thron zu erklimmen. Der 9-fache Gewinner von Sektionsturnieren und 16-facher Endrunden-Teilnehmer bei Deutschen Einzelmeisterschaften gewann verdient das Finale gegen Patrick Malessa mit 3:1. Glückwunsch dem neuen Deutschen Einzelmeister!

Jan Komareck (Celtic Berlin)
Vier und ein halbes Jahr nach seinem ersten Turniersieg in Berlin gelang dem Celticer ein weiterer Achtungserfolg! Drei Platzierungen unter den Top-12-Plätzen von Sektionsturnieren zeigen zudem, dass nicht nur auf kleinen Turnieren mit ihm zu rechnen ist!

Peter Tuma (OTC 90 Amberg)
Die Bayerische Einzelmeisterschaft scheint sein Lieblingsturnier zu sein. Es standen bisher zu Buche: 9 Platzierungen unter den ersten 5 Plätzen, davon 4 Finalteilnahmen, die aber allesamt verloren gingen. Heuer war es soweit: Mit 6:4 gewann er gegen seinen Vereinskameraden D. Steib das Finale und erstmalig den Titel Bayerischer Einzelmeister!

 

STIMME AB!

Um deine Stimme für den Tipp-Kicker des Monats Oktober abzugeben, fülle bitte folgendes Formular aus. Für die Stimmabgabe musst du lediglich deine E-Mail-Adresse und deinen vollständigen Namen eingeben.

Abstimmungsschluss: Freitag, 25. November 2016, 23:59 Uhr

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Tipp-Kicker des Monats September 2016: Mathias Hahnel

Bei der Wahl zum „Tipp-Kicker des Monats September 2016“ wurden genau 50 gültige Stimmen gezählt, bei insgesamt 7 ungültigen Stimmen. Nicht unerwartet konnte sich Mathias Hahnel (1. TKC Kaiserslautern ´86) mit 18 Stimmen gegenüber Henning Horn (SG Karlsruhe/Mayence) mit 13 Stimmen durchsetzen. Herzlichen Glückwunsch, Mathias! Der U18-Spieler Valentin Tenner (spielTrieb Ylipulli Gießen) erreichte mit 10 Stimmen mehr Stimmen als die beiden Spitzenspieler und Führenden Ihrer jeweiligen Einzelwertung Eric Overesch (SG ´94 Hannover; 6 Stimmen) und Christian Kuch (Celtic Berlin; 3 Stimmen) zusammen erzielten.

Unter allen Teilnehmern der Abstimmung wurde ein Materialgutschein für den DTKV-MITGLIEDERSHOP in Höhe von zehn Euro verlost. Die Gewinnerin ist Manuela Winter.

 

Porträt des Siegers:

