Eine Stille, die schmerzt – Tipp-Kick und die Corona-Pandemie

Liebe Freunde des gepflegten Tipp-Kick-Spiels,

ja, in diesen Zeiten fällt es schwer, über Tipp-Kick nachzudenken, aber auch gleichzeitig auf spannende Matches und Wettkämpfe zu verzichten. Die Gesundheit steht an erster Stelle – die schrecklichen Bilder von Bergamo oder New York hat jeder wahrgenommen – da gibt es keine Zweifel. Meine Tipp-Kick-Spieler haben Namen ehrwürdiger Fußballspieler. Die letzten Wochen verbrachte ich oft alleine an der Platte und inzwischen läuft das Corona-Team auf: Drosten als Spielmacher, Kekulé der Strafraumkönig. Was so ein klitzekleines Corona-Virus von 160 nm Größe alles bewirken kann…

Bleibt so ein Virus eigentlich am Tipp-Kick-Ball haften? Und wenn mein Gegner jubelt oder flucht, spielen bestimmt nicht nur die Endorphine im Gehirn Salto Mortale, sondern auch die Viren in den feinen Tröpfchen von denen wir Tausende pro Atemzug ausatmen. Und verlassen unter Umständen ihren letztmaligen Besitzer. Hier könnte natürlich ein wirksamer Mundschutz unterstützend schlimmeres verhindern. Doch müssen wir beim nächsten Turnier Sanitäter bereitstellen, die die Hyperventilierenden beruhigen?

Auch wenn zur Zeit die Beschränkungen je nach Bundesland immer weiter aufgehoben werden, bedeutet alleine die Vorgabe eines Mindestabstandes, dass wir unser geliebtes Hobby noch nicht weiter ausüben dürfen.

Dieses Wissen vorausgesetzt, sollen hier die Auswirkungen der Corona-Infektionswelle auf unseren geliebten „Tipp-Kick-Sport“ betrachtet werden. Leidet der Hersteller des Spieles, die Firma Mieg, darunter? Wie reagiert der DTKV, unser Verband? Was bedeutet das Geschehen für die Ausrichter der Deutschen Einzelmeisterschaft? Wie beeinflusst die Pandemie das Vereinsleben?


Fragen an Jochen Mieg (Gesellschafter der Edwin Mieg OHG)

Die Firma Mieg stellt unser Spiel seit 1924 her. Finden Fußball-Großereignisse statt, steigt parallel der Umsatz an. Doch welchen Einfluß hat Corona auf den Hersteller? Wird wegen der verschobenen Europameisterschaft der Fußballer weniger umgesetzt? Oder sogar mehr, weil die Familien plötzlich mehr Freizeit haben? Einzelne Materialien werden im Ausland angefertigt, auch in China. Sind oder waren die Lieferketten unterbrochen? Gibt es Kurzarbeit am Heimatstandort der Tipp-Kick-Spielwarenfirma? Wie können die einzelnen Tipp-Kicker den Hersteller unterstützen?

Jochen Mieg, Gesellschafter der Edwin Mieg OHG, beantwortete mir diese Fragen folgendermaßen:

„Wir hatten unglaubliches Glück, bis dato völlig unbeschadet aus der bzw. durch die Corona-Krise zu kommen. Weder war Kurzarbeit nötig, noch mussten wir irgendwelche Hilfen oder Förderprogramme in Anspruch nehmen – im Gegenteil, wir haben uns sogar für die Monate ab März bis Juli/August einen jungen Aushilfs-Mitarbeiter ins Haus geholt um dem Geschehen Herr zu werden. Freilich hatte dies auch damit zu tun, dass wir seit dem Tod unseres langjährigen Mitarbeiters Johann Thiessen im Jahr 2018, der die Verantwortung für den gesamten nicht-administrativen Bereich trug, personell am absolut unteren Limit agierten. Viele Aufgaben im gewerblichen Bereich hatten seit 2018 Mathias und ich zusätzlich übernommen.

Wichtige oder auch glückliche Faktoren für die gesamte Branche der Spieleverlage während der harten Phase der Corona-Krise (Lockdown) waren in der Tat, dass viele Familien durch Homeoffice, Quarantänemaßnahmen etc. plötzlich viel Zeit für sich hatten. Auch mussten innerhalb dieser Familien viele Kids neben dem „Home-Schooling“ und gewiss drastisch gestiegener Online-Zeiten auch anderweitig sinnvoll beschäftigt werden. Diesen Fakten geschuldet, konnten wir und unsere Kollegen/-innen aus der Branche einen deutlichen Anstieg des Online-Geschäftes verzeichnen. Im Online-Umsatz hatten wir quasi ein zweites Weihnachten.

Der Wermutstropfen dabei: Bestellungen aus dem Spielwaren-Fachhandel waren sehr spärlich – lediglich die Händler, die neben dem stationären Geschäft auch online tätig sind, konnten den durch die angeordneten Ladenschliessungen entstandenen Ausfall wenigstens etwas kompensieren. Es bleibt abzuwarten, wie sich diese Situation kurz- und mittelfristig im Handel auswirkt. Wir befürchten, dass die Corona-Krise den Spielwarenfachhandel in Deutschland und Europa, der ja ohnehin nicht zu einer wachsenden und renditestarken Branche gehört, weiter ausdünnen wird.

Ein weiterer Glücksfaktor für uns war, dass wir trotz Corona sämtliche bei uns im Hinblick auf die geplante 2020er EM beauftragten Großprojekte zu 100% abschließen konnten. Die Großprojekt-Kunden haben aufgrund der EM-Verschiebung aktuell daher gut mit TIPP-KICK Artikeln gefüllte Lager und haben die geplanten Aktionen logischerweise auf 2021 verschoben. Da sind noch ein paar sehr spannende Sachen dabei – to be continued in 2021  😉

Dass wir in der Lage waren, diese Projekte ohne eine einzige Beanstandung und ohne Zeitverzug abzuschließen, war selbst für uns unfassbar, da wir die „Big Deals“ alle zu 100% in China produzieren. Dem Einsatz unseres Agenten in China (er gehört inzwischen fast zur Familie) gebührt hier das größte Lob.

Vor Chinese New Year (CNY) hatten wir ca. 30% der für die Projekte benötigten Ware bereits ausgeliefert, bzw. auf See, unterwegs zu unseren Kunden. 70% mussten nach CNY (also ab Anfang Februar) bis ca. Mitte April produziert und auf die Reise gebracht werden, also genau in der Zeit, in der in China der 100% Lockdown herrschte. Unser Agent hatte Mühe, von der Nürnberger Spielwarenmesse zurück nach China zu kommen, da quasi keine Flüge mehr angeboten wurden. Es gelang ihm schliesslich mit irgend einer russischen Fluggesellschaft mit einwöchiger Verspätung. Damals war die EM noch nicht abgesagt, für uns war klar, dass wir ohne Zeitverzögerung liefern müssen, um nicht unseren Kunden eine Möglichkeit zu geben, Verträge zu kündigen oder Vertragsstrafen „ziehen“ zu können.

Unser Produktionsbetrieb in China war allerdings auch nach Chinese New Year komplett unbesetzt, lediglich die Inhaberfamilie und unser Agent waren vor Ort. Circa 70 Arbeitnehmer, die für unsere Projekte arbeiten, befanden sich mangels erlaubter Reisemöglichkeiten noch in ihrer Heimat oder in Quarantäne. Um die Produktion wieder in Gang zu bringen, sammelte unser Agent mit der Inhaberfamilie durch Haus-zu-Haus-Besuche im Umkreis des Betriebes Menschen ein, die nicht in Quarantäne sein mussten und froh waren, irgendwo ein Einkommen erzielen zu können. Diese zumeist völlig ungelernten Kräfte wurden mittels „learning by doing“ in die erforderlichen Arbeiten eingewiesen. So wurde mit einem Miniteam über ca. 3 Wochen produziert – unser Agent erzählte, dass der Betrieb der einzige in weiter Umgebung war, der überhaupt produzieren konnte.

Im März konnte der Produktionsbetrieb dann wieder mit 100% agieren und mittels initiiertem Mehrschichtbetrieb war dann schnell klar, dass wir keine Verzögerungen gegenüber unseren Kunden kommunizieren mussten. Durch frühzeitigste Disposition von Containerplätzen , die aufgrund kaum noch fahrender Frachtschiffe zu einem super knappen Gut wurden, konnten wir auch dieses letzte Glied in der Kette so organisieren, dass alles, wirklich alles, sauber durchlief.

Einschätzung unserer Aussichten:

Spannend wird, wie sich das Weihnachtsgeschäft 2020 darstellen wird. Wurden in der Corona-Krise bereits Käufe vorgezogen? Wird innerhalb unserer Zielgruppe aufgrund wirtschaftlicher Faktoren (Kurzarbeit, Arbeitslosigkeit …) künftig am Budget für Spielwaren / Spielzeug gespart? Wie viele Spielwarenhäuser werden bis dahin insolvent sein?

