2. Bundesliga Nordost: Viele überraschende Ergebnisse am 1. Spieltag!

Auch die 2. Bundesliga Nordost startete am 19. März mit neun Mannschaften in die neue Saison. Dass es genau neun Mannschaften sein würden, entschied sich erst am Tag des Meldeschlusses, als die SG 80/22 Buxtehude/Moisburg passen musste. Ansonsten wären zwei Fünfer-Staffeln gelost worden und es hätte am 4. Spieltag ein „Final Four“ gegeben.

Auch in der 2. Bundesliga Nordost war und ist auch nach dem ersten Spieltag die Frage nach dem Favoriten schwer zu beantworten. Die SpVgg Balltick Kiel mit den erstligaerfahrenen Robert von Hering und Oliver Wegener zählte sicher genauso zum erweiterten Favoritenkreis wie die Mannschaften TKV Grönwohld, TKV Jerze I und die SG Wolfsburg/Adersheim I. Während sich jedoch die Kieler nach dem ersten Spieltag aus dem Aufstiegsrennen bereits verabschiedet haben, startete mit TFB Drispenstedt 77 II überraschend ein Aufsteiger mit 4:0 Punkten. Die vier Kicker aus dem nördlichsten Ortsteil Hildesheims bringen – nicht nur grob geschätzt – wohl 150 Jahre Tipp-Kick-Erfahrung an die Platte.

Die neun Spiele des ersten Spieltages im Einzelnen:

Spielort Jerze

Bild 1: TKV Jerze I mit Markus Schnetzke, Andreas Hofert, Marcel Kreuzweiß und Christian Reymann (von links nach rechts) (Quelle: www.tkvjerze.de)

TKV Jerze I – TKV Jerze II   21:11 (63:50)

Auch ohne den erkrankten Tobias Witte siegte im internen Duell die erste Mannschaft souverän gegen ihre Zweitvertretung. Bereits nach 6 Spielrunden und einem Stand von 17:7 stand der Sieger fest. Ersatzmann Markus Schnetzke und Christian Reymann erzielten je 6:2 Punkte, während auf Seiten der Zweiten Stefan Müller und Mike Witte mit jeweils 4:4 Punkten die Punktbesten waren.

Bild 2: Markus Schnetzke (links) im internen Duell gegen Stefan Müller. Christian Reymann als Schiedsrichter (Quelle: www.tkvjerze.de)

TKV Jerze II – Spandauer Filzteufel ’09 II   23:9 (65:49)

Überraschend klar siegte Jerze II gegen die ersatzgeschwächten Filzteufel, bei denen Detlef Schirmer fehlte. Beste Jerzer waren Michael Pfaffenrath mit 8:0 und Stefan Müller mit 7:1 Punkten, während auf Berliner Seite lediglich Hardy Schau mit 5:3 Punkten positiv überzeugen konnte.

Bild 3: Stefan Müller (TKV Jerze II), links, gegen André Lach (Spandauer Filzteufel ’09 II); Schiedsrichter Konrad Sundermann (Quelle: www.tkvjerze.de)

Spandauer Filzteufel ’09 II – TKV Jerze I   9:23 (49:78)

Auch das zweite Spiel der Spandauer endete wie das vorherige Spiel mit 9:23. Damit stecken die Berliner mit 0:4 Punkten schon nach dem ersten Spieltag im rauen Abstiegskampf. Marcel Kreuzweiß war mit 7:1 Punkten bester Jerzer, während André Lach auf Seiten der Hauptstädter mit 5:3 Punkten zu gefallen wusste. Erwähnenswert noch der erste Zweitligasieg von dem Spandauer Konrad Sundermann, der Routinier Andreas Hofert mit 6:5 niederringen konnte.

Bild 4: Hardy Schau (Spandauer Filzteufel ’09 II), links, gegen Markus Schnetzke (TKV Jerze I); Schiedsrichter Konrad Sundermann (Quelle: www.tkvjerze.de)

Spielort Wolfsburg

SG Wolfsburg/Adersheim I – SG Wolfsburg/Adersheim II   28:4 (71:40)

Nicht den Hauch einer Chance hatte im internen Duell die Zweitvertretung der SG Wolfsburg/Adersheim. Von den 16 Spielen konnte lediglich eins gewonnen werden (Bastian gegen Kröning). Myrko Baumgart und Stephan Pfaff überzeugten mit jeweils 8:0 Punkten, während die Zweite geschlossen einen rabenschwarzen Tag erwischte.

SG Wolfsburg/Adersheim II – TFC Alemannia Neumünster   12:20 (37:45)

Bereits am ersten Spieltag hatte der Aufsteiger aus Neumünster Probleme vier Spieler an die Platte zu bekommen. Es konnten jedoch Guido Johannsen und Sören Neumann überzeugt werden, die Reise in die Volkswagenstadt mit anzutreten. Die SG 80/22 Buxtehude/Moisburg hatte ja keine Mannschaft melden können, somit stand den Nachmeldungen nichts im Wege. Die leicht favorisierten Kicker der SG Wolfsburg/Adersheim konnten ihrer Rolle im Duell der Aufsteiger nicht gerecht werden und verloren auch ihr zweites Spiel. Mario Hinz überragte mit 8:0 Punkten, während Marcel Becker als einziger SGler mit 5:3 Punkten positiv punkten konnte.

Bild 5: SG Wolfsburg/Adersheim II – TFC Alemannia Neumünster, 2. Spielrunde (Quelle: Privatsammlung D. Bastian)

Bild 6: SG Wolfsburg/Adersheim II – TFC Alemannia Neumünster, 3. Spielrunde (Quelle: Privatsammlung D. Bastian)

TFC Alemannia Neumünster – SG Wolfsburg/Adersheim I   11:21 (32:51)

Ein überragender Stephan Pfaff machte an diesem Tag den Unterschied, als er erneut 8:0 Punkte erzielte und den Spieltag mit lupenreiner Weste abschloss. Da auch Martin Leinz (7:1 Punkte) und Myrko Baumgart (5:3 Punkte) positiv abschnitten, gab am Ende einen klaren, ungefährdeten Sieg trotz zwischenzeitlichem 5:7-Rückstand. Nach diesen 2 klaren Kantersiegen ist die SG Wolfsburg/Adersheim I der erste Tabellenführer der noch jungen Saison.

