2. Bundesliga Nordost – 2016/17: Vorschau zum 3. Spieltag

Am Sonntag, den 26. Februar, kommt es in der 2. Bundesliga-Nordost zu 9 reizvollen Duellen. Die beiden großen Fragen sind: Erledigen die beiden Aufstiegsaspiranten Hannover und Kiel ihre Pflichtaufgaben, um dann im großen Finale am 4. Spieltag den Aufsteiger zu küren? Gibt es bereits am 3. Spieltag deutliche Weichenstellungen in der Abstiegsfrage?

Die Ansetzungen lauten:

6 Begegnungen finden in Berlin statt, 3 in Grönwohld. Im Einzelnen:

– in Friedenau bei Flamengo:

Hannover-Flamengo       11.00 Uhr

Neukölln-Hannover         13.00 Uhr

Flamengo-Neukölln         15.00 Uhr

 

– in Spandau bei den Filzteufeln:

Filzteufel-Neumünster     11.00 Uhr

Neumünster-Celtic II       13.00 Uhr

Celtic II-Filzteufel          15.00 Uhr

 

– in Grönwohld bei Grönwohld:

Celtic III-Grönwohld II   11.00 Uhr

Kiel-Celtic III                 13.00 Uhr

Grönwohld II-Kiel           15.00 Uhr

 

Zur Ausgangssituation:

Hannover und Kiel, die zur Zeit mit je 8:0 Punkten auf Platz 1 und 2 stehen, dürften den Aufsteiger am 4. Spieltag im direkten Vergleich ausspielen. In der Abstiegsfrage geht es noch spannender zu: Falls Jerze und Drispenstedt aus der 1. Bundesliga absteigen, steigen sogar 3 Mannschaften der 2. Bundesliga-Nordost in die entsprechenden Regionalligen ab. Die Plätze 6 bis 9 (Neukölln 2:6, Neumünster 2:6, Celtic III mit 0:8 und die Spandauer Filzteufel mit 0:8) werden noch deutlich punkten müssen, um das Abstiegsgespenst zu vertreiben. Doch woher die Punkte bekommen? Neukölln ist gegen Hannover und Flamengo nur Außenseiter, Neumünster könnte mit 2:2 Punkten der große Gewinner des 3. Spieltages werden, die Filzteufel und Celtic III werden höchstwahrscheinlich nach dem 3. Spieltag mit 0:12 Punkten das Tabellenende zieren.

Flamengo, Grönwohld II und Celtic II können dagegen locker aufspielen und das Zünglein an der Waage bilden. Nach oben und nach unten. Insbesondere Celtic II, die Peter Deckert für den verhinderten Olli Baer einsetzen werden und vielleicht auch Andreas Pallwitz für den verhinderten Jan Komareck, wird noch ein Sprung nach oben zugetraut.

 

Statements einzelner Spieler:

Fred Elesbao (SG Hannover): „Wir haben große Erwartungen an den nächsten Spieltag. Wir wollen gewinnen und unsere Tabellenführung ausbauen. Schließlich trainieren wir hart!!! Ich habe extra ein neues Stadion, das „Ernst-Thälmann-Stadion“, gebaut. In meinem Keller findet jetzt regelmäßig Training statt. Natürlich wird es schwer gegen Flamengo, insbesondere auswärts und bei Flamengo ist es immer schwierig. Außerdem traue ich Flamengo ebenso den Aufstieg zu. Kiel könnte auch ein Kandidat sein. Aber ehrlich gesagt, gucke ich noch nicht in Richtung Aufstieg, sondern ich konzentriere mich aufs nächste Spiel. So wie die anderen Jungs aus Hannoi auch!“

Oliver Wegener (Kiel): „Flamengo hat durchaus noch Chancen auf den Aufstieg, weil es sehr erfahrene Akteure sind. Sie sind zudem taktisch klug und clever. Ich glaube, dass Flamengo das Spiel gegen Hannover nicht abschenken wird und sich in der leichten Außenseiterrolle pudelwohl fühlt, um dem Bundesligaabsteiger ein Bein zu stellen … Unser Spieltag in Grönwohld sieht einfacher aus, als es ist, denn es kommt darauf an, mit welchen Spielern Grönwohld und Celtic III antreten … Es gibt ja genügend Potential für eventuelle Nachmeldungen … Normalerweise steigt Celtic III gleich wieder ab, außer sie melden starke Akteure nach und gewinnen gegen Grönwohld. Dann wäre wieder alles drin.“

Martin Leinz (Flamengo Berlin): „Wir werden versuchen am 3. Spieltag Hannover zu schlagen. Dann haben wir noch alle Chancen aufzusteigen. Gegen Kiel haben wir unglücklich 15:17 verloren, ein Unentschieden wäre, objektiv gesehen, gerecht gewesen. Wir sind also dran an der Spitze. Wir werden auf den Punkt fit sein!“

Tobias Stock (Grönwohld): „Also, bis auf unseren Käpt’n Steve sind alle an Bord. Wir werden vor Ort nach Gefühl festlegen, wer spielt und werden darauf achten, dass jeder zumindest in einem Spiel eingesetzt wird. Für diesen Spieltag ist ein Sieg gegen Celtic Pflicht. Gegen Kiel wäre aus meiner Sicht – wenn Kiel mit der Topbesetzung antritt – selbst ein Punkt für uns eine große Überraschung. Insgesamt sind wir mit einem gesicherten Mittelfeldplatz sehr zufrieden. Als Aufsteiger sehe ich ganz klar die Kieler. Sie haben mit Olli einen routinierten Bundesligaspieler. Dahinter mit Simon und Robert zwei aufstrebende Top-Talente und auch Florian oder Christoph wissen wo das Tor steht. Für mich die Mannschaft mit dem besten Gesamtpaket und auch mit die Sympathischste.“

Karl-Heinz Sternberg (Germania Neukölln): „Pocki und Jogi [die Redaktion: gemeint sind Andreas Pockrandt und Jürgen Marquardt] hören tatsächlich auf. Beide wollen aber noch gelegentlich Turniere besuchen. Insgesamt werden wir nächste Saison 5 Abgänge haben, damit bleibt die Zukunft von Germania 09 Neukölln tatsächlich in der Schwebe. Vielleicht gelingt es uns noch den einen oder anderen Spieler zu angeln … Erst Ende der Saison werden wir dann entscheiden, ob wir weiterhin 2. Bundesliga oder nur Regionalliga-Ost spielen. Für die beiden letzten Spieltage steht bei uns der Spaß im Vordergrund und wir wollen uns mit einem Lächeln und einem Dankeschön von der 2. Liga verabschieden.“

 

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Regionalliga Ost – 2016/17: Halbzeitbilanz

Pl. Mannschaft Sp. S U N Punkte Sp.-Punkte Tore T-Diff.
1 TKC Flamengo II 4 3 1 0 7:1 95:33 292:195 97
2 SpVgg Halbau I 3 2 1 0 5:1 65:31 220:146 74
3 Spandauer Filzteufel 09 II 4 2 0 2 4:4 65:63 226:237 -11
4 Germania 09 Neukölln II 3 1 0 2 2:4 34:62 178:207 -29
5 SpVgg Halbau II 4 0 0 4 0:8 29:99 179:310 -131

 

Fast alle Spiele der Hinrunde wurden gespielt, lediglich das Spiel Neukölln II –  Halbau I fehlt. Hier wechselte in Absprache mit dem Staffelleiter Ost das Heimrecht auf die Halbauer, da den Neuköllnern keine Räumlichkeiten zur Verfügung stehen. Als neuer Termin wurde nun der 20. Februar festgelegt.

Wie bereits in dem Vorbericht zu Beginn der Saison vermutet, spielen Halbau I und Flamengo II um den Aufstieg in die 2. Bundesliga-Nordost. Wenn man davon ausgeht, dass Halbau I das Spiel gegen Neukölln II gewinnt, stünden beide Mannschaften mit 7:1 Punkten an der Tabellenspitze. Vermutlich wird erst der direkte Vergleich in der Rückrunde die Aufstiegsfrage klären.

Platz 3 und somit im Niemandsland scheint für die Spandauer Filzteufel reserviert. Ihr Motto lautet: „Die beiden Großen ärgern, so gut wie es geht.“ Vielleicht gelingt die eine oder andere Überraschung.

Um die rote Laterne, in der RL Ost also um Platz 5, streiten sich Neukölln II und Halbau II. Neukölln II hat bereits 2 Punkte auf dem Habenkonto und ist somit im leichten Vorteil gegenüber den Halbauern. Doch auch hier wird erst der direkte Vergleich in der Rückrunde entscheiden, wer die Laterne erhält.