Andererseits werden wir mit Sicherheit von der auf 2021 verschobenen EM nochmals profitieren. Der eine oder andere Kunde, der in 2020 noch nicht dran gedacht hatte, wird bis dahin noch auf die Idee kommen, TIPP-KICK als sein individuelles Werbemittel einzusetzen. Auch haben wir im Werbemittelbereich Kunden, die bereits angekündigt haben, dass sie ihre 2020er Aktion mit TIPP-KICK durchziehen und im Jahr 2021 noch einen drauf setzen wollen.

Es bleibt für uns spannend. Wir selbst bleiben optimistisch.

Die letzte Frage, wie Ihr TIPP-KICK bzw. uns unterstützen könnt:

Wir drücken die Daumen, dass es bald wieder möglich sein wird, TK-Turniere zu organisieren und den Ligenspielbetrieb wieder aufzunehmen. Durch große und kleine Presseberichte, die Ihr Profis ja immer wieder initiiert und bekommt, tragt Ihr einen wirklich tollen Teil dazu bei, dass TIPP-KICK im Gespräch bleibt.“


Interview mit Peter Funke (Beauftragter für Öffentlichkeitsarbeit und Vorsitzender des DTKV-Präsidiums)

Peter Funke verkündete am 14. März den gemeinschaftlichen Beschluss des DTKV-Vorstandes über den Lockdown des Verbandes. Sämtliche Pflichtspiele des Mannschaftsspielbetriebes sowie der komplette Einzelspielbetrieb wurden mit sofortiger Wirkung eingestellt. Am 20. Juni teilte er nach einer Telefonkonferenz mit den Mitgliedern der Sektionsleitungen aller vier DTKV-Sektionen sowie dem Präsidiumsmitglied Vito Filipiak mit, dass der Lockdown im Wesentlichen weiterhin bestehen bleibt. Es gibt noch keine endgültige Entscheidung, ob die Saison weitergeführt oder annulliert wird. Sämtliche Beschlüsse dazu wurden auf der Verbandsseite (www.dtkv.info) sowie in der Facebook-Gruppe veröffentlicht.

A.B. (André Bialk):

Hallo Peter, nach langen Wochen gab es auf der Facebook-Seite wieder ein offizielles Statement des Verbandes. Wie sehr hat die Corona-Pandemie unseren Tipp-Kick-Sport zurückgeworfen? Ist zu befürchten, dass wir Vereine verlieren und die Mitgliederzahlen weiter sinken werden?

P.F. (Peter Funke):

Es ist schon ein herber Einschnitt, dass so plötzlich alles auf Null gesetzt wurde. Aber da man davon ausgehen kann, dass dadurch viele ihr Leben behalten haben, ist dies das absolut kleinere Übel. Man sieht ja auch gerade, was in den Ländern passiert, wo die Schutzmaßnahmen erheblich lockerer gehandhabt werden. Und bei allem haben wir den „Vorteil“, dass niemand von uns Spielern durch Corona Einnahmen aus Tipp-Kick verliert. Und die Statements aus Schwenningen geben ja ebenfalls keinen Grund zur Panik.

Dass wir Vereine verlieren werden, befürchte ich nicht. Es könnte aber sein, dass der eine oder andere Einzelspieler, der eh schon länger ans Aufhören gedacht hat, jetzt solch einen Schritt vollzieht.

Vito Filipak berichtet als Bundesmitgliederbetreuer andererseits von Neuinteressenten, so dass hier vielleicht sogar der ein oder andere Rückzug kompensiert werden kann.

A.B.:

Im letzten Beschluss wurde vorsichtig die Hoffnung geäußert, dass es im September weitergehen könnte. Glaubst du persönlich, dass wir wieder tolle Matches erleben werden – ohne Masken und Desinfektionsspender an jeder Platte?

P.F.:

Hier bleibt leider nach den jüngsten Nachrichten noch ein gehöriges „Vielleicht“. Spielen mit Masken ist gedanklich gewöhnungsbedürftig – das würde nur Sinn machen, wenn alle Tipp-Kicker da mitziehen. Jemand, der mit Asthma zu kämpfen hat, tut sich da besonders schwer – und das ist natürlich auch zu berücksichtigen. Kurzum – ich favorisiere die Variante ohne Masken. Dass nun ausgerechnet beim Tipp-Kick das mit dem Abstand nicht hinzukriegen ist, ist wirklich bedauerlich. Eventuell die Saison nochmals zu strecken und dann eine Saison zu haben, die insgesamt zwei Jahre läuft – für mich eine Variante, mit der man man leben könnte (also den Spielbetrieb im Januar 2021 wieder aufnehmen – vielleicht macht man dann Sektionswochenenden – samstags das Turnier für 2020 und sonntags das für 2021).

A.B.:

Am 26. September soll die Deutsche Meisterschaft in Wolfsburg stattfinden. Was ist, wenn kurzfristig der Landkreis Wolfsburg den Lockdown verkünden würde? Würde dann der DTKV den finanziellen Schaden des Veranstalters ausgleichen?

P.F.:

Die Wolfsburger haben bezüglich der Halle eine Stornierungsoption. Sollte es aber dennoch zu einem Schaden zu Lasten der Wolfsburger kommen, würde der Verband helfen. Dafür sind Rücklagen da.

A.B.:

In letzter Zeit hatte der Verband unruhiges Fahrwasser. Stetig sinkende Mitgliederzahlen, zurückgetretene Präsidiumsmitglieder, Diskussionen um die Turnierrangliste, das Thema „e.V.“ usw. Konnte in der Zwischenzeit das ein oder andere Thema vorangebracht werden?

P.F.:

Die Zahl der Vereine mit einer richtigen Struktur und regelmäßigem Trainingsbetrieb ist klein geworden. Da macht der e.V. des Verbandes aus meiner Sicht keinen Sinn. Die Turnierrangliste läuft weiterhin über artbot. Jetzt für eine Aufwandsentschädigung – wo ich aber nicht dagegen bin. Es ist mir lieber, es macht einer von uns zuverlässig, als dass wir alle Jahre verzweifelt jemanden suchen müssen, der eine teure Alternativlösung betreut. Ansonsten ist es viel ruhiger geworden. Zarte Pflänzchen der Verständigung wachsen. Da habe ich Hoffnung, dass wir nicht mehr durch Streitereien im Gespräch bleiben, sondern aufgrund sachlicher Themen. Wenn die Fußball-EM 2021 stattfinden kann, hoffe ich, dass die Aktionen der Firma Mieg auch der Mitgliedergewinnung förderlich sind.

A.B.:

Auch der jährliche Bundestag fiel der Pandemie zum Opfer. Werden wir erstmalig in der Tipp-Kick-Geschichte eine Videokonferenz erleben, auf der der Bundestag nachgeholt wird? Vielleicht sogar mit Dutzenden Zuschauern?

P.F.:

Wir planen für den 12.9.2020 den Bundestag in Bochum mit persönlicher Anwesenheit. Wir kommunizieren aber die ganze Zeit, so dass wir aktuell reagieren können.

A.B.:

Vielen Dank, Peter, für deine Antworten! Bleib gesund!

P.F.:

Das wünsche ich Dir und allen Tipp-Kickern auch, danke!


Infos von Marcel Becker (SG Wolfsburg/Adersheim) zur DEM 2020 in Wolfsburg

Für den 26./27. September ist offiziell die Durchführung der Deutschen Einzelmeisterschaften in Wolfsburg geplant. Marcel Becker, Mitorganisator der ausrichtenden SG Wolfsburg-Adersheim, teilt zum momentanen Stand der Vorbereitungen für die 60. Deutschen Meisterschaften in einem Beitrag auf Facebook folgendes mit:

 

„Wir werden definitiv keine 1,5 m Sicherheitsabstand einhalten können. Den ganzen Tag mit Masken spielen, sofern uns das auferlegt wird, ist nicht realisierbar. 
Unser jetziger Stand ist, dass die Halle definitiv für uns reserviert ist. Ich bin in intensiven Gesprächen mit der Stadt Wolfsburg, dem Eigentümer der Halle, und die Vertreter der Stadt sind sehr kooperativ. Wir hoffen natürlich, dass weitere Lockerungen der Corona-Maßnahmen einen „normalen“ Turnierablauf ohne Auflagen ermöglichen. Wenn abzusehen ist, dass aufgrund von Corona bei einer DEM bspw. nur 60-70 Leute erscheinen, müssen wir uns als Veranstalter auch Gedanken machen, ob das noch Sinn macht. Bei einer Hallenmiete von über 1.200 Euro sind wir auf Startgelder und Einnahmen durch Catering angewiesen, ansonsten machen wir nur Verluste.
… Aktuell dürfen in Niedersachsen in der Öffentlichkeit (nur) maximal 10 Leute ohne Mindestabstand von 1,5 m zusammenkommen und auch ohne Maskenpflicht. Bei mehr als 10 Personen gilt die Zwei-Haushalte-Regel.

