Der Süden der Tipp-Kick-Republik ist seit Jahren hochmotiviert. Gute Vereinsarbeit in den Hochburgen lassen seit Jahren das Patina der Meisterschale anwachsen. Sie ruht und ruht in Hirschlanden und will anscheinend dort nicht mehr auf Reisen gehen. Doch der Norden muckt auf. Die freche Ankündigung, dass man „erstmals in der Geschichte der letzten beiden Jahrzehnte alle 5 Sektionstitel in den Norden holen will“ (Zitat) – so wie es früher normal war und mit zwei neuen Hall-of-Fame-Spielern eindrucksvoll in diesem Jahr bereits unterstrichen wurde – motiviert den Süden noch mehr. So haben für den Pokal gleich 15 Südmannschaften gemeldet. Ob das etwas nützen wird?
Am kommenden Wochenende stehen jedoch erst einmal Punktspiele an. Naturgemäß bringen die dritten Spieltage in den verschiedenen Tipp-Kick-Bundesligen gewisse Vorentscheidungen zur Play-off-Teilnahme, für die Auf- oder Abstiege. Was bringt der 3. Spieltag dieser Saison für Überraschungen? Wir blicken tief in die Glaskugel.
1. Bundesliga:
Vorentscheidung um den 4. Play-off-Platz? Wer steigt ab?
Klarer Favorit auf Platz 4 ist der ewige Vierte, der TKC Preußen Waltrop. Über 150 Jahre Tipp-Kick-Erfahrung werden ausreichen, um in das Play-off einzuziehen. Der direkte Konkurrent Spandauer Filzteufel ’09 hatte im direkten Vergleich am letzten Spieltag Federn gelassen. Die Enttäuschung ist dort zwar gewichen und man klammert sich an den berühmten Strohhalm, doch dazu müssten alle Mannen um den neuen Norddeutschen Einzelmeister Christoph Ihme einen Sahnetag erwischen, um in den Spielen gegen den Tabellenersten (TKC ’71 Hirschlanden) und -zweiten (1. TKC Kaiserslautern ’86) zu punkten. Die Hoffnung stirbt zuletzt und schließlich hat der TFB Drispenstedt ’77 in der Vorsaison mit einem sensationellen Sieg gegen die Hirsche gezeigt, wie man die Punkte zum eigenen Klassenerhalt entführen kann.
Für die Mannschaften ab Platz 6 geht es nur um den Klassenerhalt. Beste Chancen haben die Wolfsburger (SG Wolfsburg/Adersheim) und die Drispenstedter. Wolfsburg gewann den direkten Vergleich gegen die Gießener (Spieltrieb Ylipulli Gießen), ebenso einen überraschenden Punkt gegen Kaiserslautern und scheint mit 3:5 Punkten sicher zu sein. Die Drispenstedter haben zwar machbare Aufgaben gegen Gießen und Wasseralfingen (PWR ’78 Wasseralfingen), aber wenn einer der beiden Spitzenspieler Aimé Lungela oder der frischgebackene Ostdeutsche Einzelmeister Berthold Nieder nicht punkten, kann es diese Saison noch sehr, sehr eng werden. Die Gießener haben einen großen Kader und mit Valentin Tenner und Christoph Jilo sehr gute Turnierspieler auf den Spitzenpositionen, aber ob das zum Klassenerhalt reichen wird? Mit der Mannschaft zählen schließlich die ersten 160 Minuten des Tages und nicht die letzten 10 Minuten des Turniertages. Die große Wundertüte ist und bleibt Wasseralfingen, der Mannschaft mit den vielen „W’s“, nämlich den beiden Weber-Brüdern und der Tipp-Kick-Familie Weishaupt. Treten Jakob und Jonathan Weber gemeinsam an die Platte, dürften die Aalener noch einmal den Kopf aus der Schlinge ziehen. Ansonsten kommt es am 4. Spieltag in Berlin zum Showdown mit den Wolfsburgern.
Über die Plätze 1 bis 3 brauchen wir nicht zu reden. Seit Jahren thronen Hirschlanden, Kaiserslautern und Frankfurt (TKC Gallus Frankfurt) ganz oben am fernen Firmament. Für die Spieler dieser Mannschaften ist das Play-off das heißersehnte und einzig wahre Ereignis des Jahres. Es soll aber andere Tipp-Kicker geben, die gerade das „langweilt“. Zu groß ist für diese Spieler die Kluft nach oben. Und wenn der Titel nicht errungen wird, dann holt man sich eben noch einen Spitzenspieler. Hallo William, sei gegrüßt! Ganz schön frech, diese Meinungen. Einfach mehr trainieren und besser werden!
Unser Tipp (Tabelle nach dem 3. Spieltag):
Gallus 11:1, Hirschlanden I 10:2, Kaiserslautern I 10:2, Waltrop I 8:4, Drispenstedt I 6:6, Filzteufel I 4:8, Wolfsburg I 3:9, Wasseralfingen 2:10, Gießen 0:12
2. Bundesliga Nordost:
Will überhaupt eine Mannschaft aufsteigen? Wer steigt ab?
