1. Bundesliga – 2017/18: Wenig Überraschendes am ersten Spieltag

Die Bundesliga ist am Wahlsonntag in die neue Saison gestartet. Gespannt erwarteten alle, wie die Teams nach der Sommerpause auftreten würden. Am Ende gab es wenige Überraschungen am ersten Spieltag.

Spiele in Berlin

Celtic Berlin – TKC 71 Hirschlanden 17:15 (51:55)
Das Duell der beiden Play-Off-Aspiranten versprach einen Ritt auf der Messerschneide. Zwar konnte Hirschlanden nach einer ersten ausgeglichenen Runde die Führung übernehmen, doch die Celticer blieben am Ball und glichen nach der Halbzeit (7:9) durch einen Sieg von Max Gottschalk gegen Max Daub und ein Unentschieden zwischen Patrick Malessa und Rainer Schlotz zum 10:10 aus. Danach ging die Runde wieder an die Schwaben zum 11:13. Dadurch dass die vorletzte Runde unentschieden endete, ging die Partie beim Stand von 13:15 in die letzte Runde. Auf Platte 1 erkämpfte sich Max Gottschalk beim 4:2 gegen Harald Füßinger zwei überlebensnotwendige Punkte und auf Platte 2 kam es zum Duell der beiden Topspieler Chris Kuch und Artur Merke. Auf eine beeindruckende Art und Weise ließ Kuch beim 7:2 nichts anbrennen. Somit konnten er und Gottschalk das Spiel noch drehen. Eben jener Kuch war mit 6:2 Punkten der Matchwinner, während auf Hirschlander Seite lediglich Füßinger mit 5:3 Zählern positiv punktete.

Christian Kuch: (nerven-)stark gegen Hirschlanden!

TKC 71 Hirschlanden – SpVgg Balltick Kiel 20:12 (71:54)
Das erste Bundesligaspiel der Vereinsgeschichte begann für die Kieler mit zwei Niederlagen: Simon Hansen sah beim 2:7 gegen Max Daub kein Land und auch Robert von Hering verlor in der Neuauflage des Tourfinale-Finales gegen Artur Merke mit 4:6. Davon ließen sich die Ballticker aber nicht unterkriegen. Zur Halbzeit war das Ergebnis beim 8:8 ausgeglichen, doch abermals eine Doppelrunde für Hirschlanden brachte die Schwaben nun endgültig auf die Siegesstraße. Diesen Vorsprung bauten sie letztendlich zum 20:12-Endstand aus. Beim Debütanten zeigten Oliver Wegener und Florian Hansen eine ausgeglichene Leistung,  während Max Daub und Artur Merke mit je 7:1 die fleißigsten Punktesammler für die Hirschlander waren.

SpVgg Balltick Kiel – Celtic Berlin 11:21 (48:54)
Das abschließende Spiel gestaltete sich anfangs sehr ausgeglichen und Kiel konnte sogar zum 7:5 in Führung gehen. Von diesem Zwischenstand alarmiert fokussierten sich die Celticer wieder auf ihr Spiel und zwar ohne Gnade: die nächsten acht (!) Einzelpartien gingen allesamt an die Hauptstädter, sodass aus dem 7:5-Rückstand eine Runde vor Schluss ein 7:21 wurde. In den letzten beiden Partien erreichten die Kieler in Form von Simon Hansen und Robert von Hering durch zwei Siege gegen Christian Kuch und Max Gottschalk noch ein wenig Ergebniskosmetik, allerdings änderte das nichts an der zweiten Niederlage an diesem Tag. Lediglich von Hering konnte die Berliner mit seinen 6:2 Punkten ärgern. Entscheidend für den Berliner Sieg war die mannschaftliche Geschlossenheit, wobei Patrick Malessa und Max Gottschalk mit je sechs Punkten hervorstachen.