Ich interpretiere das so, dass unter diesen Umständen keine DEM 2020 in Niedersachsen stattfinden kann.

Somit sind wir auf weitere Lockerungen angewiesen, die es uns erlauben, eine Veranstaltung von über 100 Personen, ohne Sicherheitsabstand, ohne Maskenpflicht durchzuführen.

Die Vorbereitungszeit für die DEM 2020 ist ohnehin schon sehr kurz, weil wir aktuell noch gar nicht wissen, ob es stattfindet, wie es stattfindet und was genau wir beachten müssen. Umfangreiche Hygiene-Konzepte können wir gar nicht planen, weil wir nicht wissen, welche da auf uns zukommen und ob wir das neben der „normalen“ Vorbereitung überhaupt schaffen. Nebenbei bemerkt: Wir haben zwei Teams: Catering und Turnierleitung, vielleicht brauchen wir Team 3 für Hygiene, um die Bälle zu putzen …“


Infos von Andreas Sigle (TKC 71 Hirschlanden)

Etliche Vereine haben das Training wieder aufgenommen. Teilweise mit Maske. Was macht ein mitgliederstarker Verein wie Hirschlanden? Trainiert man bereits oder befindet man sich noch im Wartemodus? Wie hat die Pandemie das Vereinsleben beeinflusst?

Der TKC 71 Hirschlanden ist seit Jahrzehnten fester Bestandteil der deutschen Tipp-Kick-Szene. Andreas Sigle ist langjähriger Clubchef eines der mitgliederstärksten Vereine im DTKV. Über die Corona-Zeit und den status quo in seinem Verein teilt er Bemerkenswertes mit.

 

„Wir sind jetzt soweit, dass wir einen Hygieneplan – den die Stadt Ditzingen allen Vereinen, welche die städtischen Räumlichkeiten nutzen, zur Auflage gemacht hat – eingereicht haben. Wir hoffen natürlich, dass er genehmigt wird.

Nur so viel ist für uns klar: Wir sehen uns als Sportart und sind als diese auch in unserer Stadt voll anerkannt, akzeptiert und integriert. Und dementsprechend müssen wir uns auch als Sportler verhalten. Auch wenn Tipp-Kick kein anerkannter Leistungssport ist. Das hat meines Erachtens nur etwas mit der fehlenden Lobby im DSB zu tun. Ich bin der Meinung, dass wir mindestens so viel Sport treiben, wie die anerkannten Leistungssportarten Schach, Skat, Billard, Dart oder Tischfußball (Tischkicker).

Eines ist für uns auch klar: so lange der Corona-Virus noch da ist, spielt jeder auf eigene Gefahr. Für uns heißt das: Spielen nur unter strengen Hygienevorgaben. Konkret beinhaltet das – ohne Anspruch auf Vollständigkeit – die folgenden Maßnahmen: Mund-Nasenschutzmaske sowohl für Spieler als auch Zuschauer, vor jedem Einzelspiel Hände desinfizieren bzw. alternativ mit Seife waschen, bei jeder Veranstaltung Adressliste von Teilnehmern und Besuchern erstellen und diese anschließend vier Wochen aufbewahren. Und wer bei Turnieren oder Ligaspielen keine 1,5 Meter Abstand garantieren kann, der muss es bleiben lassen.

In diesen Zeiten ist eben alles anders. Mann könnte bei Turnieren z.B. einen anderen Modus einführen (z.B. wieder mit Vierergruppen spielen wie in den 70er und 80er Jahren).

Für mich persönlich gibt es in Hinsicht auf die Hygienemaßnahmen keine Alternative. Ohne strenge Corona-Regeln würde ich persönlich in dieser Zeit nicht mehr Tipp-Kick spielen. Ich trainiere als Hochrisikopatient in meinem Herzsportgruppen-Studio, wie alle anderen auch, mit Mund-Nasenschutzmaske. In unserem TKC sind derzeit nicht alle Aktiven dazu bereit, aus Gründen der Vorsicht zu diesen Bedingungen mitzuspielen. Sie wollen den Verlauf der Corona-Welle erst einmal bis September abwarten.

Sobald unser Hygieneplan von der Stadt genehmigt wird, was wir uns natürlich sehr wünschen, werde ich diesen umgehend an Peter Funke senden.“

Wenige Tage nach dem Verfassen dieser Zeilen genehmigte die Stadt Ditzingen das Hygienekonzept der Hirschlandener Tipp-Kicker. Andreas Sigle betonte, dass dieses Konzept gerne veröffentlicht werden kann, so dass auch andere Vereine davon profitieren können. Danke, Andreas!


Hygienekonzept des TKC 71 Hirschlanden für die Ausübung des Trainingsbetriebes in Hallen und Räumen der Stadt Ditzingen

 

– die Turnier-Spieltische stehen in einem Mindestabstand von zwei Metern

– wir spielen und trainieren mit Mund- und Nasenschutz, dies gilt auch für Besucher und Zuschauer

– jeder Aktive muss sich vor jedem Einzelspiel entweder die Hände desinfizieren oder alternativ mit Seife waschen

– von jeder Trainings-/Sportveranstaltung wird eine Liste mit Namen und Anschriften aller Teilnehmer geführt. Diese Liste muss anschließende jeweils bis zu vier Wochen aufbewahrt werden

– für ein Training in der Karl-Koch-Halle (kleiner oder großer Saal) dürfen maximal sechs Turnier-Spieltische mit genügend Abstand stehen. In diesem Zeitraum dürfen sich nicht mehr als 12 Personen (Aktive, Besucher) gleichzeitig in der Halle aufhalten. Toilettenbenutzung max. je 2 Personen für die Damen- und Herrentoilette

– für ein Training im Trainingsraum, Vereinsraum West der Karl-Koch-Halle, dürfen maximal vier Turnier-Spieltische mit genügend Abstand stehen. In diesem Zeitraum dürfen sich nicht mehr als 8 Personen (Aktive, Besucher) gleichzeitig im Raum aufhalten. Toilettenbenutzung max. je 1 Person für die Damen- und Herrentoilette


Die Corona-Pandemie hat – wie erwartet – ernsthafte Auswirkungen auf unsere Hobby-Bewegung. Alle Spieler hoffen, dass dieser „Albtraum“ bald beendet ist und es an den Platten wieder heisst: „Platten fertig? Zeit läuft!“

In diesem Sinne: Bleibt alle gesund!

 

DTKV Info: Telefonkonferenz des Verbandes zum weiteren Vorgehen

Hallo Tipp-Kicker,

das Präsidium und die Sektionsleitungen des DTKV haben sich am Montag, 20.04.2020, im Rahmen einer Telefonkonferenz über das weitere Vorgehen im Rahmen der Corona-Krise verständigt. Im Ergebnis kam man überein, dass der Beschluss vom 14.03.2020 (letzter Beitrag hier) weiter gültig ist. Es wurden noch einmal mögliche Szenarien von der Fortführung der aktuellen Saison bis hin zu einem Abbruch diskutiert.

Um wieder möglichst viele Tipp-Kicker zu erreichen, wird dieses Protokoll hiermit sowohl auf www.dtkv.info als auch in der Facebook-Gruppe veröffentlicht. Sollten sich neue Konstellationen abzeichnen, halten wir euch auf dem Laufenden.


PROTOKOLL

 

Telefonkonferenz vom 20.04.2020, Beginn 20:30 – Ende 21:25 Uhr

Thema: Saison 2019/2020

Teilnehmer:

Präsidium – Peter Funke, Vito-André Filipiak

SekN: Christoph Ihme

SekS: Georg Lortz, Michael Link

SekW: Achim Schmidt, Simon Winzer

SekO: Horst Fischer

Die Teilnehmer kommen nach angeregter Diskussion darin überein, dass es angesichts der äußeren Umstände und dem derzeitigen Stand der gesetzlichen Regelungen und Vorgaben unrealistisch erscheint, anzunehmen, man könne mit einem geordneten Spielbetrieb der aktuellen Saison (auch unter Einbezug unserer Schweizer Mitglieder und Clubs) noch vor der Sommerpause (evtl. sogar vor Ende August 2020) starten.

Im Ergebnis bleiben die bislang angesetzten Spieltage weiterhin ausgesetzt. Die Saison wird zum jetzigen Stand jedoch nicht abgebrochen. Der Beschluss hierzu vom 14.03.2020 bleibt weiter gültig und wird derzeit nicht geändert.

Ein Abbruch der Saison wurde diskutiert. Es erscheint jedoch nicht ausgeschlossen, dass sich mit Ende August die gesundheitliche Gefährdung der Spieler an Spieltagen soweit reduziert hat, dass die Fortführung der begonnen Saison möglich sein könnte. Daher wird zum heutigen Stand übereinstimmend von einem Abbruch der laufenden Saison abgesehen, um die bislang erzielten sportlichen Ergebnisse nicht leichtfertig zu annullieren. Es erscheint immer noch denkbar, dass die fehlenden beiden Spieltage sowie die Meisterschafts-Play-Offs in der Zeit von September 2020 bis zum Jahresende ausgespielt werden können. Auch die Durchführung einer Meisterschaftsendrunde Anfang Dezember 2020 erscheint dann nicht unrealistisch.