Diese Liga ist wirklich verrückt. Fragt man im dunklen Kämmerchen bei einem Glas Bier die Spieler der verschiedenen Mannschaften will keiner aufsteigen. Die Celticer aus Berlin haben dementsprechend mit 4:4 Punkten vorgesorgt. Auch die Halbauer stehen mit 4:4 Punkten da, in diesem Fall überraschend gut da, und dürfen schon jetzt für die nächste Saison in der 2. Liga planen. Flamengo Berlin hatte einem seiner Spieler versprochen, dass man auch mal außerhalb Berlins auf Tipp-Kick-Reisen geht. Das Ziel hat man erreicht. Sportlich droht ihnen der Abstieg in die „trostlose“ Regionalliga Ost genauso wie der 3. Mannschaft der Spandauer Filzteufel. Drispenstedt II hatte einen Aderlass, als man zwei Spieler in die 1. Mannschaft hochziehen musste und ein Spieler aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr zur Verfügung steht. Die Regionalliga Nord wird das zukünftige Wohlfühlbecken dieser Mannschaft sein. Die 2. Mannschaft der Wolfsburger dümpelt ungefährdet im Mittelfeld. Das regelmäßige und gut besetzte Training zahlt sich in Wolfsburg aus.
Bleibt die Frage, wer denn nun aufsteigt. Der Tabellendritte, die zweite Mannschaft der Spandauer Filzteufel, hat bereits das Optimum erreicht. Platz 3 wird das höchste aller Gefühle sein, was erreicht werden kann. Bleiben die Grönwohlder und die Jerzer. In Bestaufstellung ist Grönwohld der Aufstieg nicht zu nehmen, doch wollen die Grönwohlder überhaupt in der Bestaufstellung antreten, um dann im kommenden Jahr Reisen quer durch die Republik zu starten? Der 3. Spieltag wird auch diese Frage klären, denn dann treffen die Tabellenplätze eins bis drei aufeinander. Wir sind gespannt!
Unser Tipp (Tabelle nach dem 3. Spieltag):
Grönwohld I 12:0, Jerze I 10:2, Celtic 8:4, Filzteufel II 6:6, Halbau 6:6, Wolfsburg II 6:6, Flamengo 2:10, Drispenstedt II 1:11, Filzteufel III 1:11
2. Bundesliga Südwest:
Plant Lautern schon die Aufstiegsfeier? Setzt Rommersheim den Durchmarsch in Liga 3 fort?
Wir beginnen und enden mit dem hochmotivierten Süden. Die Mannschaften der 2. Bundesliga Südwest bieten seit Jahren besten Tipp-Kick-Sport, ein spannendes Duell jagt das andere. Zwischen Platz 1 und Platz 4 liegen nur zwei Punkte, ebenso zwischen Platz 6 und Platz 9. Also oben und unten ist alles eng beieinander. Die besten Karten um den Aufstieg haben die Lautrer, die mit ihrem Urgestein Michael Link zwar klug nicht nur an der Platte den Tipp-Kick-Ball flach halten und stets den Favoritenstatus verneinen, aber mit dem 18:14-Sieg gegen Amberg zwei Big Points holten. Die Amberger scharren mit den Füßen und hoffen auf Ausrutscher der Lautrer gegen Hirschlanden II und den Bundesliga-Absteiger FFB. Sicherlich bekommen die Lautrer nichts geschenkt und werden gerade gegen Bruck an ihre Grenzen gehen müssen. Gelingt das, wird der 4. Spieltag nur noch der Vorbereitung zur Aufstiegsfeier dienen. Hirschlanden II als Tabellendritter wird zufrieden sein, man spielt eine souveräne Saison, ist ausgeglichen besetzt, aber mehr ist nicht drin. Nach unten oder nach oben. Amberg wird am 3. Spieltag seine beiden Gegner deutlich auf Abstand halten und sichere 4 Punkte einfahren, wenn man in Bestbesetzung spielt. Gevelsberg fördert nach Jahren mit Legionären nun konsequent die eigene Jugend. Doch der Vita des Vereins, der im Westen wirklich „alles, was einen Tipp-Kick-Spieler in der Hand halten kann, nach Gevelsberg holt“ (Zitat), würde für die Außendarstellung des Vereins ein Bundesliga-Aufstieg das Nonplusultra darstellen. Aber es fehlen starke Gegner im Westen, die einen fordern, Turnierteilnahmen der Gevelsberger Spitzenspieler und auch Teilnahmen am DTKV-Pokal, um in diese Sphären vorstoßen zu können. Trotzdem wird in Gevelsberg eine vorzügliche und kreative Vereinsarbeit geleistet. Die SG Rheinland/Düsseldorf, deren zweiter SG-Vereinsname schon fast seit historischen Zeiten nicht mehr existiert (ähnlich der SG Wolfsburg/Adersheim im Norden), hat mit Michaela Nagel die einzige weibliche Vertreterin in einer der drei Bundesligen und kämpft seit Jahren erfolgreich gegen den Abstieg. Die zweite Mannschaft der Waltroper wird als Gewinner des Spieltages ins Mittelfeld der Tabelle vorstoßen. Die SG aus Bochum/Mönchengladbach sowie die Rommersheimer kämpfen mit ihren Mannschaften gegen den Abstieg und werden auch nach dem 3. Spieltag auf der Stelle treten. Behauptet zumindest alles die große Glaskugel.