Mathias Hahnel, Jahrgang 1980, spielte bereits als Jugendlicher einige Jahre, als er 1992 im Rahmen eines Sommerferienprogrammes (Sieger wurde sein Bruder Jochen Hahnel!), den Tipp-Kick-Vereinssport entdeckte. Seit 1992 ist er seinem Verein 1. TKC Kaiserslautern ´86 treu. Viele Jahre standen andere Sportarten wie Tennis im Vordergrund, so dass er nur selten auf Turnieren gesehen wurde. Erst nach einer Sportverletzung vor wenigen Jahren intensivierte er die Tipp-Kick-Leidenschaft. Ihn faszinieren am Tipp-Kick-Spiel insbesondere die notwendige hohe Konzentrations- und Reaktionsfähigkeit sowie die taktischen Prägungen, die nötig sind, um Erfolg zu haben. In den Anfangszeiten seiner TK-Laufbahn war er zudem begeisterter Bastler seiner eigenen Spieler, was heute im Allgemeinen kaum noch gemacht wird. Bei der Frage nach den größten Erfolgen oder Zielen in seinem Tipp-Kick-Leben unterscheidet er gleich die beiden Parallelwelten Mannschaft und Einzelturniere. Der Aufstieg in die Bundesliga und der Klassenerhalt setzt er auf eine Stufe mit dem Gewinn der Westdeutschen Einzelmeisterschaft und seinen Teilnahmen an den Halbfinals der DEM. Angefüttert von diesen Erfolgen sind der Gewinn der Deutschen Meisterschaft, im Einzelbetrieb und mit der Mannschaft, seine Wunschziele. Übrigens sieht er Gallus Frankfurt trotz des klassischen Fehlstartes als Favoriten in der diesjährigen Bundesliga-Saison, betont aber, dass er die Celticer und den eigenen Verein fast auf Augenhöhe mit dem aktuellen Meister sieht. Wenn er etwas in unseren Randsportart bewegen dürfte, wäre es sein größter Wunsch, dass der Tipp-Kick-Verband den e.V.-Status und die Gemeinnützigkeit bekommt. Hier sieht er die Ansatzpunkte, um Tipp-Kick einer breiteren Basis zugänglich zu machen, auch wenn der familiäre Charakter dann dahinschwinden würde. Die Frage, ob er glaubt, dass Tipp-Kick in 50 Jahren noch gespielt wird, beantwortet er mit einem „Ja“, aber nur, wenn die Produktion des Tipp-Kick-Materials nicht eingestellt wird. Der Jugendschwund, die Schnelllebigkeit, die Vergreisung der Tipp-Kick-Szene sieht er dagegen nicht als ausreichend an, dass unsere Randsportart völlig verschwindet.

 

Eine kleine statistische Auswertung der Stimmen ergab:

  • 7 ungültige Stimmen: Ein Teilnehmer stimmte 12 Stunden nach Abstimmungsschluß ab. 4 Teilnehmer stimmten doppelt ab. Da 2 von Ihnen bei Ihrer Wahl unterschiedliche Bewerber wählten, wurden diese Stimmen komplett herausgenommen. Bei den beiden anderen Teilnehmern wurde jeweils nur eine Stimme zugelassen. Ein Teilnehmer gab nur seinen Kose-Vornamen an. Da dieser jedoch bekannt ist wie ein bunter Hund, wurde seine Stimme zugelassen. Auch der Teilnehmer, der sich selbst wählte, wurde natürlich zugelassen.
  • Es wählten nach Regionen: Süden (21 Stimmen), Norden und Westen (je 12 Stimmen), Osten (4 Stimmen). Eine weibliche Teilnehmerin (von insgesamt 2 Teilnehmerinnen) konnte keiner Region zugeordnet werden, beide waren sich aber in ihrer Wahl einig.
  • Der Norden und Süden entschieden die Wahl zugunsten von Mathias Hahnel gegenüber Henning Horn: 4:1 und 9:6 lauteten die direkten Ergebnisse. Valentin Tenner punktete im Norden und im Süden mit je 4 Stimmen. Eric Overesch durfte sich über einige Stimmen aus der geographischen Nachbarschaft freuen, während Christian Kuch mit 50% der Stimmen aus Berlin und 1 Stimme aus dem Westen enttäuschend abschnitt.
  • Ähnlich so viele Wähler wie im Vormonat gab es mit ingesamt 7 aktiven Bundesligasspielern. Hier setzte sich M. Hahnel mit 4 Stimmen gegen seine Mitbewerber durch, die auf je 1 Stimme kamen (Ausnahme C. Kuch mit 0 Stimmen).
  • Um die kleine statistische Auswertung dieser Auswertung auf die Spitze zu treiben: Bei den Wählern, die zwischen Mitternacht und 6 Uhr morgens ihre Stimme abgaben, lag M. Hahnel mit 50% der Stimmen vorne!

Vorschau: 7. Cult Classics in Gevelsberg

Der Westen lebt! So kann man die 7.Cult Classics beschreiben. Mit knapp 70 Teilnehmern scheint das Gevelsberger Traditionsturnier eine rekordverdächtige Teilnehmerzahl anzusteuern. Es findet am 13.11. in Gevelsberg statt.
In früheren Jahren war das Turnier immer an die Westdeutsche Meisterschaft gekoppelt und hatte im Schnitt zwischen 45-54 Teilnehmer und mit William Schwaß, Björn Buschmann, Michael Kaus, Christian Lorenzen, Holger Wölk und Bernd Straberg eine prominente Siegertafel.