Übereinstimmend wurde allerdings auch festgehalten, dass die Saison 2019/2020 spätestens bis zum Ende diesen Jahres beendet sein muss. Wenn die rechtliche und tatsächliche Situation dies nicht zulässt, soll die Saison abgebrochen werden und zum Stand der Ergebnisse 2018/2019 mit dem 01.01.2021 neu begonnen werden.

Die Durchführung der Pokal-Play-Offs erscheint hingegen bereits zum jetzigen Zeitpunkt als nicht mehr realistisch. Die Veranstaltung soll abgesagt werden, wobei der Veranstalter Ruhrpott Schwerte das Recht behält, die Ausrichtung für die Saison 2020/2021 zu übernehmen.

Wie mit den bisherigen Ergebnissen im DTKV-Pokal umgegangen wird, wurde nicht abschließend festgelegt. In der Sektion West fand bislang lediglich eine Qualifikationsrunde statt. Die Sektionen Nord und Süd haben haben jeweils schon eine Pokalendrunde ausgespielt. Die in diesem Rahmen ermittelten Sektions-Pokalsieger sollen ihren Titel behalten und auch führen dürfen.

Bei einer eventuellen Fortführung des Spielbetriebs ab August 2020 sollen neu gemeldete Mannschaften soweit möglich bis zum Beginn der neuen Saison im Rahmen von Freundschaftsspielen in den Spielbetrieb integriert werden.

Der Vorstandsvorsitzende Peter Funke wurde gebeten und erklärte sich auch dazu bereit, die Organisation der Veröffentlichung dieses Protokolls auf www.dtkv.info und in der Facebook-Gruppe zu übernehmen.

 

Gezeichnet

Fischer

SL Ost

als Protokollführer

[Die Genehmigung des Protokolls erfolgt mit Veröffentlichung.)

DTKV Info: Verband einigt sich auf Vorgehensweise bei Coronavirus

Hallo Tipp-Kicker,

das Präsidium und die Sektionsleitungen des DTKV haben sich jetzt auf eine gemeinsame Vorgehensweise geeinigt um aktiv dabei mitzuwirken, die Verbreitung des Coronavirus COVID-19 einzudämmen. Es wurde dazu am 14.03. bereits von Peter Funke, dem kommissarischen Beauftragten für Öffentlichkeitsarbeit des DTKV, eine Stellungnahme in der Facebook-Gruppe veröffentlicht.

Um möglichst viele Tipp-Kicker zu erreichen, vor allem auch diejenigen, die nicht in der Facebook-Gruppe aktiv sind, wird Peters Stellungnahme – genau wie alle weiteren Entscheidungen des DTKV in dieser Sache – nun parallel auch hier auf www.dtkv.info veröffentlicht.


Guten Morgen,

aufgrund der aktuellen Entwicklung und unter Berücksichtigung der zahlreichen Meinungsbeiträge in unserer Facebook-Gruppe (vielen Dank für die hervorragende Sachlichkeit – zeigt es doch, dass wir trotz mancher Herausforderung eine prima Gemeinschaft sind!) wird ab sofort der offizielle Spielbetrieb unterbrochen.

Diese Regelung gilt zunächst unbefristet und richtet sich nach der allgemeinem Entwicklung.

Wir haben bezüglich des Mannschaftsspielbetriebs den Vorteil, dass wir nicht wöchentlich spielen, so dass für eine gewisse Zeit die Option bleibt, abgesagte Spiele / Spieltage nachzuholen.

Deswegen ist es momentan nicht notwendig, eine endgültige Entscheidung (bspw. kompletter Abbruch) zu treffen. Schließlich kann aktuell niemand absehen, wie lange das Coronavirus noch so gravierend in unser Leben eingreifen wird.

Es gibt einige Ideen und Vorschläge, wie man die aktuelle Saison retten kann, so lange eine dieser möglichen Vorgehensweisen realisierbar erscheint, bleibt diese Option auch bestehen.

Sollte es am Ende jedoch nicht möglich sein, die Saison fortzusetzen, denkt bitte alle daran: es geht hier und jetzt um Menschenleben, nicht um Titel, Erfolge und Bilanzen!

Die Turniere in Gevelsberg und in Berlin sind abgesagt. Hier haben beide Veranstalter unter bestimmten Voraussetzungen die Möglichkeit, bereits entstandene Kosten ersetzt zu bekommen. Gleiches gilt bei Turnierabsagen auch für bereits gebuchte (und nicht mehr stornierbare!) Räumlichkeiten. Bitte bei Bedarf direkt mit mir Kontakt aufnehmen. Aber bitte denkt auch hier daran: die finanzielle Situation unseres Verbandes ist bei weitem nicht mehr so üppig, wie einige immer noch denken!

Bitte mietet für geplante Veranstaltungen derzeit nichts an ohne die Möglichkeit der Stornierung!

Ansonsten – die Vorsichtsregeln beachten und dann werden wir hoffentlich in nicht so ferner Zukunft wieder unbeschwert spielen können. Bleibt gesund und nochmals danke für die vernünftige Diskussionskultur.

Viele Grüße

Peter Funke

DTKV Info: Verbandsausschuss wählt Peter Funke rückwirkend ins Präsidium


Der Verbandsausschuss des Deutschen Tipp-Kick Verbandes (DTKV), vertreten durch die Sektionsleiter Christoph Ihme, Detlef Bastian (Sektion Nord), Detlef Schirmer, Christian Zingerle, Horst Fischer (Sektion Ost), Henning Horn, Michael Link, Georg Lortz (Sektion Süd) und Achim Schmidt (Sektion West), hat am 13.03.2020 in schriftlicher Abstimmung rückwirkend zum 01.11.2019 Peter Funke einstimmig zum Beauftragten für Öffentlichkeitsarbeit gewählt. Peter Funke übt damit das Amt mit sofortiger Wirkung kommissarisch bis zum kommenden Bundestag am 09.05.2020 in Bochum aus.

Wir wünschen Peter Funke bei der Ausübung des Amts viel Erfolg und alles Gute.

Die Sektionsleitungen


 

DTKV Info: Verbandsausschuss wählt Andreas Hofert zum Kassenprüfer


Vorwort

Liebe Kicker,

zu Recht melden sich immer wieder kritische Stimmen, die mehr Transparenz und Information zu Themen rund um die Arbeit des Verbandes einfordern. Wie ihr mittlerweile alle wisst, steckt der DTKV mitten in einem tiefgreifenden Umbruch. Da gibt es nichts zu beschönigen. Es gab und gibt Konflikte um die neue Ausrichtung, langjährige Funktionäre haben sich zurückgezogen, die Auswirkungen haben wichtige Strukturen rund um den Spielbetrieb lahmgelegt. Das konnte teilweise durch neue Lösungen kompensiert werden (z.B. Ergebniserfassung/Mannschaftsspielbetrieb auf www.dtkv.info), in anderen Bereichen (Turnierspielbetrieb und Rangliste) ist noch keine langfristige Alternative in Sicht. Dennoch bietet die momentane Situation auch Möglichkeiten und Chancen: Es können jahrelange Abhängigkeiten beendet und zukunftsfähige Lösungen gemeinsam gestaltet werden, die dem DTKV dann unabhängig von Einzelpersonen zur Verfügung stehen werden.

An diesem Prozess möchten wir möglichst viele Tipp-Kicker teilhaben lassen. Künftig werden wir deshalb regelmäßig über anstehende Aufgaben, Abstimmungen und viele andere Themen rund um den DTKV informieren. Wir sind uns bewusst, dass das ein wichtiger Schritt hin zu dem Ziel ist, dass wieder ein WIR-Gefühl innerhalb der Tipp-Kick-Szene entsteht. Jeder einzelne Kicker soll stets über wichtige Entscheidungen und Ereignisse rund um die Verbandsarbeit informiert sein und die Gewissheit haben, dass Entscheidungen transparent und jederzeit nachvollziehbar getroffen werden; hier sind wir in der Pflicht. Ebenso kann und soll sich dann aber auch jeder Kicker nach seinen Möglichkeiten einmischen, konstruktive Kritik äußern und auch Verantwortung dafür übernehmen, dass wir unser fantastisches Hobby auch in Zukunft gemeinsam spielen und leben werden!

Euer DTKV-Team


Verbandsausschuss wählt Andreas Hofert zum Kassenprüfer

In schriftlicher Abstimmung hat der Verbandsausschuss (=sämtliche Mitglieder der Sektionsleitungen) Andreas Hofert zum Kassenprüfer gewählt. Als Sparkassenbetriebswirt und Leiter einer Geschäftsstelle der Sparkasse ist er allein durch seinen beruflichen Hintergrund die optimale Besetzung für dieses Amt. Tipp-Kick spielt Andreas aktiv seit 1983 beim TKV Jerze. Dort ist er seit mittlerweile 20 Jahren auch Mitglied des Vorstands und zuständig für den gesamten in- und externen Spielbetrieb.