 

Regionalliga Ost – Einzelwertung

Pl. Name Verein M Sp. S U N Punkte Tore Diff.
1 RÖßGER, Rüdiger TKC Flamengo II 4 16 14 1 1 29:3 73:43 30
2 KREßIN, Sven TKC Flamengo II 3 12 10 1 1 21:3 68:30 38
3 SCHULZ, Stephan Spandauer Filzteufel 09 II 4 16 8 4 4 20:12 63:49 14
4 MIELKE, Gabriel Spandauer Filzteufel 09 II 4 16 9 1 6 19:13 62:58 4
5 KÄHLING, Gerrit SpVgg Halbau I 3 12 9 0 3 18:6 53:30 23
6 SCHWARZ, Henk SpVgg Halbau I 3 12 7 3 2 17:7 58:35 23
7 BREUß, Alexander Germania 09 Neukölln II 3 12 7 3 2 17:7 51:32 19
8 VOLKMANN, Torsten SpVgg Halbau I 3 12 8 1 3 17:7 56:40 16
9 SCHEFFLER, Uwe Spandauer Filzteufel 09 II 4 16 4 6 6 14:18 59:63 -4
10 MÖHLE, Henning SpVgg Halbau I 3 12 5 3 4 13:11 53:41 12
11 KELLNER, Frank TKC Flamengo II 2 8 5 2 1 12:4 37:28 9
12 LANGHOFF, Rudolf SpVgg Halbau II 4 16 3 5 8 11:21 51:68 -17
13 MIETKE, Wilfried TKC Flamengo II 2 8 4 1 3 9:7 29:17 12
14 SCHWARZKOPF, Christian TKC Flamengo II 2 8 4 1 3 9:7 38:39 -1
15 JAENISCH, Marco TKC Flamengo II 1 4 4 0 0 8:0 18:10 8
16 LINKE, Andreas Spandauer Filzteufel 09 II 3 12 4 0 8 8:16 30:52 -22
17 ZINGERLE, Christian TKC Flamengo II 2 8 2 3 3 7:9 29:28 1
18 KAPSCHIES, Kevin Germania 09 Neukölln II 3 12 1 5 6 7:17 47:60 -13
19 HEIDENREICH, Peter SpVgg Halbau II 4 16 2 2 12 6:26 30:59 -29
20 DREYER, Roland SpVgg Halbau II 4 16 2 2 12 6:26 55:97 -42
21 SCHMÖLLING, Frank SpVgg Halbau II 4 16 2 2 12 6:26 43:86 -43
22 SCHONAT, Volkmar Germania 09 Neukölln II 2 8 2 1 5 5:11 32:38 -6
23 MIELKE, Daniel Spandauer Filzteufel 09 II 1 4 2 0 2 4:4 12:15 -3
24 GNADT, Thorsten Germania 09 Neukölln II 3 12 1 1 10 3:21 38:62 -24
25 STERNBERG, Wolfgang Germania 09 Neukölln II 1 4 1 0 3 2:6 10:15 -5

 

Die Einzelwertung führt Rüdiger Rößger souverän mit 29:3 Punkten an. Dahinter folgt sein Vereinskamerad Sven Kreßin mit 21:3 Punkten. Doch die Tabelle ist „schief“: Es fehlt nicht nur ein Punktspiel, sondern die Mannschaften setzten unterschiedlich viele Spieler ein. Flamengo präsentierte in 4 Punktpielen gleich 7 Spieler, die Filzteufel 5 Spieler, ebenso wie die 2. Mannschaft der Neuköllner. Also, diese Tabelle ist und bleibt in dieser Saison nur bedingt aussagekräftig.

 

Wie geht es weiter in der Regionalliga Ost 2017/18?

„Die Gerüchteküche kocht“, und genaueres wird man vermutlich erst zur neuen Saison sagen können. Die erste Frage, die sich stellt, ist die Frage nach der Anzahl der Absteiger aus der 2. Bundesliga Nordost. Da diese Liga zu 60 Prozent aus Berliner Vereinen besteht, was natürlich gleichzeitig etwas über die spielerische Qualität der Berliner Vereine aussagt, ist die Chance besonders nach jetzigem Tabellenstand groß, dass mindestens 2 Berliner Vereine die Regionalliga Ost in der kommenden Saison bereichern werden (Tabelle siehe unten). Aber: Es wird vermutet, dass die Kelten von Celtic und auch die Filzteufel bereits in der laufenden Saison ihre Mannschaften verstärken werden, um diese Abstiege zu verhindern. Auch ist es nocht nicht völlig klar, wie Germania Neukölln in der kommenden Saison an den Start gehen wird. Es wird ferner gemunkelt, dass die beiden Spitzenspieler des Vereins sich aus dem Tipp-Kick-Geschehen zurückziehen werden. Steigt Neukölln I dann freiwillig ab? Auch Flamengo könnte in der in der kommenden Saison in der Regionalliga Ost wieder eine 3. Mannschaft stellen, Spieler ständen genügend zur Verfügung. Man sieht, alles im Fluß, stetig und immer, im Osten zumindest.

Hier die Tabelle der 2. Bundesliga Nordost, um sich ein Bild über die momentane Situation machen zu können. Die Berliner Vereine sind rot eingefärbt und zeigen deutlich ihre quantitative Dominanz im Nordosten der Tipp-Kick-Republik.

 

  1. Bundesliga Nordost – Tabelle
Pl. Mannschaft Sp. S U N Punkte Sp.-Punkte Tore T-Diff.
1 SG Hannover I 4 4 0 0 8:0 105:23 248:124 124
2 SpVgg Balltick Kiel I 4 4 0 0 8:0 82:46 267:197 70
3 Flamengo Berlin I 4 3 0 1 6:2 82:46 246:200 46
4 TKV Grönwohld II 4 3 0 1 6:2 63:65 210:219 -9
5 Celtic Berlin II 4 2 0 2 4:4 65:63 231:202 29
6 Germania Neukölln I 4 1 0 3 2:6 54:74 215:236 -21
7 TFC Alemannia Neumünster I 4 1 0 3 2:6 50:78 189:231 -42
8 Celtic Berlin III 4 0 0 4 0:8 38:90 179:282 -103
9 Spandauer Filzteufel 09 I 4 0 0 4 0:8 37:91 161:255 -94

 

 

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1. Bundesliga – 2016/17: Wundertüte Bundesliga

Die Nummer 1 der DTKV Turnierrangliste, Fabio de Nicolo vom TKV Grönwohld, resümiert über die erste Saisonhälfte der Bundesliga und gibt einen Ausblick auf das, was uns im neuen Jahr erfreuen wird.

Während letzte Saison die neue Formation von Gallus Frankfurt nicht zu stoppen war, werden in dieser Saison die Karten anscheinend ganz neu gemischt. Obwohl sich der hessische Top-Klub immer neue Inspirationen und Motivation holt, um den Spannungsbogen aufrecht zu erhalten: Sei es in Form von gesunder Ernährung oder blauen Turnschuhen. Doch Tipp-Kick-Deutschland setzte von Beginn an ein Zeichen! Das „Lutra-Herzblut“ um Baadte, M. Hahnel und die „Neu-Pfälzer“ König und F. Wagner sollte von Beginn an für Furore sorgen! Man schlug Frankfurt zu 10. Gallus verlor am selben Tag noch gegen Hirschlanden. Es gibt manchmal Tage im Leben, da soll einfach nichts gelingen. Den Spieß konnte Michael Kaus wenigstens auf der DEM in Kaiserslautern komplett drehen. Sein Sisyphos-Syndrom wurde endlich in Form des Titels des Deutschen Einzelmeisters gebrochen. Hirschlanden glich am ersten Spieltag den Ausfall von Max Daub aus. Viele hätten sicherlich mit dem Juwel Florian Stähle gerechnet. Aber nein, die Oldies Schlotz und „Dirty Harry“ Füßinger zauberten Altmeister Andreas Schneider aus dem Hut. Seine beiden Punkte sollten gegen Gallus auch Nr. 16 und Nr. 17 sein. 3:0 gegen Michael Kaus. Welch eine Geschichte. Sein Torverhältnis ist ebenfalls spektakulär: Nur neun Gegentore gegen den amtierenden DMM. Anscheinend ist Tipp-Kick vielleicht auch wie Fahrrad fahren, verlernt man wohl doch nicht.