Bild 7: Stephan Pfaff (SG Wolfsburg/Adersheim I), vorne, gegen Mario Hinz (TFC Alemannia Neumünster), Schiedsrichter Guido Johannsen (Quelle: Privatsammlung D. Bastian)

Spielort Grönwohld

TFB Drispenstedt II – TKV Grönwohld   18:14 (51:50)

Die favorisierten Grönwohlder um ihre Spitzenspieler Kai Schäfer (5:3 Punkte) und Neuzugang Hacky Jüttner (7:1 Punkte) verloren ihr erstes Spiel überraschend gegen den Aufsteiger aus der Bistumsstadt Hildesheim. Vor der letzten Runde und beim Stand von 12:16 war zwar noch ein Unentschieden möglich, doch Jörg Kuhn machte mit dem Sieg gegen Carsten Naue den Sieg für die Drispenstedter klar. Hier war besonders Rainer Zech mit 5:3 bärenstark, doch alle 4 Drispenstedter punkteten äußerst ausgeglichen.

SpVgg. Balltick Kiel – TFB Drispenstedt II   11:21 (45:55)

Und auch im zweiten Spiel waren die Drispenstedter nicht zu schlagen. Ein bärenstarker Dirk Kandziora führte seine Mannschaft mit 7:1 Punkten zum zweiten Sieg im zweiten Spiel. Beim Absteiger aus der 1. Bundesliga konnte lediglich Robert von Hering mit 5:3 Punkten überzeugen.

TKV Grönwohld – SpVgg. Balltick Kiel   19:13 (61:57)

19:9 Spielpunkte nach sieben Runden bedeuteten für Kiel die zweite Niederlage im zweiten Spiel an diesem Tag. Die 4:0-Schlußrunde für die Kieler stellte nur noch Ergebniskosmetik dar. Hacky Jüttner (7:1 Punkte) und Kai Schäfer (6:2 Punkte) fuhren 13 der 19 Punkte ein. Somit hat sich nach 2 Spielen mit der SpVgg. Balltick Kiel bereits der erste Mitfavorit aus dem Titelrennen verabschiedet.

Bild 8: Hubert „Hacky“ Jüttner (TKV Grönwohld), links, gegen Johannes von Hering (SpVgg. Balltick Kiel); Schiedsrichter Swen Petersen (Quelle: Privatsammlung D. Kandziora)

Bild 9: Carsten Naue (TKV Grönwohld), links, gegen Simon Hansen (SpVgg. Balltick Kiel); Schiedsrichter Robert von Hering (Quelle: Privatsammlung D. Kandziora)

Ausblick:

Der zweite Spieltag lässt bereits die Mitfavoriten SG Wolfsburg/Adersheim I und TKV Grönwohld aufeinandertreffen. Auch im Abstiegskampf werden spannende Partien erwartet. So kämpfen in Berlin die beiden Tabellenletzten Spandauer Filzteufel II und die SG Wolfsburg/Adersheim II um den Anschluß ans Mittelfeld der Tabelle.

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2. Bundesliga Südwest: Aufsteiger Gevelsberg stürmt an die Tabellenspitze – drei Mannschaften noch punktlos

In der ersten Saison nach der Covid-19-Pandemie präsentiert sich die 2. Bundesliga Südwest mit einer Reihe neuer Mannschaften: Zwangsabsteiger PWR ’78 Wasseralfingen und die vier Aufsteiger SV Kelheimwinzer, Headbangers Balingen I – beide aus der Regionalliga Süd – sowie TKC 1986 Gevelsberg I und Ruhrpott Schwerte aus der Regionalliga West. Die beiden Mannschaften Spieltrieb Ylipulli Gießen und SG Karlsruhe/Mayence dagegen haben als Aufsteiger in die Bundesliga die 2. Bundesliga Südwest nach oben verlassen.

Eine Prognose über einen möglichen Saisonausgang abzugeben, ist wie immer kein leichtes Unterfangen. Betrachtet man nur die gemeldeten Kader, kann es nur einen Aufsteiger geben: PWR ’78 Wasseralfingen. Zweimal Weber, dreimal Weishaupt, wer soll diese Mannschaft, die das spielerische Vermögen hätte, um das Playoff in der Bundesliga zu spielen, stoppen? Doch der 1. Spieltag hat schon gezeigt, warum die 2. Bundesliga Südwest einen spannenden Saisonverlauf bringen könnte. Jonathan Weber fehlte, Felix Weißhaupt war erkrankt und schon musste man sich zu dritt auf die Auswärtsfahrt begeben. Wer könnte dem W-Team halbwegs das Wasser reichen? 1. TKC Kaiserslautern ’86 II als arrivierte und ambitionierte Mannschaft? Der Newcomer TKC 1986 Gevelsberg I – ebenso ambitioniert – dank seiner Neueinkäufe Oliver Reupke und Marcus Müller? Es wird spannend.

Erste Fingerzweige brachten die Resultate des ersten Spieltages:

Spielort Schwerte

Ruhrpott Schwerte – TKC 1986 Gevelsberg I   7:25 (37:68)

Im Duell der Aufsteiger stellte der Favorit aus Gevelsberg die Weichen schnell auf einen Heimsieg. Einzig Alex Wrobel wusste zu überzeugen und steuerte 6 der 7 Spielpunkte für sein Team bei. Gevelsberg bestach durch eine geschlossene Teamleistung, erwähnenswert die souveräne Leistung von Youngster Nils Mettegang (7:1, 21:7), der damit erstmalig den Titel „Player of the Match“ einheimste.

