Saisonvorschau: 1. Bundesliga

Spannende Saison startet an diesem Wochenende

Am kommenden Sonntag startet die 1. Bundesliga in die Saison 2019/2020. Wie üblich werden die Karten neu gemischt. Die Favoriten auf die ersten vier Plätze scheinen dennoch festzustehen.

1. TKC Kaiserslautern 86

Der Meister und Pokalsieger geht mit unverändertem Kader in die neue Saison. Nach dem nicht für möglich gehaltenen Double aus der Vorsaison werden die Lautrer Buben wieder ähnliche Ziele definiert haben. Schon vor Saisonbeginn präsentiert man sich in sehr guter Form. Mathias Hahnel gewann vor ca. 14 Tagen die 1. Bochumer Stadtmeisterschaft. Aber auch die Baadte-Brüder werden ihre Leistung aus der Vorsaison bestätigen wollen. Play-Off-Joker Christoph Ihme komplettiert das Team. Auf den ersten Blick ist kein Schwachpunkt zu erkennen, daher sind die Lautrer wieder der Top-Favorit auf den Titel.

Erneut ein ganz heisser Kandidat auf Platz 1: Der 1.TKC Kaiserslautern 86.

TKC Gallus Frankfurt

‚Koan Titel‘ – Das könnte das Resümee der Frankfurter für die vergangene Saison sein. Nach dem Halbfinal-Aus in den Mannschafts-Play-Offs und dem verlorenen Pokalfinale jeweils gegen Kaiserslautern werden die Frankfurter mit großer Wahrscheinlichkeit höchst motiviert in die neue Spielzeit gehen. Neben den bekannten vier Stammspielern stehen auch in der neuen Saison wieder Stefan Heinze und der Berliner Freddy Mozelewski auf dem Meldebogen. Gleich der 1. Spieltag wird für die Frankfurter richtungsweisend sein. Was diese Mannschaft leisten kann, weiß jeder; die große Frage wird sein, ob sie es noch einmal auf die Platte bringen können.

Kann der TKC Gallus Frankfurt noch einmal zurückschlagen und die Lautrer Himmelsstürmer in die Schranken verweisen?

Celtic Berlin

Das jüngste Team der Liga ist auch mit neuer Formation wieder ein sicherer Play-Off-Kandidat. Angeführt von Christian Kuch und den beiden Stammspielern Max Gottschalk und Patrick Malessa wird sich Celtic auf einen der vorderen vier Plätze spielen. Neu im Kader der ersten Mannschaft ist Jan Komareck, der sich mit Marcel Horchert einen Kampf um den vierten Platz liefern wird. Wie sich das Team ohne Lohmeier präsentieren wird, bleibt abzuwarten.

Hier noch mit Lohmeier, künftig aber mit Jan Komareck und Marcel Horchert: Celtic Berlin

TKC 71 Hirschlanden

Ohne Artur Merke aber dafür mit Max Daub starten die Hirschlandener in die neue Saison. Das Ziel ist ganz klar: Das Erreichen der Play-Offs steht auf der To-Do-Liste der Schwaben. In den vergangenen Jahren war das meist kein Problem, danach war allerdings spätestens im Halbfinale Schluss. Genug Erfahrung bringt das Team um den aktuellen Süddeutschen Einzelmeister Max Daub mit, schließlich stehen mit Harry Füßinger und Rainer Schlotz zwei schwäbische Urgesteine an der Platte. Der Youngster Florian Stähle spielte in der vergangenen Saison mit 35:21 stark auf und man ist gespannt, ob er diese großartige Leistung wiederholen kann.

Schwäbischer Punktegarant: auf Harry Füßinger kann sich der TKC 71 Hirschlanden verlassen.

TKC Preußen Waltrop

Trotz der unfassbaren 2:14 Punkte aus der Vorsaison dürfen sich die Mannen um Holger Wölk auf ein weiteres Jahr 1. Bundesliga freuen. Auf Grund des besseren Spielpunkteverhältnisses ließ man die Spandauer Filzteufel und den TKV Grönwohld hinter sich. Personell gab es eine kleine Veränderung. Jens Foit ersetzt Marcus Müller, der von nun an in der zweiten Mannschaft spielen wird. Das Team verfügt über eine enorme Erfahrung und wird in dieser Spielzeit für einen geheimen Play-Off-Kandidaten gehandelt. Sollten alle vier Spieler an ihre Leistungsgrenzen gehen, wird der Geheimfavorit eigentlich kein Geheimfavorit mehr sein.

