Wird Oberbayern der „Oberhammer“?

Prognosen, Daten, Fakten, Fakes und Hintergründe.

Die neue Regionalliga Süd

Im Süden der Republik wird  im September für die neue Saison angekickt. Über die Regionalliga freuen sich nicht nur die gemeldeten Teams, sondern auch Tankstellenbesitzer und Hoteliers.
Was aus der vergangenen  Runde bleibt, sind Anfahrtswege durch die halbe Republik. Wenn der Oberoberbayer William Schwaß mit seinem Team bei der SG Rheinland Düsseldorf antritt, muss er erst einmal  550 km in den Norden fahren. Die Strecken sind eine Herausforderung für die Clubkassen. Die kürzeste Entfernung gibt es  im „sparsamen Schwabenland“  zwischen Balingen und Hirschlanden. Mit 80 km Entfernung  „ein Katzensprung“ für Regionalliga Süd Verhältnisse.

Bei den Südkickern gibt es gravierende  Veränderungen im Spielbetrieb, die aber nicht der Endtabelle 2017/2018 geschuldet sind. Kurzfristig und übereinstimmend haben die Clubs der Regionalliga Süd beschlossen ab dem 2. Spieltag die Termine analog der 2. Bundesliga festzusetzen. Der erste Spieltag wird noch im üblichen „Verhandlungsmodus“ durchgeführt, da einige Termine schon feststanden und nicht mehr zu ändern waren.

Nach Jahren verabschieden sich die Eidgenossen von Baden Hotspurs vom DTKV Spielbetrieb, davon vier Jahre in der Regionalliga Süd. Wie es mit dem Club insgesamt weitergeht, ist derzeit das Geheimnis der „Schweizer Alpen“. Fest steht nur,  dass die „unzertrennbaren“ Kälin / Nater  als „Duo infernale“  bei den Kaiserslauterern `86 Tipp-Kickern  den Betzenberg „teuflisch“  am brodeln halten. Die Ex Hotspurs  Derungs / Häfeli dagegen bleiben der Regionalliga Süd treu und durchmischen erstmals das bisher norddeutsch geprägte Team Oberbayern. Die Größte Herausforderung für die beiden smarten Schweizer wird es sein, die jeweiligen Feierlichkeiten vor und nach den Begegnungen wegzustecken.

Interessant wäre auch, wo Michael Blügel zukünftig „seine Kicker schmiert“.

Die Schweizer Tipp-Kick Szene wird die Lücke, welche die Hotspurs hinterlassen, wieder schließen. Mit dem Aufsteiger  aus der Verbandsliga Süd,“ Leppard United“, wird wieder ein Team, das sich nur aus  Eidgenossen zusammensetzt, die Regionalliga bereichern. Mit dem aktuellen Schweizer Einzelmeister Rène  Gerber steht  das derzeit absolute größte „ Tipp-Kick Schwergewicht“ der Schweiz in den Reihen der Leppards. Die Regionalliga Süd freut sich auf die sympathischen Jungs aus dem EU Ausland, die nicht nur vom Tipp-Kick elektrisiert sind, sondern auch elektrisch via Tesla Limousine unterwegs sind.

Die Ostbayern aus der Oberpfalz, der OTC Amberg 2, werden auch vermisst werden.  Zugunsten der Stärkung des Nachwuchsteams, tritt  das vornehmlich aus Schülern bestehende Team Amberg 2 freiwillig in der Verbandsliga an. Durch die Neugründung des TKC Schwabach verliert der OTC mit Heinz Steib, Peter Tuma, Dominik Steib und Franz Putz ein ganzes Team an vortrefflichen Spielern. Ein Nachrücken von Amberg 3, als Amberg 2, in die Regionalliga würde nach Aussage von Vereinsboss Thomas Krätzig wenig Sinn ergeben.

Die Headbangers aus Balingen, standen mit ihrem Team 2 als Absteiger in der Endtabelle. Die Balinger werden aber für die kommende Runde nur mit einem Team am Ligabetrieb teilnehmen.

Auch auf der „Schwäbischen Südalb“ sind die fetten Jahre bzgl. der  Mitgliederzahlen vorbei. Der Club, der ausschließlich aus Spielern der Region um Balingen besteht, will sich erst einmal konsolidieren und die Clubaktivitäten neu ausrichten.