Bild 1: Die Mannschaften von TKC Gevelsberg I und Ruhrpott Schwerte (Quelle: Bild zur Verfügung gestellt von O. Reupke)

TKC 1986 Gevelsberg I – SG Rheinland/Düsseldorf   21:11 (56:49)

Zwar führte die Spielgemeinschaft mit ihrem Top-Spieler Felix Lennemann mit 6:2 nach den vier Auftaktspielen, doch dann drehte sich das Spiel. 12:8 und 17:11 waren die nächsten Zwischenstände. „Player of the Match“ war der ehemalige Bundesligaspieler Oliver Reupke mit souveränen 7:1 Punkten, auf Seiten der SG überzeugte Stefan Biehl mit einem positiven Punkteverhältnis.

SG Rheinland/Düsseldorf – Ruhrpott Schwerte   21:11 (71:44)

Der Spielverlauf zeigt die deutliche Dominanz der SG in diesem Punktspiel: 6:2, 9:3, 13:3, 17:3. Nachdem der Sieg eingetütet war, zeigten die  Schwerter Moral und holten noch acht der möglichen folgenden zwölf Punkte. Nach dem Abgang von Leon Böttger wird es schwer für die Schwerter werden, die Liga zu halten. Ein Alex Wrobel allein reicht nicht und dieser hätte mit seinen erzielten 6:2 Punkten fast den Titel „Player of the Match“ erhalten, wenn nicht Felix Lennemann bei gleicher Punktzahl das bessere Torverhältnis gehabt hätte.

Spielort Kelheim

TKC Preußen Waltrop II – Headbangers Balingen   17:15 (61:51)

Die Preußen erwischten den besseren Start und führten zur Pause klar mit 12:4. Ein Aufbäumen der Balinger um ihren Top-Spieler Daniel Nater reichte nicht für die Wende, so dass die Preußen im vorletzten Durchgang das Spiel schon entscheiden konnten. Waltrops Bester und somit „Player of the Match“ war Olaf Ruscheweyh mit einer makellosen Bilanz von 8:0 Punkten. Bei Balingen fiel leistungsmäßig kein Spieler besonders ab, was Hoffnung für den weiteren Saisonverlauf bringt, Daniel Nater und Marco Germeroth konnten mit 5:3 ein positives Punktverhältnis beisteuern.

Headbangers Balingen – SV Kelheimwinzer   15:17 (53:58)

Wieder verloren die Balinger das Spiel mit 15:17 und wieder fiel die Entscheidung im vorletzten Durchgang. Jürgen Prem und der ehemalige Peiner Ralf Item, der zwischen 1985 und 2018 immerhin 8 Turniersiege feiern konnte, waren die beiden besten Spieler von Kelheimwinzer, während bei Balingen nur Daniel Nater als „Player of the Match“ mithalten konnte.

SV Kelheimwinzer – TKC Preußen Waltrop II   18:14 (56:58)

Das Spiel entwickelte sich durch seine Ausgeglichenheit zu einer dramatischen Angelegenheit mit Happyend für die Kelheimer in der letzten Runde: 2:2, 6:6, 8:8, 12:12, 14:14 waren die Zwischenstände. Ralf Item gelang im letzten Durchgang ein knapper und wichtiger Sieg gegen den Waltroper Spitzenspieler Andreas Helbig, der trotzdem als erfolgreichster Spieler der Partie den Titel „Player of the Match“ erhielt.

Spielort Hirschlanden

  1. TKC Kaiserslautern ’86 II – TKC ’71 Hirschlanden II 18:14 (60:61)

Im gesamten Spielverlauf lagen die Pfälzer stets knapp in Führung – 6:2, 7:5, 9:7, 11:9, 14:10 – als die Reserve des amtierenden Deutschen Mannschaftsmeisters in der Vorschlussrunde doch noch das 14:14 erzielte. Die Reserve des amtierenden Deutschen Vizemannschaftsmeisters schlug eiskalt zurück, gewann die beiden Abschlussspiele und so das Match. Den Titel „Player of the Match“ erhielt Michael Kleofasz als Trostpreis, denn seine 8:0 Punkte waren eine lupenreine Leistung.

Bild 2: Die 2. Mannschaft des 1. TKC Kaiserslautern ’86 (Quelle: Michael Link, Facebook)

PWR ’78 Wasseralfingen – 1. TKC Kaiserslautern ’86 II   16:16 (36:49)

Wenn nicht jetzt, wann dann? Diese Frage ging beim Begrüßen des Ligafavoriten aus Aalen sicher dem einen oder anderen Spieler von Kaiserslautern durch den Kopf. Der vierte Spieler der Ostälbler, Felix Weishaupt, war am Morgen mit Fieber im Bett geblieben.

Es entwickelte sich anfangs ein einseitiges Spiel. Wasseralfingen führte klar mit 14:6 Spielpunkten und die Gegenpunkte waren einzig und alleine die Wertungspunkte für Kaiserslautern durch das Fehlen des angesprochenen Spielers. Doch dann kippte das Spiel. Es folgten 10:2 Punkte für Kaiserslautern und das Remis. Hatten die Aalener das Spiel zu früh abgehakt? Hatten die Lauterer nichts mehr zu verlieren und spielten deswegen freier auf?

Bild 3: Spielszene Sascha Fohlmeister (links) gegen Uli Weishaupt, Endresultat 2:0; Schiedsrichter: Kilian Weishaupt (Quelle: Michael Link, Facebook)

Jakob Weber als erfolgreichster Spieler erhielt – wie erwartet – den Titel „Player of the Match“, Spieler der Herzen wurde aus Lauterer Sicht Markus Kälin, der im letzten Durchgang dem hohen Favoriten Jacob Weber ein Unentschieden abtrotzte und somit das Unentschieden sicherte.