Am kommenden Bundestag  (9. Mai 2020) wird es dann erstmals seit vielen Jahren wieder einen ausführlichen Kassenbericht und eine externe Prüfung dieses Berichts geben. Dieser Kassenbericht wird anschließend auf dtkv.info veröffentlicht und damit für alle Mitglieder einsehbar.

Das Thema „Finanzen“ wird demnächst an dieser Stelle auch noch ausführlicher behandelt werden.


Euch allen ein schöne Vorweihnachtszeit und bis demnächst!

 

 

 

2. Bundesliga Nordost 2019/20: 2. Spieltag

Drispenstedt marschiert in Richtung Oberhaus – der größte Teil der Liga kämpft gegen den Abstieg

Der zweite Spieltag der 2. Bundesliga Nordost wurde am 15. und 16. November 2019 an den drei Spielorten Buxtehude, Berlin und Jerze durchgeführt. In Buxtehude gelang der Heimmannschaft mit 2 Siegen ein Befreiungsschlag, in Berlin musste der ungeschlagene Tabellendritte Flamengo eine überraschend deutliche Niederlage einstecken und in Jerze setzte sich Drispenstedt souverän gegen beide Gegner durch.

Spielort Buxtehude

In der ersten Partie des Tages trafen mit der SG 80/22 Buxtehude/Moisburg und die 1. Mannschaft der Spandauer Filzteufel beide Mannschaften erstmalig in der 2. Bundesliga aufeinander. Buxtehude setzte seinen erfahrensten Spieler Hacky Jüttner auf die Position 1 und versuchte so das Spiel von vorne zu gewinnen. Dieses Konzept ging auf. Die Zwischenstände lauteten 3:1, 7:1, 9:3, 10:6, 14:6 und 18:10. Den Filzteufeln gelang es nicht die Rückstände zu egalisieren, etliche Spiele waren allerdings sehr eng. Während auf Buxtehuder Seite alle Spieler mindestens 4 Spielpunkte erkämpften, war Hardy Schau stärkster Filzteufel mit 5:3 Punkten. Lennart Johannsen überzeugte auf Buxtehuder Seite mit 6:2 Punkten.

Hacky Jüttner in der Partie gegen Detlef Schirmer. (Foto: privat)

Auch die zweite Partie des Tages zwischen den Filzteufeln und der 1. Mannschaft der SG Wolfsburg/Adersheim war im Vorfeld als ein wichtiges Spiel gegen den Abstieg eingestuft worden. Die SG musste dabei auf einen ihrer wichtigsten Spieler, Tobias Schleiss, verzichten. Die ersten Spielrunden waren stark umkämpft und so führte die Auswärtsmannschaft aus Wolfsburg nach 4 Runden knapp mit 7:9. Zwar gelang nun ein enger 4:0 Durchgang, was jedoch die Filzteufel umgehend egalisierten. Doch die vorletzte Runde brachte dann die SG endgültig auf die Siegerstraße. Bei den Wolfsburgern überzeugten besonders die Altmeister Stephan Pfaff und Detlef Bastian mit je 6:2 Punkten, bei den Filzteufeln war einmal mehr Hardy Schau mit 5:3 Punkten der erfolgreichste Spieler.

6:2 Punkte beim Sieg gegen die Spandauer Filzteufel: Detlef Bastian von der SG Wolfsburg/Adersheim. (Foto: privat)

In der Partie der beiden Sieger SG Wolfsburg/Adersheim und SG 80/22 Buxtehude/Moisburg waren die Messen relativ schnell und deutlich gelesen. Die Buxtehuder gingen sofort und mit klaren Ergebnissen über die Zwischenstände 1:7, 3:13 und 3:17 entscheidend in Führung. Erst danach gelang den Wolfsburgern Ergebniskorrektur. Neben Lennart Johannsen überzeugte auch Hauke Herdan mit jeweils 6:2 Punkten. Stephan Pfaff holte immerhin 4:4 Punkte für die Verlierermannschaft.

(Foto: W. Renninger)

Lennart Johannsen war mit 12:4 Punkten erfolgreichster Kicker beim Spieltag in Buxtehude. (Foto: W.Renninger)

Erfolgreichster Spieler des Tages war in Buxtehude (SG 80/22 Buxtehude/Moisburg) Lennart Johannsen mit 12:4 Punkten und 37:24 Toren.

Spielort Berlin

In Berlin traf sich am Spielort der Spandauer Filzteufel die 2. Mannschaft der Filzteufel, die ungeschlagene 1. Mannschaft von BTV Flamengo 62 und die nach dem ersten Spieltag im Tabellenkeller sitzende 2. Mannschaft der Celticer aus Berlin.

Im ersten Spiel des Tages, Celtic Berlin II gegen Spandauer Filzteufel II, fanden sich mit Peter Deckert und Erich Peters zwei neue Spieler im Kader der Celticer. Auf der Seite der Filzteufel war Alexander Breuß, der noch am 1. Spieltag 11:5 Punkte für die Filzteufel geholt hatte, nicht dabei. Es folgte ein Kantersieg der Celticer mit 29:3 gegen die Filzteufel. Hervorzuheben sind neben den verlustpunktfreien Oliver Baer und Peter Deckert auf Seiten der Celticer, auch die 3 Punkte und sehr ansprechende Leistung von Uwe Scheffler von den Filzteufeln II.

Entspannter Blick trotz Niederlage: Uwe Scheffler zeigte gegen den Favoriten Celtic II eine ansprechende Leistung. (Foto: privat)

In der zweiten Partie konnten die Celticer den „Flow“ des ersten Spieles mitnehmen und führten nach 2 Runden bereits vorentscheidend 7:1 gegen die 1. Mannschaft des BTV Flamengo 62. Dabei hatten sich die Friedenauer als Tagesziel die Tabellenführung gesetzt, auch wenn Sven Kreßin durch das Tipp-Kick-Urgestein Wilfried Mietke ersetzt werden musste, der seine Kicker eigentlich nach der letzten Saison an den Nagel hängen wollte.

Doch die Celticer ließen heute nichts anbrennen und machten den Sack bereits 2 Runden vor Schluss mit einer 17:11 Führung zu. Bester Flamengo-Spieler war Knut Asmis mit 4:4 Punkten und Erich Peters mit sauberen 8:0 Punkten für die Celticer.

Hat gut lächeln: Erich Peters war mit 14:2 Punkten erfolgreichster Kicker beim Spieltag in Spandau: (Foto: privat)

Nun folgte das Spiel zwischen Filzteufel II und den Flamengo I. Die Friedenauer gaben sich keine Blöße und fuhren einen ungefährdeten 28:4-Auswärtssieg ein. Martin Leinz, der in der Turnierszene in den letzten Wochen einige Achtungserfolge eingefahren hatte, war hier der einzige Spieler mit einer weißen Weste, also 8:0 Punkten. Auf der Seite der Filzteufel gilt es Gabriel Mielke mit 3:5 Punkten zu erwähnen.

Ebenfalls gut gelaunt: Martin Leinz mit 8:0 Punkten beim Kantersieg von Flamengo gegen Filzteufel II. (Foto: privat)

Erfolgreichster Spieler des Tages war in Berlin-Spandau Erich Peters (Celtic Berlin II) mit 14:2 Punkten und 41:22 Toren.

Spielort Jerze

Die Gäste vom TKV Grönwohld reisten fast in voller Vereinsstärke an und setzten in beiden Partien gleich 6 verschiedene Spieler ein. Mit dabei als Zuschauer war Hacky Jüttner von der SG 80/22 Buxtehude/Moisburg. Die Jerzer ersetzten nach dem ersten Spiel Christian Reymann, der später private Termine hatte, durch Markus Schnetzke. Auch die Drispenstedter rotierten, diesmal mussten Berthold Nieder gegen Grönwohld und Daniel Bialk gegen Jerze einmal aussetzen.

Die erste Partie des Tages zwischen TKV Grönwohld und der 1. Mannschaft des TKV Jerze verlief extrem spannend. Es wogte über 4:0, 4:4, 6:6, 7:9, 9:11, 13:11, 13:15 hin und her. Erwähnenswert hier der Erfolg von Christian Reymann, der in den letzten 20 Sekunden mit 2 Toren einen Rückstand gegen Kai Schäfer noch zu einem Sieg drehen konnte. Doch die Schlussrunde brachte zwei deutliche Siege und somit den Gesamtsieg für die Grönwohlder. Michal Zaczek fertigte dabei Marcel Kreußweiß mit 7:1 ab und Martin Arp schlug seinen Gegner Tobias Witte mit 3:0. Mit dem 17:15 für Grönwohld erlitten die Aufstiegsambitionen der Jerzer einen ersten Dämpfer und die Grönwohlder holten – nach eigenem Bekunden – wertvolle Punkte gegen den Abstieg. Beste Spieler waren auf Grönwohlder Seite Michal Zaczek und Martin Arp mit je 6:2 Punkten, auf Jerzer Seite erzielten gleich 3 Spieler 4:4 Punkte.