Spiele in Kaiserslautern

1.TKC Kaiserslautern ’86 I – 1.TKC Kaiserslautern ’86 II 22:10 (36:32)
Beim vereinsinternen Duell des Vizemeisters gegen den Aufsteiger waren die Rollen klar verteilt: Das Team um den Deutschen Einzelmeister Philipp Baadte war klar favorisiert, gilt es doch als ganz heißer Play-Off-Anwärter, während die zweite Mannschaft gegen den Abstieg kämpfen muss. In der ersten Spielrunde war das Spiel durch Siege von Markus Meyer gegen Jens König und Mathias Hahnel gegen Werle noch ausgeglichen, doch nun zogen die Favoriten an. Das 13:3 zur Halbzeit stellte bereits eine kleine Vorentscheidung dar, allerdings dauerte es noch drei weitere Spielrunden, bis das Spiel beim 19:9 endgültig entschieden wurde. Am Spielende stand ein 22:10 zu Buche, bei dem die „Erste“ eine geschlossene Mannschaftsleistung zeigte. Bemerkenswert, dass Philipp Baadte mit einem Torverhältnis von 5:4 fünf Punkte erbeutete. Generell fielen sehr wenige Tore in dieser Partie. Erfreulich war die Leistung von Bundesliga-Debütant Fabian Werle, der für seine zweite Mannschaft immerhin 3:5 Punkte bei 10:9 Toren holte und Florian Wagner mit 6:2 von der Platte fegte.

1.TKC Kaiserslautern ’86 II – TKC Gallus Frankfurt 11:21 (34:55)
Der amtierende Deutsche Mannschaftsmeister und Pokalsieger stieg gegen die Zweitvertretung aus Kaiserlautern in die Saison ein. Anfangs konnte der Aufsteiger noch mithalten und nach der 3. Runde ein 6:6 markieren, doch danach setzte es zwischen Fabian Werle und Alex Beck (0:6) sowie Markus Meyer und Michael Kaus (2:6) zwei deftige Niederlagen, von denen sich die Pfälzer nicht wieder erholen konnten. Routiniert spielte der Meister das Spiel zu Ende, schließlich ging es um wertvolle Spielpunkte, die in der Endabrechnung entscheidend sein könnten. Hervorzuheben muss man die 6:2 Punkte von Beck und Kaus, die einen großen Anteil am Erfolg hatten. Die Lauterer zeigten eine geschlossene Mannschaftsleistung, allerdings war diese zu wenig, um mit dem Gegner Schritt zu halten.

Der Mann des Tages gegen die beiden Teams aus Kaiserslautern: Michael Kaus

TKC Gallus Frankfurt – 1.TKC Kaiserslautern ’86 I 19:13 (43:37)
Im für viele schon vorgezogenen Endspiel um die Deutsche Mannschaftsmeisterschaft erwischte Gallus einen Start nach Maß: über 4:0 und 8:0 legte der Titelverteidiger mit deutlichen Ergebnissen den Grundstein für den Sieg in dieser Partie. Im Folgenden fingen sich die Lauterer wieder und sie konnten die nächsten vier Runden ausgeglichen gestalten, doch war der frühe deutliche Rückstand eine zu große Bürde. Durch zwei Unentschieden gegen Jens König und Mathias Hahnel machten Frank Hampel und Michael Kaus  in der vorletzten Runde den Sack zu. Zwar konnte Florian Wagner mit einem 5:1 gegen Alex Beck noch ein Ausrufezeichen setzen, jedoch änderte dieses Einzelergebnis genauso wie seine 5:3 Punkte nichts mehr an der Niederlage. Insbesondere Beni Buza und Michael Kaus präsentierten mit ihren 6:2 Punkten eine gute Frühform. Vor allem wollten die Frankfurter aber nach dem Katastrophenstart des vergangenen Jahres mit 0:4 Punkten von Anfang an präsent sein. Das haben sie nun eindrucksvoll gezeigt.