TKC ’71 Hirschlanden II – PWR ’78 Wasseralfingen   12:20 (45:55)

Auch hier startete der Favorit aus Aalen fulminant. Man führte deutlich 11:5 und später 16:8, als in der vorletzten Runde vier Punkte den Hirschlandenern gutgeschrieben wurden. Doch zwei klare Siege in der Schlussrunde brachten einen deutlichen 20:12 Erfolg – und das mit drei Spielern. Chapeau!

Kilian Weishaupt entfleuchte dem Schatten seines Bruders und des jüngeren der beiden Weber-Brüder, erzielte überzeugende 8:0 Spielpunkte und kassierte für diesen Coup den Titel „Player of the Match“.

Tabelle „Player of the Match“ (nach dem 1. Spieltag):

PLATZ NAME MANNSCHAFT ANZAHL
1. Biehl, Stefan SG Rheinland/Düsseldorf 1
1. Helbig, Andreas TKC Preußen Waltrop II 1
1. Kleofasz, Michael TKC ’71 Hirschlanden II 1
1. Lennemann, Felix SG Rheinland/Düsseldorf 1
1. Mettegang, Nils TKC 1986 Gevelsberg I 1
1. Nater, Daniel Headbangers Balingen 1
1. Reupke, Oliver TKC 1986 Gevelsberg I 1
1. Ruscheweyh, Olaf TKC Preußen Waltrop II 1
1. Weber, Jakob PWR ’78 Wasseralfingen 1
1. Weißhaupt, Kilian PWR ’78 Wasseralfingen 1

Die Spielprotokolle der 2. Bundesliga Südwest, der Spielplan, die Tabelle und die Einzelwertung gibt es unter

www.dtkv.info.

Einfach die verschiedenen Reiter anklicken, die entsprechende Liga wählen und dann mit Genuss stöbern!

Kurzfazit:

Der Saisonauftakt ist geglückt. Überraschenderweise grüßt Gevelsberg nach zwei klaren Siegen von Tabellenplatz Eins. Das neue Saisonziel wird Clubchef Siggi Gies sicherlich schnell formulieren. Kelheimwinzer gab ebenso keinen Punkt ab und hat mit 4:0 Punkten beste Karten im Abstiegskampf. Oder ist mehr drin?

Mit vier Spielern hat Wasseralfingen immer noch die besten Chancen auf den Aufstieg. Jedoch dürfen die Mannen um Jakob Weber am nächsten Spieltag zu Hause gegen die beiden verlustpunktfreien Teams aus Gevelsberg und Kelheimwinzer nicht patzen, denn mit 3 Verlustpunkten könnte das Aufstiegsrennen schon gelaufen sein.

Und Kaiserslautern als Vierter in der Tabelle und mit nur einem Verlustpunkt hat gewisse Außenseiterchancen, aber mehr auch nicht. Alle anderen Mannschaften werden gegen den Abstieg kämpfen, wobei insbesondere Schwerte noch deutlich zulegen muss.

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Saisonauftakt geglückt: Reibungsloser Ablauf aller 9 Meisterschaftsspiele am 1. Spieltag der 1. Bundesliga!

Der erste Spieltag der neuen Saison 2023 ist gespielt. An drei verschiedenen Standorten luden die Heimmannschaften ihre Gegner zum sportlichen Wettkampf um die Punkte ein; und es gab viele, viele spannende Duelle und einige Ergebnisse, die aufhorchen lassen.

Spielort Bochum:

Playoff-Teilnehmer Waltrop empfing an neuer Spielstätte in Bochum den Vizemeister Kaiserslautern und Aufsteiger Drispenstedt. Alle Mannschaften setzten auf ihre altbewährten Stammkräfte, lediglich Leon Böttger bekam das Vertrauen erstmalig für Kaiserslautern in der 1. Bundesliga auflaufen zu dürfen.

TKC Kaiserslautern ’86 I mit Sebastian Baadte, Leon Böttger, Philipp Baadte und Jochen Hahnel (von links nach rechts)

Das erwartete Topspiel zwischen Kaiserslautern und Waltrop brachte nach zwei Runden eine überraschend klare 7:1 Führung für die Lauterer, die dann Runde für Runde mit 2:2 Punkten das Spiel letztendlich klar mit 19:13 nach Hause schaukelten. Sebastian Baadte überraschte als bester Spieler der Lauterer mit 6:2 Punkten, Leon Böttger gab einen hervorragenden Einstand mit 4:4 Punkten. Bei Waltrop wusste nur Holger Wölk mit 6:2 Punkten zu überzeugen, enttäuschend Arnold Gotzhein, der  an einem sehr gebrauchten Tag mit 0:8 Punkten und 5:22 Toren stark abfiel.

TKC Preußen Waltrop I mit Holger Wolk, Arnold Gotzhein, Jens Foit und Oliver Hahne (von links nach rechts)

Im Spiel des Aufsteigers Drispenstedt gegen Kaiserslautern begann die erste Runde mit einem Paukenschlag und einer 4:0 Führung der Spieler um den DTKV-Präsidenten Aimé Lungela. Doch danach war Schluss mit lustig und Kaiserslautern zog in fünf Runden locker zum 17:7 und damit zum vorzeitigen Sieg davon. Diesmal war Philipp Baadte mit 8:0 Punkten und lediglich 4 Gegentoren „Man of the match“, während auf Drispenstedter Seite nur Daniel Bialk mit 4:4 Punkten und 10:9 Toren als einziger Drispenstedter kein negatives Punkt- oder Torverhältnis aufwies.