Souveränder 3:0-Sieg von Martin Arp (TKV Grönwohld) gegen Tobias Witte (TKV Jerze I). (Foto: A. Bialk)

Die zweite Partie zwischen der 1. Mannschaft der TFB 77 Drispenstedt und des TKV Grönwohld startete mit überraschenden Änderungen in der Grönwohlder Aufstellung.

Für Carsten Naue und Kai Schäfer spielten nun Swen Petersen und Markus Müller, die gleich gegen ihre ersten Gegner punkteten und die Führung der 1. Runde sogar auf 6:2 ausbauten. Doch danach kam Drispenstedt ins Rollen. In den folgenden 8 Spielen holten die Drispenstedter 14:2 Punkte und ließen bis auf eine Ausnahme nur noch maximal 2 Gegentore pro Spiel zu. Im vorletzten Durchgang wurde der Heimsieg schon festgezurrt und auch im letzten Durchgang wurde kein Spielpunkt verschenkt. Wieder war es Michal Zaczek, der mit einem positiven Spielpunktverhältnis von 5:3 Punkten auf Seiten der Grönwohlder überzeugen konnte. Bei den Drispenstedtern war es André Bialk, der 7:1 Punkte für seine Mannschaft einfahren konnte.

Daniel Bialk (im Match gegen Makus Müller) steuerte 4 Punkte zum Sieg seines TFB Drispenstedt gegen Bundesliga-Absteiger Grönwohld bei. (Foto: A. Bialk)

In der dritten Partie des Tages spielten in einem wichtigen Spiel um den Aufstieg die Jerzer auf der Heimposition gegen die Drispenstedter. Die Drispenstedter führten nach den ersten zwei Runden mit 5:3. Dann wurde aber dank einer spielerisch starken Leistung mit 9 Einzelsiegen und 3 Unentschieden in der Folge ein klarer 26:6-Erfolg eingefahren.

Der Spruch des Tages erfolgte nach der 6. Runde, als der Jerzer Marcel Kreuzweiß nach einer knappen Niederlage zu zwei Mannschaftskameraden meinte: „Was wollt ihr eigentlich, ich habe mehr als doppelt so viele Punkte als ihr beiden zusammen erzielt.“ Er hatte einen Punkt erkämpft, die beiden Kollegen bis dahin noch keinen …

Bester Spieler der Drispenstedter war Max Bartels, der eine saubere Weste mit 8:0 Punkten behielt. Auf Jerzer Seite war Tobias Witte mit 3:5 Punkten der beste Akteur.

Lupenreine 8:0 Punkte im Aufstiegs-Duell: Max Bartels (Drispenstedt) gegen Tobias Witte (Jerze I). (Foto: A. Bialk)

Erfolgreichster Spieler des Tages war in Jerze André Bialk (TFB 77 Drispenstedt) mit 13:3 Punkten und 38:20 Toren.

Fazit und Ausblick

Der Blick auf die Tabelle zeigt den Tabellenführer Drispenstedt mit einer reinen Weste von 8:0 Punkten und einem überzeugenden Spielpunktverhältnis. Auf Platz 2 findet sich BTV Flamengo 62 mit 6:2 Punkten in Lauerstellung wieder. Es folgen auf den Plätzen 3 bis 7 gleich 5 (!) Mannschaften mit einem ausgeglichenen Punkteverhältnis und nur durch 13 Spielpunkte getrennt. Die 1. Mannschaft der Spandauer Filzteufel hat mit 2:6 Punkten auch weiterhin reelle Chancen, dem Abstieg zu entgehen. Das verspricht Spannung an den beiden nächsten Spieltagen.

Der dritte Spieltag findet am 22. März 2020 in Berlin-Zehlendorf bei Celtic sowie in Drispenstedt und in Wolfsburg statt.

In Berlin-Zehlendorf treffen mit Celtic II, Spandauer Filzteufel I und Grönwohld gleich 3 Mannschaften aufeinander, die an diesem Tag nicht endgültig in den Abstiegsstrudel geraten wollen. Aufstellungen, Tagesform und mentale Stärke werden dabei entscheidend sein.

In Drispenstedt treten die 2. Mannschaft der Spandauer Filzteufel, die Buxtehuder und die Drispenstedter gegeneinander an. Im Spiel Buxtehude gegen Drispenstedt werden sich vermutlich die beiden Altmeister Hacky Jüttner und André Bialk duellieren, die schon 1981 gemeinsam bei ihrem jeweiligen ersten Profiverein St. Pauli Hamburg spielten.

In Wolfsburg fällt eine Vorentscheidung, welche Mannschaft sich aus dem Aufstiegsrennen verabschieden wird, wenn Jerze gegen Flamengo spielt. Wolfsburg als Heimmannschaft wird versuchen, den einen oder anderen Punkt einzuheimsen, der im Kampf um den Klassenerhalt noch wertvoll werden könnte, da am Ende eventuell 3 Teams aus der 2. Bundesliga Nordost absteigen – je nach Tabellensituation der 1.Bundesliga. Es bleibt spannend!

1. Bundesliga 2019/20: 1. Spieltag


Die Messer sind gewetzt, die Kader zusammengestellt und mit dem einen oder anderen Turnier als Vorbereitung im Gepäck kurven oder fliegen die Tipp-Kicker wieder gespannt und bis in die Haarspitzen motiviert über die Straßen Deutschlands um endlich wieder Bundesligaluft zu schnuppern. Sie gehen auf Punkte- und Torejagd oder wollen eben diese verhindern. Die Saison hat begonnen!

Die Geschichten des 1. Bundesligaspieltages sind schnell geschrieben: die ganz großen Überraschungen blieben dieses Mal aus. Die vermeintlichen Favoriten setzten sich durch und teilten sich untereinander die Punkte.

Spiele in Kiel

Hoch im Norden empfing Gastgeber Kiel vor traumhafter Sportarenen-Kulisse zwei dicke Brocken. Trotz eines sehr guten Auftaktes hatten die Nordlichter gegen den amtierenden Deutschen Mannschaftsmeister aus Kaiserslautern im weiteren Verlauf das Nachsehen und verloren am Ende deutlich mit 11:21. Auf Seiten Kiels überzeugten Olli Wegener und der wiedererstarkte Oliver Schell, während die Pfälzer sich voll und ganz auf die Baadte-Brüder verlassen konnten, die insgesamt 13 Spielpunkte einfuhren.

Starke Vorstellung im hohen Norden: Sebastian Baadte steuerte zum ersten Saisonsieg seiner Lauterer sechs Punkte bei.

Auch gegen die stets hoch gehandelten Frankfurter blieben die Hafenstädter erfolglos. Bei insgesamt 10:22 Punkten stach nur Simon Hansen mit 5 Punkten hervor. Alex Beck und Beni Buza steuerten hier am erfolgreichsten zum ungefährdeten Sieg bei.

Bester Kieler im Match gegen Gallus Frankfurt: Simon Hansen mit fünf Punkten auf der Habenseite.

Im Aufeinandertreffen der beiden Schwergewichte gab es eine gerechte Punkteteilung. Der gesamte Spielverlauf zeigte sich ausgeglichen und fair. Neben dem abermals starken Alex Beck und seinem Frankfurter Vereinskamerad Frank Hampel für Gallus, konnten auf Lauterer Seite dieses Mal die beiden Hahnel-Brüder überzeugen.

(Foto: W. Renninger)

Beste Bilanz beim Kampf der Giganten: Alex Beck mit 6:2 Punkten für Gallus Frankfurt gegen Kaiserslautern.

Spiele in München

Viel weiter südlich trafen sich die Mannschaften aus Fürstenfeldbruck, Waltrop und Hirschlanden. Im Spiel gegen die Preußen aus Waltrop verhinderte bei den Münchnern nur Vincent Höhn eine negative Punktebilanz. Altmeister Oliver Hahne überzeugte mit 8:0 Punkten auf ganzer Linie und hielt selbst den ebenfalls starken Jens Foit (6:2 Punkte) aus dem eigenen Team deutlich auf Distanz, wodurch die Partie schon nach dem fünften Block für den Westvertreter entschieden war.

Bärenstarker Auftritt gegen den Aufsteiger: Oliver Hahne mit 8:0 Punkten gegen Bruck.