Unser Tipp (Tabelle nach dem 3. Spieltag):
Kaiserlautern II 11:1, Amberg 10:2, Bruck 8:4, Gevelsberg I 8:4, Hirschlanden II 6:6, Waltrop II 6:6, Rheinland 4:8, SG B/M I 1:11, Rommersheim I 0:12
Verwendung der Grafik mit freundlicher Genehmigung der Firma TIPP-KICK GmbH.
https://dtkv.info/wp-content/uploads/2025/05/1.-BL-2025-Spieltag-3-scaled.jpg15172560André Bialkhttps://dtkv.info/wp-content/uploads/2017/05/DTKV-300x132.pngAndré Bialk2025-05-21 00:28:512025-05-22 23:37:48Vorschau auf die Spiele am 25. Mai 2025
Drei Mannschaften mit 7:1 Punkten an der Tabellenspitze
In Wasseralfingen waren die Gastgeber klarer Außenseiter gegen die beiden Vorjahresfinalisten. Die Mannen des TKC Gallus Frankfurt zeigten eine konzentrierte Leistung und gewannen deutlich mit 25:7 Punkten. Im direkten Vergleich des Meisters TKC ’71 Hirschlanden gegen den Vizemeister TKC Gallus Frankfurt ging es um die Tabellenführung und den besseren Play-off-Platz. Die Schwaben waren zu Beginn sehr stark und hielten bis zum 12:8 einen Vier-Punkte-Vorsprung. Mit 11:13 ging es dann in die Vorschlussrunde. William Schwass (Gallus) und Max Daub (Hirschlanden) trennten sich mit einem Remis, Micha Kaus (Gallus) schlug Benjamin Buza (Hirschlanden) mit 2:1. Dann gewann Frank Hampel (Gallus) deutlich gegen den heute schwachen Rainer Schlotz (Hirschlanden), an der anderen Platte gewann Harald Füßinger (Hirschlanden) mit 3:1 gegen Max Gottschalk (Gallus), so dass am Ende ein gerechtes 16:16-Unentschieden in der Spitzenpartie heraussprang. In der dritten Partie in Wasseralfingen zeigten die Gastgeber eine starke Leistung und konnten lange Zeit mithalten. Julius Weber (Wasseralfingen) vertrat Felix Weishaupt, doch zu einem Punktgewinn reichte es (noch) nicht. Die Ostälbler führten 9:7, doch nun folgten vier Siege des TKC ’71. Beim 15:9 schnürte Max Daub den Sack zu und die Hirschlandener verbuchten einen 19:13-Arbeitssieg.
In Berlin waren TKC Preußen Waltrop und Spieltrieb Ylipulli Gießen zu Gast bei den Spandauer Filzteufeln ’09. Gießen zeigte zwar gute Leistungen, insbesondere Jens Jepp holte im ersten Spiel starke 5:3-Punkte. Insgesamt verloren die Gießener beide Partien mit 14:18. Diese Niederlagen bedeuten nichts Gutes für den Abstiegskampf. Im Kampf um den vierten Play-off-Platz zeigte Waltrop mit einem sehr knappen 17:15-Erfolg, dass man hier ein Wörtchen mitreden wollte. Beim Stand von 12:12 spielte das Duo Foit/Wölk (beide Waltrop) Remis gegen das Duo Ihme/Kuch (Filzteufel), es stand 14:14. In den letzten beiden Spielen gelang Oliver Hahne (Waltrop) gegen André Bialk (Filzteufel) ein knappes 2:2. An der anderen Platte konnte Atze Gotzhein (Waltrop) mit einem 2:1-Sieg gegen den glücklosen Knut Asmis den 17:15-Sieg sichern! Damit haben die Waltroper bereits am 2. Spieltag einen Fuß in der Tür zum Play-off um die Deutsche Mannschaftsmeisterschaft.
Am dritten Spielort in Wolfsburg gelang den Gastgebern SG Wolfsburg/Adersheim in der ersten Partie gegen dem 1. TKC Kaiserslautern ’86 mit einem 16:16-Unentschieden eine faustdicke Überraschung. Nach diversen Führungswechseln hieß es 14:10 für die Pfälzer. Doch dann unterlag der Deutsche Einzelmeister Artur Merke (Kaiserslautern) dem Wolfsburger Andreas Kröning mit 2:4 Toren, während der überragende Matthias Hahnel (Kaiserslautern) gegen Myrko Baumgart mit 3:2 gewann, und alles sah nach dem 16:12-Zwischenstand für einen Sieg der Lauterer aus. Doch Martin Leinz überzeugte mit einem 6:4-Sieg gegen Jochen Hahnel (Kaiserslautern) und Altmeister Stephan Pfaff schlug Leon Böttger mit 3:2. Die Wolfsburger haben nun mit 3:5-Punkten eine gute Ausgangssituation, um den Abstieg zu vermeiden. Die beiden anderen Begegnungen endeten erwartungsgemäß: Kaiserslautern gewinnt mit 22:10 deutlich gegen den TFB Drispenstedt ’77, siegte aber im folgenden Spiel mit 23:9 gegen die Gastgeber, die ihrerseits den Schwung vom Punktgewinn aus der ersten Partie nicht mitnehmen konnten. Überragend war hier Berthold Nieder (Drispenstedt) mit 8:0 Punkten.
An der Spitze der 1. Bundesliga-Tabelle liegen das Dreigestirn TKC ’71 Hirschlanden, 1. TKC Kaiserslautern ’86 und der TKC Gallus Frankfurt mit 7:1 Punkten. Waltrop liegt mit 6:2 Punkten dahinter. Die Filzteufel aus Spandau scheinen mit 4:4 Punkten im gesicherten Mittelfeld fernab von Abstiegssorgen zu liegen, knapp vor Wolfsburg und Drispenstedt. Für Wasseralfingen und Gießen wird es schwer. Am 25. Mai 2025 folgt Spieltag 3, die Gastgeber sind dann Hirschlanden, Waltrop und Wasseralfingen.
