TKC Phoenix Herne: Jens Schüring gründet neuen Club

Hoffnung in der Sektion West! Nachdem in den letzten Wochen zwei Mannschaften aus der Verbandsliga West vom Spielbetrieb zurückgezogen wurden (tippkick-liga.de berichtete), gibt es für die nächste Saison die erste positive Nachricht zum Erhalt der Liga. Die Tipp-Kick-Rundschau führte ein Interview mit Jens Schüring vom TKC Preußen Waltrop, dem Initiator und Mitbegründer des TKC Phoenix Herne.

Hallo Jens, vielen Dank, dass du dir die Zeit für ein Interview genommen hast. Bitte stelle dich denjenigen, die dich gar nicht oder nur flüchtig kennen, mal kurz vor.
Hallo, das mache ich doch gerne. Ich bin 38 Jahre alt, wohne, lebe und arbeite in Herne, wo ich als Vermessungstechniker bei der Stadt im Außendienst tätig bin. Im Dezember 2008 bin ich durch Zufall beim Tipp-Kick gelandet. In meinem Fußballverein haben wir ein Tipp-Kick-Turnier veranstaltet, bei dem ich Vierter wurde. Mein Ego hat das so herausgefordert, dass ich mich auf das nächste Turnier gewissenhaft beim TKC Preußen Waltrop vorbereitet habe. Mit Erfolg, denn ich konnte das nächste Turnier gewinnen. Tipp-Kick hat mir dann soviel Spaß gemacht, dass ich dabeigeblieben bin und meine aktive Fußballkarriere beendet habe.

In der kommenden Saison gehst du mit einem von dir mitbegründeten Club in der Sektion West an den Start, dem TKC Phoenix Herne. Was war für dich die Motivation, einen neuen Club zu gründen?
Die Gedanken einen Herner Tipp-Kick-Club zu gründen, begleiten mich ehrlich gesagt vom ersten Tag an. Ich bin sehr heimatverbunden und wollte immer für einen Club aus Herne spielen. Das Sportjugendhaus, das unser Spielort sein wird, habe ich sogar schon als Kind besucht.

TKC Phoenix Herne

Das Vereinslogo des neuesten Tipp-Kick-Clubs im DTKV

Kannst du uns etwas mehr über den TKC Phoenix Herne verraten? Wie wird die Mannschaft in der kommenden Saison aussehen?
Von ehemaligen Waltropern und vereinslosen Spieler bis hinzu absoluten Neulingen ist alles dabei. Mit an Bord sind Michael Guhl, Klaus Horstkotte, Frank Straubel, Marcel Koch, Maurice Bludau und ich. Weitere könnten folgen, da ist aber noch nichts spruchreif.

Frank Straubel? Das überrascht viele aufgrund seines Wohnsitzes in Schweden mit Sicherheit sehr.
Frank war einer der Ersten, die unseren Verein unterstützen wollten. Ich bin mit ihm schon länger befreundet und wenn wir Spiele haben, wird er bei mir wohnen. Er ist ein extrem sympathischer Kerl und wird ein toller Repräsentant unseres Vereins. Sein kleines Tipp-Kick-Projekt mit den TKF Swedish Devils ist leider gescheitert. Dass er für uns nicht jedes Spiel bestreiten kann, liegt auf der Hand, aber er wird definitiv seine Einsätze bekommen. Es ist toll, dass es jetzt Direktflüge von Ystaad nach Düsseldorf gibt und ihm der Weg nach Herne leichter gemacht wird.

In dieser bzw. letzter Saison gab es einige Rückzüge in der Sektion West. Mit den Ostwestfalen Magic, Omega Dortmund und dem TKC ´92 Sprockhövel meldeten sich gleich drei Urgesteine der Sektion West ab. Zudem zog die zweite Mannschaft der Essener Löwen rund um die alten Hasen Martin Ziegelmann und Jörg Rohrlack zurück. Die Borussia aus Schwerte stand kurz vor der Abmeldung und auch bei einigen anderen Vereinen ist es fraglich, ob in der kommenden Saison eine oder mehrere Mannschaften gestellt werden können. Wie beurteilst du diese Situation? Wo liegen deiner Meinung nach die Gründe für den massiven Rückgang im Westen?
Es ist sehr schwierig, das aus der Ferne zu beurteilen und es steht mir eigentlich auch nicht zu. Ich finde es persönlich sehr schade, dass der Tipp-Kick-Sport einige Typen verliert. Ich glaube, dass wir alle sehr viel investieren müssen, um neue Mitglieder zu finden, aber auch um die alten Mitglieder zu halten. Dazu gehört ein gesundes und ausgeglichenes Vereinsleben, was in erster Linie auf Tipp-Kick basiert ist, aber auch noch weitere Highlights parat hält. Man muss sich wie in einer intakten Familie fühlen, und jeder muss etwas zum „Familienleben“ beitragen. Das ist unser Konzept. Vermutlich schmunzeln jetzt einige Bundesligaspieler, die 300 Kilometer auseinander entfernt wohnen, aber deren Ansatz ist eben der Spitzen- und unserer der Breitensport.

Welche Ziele steckt ihr euch für eure erste Saison mit dem TKC Phoenix Herne?
Wir wollen uns erst mal etablieren und Spaß am Tipp-Kick haben. Außerdem sollen unsere neuen Spieler viele Einsatzzeiten bekommen – da ist das Ergebnis erstmal zweitrangig. Ein Ziel von uns ist es, in der nächsten Saison zwei Turniere auszurichten und Leute für Tipp-Kick zu begeistern.

Die Neugründung des TKC Phoenix Herne bedeutet für dich auch den Abschied vom TKC Preußen Waltrop. Mit der zweiten Mannschaft wart ihr das absolute Überraschungsteam der aktuellen Saison in der 2. Bundesliga Süd/West.
Ich hatte sechs wirklich schöne Jahre bei Waltrop mit der „Hammer-Saison“ in dieser Spielzeit, in der wir als Aufsteiger die Vizemeisterschaft in Liga 2 holen konnten. Ich gehe ganz sicher nicht im Unfrieden, nur ist dieser neue Verein für mich einfach etwas ganz besonderes. Ich bin schon jetzt so stolz auf das, was wir hier aufgebaut haben. Bei unserem ersten Mannschaftsspiel am 8. Mai wird das extrem emotional für mich.

Fotos: Jens Schüring, tkc-preussen-waltrop.jimdo.com/

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