Personelle Verschiebungen gab es jedenfalls auch bei Celtic Berlin. Marcel „Zecke“ Horchert wollte seinen Fokus für eine Saison auf den Fußball legen. Für ihn rückte Max Gottschalk nach. Definitiv keine Verschlechterung. Auf einmal fuhr „Zecke“ auf Turniere und sorgte dort für Dramatik, sei es auf der DEM oder NDEM. Am zweiten Spieltag erregte man nochmals Aufsehen: Celtic nominierte Horchert nach, ließ den Präsidenten zu Hause und verlor das erste Spiel gegen Amberg. Hätte man 10 Euro bei bwin auf Amberg setzen können, wäre die nächste Saison für einen dezentralen Bundesliga-Klub finanziert gewesen. Im Anschluss drehte man jedoch sensationell das Spiel gegen Kaiserslautern. Ein schönes Beispiel, was zur Zeit im Oberhaus des Tipp-Kicks alles so gehen kann. An Motivation und Feuer sind die Kelten der Hauptstadt wohl kaum zu schlagen. Ein Team, dem definitiv die Zukunft gehören könnte.

Apropos Amberg: Nach dem sensationellen Aufstieg ins Oberhaus wurde einer „der verlorenen Söhne“ in den Stammverein zurückgeholt. Spielerisch scheint Sebastian Wagner eine Renaissance zu durchleben und insbesondere im Sturm Fortschritte zu machen. In vergangenen Glanzzeiten überwogen eher seine Defensivqualitäten. Nach zwei Spieltagen hat Amberg drei Punkte auf der Habenseite, der andere Aufsteiger, Drispenstedt, allerdings auch. Falls Amberg der Klassenerhalt gelänge, wäre das Wort „Uferlooooos“ sicherlich bis in sämtliche Ecken unserer Republik zu hören. Drispenstedt setzt allerdings mit Nieder und Bartels auf das Projekt „Jugend forscht“. In puncto Klassenerhalt setzt man natürlich auf Lungelas und Sochas Routine. Die neue Spielstätte des Hildesheimer Traditionsvereins ist auf jeden Fall erstklassig.

Grönwohld muss nach der letzten Saison sicherlich mehr tun, um das Play-Off zu erreichen. Dennoch überwintert ein Grönwohlder auf dem ersten Platz der Einzelwertung. Marc „The Iceman“ Koschenz. Der Mann, der eigentlich nie da ist. Schön, dass er Zeit hat. Nach dem ersten Spieltag beendete er seine Spiele mit den Worten: „Ich packe die Jungs beim nächsten Spieltag wieder aus. Dienst nach Vorschrift.“ Einfach mal Spaß haben. Die Play-Off-Plätze werden sicher unter Lautern, Berlin, Grönwohld, Hirschlanden und Frankfurt aufgeteilt.

Kann der TKV Grönwohld mit Marc Koschenz (r.) in Bestform nochmals Deutscher Mannschaftsmeister werden?

Mit keinem einzigen Punkt muss der letztjährige Play-Off-Teilnehmer, TKV Jerze, auskommen. Operation Klassenerhalt wird bei dem Restprogramm eine Mammutaufgabe für die sympathischen und gastfreundlichen Männer aus Bockenem u.U. werden. Der Ausfall von Hacky Jüttner war am zweiten Spieltag sehr schwer zu kompensieren. Kein Jerzer schaffte es bis dato, einen Schnittwert nach der Hinrunde zu erzielen. Bei den Kollegen aus Waltrop war Top-Mann Oliver Hahne bis jetzt nicht dabei und ebenfalls schwer zu ersetzen. J. Hahnel und M. Müller konnten an ihre letztjährigen Leistungen noch nicht anknüpfen. Mit 2:6 Punkten steht man unter Zugzwang. Vieles wird vom Clubchef Holger Wölk abhängen, der wie immer konstant starke Leistungen erzielte. Beachtlich, wenn man überlegt, wie lange Holger schon die Geschicke des Vereins lenkt und Tipp-Kick insgesamt auf hohem Niveau spielt. Chapeau! Man kann nur Tendenzen erkennen. Es gab in der Hinrunde schon einige Überraschungen zu verbuchen. Viele Kicker warten ständig via Facebook oder WhatsApp auf Ergebnisse und Zwischenstände. Zu einem ganz großen Showdown wird es sicherlich am dritten Spieltag in Hamburg kommen: Grönwohld-Frankfurt-Berlin. Bambule in Hamburch!

Trotz der sportlichen Konkurrenz ist eine sehr gute Stimmung auf den Spieltagen und Einzelturnieren zu spüren. Man denke an das gemütliche Beisammensein bei der NDEM in Jerze. Diese Momente des Zusammenkommens sind sicherlich wertvoller als so manche Platzierungen. Insbesondere sollte es Aufgabe vieler Bundesliga-Kicker und vieler anderer sein, diese Momente und Werte auf andere zu übertragen, damit ein neuer Boom in unserem Sport zu verzeichnen wäre. In diesem Sinne: Zeit läuft.

 

Alle Ergebnisse findet ihr hier zum Nachlesen!

 

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2. Bundesliga Südwest 2016/17: FFB Erster, Waltrop II sendet Lebenszeichen

Während die meisten Mannschaften bereits vier Punktspiele absolviert haben, steigt ein Team erst im Januar ein: Alles ist in der 2. Bundesliga Südwest noch möglich. Sektionsleiter Henning Horn resümiert über den aktuellen Stand.

Am gestrigen Sonntag wurden 6 Partien des 2.Spieltages in der 2.Bundesliga Südwest ausgetragen. In Kelheim konnte Fürstenfeldbruck seinen „blaues Auge“-Start mit 2 deutlichen Siegen zur Tabellenführung ausbauen. Zwei deutliche Siege gegen Kelheimwinzer und TornaDO Menden mit je 23:9 ließen zu keiner Zeit Zweifel über den Sieger aufkommen. Somit übernimmt FFB zumindest bis zum 14.01.2017 mit 6:2 Punkten ungeschlagen die Tabellenführung. TornaDO Menden konnte nach der klaren Niederlage gegen FFB im Spiel gegen Kelheimwinzer zur Halbzeit am zweiten Saisonsieg schnuppern. Nach der 9:7-Halbzeitführung der Westfalen, konnten die Donaustädter durch eine 8:0-Runde auf 15:9 das Spiel drehen und gewannen nach zwischenzeitlichem 17:11 dann ohne Probleme am Ende mit 17:15. Somit hat Kelheimwinzer mit 2:2 zunächst das Soll in Sachen Klassenerhalt erfüllt und auch Dortmund/Menden ist mit 3:5 Punkten ganz gut im Rennen um den Nicht-Abstieg. Es sollte nur dringend aus den restlichen vier Spielen mindestens ein Sieg eingefahren werden.

Beim zweiten 3er-Spieltag in Hirschlanden konnte Hirschlanden II (mit dem letztjährigen Kader der III. Mannschaft) zunächst ein 16:16 gegen Preußen Waltrop II erkämpfen. Ein Lebenszeichen der Westfalen, die aber nun dringend in der Rückrunde 2 von 4 Spielen gewinnen müssen. Das zweite Spiel der Waltroper Reserve ging mit 8:24 recht deutlich an PWR Wasseralfingen, die durch einen weiteren deutlichen 25:7-Sieg gegen Hirschlanden II zwar auf Tabellenplatz 2 stehen, mit bereits 3 Minuspunkten allerdings kein Spiel mehr verlieren sollten, um bis zum Ende um den Aufstieg mitspielen zu können. Die Hirschlandener Zweite hat nun durch einen 1:3-Start wie auch Waltrop II die Chance, bei noch 6 offenen Spielen 2 Siege einzufahren und am Ende die Klasse zu halten. Hier muss man zunächst den Spieltag am 07.01.2017 abwarten, um eine Tendenz zu sehen.

Ganz entspannt lehnt sich die zweite Mannschaft vom 1. TKC Kaiserslautern zurück und beobachtet das Treiben (noch) aus der Ferne. Im Januar dann werden die Jungs um Michael Link mit zwei Spieltagen in das Geschehen eingreifen und man darf gespannt sein, wer für die Pfälzer an die Platten tritt. Neben dem starken Viermann-Kader hat der Aufsteiger noch den ein oder anderen gestandenen Bundesligaspieler in der Hinterhand.

Die aktuellen Ergebnisse findet ihr stets hier.

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2. Bundesliga Nordost – 2016/17: Spannung pur

Die Hälfte aller Spiele sind in der 2. Bundesliga Nordost absolviert und die neun teilnehmenden Mannschaften könnten sich bis Ende Februar 2017 in den kollektiven Winterschlaf begeben, wenn da nicht die vielen kleinen und großen Ambitionen wären. Die Tabelle nimmt schon deutliche Konturen an, die Weichen für den möglichen Auf- und Abstieg sind gestellt.