1. Bundesliga, Spielort Wasseralfingen (Bilder von Rainer Schlotz):
2. Bundesliga Nordost, Spielort Berlin-Friedenau (Bericht und Bilder von Andreas Hofert):
TKV Jerze I gegen BTV Flamengo `62 29:3 73:27
Im Duell Absteiger gegen Aufsteiger waren die Vorzeichen klar verteilt. Das Spiel war schnell erklärt, die Jerzer spielten stark auf und ließen dem Heimteam kaum eine Chance. Lediglich Tobias Witte verlor eine einzige Partie gegen Ferdinand Reng (und das mit dem Abpfiff). Da Leon Reng für die Berliner gegen den Jerzer Teamkapitän Andreas Hofert ein 2:2 Unentschieden holte, waren damit schon alle Punkte der Hauptstädter erzählt. Mit 29:3 Punkten bei 73:27 Toren war die Partie eine klare Angelegenheit. Bei Jerze wussten Markus Schnetzke (wieder einmal) und Marcel Kreuzweiß mit je 8:0 Punkten zu glänzen. Ferdinand Reng war bei Flamengo mit 2:6 Punkten an zwei Dritteln aller Punkte beteiligt.
Celtic Berlin gegen TKV Jerze I 8:24 42:65
Im Anschluss an den Kantersieg trafen die Kicker aus dem 180 Seelendorf auf die Hauptstadtkicker von Celtic Berlin. Die Jerzer kickten dabei einen anfänglichen Vorsprung mit 3:1 und 6:2 und 10:2 heraus, den sie auf 13:3 und 17:3 ausbauen konnten. Damit war auch hier die Messe schnell gelesen. Nach etwas Ergebniskosmetik kam es am Ende zu einem ungefährdeten 24:8 Punktsieg bei 65:42 Toren. Erneut war Markus Schnetzke diesmal mit Tobias Witte mit je 7:1 Punkten bester Akteur für Jerze. Christian Thieke holte mit 4:4 Punkten die Hälfte aller Celticer Zähler.
Hervorzuheben an diesem Wochenende war die Jerzer Gesamtausbeute. Aus 32 Partien ließen die Jerzer nur insgesamt 2 Niederlagen und 7 Unentschieden zu. Bockstark. In der aktuellen Tabelle belegen die Jerzer mit 4:0 Punkten und nur zwei Spielpunkten hinter dem TKV Grönwohld I den zweiten Platz. In der Einzelwertung sind alle Jerzer unter den Top 10 platziert. Als Ersatz für Christian Reymann geholt, avanciert der Routinier Markus Schnetzke immer mehr zum Matchwinner und ist mit 28:4 Punkten zweitbester der Einzelwertung. Tobias Witte ist als fünfter, Andreas Hofert als siebter und Marcel Kreuzweiß als neunter platziert.
Im Mai kommt es dann zum großen Showdown in Grönwohld. Dort treffen die Top drei der Liga aufeinander: TKV Grönwohld I und der TKV Jerze I und Spandauer Filzteufel II. Für Spannung ist gesorgt!
2. Bundesliga Südwest, Spielort Rommersheim (Bericht und Bilder von Daniel Meuren):
Falsches Rommersheim
Flinke Finger lassen alle Punkte mit aus dem Heimspieltag von Rheinland United mitgehen. Der Gastgeber findet seinen fremden Heimspielort problemlos, ein dort beheimateter Gast verirrt sich ins falsche Rommersheim – was der Orientierungsschwäche seines Teams auch an der Platte entspricht.
Es ist gar nicht so leicht mit der Jugend und der Orientierung. Darüber sind schon ganze Doktorarbeiten geschrieben worden. Luca Böttger hat das am Heimspieltag der SG Rheinland/Düsseldorf bewiesen. Es ging für den Nachwuchsstar, der den Altersschnitt des Teams gewaltig senkt, ins eigentlich ganz vertraute Rommersheim, wo seine Mannschaft der TG 1860 KarlMay beheimatet ist und wo die SG Rheinland/Düsseldorf zu günstigen Konditionen, die Turn- und Sängerhalle angemietet hatte. Luca hatte dort bereits Tipp-Kick gespielt. Der Navi führte ihn allerdings in ein anderes Rommersheim in der Eifel und nicht nach Rheinhessen. Dort kam ihm alles so fremd vor, dass er seinen Irrtum dann doch selbst bemerkt hatte, ehe er versehentlich an einem Kickertisch in einer Kneipe eines dort womöglich beheimateten Tischfußball-Clubs hätte enden können – hätte das heutige Rommersheim doch 1931 nur darauf verzichtet, den alten Namen Eichloch abzuändern, nur weil Eichloch auf Rheinhessisch ausgesprochen allzu schnell einem schlimmen Schimpfwort ähnelt. Entfernung zum richtigen Rommersheim: gute 170 Kilometer, Fahrzeit 2 Stunden, Luca bewältigte sie in anderthalb Stunden und war somit gerade eben zu akzeptabler Zeit an der Platte. Er durfte sich bei der Geduld und Nachsicht der Brucker bedanken.
An der Platte agierte Rommersheim allerdings ebenfalls wie ein falsches Rommersheim und verlor beide Heimspiele an diesem Tag. Gegen Flinke Finger Bruck überzeugte die Mannschaft noch halbwegs, startete gut mit 5:3 Punkten und hielt die Partie recht lang offen. Erst dann verließen die Truppe ein wenig die Kräfte, 5:3 Punkte von Daniel Meuren, der gegen Manuel Häfeli seine bislang einzige Saisonniederlage einstecken musste, und ein 4:4 von Henning Horn reichten am Ende nicht zu mehr als einer 12:20-Niederlage. Bemerkenswert auf Seiten der Bayern: alle vier Akteure sicherten exakt 5:3 Punkte, nur Peter Funke, fiel mit einem deutlich positiven Torverhältnis von 16:9 aus der Reihe, die anderen Akteure setzten sich mit dem nötigen Minimalismus durch, der an diesem Tag entscheidend aber war.