In diesem Jahr sind es nicht die Top 32, sondern die breite Masse, die in Gevelsberg an den Start gehen. Der TKC 1986 Gevelsberg möchte ein familienfreundliches Turnier ausrichten, weshalb U18 Spieler und Damen kostenfrei dabei sind.
Die Gevelsberger haben es verstanden, auch  dank der zahlreichen Testspiele sowie ihres guten Ansehens in der Sektion, den Westen zu mobilisieren. Ein Teilnehmerlimit gibt es nicht, denn die 86er verfügen über einen Bestand an 25 Spieltischen.

Anmelden kann man sich noch bis Freitag, den 11.November (20.00 Uhr). Pokale gibt es für die Plätze 1-6, sowie zwei Damenpokale, zwei U18 Pokale und einen Ü50 Pokal.

 

Key Facts
7. Gevelsberger Cult Classics

Wann:
13.November 2016 (Beginn 11.30 Uhr)

Spielort:
Grundschule am Strückerberg
Alter Hohlweg 54
58285 Gevelsberg

Startgeld:
9,00 Euro

Anmeldungen unter:
tkc-gevelsberg@online.de

Weitere Infos:
Homepage des TKC 1986 Gevelsberg

 

4. Düsseldorfer Stadtmeisterschaft: Jan Komareck holt sich zweiten Turniersieg

Am vergangenen Sonntag machten sich 54 Tipp-Kicker nach Düsseldorf auf, um die dortige Stadtmeisterschaft auszuspielen. Der Berliner Jan Komareck konnte sich gegen die Konkurrenz und insbesondere gegen Jens Schüring im Finale mit 2:0 durchsetzen und somit den 2. Turniersieg seiner Karriere feiern.

Nach der Vorrunde, welche im Schweizer System ausgetragen wurde, lag Georg Schwartz (SG Karlsruhe/Mayence) mit 18:2 Punkten in Front. Ihm folgte Felix Lennemann (15:5) von der SG Rheinland/Düsseldorf. Hervorzuheben ist der Youngster Valentin Tenner aus Gießen, der sich trotz namhafter Konkurrenz auf den 3. Platz kämpfte. Als 24. durfte sich Jens Krokowski (Gevelsberg) gerade noch so über den Einzug in das progressive Play-Off freuen.

Demnächst wird auch DTKV-Mitgliederbetreuer Georg Schwartz ein Turnier gewinnen.

Nach drei Play-Off Runden im Best-of-one standen sich im Halbfinale Jan Komareck und Georg Schwartz sowie Jens Schüring (Herne) und Valentin Tenner gegenüber. Während Schüring, der das Turnier seines Lebens spielte, beim 5:1 gegen Tenner keine Probleme hatte, duellierten sich Komareck und Schwartz bis aufs Äußerste. Nach 2mal 5 Minuten stand es 8:8 (!) und beide hätten mit dieser Leistung den Finaleinzug verdient gehabt. Doch es musste eine Entscheidung geben. Jan Komareck war im Sudden Death der Glückliche, denn er erzielte das erlösende Tor.

Jung, aber bereits enorm konstant: Valentin Tenner (r.)

 

Das Finale

Jens Schüring stand vor seinem ersten Finale auf der DTKV-Tour. Während der Gründer vom TKC Phoenix Herne schon viele achtliche Platzierungen bei regionalen Turnieren erreichte, blieb ihm eine Finalteilnahme doch bisher verwehrt. Jan Komareck hingegen war dagegen in dieser Hinischt erfahrener. Neben 3 Endrundenteilnahmen bei Sektionsturnieren gewann er schon die 2. Berlin Open an Ostern 2012.

Jan Komareck wusste zu überzeugen!