Überraschenderweise starteten die Drispenstedter in dem Spiel gegen Waltrop furios: über 3:1 – 6:2 – 10:2 – 11:5 -13:7 – und 15:9 sah man schon frühzeitig wie der sichere Sieger der Partie aus. Doch dann war auf einmal in der letzten Runde noch ein 16:16 für Waltrop möglich. Oliver Hahne gewann deutlich gegen Daniel Bialk und erst in den Schlussminuten drehte Berthold Nieder sein Spiel gegen Arnold Gotzhein und somit war die erste kleine Überraschung des ersten Spieltages perfekt: Drispenstedt gewinnt zwei immens wichtige Punkte und darf träumen. Holger Wölk, solide, unaufgeregt, souverän, wusste mit 6:2 Punkten zu gefallen, Arnold Gotzhein ergatterte immerhin seinen ersten und einzigen Punkt des Tages. Die Drispenstedter waren relativ ausgeglichen, angeführt von Berthold Nieder mit 6:2 Punkten.

TFB Drispenstedt 77 I mit Aimé Lungela, Berthold Nieder, Daniel Bialk und André Bialk (von links nach rechts)

Spielort Berlin-Spandau:

Der Deutsche Mannschaftsmeister TKC ’71 Hirschlanden I hatte zum Saisonauftakt seine weiteste Anreise und zwei Aufsteiger vor der Brust. Zwar trat man ohne Harald Füßinger an, trotzdem waren zwei klare Siege mit der Maximalausbeute von vier Punkten Pflicht.

TKC ’71 Hirschlanden I mit Rainer Schlotz, Max Daub, Florian Stähle, Harald Füßinger und Benjamin Buza (von links nach rechts, von oben nach unten)

Das erste Spiel des Tages zwischen Hirschlanden und den Filzteufeln von Spandau brachte in den ersten vier Runden mit einem 9:7 noch ein sehr enges Match, doch dann zogen die Schwaben das Tempo an und gewannen teilweise mit deutlichen Ergebnissen die Partie. Das klare 22:10 Endergebnis lässt nicht das enge Zwischenergebnis erahnen. Beim Sieger war Max Daub mit 8:0 Punkten bärenstark, auf Seite der Filzteufel konnte nur der ehemalige Celtic-Spieler Christian Kuch mit 5:3 Punkten überzeugen. Auf seinen Schultern liegt an den nächsten Spieltagen die Last punkten zu müssen, um das Wunschziel Play-Off-Platz zu erreichen.

Das Bundesligadebüt für den Aufsteiger Spieltrieb Ylipulli Gießen begann im Spiel gegen Hirschlanden verheißungsvoll. Christoph Jilo konnte Max Daub den ersten und einzigen doppelten Punktverlust zufügen, doch das 2:2 war nur der Anfang von einem bitteren Ende. Schnell übernahm der deutsche Mannschaftsmeister das Steuerrad in die Hand und segelte unaufhaltsam davon. Nach dem 17:7 Zwischenstand stand der Sieg fest und man ließ mit dem 22:10 das Spiel ruhig ausklingen. Das Gesamtfazit der Hirschlandener für den heutigen Tag lautete: „Ein gelungener Ausflug nach Berlin – mit zwei Pflichtsiegen, der Grundstein für die Play-Off Qualifikation in Hirschlanden ist gelegt!“ (Zitat Homepage Hirschlanden). Auf Seiten der Schwaben spielten alle Spieler konstant gut und nur Christoph Jilo konnte als bester Gießener Spieler mit ausgeglichenem Punkt- und Torverhältnis mithalten.

Spandauer Filzteufel ’09 I mit Jan Komareck, Christian Kuch, Michael Kalentzi und Knut Asmis (von links nach rechts)

Im abschließenden Spiel des Tages trafen die beiden Verliererteams Spandauer Filzteufel und Gießen aufeinander. Beide Mannschaften waren am grünen Tisch in die erste Liga nachgerückt. Doch das erwartet enge Spiel kam nicht zustande. 4:0 – 8:0 – 12:4 und 17:7, da war der Drops richtig schnell gelutscht und das 23:9 war ein klarer Kantersieg für die Heimmannschaft. Wieder glänzte Christian Kuch als bester Spieler seiner Mannschaft mit 7:1 Punkten, doch auch die Bundesliga-Neulinge Knut Asmis und Michael Kalentzi punkteten erstmals positiv. Christian Schäl mit 3:5 Punkten versuchte das Fähnlein hochzuhalten, doch dieser Tag war für die Gießener ein sportlich bescheidener Tag.

Spielort Rommersheim:

TKC Gallus Frankfurt mit dem frischgebackenen Norddeutschen Einzelmeister Michael Kaus und dem Neuzugang Max Gottschalk hatte scheinbar zwei leichte Aufgaben mit dem Aufsteiger SG Karlsruhe/Mayence und Flinke Finger Bruck.

SG Karlsruhe/Mayence mit Daniel Meuren, Georg Schwatz, Christian Meister und Henning Horn (von links nach rechts)

Im ersten Spiel des Tages dominierten von Beginn an die Frankfurter ihren Saisonauftakt gegen den Aufsteiger SG Karlsruhe/Mayence. Mit 18:6 überrannten sie förmlich den Gegner und gewannen souverän 22:10. Auf Frankfurter Seite freuten sich drei Spieler über 6:2 Punkte, während auf Seiten der Spielgemeinschaft Georg Schwartz mit 6:2 Punkten und Daniel Meuren mit 4:4 Punkten hohes Niveau aufweisen konnten. Im Gegensatz zu ihren beiden Mitspielern konnten Henning Horn und Christian Meister nicht so viele Punkte beisteuern, allerdings sind die Frankfurter auch keine Laufkundschaft in deutschen Tipp-Kick-Landen.

Die Frankfurter hatten sich anscheinend warm gespielt, denn der folgende 27:5 Kantersieg gegen die Flinken Finger aus Bruck war äußerst souverän. Allerdings fehlte mit Vincent Höhn ein Spitzenspieler der Brucker. Die Zwischenstände 0:16 und 3:25 sprechen eine klare Sprache. Auffällig nur die 4:4 Punkte von Max Gottschalk und einem negativen Torverhältnis, während auf Brucker Seite keiner hervorstach.