Nachdem die SG Rheinland/Düsseldorf ähnlich hoch mit 10:22 gegen Bruck verlor, kam es nun zum Duell zweier Abstiegskandidaten. Hier agierte Rommersheim endgültig so, als kämen sie aus der Eifel, wenn man einmal von Daniel Meuren absieht. Seine 8:0 Punkte reichten nicht, um die wichtigen Punkte im Kampf gegen den Abstieg in Rheinhessen zu behalten. Stattdessen steuerten seine Teamkameraden in Summe lediglich 5 weitere Zähler bei, so dass man am Ende mit 13:19 das Nachsehen hatte. „Wir sind in dieser Saison des Umbruchs bewusst das Wagnis eingegangen, mit Nachwuchstalenten an den Start zu gehen. Otto Pfeifer Sr. sollte Erfahrungen sammeln, weil alle an sein Potenzial glauben. Natürlich hatten wir intern gehofft, dass wir schon einen Schritt weiter sind“, sagte Sportdirektor Daniel Meuren, „wir werden beim nächsten Spieltag am 25. Mai stärker zurückkommen.“
Es passte ins Bild, dass Luca Böttger zum guten Schluss noch seine Spieler in Rommersheim vergaß.
Das sportliche Desaster wirft auch Schatten auf die vor dem Spiel präsentierte neue Partnerschaft:
Auf den Spuren des TKC 1986 Gevelsberg hat Rommersheim, nachdem es bereits die Namensrechte des Sommerchiller-Pokalturniers an das Weingut Keber Kolling verkauft hatte, nun auch die Brust des Trikots vermarktet: Abermals hat das Weingut aus Sommerloch an der Nahe zugeschlagen und sich für drei Jahre die Werberechte gesichert mit seinem Premium-Produkt Sommerchiller, dem perfekten Cuvée für warme Sommerabende, ausgebaut in Weiß und Rosé. Herzlichen Dank nach Sommerloch und auf eine großartige Partnerschaft mit dem stärksten Tipp-Kick-Verein aus der benachbarten Weinregion Rheinhessen!
„Wir sind stolz, dass wir die Tipp-Kicker der TG 1860 KarlMay Rommersheim für die Partnerschaft mit uns gewinnen konnten. Tipp-Kick und der Sommerchiller passen einfach zusammen. Beide feiern das Leben und bringen gute Laune! Der Sommerchiller versprüht so viel Spielwitz wie die Tipp-Kicker an der Platte“, sagt Weinmaker Jonathan Kolling.
Die Trikots mit dem schicken Etikett auf der Brust feierten Premiere im Spiel der Zweitbundesliga-Mannschaft gegen Flinke Finger Bruck! Selbstverständlich gibt es auch ein Sommerchiller-Probier-Paket im Spezialangebot für alle Tipp-Kick-Freunde auf Anfrage – ausnahmsweise natürlich ohne Pokale!
TKC ’71 Hirschlanden II trotz Niederlage Tabellenführer
Es sollte sich erst am Ende des 2. Spieltags zeigen, aber im Duell TKC 1986 Gevelsberg I gegen TKC ’71 Hirschlanden II gewann die Heimmannschaft gegen den späteren und neuen Tabellenführer aus dem Schwabenländle. Kurios! Gevelsberg sicherte sich mit dem 3. Sieg in Folge den wohl jetzt schon für sicher geltenden Klassenerhalt. Der Blick um Clubchef Siggi Gies kann sich eigentlich nur noch nach oben in der Tabelle richten.
Im Keller der Tabelle konnten sich die Flinken Finger aus Bruck mit 2 Siegen, bei jetzt 5:3 Punkten aus dem Abstiegskampf verabschieden. Auch hier geht der Blick geht es in der Tabelle an den folgenden Spieltagen sicher weiter nach oben.
Rommersheim blieb zuhause zweimal das Nachsehen und am Ende des Spieltags eben nur die rote Laterne.
Die SG Bochum/Mönchengladbach I hat zwar einen Punkt mehr, aber mindestens genauso große Nöte wie die TG 1860 mit dem längsten Namen aller jemals gegründeten Tipp-Kick-Vereine.
Aufgrund einer Sperrung der Kaiserslauterer Spielstätte wurden die drei ausgefallenen Partien auf den 13. April verschoben. Hier stehen sich die bisher verlustpunktfreien Teams vom 1. TKC Kaiserslautern 86 II und OTC 90 Amberg sowie die Bundesligareserve vom TKC Preußen Waltrop in der Tipp-Kick-Hölle gegenüber. Tipp-Kick-Deutschland wird gespannt dorthin schauen und freut sich auf Live-Übertragungen!
2. Bundesliga Südwest (Bericht von Rainer Schlotz):
„Zweite“ vorne mit dabei
Am zweiten Spieltag ging es für die „Zweite“ vom TKC ’71 Hirschlanden nach Gevelsberg. Gegen die Gastgeber sah es lange Zeit gut aus, 10:6 führten die Mannen um Michael Bräuning. Doch dieses Mal erwies sich die Führung als nicht hilfreich. Doch zwei knappe Niederlagen von Michael Kleofasz und Stefan Poetsch bedeuteten den 10-10 Ausgleich. Die Gastgeber nutzten das Momentum, Michael Bräuning und Christoph Haag unterlagen dem Duo Pulice/Mettegang, 14:10 für die Westfalen. Michael Kleofasz und Stefan Poetsch sorgten noch für Spannung mit einem Sieg und einem Remis, 15:13. Doch die Schlußeinzel brachten nicht die Wende, zwei knappe Niederlagen sorgten für das 19:13 für Gevelsberg.