Bester Waltroper der Vorsaison: Arnold Gotzhein landete auf dem 8. Platz der Einzelrangliste.

PWR 78 Wasseralfingen

Mit der Brüder-Kombi Weishaupt/Weber gehen die Süddeutschen wieder in die neue Spielzeit. In der vergangenen Saison zog man sich achtsam mit 8:8 Punkten aus der Affäre. Für die Play-Offs zu schwach, für den Abstieg zu stark. Das Team ist aber durchaus in der Lage, einen der für besser eingeschätzten Kontrahenten zu schlagen. Gerade Jonathan Weber präsentierte sich zuletzt in Topform und schnappte sich in seiner Premierensaison gleich die Einzelwertung. Daher wird man sich im sicheren Mittelfeld der Liga platzieren. Als langfristiges Ziel könnte man sich dauerhaft in der 1. Bundesliga etablieren.

PWR 78 Wasseralfingen: Können sich die Ostalb-Kicker langfristig in Liga 1 etablieren?

SpVgg Balltick Kiel

Bereits in seine dritte Saison in der Eliteliga geht der Verein von der Ostseeküste. Angeführt werden die Schleswig Holsteiner von Robert von Hering, der in der letzten Zeit auch auf Einzelturnieren zu überzeugen wusste. In der Saison 2018/2019 erspielte man sich starke 8:8 Punkte, wobei das 16:16 Unentschieden gegen Gallus Frankfurt sicherlich das Highlight der Saison war. Fraglich bleibt jedoch, wie das Team die zwei Strafpunkte aus der vergangenen Saison auffangen wird. In Spielen gegen die vermeintlich schwächeren Teams stehen die Kieler mit dieser Bürde doppelt unter Druck.
(Foto: W. Renninger)

Defensivspezialist Robert von Hering wird auch diese Saison wieder das Zugpferd der Kieler Ballticker sein.

SG 94 Hannover

Nach zweijähriger Abstinenz haben die Niedersachsen in der vergangenen Saison die Rückkehr ins Tipp-Kick-Oberhaus mit makellosen 16:0 Punkten erreicht. Die Hannoveraner müssen in den Spielen gegen die direkte Abstiegskonkurrenz positiv punkten, um ein weiteres Jahr in der 1. Bundesliga zu verweilen. Angeführt wird das Team von Fred Elesbao, der sich in den vergangenen Spielzeiten kontinuierlich verbessert hat. Auch der Rest des Teams ist nicht unbekannt. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Landeshauptstädter schlagen werden.
(Foto: W. Renninger)

Temperamentvoll an der Platte, cool und entspannt daneben: Fred Elesbao hat sich klammheimlich zum Spitzenkicker entwickelt.

Flinke Finger Bruck

Der Aufsteiger aus der 2. Bundesliga Südwest wird es in der kommenden Saison sehr schwer haben. Spitzenspieler Vincent Höhn muss seine Teamkameraden schon bis in die Haarspitzen motivieren, dass man als Mannschaft über sich hinaus wachsen kann. Wie bei den Hannoveranern werden die Spiele gegen die direkte Abstiegskonkurrenz entscheiden. Genügend Erstligaerfahrung bringt das Team mit Peter Funke und Rainer Schönlau allemal mit. Ein weiteres Jahr in der 1. Bundesliga wäre dennoch eine sehr große Überraschung.

Mission (Im)Possible? Auf Ausnahmekicker Vincent Höhn und seine Brucker wartet eine schier unlösbare Aufgabe.

Tipp für die Abschlusstabelle 2019/2020

1. TKC Kaiserslautern 86
2. TKC Gallus Frankfurt
3. Celtic Berlin
4. TKC 71 Hirschlanden
5. TKC Preußen Waltrop
6. PWR 78 Wasseralfingen
7. SpVgg Balltick Kiel
8. SG 94 Hannover
9. Flinke Finger Bruck