28. Ostdeutsche Einzelmeisterschaft: Historischer Triumph für Jonathan Weber

Auf den Spuren von Normann Koch: Jonathan Weber überragt alle und eifert dem besten Kicker aller Zeiten nach. Florian Stähle feiert beim Spree Cup seinen zweiten Turniersieg, Michi Koegel wird Damenmeisterin und Christian Drescher gewinnt den Lucky Loser Cup. Der Ostersonntag 2018 in Berlin in der Zusammenfassung.

oben (v.l.n.r.): Christoph Ihme, Max Daub, Beni Buza, Jonathan Weber, Frank Hampel, Christian Kuch, Max Gottschalk. Unten: Artur Merke, Michi Koegel, Sebastian Wagner, Kai Schäfer, Philipp Baadte. (Foto: Celtic Berlin).


Alle Titelträger im Überblick

Ostdeutscher Einzelmeister
Jonathan Weber (PWR Wasseralfingen)
Ostdeutsche Damenmeisterin
Michaela Koegel (SG Rheinland / Düsseldorf)
Sieger Spree Cup
Florian Stähle (TKC’71 Hirschlanden)
Sieger Spree Cup – Lucky Loser
Christian Drescher (vereinslos)


Der Weg zur Endrunde

(Foto: W. Renninger)

Schaffte nach dem Turniersieg am Vortag auch bei der ODEM den Einzug in die Endrunde: Max Gottschalk. (Foto: W. Renninger)

Leider fanden sich an diesem 1. April 2018 „nur“ 75 Spieler ein, um den Titel des Ostdeutschen Meisters sowie den Spree Cup und das Lucky-Loser-Turnier untereinander auszuspielen.
Gespielt wurden 4 Runden mit anschließender klassischer Endrunde der besten 12 Spieler des Tages.
In der ersten Runde mussten sich bereits einige der Berliner Gastgeber, die sich den Turnierverlauf sicher anders vorgestellt hatten, verabschieden. Große Mitfavoriten scheiterten hier jedoch noch nicht.
Das sollte sich jedoch schon in der zweiten Runde ändern. Dort mussten sich sowohl einige Jugendspieler wie Florian Stähle (TKC‘ Hirschlanden) und Dominik Steib (OTC 90 Amberg) als auch „alte Hasen“ wie Christian Lorenzen (Celtic Berlin), Florian Wagner (TKC Kaiserslautern) und Andreas Helbig (SG Rheinland / Düsseldorf) aus dem Titelrennen verabschieden.
In Runde 3 erwischte es mit Max Bartels (TFB Drispenstedt), Rainer Schlotz (TKC’71 Hirschlanden) und Jens König (TKC Kaiserslautern) drei weitere Bundesligaspieler, die sich mit Sicherheit mehr ausgerechnet hatten.
Nun wurde es eng und der Kampf um die Endrunde hatte begonnen. Am unglücklichsten scheiterte Fabio De Nicolo (TKV Grönwohld) als Dreizehnter am Einzug unter das letzte Dutzend. Mit Markus Socha (TFB Drispenstedt) – dem Vortagsfinalisten – und Jakob Weber (PWR Wasseralfingen), amtierender Deutscher Vizemeister, erwischte es weitere Mitfavoriten, die an diesem Tag nichts mehr mit dem Ausgang zu tun haben sollten.

Die Endrunde

In der Ruhe liegt die Kraft: Starkicker Frank Hampel setzte sich in seiner Endrundengruppe mit 7:3 Punkten durch. (Foto: W. Renninger)

Mit Jonathan Weber (PWR Wasseralfingen) war der Favorit in Endrundengruppe A schnell ausgemacht. Doch Vortagessieger Max Gottschalk, Christian Kuch (beide Berlin) und der amtierende Deutsche Meister Philipp Baadte sollten auch für Weber keine leichten Aufgaben sein. Am Ende standen dennoch makellose 10:0 Punkte auf Webers Konto und damit scheinbar souveräne vier Punkte Vorsprung auf den nächsten Verfolger. Doch im letzten Spiel der Gruppe ging es gegen Kuch um alles. Während der Gewinner das Finale bestreiten würde, bliebe dem Verlierer nur der Platz an der Seitenlinie. Weber ließ auch in dieser Partie keine Zweifel aufkommen und besiegte Kuch deutlich mit 5:1.
In Gruppe B waren mit Artur Merke und Max Daub (beide TKC’71 Hirschlanden) sowie Benjamin Buza und Frank Hampel (beide Gallus Frankfurt) jeweils zwei Mitglieder der selben Bundesligateams vertreten. Komplettiert wurde das Sextett durch Christoph Ihme (TKG Wolfsburg) und Jens Foit (Hansa Herford). Hier lief es auf einen Dreikampf zwischen Daub, Buza und Hampel hinaus. Während Daub schließlich den Einzug ins Finale im Match gegen Foit vergab, nutzte Hampel die Gunst der Stunde und setzte sich am Ende durch.