Die Waltroper, von einigen vor der Saison als heimlicher Play-Off-Kandidat gehandelt, konnten diese Einschätzung auch in ihrem zweiten Spiel gegen den Vorjahres-Halbfinalisten aus dem Schwabenland unter Beweis stellen. Hirschlanden, die den Rückzug von Artur Merke und den Ausfall von Max Daub zu verkraften hatten, kamen tatsächlich schwer in die Gänge und mit 6:10 schnell ins Hintertreffen, ehe die Mannschaft um den bärenstarken Harald Füßinger, der — um es vorwegzunehmen — den Spieltag mit blütenweißer Weste und sagenhaften 16:0 Punkten beendete, die Partie in den folgenden Begegnungen eindrucksvoll drehte und dafür sorgte, dass Hirschlanden gar mit vier Punkten Vorsprung in die letzte Runde ging. Wieder einmal waren es Oliver Hahne und Jens Foit, die im letzten Block die Nerven behielten und den benötigten Doppelsieg zum endgültigen Remis einfuhren.

Bewies einmal mehr seine Extraklasse: Harry Füßinger mit 16:0 Punkten am ersten Spieltag!

Ein starker Vincent Höhn reichte den Bruckern auch im Spiel gegen Hirschlanden nicht, die mit dem erwähnten Harry Füßinger und dem diesmal frei aufspielenden Florian Stähle souverän den Sieg gegen den Aufsteiger unter Dach und Fach brachten.

Auch 6:2 Punkte von Vincent Höhn konnten seine Flinken Finger Bruck nicht vor einer deutlichen Niederlage gegen Hirschlanden bewahren.

Spiele in Berlin

Einzig die Berliner blieben an diesem Spieltag ohne Punktverlust. Die jungen Wilden aus der Hauptstadt kompensierten den Verlust ihres Routiniers und langjährigen Antreibers Christian Lorentzen mit Bravour und setzten sich überraschend klar gegen Wasseralfingen durch. Von Beginn an zeigten sie ihre Überlegenheit und ließen beim 23:9 nichts anbrennen. Chris Kuch und Max Gottschalk erzielten dabei gemeinsam hervorragende 15 Punkte.

(Foto: W. Renninger)

Mit makellosen 8:0 Punkten war Chris Kuch bester Spieler der Partie Celtic gegen Wasseralfingen.

Noch deutlicher fiel der Sieg gegen den Aufsteiger aus Hannover aus: wieder sorgte Max Gottschalk (8:0 Punkte), dieses Mal im Tandem mit Aufrücker J. Komareck (7:1 Punkte), für den deutlichen Sieg (25:7).

(Foto: W. Renninger)

Myrko Baumgart (r.) war mit insgesamt 10:6 Punkten bester Hannoveraner in Berlin.

Für die Niedersachsen reichte es an diesem Spieltag zwar nicht zu einem Punktgewinn, aber immerhin Myrko Baumgart bäumte sich mit insgesamt beachtlichen 10:6 Punkten gegen die beiden Niederlagen in Berlin auf. Die Lorbeeren kassierten im Spiel Wasseralfingen – Hannover andere: Jonathan Weber (8:0 Punkte) und Kilian Weißhaupt (6:2 Punkte) gewannen die Partie mit ihren beiden Brüdern (jeweils 4:4 Punkte) am Ende klar mit 22:10, wobei das Match bereits nach 5 Runden entschieden war.

Soll erfüllt: 2:2 Punkte für Jakob Weber, Kilian Weishaupt, Uli Weishaupt und Jonathan Weber.

Zusammenfassend lässt sich wieder einmal ein gelungener Spieltag konstatieren: Berlin führt die Tabelle mit weißer Weste an, es folgen mit Waltrop, Frankfurt, Kaiserslautern und Hirschlanden (jeweils 3:1 Punkte) die anderen — in Umfragen erwarteten — Play-Off-Kandidaten. Dahinter steht Wasseralfingen mit ausgeglichenem Punkteverhältnis. Das Tabellenende schmücken die beiden Aufsteiger Bruck und Hannover sowie Kiel, die mit einem Punktabzug in die Saison gestartet sind.

In der Einzelwertung grüßt Harry Füßinger (Hirschlanden) von der Spitze, dahinter Max Gottschalk und Chris Kuch (beide Berlin) vor Alex Beck (Frankfurt), Oliver Hahne und Jens Foit (beide Waltrop).

Besonders erfreulich ist das Wiedersehen mit drei „alten“ Bekannten, die — an jedem Spielort einer — gezeigt haben, dass sie nach wie vor im Haifischbecken Tipp-Kick-Bundesliga mithalten können. Es ist schön euch wieder an der Platte zu sehen, welcome back Stefan Heinze (Frankfurt), Klaudio Lange (Hirschlanden) und Andreas Pockrandt (Berlin)!


Alle Ergebnisse, Tabellen und Ranglisten wieder zum Nachlesen auf www.dtkv.info!


 

Saisonvorschau: Verbandsliga West 2019/20


Die stärkste Verbandsliga der Republik

Der Sommer neigt sich allmählich dem Ende zu, die Sonnenschirme und Liegestühle werden langsam eingemottet. Dafür werden die Tippkickplatten wieder entstaubt, der Filz wird gemäht und die Schussbeine werden wieder gefeilt und gebogen. DENN: die neue Verbandsligasaison startet endlich wieder! Die stärkste Verbandsliga der Republik… leider auch die Einzige.
Nur noch der Westen der Nation ist stolzer Besitzer einer Tippkick-Verbandsliga. Und die ist sogar im Vollbesitz ihrer Kräfte: Gleich 9 Teams spielen um Punkte, Spaß und Ehre. Und natürlich um die begehrten zwei Aufstiegsplätze. Schauen wir uns die Mannschaften einmal genauer an.

1. TKC Aachen

Beginnen möchte ich mit dem jüngsten der 9 Vereine, dem 1. TKC Aachen. Zugpferd dieser Truppe ist der erfahrene Thomas Fabry, der in der Vergangenheit schon für Lok Omega Dortmund und Rheinland United auf Punktejagd ging. Komplettiert wird das Team durch Teamkoordinator Thomas Kreit  sowie durch Philipp Mehnert, Stephan Leonhardt und Thomas Becker. Ziel dürfte es für das junge Team sein Erfahrungen und Eindrücke in der TK-Szene zu sammeln und vielleicht hier und da für Überraschungen zu sorgen. Herzlich Wilkommen 1.TKC Aachen!

Borussia Schwerte

Weiter geht es mit der Borussia aus Schwerte um Sektionsleiter Michael Sammrei. Das Team feierte in der vergangenen Spielzeit sein Comeback. Kapitän Sammrei war  in der Sommerpause fleißig und konnte gleich vier neue Spieler für seinen Kader gewinnen. Wie die Neuzugänge einschlagen, werden wir sicher noch früh genug erfahren. Trotz der roten Laterne in der Vorsaison ließen die Borussen keine Zweifel aufkommen, dass sie heiss auf Tipp-Kick sind und dass der Spaß am Spiel im Vordergrund steht.

TKV Weiß Weiß Steinbeck

Der TKV Weiß Weiß Steinbeck startet in seine vierte Verbandsliga Saison. Man konnte in der letzten Spielzeit einige Punkte sammeln und auch schon für einige Überraschungen sorgen, die Leistungskurve der Nordrhein-Vandalen geht also weiter nach oben. Potenzial ist vorhanden, jedoch fehlt hier und da noch etwas die Kontinuität. Personell könnte der TKV sogar eine Fußballmannschaft stellen, der Kader besteht inzwischen aus 12 Spielern. Kapitän Marvin Freund konnte zur neuen Saison neben dem (im positiven Sinne) Tipp-Kick-Verrückten Olli Langemeyer mit Janek Hellmich und Stefan Otte zwei Tippkickneulinge für das Team gewinnen. Es bleibt auch hier abzuwarten, wie die Newcomer sich auf lange Sicht im Team etablieren werden.

Ruhrpott Schwerte II und III

Ruhrpott Schwerte wächst und wächst und wächst… Nachdem die erste Garde in der vergangenen Saison den Vizemeistertitel und den damit verbundenen Aufstieg klarmachen konnte, wurde nun sogar eine dritte Mannschaft ins Leben gerufen. Schwerte ist damit neben dem TKC Gevelsberg der zweite Verein, der zwei Mannschaften für die Verbandsliga stellt. Die ehemals dritte Mannschaft, die das vereinsinterne Duell bereits mit 19:14 für sich entschieden hat und damit zur Zweiten wurde, ist mit Uli Dübel, Matze Kaufmann, Uwe Neuhaus und Kapitän Hans Wrobel extrem pfiffig aufgestellt. Dieses Quartett gilt sicherlich als ein äußerst heisser Kandidat für den Aufstieg. Die Dritte setzt sich aus Teamkoordinator Christof Scherner, Carmello Mirabella, Luca Stens und Dirk Sasse zusammen.