Spiele in Grönwohld

TKV Grönwohld – TKC Preußen Waltrop 19:13 (37:37)
Im Duell der Nordmänner gegen das beste Team aus dem Westen mussten die Waltroper auf Arnold Gotzhein verzichten, doch anstatt Altmeister Olive Hahne abermals zu reaktivieren, stand Martin Weichmann aus dem Regionalliga-Team an den Platten. Etwas überraschend konnte er in seiner ersten Partie beim 1:1 gegen Michal Zaczek sogar einen Punkt entführen, was auch ein Grund für das Unentschieden beim Stand von 6:6 war. Danach legten die Grönwohlder angeführt von der Doppelspitze Fabio de Nicolo und Kai Schäfer (beide 7:1 Punkte) einen Zahn zu. Sie gingen durch einen Doppelsieg von de Nicolo und Schäfer gegen Weichmann und Marcus Müller in Führung und wussten, diese Führung über den Spielverlauf gekonnt zu verwalten. Auf Waltroper Seite konnte nur Jochen Hahnel über seine Einzelleistung (5:3), nicht aber über die Teamleistung zufrieden sein.

Führt nach Spieltag 1 mit 14:2 Punkten und lediglich zwölf Gegentoren die Einzelwertung an: Fabio de Nicolo

TKC Preußen Waltrop – TFB ’77 Drispenstedt 18:14 (49:43)
Zwei wichtige Big Points im Abstiegskampf sicherten sich die Preußen hingegen im Duell mit den Drispenstedtern. Gemessen an den letzten Leistungen bei DTKV-Turnieren waren die Niedersachsen sogar leichter Favorit und durch die Ersatzschwächung der Waltroper wurde dies sogar noch unterstrichen. So kam es auch, dass Drispenstedt zur Halbzeit mit 7:9 in Führung lag. Doch im Verlauf der Partie wendete sich das Blatt und insbesondere in den knappen Partien behielt Waltrop nun die Oberhand. Beim Stand von 16:12 vor der letzten Spielrunde war ihnen das Unentschieden schon nicht mehr zu nehmen. Als dann Ersatzspieler Martin Weichmann beim 3:2 gegen Berthold Nieder in der letzten Partie zum Matchwinner neben Holger Wölk (8:0 Punkte) avancierte, durften sie sich sogar über den Sieg freuen. Die sechs Punkte von Aime Lungela auf der anderen Seite konnten die Niederlage auch nicht abwenden.

TFB ’77 Drispenstedt – TKV Grönwohld 12:20 (42:56)
Ein wenig geschockt von der Niederlage gegen Waltrop ging Drispenstedt in die Partie gegen Grönwohld. Zwar stand es nach der 1. Runde 2:2-unentschieden, jedoch ließen schnell die Kräfte und die Ergebnisse nach. Zur Halbzeit lag man bereits mit 5:11 zurück und auch die Runde nach der Halbzeit ging mit zwei deutlichen Resultaten (Marcus Socha – Kai Schäfer 3:7 und Berthold Nieder – Fabio de Nicolo 1:4) an den TKV. Mit einem 1:0-Sieg gegen Max Bartels machte Martin Arp den Deckel drauf und sammelte die Punkte 16 und 17 in Runde 6. Schlussendlich endete die Partie 12:20. Einen Bärenanteil am Sieg hatte Fabio de Nicolo (7:1 Punkte), der an diesem Tag ohne Niederlage blieb. Bei den Drispenstedtern fiel nur Aimé Lungela mit sechs Punkten positiv auf.

Die Tabelle

Von oben grüßt der Meister aus Frankfurt, gefolgt von Grönwohld und Berlin. Im Mittelfeld haben sich die Teams aus Hirschlanden, Kaiserslautern I und Waltrop eingeordnet und am Tabellenende finden sich Drispenstedt, Kiel und Kaiserslautern II wieder. Nach dem ersten Spieltag ist aber noch lange nichts entschieden und wir freuen uns auf die kommenden Spieltage!

Alle Ergebnisse findet ihr bereits auf der Ligaseite. Der nächste Spieltag findet am 26.11. in Hirschlanden, Waltrop und Drispenstedt statt.