Finale

Schaffte Historisches: Jonathan Weber setzte sich beim dritten ODEM-Titel hintereinander auch gegen Frank Hampel durch. (Foto: privat).

Im Finale fand Weber, anders als in den Spielen zuvor, nicht unmittelbar das richtige Mittel gegen Altmeister Hampel. Der Deutsche Einzelmeister von 2012 spielte konsequent und ruhig und ließ Weber nur zu wenigen Chancen kommen. Mit einem 2:2 Unentschieden ging es in die letzte Minute des Spiels und alles schien auf eine Verlängerung hinauszulaufen. Doch wie so oft in hochklassigen Partien sollte auch hier ein individueller Fehler kurz vor Schluss noch eiskalt bestraft werden: Mit einem astreinen „Gichtelmaier“ (Anm. d. Red: Abgerutschter Schuss, vermutlich bedingt durch Nervosität oder mangelnde Konzentration; der Autor ist selbst Spezialist für solche Bälle) legte Hampel den Ball für Weber auf – und der ließ sich nicht zweimal bitten.
Damit durfte sich Jonathan Weber nach 2016 und 2017 auch im Jahr 2018 zum Sieger der Ostdeutschen Einzelmeisterschaft in Berlin küren lassen. Das hatte vor ihm lediglich „Mr. Tipp-Kick“ Norman Koch geschafft.
Nach den Siegen von Christian Kuch und Max Gottschalk (beide Celtic Berlin) ging damit auch der 3. Haupttitel des Wochenendes an einen U30-Spieler.

Die weiteren Turniere

Für die Ausgeschiedenen der 1. und 2. Runde der ODEM wurde parallel der 3. Spree Cup ausgespielt. In Endrundengruppe A zog Dirk Kandziora (TFB Drispenstedt) mit nur einem Punktverlust gegen Hardy Schau (Spandauer Filzteufel) souverän mit 9:1 Punkten ins Endspiel ein.
Gruppe B wurde von Jungspund Florian Stähle (TKC’71 Hirschanden) dominiert. Auch er konnte mit lediglich einem Verlustpunkt durch ein Unentschieden gegen Christian Thieke (Celtic Berlin) das Finale erreichen.
Im Finale gab es dann für Stähle kein Halten. Er drehte im letzten Spiel des Tages nochmal voll auf und besiegte Kandziora mit 6:0 Toren. Damit sicherte sich Stähle seinen zweiten Turniersieg nach dem Erfolg beim Römer-Cup 2016 in Frankfurt.

Gewann sein zweites Einzelturnier: Florian Stähle (links) vom TKC`71 Hirschlanden. (Foto: privat)

 

Das Finale der Ostdeutschen Damenmeisterschaft 2018 konnte Michaela Koegel (SG Rheinland / Düsseldorf) mit 7:4 gegen Marina Kissling (Pegasus Hannover) für sich entscheiden.

Michi Koegel hat gut lachen: Die neue Ostdeutsche Einzelmeisterin im Gespräch mit Beni Buza. (Foto: privat)

Im Finale des Lucky-Loser-Turniers des Spree Cup sicherte sich Christian Drescher (vereinslos) mit einem 4:3 Erfolg über Christian Mielke (Spandauer Filzteufel) den Titel.

Der momentan vereinslose Christian Drescher entschied das Lucky-Loser-Turnier für sich. (Foto: privat)

 

Die Rundschau-Redaktion gratuliert allen Gewinnern des Osterwochenendes herzlich!

 

Alle Ergebnisse wie immer auf artbot zum Nachlesen.