TKC Gevelsberg III und IV

Ebenfalls im Doppelpack vertreten ist der TKC 86 Gevelsberg, der in diesem Jahr sogar wieder eine VIERTE(!!!) Mannschaft stellen wird. Super geil!!! Die dritte Mannschaft verpasste in der vergangenen Spielzeit nur knapp den Aufstieg, deshalb sollte spätestens ab dieser Saison der Aufstieg oberste Priorität haben. Das Team von „Katze“ Trost verfügt definitiv über die Klasse und hat auch das Zeug dazu, dieses Ziel zu erreichen.

TKC Preußen Waltrop III

Kommen wir zu den Absteigern aus der Regionalliga. Mit Waltrop befindet sich der Name eines großen Teams unter den Verbandsligisten im Westen. Die Drittvertretung des Bundesligisten musste sich zur neuen Saison neu formieren. Eine Mischung aus erfahrenen Spielern und Youngsters geht ins Rennen. Wohin die Reise am Ende führen wird, ist schwer vorauszusagen; zum direkten Wiederaufstieg wird es vermutlich aber nicht reichen.


SG TornaDO/Menden III

Nachdem sie in der Vorsaison ebenfalls aus Liga drei abgestiegen ist, wirbelt die Dritte der Tornados nun wieder in der Verbandsliga. Teamkoordinator Jens Silberkuhl geht zusammen mit Stephan Haag, Roland Eichler, Michael Surmann und Jörns Heidtke auf Punktejagd. Ziel könnte der direkte Wiederaufstieg sein, wofür die Dortmunder auch sicher ein realistischer Kandidat sind.

Fazit

Wir stehen vor einer extrem spannenden Saison in einer Liga, in der 2, 3 Teams etwas hervorstechen und die restlichen 6 Mannschaften auf Augenhöhe sind. Oft wird sicherlich die Tagesform eine große Rolle spielen. Gevelsberg III und Ruhrpott II sind sicher die heissesten Kandidaten auf den Aufstieg, TornaDO III steht in Lauerstellung und wird auf die Fehler der Favoriten warten. Wer dahinter landet, kann genauso gut ausgewürfelt werden. Steinbeck, Borussia Schwerte, Ruhrpott III, Waltrop III, Aachen und Gevelsberg IV werden sich mit Sicherheit heisse und spannende Duelle liefern. Das wird nichts für schwache Nerven…

Freuen wir uns also auf eine weitere tolle Saison in der einzigen und besten Tipp-Kick Verbandsliga der Welt. Gut Kick allerseits!

Saisonvorschau: Regionalliga West 2019/20

Tolle Entwicklung, aber erste Delle

Die Saison hat erst ein vereinsinternes Spiel erlebt (Schlachtenbummler I – Schlachtenbummler II 25:7), und trotzdem schon die erste dicke Delle. Der traurige Rückzug der Herner Phoenixe wirft direkt einen großen Schatten auf die bevorstehende Spielzeit. Wie und warum konnte das passieren?

Nur im Westen dieser Republik gibt es noch eine Verbandsliga, auch in dieser Saison mit einem neuen Verein aus dem Dreiländereck (Aachen). Trotz dieser tollen Entwicklung herrscht auch hier nicht nur eitel Sonnenschein. Hernes Rückzug macht es deutlich.
Leider stehen eben nicht Zusammenhalt, Offenheit und die Bereitschaft auf den anderen zuzugehen immer an oberster Stelle in unserer kleinen Szene. Eitelkeiten, persönliche Anliegen und das Beharren auf dem eigenen Standpunkt erscheinen oft wichtiger als Kompromissbereitschaft. Schade und traurig zugleich. Darüber sollte jeder, egal ob direkt betroffen oder nicht, nachdenken.

Zum Sportlichen:

Es wird einen Aufsteiger in die 2. Bundesliga Südwest und einen Absteiger in die Verbandsliga West geben. Auf dem Papier scheint die Sache auf den ersten Blick klar: Zwei Teams werden sich um Meisterschaft und damit verbundenem Aufstieg streiten, der gesamte Rest der Liga wird versuchen, dem einen Abstiegsplatz möglichst nicht zu nahe zu kommen.

Traditionell gehören die Aufsteiger aus der Verbandsliga auch sofort wieder zu den Abstiegskandidaten. Zumindest in diesem Fall wird es in dieser Saison wohl anders aussehen.

Der Meister der VL kommt aus Mönchengladbach. Eine Mannschaft mit einer gesunden Mischung aus alten Hasen und aufstrebenden Spielern, die in der Liga und auf Turnieren bereits einige Duftmarken setzen konnten. Eigentlich alles andere als ein Abstiegskandidat. Aber was heißt das schon in einer ausgeglichenen Liga?

Björn Groterath hat mit seinem TKV Mönchengladbach als Verbandsligameister den Aufstieg geschafft.

Zum Newcomer und VL-Vizemeister Ruhrpott Schwerte kommen wir aus diversen Gründen später zurück.

Kierspe konnte sich in der vergangenen Spielzeit den letzten Nichtabstiegsplatz sichern und geht in eine schwere Saison. Allerdings haben sich die Sauerländer letztes Jahr schon als Remiskönige entwickelt und könnten auf Grund der Tatsache, dass es nur einen Absteiger gibt, mit einem einzigen Sieg ihrem Ziel Klassenerhalt ein großes Stück näherkommen. Wer Kierspe abschreibt, wurde noch nie von einem Skorpion gestochen.

Schwitzen für den Klassenerhalt: Vito Filipiak vom TKC Kierspe.

Neben Bochum stellen auch die Bergischen 2 Teams. Offen ist noch, wer als Nummer Eins des TKC Gevelsberg ins Rennen geht. Beide konnten letztes Jahr nach oben schielen. Das könnte dieses Jahr durchaus auch andersrum verlaufen. Potential ist in beiden Mannschaften vorhanden. Das Problem dabei ist folgendes: Bei der Konkurrenz auch.

Auch dieses Jahr wieder in der Zweiten Mannschaft des TKC Gevelsberg am Start: Manuela Winter.

Platz 2 aus dem Vorjahr wird Dortmunds Zweitvertretung nicht wiederholen können. Ähnlich wie in Gevelsberg geht es für die Tornados erstmal darum, die nötigen Punkte für den Klassenerhalt zu sammeln. Potential ist vorhanden, aber siehe oben.

Markus Tegethoff von der Zweitvertretung der SG TornaDO/Menden.

15 Kilometer weiter sieht es genauso aus. Die 2. Mannschaft der Schlachtenbummler ist genauso in diesem Fegefeuer wie andere Konkurrenten auch. Erfahrung ist vorhanden, allerdings steckten die Bochumer noch nie so richtig im Abstiegskampf. Bleibt das so?

(Foto: W. Renninger)

Entspanntes Lächeln bei Christoph Schmidt (r.): ob es am Ende klappt mit dem Klassenverbleib der Schlabo-Reserve?

 

Bleiben noch 2 Teams übrig
Der Aufsteiger aus der Verbandsliga und der Absteiger aus der zweiten Bundesliga. Dann scheint die Sache ja geklärt. Pustekuchen.

Ruhrpott Schwerte ist kein normaler Aufsteiger. In der VL waren sie schon sehr stark besetzt und haben jetzt ihre 1. Mannschaft noch einmal namhaft verstärken können. Mit Michael Kalentzi und Sohn Alexis hat sich Ruhrpott auch in der Breite deutlich besser aufgestellt und gilt als der Herausforderer und einer der beiden Kandidaten auf den Aufstieg.

Immer noch in Jubelpose: Als Aufsteiger gelten Alex Wrobel & Co. auch in der Regionalliga gleich als Herausforderer.

Als Absteiger aus Liga Zwei gibt es bekanntermaßen nur ein Ziel: Den direkten Wiederaufstieg.
Die Schlachtenbummler gehen als Favorit in diese Saison. Durch Schwertes Aufrüsten aber nicht mehr als klarer Favorit. Doch auch Bochums erste Mannschaft hat sich verstärkt. Mit Leon Böttger scheinen die SchlaBOs auf allen 4 Positionen gleich stark besetzt.
Den Ausschlag könnte das direkte Duell im Ruhrgebiet geben, es sei denn, einer der beiden patzt in anderen Partien.

Den Wiederaufstieg fest im Blick: Wird es am Ende reichen für Achim Schmidt und seine Schlachtenbummler Bochum?

Der Tipp von Achim Schmidt:

1.) Bochum 1
2.) Ruhrpott
3.) Mönchengladbach
4.) Dortmund 2
5.) Bochum 2
6.) Gevelsberg 1
7.) Kierspe
8.) Gevelsberg 2

2. Bundesliga Nordost 2019/20: 1. Spieltag

Drispenstedt stürmt an die Tabellenspitze – Flamengo punktet doppelt in Grönwohld

Der erste Spieltag der 2. Bundesliga Nordost wurde am 15.09.2019 an drei Spielorten durchgeführt. Während in Wolfsburg und Berlin-Spandau die Überraschungen ausblieben, konnte in Grönwohld der Berliner Tipp-Kick-Verein Flamengo die maximale Punkteausbeute von 4:0 Punkten mit nach Hause nehmen. Weiterlesen