Zu den einzelnen Aussichten:

SG Hannover

Der Bundesligaabsteiger hat personell sein Gesicht aufgehübscht. Die Grandseigneure König, Krapoth und Schell haben das sinkende Schiff verlassen und sich auf das (verdiente) Altenteil zurückgezogen bzw. J. König wechselte ans andere Ufer, nämlich von der Leine an die Lauter. Ob O. Schell noch einmal in der laufenden Saison eine Mannschaft unterstützen wird (man munkelt von Hannover oder Kiel oder …), wissen nur die Götter und höchstwahrscheinlich nicht einmal er selbst. Doch die runderneuerte Mannschaft ist der Hammer. Vier Spieler in der Einzelwertung unter den Top 10, nämlich die Plätze 1, 2, 4 und 9. Vier Siege mit 27:5, 27:5, 26:6 und 25:7 Punkten lassen mehr als erahnen, warum Hannover durch diese Leistungen zum klaren Aufstiegsfavoriten avanciert ist. E. Overesch und L. Tegtmeier sind bundesligaerprobt, spielen technisch sauber, sehr geradlinig und siegorientiert. F. Elesbao, der beste brasilianische Tipp-Kicker aller Zeiten, dessen Cantona-Jubelrufe gelegentlich die eigenen Finger lähmen, sowie O. Holzapfel reiten auf der Welle des Momentums. Wer kann diese Welle stoppen?

Mein Tipp: Platz 1

SpVgg. Balltick Kiel I

Im 2. Bundesliga-Jahr angekommen, ist die Punkteweste unbefleckt. 8:0 sind mehr als ein Zeichen an die Hannoveraner, dass man den Aufstiegsplatz nicht ohne Kampf hergibt. Die spielerischen Zugpferde sind eindeutig: O. Wegener und R. von Hering. Der Püppchenbauer aus Hamburg und der Doktorand aus Kiel holten zusammen 50 Spielpunkte. Eine starke Leistung! Und der Sieg im Tourfinale von R. von Hering wird die Kieler noch beflügeln! Die Hansen-Brüder Simon und Florian fallen jedoch mit 32:32 Spielpunkten in 32 Partien ab. Daher

mein Tipp: Platz 2

TKC Flamengo Berlin I

Die Friedenauer Freizeitkicker haben einen Riesenkader: für 2 Mannschaften wurden mal eben 11 Spieler gemeldet und trotzdem verstärkten sich die Hauptstädter gezielt mit M. Leinz, dem Peiner Städtependler, der in den letzten beiden Monaten zwei Einzelturniere gewinnen konnte. Allerdings bleiben seine 17:15 Punkte hinter den (eigenen) Erwartungen zurück, intern Platz 4 in der Einzelwertung. Trotzdem belegt Flamengo als Mannschaft mit 6:2 Punkten Tabellenplatz 3 und verlor nur gegen den Tabellenzweiten Kiel und das erst im letzten Durchgang. Der brasilianische Kontrapunkt, der Schweizer K. Asmis, bester bisheriger Flamengo-Einzelspieler, seines Zeichens 4-facher Schweizer Einzelmeister (2010-2012, 2014) besticht an der Platte durch Ruhe und Effektivität. Übrigens weist Flamengo I mit 50% die höchste Promotionsdichte aller deutschen Tipp-Kick-Mannschaften auf. S. Kansteiner, bekannt seit jeher durch sein individuelles Stellungsspiel an der Platte (nur getoppt durch Schorse Becker, der sitzend jubelte oder auch nicht), findet sich sogar in einem Wikipedia-Eintrag, also Tipp-Kick und Spielintelligenz sind ein wunderbares Team, daher

mein Tipp: Platz 3

TKV Grönwohld II

Das Team marschiert. Unbeachtet von den meisten Mitbewerbern schlich man sich auf Platz 4 mit 6:2 Punkten. Und befreit von Abstiegssorgen kann man nun im Neuen Jahr sich neuen Zielen widmen. Doch wer sind die Väter des Erfolges? Eindeutig das Team. Und dieses Team erlaubt sich Rochaden von denen Fußballtrainer nur träumen: Bisher wurden die Spieler M. Arp (4 Spiele), S. Gehlhaar (4), T. Stock (3), M. Müller (2), C. Naue (2) und S. Petersen (1) eingesetzt. Wo ist Didi? Und wenn die richtigen Spieler zum richtigen Zeitpunkt punkten, kommt erst Butter bei die Fische. Der Underdog überzeugt, daher

mein Tipp: Platz 4

Celtic Berlin II

Erst zur neuen Saison zeichnete sich die spektakuläre Rückkehr des verlorenen Sohnes E. Peters ab. Doch nachdem das Pik As des Vereines, M. Gottschalk, berechtigt in den Kader der 1. Mannschaft aufstieg, war allen klar, dass der Traum eine zweite Celticer Mannschaft in die Bundesliga zu hieven, in dieser Saison nicht gelingen würde. Dafür ist das Leistungsgefälle in der Mannschaft zu stark. Das Restprogramm bringt 2 Top-Mannschaften und 2 Abstiegskandidaten, also eine vermutliche Verdopplung der momentanen 4:4 Punkte. Daher

mein Tipp: Platz 5

Germania 09 Neukölln I

Die Neuköllner schwächeln. Platz 6, nur 2:6 Punkte und Hannover und Flamengo vor der Brust. Das könnte eng werden. K.-H. Sternberg punktet mit 21:11 Punkten beachtlich, doch die Routiniers A. Pockrandt und J. Marquardt erzielen zusammen nur 27:37 Punkte. Diese Stellschraube ist nun gefordert, denn F. Ploner darf als Neuling in der 2. Bundesliga die raue Luft schnuppern und lernen. Dank der Routine von P&M wird sich Neukölln auf einen sicheren Mittelfeld-Platz retten, daher

mein Tipp: Platz 6

Spandauer Filzteufel 09 I

Im letzten Jahr noch im Niemandsland der Tabelle, ist diese Saison der Abstieg sehr realistisch. Der Abgang von E. Peters hat alle Mitspieler anscheinend schockiert. Die Leichtigkeit ist verloren gegangen. Es scheint keinen Führungsspieler zu geben, der alle mitreißt. 4:28, 9:23 und 10:22 Punkte in der Einzelwertung sprechen eine klare Sprache. Und trotzdem mein Tipp (bei maximal 2 Absteigern und begünstigt durch die eigene Befangenheit): die Filzteufel werden nicht absteigen. Warum diese Einschätzung? Die Spieler der ersten Mannschaft fahren wieder vermehrt auf Turniere. Und nun der Joker: das Restprogramm: Es kommen noch die Spiele gegen die Plätze 5, 6, 7 und 8. Mit teuflischem Elan ins Neue Jahr, da geht noch etwas, daher

mein Tipp: Platz 7

TFC Alemania Neumünster I

Der Aufsteiger liegt mit 2:6 Punkten auf Platz 6. Ein schweres Restprogramm und zudem der der direkte Vergleich gegen den Mitkonkurrenten um einen Abstiegsplatz, die Spandauer Filzteufel. A. Hansen, ein Name, der anscheinend zu mehr verpflichtet (siehe Kiel) und M. Hinz punkten solide. Doch häufig entscheiden die Spieler auf den Positionen 3 und 4 über Sieg und Niederlage. Können A. Hagenstein und U. Paul hier zulegen? Für Neumünsters Verbleib spricht eindeutig das Spielpunktverhältnis, dagegen stehen das Restprogramm und die fehlende Zweitliga-Routine, daher

mein Tipp: Platz 8

Celtic Berlin III

Der Aufsteiger liegt mit 0:8 Punkten auf einem Abstiegsplatz, aber auf Grund der erzielten Spielpunkte noch vor den Filzteufeln. Am Saisonbeginn noch furios im internen Mannschaftsvergleich gestartet, musste die Mannschaft im weiteren Verlauf klare Niederlagen hinnehmen. Und die kommenden Aufgaben werden nicht einfacher. Alle 4 Spieler, die weder im Training (Ausnahme D. Hopp) noch auf Turnieren großartig anzutreffen sind, freuen sich trotzdem mal ein Jahr in der 2. Bundesliga spielen zu dürfen. Wie viele Verbandsliga- oder Regionalliga-Vereine träumen nicht davon?! Trotz der Gnade, dass es im Osten der Tipp-Kick-Republik keinen Unterbau gibt, und trotz des breiten Kaders, den der mitglieder- und spielstärkste Berliner Verein Celtic Berlin, stellen kann, wird diese Mannschaft die 2. Liga nicht halten. Daher

mein Tipp: Platz 9

 

 

 

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1. Bundesliga – 2016/17: Zur Halbzeit ist alles offen

Der zweite Spieltag der Bundesliga hatte es in sich: Während dem TKC Gallus Frankfurt das Comeback mit zwei Siegen glückte, gewann mit dem OTC 90 Amberg ein Abstiegskandidat gegen die Titelaspiranten von Celtic Berlin! Der TKC Hirschlanden punktete vierfach gegen Grönwohld und Jerze und befindet sich voll auf Play-Off Kurs. Die Jerzer hingegen bleiben mit null Punkten das Schlusslicht der Liga.

