2. Bundesliga Südwest: Rückblick auf den 3. Spieltag (18. Juni 2023)

Ein Bericht von Oliver Reupke (TKC 1986 Gevelsberg I) und Michael Link (1. TKC Kaiserslautern ’86 II)

Kurz vor dem Spieltag teilte die Mannschaft von Ruhrpott Schwerte ihren Rückzug aus dem Ligenbetrieb mit. Eine traurige Nachricht, Ruhrpott Schwerte ist nun der erste Absteiger in dieser Liga. Der DTKV und viele Spieler der 2. Bundesliga Südwest wünschen dem sympathischen Verein alles Gute für die Zukunft und ein Fortbestehen in der Regionalliga West.

Doch nun zum 3. Spieltag, der sich überaus spannend gestaltete, denn mit PWR ’78 Wasseralfingen, SG Rheinland/Düsseldorf und dem Gastgeber TKC Preußen Waltrop II trafen  gleich drei Mannschaften aus der Spitzengruppe aufeinander. In Kaiserslautern duellierte sich der bisher stark auftrumpfende Aufsteiger SV Kelheimwinzer mit dem 1. TKC Kaiserslautern ’86 II. Auch in diesem Spiel ging es darum, mit einem Sieg die theoretischen Chancen auf den Aufstieg zu wahren. In Gevelsberg wollte der leicht favorisierte Aufsteiger TKC 1986 Gevelsberg I seinen Siegeszug fortsetzen und hatte die bisher sieglosen Headbangers aus Balingen sowie TKC ’71 Hirschlanden II vor der Brust.

Die Spiele in Düsseldorf

TKC Preußen Waltrop II – SG Rheinland/Düsseldorf 18:14 (47:47)

Der Gastgeber startete mit zwei knappen Siegen in die Partie. Olaf Ruscheweyh gewann gegen die einzige Dame der 2. Bundesliga Südwest, Michaela Koegel, mit 3:2 und an der anderen Platte setzte sich Andreas Helbig mit 5:4 gegen Dirk Hansen durch. Die nächsten beiden Runden endeten ausgeglichen jeweils mit 2:2 Punkten. Nachdem die Waltroper in der 4. Runde die Nase wieder vorn hatten, lautete der Halbzeitstand 11:5 für die Hausherren. Das klingt deutlich, war aber viel knapper als es aussieht. So war es auch kein Wunder, dass die Rheinländer nach der Halbzeitpause stark auftrumpfen konnten. Einer 4:0-Runde, folgte eine 3:1-Runde, und somit glich Rheinland zum 12:12 aus. Beachtenswert dabei die Siege von Michaela Koegel gegen Andreas Helbig und Bernd Straberg. Als nach 2 unentschiedenen Spielen es mit 14:14 in die Schlussrunde ging, war alles möglich! Doch die Waltroper blieben cool: Bernd Straberg gewann gegen Felix Lennemann und Andreas Helbig konnte sich gegen das Abwehrbollwerk Stefan Biehl durchsetzen.

Beste Spieler: Auf Waltroper Seite Olaf Ruscheweyh mit 6:2 Punkten und Michaela Koegel bei der Sportgemeinschaft Rheinland und Düsseldorf mit 5:3 Punkten.

Foto 1: Spielszene Waltrop II – SG Rheinland/Düsseldorf. Im Vordergrund die stark aufspielende Michaela Koegel gegen Olaf Ruscheweyh, bester Spieler seiner Mannschaft.

SG Rheinland/Düsseldorf – PWR ’78 Wasseralfingen 5:27 (38:69)

Der haushohe Favorit aus Wasseralfingen startete gleich durch und führte schnell mit 8:0 Punkten nach 4 Spielen. In den beiden folgenden Runden gelang nur Felix Lennemann ein Punktgewinn gegen Kilian Weishaupt, so dass es zur Halbzeit 1:15 stand. Zwar gewann in der folgenden Runde Dirk Hansen gegen Felix Weishaupt, aber Georg Lortz unterlag Uli Weishaupt, so dass das Spiel bereits vorentscheidend mit 3:17 entschieden war. Die Wasseralfinger konnten die Spannung hochhalten und nur Georg Lortz konnte noch einmal doppelt punkten, mehr war einfach nicht drin an diesem Tag.

Beste Spieler bei der SG Rheinland/Düsseldorf waren Dirk Hansen und Georg Lortz mit je 2:6 Punkten, bei Wasseralfingen überzeugten Jakob Weber, Uli und sein Bruder Kilian Weishaupt mit je 8:0 Punkten.

PWR ’78 Wasseralfingen – TKC Preußen Waltrop II  21:11 (69:58)

Im dritten Spiel des Tages kam es nun zum Showdown zwischen Wasseralfingen und Waltrop, denn beide Mannschaften wiesen zu diesem Zeitpunkt 8:2 Punkte auf.

In der ersten Runde gab es zwei knappe Duelle: Martin Weichmann schlug Felix Weishaupt 4:3 Toren, während Kilian Weishaupt gegen Olaf Ruscheweyh mit 2:1 gewann. In der zweiten Runde gingen die Wasseralfinger in Führung, obwohl Bernd Straberg gegen Jakob Weber stark spielte und ein 3:3 erreichte konnte, doch Andreas Helbig verlor gegen Uli Weishaupt mit 3:7 deutlich. In den Folgerunden baute Wasseralfingen den Vorsprung auf 10:6 aus. Waltrop war nun unter Druck gewinnen zu müssen. Doch Uli Weishaupt und Jakob Weber spielten bärenstark und erzielten die 14:6 Führung. War der Drops gelutscht? Nein! Kilian Weishaupt verlor nun klar gegen Andreas Helbig mit 3:9 und an der anderen Platte gab es ein Torfestival ersten Ranges. Felix Weishaupt, der von Punktspiel zu Punktspiel immer mehr reift, gewann gegen Bernd Straberg mit 8:7. Damit war mit dem 16:8 das Unentschieden für Wasseralfingen gesichert und man hatte noch einige Matchbälle in der Hinterhand. Doch schon die nächste Runde brachte die Vorentscheidung trotz der 3:1 Punkte für die Waltroper. In der Schlussrunde gab es kaum Gegenwehr und letztendlich gewann Wasseralfingen das Spitzenspiel deutlich mit 21:11.

Beste Spieler waren Uli Weishaupt mit 7:1 Punkten bei Wasseralfingen, sowie Andreas Helbig auf der Gegenseite mit ausgeglichenen 4:4 Punkten.

Foto 2: Vorne: Georg Lortz, Michaela Koegel, links dahinter Felix Lennemann. Dann von links nach rechts: Martin Weichmann, Olaf Ruscheweyh, Jakob Weber, Dirk Hansen, Andreas Helbig, vor ihm Bernd Straberg, daneben Felix und Uli Weishaupt. Nur ansatzweise erkennbar, links von Andreas Helbig, sein Vereinskamerad Stefan Biehl. Kilian Weishaupt war wohl der Fotograf.

Das Spiel in Kaiserslautern

Da Ruhrpott Schwerte aus dem Spielbetrieb ausgestiegen war, fand in der Tipp-Kick-Hölle Kaiserslautern nur ein Spiel statt. Wenn in einer Liga mit neun Mannschaften Platz 5 gegen Platz 6 antritt und beide 5:3 Punkte aufweisen, kann man durchaus vom Spiel um die berühmte goldene Ananas sprechen. In der aktuellen 2. Bundesliga Südwest jedoch haben die Plätze 1 bis 4 allesamt 6:2 Punkte und somit nur einen Punkt Vorsprung, also kann man auch noch von einem Verfolgerduell sprechen. Aber eines war klar: Nur der Sieger dieser Partie sollte weiterträumen dürfen. Dementsprechend gaben beide Mannschaften alles.

SV Kelheimwinzer – 1. TKC Kaiserslautern ’86 II  12:20 (45:61)

Gespielt wurde in der besagten Tipp-Kick-Hölle. Doch die Gäste schienen davon noch nichts gehört zu haben, ließen sich nicht beeindrucken und erwischten den besseren Start, ohne jedoch gefährlich davonzuziehen. Sie führten 5:3 und 7:5, bevor die zweite Vertretung der Lautrer noch auf 8:8 ausgleichen konnten.

Nach der Halbzeit das gleiche Bild. Zuerst eine Punkteteilung zum 10:10, wobei Markus Meyer in einer von Taktik geprägten Partie gegen den Kelheimer Jürgen Prem erst kurz vor Schluss das erlösende 2:0 erzielen kann. Doch dann folgt ein Doppelschlag der Pfälzer, als Sascha Fohlmeister und Michael Link gegen Jochen Gabler bzw. Oliver Brunner jeweils doppelt punkten können. In der Folgerunde ein spektakuläres 10:6 von Fabian Werle und der 16. Punkt war eingetütet. Das Unentschieden war gesichert. Doch das wäre auf Grund der Ausgangssituation zu wenig gewesen. Sascha Fohlmeister und Michael waren sich dessen bewußt, spielten konzentriert und gewannen ihre Spiele relativ ungefährdet. Damit war klar: Für den SV Kelheimwinzer war der heimliche Aufstiegstraum ausgeträumt und trotzdem kann man der Mannschaft eine gute Saisonleistung bescheinigen.

Team-Kapitän Michael Link war mit 7:1 Punkten Man of the Match, bei den Niederbayern überzeugte Alexander Huhnholz mit 6:2 Punkten.

Foto 3: Die zweite Mannschaft des 1. TKC Kaiserslautern ’86 mit Sascha Fohlmeister, Michael Link, Fabian Werle und Markus Meyer (von links nach rechts)

Foto 4: Der SV Kehlheimwinzer mit Oliver Brunner, Jürgen Prem, Jochen Gabler und Alex Huhnholz (von links nach rechts)

Spieltag in Gevelsberg

Headbangers Balingen I – (H) TKC 1986 Gevelsberg I  10:22 (44:61)

Den Auftakt in Gevelsberg machten die beiden Aufsteiger Headbangers Balingen und TKC 1986 Gevelsberg I. Die Gevelsberger starteten sogleich mit zwei Siegen in der ersten Runde:  Thomas Will fehlte zu früher Stunde der Kaffee, er verlor klar gegen Olaf Holzapfel mit 2:8. Ivan Pulice fuhr einen ungefährdeten 4:1 Sieg ein. In der zweiten Runde konnte der Schweizer Daniel Nater den ersten Sieg für die Balinger gegen Nils Mettegang einfahren. Ersatzspieler Dawood Malik dagegen verlor gegen den Routinier Oliver Reupke mit 6:2. Auch in den nächsten beiden Runden konnte Balingen nicht doppelt punkten. Drei Unentschieden und ein Sieg durch Olaf Holzapfel sorgten für die sichere 5:11 Führung. Dabei war allerdings auch etwas Spielglück. Die nächsten beiden Runden waren wieder ausgeglichen und es stand nun 9:15. Dann gelang den Headbangers nur noch ein beachtenswerter Punkt von Dawood Malik gegen die Gevelsberger Neuverpflichtung Olaf Holzapfel.

Auf Balinger Seite überzeugte Dawood Malik mit 4:4 Punkten, bei der ersten Mannschaft der Gevelsberger erzielten Olaf Holzapfel und Oliver Reupke je 7:1 Punkte.

Foto 5: TKC 1986 Gevelsberg I mit Oliver Reupke, Nils Mettegang, Ivan Pulice und Olaf Holzapfel (von links nach rechts)

TKC ’71 Hirschlanden II – Headbangers Balingen I  21:11 (74:59)

Die beiden Südvereine starteten ausgeglichen. Daniel Nater gewann knapp gegen Stefan Poetsch mit 2:1, Marco Germeroth dagegen verlor 5:7 gegen Michael Kleofasz. Doch dann schaltete Hirschlanden einen Gang höher und holte souveräne 8:0 Punkte zum 10:2 Zwischenstand. Zwar versuchten sich die Balinger mit zwei Unentschieden zurück in die Partie zu kämpfen, aber der Halbzeitstand von 12:4 war deutlich. Diesen Punktestand nahm sich dann Marco Germeroth zum Vorbild und schickte Michael Bräuning mit einem 12:4 von der Platte. Und der zuverlässig in dieser Liga punktende Daniel Nater gewann knapp mit 1:0, so dass es auf einmal nur noch 12:8 für die Hirschlandener stand. Doch jetzt ließen sie nichts mehr anbrennen und gewannen letztendlich verdient mit 21:11 die Partie. Bitter für Balingen, denn es bedeutete nur wenige Monate nach dem Aufstieg der direkte Abstieg in die Regionalliga Süd.