Auch eines der sympathischsten  Teams und der Aufsteiger in die 2. Bundesliga, die Yilipullis aus Gießen, trägt zu den Veränderungen der Liga bei. Allerdings schafften es die Hessen aus eigener Kraft  Ersatz zu beschaffen. Team zwei der „spielgetriebenen“ Hessen schaffte den Aufstieg aus der Verbandsliga, und so sind die geliebten Spieltage in der „Metzgerei Arena“ gesichert. Das Motto der Regionalliga Süd hierzu lautet :“ Nach Yilipulli ist vor Yilipulli. Der Spieltrieb ist der Liga also nicht abhanden gekommen.

Nach Jahren als fester Bestandteil der 2. Bundesliga ist mit dem Abstieg der  Kehlheimwinzer eine weitere, große Veränderung zur letzten Saison zu vermerken. Bei den „Winzern“ wird es laut Spielermeldung keine personellen Veränderungen geben. Ob es von den Niederbayern am Rhein/ Main/ Donau Kanal sonstige Veränderungen gibt, ist schwer einzuschätzen, da es um das Team von Oliver Brunner kaum Informationen gibt.

Mit den Kickern aus Kehlheim, Nürnberg und  München und, ist der Freistaat mit drei Teams, und deren Spielstärke heuer „löwenstark“ vertreten.

Für Konstanz in der Liga sorgen die Teams die schon seit längerem dabei sind. Während es bei den Headbangern, Hirschlanden III, Hirschlanden IV und Nürnberg keine Veränderungen im Kader gibt, hat bei der SG Rheinland-Düsseldorf Georg Lortz Team zwei verlassen, um den Zweitliga Kader der SG zu verstärken.

Der Nordische Teil der Münchner Oberbayern v.L.n.R. : Güldner, W. Schwaß, T.Schwaß, Buschmann. Wer zieht den Bayern die Lederhosen aus?

 

Was ist von den Teams der Saison 2018/2019 zu erwarten?

Die Platzhirsche

TKC Nürnberg

Die Nürnberger gehören mittlerweile zur „Grundausstattung“ der Liga. Bester der „Tipp-Kick „Cluberer“  in der Einzelwertung der letzten Runde war Hans Kraus, der 28 Punkte erzielen konnte. Die Kollegen Jobst  (Rang 22 EW) und Frank (Rang 23EW), folgten knapp mit 27 (Jobst) und 26 (Frank) Punkten. Peter Dobler (Rang 28 der EW) der weniger Einsätze hatte und Felix Berger (Rang 36), der eigentlich noch als Neueinsteiger gilt,  belegen dass die Nürnberger sehr ausgeglichen innerhalb des Teams sind. Jedem ist ein Höhenflug zuzutrauen und insofern bleiben die kommenden Begegnungen sicherlich immer ein Stück weit unberechenbar.


Nürnbergs Kontinuität hat einen Namen: Hans Kraus (rechts). Werden die Nürberger in der neuen Saison der Regionalliga Süd „Würschtl“ oder „Festtagsbraten“?

 

TKC Hirschlanden IV

Das Nachwuchsteam um Peter Oechsle ist mit sieben Spielern breit aufgestellt. Mit Hans Chudy  und Robert Mantanovic sind dennoch zwei erfahrene“ Schlachtrösser“ im Team. Durch kontinuierliches Training sind auch Colin und Peter Oechsle in der Lage, vielen Gegnern ein Bein zu stellen. Vor allem gegen Nürnberg, Balingen und Gießen werden die „Hirschis“ mindestens auf Augenhöhe agieren. Die Partien gegen Nürnberg und Balingen waren auch in der letzten Runde spannend. Robert Mantanovic ist bei der Einzelwertung ein Platz im vorderen Feld zuzutrauen.

 

TKC Balingen Headbangers

Eine spannende Frage wird sicher sein, ob und wie sich die Kicker um Teamkapitän Frank Sauter weiterentwickeln konnten. Der 4. Rang in der abgelaufenen Runde ist ein Indiz dafür, dass die Balinger in der Regionalliga angekommen sind. Mit Dawood Malik steht der jüngste und zugleich spielstärkste  Headbanger an der Platte. Mit seiner „strapaziösen“ Spielweise ist immer alles oder immer nichts möglich. Auf jeden Fall wird sich jeder Spieler in der Regionalliga gegen ihn voll ins Zeug legen müssen. Auf ähnlichem Niveau wie Malik befindet sich Thomas Will.

Der „Headbanger“ Rüdiger Albrecht hat die „Kicker an den Nagel gehängt“ Ein sehr schmerzhafter Verlust für die Balinger

Seine Kurve zeigte in letzter  Zeit steil nach oben. Auch Will kann jeden in der Liga schlagen. Für die „abgesandelten“ ex Stars, die wie „Phönix aus der Asche stiegen“, benötigt es für Will einen guten Tag, aber alles ist möglich. Komplettiert wird das Team von Frank Sauter, dem „Wadenbeißer von der Laizer Donau“, der in der Vergangenheit immer wieder für Überraschungen sorgte.  Mit Lukas Homscheidt, Markus Sense, Marco Germeroth, Oliver Lenhardt und Lars Boll stehen zudem Spieler bereit, die alle in der Lage sind, den durchschnittlichen Regionalliga Rivalen zu besiegen.„Schaun mer mal“ um „Sechsmillionenfranzel“ zu zitieren.