Spieltag in Amberg

Celtic Berlin – OTC Amberg 14:18
Gestärkt durch die letzten Turnierauftritte hatten sich die Berliner mit Marcel Horchert anstatt Christian Lorenzen an diesem Tag einiges vorgenommen. Deshalb legten Christian Kuch und Patrick Malessa mit zwei Siegen in der ersten Runde gegen Peter Tuma und Thomas Krätzig gut vor. Allerdings glichen die Amberger postwendend durch Sebastian Wagner und Dominik Steib aus. Dieses Unentschieden sollte bis zur letzten Runde halten. In dieser trafen Marcel Horchert auf Sebastian Wagner und Christian Kuch auf Dominik Steib. Während Wagner in diesem Spiel völlig verlustpunktfrei blieb und Horchert mit 7:5 besiegte, herrschte auf der zweiten Platte große Spannung. Völlig überraschend bezwang Steib den favorisierten Kuch, sodass die Amberger am Ende als glückliche Sieger dastanden.

TKC Kaiserslautern – Celtic Berlin 11:21
Wie konnten die Berliner die unerwartete Niederlage im ersten Spiel verarbeiten? Während die Jungs mit 3:1 Punkten starteten, mussten sie danach bis einschließlich der 5. Runde einem Rückstand nachlaufen, weil vor allem Florian Wagner und Philipp Baadte stark begannen. Beim Stand von 11:9 waren die Berliner kurz vor dem zweiten Rückschlag an diesem Tag. Scheinbar muss einer zu diesem Zeitpunkt die richtigen Worte gefunden haben, um sich und seine Kameraden zu motivieren. Die letzten 6 Partien gingen nämlich ausnahmslos an die Hauptstädter, sodass das Spiel sogar schon in der vorletzten Runde entschieden war. Dieser Sieg ist der mannschaftlichen Geschlossenheit geschuldet, da keiner der Berliner negativ punktete. Auf Lauterer Seite konnten nur Philipp Baadte (5:3) und Florian Wagner (4:4) Normalform zeigen. Enttäsuchend hingegen waren die Leistungen von Mathias Hahnel und Jens König, welche sich mit einem Pünktchen begnügen mussten.

Neuer Tabellenführer nach Spieltag No. 2: Philipp Baadte und der 1. TKC Kaiserslautern

OTC Amberg – 1. TKC Kaiserslautern 3:29
Unterschiedlicher konnten die Vorzeichen vor der Partie nicht stehen: Während die Amberger nach dem Sieg gegen Celtic nur vor Selbstvertrauen strotzten, standen die Lauterer unter Druck, denn sie wollten sicher nicht ohne Punkte im Gepäck abreisen. Bei Amberg ersetzte Alex Kraus den 8-Punkte-Mann Sebastian Wagner, sodass es nicht zu dem Brüderduell Sebi (Amberg) gegen Flo (Lautern) kam. Jens König und Mathias Hahnel legten mit zwei deutlichen Siegen gegen Peter Tuma und Thomas Krätzig in der ersten Runde den Grundstein für einen Lauterer Kantersieg, denn die Amberger waren völlig von der Rolle. Von den 16 Partien gewannen die Pfälzer 13 (!), lediglich Dominik Steib mit 2 Unentschieden und Thomas Krätzig mit einem 2:2 gegen Mathias Hahnel konnten in diesem Duell punkten. Überragend war Flo Wagner, der gegen seinen Ex-Verein 8 Punkte mitnahm.

 

Spieltag in Waltrop

TKC Gallus Frankfurt – Preußen Waltrop 23:9
Unbeeindruckt von den zwei Auftaktniederlagen am ersten Spieltag legten die Frankfurter los und starteten mit einer 4:0-Runde in das Spiel. Diese Führung sollten die Hessen auch nicht mehr hergeben, denn die Waltroper wurden dem Gegner nie wirklich gefährlich, sodass das Spiel nach der 6. Runde entschieden war. Maßgeblich für den Frankfurter Erfolg war die mannschaftliche Geschlossenheit (drei Akteure mit 6 und einer mit 5 Punkten). Auf Waltroper Seite hielten lediglich Marcus Müller und Holger Wölk mit 4:4 Punkten dagegen. Während Arnold Gotzhein sich einen Ehrenpunkt gegen Beni Buza erkämpfen konnte, ging Jochen Hahnel leider leer aus.

TFB Drispenstedt – TKC Gallus Frankfurt 11:21
Die Frankfurter gingen genauso konzentriert wie gegen Waltrop in die Partie gegen Drispenstedt. Auch im zweiten Spiel des Tages sicherten sie sich einen Start-Ziel Sieg. Beim Stand von 7:17 war die Messe bereits nach der 6. Runde gelesen und die Drispenstedter betrieben nun nur noch Ergebniskorrektur. Einzig Marcus Socha (6:2) hielt mit dem Tempo der Gegner mit. Die Frankfurter überzeugten mal wieder geschlossen, wobei der amtierende Deutsche Einzelmeister Michael Kaus mit 7:1 Punkten hervorstach. Der Titelverteidiger hat sich also beeindruckend zurückgemeldet und klar gemacht, dass er trotz des schlechten Saisonstarts als Play-Off Kandidat gehandelt werden muss.

Preußen Waltrop – TFB Drispenstedt 14:18

In der letzten Partie des Tages standen sich mit Waltrop und Drispenstedt zwei Abstiegskandidaten gegenüber und deshalb waren beide Teams hoch motiviert, im direkten Duell doppelt zu punkten. Das Spiel entwickelte sich anfangs sehr ausgeglichen, wobei im Mittelteil die Drispenstedter im Vorteil waren. Dennoch glichen die Waltroper in der vorletzten Runde zum 14:14 aus, sodass die Einzelpartien Marcus Müller gegen Marcus Socha und Arnold Gotzhein gegen Berthold Nieder über Sieg und Niederlage entscheiden sollten. Socha überzeugte gegen Müller vor allem durch eine starke Defensive und sicherte seinem Team mit einem 3:0 zumindest das Unentschieden. Als auf der anderen Platte mit Nieder das Talent gegen die Erfahrung von Gotzhein siegte, war der Jubel bei den Niedersachsen aufgrund des Sieges mehr als berechtigt.

Berthold Nieder war der Matchwinner durch seinen Erfolg gegen Arnold Gotzhein

 

Spieltag in Jerze

TKV Jerze – TKV Grönwohld 8:24

Die Jerzer hatten sich nach den beiden Auftaktniederlagen einiges an diesem Tage vorgenommen, doch der Schuss ging nach hinten los: Mit zwei Nullrunden standen sie beim Stand von 0:8 mit dem Rücken an der Wand. Von diesem miserablen Start konnten sich die Gastgeber nicht mehr richtig erholen und der TKV Grönwohld fuhr einen ungefährdeten 24:8-Sieg ein. Aus dem Kollektiv ragte Marc Koschenz heraus, der „kam, sah und siegte“: Ohne Training gelingen diesem Wunderknaben immer wieder Topleistungen und gegen Jerze 4 souveräne Siege.

Chancenlos war Tobias Witte mit seinem Team (in rot) gegen Fabio de Nicolo und den TKV Grönwohld

TKV Grönwohld – TKC Hirschlanden 11:21
Dieses Duell versprach mehr Spannung als das erste, trafen doch zwei Play-Off Konkurrenten aufeinander. Doch dazu sollte es nicht kommen. Zwar war die erste Runde sehr ausgeglichen und es stand 2:2, doch dann legten die Hirschlandener einen Zahn zu. Angeführt von einem starken Rainer Schlotz ( 7:1) und dem Norddeutschen Einzelmeister Max Daub, der von seinem Erfolg beflügelt frei aufspielte und 6 Punkte erzielte, zogen die Schwaben den Nordlichtern davon, um einen nie gefährdeten 21:11-Erfolg einzufahren. Auf Grönwohlder Seite zeigte lediglich Marc Koschenz mit 5:3 Punkten annähernd Normalform. Clubchef Kai Schäfer verlor drei seiner Duelle mit einem Tor Differenz und ging deshalb leer aus.