Bester Spieler bei Hirschlanden war Michael Kleofasz mit 6:2 Punkten und bei den Headbangers konnten Daniel Nater und Thomas Will mit je 4:4 Punkten die Balinger Fahne hochhalten.

Foto 6: Headbangers Balingen I mit Thomas Will, Dawood Malik, Daniel Nater und Marco Germeroth (von links nach rechts)

TKC 1986 Gevelsberg I – TKC ’71 Hirschlanden II  15:17 (74:59)

Die Zusammenfassung vorneweg: Das Spiel war völlig ausgeglichen. Fünf Unentschieden und sieben Partien mit einem Tor Unterschied bezeugen das enge Spiel. So war es auch kein Wunder, dass dem 2:2 in der ersten Runde ein 4:4, ein 6:6 und ein 8:8 Halbzeitstand folgten. Doch dann gelangen den Hirschlandenern fast vorentscheidende 6:2 Punkte in 2 Runden. Zwar gelang es den Bundesliga-erfahrenen Spielern Olaf Holzapfel mit einem 4:3 gegen Stefan Poetsch und Marcus Müller mit einem 2:2 gegen Michael Bräuning die Verkürzung des Spielstandes auf 13:15, doch in der letzten Runde behielten die Schwaben die Nerven. Reupke gewann seine Partie klar und nervenstark, doch Ivan Pulice hielt nur bis zur Halbzeitpause mit, Gevelsberg führte zu diesem Zeitpunkt 17:15! Doch dann zeigte sich die fehlende Spielerfahrung. Ivan Pulice wurde immer nervöser und in der vorletzten Minute ging Michael Kleofasz erstmalig in Führung. Diese verteidigte er bis zum Schlußpfiff. Aus! Aus der Traum vom Aufstieg für Gevelsberg!

Foto 7: Da lachten sie glücklich, ob des knappen Sieges. TKC ’71 Hirschlanden II mit Stefan Poetsch, Christoph Haag, Michael Bräuning (hinten) und Michael Kleofasz (von links nach rechts)

Fazit:

Fazit 1: PWR ’78 Wasseralfingen kann den Sekt kaltstellen. Was soll gegen die Headbangers aus Balingen noch passieren?

Fazit 2: Kaiserslautern hat die Klasse gehalten. Gratulation! Die Aufstiegschancen sind trotz des 2. Tabellenplatzes nur noch theoretischer Natur.

Fazit 3: Neben Ruhrpott Schwerte sind auch die Balinger abgestiegen. Und was passiert, wenn aus der 1. Bundesliga zwei Südvereine absteigen? Ja, dann wird es ganz ganz heiß im Südwesten! Waltrop und Gevelsberg mit 6:4 Punkten stehen besser da als Kelheimwinzer mit 5:5 Punkten. Es folgen Hirschlanden und die SG Rheinland/Düsseldorf mit 4:6 Punkten. Enge Kiste!

Noch zwei Fotos zum Abschluss des Spieltages:

Foto 8: Alles wie früher: Ergiebiger Plausch nach dem Spiel …

Foto 9: Ja, die Tipp-Kick-Welt ist so klein. Noch-Erstligist Rommersheim trifft Bald-Erstligist Wasseralfingen am Nabel der rheinischen Welt

 

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2. Bundesliga Nordost: Rückblick auf den 3. Spieltag (18. Juni 2023)

Auch am 3. Spieltag ließen die drei Spitzenteams nichts anbrennen. Am knappsten ging es dabei im Spiel Jerze I gegen Grönwohld zu, als Marcel Kreuzweiß gegen Michal Zaczek mit dem letzten Schuss zum 2:2 ausglich und damit den 17:15-Sieg sicherte.

In Spandau

Am Morgen um 5:00 Uhr kam die Nachricht aus Kiel, dass man krankheitsbedingt nicht antreten kann. Somit kam es nur zu einem Spiel in Spandau, die beiden anderen Spiele müssen gegen Kiel gewertet werden.

Spandauer Filzteufel ’09 II – SG Wolfsburg/Adersheim I 6:26 (50:76)

Keine Chance hatte die Berliner Reserve gegen das ambitionierte Team aus Niedersachsen. Bereits nach 6 Runden und einem Stand von 18:6 war das Spiel entschieden. Während auf Seiten der SG Wolfsburg/Adersheim alle 4 Spieler positiv punkteten, konnte auf Spandauer lediglich Hardy Schau mit 4:4 Punkten mithalten.

Foto: „Ohne Kiel, ohne Kiel, das ist nicht viel!“ Mit Bedauern wurde die krankheitsbedingte Absage der Kieler aufgenommen. Am Fenster (Mitte): Edelfan Uwe Scheffler feuert seit Jahren die Mannschaften des Vereins an (Quelle: Myrko Baumgart)

Noch eine Erklärung zur Einzelwertung:

In der Spielordnung aus dem Februar 2023 heißt es in § 2 Punkt 6:

Bei gewerteten Spielen (Nichtantritt der Mannschaft oder gegnerische Mannschaft tritt mit einem Spieler (bei einer Dreier-Mannschaft) oder zwei Spielern (bei einer Vierer-Mannschaft) weniger an) erhält der Spieler die Punkte und Tore gutgeschrieben, wird jedoch in der Einzelwertung hinter den Spielern mit der gleichen Spielpunktanzahl eingestuft.

Diese Anweisung wurde entsprechend umgesetzt.

In Drispenstedt

TKV Jerze II – TFB ’77 Drispenstedt II 15:17 (50:47)

Bis zum 12:12 nach 6 Runden war es ein absolut ausgeglichenes Zweitliga-Spiel. Dann übernahmen die favorisierten Drispenstedter mit 15:13 die Führung, so dass sie in der Schlussrunde nur noch einen Sieg benötigten. Diesen holte Jörg Kuhn gegen Michael Pfaffenrath letztlich denkbar knapp mit 4:3. Dirk Kandziora überzeugte abermals mit 7:1 Punkten und war damit Garant für den knappen Sieg.

TFB ’77 Drispenstedt II – TFC Alemannia Neumünster 26:6 (61:34)

Ein Blitzstart und eine 11:1-Führung nach 3 Runden sorgten bereits für eine Vorentscheidung. Nach 6 Runden war die Partie bei einem Stand von 19:5 bereits entschieden. Alle vier Drispenstedter punkteten mit 7:1 bzw. 6:2 positiv, während auf Seiten Neumünsters lediglich Mario Hinz (3:5) mithalten konnte.

TFC Alemannia Neumünster – TKV Jerze II 16:16 (54:60)

Foto: Ein Spieler im Hemd (Uwe Paul), ein Spieler im Trikot (Michael Pfaffenrath) , ein Spieler im „falschen“ Trikot (Guido Johannsen) (Foto: Dirk Kandziora)

In einem absolut ausgeglichenen Spiel trennte man sich schlussendlich 16:16 unentschieden. Die 10:6 Pausenführung für Neumünster egalisierten Stefan Müller und Markus Schnetzke zum 10:10, ab dann gab es nur noch drei 2:2-Punkte-Runden. Bester Neumünsteraner war wieder einmal Mario Hinz, während auf Jerzer Seite Markus Schnetzke überzeugen konnte.

In Wolfsburg

SG Wolfsburg/Adersheim II – TKV Grönwohld 10:22 (46:68)

Foto: Die zweite Mannschaft der SG Wolfsburg/Adersheim mit Marcel Becker, Thomas Radmer, Lukas Haase und Detlef Bastian (von links nach rechts) (Quelle: Detlef Bastian)

Ein starker Thomas Radmer reichte nicht aus, um dem Favoriten Paroli zu bieten. Bereits nach 6 Runden und einem Zwischenstand von 16:8 war eine Vorentscheidung gefallen. In den letzten beiden Runden schraubte Grönwohld das Ergebnis auf 22:10 und wurde seiner Favoritenrolle vollkommen gerecht. Kai Schäfer überragte mit 8:0 Punkten, während der Führende der Einzelwertung Hacky Jüttner gegen Thomas Radmer seine erste Saisonniederlage hinnehmen musste.

Foto: Spielszene SG Wolfsburg/Adersheim II vs. TKCV Grönwohld. Radmer, der spätere Jüttner-Bezwinger, vs. Martin Arp. Endstand 6:4 für den Wolfsburger (Quelle: Hacky Jüttner).

 

TKV Grönwohld – TKV Jerze I 15:17 (52:48)

Foto: Sie kamen, sahen und verloren. Die ehemaligen deutschen Mannschafts- und Einzelmeister in Diensten des TKV Grönwohld: Hubertus „Hacky“ Jüttner, Michal Zaczek, Kai Schäfer und Martin Arp (Quelle: Detlef Bastian)

Vor der letzten Runde stand es 14:14 und es knisterte vor Spannung. Während Tobias Witte gegen Martin Arp einen 5:3 Sieg einfahren konnte, stand es auf Platte 1 bis 10 Sekunden vor Schluss 2:1 für M. Zaczek, was für die Grönwohlder für ein 16:16 gereicht hätte. Dann traf Marcel Kreuzweiß allerdings zum Ausgleich und führte seine Mannschaft zum Sieg. Tobias Witte überragte mit 8:0 Punkten auf Seiten des Siegers.

Foto: Die Funktion des „digitus tertius“ in der Randsportart Tipp-Kick. Hier gut zu sehen im Spiel Kai Schäfer (Grönwohld, links) gegen Andreas Hofert (Jerze, rechts) (Quelle: Marcel Becker)

Andreas Hofert, Teamkapitän von Jerze, schreibt zu diesem Spiel auf der Jerzer Homepage (https://tkvjerze.de/)

Im ersten Spiel gegen Grönwohld entwickelte sich die erwartet enge Partie. Konnten sich die Mannen um Kai Schäfer anfänglich noch mit 4:0 und 6:2 absetzen, gelang ein Doppelschlag zum Ausgleich auf 6:6 Punkte. Die folgenden vier Partien endeten mit Sieg und Niederlage für jede Mannschaft. Die Führung zum 14:10 für Jerze konnte Grönwohld in der Vorschlussrunde postwendend zum 14:14 ausgleichen. Somit musste die letzte Runde die Entscheidung bringen. Tobias Witte, dem in diesem Spiel die Maximalausbeute von vier Siegen gelang, holte mit dem 5:3 gegen Martin Arp die Punkte 15 und 16. Marcel Kreuzweiß lag bis zum allerletzten Schuss mit 1:2 gegen Michael Zaczek hinten und konnte sage und schreibe zwei Sekunden vor dem Schlusspfiff auf 2:2 ausgleichen und sorgte so für den siebzehnten Punkt zum Sieg bei 48:52 Toren aus Jerzer Sicht. Am Ende ein glücklicher Sieg, da waren sich alle Beteiligten einig. Auf Grönwohlder Seite holte der Ex-Jerzer und Routinier Hacky Jüttner mit 6:2 Punkten das beste Ergebnis.

TKV Jerze I – SG Wolfsburg/Adersheim II 19:13 (66:49)

Schnell zog der haushohe Favorit aus Jerze über 13:3 und 15:5 auf 16:8 davon, doch dann verkürzten Marcel Becker gegen Christian Reymann und Thomas Radmer gegen Andreas Hofert mit 2 Siegen auf 16:12, so dass auch für die letzte Runde noch Spannung angesagt war.

Auch hier berichtet Andreas Hofert:

Im zweiten Spiel gegen den Gastgeber sah es nach dem sicheren 15:5 Zwischenstand nach Punkten schon nach einem Kantersieg für Jerze aus. Dann jedoch kamen die Wolfsburger Punkt für Punkt auf und sorgten so beim Stand von 16:12 Punkten noch einmal für Spannung. Erneut mussten die letzten Partien die Entscheidung herbeiführen. Während Tobias Witte beim 1:1 gegen Detlef Bastian schon für den notwenigen letzten Punkt sorgte, machte Marcel Kreuzweiß, der mit Hexenschuss erst im zweiten Spiel zur Höchstform auflief und insgesamt 7:1 Punkte beisteuerte beim 4:2 gegen Lukas Haase alles klar. Mit 19:13 Punkten und 66:49 Toren ein am Ende unnötig knapper Sieg gegen immer tapfer kämpfende Wolfsburger. Beim Gastgeber war Marcel Becker mit 5:3 Punkten am erfolgreichsten.