Das Spiel der SG Karlsruhe/Mayence gegen Bruck begann mit einer Weltpremiere: gleich drei Schweizer Tipp-Kicker trafen in der höchsten deutschen Liga aufeinander. Und dann das: die Partie war an Spannung kaum zu überbieten. Bruck führte 13:11, dann gelangen Daniel Meuren und Georg Schwartz zwei knappe Siege (wobei Daniel Meuren gegen Manuel Häfeli einen 2:4 Zwischenstand in der letzten Minute noch in einen 5:4 Sieg drehen konnte). Nun führte plötzlich die SG mit 15:13. Doch postwendend drehte Bruck wiederum das Spiel und so konnten Peter Funke und Wolfgang Renninger gemeinsam mit dem Team ein 17:15 Endergebnis bejubeln.

Fazit und Ausblick:

Die großen Favoriten auf die Play-Off-Plätze Frankfurt, Hirschlanden und Kaiserslautern sind bereits auf Play-Off-Kurs. Mit dem nächsten Spieltag wird der Gleichschritt dieser Mannschaften erstmalig unterbrochen, wenn Kaiserslautern und Frankfurt aufeinandertreffen und sich höchstwahrscheinlich ein spannendes Match liefern werden. Frankfurt ist sicherlich leichter Favorit nach den Erfolgen von Hampel und Kaus auf der NDEM, doch letztendlich entscheidet immer die Tagesform und der Kopf. Saisonziel aller drei Mannschaften wird es sein, sich keine Blöße zu geben und Spielpunkte zu verschenken, denn Platz 1 in der Abschlusstabelle garantiert ein Halbfinale gegen einen krassen Außenseiter.

Und wer dieser Außenseiter sein wird, wird der Vierkampf zwischen Waltrop, den Filzteufeln, den Flinken Fingern aus Bruck und Drispenstedt zeigen. Wenn die SG Karlsruhe/Mayence hier noch mitmischen will, müssen am kommenden Spieltag in Drispenstedt möglichst viele Punkte eingesammelt werden. Und Gießen? Ja, es wird schwer, aber nichts ist unmöglich. Selbst wenn am nächsten Spieltag gegen Kaiserslautern und Frankfurt vermutlich kein Blumentopf zu gewinnen ist, können sie an den letzten beiden Spieltagen immer noch genügend Punkte gegen den Abstieg holen.

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Revolution in der Regionalliga West: Bringen Dreier-Teams die Wende?

„Eine neue Liga ist wie ein neues Leben“. Jürgen Marcus hatte mit einem sehr ähnlich lautenden Text in den 70er Jahren einen großen Hit. Gelingt uns das im Tipp-Kick-Westen auch?

Tipp-Kick-Deutschland steht vor einer Premiere. Erstmals werden in der Regionalliga West ausschließlich Dreier-Teams gegeneinander antreten. Somit gibt es nur noch 9 Spielrunden und einen zeitlich deutlich verkürzten Ablauf. 10 Punkte sind nun für einen Sieg nötig. Damit es nicht nur zu einer kurzen Begrüßung mit sofortiger Verabschiedung kommt, findet postwendend das Rückspiel statt. Eine clevere Idee.

Ist dieser Testversuch im Westen eine Revolution für ganz Tipp-Kick-Deutschland? Besonders der Nachwuchs und der Unterbau der Tipp-Kick-Szene ist in den letzten Jahren immer mehr weggebrochen. Über die Gründe wurde viel diskutiert. Häufig fehlte den Mannschaften einfach ein vierter Spieler, und das war somit der Grund für eine Spielabsage. Wer will schon freiwillig 0:8 Punkte für den fehlenden Spieler in das Spielprotokoll eintragen? Auch für Vereinsneugründungen könnte eine geringere Mitgliederzahl hilfreich sein.

Die Ankündigung und neuen Planungen zahlten sich schon aus: Phönix Herne konnte dadurch zurück an die Platten geholt werden, Bochum stellt wieder eine zweite Mannschaft, Tornado Dortmund bleibt nach Beendigung der Spielgemeinschaft mit Menden dem Tipp-Kick-Sport genauso erhalten wie die Weiß-Weißen aus Steinbeck. Alle diese Mannschaften werden mindestens ein weiteres Jahr Tipp-Kick im Ligaspielbetrieb um Punkte kämpfen. Mit Borussia Schwerte und den Hardcoreburgers aus Mönchengladbach wird der Kultfaktor dieser Liga auch wieder deutlich angehoben. Und der TKC Gevelsberg stellt sogar 3 Mannschaften für die Regionalliga West. Na ja, die Gevelsberger hätten als Deutschlands größter Verein auch Vierer-Teams auf die Beine gestellt …

Insgesamt sind in der Regionalliga West jetzt 10 Mannschaften vertreten. Sagenhafte 18 Spieltage sind auch ein Rekord in fast 100 Jahren Tipp-Kick-Geschichte.

Alle Tipp-Kick-Augen Deutschlands werden gespannt diese Saison zur Regionalliga West schauen und die neuen Erfahrungen aufsaugen und bewerten. Ja, und vielleicht wird dieses neue „Leben“ ja eine Erfolgsgeschichte und dient sogar als Vorbild für die anderen Sektionen.

Lassen wir uns überraschen und lassen wir die Spiele beginnen!

Achim Schmidt (Sektionsleiter West)

 

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Eine nicht ganz ernste Vorschau auf den 1. Spieltag der 1. Bundesliga von Marcus Martialis

Während Südafrika von den Big Five schwärmt, kennt Tipp-Kick-Deutschland nur die Big Three. TKC ’71 Hirschlanden, TKC Gallus Frankfurt oder der 1. TKC Kaiserslautern ’86 werden am 18. November 2023 den Deutschen Mannschaftsmeister ausspielen. Ist das so sicher wie das Amen in der Kirche? Und wenn ja, warum?