Im zweiten Spiel ging es gegen die SG Bochum/Mönchengladbach. Nur zu Beginn tat sich die „Zweite“ etwas schwer, dann ging es über ein 10:6 auf 14:6 und bereits beim Stand von 17:7 war die Partie entschieden. Eine geschlossene Mannschaftsleistung der „Zweiten“, aus der Stefan Poetsch mit 7:1 Punkten herausragte. Die „Zweite“ liegt momentan mit 6:2 Punkten sogar an der Tabellenspitze, allerdings findet am kommenden Sonntag noch ein Nachholspiel statt, dann geht der Platz an der Sonne an einen Konkurrenten.
2. Bundesliga Südwest (Bericht von Axel Bennemann):
Außer Spesen nix gewesen
Zum 2. Spieltag der 2. Tipp-Kick-Bundesliga Südwest musste die SG Bochum/Mönchengladbach I nicht allzu weit reisen: die bestens vorbereitete Spielstätte in Gevelsberg liegt im Westen, hier hat man schon oft gespielt. Die weite Anreise lag diesmal bei den Mannen aus Hirschlanden II (Baden-Württemberg mit den Spielern Bräuning, Haag, Kleofasz und Poetsch). Den Ausrichter Gevelsberg (Siggi Gies als Einwechselspieler, N. Mettegang, M. Müller, I. Pulice) kennt man natürlich bestens. Die SG trat diesmal in der Besetzung Bennemann, Groterath, Schmidt, Wietoska an.
Als die SG in Gevelsberg eintraf, lief quasi die 2. Halbzeit der Partie Gevelsberg gegen Hirschlanden, beim Zwischenstand von 6:10. Der Traditionsverein aus dem Süden der Republik war offenbar bestens drauf. Doch dann, als wollte man es den anreisenden Gästen aus Bochum und Mönchengladbach zeigen: Gevelsberg drehte mit eisernem Willen und starken Spielen nach und nach die Partie: 10:10, 14:10. Doch auch Hirschlanden gab noch einmal Gas: 15:13. Die letzten beiden Paarungen mussten hier die Entscheidung bringen. Marcus Müller siegt gegen Bräuning 3:2, Mettegang schlägt Haag 4:3. 19:13-Sieg für Gevelsberg! So schnell kann es gehen im Tipp-Kick. Mit der Westbrille freut man sich natürlich für die Gevelsberger – doch gleichzeitig ist man auch Liga-Konkurrent. Also mal schauen, ob die SG Bo-MG heute den Gevelsbergern Paroli bieten kann.
Den Auftakt machte die Partie SG Bochum-Mönchengladbach gegen Hirschlanden II. Konnte man Vorteile ziehen aus der bedrückenden Niederlage der Hirschlandener zuvor? Es sei vorweggenommen: Leider nein! Gleich die erste Spielpaarung ging – wenn auch in zwei engen Begegnungen (2:3 Witti-Kleo, 3:4 Björn in seinem Zweitliga Debut gegen Bräuning) an Hirschlanden. 0:4 Punkte. Ein denkbar schlechter Auftakt. Im 2. Durchgang konnte lediglich Achim Schmidt Boden gut machen (3:1 gegen Haag), während Axel Bennemann beim 0:7 gegen Poetsch kein Land sah. 2:6 Punkte.
In den folgenden Partien gab es zwar ab und an dann auch mal wieder den ein oder anderen Punkt oder Sieg für die SG, man kam aber nie wirklich auf Schlagdistanz, so dass die Begegnung beim Zwischenstand von 7:17 bereits früh entschieden war. Am Ende hieß es 11:21 für Hirschlanden. Die Punkte für die SG: Bennemann 4:4, Groterath 3:5, Schmidt, Wietoska je 2:6. Mund abwischen, weiter geht’s!
Kurze Mittagspause, dann das Spiel gegen Gevelsberg. Siggi Gies trat auch hier höchstpersönlich als Ersatzmann für den verhinderten Joachim Buß in „seiner“ Arena an.
Björn holte direkt einen Punkt gegen den Platzhirsch Gies, Witti unterlag allerdings Ivan mit 1:3. Also musste man erneut einem Rückstand hinterherlaufen. Axel unterliegt einem brillant aufspielenden und unfassbar gut haltenden Nils Mettegang mit 2:3, Achim Schmidt punktet gegen Marcus Müller. Zwischenstand 2:6. Das ist zu wenig! Wie schon im Auftaktspiel gegen Hirschlanden: die SG punktet hier und da – doch es fehlt mal eine befreiende 4:0-Runde. Immerhin konnte man die Partie diesmal bis zur Vorschlussrunde offenhalten, doch dann machten die Gevelsberger mit einem Doppelsieg den Sack zu. Nach dem Zwischenstand von bedeuteten die letzten 3 Punkte für die SG leider nur eine kosmetische Verbesserung des Endstandes von 12:20. Die Punkte für die SG: Bennemann 6:2, Groterath 3:5, Schmidt 2:6, Wietoska 1:7.