Fazit Andreas Hofert:

In der aktuellen Tabelle bleibt alles beim Alten: die erste Mannschaft des TKV Jerze grüßt von der Tabellenspitze mit 12:0 Punkten und ist mit dem Überraschungstabellenzweiten TFB Drispenstedt (ebenfalls 12:0 Punkten) sogar spielpunktgleich. Dritter und in mehr als Lauerstellung ist die erste Vertretung der SG Wolfsburg/Adersheim mit 11:1 Punkten. Alle drei haben somit noch beste Aufstiegschancen und treffen wie man es anders kaum hätte besser planen können am letzten Spieltag am 24.09. in Drispenstedt direkt aufeinander.

Foto: Und von oben grüßen mal wieder die Tipp-Kicker aus Jerze. Von links nach rechts: Andreas Hofert, Marcel Kreuzweiß, Christian Heymann und Tobias Witte (Quelle: Detlef Bastian)

Fazit Detlef Bastian:

Der Showdown findet am letzten Spieltag in Drispenstedt statt!! Die 3 ungeschlagenen Teams Jerze I, Drispenstedt II und Wolfsburg/Adersheim I treffen dort aufeinander und ein Ausgang ist nicht vorhersehbar. Spannender kann eine Saison nicht enden. Wahrscheinlich wird die Tagesform entscheiden.

In der Einzelwertung schloss Dirk Kandziora zu Hacky Jüttner auf, beide liegen mit 40:8 Punkten jetzt vor Martin Leinz (38:10), Myrko Baumgart und Stephan Pfaff (beide 37:11) sowie Mario Hinz mit 36:12 Punkten.

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1. Bundesliga: Rückblick auf den 3. Spieltag (18. Juni 2023)

Der 3. Spieltag der 1. Bundesliga wurde in Würzburg, in Bad Vilbel-Gronau und in Bochum ausgetragen. Jetzt zeichnet es sich langsam ab, welcher Verein welche Rolle im Tabellengeschehen einnimmt bzw. einnehmen wird.

Teilnahme am Play-Off:

Hirschlanden und Kaiserslautern haben sich bereits qualifiziert, spielen aber am letzten Spieltag um den wichtigen ersten Tabellenplatz. Der erste Tabellenplatz garantiert ein vermutlich leichteres Halbfinale. Die Frankfurter haben zwar 9:3 Punkte, können aber bei zwei eigenen Niederlagen noch von Waltrop und Drispenstedt abgefangen werden. Theoretisch. Die Chancen dazu liegen nahezu gegen Null, wenn man nüchtern darüber nachdenkt.

Bleibt die Frage nach dem vierten Play-Off-Teilnehmer. Die besten Chancen haben die Waltroper, denn sie liegen mit deutlich besserem Spielpunktverhältnis auf Platz vier vor den Drispenstedtern und können aus eigener Kraft diesen Platz sichern. Die Drispenstedter wiederum müssen nicht nur in den Abschlusspartien grandios aufspielen, sondern auch hoffen, dass die Waltroper Punkte lassen. Das wird ein schweres Unterfangen, denn die letzten Spiele haben gezeigt, dass nur Daniel Bialk konstant gute Leistungen abliefert. Gleichzeitig hat sich der kommende Gegner Gießen mit Joachim Spahn und Erik Overesch gezielt verstärkt und ist zu Hause mindestens gleichwertig. Die Chancen werden somit mit 70:20 für Waltrop eingeschätzt. Die fehlenden 10 Prozent werden den Flinken Fingern aus Bruck eingeräumt, die mit Gießen und Drispenstedt keine Riesenaufgaben vor der Brust haben und so theoretisch ihrerseits auf 8:8 Punkte kommen könnten. Allerdings müssten die Filzteufel Schützenhilfe gegen Waltrop leisten, was kaum anzunehmen ist, da die Filzteufel die letzten beiden Spieltage nicht geschafft haben, mit ihrem besten Kader anzutreten.

Foto: Ein Schelm, wer Böses dabei denkt – die sympathische Mannschaft von den Flinken Fingern Bruck (Quelle: Wolfgang Renninger)

Das „goldene-Ananas-Mittelfeld“ und der Kampf gegen den Abstieg:

Im Niemandsland dürften sich Waltrop oder Drispenstedt sowie Bruck oder die Filzteufel wähnen. Als Dankeschön für diese Leistungen winkt ein weiteres Jahr Bundesliga-Zugehörigkeit. Vor dem dritten Spieltag bereits als Absteiger gehandelt, standen Gießen und KarlMay Rommersheim am Tabellenende. Gießen konnte jedoch im direkten Duell gegen KarlMay Rommersheim punkten und könnte mit einem sensationellen letzten Spieltag dem Abstieg noch entrinnen. Die Filzteufel brauchen nur gegen Waltrop und Gallus verlieren, was sehr wahrscheinlich ist, und drei Punkte aus den Spielen gegen Bruck und Drispenstedt wären ein Coup par excellence für die Gießener. Schau‘n mer mal, es fließt noch viel Wasser den Rhein runter und im September werden keine Saunatemperaturen mehr herrschen …

Foto: Wittert Spieltrieb Ylipulli Gießen Morgenluft? Die Nachmeldungen Erik Overesch (links) und Joachim Spahn (rechts) versprechen einen heißen 4. Spieltag (Quelle: Joachim Spahn)

Folgende Spielberichte erreichten den DTKV:

Daniel Meuren (TG 1860 KarlMay/Rommersheim)

TG 1860 KarlMay Rommersheim – Ylipulli Gießen 14:18

Aufsteigerduell in Bochum: Rommersheim und Gießen waren im Vorjahr gemeinsam aus der zweiten Bundesliga Süd aufgestiegen, nun ging es darum, dass wenigstens ein Team noch die Chance auf den Klassenerhalt wahren konnte. Gießen erwischte den besseren Start: Klaus Höfer gewann 7:6 gegen Daniel Meuren, Christian Schäl 4:1 gegen Chrigu Meister und Joachim Spahn mit 3:2 gegen Marco Bittmann bei dessen Bundesligapremiere. Lediglich der Aushilfs-Ylipulli Erik Overesch verlor gegen Georg Schwartz mit 1:2. Von diesem Polster zehrte Gießen bis zum 14:14 vor der letzten Runde, als KarlMay durch einen Sieg von Schwartz gegen Höfer und ein 2:2-Unentschieden von Meuren gegen Schäl zum Ausgleich kam. Wie schon im vergangenen Jahr in der zweiten Bundesliga musste abermals die Schlussrunde entscheiden. Gießen war dort den entscheidenden Tick stärker: Sowohl Spahn gegen Meister wie auch Overesch gegen Bittmann entschieden die Partien für sich. „Es ist schön, dass wir zumindest einen Bundesligasieg auf dem Konto haben, auch wenn es für den Klassenerhalt vermutlich nicht reichen kann“, sagte Gießens Mannschaftschef Christian Schäl.

Foto: Spielszene Gießen gegen KarlMay Rommersheim. Christian Schäl (links) siegt gegen Christian Meister (rechts). Sinniert Schiri Georg Schwartz über seine Zukunft? (Quelle: Daniel Meuren)

Meuren, der bei drei Unentschieden und einer Niederlage mit knappen Spielausgängen haderte, quittierte den nun feststehenden Abstieg mit nüchternen Worten: „Wir haben in vier der bisher sechs Spiele gezeigt, dass wir als Mannschaft nicht weit weg sind von unterem Bundesliganiveau, wir haben aber nicht die nötige Kaltschnäuzigkeit bewiesen und unseren Killerinstinkt verloren.“ Anders gesagt: Ein Georg Schwartz mit 7:1 Punkten reichte nicht. Bei Gießen war überraschend Joachim Spahn mit 6:2 Punkten der Matchwinner.

 TKC Preußen Waltrop – TG 1860 KarlMay Rommersheim  23:9

Spannung war im letzten Spiel  des Bundesligaspieltags in Bochum nur bis zur Pause gegeben: Rommersheim hielt bis dahin dank zwei Siegen von Daniel Meuren gegen Arnold Gotzhein und Oliver Hahne bis zum 6:10 gut mit. Danach aber legten die Preußen zu: Bis zum Ende gaben sie nur noch drei Punkte ab. Jens Foit war mit seinen 8:0 Punkten der wichtigste Stabilisator seines Quartetts, Hahne und Gotzhein blieben mit 6:2 beziehungsweise 5:3 Zählern im positiven Bereich. „Das Ergebnis geht leider auch von der Höhe her in Ordnung. Uns fehlte mit zunehmendem Spielverlauf der letzte Biss“, sagte Georg Schwartz. „Wir gehen jetzt ordentlich zurück in die zweite Bundesliga und freuen uns dort auf stets ausgeglichene Partien. Die Erfahrung Bundesliga wird uns weiterbringen.“

Foto: Punktspiel Waltrop gegen Gießen. Der nachgemeldete Erik Overesch (links) gegen das Tipp-Kick-Urgestein Jens Foit (rechts). Konzentrierter Schiri: Arnold Gotzhein (Quelle: Joachim Spahn)

André Bialk (TFB `77 Drispenstedt)

Die Drispenstedter reisten nach Bad Vilbel, um zu sehen, wo man steht. Und am Ende sah man, wo man steht, nämlich mit einem meilenweiten Leistungsabstand zu den großen Mannschaften der Liga. Mit leeren Händen und einem spielerischen Debakel reiste man nach Hause. André Bialk (Drispenstedt) musste erstmalig in seiner Karriere 0:16 Punkte hinnehmen, litt aber so sehr unter den Sauna-Verhältnissen am Spielort, dass der älteste Bundesliga-Spieler (aller Zeiten?) noch den süffisanten und scherzhaft gemeinten Kommentar eines Hirschlandeners anhören musste: „In Hirschlanden [Play-Off-Ort, die Redaktion] haben wir sehr gute Heizungen“. Das Traumziel Play-Off ist für Drispenstedt in weite Ferne gerutscht.

Foto: Max Daub (links) vom aktuellen Deutschen Mannschaftsmeister TKC ’71 Hirschlanden gegen Aimé Lungela (TFB ’77 Drispenstedt) (Foto: André Bialk)

Foto: Zwei Nachwuchsspieler unter sich: Berthold Nieder (TFB ’77 Drispenstedt, links) gegen Florian Stähle (TKC ’71 Hirschlanden, rechts). Aufmerksamer Schiri: Harald Füßinger (Foto: André Bialk)

Für Gallus Frankfurt und Hirschlanden waren diese Spiele nur das Warm-Up zum Kräftemessen um Platz 1 in der Liga. Die Zwischenergebnisse (2:2 bis 8:8) und Endergebnis (18:14) sowie das Torverhältnis (40:40) zeigen, wie eng das Spiel zuging. Kurios, dass alle vier Frankfurter Spieler genau 10 Tore schossen, jedoch die Anzahl der Gegentore sollte das Spiel entscheiden. Und kurios auch das Torverhältnis von Benjamin Buza: 5:6 Tore reichten für 4:4 Punkte. Unglaublich! So eng das Spiel auch war, die Deutsche Meisterschaft wird im November von der Mannschaft geholt, die den stärksten Kopf hat und zudem das Momentum auf seiner Seite. Befragt, ob man sich als Teamkoordinator Gedanken um die Mannschaftsaufstellung macht, antwortete Harald Füßinger bemerkenswert: „Unsere Spieler sind alle so ausgeglichen und stark, dass wir uns um dieses Thema keine Gedanken machen müssen. Jeder spielt, wo er will.“

Auf der Homepage vom TKC `71 Hirschlanden schreibt Rainer Schlotz (Quelle: https://tkc71.wordpress.com/):

Frankfurt – Mit zwei Siegen hat die „Erste“ ihre Tabellenführung gesichert und Mitfavorit Frankfurt in die Schranken gewiesen. Im ersten Spiel ging es gegen den Aufsteiger TFB Drispenstedt. Bis zum 6-6 konnten die Niedersachsen mithalten, doch dann machten die Schwaben ernst. Benjamin Buza und Harald Füßinger siegten jeweils mit 2:1 Toren, dem 10-6 folgten 14-2 Punkte und damit ein souveräner 24-8 Erfolg der „Ersten“.