TKC Hirschlanden – TKV Jerze 18:14

Motiviert vom Sieg gegen Grönwohld legten die Hirschlandener gegen Jerze los wie die Feuerwehr: Nach einer Runde stand es bereits 4:0, doch der TKV glich postwendend durch Tobias Witte und Christoph Ihme aus. Dieses Unentschieden hielten die Jerzer bis zum 12:12. In der vorletzten Runde aber punkteten die Hirschlandener aber vierfach durch die Siege von Daub gegen Kreuzweiß und Merke gegen Hofert. Die Ausgangssituation vor der abschließenden Runde war also klar: Die Jerzer mussten beide Spiele gewinnen, um das Unentschieden zu erreichen. Auf Platte 1 machte Ihme seine Hausaufgaben gegen Schlotz, denn er schlug diesen 4:3. Auf der zweiten Platte standen sich Tobias Witte und Harald Füßinger gegenüber, die bisher 6:0 Punkte auf ihrem Konto hatten. Es ergab sich das erwartet knappe Duell, das der Routinier Füßinger mit 1:0 (!) für sich entschied.

 

Fazit
In der Tipp-Kick-Szene wird zur Halbzeit der Saison bereits von einer Zweiklassengesellschaft gesprochen. Während vier Teams mit 6:2 Punkten an der Tabellenspitze stehen und die Frankfurter die Kurve gekriegt haben, kämpft der Rest der Liga gegen den Abstieg. Der TKV Jerze hat mit 0:8 Punkten die schlechteste Position, weil die Konkurrenz schon Zählbares vorweisen kann. Insbesondere der unerwartete Erfolg der Amberger gegen Berlin könnte die Oberpfälzer gegen Ende der Saison in eine komfortable Situation katapultieren. Der Fakt, dass Drispenstedt im direkten Duell gegen Waltrop gewonnen hat, deutet darauf hin, dass die Mannschaft um Marcus Socha den Klassenerhalt schaffen kann.

An der Tabellenspitze steht der 1. TKC Kaiserslautern aufgrund des besseren Spielpunktverhältnisses vor Celtic Berlin auf Platz 1. Gejagt werden die beiden Teams von den punktgleichen Hirschlandenern und Grönwohldern. Mit 4:4 Punkten kommt dem TKC Gallus Frankfurt die ungewohnte Rolle des Außenseiters zu, doch vor allem in den direkten Duellen der Play-Off Kandidaten kann sich sehr viel hin und her wenden.

Wir dürfen uns also auf eine spannende zweite Saisonhälfte freuen und gespannt sein, wie sich die Tabellensituation ändern wird. Der 3. Spieltag findet am 26.3.2017 in Hirschlanden, Grönwohld und Kaiserslautern statt!

 

Alle Ergebnisse findet ihr auch hier.

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Saisonvorschau Verbandsliga Süd 2016/17

Die Verbandsliga Süd startet am 27.11.16 mit der Vorrunde in Gießen. 5 Teams nehmen in der untersten südlichen Liga den Kampf um die Meisterschaft und den Aufstieg in die Regionalliga Süd an. Aus der vergangenen Saison sind zwei Teams übriggeblieben: Ylipulli Gießen 2 und Headbangers Balingen 2. Leider konnten die Mannschaften von Hirschlanden 5, Kaiserslautern 4 und der SG Neusatz (Vizemeister 15/16 mit 18:2 Punkten) aus Personalmangel nicht gemeldet werden. Eine Verbandsliga mit 8 Teams wäre sicher ein noch interessanter Wettbewerb geworden.

So sei es! 2016/2017 sind neben den bereits genannten Vereinen Gießen und Balingen noch zwei Vertretungen aus Amberg am Start. Der OTC Amberg 2 schickt seine „Alten Herren“ ins Rennen und verfügt mit Franz Putz über einen sehr erfahrenen Spieler. Außerdem wurde mit Christian Kraus der Bruder von Clubchef Thomas Krätzig reaktiviert, der trotz über 25 Jahren Pause kaum etwas verlernt hat. Außerdem geht mit Arndt „Schotte“ Schotmann der Delligser Macher für die Amberger an den Start, der für die kommende Saison ausgeliehen ist. Abgerundet wird der Kader von Heinz Steib. Die dritte Amberger Garnitur setzt vermehrt auf die Jugend und kann sogar zwei Damen in ihrem Kader benennen (Camina Krätzig und Emilia Meier).

Die Gießener und Balinger Besetzungen sind stark an der Vorsaison ausgerichtet. Als „Neuling“ begrüßt die Liga die Oberbayern aus München, denen mit zwei ehemaligen Bundesligaspielern William Schwaß und Björn Buschmann gleich mal die Favoritenrolle zuerkannt wird. William spielte zusammen mit seinem Kumpel Björn für Atletico Hamburg und den TKC Hirschlanden in der Bundesliga und alleine in Frankfurt. Björn hingegen hat auch eine Saison lang Bundesligaluft mit dem TKV Grönwohld II geschnuppert. Komplettiert wird der Kader durch Williams jüngeren Bruder Terence, der früher auch für kurze Zeit aktiv war. Lediglich mit André Güldner scheint ein kompletter Frischling beim Münchener Verein unterschrieben zu haben.

Die Oberbayern aus München sind klarer Favorit, die sich mit dem OTC Amberg 2 um den Titel streiten werden. Gießen 2 wird wie im Vorjahr der 3.Platz reserviert sein. Balingen 2 und Amberg 3 spielen um die Plätze 4 bzw. 5.

Die Rückrunde findet am 2.4.17 in Amberg statt. Weitere Infos findet ihr unter der Ligaseite.

 

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Vorschau: 2. Spieltag der 1. Bundesliga 2016/17

Vor dem 2. Spieltag der Bundesliga am kommenden Sonntag, den 20.11., stellt sich jeder wohl nur eine Frage: Wie verkraftet Doublesieger TKC Gallus Frankfurt die beiden Auftaktniederlagen? Gegen den TKC Preußen Waltrop und die TFB 77 Drispenstedt sollten die Hessen auf jeden Fall doppelt punkten, um die Mission Titelverteidigung weiterverfolgen zu können. Außerdem haben wir die Dreierpartien TKV Jerze vs. TKV Grönwohld vs. TKC 71 Hirschlanden sowie OTC 90 Amberg vs. 1. TKC Kaiserslautern vs. Celtic Berlin im Angebot.

Spieltag in Jerze

In Jerze treten die Gastgeber gegen die Teams aus Hirschlanden und Grönwohld an. Die Jerzer um Christoph Ihme gingen am ersten Spieltag leer aus und müssen sich nun dem Abstiegskampf stellen. Jeder Akteur muss eine Schippe drauflegen, kann doch keiner Stand heute ein positives Punktekonto aufweisen. Gegen die Gäste wird dieses Unterfangen allerdings ein schweres: Insbesondere die Hirschlandener um den frisch gekürten Norddeutschen Einzelmeister Max Daub und den top aufgelegten Artur Merke werden den Niedersachsen Probleme bereiten. Ebenfalls stärker sind die Grönwohlder einzuschätzen. Angeführt von der Nummer 1 der DTKV Rangliste Fabio de Nicolo wollen die Nordlichter ihre weiße Weste wahren. Spannend wird vor allem das direkte Duell zwischen Hirschlanden und Grönwohld: Hier könnte es schon eine kleine Vorentscheidung im Kampf um die begehrten Play-Off Plätze geben.

Spieltag in Waltrop

Die Waltroper empfangen den Titelverteidiger aus Frankfurter und die Drispenstedter. Gerade weil die Frankfurter mit 0:4 Punkten in die Saison gestartet sind, werden sie sehr konzentriert auftreten und den beiden anderen Teams keine Chance lassen. Nach einer Niederlage und einem Unentschieden am ersten Spieltag müssen aber die Drispenstedter an diesem Spieltag punkten, um dem Abstiegskampf zu entkommen. Insbesondere gegen die Gastgeber scheint dies möglich, wenn alle Teammitglieder eine geschlossene Mannschaftsleistung zeigen. Allerdings werden die Waltroper etwas dagegen haben. Vor allem Holger Wölk ist derzeit in guter Verfassung: Dies zeigen seine 11:5 Punkte am 1. Spieltag sowie sein Finaleinzug am vergangenen Wochenende bei den Gevelsberger Cult Classics.