Tipp-Kick spielen können sie alle, doch auf den Tag topfit zu sein, den Kopf frei zu haben, die Emotionalität abrufen zu können, das ist die Kunst. Taktikpläne werden getüftelt, Schwächen der Gegenspieler erörtert, ja, das alles wird bei den Big Three gepflegt und gehegt. Und am Spieltag? Die Leader der Mannschaften werden zwischen den Platten stehen und wie die Pfaue die Platten beäugen. Und man will den Erfolg schon akribisch im Vorfeld absichern. Wer ist auf dem Markt? Wer könnte die eigenen Reihen noch verstärken? Sind wir auch stark bei einem oder sogar zwei Ausfällen? Schließlich kommen die Erfolgs-Tipp-Kicker in die Jahre (Durchschnittsalter > 40 Jahre), da kann ja mal der Rücken zwacken oder die Familie mit den Augen rollen.

Hirschlanden, das schwäbische Dorf westlich von Stuttgart, hat dieses L-Denken1 nicht nötig. Jahrzehntelange, nachhaltige Konstanz prägt den Verein. Talente werden eingebunden, gefördert, aufgebaut und bringen einfach nur Freude. Siehe Florian Stähle, das jüngste Eigengewächs. Ja, die Schwaben. Sie können alles, außer hochdeutsch. Und besonders gut können sie Teddybären herstellen und halt tipp-kicken. Ob sie das Double im November wiederholen können, wird man sehen. Die Saison ist lang.

Ist mit dem lateinischen Wort >gallus< im Vereinsnamen Gallus Frankfurt tatsächlich das männliche Haushuhn gemeint? Also, „TKC männliche Haushühner von Frankfurt“, das kann doch nicht wahr sein! Wikipedia, die für alle Gymnasiallehrer greuliche Wissensdatenbank informiert: „Das einstige Industriegebiet Frankfurt-Gallus, heute ein gehobenes Geschäfts- und Wohnviertel, …“. Okay, ein Vorortverein. Alles klar. Also die Gallianer (sagt man das so?), die setzen jetzt auf einen „Ossi“, sorry, den Brandenburger Gottschalk. Ob er mit dem berühmten Thomas verwandt ist, weiß ich nicht, aber genau diesen DMM-Titel, den braucht er noch. Ist ja schon mehrfach mit seinem Berliner Stammverein sooo nahe dran gewesen. Ich wünsche ihm viel Glück. Wirklich.

Und nun diese Lauterer. Was soll man sagen. Insolvenz anmelden und dann in die höchste Liga marschieren wollen. Sorry, ich wollte ja über Tipp-Kick schreiben. Selbst dieser bodenständige Verein fängt an, systematisch externe Spieler einzugliedern. Was bleibt einem auch übrig, wenn der Nachwuchs lieber am Handy sitzt. Artur Merke. Der Ranglisten-Statistiker, der ist natürlich clever. Baut sich so viele Statistiken, bis er irgendwann auch mal vorne liegt. Kenne ich. Von mir. Aber einen Leon Böttger in die Meister-Mannschaft zu holen? Den kenne ich gar nicht. Wer ist denn das? Viel Glück beim Bundesliga-Debüt, Leon!

Und dann gibt es ja noch die vielen anderen Vereine der 1. Liga: Flinke Finger Bruck,  Karlsruhe/Mayence, Spieltrieb Ylipulli Gießen, Spandauer Filzteufel ’09, TFB ’77 Drispenstedt,  TKC Preußen Waltrop. Bis auf den letztgenannten Verein alles Abstiegskandidaten. Wenigstens haben auch diese Vereine so ihre eigene Spannung einer ersten Liga. Zum Glück wurde auf dem letzten Bundestag nicht dieser Quatsch eines weiteren Relegationsspieles beschlossen. So steigen die Chancen in der Liga zu bleiben.

Alle haben sie übrigens ihren L-Spieler gefunden. Und ihren Quoten-Schweizer. Die Schweizer Eidgenossen-Fraktion in Bruck. Auch die 1920 nach Berlin eingemeindete osthavelländische Großstadt Spandau, nein, deren gleichnamige Tipp-Kick-Mannschaft holt sich auch einen Quoten-Schweizer. Wie teufelig! Karlsruhe/Mayence (Mayence klingt wenigstens edler als Moguntiacum, klasse Idee, Daniel) hat neben dem nächsten Quoten-Schweizer übrigens keinen einzigen in Karlsruhe wohnenden oder geborenen Spieler. Aber ich kann mich hier auch irren. Irren ist menschlich. Hoffentlich irren sich die Schiris nicht so häufig. Denn meine Bälle sind immer alle drin. Was kann ich dafür, dass die Augen nachlassen. Weiter im Text. Foit in Waltrop. Diese Bialks in Drispenstedt, dessen Senior schon vorab mit dem Titel „Sonnengott“ geadelt wurde (Facebook vergisst nichts). Dem Höfer-Klausi als Gießener L-Spieler haben sie für jeden achten geholten Spielpunkt einen Weizenderivat in flüssiger Form versprochen. Der war sofort dabei. Ungelogen. Und wo bleiben die Quoten-Frauen?

„Wir wollten schon immer mal Bundesliga spielen …“, ja, das ist das Motto dieser Mannschaften oder auch nicht.