Im Spitzenspiel gegen Gastgeber Gallus Frankfurt konnte sich keine der beiden Mannschaften absetzen. Zur Halbzeit hieß es 8-8 Unentschieden. Dann die erste Führung für die Schwaben, Florian Stähle mit einem 1:1 gegen Alex Beck, Benjamin Buza mit einem 3:2 Sieg gegen Frank Hampel. 11-9 für den TKC 71. Harald Füßinger mit einem 4:2 über Gottschalk, Max Daub mit einem 2:2 gg. Michael Kaus, 14-10 für die „Erste“. Nach einer ausgeglichenen Vorschlussrunde mussten beim Stand von 16-12 die Schlusseinzel entscheiden. Die beiden Remis von Harald Füßinger und Benjamin Buza, 2:2 und 0:0 sicherten den 18-14 Erfolg für den amtierenden Mannschaftsmeister! Herzlichen Glückwunsch an die „Erste“!

PS 1:

Noch nie hat er Tipp-Kick gespielt und kam wie die Jungfrau zum Kinde: Cem Mäder wurde bei den Spandauer Filzteufeln über Nacht rekrutiert, als es einen krankheitsbedingten Ausfall (M. Kalentzi) gab. Sein Debüt lief wie erwartet, es gab mächtig Haue an der Platte, doch wie viele Tipp-Kicker träumen von dem Traum mal in der Bundesliga spielen zu dürfen? He did it! Ein tolles Erlebnis sicherlich!

Foto: Cem Mäder (3. von links) gab seinen Bundesliga-Einstand für die Spandauer Filzteufel ’09 (Quelle: Chris Kuch)

PS 2: In den 60er Jahren gang und gäbe: Man reiste gemeinsam per Bahn zu einem Turnier. In der Vereinschronik der TFG `38 Hildesheim heißt es: „Die nächste „Deutsche Meisterschaft“ 1965 in Stuttgart, (die Mannschaften aus Bremen, Hannover, Hildesheim und Wolfsburg fahren gemeinsam mit der Eisenbahn) …“. Und so war es kein Wunder, dass die Spieler der PWR `78 Wasseralfingen und TG 1860 KarlMay Rommersheim gemeinsam mit der Bahn gen Süden reisten! Noch ein tolles Erlebnis!

Foto: „Ein Team auf Kurs erste Liga, ein Team auf Kurs zweite Liga und beide mit 1 Stunde Verspätung im ICE # PWRmeets KarlMayRommersheim“ (Quelle: Daniel Meuren)

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2. Spieltag der 2. Bundesliga Südwest: Die spannendste 2. Liga aller Zeiten?

Während die meisten Sportinteressierten beim Sechskampf am ehesten an den Mehrkampf im Turnen denken, ist in der 2. Tipp-Kick Bundesliga Südwest wahrlich ein Sechskampf entbrannt: Zur Halbzeit der Saison – 10 der 18 Partien endeten 18:14 oder knapper – liegen vier der neun Mannschaften gleichauf mit 6:2 Punkten vorne, dahinter liegen weitere zwei Teams mit 5:3 Punkten. Aber der Reihe nach.

Spieltag Wasseralfingen

Die Ausgangssituation auf der Ostalb ließ spannende Spiele erwarten, trafen doch die drei Mannschaften von Tabellenplatz 1-3 aufeinander – dass es aber so spannend wird, war nicht zu erwarten: In allen drei Begegnungen sollte es den Zwischenstand von 14:14 geben und somit bis zum Schluss alles möglich sein – das wohl auch das Motto der spannendsten 2. Liga aller Zeiten.

Bild 1: PWR ‘78 Wasseralfingen mit Jakob Weber, Felix Weishaupt, Uli Weishaupt, Kilian Weishaupt (von links nach rechts)

In der ersten Partie traf der Gastgeber aus Wasseralfingen auf den Aufsteiger aus Gevelsberg. Mit teilweise engen Spielen entwickelte sich der Spielstand von 9:3 über 10:10 auf 14:14, sodass in der letzten Runde die Entscheidung fallen sollte. Hierbei setzten sich Jakob Weber gegen Marcus Müller 4:0 und Kilian Weishaupt gegen Joachim Buß 8:3 jederzeit ungefährdet durch und gewannen somit die erste Ligapartie zwischen den beiden Vereinen mit 18:14.

Bild 2: TKC 1986 Gevelsberg I mit Joachim Buß, Nils Mettegang, Marcus Müller, Ivan Pulice (von links nach rechts)

Die zweite Partie bestritten Gevelsberg und der bayerische Vertreter in der 2. BL SW aus Kelheim, der im nächsten Jahr sein 40-jähriges Jubiläum feiert und wohl ein tolles Turnierwochenende im November 2024 erwarten lässt. Gevelsberg lag erneut 3:9 zurück, kämpfte sich über ein 9:11 aber auf ein 14:14 heran. Während Marcus Müller 4:1 gegen Jürgen Prem gewann, ging es an der Nachbarplatte spannender zu: Lange führte Ralf Item gegen Nils Mettegang, ehe es dann Unentschieden stand. Ralf hatte mit dem letzten Schuss das Siegtor auf dem Edelstahlfuß, konnte jedoch nicht verwandeln, sodass das 17:15 für Gevelsberg zu Buche stand.

Bild 3: Der Moment der Entscheidung im Spiel TKC 1986 Gevelsberg I gegen SV Kelheimwinzer eingefangen: Sieg und Niederlage liegen oft nah beieinander.

In der letzten Partie trafen Kelheim und Wasseralfingen aufeinander. Ungewöhnlicherweise schien den Schwaben ihre Mittagspause nicht so gut zu bekommen, lagen sie zwischenzeitlich mit 14:6 recht abgeschlagen zurück. Ob Mayola Kaffee, Aalener Spionle oder einfach eine starke Teamleistung, man weiß nicht, welche Wundermittel angewendet wurden, doch auch hier stellte sich nach einem Lauf der Spielstand 14:14 ein. Während Jakob Weber gegen Jürgen Prem mit einem 5:0 zur Halbzeit bereits früh Klarheit schuf, lieferten sich Kilian Weishaupt und Ralf Item ein bis zuletzt spannendes Duell mit dem besseren Ende für Ralf – damit war 16:16 das Resultat in einem unglaublich intensiven und fairen Spiel.

Bild 4: SV Kelheimwinzer mit Ralf Item, Oliver Brunner, Alexander Huhnholz, Jürgen Prem (von links nach rechts)

Die jeweils besten Ausbeuten ihrer Mannschaften lieferten Jakob Weber (15:1, 40-16), Joachim Buß (12:4, 25-24) und Ralf Item (10:6, 19-15).

Spieltag Waltrop

Im Rahmen des XXL-Spieltags in Bochum (8 Teams, 33 Tipp-Kicker, eindrücklich berichtet von Achim Schmidt) fanden die drei Partien zwischen Waltrop II, Hirschlanden II und Schwerte statt.

Gleichschritt könnte eine gewisse Monotonie und Langeweile erwarten lassen, ganz anders die Partie zwischen Waltrop und Hirschlanden. Über ein 2:2, 4:4, 6:6, 8:8, 10:10, 12:12 gab es auch hier ein 14:14. Lediglich in der letzten Spielrunde sollten die Waltroper von einem Zwei-Zweier-Takt auf einen Drei-Einser-Takt wechseln. So sicherten Bernd Straberg mit einem 1:1 gegen Michael Kleofasz und Andreas Helbig mit einem 3:2 gegen Christoph Haag den 17:15 Sieg, bei dem auf beiden Seiten alle Spieler konstant zwischen drei und fünf Punkten holten.

Die zweite Partie lautete Hirschlanden gegen Schwerte, die ohne ihren besten Spieler des ersten Spieltages, Alex Wrobel mit 12:4 Punkten, antraten. So entwickelte sich ein recht einseitiges Spiel mit dem Endergebnis 26:6, bei dem Michael Bräuning mit lupenreinen 8:0 Punkten maßgeblich dazu beitrug.

Bild 5: TKC ’71 Hirschlanden II gegen Ruhrpott Schwerte

Die abschließende Partie bestritten Schwerte und Waltrop, die Geschichte dieses Spiels ist bei einem Endstand von 1:31 recht schnell erzählt. Den Punkt luchste Hans Wrobel im dritten Einzelspiel von Bernd Straberg bei einem 2:2 Unentschieden ab. Bot diese Begegnung weniger Spannung wie andere Partien, überzeugte sie Berichten zufolge vor allem durch Fairness und tolle Spiele im Rahmen eines hervorragenden Events der Bochumer.

Die jeweils besten Ausbeuten ihrer Mannschaften lieferten Olaf Ruscheweyh (13:3, 32-15), Michael Bräuning (11:5, 28-25) und Uli Dübel (2:14, 12-33).

Spieltag Balingen

Zu den Balingern auf die Zollernalb machten sich die beiden Mannschaften aus Kaiserslautern II und Rheinland/Düsseldorf auf, und auch hier konnten spannende Duelle erwartet werden. Die Balinger wollten es dieses Mal nach zwei unglaublich knappen 15:17 Niederlagen besser machen. Und sowohl für die Rheinländer mit 2:2 Punkten und Kaiserslautern mit 3:1 Punkten war die Ausgangssituation gut, konnte man mit zwei Siegen doch eine Top-Platzierung ergattern.

In der ersten Partie trafen Balingen und Rheinland/Düsseldorf aufeinander. Nach einem ausgeglichenen Beginn entwickelte sich der Spielstand von 4:4 über 6:10 zu 9:15, von wo die Mannen um 8:0 Punkte-Lieferant Dirk Hansen nichts anbrennen ließen. Der Endstand lautete 12:20, wobei die unglücklich knappen Ergebnisse des Glemsgau-2019-Gewinners Frank Sauter mit nicht mehr als 0 Punkten belohnt wurden.

4 Einzelpartien, 4 Siege – so legten die Rheinländer in der Partie gegen Kaiserslautern los. Auf das 8:0 folgten die Zwischenstände 10:10 und 15:13. Markus Kälin, der sich zuvor noch ein 1:9 von Felix Lennemann einschenken ließ, konnte zwar sein letztes Spiel mit 2:1 gegen Dirk Hansen gewinnen – gleichzeitig gewann aber auch Felix sein letztes Spiel mit 4:2 gegen Michael Link, sodass am Ende die Rheinländer 17:15 gewannen.

Bild 6: SG Rheinland/Düsseldorf gegen 1. TKC Kaiserslautern ’86 II

Von den beiden Niederlagen getrieben, trafen schließlich Kaiserslautern und Balingen aufeinander, wobei die Pfälzer das Spiel zuvor besser in positive Energie umwandeln konnten. Von 6:2 über 10:6 und 16:8 hatten die Lauterer vier Matchbälle, von denen sie drei nutzten, sodass der Endstand 22:10 lautete.

Die jeweils besten Ausbeuten ihrer Mannschaften lieferten Felix Lennemann (12:4, 38-19), Markus Kälin (11:5, 29-30) und Daniel Nater (8:8, 27-27).

Aktuelle Tabellensituation

Vorne liegen vier Mannschaften mit einem Punktekonto von 6:2. Nach dem 31:1 Sieg gegen Schwerte grüßt Waltrop II von der Tabellenspitze gefolgt von Gevelsberg. Obwohl Wasseralfingen noch ungeschlagen ist und gegen die Tabellennachbarn aus Gevelsberg gewonnen hat, grüßt man nur von Platz drei – wie der Autor lernen konnte, zählt bei den Platzierungskriterien auch die Tordifferenz mehr als der direkte Vergleich. Das Führungsquartett vervollständigt Rheinland/Düsseldorf, alle vier Mannschaften trennen nur 10 Spielpunkte.