Nachdem Komareck im Halbfinale „nachsitzen“ musste, war eigentlich zu erwarten, dass bei ihm die Spannung abfällt. Dem war aber nicht so. In einem spannenden Match setzte sich der Berliner mit 2:0 durch. Er überzeugte durch eine bärenstarke Abwehr und nutzte in der Offensive gekonnt seine Chancen.

Alle Ergebnisse findet ihr auf der Ranglistenseite!

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Porträt: 1. TKC Scorpions Kierspe – Die Scorpions-Story

Wir schreiben das Jahr 1984, Weihnachten…Franky, gerade 12 Jahre alt, erhält von seiner Schwester Sylvia das aus heutiger Sicht legendäre Tipp-Kick-Spiel. Dieser Tag würde im späteren Verlauf noch Geschichte schreiben.

Zunächst wollen wir betonen, dass wir sehr gut aufgenommen worden sind, sei es auf Turnieren oder aber auch Testspielen. Man hatte das Gefühl, dass man schon ewig dazugehört, auch wenn es an der Platte nicht immer ganz so lustig war auf Grund von Klatschen. Hervorzuheben ist an dieser Stelle Jens Schüring (Herne), der nicht müde wurde, uns immer und immer wieder zu erinnern, wir sollen doch endlich einen Verein gründen. Das haben wir nun getan. Danke dafür Jens.

Aber was genau macht diesen Sport für uns so interessant?

Back to the Roots:

Jeder Tipp-Kicker kennt sicherlich noch die Anfänge auf dem Küchentisch, Filz aufgeklebt, sitzend, Spieler mit Klumpfuß und runden Bällen. Damals, im Jahre 1985 war ich der 4-jährige „Ballholer“. Das sah dann in etwa so aus, dass Franky saß, und ich- gerade über die Tischplatte sehend- im Stehen gespielt habe. Da Franky schon seinerzeit wie ein Pferd schießen konnte, landeten die Bälle abwechselnd unter dem Tisch oder hinter dem Schrank ,manchmal aber auch leider in meinem Auge.

So ist das, wenn man Klaus Augenthaler, Karl Allgöwer ,Michael Tarnat und Roberto Carlos in einer Person am Ball vereint. Brachiale Gewalt im Schuss, die er noch heute ausübt. Das Ganze uferte dann in familiären Turnieren aus, die bis etwa Ende der 80er Jahre gespielt wurden. Ergebnisse und Tabellen wurden fein säuberlich handschriftlich geführt in gefühlt 5 Ordnern, die aber im Laufe einiger Umzüge abhandengekommen zu sein scheinen.

In diesen Jahren war auch Sylvia bereits aktiv an der Platte und konnte Siege für sich verbuchen. Es ging damals aber in keinster Weise so taktisch zu wie heutzutage, Farbspiel war ein nicht gekannter Schlüssel zum Erfolg.Danach war jahrelang kein Spielbetrieb, bis Sylvia im Oktober 2013 den heimischen Dachboden erklomm. Siehe da, ein altes Tipp-Kick-Spiel. Also wurde wieder der Filz auf den Tisch geklebt, die runden Bälle rausgeholt, und mit Spielern, die gefühlt einen Stiefel anhatten, das Runde ins Eckige gedroschen. Mal bei Franky, mal bei Vito, aber auch immer nur sporadisch. Ohne Sylvia wäre das Spiel wohl heute noch um einige Millimeter mehr verstaubt, und wir wären nicht da, wo wir jetzt stehen. Top Mutter, du hast uns vor einer tippkicklosen Zukunft gerettet 🙂

Irgendwann kam dann der Tag, als Franky einen Glastisch in ein Tipp-Kick-Stadion transformierte. Die Kunststoff-Tore wurden gegen Originale von Mieg getauscht, neue Bälle wurden bestellt, aber die Spieler blieben gleich. So füllten wir 1-2 Mal die Woche diverse Excel-Tabellen, bei Spielzeiten von 1x 2 oder 3 min. Im Sitzen! Auch hier gingen die Spiele jedoch nicht selten mit z.B. 5:5 aus.