Ich bin ganz ehrlich. Diese Big Three tragen viel dazu bei, dass der Tipp-Kick-Sport sich im Niedergang befindet. Es macht doch keinen Spaß mehr auf Turniere zu fahren, die Klatschen zu kassieren und am Ende grinst dieser Kaus auf jedem Siegerbild. Ich plädiere dazu, dass man die DEM zersplittert in mehrere Einzelveranstaltungen: U-60, Ü-60, eine separaten Deutschen Einzeltitel für Regionalliga-Spieler und einen für Comebacker, die mehr als 5 Jahre nachweislich ausgesetzt haben. Dann würden sie alle kommen und unsere Hallen wären wieder voll. Von mir aus kann auch jeder im Karnevalskostüm (für die Hirschlandener: „Narrenkleid“) spielen. Dann hätte ich wenigstens was fürs Auge und die örtliche Presse würde in Scharen erscheinen. Und ich plane nächstes Jahr in der Regionalliga anzutreten. Aber dieser Kaus, der würde dann sofort wahrscheinlich für die Regionalliga Süd melden. Ich kenne ihn doch. Der gönnt einem nix.

Und nun im Ernst, ich schaue also voraus:

Die Tabelle lautet nach dem 1. Spieltag:

Platz 1-3: mit 4:0 Punkten TKC Gallus Frankfurt, TKC ’71 Hirschlanden, 1. TKC Kaiserslautern ’86 I (wer sonst bitte???)

Platz 4-6: mit 2:2 Punkten Flinke Finger Bruck, TKC Preußen Waltrop I, Spandauer Filzteufel ’09 I (wer sonst bitte???)

Platz 7-9: mit 0:4 Punkten SG Karlsruhe/Mayence, Spieltrieb Ylipulli Gießen, TFB ’77 Drispenstedt I (wer sonst bitte???)

Euer Marcus Martialis 😛

 

1 „L-Denken“: Man denkt, man verstärkt sich mit externen Saisonspielern, denen im Gegenzug Ruhm und Ehre in Aussicht gestellt werden (Titel Deutscher Mannschaftsmeister!) oder gegen Spritersatz und kleinen Antrittsgagen für Ruhm und Ehre des anheuernden Vereines antreten. Das einfache Tipp-Kick-Volk nennt diese Spieler rotzfrech „Legionäre“.

 

 

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Fotos der Playoffs 2022

Hallo,

 

anbei könnt ihr mit Anklicken der Links viele Bilder von den Playoffs 2022 downloaden und ansehen.

Die Fotos sind hervorangender- und dankeswerterweise von Stefan Klinge aus Schwerte gemacht und freigeben worden.

 

Bilder Playoffs 2022 Teil 1 und Bilder Playoffs 2022 Teil 2

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Spielprotokolle der Playoff-Spiele zur Deutschen Mannschaftsmeisterschaft vom 12. November 2022 in Wuppertal

Die Protokolle sämtlicher Begegnungen der Playoff-Spiele zur Deutschen Mannschaftsmeisterschaft 2022 können hier im Original und als Abschrift eingesehen werden.

Die originalen Spielprotokolle als Download:

https://dtkv.info/wp-content/uploads/2022/11/DMM-Playoffs-2022-Halbfinalspiele.pdf

https://dtkv.info/wp-content/uploads/2022/11/DMM-Playoffs-2022-Finale.pdf

Die Spielprotokolle als Abschriften:

Die Abschriften als Download:

https://dtkv.info/wp-content/uploads/2022/11/2022-Playoff-DMM-alle-Spiele.pdf

 

 

 

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Spielprotokolle der Pokalendrunde am 12. und 13. November 2022 in Wuppertal

Die Spielprotokolle sämtlicher Begegnungen der Pokalendrunde 2022 können hier eingesehen bzw. gedownloaded werden unter den folgenden Links:

https://dtkv.info/wp-content/uploads/2022/11/Pokalvorrunde-2022-Gruppe-A.pdf

https://dtkv.info/wp-content/uploads/2022/11/Pokalvorrunde-2022-Gruppe-B.pdf

https://dtkv.info/wp-content/uploads/2022/11/Pokalvorrunde-2022-Gruppe-C.pdf

https://dtkv.info/wp-content/uploads/2022/11/Pokalvorrunde-2022-Gruppe-D.pdf

https://dtkv.info/wp-content/uploads/2022/11/Pokalviertelfinale-2022.pdf

https://dtkv.info/wp-content/uploads/2022/11/Pokalhalbfinale-2022.pdf

https://dtkv.info/wp-content/uploads/2022/11/Pokalfinale-2022-TKC-Hirschlanden-1.-TKC-Kaiserslautern.pdf

 

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TKC ’71 Hirschlanden wird neuer Deutscher Mannschaftsmeister und DTKV-Pokalsieger 2022!

Liebe Mitglieder des DTKVs,

wir gratulieren dem Traditionsverein TKC ’71 Hirschlanden zum Double!

 

Download:

https://dtkv.info/wp-content/uploads/2022/11/Gratulation-DMM-Pokalendrunde.pdf

 

 

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Pokalauslosung Sektion Nord – Saison 2021/22

Am 1. Mai 2022 fand im Rahmen des Zweitligaspiels zwischen TFB Drispenstedt und SG Wolfsburg/Adersheim die Auslosung statt, welche der fünf gemeldeten Mannschaften das Qualifikationsspiel gegeneinander austragen, um den vierten Startplatz der Sektion Nord zu ermitteln. Die Auslosung ergab die Partie zwischen TKC Schaumburger Fiilzkicker gegen die SG Wolfsburg/Adersheim, die bis zum 11. September 2022 ausgetragen sein muss. Die anderen drei Teams TKV Jerze, SG Hannover/Düdinghausen und TFB Drispenstedt sind nach Freilosen automatisch für die Pokalendrunde qualifiziert.
Die Endrunde soll am Wochenende 12./13. November 2022 stattfinden. Der bisherige Veranstalter Gevelsberg aus der Sektion West hat nun leider abgesagt, nachdem die Stadt Gevelsberg für den gesamten November keine Halle zur Verfügung stellt. Die Sektion West sucht nun bis Pfingsten einen Ersatzveranstalter.
 
Sofern ein Verein aus dem Norden sich als Ersatzveranstalter bewerben möchte, dann bitte per E-Mail an mich unter aimelun@aol.com.
Aimé Lungela
Sektionsleiter Nord

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