Die Frankfurter (in blau) und Jerzer (in rot) sind die beiden Teams ohne Punktgewinn. Können sie am Sonntag nachlegen?

Spieltag in Amberg

Die Konstellation in Amberg verspricht einiges an Spannung. Während mit Kaiserslautern und Berlin die beiden Geheimfavoriten und der Erstplatzierte und Zweite aufeinandertreffen, schaut der Gastgeber auf das untere Tabellendrittel. Mit einem Unentschieden gegen Drispenstedt und einer 15:17-Niederlage zogen sich die Oberpfälzer am 1. Spieltag beachtlich aus der Affäre. Die Rückholaktion von Sebastian Wagner verleiht dem Team mehr Stabilität- mit ihm in der Formation ist der Klassenerhalt möglich. Sollte er am kommenden Wochenende gegen Kaiserslautern eingesetzt werden, würde er auf seinen Bruder Florian treffen, mit dem er bisher nur zusammen im Team gespielt hat. Ein Punktgewinn der Amberger gegen Berlin wäre eine Sensation, weil das Quartett Gottschalk-Kuch-Lorenzen-Malessa aktuell sehr gut aufgelegt ist.

Hier seht ihr nochmals einen Überblick über den aktuellen Stand in der Bundesliga. Der DTKV wünscht allen Tipp-Kickern viel Erfolg und vor allem faire Duelle!

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1. Bundesliga – 2016/17: Celtic setzt Ausrufezeichen!

Mit mehreren Paukenschlägen startet die Tipp-Kick Bundesliga in die Saison 2016/17. Während einige Ergebnisse erwartet knapp ausfielen, dominierte insbesondere Celtic Berlin die Partien. Celtics Christian Kuch führt die Einzelwertung mit 14:2 Punkten vor seinem Mannschaftskameraden Patrick Malessa (13:3) an. Der von vielen als Meisterschaftsfavorit Nummer 1 gehandelte TKC Gallus Frankfurt startete hingegen überraschend mit zwei Niederlagen in die Runde.

 

Spieltag in Hirschlanden
K’lautern – Hirschlanden 19:13 (50:47)

Frankfurt – K’lautern 10:22 (33:40)

Hirschlanden – Frankfurt 17:15 (47:38)

Überraschend waren in Hirschlanden die Niederlagen des Titelverteidigers aus Frankfurt. Vor allem das deutliche 10:22 gegen K’lautern schmerzt dem ambitionierten Team. Die Lauterer konnten in der neuen Formation Hahnel – Baadte – König – Wagner überzeugen und vier wichtige Punkte um die Play-Off Plätze mitnehmen. Das Team aus Hirschlanden, welches mit Altmeister Andreas Schneider für Max Daub antrat, steht mit 2:2 Punkten gut da.

 

Spieltag in Drispenstedt

Amberg-Drispenstedt 16:16 (44:51)

Grönwohld-Amberg 17:15 (57:51)

Drispenstedt-Grönwohld 12:20 (34:50)

Keinen Sieger gab es im Duell der Aufsteiger Amberg und. In der letzten Runde konnte das Duo Krätzig/Wagner gegen Socha und Nieder ausgleichen. Auch im zweiten Spiel gegen Grönwohld waren die Oberpfälzer nah am Punktgewinn, doch ein starker Michal Zaczek sicherte seiner Mannschaft mit 6:2 Punkten den Erfolg. Im letzten Duell drehten die Halbbrüder de Nicolo und Koschenz auf Seiten der Grönwohlder auf und ließen der TFB Drispenstedt beim 20:12 keine Chance.

 

Spieltag in Berlin

Berlin – Waltrop 24:8 (55:28)

Waltrop – Jerze 17:15 (43:40)

Jerze – Berlin 11:21 (47:57)

Sehr deutlich gewannen die Berliner zunächst gegen die Preußen aus Waltrop, wobei alle Celticer positiv punkteten. Mit der Niederlage gegen Waltrop steckt der TKV Jerze schon nach dem ersten Spieltag im Abstiegskampf, welchem man gerne entgangen wäre. Im abschließenden Duell zwischen Berlin und Jerze behielten die favorisierten Hauptstädter die Oberhand.

 

Die Einzelergebnisse könnt ihr unter der Ligaseite einsehen. Der 2. Spieltag findet am 20.11. in Jerze, Waltrop und Amberg statt.

 

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Saisonvorschau 1. Bundesliga 2016/17

Nicht nur auf Einzelturnieren wird das Tipp-Kick-Niveau immer höher, auch in der Bundesliga sind die Teams immer ausgeglichener. Nachdem sich der TKC Gallus Frankfurt I im vergangenen Jahr souverän das Double bestehend aus Meisterschaft und Pokal sicherte, wird es schwer, dieses Kunststück zu wiederholen. Zwar gehen die Hessen als Favorit an den Start, doch neben dem Vizemeister TKC Hirschlanden I stehen auch die jungen Wilden von Celtic Berlin I sowie der Vorjahresmeister TKV Grönwohld und der neuformierte TKC Kaiserslautern auf der Liste potenzieller Kandidaten. Hinzukommt, dass mit Drispenstedt und Amberg zwei Vereine aufgestiegen sind, die beide mit der Mischung aus Erfahrung und Talent in der Liga punkten können.

Der Deutsche Mannschaftsmeister wird wie folgt bestimmt: Zuerst spielen die neun Mannschaften der Bundesliga im Modus jeder-gegen-jeden. Daraus ergibt sich eine Tabelle, wobei die vier Bestplatzierten in einem Play-Off Wettbewerb mit Halbfinale und Finale den Champion küren. Die Mannschaften auf den letzten beiden Plätzen steigen in die 2. Bundesliga Südwest bzw. Nordost ab. Folgende Teams kämpfen zuerst um die begehrten Play-Off Tickets:

TKC Gallus Frankfurt I

Natürlich gehen die Frankfurter als Meister ins Rennen mit dem Ziel, ihren Titel zu verteidigen. Nominell ist dies der Mannschaft auch zuzutrauen, da sie sehr ausgeglichen ist. Mit 23 Titeln bei der Deutschen Einzelmeisterschaft sowie den Sektionsmeisterschaft zeigen die Jungs ihre individuelle Klasse. Insbesondere kann man bei diesem Team keine Schwachstelle ausmachen. Jeder der Aktiven kann an einem Tag 8:0 Punkte in der Bundesliga holen und so Ausrutscher der Teamkollegen wettmachen. Mit Beni Buza als Motivator verstärkte man sich vor der letzten Saison gezielt, um den Siegeswillen der Truppe zu erneuern und auf Frank Hampel sowie Alex Beck ist vor allem in knappen Spielsituationen Verlass. Michael Kaus punktet wie kein anderer mit seiner Konstanz über die letzten 25 Jahre. Die Frankfurter sind das Maß aller Dinge, nur wer sie schlägt, kann Deutscher Mannschaftsmeister werden.

Der Titelverteidiger (v.l.): Frank Hampel, Michael Kaus, Beni Buza, Alex Beck.

TKC 71 Hirschlanden I

Ebenfalls unverändert geht der schwäbische Vizemeister an den Start, jedoch stellt man nach dem Abstieg der zweiten Mannschaft nur noch eine in der Bundesliga. Nichtsdestotrotz werden die Hirschlandener auch dieses Jahr um die Play-Off Tickets mitspielen. Wenn Harald Füßinger, Sieger der Einzelwertung der vergangenen Saison, Rainer Schlotz, Artur Merke und Max Daub an ihre Leistungen anknüpfen können, ist ihnen alles zuzutrauen. Alle Akteure haben die nötige Erfahrung sowie die Klasse dazu. Wenn sie insbesondere aus der letzten Finalniederlage lernen und weitere Motivation schöpfen, sehen die Chancen noch besser aus. Sollte ein Stammspieler ausfallen, könnte mit Florian Stähle ein junges Talent aus der zweiten Mannschaft aushelfen.

Kann Harald Füßinger (links) nochmal so eine starke Saison hinlegen und Christian Lorenzen (Celtic Berlin) hinter sich lassen?