Wer hat schon alles in einem Glasstadion gespielt?

Zu dieser Zeit lag Yvonne noch auf der Terrasse und sonnte sich, da sie das Fieber noch nicht gepackt hatte. Irgendwann Anfang 2015 richteten wir ein internes Turnier aus, wo auch Julien (mein Bruder) und Yvonne teilnahmen. Mit Erfolg! Yvonne ist mittlerweile eine feste Größe in unserem Team und ist nicht mehr weit davon weg, insbesondere bei den Frauen ganz oben mitzumischen! Wir drücken die Daumen.

Von da an spielten wir zu viert, Jeder gegen Jeden, wobei jeder 4 Bundesligisten als Mannschaft auswählte und es über 5000 Spiele gab.- (ein Hoch auf Waldhof Mannheim und ähnliche ehemalige Bundesligisten der 80er).

Irgendwann fehlte aber der Reiz und so entschlossen wir, mal im Internet zu schauen, ob es noch andere Verrückte gibt, die diesen Sport betreiben. Und siehe da, es gab Spieler, nein es gab und gibt sogar ein großes Netzwerk an Spielern! Ohne Wenn und Aber hatten wir uns für ein Turnier in Herne im September 2015 angemeldet, das aus sportlicher Sicht für uns zum Vergessen, aus erfahrungstechnischer Sicht jedoch zukunftsweisend war.

Aktuell spielen wir exakt nach den Regeln des DTKVs, die Spielwarensachen wurden getauscht gegen professionelles Equipment, eine Heimspielstätte wird gegen Mitte des Monats fertiggestellt, und ein weiterer Kicker ist in die Reihen der Scorpions eingetreten: Matze! Er passt perfekt in unser Team, ist talentiert und wird uns tatkräftig unterstützen. Mit ihm haben wir eine beidhändige Waffe, die noch für Überraschungen bei den Scorpions gut sein wird. Seine Geschichte beim Tipp-Kick ähnelt der unseren quasi exakt.

Wir sind aktuell ein gemischter Haufen von 33-57 Jahren, der sowohl männlichen als auch weiblichen Spielern eine fußballerische „Heimat“ bietet.

Aktuell bestehen die Scorpions aus folgenden Teammitgliedern: Frank Filipiak, Sylvia Sgobio, Yvonne Dalli, Matthias „Matze“ Degen, Vito-André Filipiak

Der 1. TKC Scorpions Kierspe (v.l.): Vito, Sylvia, Yvonne und Frank

Die erste Saison werden wir nutzen, um erste Erfahrungen im Spielbetrieb zu sammeln. Nadelstiche zu setzen wird auch dazugehören….

Packen wir es an, SCORPIONS!

28. Bayerische Einzelmeisterschaft: Peter Tuma schnappt sich den Titel

Erstmals fand die Bayerische Einzelmeisterschaft in Schwabach statt. 26 Teilnehmer machten sich auf den Weg, um neben dem Einzelturnier auch eine Doppelkonkurrenz auszutragen. Im Einzel konnte sich Peter Tuma vom OTC 90 Amberg gegen seinen Mannschaftskameraden Dominik Steib mit 6:4 durchsetzen. Der Doppeltitel ging an das Duo Ralf Item und Alexander Huhnholz vom SV Kelheimwinzer.

Die Teilnehmer fanden optimale Bedingungen vor: Die Sporthalle war sehr geräumig sowie hell und die Turnierplatten waren einheitlich und sehr gut bespielbar. Nebenan konnte man zu günstigen Preisen in der Gaststätte speisen und die Turnierleitung um Heinz Steib und Thomas Krätzig war sehr freundlich und darauf erpicht, den Anwesenden ein tolles Event zu ermöglichen. Auf jeden Fall haben diejenigen, die nicht am Turnier dabei waren, etwas verpasst.