Woran hat es gelegen? Schwierig zu sagen. Die individuelle Klasse auch solche Begegnungen für sich zu entscheiden, ist eigentlich da. Man muss es aber auch mal gebündelt auf die Platte bringen. Heute war ganz klar der Wurm drin. Hoffen wir auf den nächsten Spieltag am 25. Mai in Bochum. Mit Heimrecht im Rücken hat man die wohl letzte Chance, die Saison zumindest weiter offen zu halten. Die sollte man nutzen!
Die neue zweite Mannschaft vom TKV Grönwohld erringt einen knappen Sieg gegen die zweite Garnitur aus Jerze (18:14)und hat gegen die SG Neumünster/Moisburg das Nachsehen (15:17).
Das insgesamt sehr ausgeglichene Match gegen die SG wurde erst in der letzten Partie zugunsten der SG entschieden. Insider behaupten, dass es wohl daran lag, dass das neu formierte Team aus Grönwohld sich vor und in ihrem ersten Spiel der Saison erst finden musste (im wahrsten Sinne des Wortes) … erst auf dem Parkplatz in Stillhorn (Hamburg) … später dann auch an den Tipp Kick Platten. In der Folgepartie wuchs dann das Team zusammen und erkämpfte sich gegen die Mannschaft aus dem Harz einen knappen Sieg.
Es war dennoch alles in allem ein gelungener und spannender Auftakt bei tollen Gastgebern im Harz.
Regionalliga Süd, Staffel Südwest (Bericht und Bilder von Rainer Schlotz):
1. TKC Kaiserlautern ’86 holt vorzeitig die Meisterschaft
Als „unliebsame“ Gäste erwies sich die „Dritte“ des 1. TKC Kaiserslautern ’86. Die Mannen um Markus Mayer gewannen nicht nur einmal, sondern gewannen gleich vier Partien gegen die „Dritte“ und die „Vierte“. Zunächst ging es im um die Tabellenspitze zwischen den beiden stärksten Teams der Regionalliga. Andreas Sigle legte mit seinen Mannen gut los, 9:3 führte man zunächst. Doch die Pfälzer schlugen zurück, 12:12 vor den letzten Matches. Andreas und Christian Schlißke spielten jeweils Remis, 14:14. Jürgen Bischof mit einem weiteren Unentschieden (er spielte in dieser Begegnung 4x Remis!), doch im Spitzenspiel zwischen Robert Matanovic und dem Lauterer Urgestein Markus Meyer zeigte der Gast, dass er doch noch ganz gut spielen kann und gewann mit 7:2 Toren. Damit holte sich Lautern den 17:15 Sieg. Im Rückspiel waren die Schwaben dann chancenlos – mit 21:11 holten sich die Lauterer auch den zweiten Sieg und somit auch Platz 1 in der Tabelle.
Anschließend durften sich unsere Kids mit dem Favoriten messen und zogen sich wirklich achtbar aus der Affäre. Heidi holte starke 4:4 Punkte und Jamil gewann ebenfalls ein Spiel. Erik und Mika waren nah dran am Punktgewinn. Am Ende hieß es 6:26 für Kaiserslautern. Im zweiten Spiel gingen dann Maxi, Timo, Erik und Jamil an die Platten. Dieses Mal wartete Erik mit 3;5 Punkten auf, Maxi gewann ebenfalls ein Match. Timo und Jamil zeigten ebenfalls ihr Können, gingen aber leer aus. Der Spitzenreiter aus der Pfalz gewann mit 27:5 Punkten. Wieder konnten die Kids viel lernen und gegen Rommersheim wartet Ende Mai ein Gegner auf Augenhöhe. Glückwunsch an die „Dritte“ des 1. TKC Kaiserslautern ’86 zur Meisterschaft!!
Regionalliga West (Bericht und Bilder von Valentin Kramer)
Ein hartes Stück Arbeit …
… waren die Spiele heute gegen die starken Hammer Mammuts in Dortmund-Dorstfeld. Die erste Runde ging nach einigen engen Partien und diversen Kunstschüssen 12:6 an die TornaDos. Im Rückspiel drehten dann die Hammer auf, steigerten sich in allen Belangen und holten den verdienten Sieg. Am Ende eine Punkteteilung, mit der alle gut leben können.
https://dtkv.info/wp-content/uploads/2025/04/Beitragsbild-2025-06-04-scaled.jpg19202560André Bialkhttps://dtkv.info/wp-content/uploads/2017/05/DTKV-300x132.pngAndré Bialk2025-04-09 18:22:102025-04-12 21:35:59Spielberichte und Bilder von den Punktspielen der verschiedenen Ligen am 6. April 2025
Ohne Georg Schwartz genauso gut – oder auch genauso schlecht: Die TG 1860 KarlMay Rommersheim I startet kurioserweise am selben Ort und gegen die selben Gegner mit exakt den selben Ergebnissen wie im Vorjahr in die Zweitligasaison. Das Bittere: Wie im Vorjahr verliert die Truppe um Daniel Meuren und Henning Horn beide Begegnungen gegen die Zweitvertretungen der Bundesligaklubs aus Waltrop und Hirschlanden, unnötigerweise jeweils knapp. Hirschlanden entledigt sich mit dem Sieg gegen Waltrop bei idealen Bedingungen in Herne bereits aller Abstiegssorgen.