 

SG Rheinland Düsseldorf

„Nordwestend“ der Liga ist die zweite Garde  aus der  Spielgemeinschaft Rheinland United und Dynamo Düsseldorf. Mit Simon Winzer (geht zurück nach Mönchengladbach) und Georg Lortz (wechselt in Team 1) fehlen den St. Katharinen zwei Leistungsträger. Der Newcomer Florian Maierhofer wird dafür kein Ersatz sein. Maierhofer braucht sicherlich noch etwas Zeit, bis er an das Niveau der anderen SG`ler herankommt.  Die Spieler des Kaders sind aber durchaus so spielstark, dass sie  in der Lage sind, vom Mittelfeld bis ganz vorne mitzuspielen. Mit  Popat, Koegel, Plümmer, Hanson und Schmitz sind für die Rheinländer durchweg Akteure am eckigen Ball, die hinsichtlich ihrer Leistung Grenzgänger  zwischen Regionalliga und zweiter Bundesliga sind.

Der sechste Tabellenplatz in der abgelaufenen Saison war da eher ein Ausrutscher, und das Ziel der sympathischen Truppe um Michaela Koegel  ist sicherlich ein Abschlussrang in der vorderen Hälfte der Tabelle.

 

Oberbayern München

„Cerevisia et aliis ludos“ war bisher das Motto der Herren um Clubchef William Schwaß. Einzig den Spaß an der Platteund die drumherum stattfindenden Teamevents wollten die Norddeutschen Bayern zelebrieren. Buschmann und Schwaß, zwei ehemalige Bundesligaspieler und aktuell immernoch an der Spitze der Szene agierende „Schwergewichte“ sollten für das Team zum 16 + 1 Nimbus werden. Mit den beiden Tipp-Kick Novizen Terence Schwaß und Andre` Güldener war ein  Unentschieden die Regel,aber durchaus bei einem Höhenflug ein Sieg möglich. Manchmal gab es bei starken Partien der Gegner auch eine Niederlage. Scheinbar hat die Ernsthaftigkeit in Unterhaching Einzug gehalten, und Björn Buschmann kommentierte zuletzt auf der DTKV Facebookseite, dass die  „Erste Bundesliga“ noch zwei Jahre auf die Oberbayern warten müsse. Das dies gelingt, dafür konnten die beiden ehemaligen Schweizer Hotspurs Phillipp Derungs und Manuel Häfeli gewonnen werden.Komplettiert wird der Kader durch Christian Waschun, der zumindest im Süden unbekannt ist und auch nicht in der DTKV Rangliste auftaucht. Mit der Bayerisch–Helvetischen Seilschaft bekommen die Alpenkicker um Schwaß die Favoritenrolle aufgeladen. Vermutlich wird das Motto am Ende der Saison heißen: “venerunt pocula victoribus“.

Die „Neubayern“ aus der Schweiz.
Philipp Derungs und Manuel Häfeli. Klappt der Aufstieg, dann haben sie ihre Lederhosen verdient

 

Abgestiegen

SV Kehlheimwinzer

Mit einem Sieg in der zweiten Bundesliga Süd, und dieser gegen den zweiten Absteiger, Hirschlanden III, mussten die Donaustädter aus der Region um Regensburg den Gang in die Regionalliga antreten.Die Ostbayern werden den Wiederaufstieg anpeilen. Mit dem unveränderten Kader, der lange Jahre zweitligatauglich war, besteht eine realistische Chance. Die Winzer Brunner, Huhnhold, Prem und Gabler bilden hierbei das Grundgerüst. Mit Item, Meier und Ruhland stehen ausreichend Kicker zur Verfügung, um eine problemlose Runde angehen zu können. Wer eine weite Anreise nach Kehlheim hat, sollte sich noch einen zusätzlichen Tag gönnen, denn in „der Stadt am Fluß“ gibt es viel zu entdecken.

 

TKC Hirschlanden III

Nach einem Jahr in der zweiten Bundesliga ist das dritte Team des Deutschen Vorzeigeclubs zurück in der Regionalliga. Ein Sieg gegen den Westaufsteiger Bochum war nicht genug, um den Verbleib in Liga zwei zu sichern.