Mit jeweils 5:3 Punkten grüßen Kaiserslautern II und Kelheim aus dem Mittelfeld, jedoch haben diese auch noch alle Möglichkeiten. Auf Platz 7 liegt Hirschlanden II mit 2:6 Punkten. Die Tabelle komplettieren Balingen und Schwerte.

Bild 7: Halbzeit in der 2. Bundesliga Südwest 2023 mit vier Spitzenreitern

Die Einzelwertung wird nach der Hälfte aller Partien von Jakob Weber (28:4) vor Olaf Ruscheweyh (24:8) und Andreas Helbig (22:10) angeführt.

Ausblick

In dieser Liga ist alles noch offen. Beim nächsten Spieltag treffen sich Platz 1 (Waltrop II), Platz 3 (Wasseralfingen) und Platz 4 (Rheinland/Düsseldorf). Zudem treffen Platz 2 (Gevelsberg), Platz 7 (Hirschlanden II) und Platz 8 (Balingen) aufeinander. Außerdem spielen Platz 5 (Kaiserslautern II), Platz 6 (Kelheim) und Platz 9 (Schwerte). Die Frage wird sein, wer sich aus dem Führungsquartett absetzen kann, und ob die Teams aus Kaiserslautern und Kelheim mit vier Big Points noch einmal nach vorne stoßen können.

Gleichzeitig liegen auf den letzten drei Plätzen der 1. Bundesliga Mannschaften aus der Region Südwest; das heißt, wenn es zwei Absteiger in die 2. Bundesliga Südwest gibt, hätte das wiederum 3 Absteiger in dieser Liga zur Folge. Daher geht es beim nächsten Spieltag für Balingen und Schwerte schon um den Verbleib in der Liga. Während Kaiserslautern und Kelheim nach oben schielen dürften, sollten sie nicht vergessen, auch nach hinten und Hirschlanden zu schauen.

Es bleibt spannend!

 

 

Bildquellen:

Stefan Kirn: Bild 1, 3

Jakob Weber: Bild 2, 4

Achim Schmidt: Bild 5

Felix Lennemann: Bild 6

 

 

 

 

 

 

 

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Regionalliga West: XXL-Wochenende im Jugendzentrum „Offene Tür“ in Bochum-Weitmar

Wo die Sonne verstaubt…

ist Tipp-Kick besser, viel besser, als man glaubt!

Eine leicht veränderte Textpassage aus Grönemeyers Song „Bochum“ bringt das XXL-Wochenende im Jugendzentrum „Offene Tür“ in Bochum-Weitmar auf den Punkt.

Zum Anfang ein paar Zahlen für den besseren Überblick:

– 33 Tipp-Kicker

– 11 Spiele

– 8 Teams

– 6 Platten

– 3 Räume

– 2 Ligen & Spielsysteme

– 1 Ort

Es geht hier um kein Turnier, sondern ausschließlich um den normalen Ligaspielbetrieb. Sowohl 3 Spiele aus der 2. Bundesliga Südwest als auch 8 Spiele in der Regionalliga West wurden an diesem Tag ausgefochten. Insgesamt waren 33 Tipp-Kicker aus 8 Teams an 6 Platten in 3 verschiedenen (aber nebeneinander liegenden) Räumen im Einsatz, haben ihr Bestes gegeben und um jeden Punkt gekämpft.

Das Team mit weitesten Anreise kam aus Hirschlanden. Deren Zweitvertretung duellierte sich in einem Dreierspieltag der zweiten Bundesliga Südwest mit Ruhrpott Schwerte und Waltrop 2. Im Gymnastikraum der OT (Offene Tür) ging es heiß her, die Einzelheiten zu diesen im Jahrzehntelang erprobten Spielsystem „4 vs. 4“ und diesem Spieltag entnehmt ihr bitte dem Bericht von Jakob Weber zur 2. Bundesliga. Es lohnt sich die Zeit dafür zu nehmen.

Die Regionalliga West spielt seit dieser Saison in einem abgewandelten und abgespeckten Spielsystem. Es treten nur noch 3 Spieler pro Mannschaft an. Dafür gibt es auf Grund der geringeren Anzahl an Einzelspielen direkt nach dem Duell ein Rückspiel. Hier dürfen dann die Mannschaften ihre Aufstellung neu bestimmen oder aber auch weitere Tipp-Kicker zum Einsatz bringen.

Sollte es der Spielstand hergeben, gibt es im Gegensatz zur letzten Doppelrunde bei 4 vs. 4 bei Dreierteams ein richtiges Endspiel um den Sieg an einer einzigen Platte. Und das ist Dramatik, Spannung und vor allem Stimmung pur.

Kommen wir zu den Spielen. 

Phönix Herne ist wieder da, und wie. Im Billard- und Gemeinschaftsraum der OT legten sie los wie die Feuerwehr und setzten sich im Ruhrpottduell gegen Tornado Dortmund mit 16:2 und 15:3 durch. Ein ganz starkes Comeback nach dem Rückzug in der Coronazeit.

Zeitgleich war es im Trainingsraum der SchlaBOs deutlich spannender.

Im ersten Spiel Bochum 1 vs. Mönchengladbach konnte sich der Gladbacher Axel Bennemann 3 Siege in 3 Spielen erkämpfen. Trotzdem lag die Truppe vom Niederrhein vor dem Endspiel mit 7:9 zurück. Simon Winzer, Matthias Wietoska und Achim Schmidt hatten für die Bochumer Führung gesorgt. Daniel Peltzer konnte dann den Gladbachern mit einem knappen 5:4 Herzinfarktspiel das Remis noch sichern. Es sollte nicht das letzte knappe Spiel und Unentschieden gewesen sein.

Auch das Rückspiel endete mit dem gleichen Ergebnis. Doch diesmal gaben nicht die Bochumer den Matchball aus der Hand. Gladbach führte scheinbar uneinholbar mit 9:3, da auch Björn Groterath stark aufspielte. Doch Bochum 1 schlug zurück. Erst brachten Marcel Kapp und Achim Schmidt die SchlaBOs mit 2 Siegen ins Endspiel und Matthias Wietoska krönte mit einem 6:3 Erfolg die Aufholjagd mit einem Punktgewinn. 2 Spiele, 2 Remis. Spannender geht nicht! Oder doch?

Jetzt kam die zweite Mannschaft der Schlachtenbummler mit vermeintlicher Bestbesetzung ins Spiel. Doch Gladbach war „On Fire“ und holte sich den ersten Sieg des Tages in der Besetzung der ersten beiden Duelle mit einem recht deutlichem 12:6. Uli Schmidt, Björn Schulte und Dominik Bonnemann hatten hier das Nachsehen.

Jetzt wurde vor dem Rückspiel munter durchgewechselt. Ein gelungener „Neben“effekt der 3er Teams. Bei den Gladbachern Hardcoreburger kam mit Georg Winzer ein ganz alter Hase zum Einsatz. Dieser krönte seinen Einsatz gleich mit einem 2:1 Erfolg. Bochums Zweitvertretung schickte mit Oliver Müller einen kompletten Neueinsteiger der Tipp-Kick Szene ins Rennen. 4 Monate zuvor spielte dieser noch mit Spielfiguren aus einer Handelskette die Bundesliga nach. Wie dieser Oli als BxB-Sympathisant den Weg ins VfL-durchseuchte Bochum gefunden hat ist allen Beteiligten immer noch ein Rätsel. Und sein Einstand kam gleich einem Wunder gleich. Mit seinen sensationellen 4:2 Punkten konnte Oliver Müller nachts bestimmt kein Auge mehr zumachen. Und auch Bochums Dame Lena Kapp konnte einen an diesem Tag bärenstarken Axel Bennemann im besten italienischen Catenaccio mit 1:0 besiegen. Ganz ohne Schwalben und Zeitspiel. So gab es ein durchaus überraschenden 11:7 Erfolg der Bochumer, bei dem auch Dominik Bonnemann 2 Punkte dazu steuern konnte und sich zum lautstärksten Spieler des Tages krönte.

Tja, erstens kommt es anders und zweitens als man denkt.

Zeitgleich gab es das nächste Ruhrpottduell zwischen Herne und Bochum 1. Ihr werdet es schon ahnen. Dieses Spiel endete erneut Unentschieden. Wie auch sonst könnte man ja sagen. In der letzten Runde und somit erneut in einem Endspiel und vor vielen Zuschauern war Marcel Kapp zum Siegen verbannt. Bochum 1 lag mit 7:9 in Rückstand. Es ging „nur“ um einen einzigen Punkt und um das Abwenden einer Niederlage. Zur Halbzeit sah es aus Bochumer Sicht sehr bescheiden aus. Herne lag mit 2:0 in Front und hatte fast schon beide Hände am doppelten Punkterfolg. Doch in der letzten Minute konnte Marcel, der bereits zum 2:2 ausgeglichenen hatte, mit einem Dreher und Konter die (Bochumer) Stimmung in der OT zum Siedepunkt bringen.

Neben den starken Leistungen der Herner Michael Guhl und Jens Schüring ist es besonders erfreulich, dass mit Mohammed Al-Siray ein weiterer Neueinsteiger den Weg in den Tipp-Kick Sport gefunden hat. Toll, weiter so.

Und es ging so weiter.

Nun gab Siegmar Apelt seinen Einstand in den Ligaspielbetrieb. Fantastisch. Aber diesmal rauschten beide Teams knapp an einem Unentschieden vorbei und Bochums Erstvertretung konnte sich trotz großem Widerstand einen knappen 10:8 Sieg sichern.

Ein großer Kampftag ging zu Ende. Von 8 Spielen gab es 3 Unentschieden. Und es gab gleich 3 Neueinsteiger. Über Siege kann man sich freuen und über Niederlagen ärgern. Aber diesen Punkt gilt es zu würdigen.

Zu Abschluss noch eine Danksagung die von Herzen kommt und eigentlich an den Anfang gehört. Jörg Borling und Michael Vogel gebührt größter Dank und Respekt für die Bereitstellung dieser Location. Ohne euch könnten wir solche fantastischen Tage nicht erleben. Dieses Lob kommt nicht nur von den Schlachtenbummlern, sondern von ALLEN Vereinen die diesen Tag genossen haben. Danke.

Glück auf!

 

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2. Spieltag in der 2. Bundesliga Nordost: Im Nordosten nichts Neues

Am 2. Spieltag gab es in der 2. Bundesliga Nordost kaum Überraschungen. Von den drei verlustpunktfrei gestarteten Teams (TKV Jerze I, SG Wolfsburg/Adersheim I und TFB ’77 Drispenstedt II) stehen zwei Mannschaften immer noch ohne Minuspunkt da. Lediglich die SG Wolfsburg/Adersheim I musste sich gegen TKV Grönwohld mit einem Unentschieden zufriedengeben. Besonders interessant: Alle drei Spitzenmannschaften treffen erst am letzten Spieltag zum großen Showdown in Drispenstedt aufeinander. Zu den 9 Spielen des zweiten Spieltages:

 

Die Spiele in Spandau:

TFB ’77 Drispenstedt II – Spandauer Filzteufel ’09 II 19:13 (55:47)

Spandau musste auf seinen Spitzenspieler Hardy Schau verzichten, der zeitgleich  in der ersten Mannschaft der Filzteufel aushelfen musste. Dennoch konnten die Hauptstädter das Spiel bis zum 10:10 ausgeglichen gestalten, erst auf der Zielgeraden setzten sich die verlustpunktfreien Drispenstedter mit 19:13 durch und konnten sogar 0:8 Punkte von Rainer Zech kompensieren. Dirk Kandziora überragte mit 8:0 Punkten.

SG Wolfsburg/Adersheim II – TFB ’77 Drispenstedt II 15:17 (42:46)

Trotz des knappen Endergebnisses war die Partie bereits nach 7 Spielrunden entschieden. Und wieder leistete sich Drispenstedt mit Jörg Kuhn einen 0:8-Punkte-Mann, und wieder konnten die anderen 3 Spieler dieses Manko ausgleichen. Dirk Kandziora war mit 14:2 Punkten an diesem Sonntag der überragende Mann in Spandau.