Bayerische Einzelmeisterschaft

Das Turnier wurde in der Vorrunde im Schweizer System ausgetragen, welches von einem Best-of-one Play-Off abgerundet wurde. Jonathan Weber (PWR 78 Wasseralfingen) belegte nach zehn Runden im Schweizer System den ersten Platz gefolgt von Peter Tuma.

Jonathan Weber (l.) besiegte Thomas Krätzig mit 6:1

Im Viertelfinale traf Weber auf Thomas Ruchti (Flinke Finger Bruck). Nachdem der Schwabe in der Vorrunde klar die Oberhand behielt, war Ruchti in dieser Partie der konzentriertere und effizientere Akteur und besiegte seinen Konkurrenten mit 5:3 in einem technisch hochklassigen Match. Dominik Steib setzte sich ebenfalls mit 5:3 gegen Ralf Item durch. Die beiden Amberger Leistungsträger Tuma und Krätzig ließen in ihren Duellen nichts anbrennen. Während Tuma mit 10:6 gegen Christian Kraus weiterkam, nahm Krätzig Peter Dobler aus Nürnberg mit 9:1 auseinander.

Im Halbfinale traf Ruchti auf Steib. Steib war einfach präsenter und Ruchti wirkte müde vom Viertelfinale gegen Weber. So kam es, dass sich der Youngster mit 4:2 durchsetzte und seinen ersten Finaleinzug feierte. Im Duell Tuma gegen Krätzig gewann Tuma in einem knappen Match mit 4:3.

Es standen sich also mit Tuma und Steib zwei Mannschaftskollegen gegenüber. Tuma ist seit knapp 15 Jahren im Profi-Bereich unterwegs und hat seitdem einige gute Platzierungen erzielt. Er gilt als sehr taktikorientiert und kontrolliert. Dominik Steib fing als Jugendlicher mit dem Tipp-Kick an, ist ein Instinkt-Spieler und damit spielerisch ein Gegensatz zu Tuma. In der ersten Minute ging Steib mit 1:0 in Führung, doch Tuma ließ sich nicht davon beirren und konterte. Er setzte sich sogar mit 3:1 ab, doch Steib gab nicht auf und konnte noch vor der Halbzeit zum 3:3 bzw. 4:4 ausgleichen. In der zweiten Halbzeit war die Anspannung der beiden zu spüren, doch Tuma hatte die besseren Varianten im Offensivspiel und den stabileren Torhüter, sodass er sich mit 6:4 zum Bayerischen Meister krönte.

 

Bayerische Doppelmeisterschaft

Im Doppel spielt man zwei gegen zwei, wobei der eine in der ersten Halbzeit als Torwart nur aus der eigenen Hälfte schießen darf und der andere als Angreifer lediglich die gegnerische Hälfte beackert. In der zweiten Hälfte werden die Rollen getauscht, sodass der ehemalige Keeper zum Angreifer umfunktioniert wird. Auch diese Konkurrenz wurde im Schweizer System ausgespielt. Nach 6 Runden grüßte das Duo Peter Tuma und Jonathan Weber ungeschlagen von der Tabellenspitze. Im Halbfinale trafen sie auf das Duo Prem/Ruhland (Kelheim) und konnten sich klar gegen diese durchsetzen. Das andere Kelheimer Paar Item/Huhnolz hingegen setzte sich in seinem Halbfinale gegen die internationale Kombi Franz Putz (Amberg) und Daniel Natel (Baden Hotspurs /CH) durch. Im Finale gewann dann das eingespieltere Duo aus Kelheim mit 4:0 gegen Tuma/Weber, welche erst am Morgen beschlossen hatten, gemeinsam an die Platte zu treten.

In der U18-Wertung setzte sich Sebastian Ruhland (Kelheim) gegen seinen Bruder Tim durch. Die Damenkonkurrenz entschied Carmina Krätzig (Amberg) für sich.

Alle Pokalsieger der BEM und BDM

Eine Wiederholung der Bayerischen in Schwabach im kommenden Jahr ist bereits im Gespräch. Sicher wird auch dann eine super Stimmung und optimale Bedingungen herrschen.