Schafft es das dritte Team aus Hirschlanden ein „Wörtchen um den Wiederaufstieg mitzureden“ (v.l.n.R.: Kleofasz, Herbers, Sigle, Härterich)

Trotzdem wird sich die geballte Tipp-Kick Erfahrung um Andreas Sigle sicherlich einiges Vornehmen um „vorne“ dabei zu sein, damit ein direkter Wiederaufstieg im  Bereich des Möglichen liegt. Sicherlich ist die Konkurrenz durch die  Oberbayern groß. Und gegen die Kehlheimwinzer müssen Sigle, Kleosfasz, Herbers und Kraut einen guten Tag erwischen, um die Donaustädter zu besiegen. Unmöglich scheint eine Rückkehr des Ditzinger Stadtteilclubs jedoch nicht. Immernhin könnte Robert Mantanovic aus der vierten Mannschaft noch als Verstärkung bei zwei Spieltagen herangezogen werden. Robert Mantanovic ist auch in der Lage auf auf dem Niveau der zweiten Liga zu kicken. Aber die „Hirschis“ müssen auf der Hut sein. Im Backup der Regionalliga gibt es durchaus Teams,die für Sigle und Co zum Stolperstein werden können

 

Die Aufsteiger

Leppard United

Schweiz raus, Schweiz rein. Mit den Leoparden aus Solothurn ist weiterhin ein Eidgenössiches Team in der Regionalliga Süd vertreten. Die sympathischen Helvetier aus dem kleinen Dorf Steinhofen, ca. 35 km von Bern entfernt, konnten die Verbandsliga nach nur einer Saison in Richtung Regionalliga verlassen. Punktgleich mit Yilipulli Gießen, aber besser im Torverhältnis, sind sie Meister der Verbandsliga Süd 2017/2018 geworden. Mit Renè Gerber stellen die Solothurner den aktuellen Einzelmeister in der Alpenrepublik. In der letzten Runde noch ein Leopard, wechselte Gründungsmitglied Chrigu Meister während der Saison zum OTC Amberg. Mit Meister verliert Leppard einen Top Scorer, dessen Verlust sicherlich weh tut. Dennoch ist das Team mit den Wingeier Brüdern Pat und Jèrôme, Dany Kaufmann und Hanspeter Conrad spielstark genug, um in der Liga mitzuhalten. Gerber wird sich in der Einzelwertung sehr weit vorne einreihen können. Seine Kameraden sind treffsicher wie Tell. Mal sehen, ob der Apfel fällt und die Leppards dann die Überraschung der Saison sind. Zumindest was die Reisfreudigkeit anbelangt, sind die Leppards an der Spitze der Liga.

Schweiz rein, Schweiz raus. René Gerber  (l.) führte seine Leoparden in die Regionalliga und somit ist  dort weiterhin ein „Eidgenössisches“ Team vertreten. Daniel Naters (r.) Baden Hotspurs haben sich aus dem Spielbetrieb verabschiedet

 

 

 

SpieltriebYilipulli Gießen II

Auch die Zweitvertretung der Nordhessen schließt eine Lücke. Durch den Aufstieg von Yilipulli 1 füllen die Spieler um Michael Eckehardt (Ecki) Kegelmann  die Regionalliga Süd mit „Gießener Heiterkeit“ wieder auf. Obwohl in der abgelaufenen Verbandsligarunde nur zweiter, konnten Egge und Co. immerhin als einzige den Mitaufsteiger Leppard United schlagen. Yilipulli zwei gehört in die Regionalliga. Nachdem sie jahrelang am Aufstieg gekratzt haben, ist er mehr als verdient. Michael und Thorsten Eggebrecht, Pascal Gutzeit, Klaas Isermann und Eckehardt Kegelmann sind nicht nur musikalisch eine „starke Nummer“. Auch beim Inszenieren des 12eckigen Balles haben die Jungs gute Noten. Michael Eggebrecht  ist jemand, dessen Spieltrieb ungebremst und leistungsstark „daherkommt“ und sicherlich auch als Reserve für die zweite Liga bereit steht. Auch Kegelmann, Gutzeit, Isermann und Thorsten Eggebrecht beweisen an den Platten der Tipp-Kick Gemeinde immer wieder, dass sie ihre Figuren beherrschen. Mit einem Platz im Mittelfeld wäre man in Gießen sicherlich zufrieden, und ein solcher ist für das Team wohl auch machbar.Spitze sind die Yilipullis sowohl als Gastgeber und auch als Gäste. Schon aus diesem Grund ist Spieltrieb Yilipulli 2 eine Bereicherung für die  Regionalliga Süd.