Spandauer Filzteufel ’09 II – SG Wolfsburg/Adersheim II 18:14 (55:51)

Eine kleine Überraschung war der Sieg der Spandauer im Aufsteigerduell. Auch hier fiel die Entscheidung bereits in Runde 7 als Konrad Sundermann einen 0:3 Rückstand gegen Lukas Haase in den letzten Minuten in einen 4:3 Sieg drehte und damit die Punkte 16 und 17 holte. Es kann sein, dass die Nachbarn des Paul-Schneider-Hauses diese akustisch begleitete Aufholjagd mitgefeiert haben …

 

Die Spiele In Neumünster:

TKV Jerze I – TFC Alemannia Neumünster 20:12 (59:47)

Ein überragender Mario Hinz konnte mit seinen 8:0 Punkten die Niederlage gegen den neuen Spitzenreiter nicht verhindern. Bereits nach 7 Runden war das Spiel beim Stand von 18:10 entschieden. Während die Jerzer eine geschlossene Mannschaftsleitung ablieferten, fielen bei Neumünster Andreas Hagenstein mit 1:7 und Uwe Paul mit 0:8 Punkten an diesem Tag zu stark ab, um dem Favoriten Paroli bieten zu können.

SpVgg Balltick Kiel – TKV Jerze I 14:18 (48:60)

In einem sehr knappen Spielverlauf war bis zum 13:11 für Jerze noch alles offen. Dann stellten Reymann und Hofert jedoch die Weichen auf 16:12 und in der Schlussrunde holte Marcel Kreuzweiß gegen Robert von Hering die entscheidenden Punkte zum knappen Sieg. Trotz 8:0 Punkten von Simon Hansen konnten die Kieler in ihrem 2. Spiel nicht punkten.

TFC Alemannia Neumünster – SpVgg Balltick Kiel 13:19 (40:52)

Auch ohne den verhinderten Routinier Oliver Wegener konnten die Kicker von der Ostsee den ersten Saisonsieg einfahren. Die überraschende 4:0-Führung für Neumünster durch Hinz und Johannsen wurde schnell gedreht und die Führung bis ins Ziel nicht mehr abgegeben. Etwas überraschend punktete Johannes von Hering, der am ersten Spieltag nur auf 3:13 Punkten kam, mit 7:1 Punkten am besten, während Uwe Paul auf Seiten Neumünsters zum zweiten Mal an diesem Sonntag kein Punktgewinn gelang.

 

Die Spiele in Jerze

TKV Grönwohld – TKV Jerze II 23:9 (62:43)

Die favorisierten Grönwohlder dominierten den Gastgeber klar und konnten die Partie bereits nach 6 Runden beim Stand von 18:6 entscheiden. Hacky Jüttner überragte mit 8:0 Punkten, Kai Schäfer (6:2) und Marin Arp (ebenfalls 6:2) standen ihm jedoch kaum nach. Daniel Otto blieb auf Jerzer Seite punktlos.

SG Wolfsburg/Adersheim I – TKV Grönwohld 16:16 (60:50)

Ab der Halbzeit (8:8) gab es keine Führung mehr, alle Runden endeten 2:2, wobei es in der 7. Runde vor Spannung geknistert hat. Die Spiele Baumgart–Jüttner und Kröning–Schäfer endeten beide unentschieden und somit ging es von12:12 auf 14:14. In Runde 8 ließ der überragende Spieler des ersten Spieltags Stephan Pfaff (damals 16:0) dem Newcomer Christian Lauterbach keine Chance, während Martin Leinz gegen Martin Arp den Kürzeren zog.

TKV Jerze II – SG Wolfsburg/Adersheim I 12:20 (50:59)

Drei Spieler der SG standen am Ende mit 4:4 Punkten da, während Andreas Kröning mit seinen 8:0 Punkten zum Matchwinner wurde. Die Entscheidung fiel erst in Runde 8, in der der Spitzenreiter des ersten Spieltages von 16:12 auf 20:12 davonzog. Daniel Otto fuhr sein zweites 0:8 ein und gesellte sich mit 0:16 an diesem Sonntag zum Neumünsteraner Uwe Paul.

 

Zusammenfassung

TKV Jerze I und TFB ’77 Drispenstedt II grüßen mit 8:0 Punkten von der Tabellenspitze. In Lauerstellung rangiert knapp dahinter die SG Wolfsburg/Adersheim I mit 7:1 Punkten. Ob TKV Grönwohld mit 5:3 Punkten noch in den Aufstiegskampf eingreifen kann, wird sich zeigen.

Neuer Spitzenreiter der Einzelwertung ist der Ostdeutsche Vizemeister Hacky Jüttner (TKV Grönwohld) vor Mario Hinz (TFC Alemannis Neumünster) und Dirk Kandziora (TFG ’77 Drispenstedt II).

In der kommenden Saison werden die Spieltage der ersten und der beiden zweiten Bundesligen wieder an unterschiedlichen Wochenendtagen (Samstage/Sonntage) stattfinden, so dass Mannschaften, die einen Spieler hochziehen müssen (wie die Spandauer Filzteufel an diesem Spieltag), nicht mehr geschwächt werden.

Bilder vom Spieltag in Spandau:

André Lach (links, Spandauer Filzteufel II) vs. Detlef Bastian (SG Wolfsburg/Adersheim II)

Alexander Breuß (links, Spandauer Filzteufel II) vs. Marcel Becker (SG Wolfsb./Adersheim II)

Das Spiel Spandauer Filzteufel II gegen die SG Wolfsburg/Adersheim II

endet 18:14 für die Hauptstädter.

 

 

 

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2. Bundesliga Nordost: Viele überraschende Ergebnisse am 1. Spieltag!

Auch die 2. Bundesliga Nordost startete am 19. März mit neun Mannschaften in die neue Saison. Dass es genau neun Mannschaften sein würden, entschied sich erst am Tag des Meldeschlusses, als die SG 80/22 Buxtehude/Moisburg passen musste. Ansonsten wären zwei Fünfer-Staffeln gelost worden und es hätte am 4. Spieltag ein „Final Four“ gegeben.

Auch in der 2. Bundesliga Nordost war und ist auch nach dem ersten Spieltag die Frage nach dem Favoriten schwer zu beantworten. Die SpVgg Balltick Kiel mit den erstligaerfahrenen Robert von Hering und Oliver Wegener zählte sicher genauso zum erweiterten Favoritenkreis wie die Mannschaften TKV Grönwohld, TKV Jerze I und die SG Wolfsburg/Adersheim I. Während sich jedoch die Kieler nach dem ersten Spieltag aus dem Aufstiegsrennen bereits verabschiedet haben, startete mit TFB Drispenstedt 77 II überraschend ein Aufsteiger mit 4:0 Punkten. Die vier Kicker aus dem nördlichsten Ortsteil Hildesheims bringen – nicht nur grob geschätzt – wohl 150 Jahre Tipp-Kick-Erfahrung an die Platte.

Die neun Spiele des ersten Spieltages im Einzelnen:

Spielort Jerze

Bild 1: TKV Jerze I mit Markus Schnetzke, Andreas Hofert, Marcel Kreuzweiß und Christian Reymann (von links nach rechts) (Quelle: www.tkvjerze.de)

TKV Jerze I – TKV Jerze II   21:11 (63:50)

Auch ohne den erkrankten Tobias Witte siegte im internen Duell die erste Mannschaft souverän gegen ihre Zweitvertretung. Bereits nach 6 Spielrunden und einem Stand von 17:7 stand der Sieger fest. Ersatzmann Markus Schnetzke und Christian Reymann erzielten je 6:2 Punkte, während auf Seiten der Zweiten Stefan Müller und Mike Witte mit jeweils 4:4 Punkten die Punktbesten waren.

Bild 2: Markus Schnetzke (links) im internen Duell gegen Stefan Müller. Christian Reymann als Schiedsrichter (Quelle: www.tkvjerze.de)

TKV Jerze II – Spandauer Filzteufel ’09 II   23:9 (65:49)

Überraschend klar siegte Jerze II gegen die ersatzgeschwächten Filzteufel, bei denen Detlef Schirmer fehlte. Beste Jerzer waren Michael Pfaffenrath mit 8:0 und Stefan Müller mit 7:1 Punkten, während auf Berliner Seite lediglich Hardy Schau mit 5:3 Punkten positiv überzeugen konnte.

Bild 3: Stefan Müller (TKV Jerze II), links, gegen André Lach (Spandauer Filzteufel ’09 II); Schiedsrichter Konrad Sundermann (Quelle: www.tkvjerze.de)

Spandauer Filzteufel ’09 II – TKV Jerze I   9:23 (49:78)

Auch das zweite Spiel der Spandauer endete wie das vorherige Spiel mit 9:23. Damit stecken die Berliner mit 0:4 Punkten schon nach dem ersten Spieltag im rauen Abstiegskampf. Marcel Kreuzweiß war mit 7:1 Punkten bester Jerzer, während André Lach auf Seiten der Hauptstädter mit 5:3 Punkten zu gefallen wusste. Erwähnenswert noch der erste Zweitligasieg von dem Spandauer Konrad Sundermann, der Routinier Andreas Hofert mit 6:5 niederringen konnte.

Bild 4: Hardy Schau (Spandauer Filzteufel ’09 II), links, gegen Markus Schnetzke (TKV Jerze I); Schiedsrichter Konrad Sundermann (Quelle: www.tkvjerze.de)

Spielort Wolfsburg

SG Wolfsburg/Adersheim I – SG Wolfsburg/Adersheim II   28:4 (71:40)

Nicht den Hauch einer Chance hatte im internen Duell die Zweitvertretung der SG Wolfsburg/Adersheim. Von den 16 Spielen konnte lediglich eins gewonnen werden (Bastian gegen Kröning). Myrko Baumgart und Stephan Pfaff überzeugten mit jeweils 8:0 Punkten, während die Zweite geschlossen einen rabenschwarzen Tag erwischte.

SG Wolfsburg/Adersheim II – TFC Alemannia Neumünster   12:20 (37:45)

Bereits am ersten Spieltag hatte der Aufsteiger aus Neumünster Probleme vier Spieler an die Platte zu bekommen. Es konnten jedoch Guido Johannsen und Sören Neumann überzeugt werden, die Reise in die Volkswagenstadt mit anzutreten. Die SG 80/22 Buxtehude/Moisburg hatte ja keine Mannschaft melden können, somit stand den Nachmeldungen nichts im Wege. Die leicht favorisierten Kicker der SG Wolfsburg/Adersheim konnten ihrer Rolle im Duell der Aufsteiger nicht gerecht werden und verloren auch ihr zweites Spiel. Mario Hinz überragte mit 8:0 Punkten, während Marcel Becker als einziger SGler mit 5:3 Punkten positiv punkten konnte.

Bild 5: SG Wolfsburg/Adersheim II – TFC Alemannia Neumünster, 2. Spielrunde (Quelle: Privatsammlung D. Bastian)

Bild 6: SG Wolfsburg/Adersheim II – TFC Alemannia Neumünster, 3. Spielrunde (Quelle: Privatsammlung D. Bastian)

TFC Alemannia Neumünster – SG Wolfsburg/Adersheim I   11:21 (32:51)

Ein überragender Stephan Pfaff machte an diesem Tag den Unterschied, als er erneut 8:0 Punkte erzielte und den Spieltag mit lupenreiner Weste abschloss. Da auch Martin Leinz (7:1 Punkte) und Myrko Baumgart (5:3 Punkte) positiv abschnitten, gab am Ende einen klaren, ungefährdeten Sieg trotz zwischenzeitlichem 5:7-Rückstand. Nach diesen 2 klaren Kantersiegen ist die SG Wolfsburg/Adersheim I der erste Tabellenführer der noch jungen Saison.

Bild 7: Stephan Pfaff (SG Wolfsburg/Adersheim I), vorne, gegen Mario Hinz (TFC Alemannia Neumünster), Schiedsrichter Guido Johannsen (Quelle: Privatsammlung D. Bastian)

Spielort Grönwohld

TFB Drispenstedt II – TKV Grönwohld   18:14 (51:50)

Die favorisierten Grönwohlder um ihre Spitzenspieler Kai Schäfer (5:3 Punkte) und Neuzugang Hacky Jüttner (7:1 Punkte) verloren ihr erstes Spiel überraschend gegen den Aufsteiger aus der Bistumsstadt Hildesheim. Vor der letzten Runde und beim Stand von 12:16 war zwar noch ein Unentschieden möglich, doch Jörg Kuhn machte mit dem Sieg gegen Carsten Naue den Sieg für die Drispenstedter klar. Hier war besonders Rainer Zech mit 5:3 bärenstark, doch alle 4 Drispenstedter punkteten äußerst ausgeglichen.