Celtic Berlin I

Nach dem knappen Halbfinalaus in der vergangenen Saison soll dieses Jahr alles glatter laufen. Der zuletzt bei Einzelturnieren so starke Max Gottschalk ersetzt Marcel Horchert, welcher sich wieder mehr aufs Fußballspielen konzentrieren möchte. Insider hatten gemutmaßt, dass Max Clubchef Christian Lorenzen ersetzen könnte, doch die jungen Wilden können sich glücklich schätzen auf seine Erfahrung zu vertrauen. Er ist der Ruhepol der Mannschaft und hält alles zusammen. Als Gegenpol dient Patrick Malessa, der ständig „on fire“ ist und so seine Teamkameraden zu noch mehr Leistung anstachelt. Angeführt von Punktemaschine Christian Kuch werden sich die Berliner nur mit der Meisterschaft zufrieden zeigen. Insbesondere die Mischung aus Erfahrung und Talent sowie Ruhe und Extraversion spricht für die Celticer.

Celtic Berlin: ein starkes Team!

TKV Jerze I

Nachdem in der vergangenen Saison die Erwartungen in Jerze übertroffen wurden – man wollte nicht absteigen und landete in den Play-Offs – dürften in diesem Jahr die Ziele neu überdacht werden. Allerdings ist die zweite Saison für einen Aufsteiger bekanntlich ja die schwierigste. Dieses Sprichwort könnte auch auf den TKV zutreffen: Niemand wird die Truppe um Leistungsträger Christoph Ihme mehr unterschätzen. Ein weiterer Aspekt ist die Verfügbarkeit von Marcel Kreuzweiß, welcher in den letzten Monaten kaum an der Platte stand, so dass vieles vom erfahrenen Duo Hacky Jüttner und Andres Hofert abhängen wird. Ob es nochmals für Play-Offs reicht, weiß keiner. Gewinnen die Jerzer allerdings die entscheidenden Partien, haben sie nichts mit dem Abstieg zu tun.

Für Jerze (rote Trikots) wird es schwer, wieder die Play-Offs zu erreichen.

TKV Grönwohld I

Nach einer enttäuschenden Vorsaison, in der man sich nicht einmal für die Play-Offs qualifizierte, soll in diesem Anlauf alles anders werden. Angeführt von Fabio de Nicolo, welcher all seine aktuellen Ranglistenturniere in den Top 10 beendete, strebt der TKV sicher die Zurückeroberung des Meisterschaftstitels an. Außerdem stehen mit Kai Schäfer und Michal Zazcek zwei komplette Tipp-Kicker im Kader, welche an einem guten Tag zu 6 Punkten gegen jeden Gegner in der Lage sind. Abgerundet wird das Team von Marc Koschenz und damit vom wohl talentiertesten und effizientesten Tipp-Kicker im Lande. Bringt er in jedem Spiel seine Leistung, kann Grönwohld mit einem Play-Off Ticket rechnen. Sollte einer der Stammspieler ausfallen, könnten Michael Hümpel oder Martin Arp aus der zweiten Mannschaft aushelfen.

Im Tunnel mit dem Ziel Meisterschaft: Fabio de Nicolo.

TKC ´86 Kaiserslautern I

In Kaiserslautern begann die Saison mit einem doppelten Paukenschlag. Markus Meyer (tritt kürzer) und Sebastian Baadte (Auslandsaufenthalt) werden durch Florian Wagner (ehem. Hirschlanden) und Jens König (ehem. Hannover) sicherlich mehr als gleichwertig ersetzt. Obwohl beide zuvor mit ihren Mannschaften aus der Bundesliga abgestiegen sind, sind beide Kandidaten für einen Top 10 Platz in der Einzelwertung. Zudem sind auch Philipp Baadte, der deutsche Meister von 2015, und auch Mathias Hahnel echte Kaliber. Bei der Westdeutschen 2016 durfte sich Mathias endlich über den lang ersehnten großen Titel freuen. Für viele sind die Lauterer in dieser Saison die größten Konkurrenten für die Frankfurter.

Abgestiegen, aber dennoch erstklassig: Jens König.

TKC Preußen Waltrop I

Ohne Oliver Hahnel, dafür mit Arnold Gotzhein, starten die Waltroper in die neue Saison. Fraglich ist allerdings, ob Gotzhein Hahne ersetzen kann. Zwar zeigte er mit seinem Erfolg in Herne seine gute Frühform, aber Oliver Hahne war über Jahre hinweg ein Punktgarant. Also müssen die anderen Stammspieler den Verlust kompensieren. Dass Jochen Hahnel, Holger Wölk und Marcus Müller gute Bundesligaspieler sind, haben sie in den letzten Jahren bewiesen. Mit Jerze werden die Preußen das dünn besetzte Mittelfeld der Liga bilden: Sie werden weder absteigen noch sich für die Play-Offs qualifizieren.

Preußen Waltrop mit Oli Hahne, aber ohne Marcus Müller. Wird der Altmeister doch noch zurückkehren?

TFB 77 Drispenstedt I

50 % Erfahrung + 50 % Talent könnte die Drispenstedter Erfolgsformel für den Nichtabstieg lauten. Marcus Socha und Aimé Lungela haben schon mehrfach in der Liga und auf Einzelturnieren bewiesen, dass sie in die Bundesliga gehören. Können die Talente Max Bartels und Berthold Nieder den nächsten Schritt machen und konstanter werden, ist vielleicht der Klassenerhalt drin. Insbesondere Nieder darf sich bei Niederlagen nicht unterkriegen lassen, zumal ihm die Zukunft gehört und er noch viele Titel sammeln wird. Drispenstedt muss gegen Amberg, Waltrop und Jerze punkten, um die Klasse zu halten, sonst schaut es schlecht für den Traditionsverein aus.

Berthold Nieder (links) wird Zeit gegeben, um sich zum Spitzenspieler zu entwickeln.

OTC 90 Amberg I

Nach einer sagenhaften Saison von Thomas Krätzig und Peter Tuma konnte Amberg endlich wieder in die Bundesliga aufsteigen. Doch genauso hängt im Abstiegskampf alles von diesem Duo ab. Krätzig, welcher auch die Jugendmannschaft in Amberg betreut, wird keine Probleme in der Bundesliga haben. Tuma hingegen, dessen Form von Training und Turnierbesuchen abhängt, ist beruflich in kommender Zeit sehr eingespannt, so dass er Probleme kriegen wird. Dominik Steib und Alex Kraus haben noch nicht die Konstanz für die Bundesliga, weshalb es umso wichtiger ist, dass Sebastian Wagner (ehem. Hirschlanden) sein Comeback im Trikot seines Heimatvereins gibt. Mit viel Glück ist der Klassenerhalt drin.

 

 

Einschätzungen aus dem Profi-Bereich

Wer steht nach der regulären Saison auf dem ersten Platz?

  1. TKC Gallus Frankfurt I (62,9 %)
  2. 1. TKC Kaiserslautern ’86 I (17,1 %)
  3. Celtic Berlin I (14,3 %)

Wer steigt ab?

  1. TFB 77 Drispenstedt I und OTC 90 Amberg I (je 42,9 %)
  2. TKC Preußen Waltrop I (8,6 %)

Welche Mannschaft wird uns positiv überraschen?

  1. 1. TKC Kaiserslautern ’86 I und OTC 90 Amberg I (je 29,4 %)
  2. Celtic Berlin I (8,6 %)

Welche Mannschaft wird uns enttäuschen?

  1. TKC Preußen Waltrop I und TKC 71 Hirschlanden I (je 22,9 %)
  2. 1. TKC Kaiserslautern ’86 I (17,1 %)

Wer gewinnt die Einzelwertung?

  1. Beni Buza (Frankfurt) – 29,4 %
  2. Fabio de Nicolo (Grönwohld) – 17,6 %
  3. Christian Kuch (Berlin) – 8,8 %

 

„Wird eine spannende Saison und am Ende wird Kaiserslautern Deutscher Meister!“

„Die jungen Wilden werden die Liga aufmischen! Celtic, Jerze und Drispenstedt werden den einen oder anderen nicht erwarteten Punkt holen!“

„In den Play-Offs wird es zum Finale Frankfurt gegen Kaiserslautern kommen. Hier entscheidet dann die Tagesform.“

„Die engste Saison seit Jahren steht bevor, Frankfurt favorisiert, RB Lautern unter Druck. Grönwohld wird stark zurückkommen. Schwere Saison für die Teams aus Niedersachsen.“

„Sichere Play-Off Teilnehmer: Frankfurt, Kaiserslautern und Hirschlanden. Um den 4. Platz streiten sich Berlin und Grönwohld. Absteigen werden Waltrop und Amberg.“

„Ich glaube Kaiserslautern wird Meister, jedoch nicht erster der Saison.“

 

Der erste Spieltag findet bereits am 25.09.2016 in Hirschlanden, Drispenstedt und Berlin statt. Alle Ergebnisse findet ihr auf der Ligaseite.

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