SpVgg. Balltick Kiel – TFB Drispenstedt II   11:21 (45:55)

Und auch im zweiten Spiel waren die Drispenstedter nicht zu schlagen. Ein bärenstarker Dirk Kandziora führte seine Mannschaft mit 7:1 Punkten zum zweiten Sieg im zweiten Spiel. Beim Absteiger aus der 1. Bundesliga konnte lediglich Robert von Hering mit 5:3 Punkten überzeugen.

TKV Grönwohld – SpVgg. Balltick Kiel   19:13 (61:57)

19:9 Spielpunkte nach sieben Runden bedeuteten für Kiel die zweite Niederlage im zweiten Spiel an diesem Tag. Die 4:0-Schlußrunde für die Kieler stellte nur noch Ergebniskosmetik dar. Hacky Jüttner (7:1 Punkte) und Kai Schäfer (6:2 Punkte) fuhren 13 der 19 Punkte ein. Somit hat sich nach 2 Spielen mit der SpVgg. Balltick Kiel bereits der erste Mitfavorit aus dem Titelrennen verabschiedet.

Bild 8: Hubert „Hacky“ Jüttner (TKV Grönwohld), links, gegen Johannes von Hering (SpVgg. Balltick Kiel); Schiedsrichter Swen Petersen (Quelle: Privatsammlung D. Kandziora)

Bild 9: Carsten Naue (TKV Grönwohld), links, gegen Simon Hansen (SpVgg. Balltick Kiel); Schiedsrichter Robert von Hering (Quelle: Privatsammlung D. Kandziora)

Ausblick:

Der zweite Spieltag lässt bereits die Mitfavoriten SG Wolfsburg/Adersheim I und TKV Grönwohld aufeinandertreffen. Auch im Abstiegskampf werden spannende Partien erwartet. So kämpfen in Berlin die beiden Tabellenletzten Spandauer Filzteufel II und die SG Wolfsburg/Adersheim II um den Anschluß ans Mittelfeld der Tabelle.

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2. Bundesliga Südwest: Aufsteiger Gevelsberg stürmt an die Tabellenspitze – drei Mannschaften noch punktlos

In der ersten Saison nach der Covid-19-Pandemie präsentiert sich die 2. Bundesliga Südwest mit einer Reihe neuer Mannschaften: Zwangsabsteiger PWR ’78 Wasseralfingen und die vier Aufsteiger SV Kelheimwinzer, Headbangers Balingen I – beide aus der Regionalliga Süd – sowie TKC 1986 Gevelsberg I und Ruhrpott Schwerte aus der Regionalliga West. Die beiden Mannschaften Spieltrieb Ylipulli Gießen und SG Karlsruhe/Mayence dagegen haben als Aufsteiger in die Bundesliga die 2. Bundesliga Südwest nach oben verlassen.

Eine Prognose über einen möglichen Saisonausgang abzugeben, ist wie immer kein leichtes Unterfangen. Betrachtet man nur die gemeldeten Kader, kann es nur einen Aufsteiger geben: PWR ’78 Wasseralfingen. Zweimal Weber, dreimal Weishaupt, wer soll diese Mannschaft, die das spielerische Vermögen hätte, um das Playoff in der Bundesliga zu spielen, stoppen? Doch der 1. Spieltag hat schon gezeigt, warum die 2. Bundesliga Südwest einen spannenden Saisonverlauf bringen könnte. Jonathan Weber fehlte, Felix Weißhaupt war erkrankt und schon musste man sich zu dritt auf die Auswärtsfahrt begeben. Wer könnte dem W-Team halbwegs das Wasser reichen? 1. TKC Kaiserslautern ’86 II als arrivierte und ambitionierte Mannschaft? Der Newcomer TKC 1986 Gevelsberg I – ebenso ambitioniert – dank seiner Neueinkäufe Oliver Reupke und Marcus Müller? Es wird spannend.

Erste Fingerzweige brachten die Resultate des ersten Spieltages:

Spielort Schwerte

Ruhrpott Schwerte – TKC 1986 Gevelsberg I   7:25 (37:68)

Im Duell der Aufsteiger stellte der Favorit aus Gevelsberg die Weichen schnell auf einen Heimsieg. Einzig Alex Wrobel wusste zu überzeugen und steuerte 6 der 7 Spielpunkte für sein Team bei. Gevelsberg bestach durch eine geschlossene Teamleistung, erwähnenswert die souveräne Leistung von Youngster Nils Mettegang (7:1, 21:7), der damit erstmalig den Titel „Player of the Match“ einheimste.

Bild 1: Die Mannschaften von TKC Gevelsberg I und Ruhrpott Schwerte (Quelle: Bild zur Verfügung gestellt von O. Reupke)

TKC 1986 Gevelsberg I – SG Rheinland/Düsseldorf   21:11 (56:49)

Zwar führte die Spielgemeinschaft mit ihrem Top-Spieler Felix Lennemann mit 6:2 nach den vier Auftaktspielen, doch dann drehte sich das Spiel. 12:8 und 17:11 waren die nächsten Zwischenstände. „Player of the Match“ war der ehemalige Bundesligaspieler Oliver Reupke mit souveränen 7:1 Punkten, auf Seiten der SG überzeugte Stefan Biehl mit einem positiven Punkteverhältnis.

SG Rheinland/Düsseldorf – Ruhrpott Schwerte   21:11 (71:44)

Der Spielverlauf zeigt die deutliche Dominanz der SG in diesem Punktspiel: 6:2, 9:3, 13:3, 17:3. Nachdem der Sieg eingetütet war, zeigten die  Schwerter Moral und holten noch acht der möglichen folgenden zwölf Punkte. Nach dem Abgang von Leon Böttger wird es schwer für die Schwerter werden, die Liga zu halten. Ein Alex Wrobel allein reicht nicht und dieser hätte mit seinen erzielten 6:2 Punkten fast den Titel „Player of the Match“ erhalten, wenn nicht Felix Lennemann bei gleicher Punktzahl das bessere Torverhältnis gehabt hätte.

Spielort Kelheim

TKC Preußen Waltrop II – Headbangers Balingen   17:15 (61:51)

Die Preußen erwischten den besseren Start und führten zur Pause klar mit 12:4. Ein Aufbäumen der Balinger um ihren Top-Spieler Daniel Nater reichte nicht für die Wende, so dass die Preußen im vorletzten Durchgang das Spiel schon entscheiden konnten. Waltrops Bester und somit „Player of the Match“ war Olaf Ruscheweyh mit einer makellosen Bilanz von 8:0 Punkten. Bei Balingen fiel leistungsmäßig kein Spieler besonders ab, was Hoffnung für den weiteren Saisonverlauf bringt, Daniel Nater und Marco Germeroth konnten mit 5:3 ein positives Punktverhältnis beisteuern.

Headbangers Balingen – SV Kelheimwinzer   15:17 (53:58)

Wieder verloren die Balinger das Spiel mit 15:17 und wieder fiel die Entscheidung im vorletzten Durchgang. Jürgen Prem und der ehemalige Peiner Ralf Item, der zwischen 1985 und 2018 immerhin 8 Turniersiege feiern konnte, waren die beiden besten Spieler von Kelheimwinzer, während bei Balingen nur Daniel Nater als „Player of the Match“ mithalten konnte.

SV Kelheimwinzer – TKC Preußen Waltrop II   18:14 (56:58)

Das Spiel entwickelte sich durch seine Ausgeglichenheit zu einer dramatischen Angelegenheit mit Happyend für die Kelheimer in der letzten Runde: 2:2, 6:6, 8:8, 12:12, 14:14 waren die Zwischenstände. Ralf Item gelang im letzten Durchgang ein knapper und wichtiger Sieg gegen den Waltroper Spitzenspieler Andreas Helbig, der trotzdem als erfolgreichster Spieler der Partie den Titel „Player of the Match“ erhielt.

Spielort Hirschlanden

  1. TKC Kaiserslautern ’86 II – TKC ’71 Hirschlanden II 18:14 (60:61)

Im gesamten Spielverlauf lagen die Pfälzer stets knapp in Führung – 6:2, 7:5, 9:7, 11:9, 14:10 – als die Reserve des amtierenden Deutschen Mannschaftsmeisters in der Vorschlussrunde doch noch das 14:14 erzielte. Die Reserve des amtierenden Deutschen Vizemannschaftsmeisters schlug eiskalt zurück, gewann die beiden Abschlussspiele und so das Match. Den Titel „Player of the Match“ erhielt Michael Kleofasz als Trostpreis, denn seine 8:0 Punkte waren eine lupenreine Leistung.

Bild 2: Die 2. Mannschaft des 1. TKC Kaiserslautern ’86 (Quelle: Michael Link, Facebook)

PWR ’78 Wasseralfingen – 1. TKC Kaiserslautern ’86 II   16:16 (36:49)

Wenn nicht jetzt, wann dann? Diese Frage ging beim Begrüßen des Ligafavoriten aus Aalen sicher dem einen oder anderen Spieler von Kaiserslautern durch den Kopf. Der vierte Spieler der Ostälbler, Felix Weishaupt, war am Morgen mit Fieber im Bett geblieben.

Es entwickelte sich anfangs ein einseitiges Spiel. Wasseralfingen führte klar mit 14:6 Spielpunkten und die Gegenpunkte waren einzig und alleine die Wertungspunkte für Kaiserslautern durch das Fehlen des angesprochenen Spielers. Doch dann kippte das Spiel. Es folgten 10:2 Punkte für Kaiserslautern und das Remis. Hatten die Aalener das Spiel zu früh abgehakt? Hatten die Lauterer nichts mehr zu verlieren und spielten deswegen freier auf?

Bild 3: Spielszene Sascha Fohlmeister (links) gegen Uli Weishaupt, Endresultat 2:0; Schiedsrichter: Kilian Weishaupt (Quelle: Michael Link, Facebook)

Jakob Weber als erfolgreichster Spieler erhielt – wie erwartet – den Titel „Player of the Match“, Spieler der Herzen wurde aus Lauterer Sicht Markus Kälin, der im letzten Durchgang dem hohen Favoriten Jacob Weber ein Unentschieden abtrotzte und somit das Unentschieden sicherte.

TKC ’71 Hirschlanden II – PWR ’78 Wasseralfingen   12:20 (45:55)

Auch hier startete der Favorit aus Aalen fulminant. Man führte deutlich 11:5 und später 16:8, als in der vorletzten Runde vier Punkte den Hirschlandenern gutgeschrieben wurden. Doch zwei klare Siege in der Schlussrunde brachten einen deutlichen 20:12 Erfolg – und das mit drei Spielern. Chapeau!

Kilian Weishaupt entfleuchte dem Schatten seines Bruders und des jüngeren der beiden Weber-Brüder, erzielte überzeugende 8:0 Spielpunkte und kassierte für diesen Coup den Titel „Player of the Match“.

Tabelle „Player of the Match“ (nach dem 1. Spieltag):

PLATZ NAME MANNSCHAFT ANZAHL
1. Biehl, Stefan SG Rheinland/Düsseldorf 1
1. Helbig, Andreas TKC Preußen Waltrop II 1
1. Kleofasz, Michael TKC ’71 Hirschlanden II 1
1. Lennemann, Felix SG Rheinland/Düsseldorf 1
1. Mettegang, Nils TKC 1986 Gevelsberg I 1
1. Nater, Daniel Headbangers Balingen 1
1. Reupke, Oliver TKC 1986 Gevelsberg I 1
1. Ruscheweyh, Olaf TKC Preußen Waltrop II 1
1. Weber, Jakob PWR ’78 Wasseralfingen 1
1. Weißhaupt, Kilian PWR ’78 Wasseralfingen 1

Die Spielprotokolle der 2. Bundesliga Südwest, der Spielplan, die Tabelle und die Einzelwertung gibt es unter

www.dtkv.info.

Einfach die verschiedenen Reiter anklicken, die entsprechende Liga wählen und dann mit Genuss stöbern!

Kurzfazit:

Der Saisonauftakt ist geglückt. Überraschenderweise grüßt Gevelsberg nach zwei klaren Siegen von Tabellenplatz Eins. Das neue Saisonziel wird Clubchef Siggi Gies sicherlich schnell formulieren. Kelheimwinzer gab ebenso keinen Punkt ab und hat mit 4:0 Punkten beste Karten im Abstiegskampf. Oder ist mehr drin?

Mit vier Spielern hat Wasseralfingen immer noch die besten Chancen auf den Aufstieg. Jedoch dürfen die Mannen um Jakob Weber am nächsten Spieltag zu Hause gegen die beiden verlustpunktfreien Teams aus Gevelsberg und Kelheimwinzer nicht patzen, denn mit 3 Verlustpunkten könnte das Aufstiegsrennen schon gelaufen sein.

Und Kaiserslautern als Vierter in der Tabelle und mit nur einem Verlustpunkt hat gewisse Außenseiterchancen, aber mehr auch nicht. Alle anderen Mannschaften werden gegen den Abstieg kämpfen, wobei insbesondere Schwerte noch deutlich zulegen muss.

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Saisonauftakt geglückt: Reibungsloser Ablauf aller 9 Meisterschaftsspiele am 1. Spieltag der 1. Bundesliga!

Der erste Spieltag der neuen Saison 2023 ist gespielt. An drei verschiedenen Standorten luden die Heimmannschaften ihre Gegner zum sportlichen Wettkampf um die Punkte ein; und es gab viele, viele spannende Duelle und einige Ergebnisse, die aufhorchen lassen.

Spielort Bochum:

Playoff-Teilnehmer Waltrop empfing an neuer Spielstätte in Bochum den Vizemeister Kaiserslautern und Aufsteiger Drispenstedt. Alle Mannschaften setzten auf ihre altbewährten Stammkräfte, lediglich Leon Böttger bekam das Vertrauen erstmalig für Kaiserslautern in der 1. Bundesliga auflaufen zu dürfen.

TKC Kaiserslautern ’86 I mit Sebastian Baadte, Leon Böttger, Philipp Baadte und Jochen Hahnel (von links nach rechts)

Das erwartete Topspiel zwischen Kaiserslautern und Waltrop brachte nach zwei Runden eine überraschend klare 7:1 Führung für die Lauterer, die dann Runde für Runde mit 2:2 Punkten das Spiel letztendlich klar mit 19:13 nach Hause schaukelten. Sebastian Baadte überraschte als bester Spieler der Lauterer mit 6:2 Punkten, Leon Böttger gab einen hervorragenden Einstand mit 4:4 Punkten. Bei Waltrop wusste nur Holger Wölk mit 6:2 Punkten zu überzeugen, enttäuschend Arnold Gotzhein, der  an einem sehr gebrauchten Tag mit 0:8 Punkten und 5:22 Toren stark abfiel.

TKC Preußen Waltrop I mit Holger Wolk, Arnold Gotzhein, Jens Foit und Oliver Hahne (von links nach rechts)

Im Spiel des Aufsteigers Drispenstedt gegen Kaiserslautern begann die erste Runde mit einem Paukenschlag und einer 4:0 Führung der Spieler um den DTKV-Präsidenten Aimé Lungela. Doch danach war Schluss mit lustig und Kaiserslautern zog in fünf Runden locker zum 17:7 und damit zum vorzeitigen Sieg davon. Diesmal war Philipp Baadte mit 8:0 Punkten und lediglich 4 Gegentoren „Man of the match“, während auf Drispenstedter Seite nur Daniel Bialk mit 4:4 Punkten und 10:9 Toren als einziger Drispenstedter kein negatives Punkt- oder Torverhältnis aufwies.

Überraschenderweise starteten die Drispenstedter in dem Spiel gegen Waltrop furios: über 3:1 – 6:2 – 10:2 – 11:5 -13:7 – und 15:9 sah man schon frühzeitig wie der sichere Sieger der Partie aus. Doch dann war auf einmal in der letzten Runde noch ein 16:16 für Waltrop möglich. Oliver Hahne gewann deutlich gegen Daniel Bialk und erst in den Schlussminuten drehte Berthold Nieder sein Spiel gegen Arnold Gotzhein und somit war die erste kleine Überraschung des ersten Spieltages perfekt: Drispenstedt gewinnt zwei immens wichtige Punkte und darf träumen. Holger Wölk, solide, unaufgeregt, souverän, wusste mit 6:2 Punkten zu gefallen, Arnold Gotzhein ergatterte immerhin seinen ersten und einzigen Punkt des Tages. Die Drispenstedter waren relativ ausgeglichen, angeführt von Berthold Nieder mit 6:2 Punkten.

TFB Drispenstedt 77 I mit Aimé Lungela, Berthold Nieder, Daniel Bialk und André Bialk (von links nach rechts)

Spielort Berlin-Spandau:

Der Deutsche Mannschaftsmeister TKC ’71 Hirschlanden I hatte zum Saisonauftakt seine weiteste Anreise und zwei Aufsteiger vor der Brust. Zwar trat man ohne Harald Füßinger an, trotzdem waren zwei klare Siege mit der Maximalausbeute von vier Punkten Pflicht.

TKC ’71 Hirschlanden I mit Rainer Schlotz, Max Daub, Florian Stähle, Harald Füßinger und Benjamin Buza (von links nach rechts, von oben nach unten)

Das erste Spiel des Tages zwischen Hirschlanden und den Filzteufeln von Spandau brachte in den ersten vier Runden mit einem 9:7 noch ein sehr enges Match, doch dann zogen die Schwaben das Tempo an und gewannen teilweise mit deutlichen Ergebnissen die Partie. Das klare 22:10 Endergebnis lässt nicht das enge Zwischenergebnis erahnen. Beim Sieger war Max Daub mit 8:0 Punkten bärenstark, auf Seite der Filzteufel konnte nur der ehemalige Celtic-Spieler Christian Kuch mit 5:3 Punkten überzeugen. Auf seinen Schultern liegt an den nächsten Spieltagen die Last punkten zu müssen, um das Wunschziel Play-Off-Platz zu erreichen.

Das Bundesligadebüt für den Aufsteiger Spieltrieb Ylipulli Gießen begann im Spiel gegen Hirschlanden verheißungsvoll. Christoph Jilo konnte Max Daub den ersten und einzigen doppelten Punktverlust zufügen, doch das 2:2 war nur der Anfang von einem bitteren Ende. Schnell übernahm der deutsche Mannschaftsmeister das Steuerrad in die Hand und segelte unaufhaltsam davon. Nach dem 17:7 Zwischenstand stand der Sieg fest und man ließ mit dem 22:10 das Spiel ruhig ausklingen. Das Gesamtfazit der Hirschlandener für den heutigen Tag lautete: „Ein gelungener Ausflug nach Berlin – mit zwei Pflichtsiegen, der Grundstein für die Play-Off Qualifikation in Hirschlanden ist gelegt!“ (Zitat Homepage Hirschlanden). Auf Seiten der Schwaben spielten alle Spieler konstant gut und nur Christoph Jilo konnte als bester Gießener Spieler mit ausgeglichenem Punkt- und Torverhältnis mithalten.

Spandauer Filzteufel ’09 I mit Jan Komareck, Christian Kuch, Michael Kalentzi und Knut Asmis (von links nach rechts)

Im abschließenden Spiel des Tages trafen die beiden Verliererteams Spandauer Filzteufel und Gießen aufeinander. Beide Mannschaften waren am grünen Tisch in die erste Liga nachgerückt. Doch das erwartet enge Spiel kam nicht zustande. 4:0 – 8:0 – 12:4 und 17:7, da war der Drops richtig schnell gelutscht und das 23:9 war ein klarer Kantersieg für die Heimmannschaft. Wieder glänzte Christian Kuch als bester Spieler seiner Mannschaft mit 7:1 Punkten, doch auch die Bundesliga-Neulinge Knut Asmis und Michael Kalentzi punkteten erstmals positiv. Christian Schäl mit 3:5 Punkten versuchte das Fähnlein hochzuhalten, doch dieser Tag war für die Gießener ein sportlich bescheidener Tag.

Spielort Rommersheim:

TKC Gallus Frankfurt mit dem frischgebackenen Norddeutschen Einzelmeister Michael Kaus und dem Neuzugang Max Gottschalk hatte scheinbar zwei leichte Aufgaben mit dem Aufsteiger SG Karlsruhe/Mayence und Flinke Finger Bruck.

SG Karlsruhe/Mayence mit Daniel Meuren, Georg Schwatz, Christian Meister und Henning Horn (von links nach rechts)

Im ersten Spiel des Tages dominierten von Beginn an die Frankfurter ihren Saisonauftakt gegen den Aufsteiger SG Karlsruhe/Mayence. Mit 18:6 überrannten sie förmlich den Gegner und gewannen souverän 22:10. Auf Frankfurter Seite freuten sich drei Spieler über 6:2 Punkte, während auf Seiten der Spielgemeinschaft Georg Schwartz mit 6:2 Punkten und Daniel Meuren mit 4:4 Punkten hohes Niveau aufweisen konnten. Im Gegensatz zu ihren beiden Mitspielern konnten Henning Horn und Christian Meister nicht so viele Punkte beisteuern, allerdings sind die Frankfurter auch keine Laufkundschaft in deutschen Tipp-Kick-Landen.

Die Frankfurter hatten sich anscheinend warm gespielt, denn der folgende 27:5 Kantersieg gegen die Flinken Finger aus Bruck war äußerst souverän. Allerdings fehlte mit Vincent Höhn ein Spitzenspieler der Brucker. Die Zwischenstände 0:16 und 3:25 sprechen eine klare Sprache. Auffällig nur die 4:4 Punkte von Max Gottschalk und einem negativen Torverhältnis, während auf Brucker Seite keiner hervorstach.

Das Spiel der SG Karlsruhe/Mayence gegen Bruck begann mit einer Weltpremiere: gleich drei Schweizer Tipp-Kicker trafen in der höchsten deutschen Liga aufeinander. Und dann das: die Partie war an Spannung kaum zu überbieten. Bruck führte 13:11, dann gelangen Daniel Meuren und Georg Schwartz zwei knappe Siege (wobei Daniel Meuren gegen Manuel Häfeli einen 2:4 Zwischenstand in der letzten Minute noch in einen 5:4 Sieg drehen konnte). Nun führte plötzlich die SG mit 15:13. Doch postwendend drehte Bruck wiederum das Spiel und so konnten Peter Funke und Wolfgang Renninger gemeinsam mit dem Team ein 17:15 Endergebnis bejubeln.

Fazit und Ausblick:

Die großen Favoriten auf die Play-Off-Plätze Frankfurt, Hirschlanden und Kaiserslautern sind bereits auf Play-Off-Kurs. Mit dem nächsten Spieltag wird der Gleichschritt dieser Mannschaften erstmalig unterbrochen, wenn Kaiserslautern und Frankfurt aufeinandertreffen und sich höchstwahrscheinlich ein spannendes Match liefern werden. Frankfurt ist sicherlich leichter Favorit nach den Erfolgen von Hampel und Kaus auf der NDEM, doch letztendlich entscheidet immer die Tagesform und der Kopf. Saisonziel aller drei Mannschaften wird es sein, sich keine Blöße zu geben und Spielpunkte zu verschenken, denn Platz 1 in der Abschlusstabelle garantiert ein Halbfinale gegen einen krassen Außenseiter.

Und wer dieser Außenseiter sein wird, wird der Vierkampf zwischen Waltrop, den Filzteufeln, den Flinken Fingern aus Bruck und Drispenstedt zeigen. Wenn die SG Karlsruhe/Mayence hier noch mitmischen will, müssen am kommenden Spieltag in Drispenstedt möglichst viele Punkte eingesammelt werden. Und Gießen? Ja, es wird schwer, aber nichts ist unmöglich. Selbst wenn am nächsten Spieltag gegen Kaiserslautern und Frankfurt vermutlich kein Blumentopf zu gewinnen ist, können sie an den letzten beiden Spieltagen immer noch genügend Punkte gegen den Abstieg holen.

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