Es war schon ein besonderer Tag für Henning Horn: Er kannte Tipp-Kick im vergangenen Vierteljahrhundert eigentlich nur im Doppelpack mit Georg Schwartz. Und nun muss der Starkicker-Connaisseur aus der Eifel nach dem Mannschafts-Karriereende ohne seinen Weggefährten klarkommen und hat nur noch Daniel Meuren an seiner Seite. So reiste Horn also mit mulmigem Gefühl nach Herne zum ersten Spieltag der Post-Schwartz-Ära, den die Waltroper als perfekter Gastgeber an einem super geeigneten Spielort im Sportpark in Herne bestens organisiert hatten.
Auch für Meuren war es natürlich ungewohnt, ohne Schwartz plötzlich der alleinige Führungsspieler zu sein, in einem neu zusammen gestellten Quartett mit Horn, Stefan Klinge und Luca Böttger. Bei dem deutschen Vizemeister der Jahre 1999 und 2002 lief an diesem Sonntag indes trotzdem eigentlich ziemlich alles ziemlich glatt: Er verließ seine geliebte Heimatstadt Mainz am Morgen pünktlich um 8:20 Uhr mit dem Zug, war bereits knapp zehn Stunden später bereits wieder in der Goldenen Stadt am Rhein, wo er als Aufsichtsrat seit kurzem sogar noch am Höhenflug in der tipp-kick-verwandten Sportart Fußball beim Bundesligadritten Mainz 05 teilhaben darf, und dazwischen blieb er in acht Begegnungen an der Tipp-Kick-Platte ungeschlagen, holte trotz ungewohnt schwachem Sturm und dem Mangel an auch nur einem Eckballtor 7:1 und 6:2 Punkte bei durchaus bemerkenswerten Tordifferenzen von 10:6 und 9:6. Das Bittere aber: Für Punktgewinne seiner Mannschaft der TG 1860 KarlMay Rommersheim reicht das nicht zum Auftakt in die Saison der Zweiten Bundesliga Südwest. Im ersten Spiel holte Meuren 7:1 Punkte gegen Hirschlanden, am Ende fehlte genau dieser bei einem 1:1 gegen Stefan Poetsch liegen gelassene Punkt für ein Unentschieden gegen Hirschlanden. Schmerzhaft ist die Niederlage für die Rheinhessen vor allem deshalb, weil das runderneuerte Team mit 13:7 in Führung lag nach einem Traumstart des neuen Quartetts. Nachdem Horn und Meuren Startsiege gegen Michael Kleofasz und Christoph Haag gelangen, fügte sich Stefan Klinge direkt mit einem Sieg gegen Klaudio Kazmierczak [Anm. der Redaktion: heißt Klaudio nicht seit Jahrzehnten „Lange“ mit Nachnamen?] in sein neues Team ein. Auch Luca Böttger, bereits im vergangenen Jahr zu den Rommersheimern gestoßen, überzeugte in der Folge, fuhr aber erst gegen Waltrop die verdiente Ernte ein. In der Schussrunde gaben die beiden Quereinsteiger letztlich die 15:13-Führung aus der Hand, Rommersheim hat nun gefühlt 80 Prozent seiner Niederlagen in den vergangenen drei Jahren mit dem grausamsten aller Endergebnisse erlitten. Erstaunlich wenig machte sich indes der Abgang von Georg Schwartz bemerkbar, den seine Teamkameraden Meuren und Horn nach zwei Jahrzehnten des gemeinsamen Weges sehr vermissten. „Ohne Georg fühlt sich das irgendwie komisch an, aber wir werden auch in seinem Geist weiter spielen“, sagte Horn. Er hatte sein Pulver leider allzu früh nach zwei Auftaktsiegen verschossen und steuert anschließende keine Siege mehr bei.
Im vergangenen Jahr hatte Rommersheim den Eröffnungsspieltag kurioserweise an genau dem selben Ort im Sportpark zu Herne gegen die selben Gegner mit genau den selben Ergebnissen beendet. Dem 15:17 folgte ein 13:19 gegen den TKC Waltrop. Dieses Endergebnis geht vor allem darauf zurück, dass Waltrop gleich mehrfach in den Schlusssekunden entscheidende Punkte eroberte. „Wir haben offenbar ein Problem, uns selbst zu belohnen“, sagte Daniel Meuren am Ende des Tages, nachdem er auch gegen Waltrop bei 6:2 Punkten ungeschlagen blieb. „Luca Böttger beispielsweise hat insgesamt besseres Tipp-Kick gespielt als ich, aber leider nur halb so viele Punkte geholt. Ich bin mir sicher, dass er sich im Rest der Saison endlich selbst mehr belohnen wird, weil ich seine Entwicklung in den vergangenen 12 Monaten ganz gut verfolgen konnte. Seine 5:3 Zähler gegen Waltrop werden ihm das nötige Selbstvertrauen für unseren Kampf gegen den Abstieg geben. Ich bin trotz der Enttäuschung heute zuversichtlicher denn je, dass wir die Klasse auch ohne Georg halten können. Wir tun das alles ja nur, um unseren Klubtalenten wie Luca oder auch jenen in der zweiten und dritten Mannschaft sportliche Perspektiven zu eröffnen.“
Die zweite Bundesliga Südwest wurde aber so oder so zum Auftakt mal wieder ihrem Ruf als beste zweite Liga aller Zeiten gerecht. Fast jeder kann in dieser Liga jeden schlagen und so hat sich Hirschlanden überraschend im dritten Spiel des Tages mit 19:13 gegen Waltrop durchgesetzt. Ausgerechnet Olaf Ruscheweyh, Waltrops im Vorjahr bester Mann, sprach sich selbst die Hauptverantwortung für die Niederlage seines Teams zu, ehe er später gegen Rommersheim wieder gewohnt stark performte..
[Anm. der Redaktion: Wenn ein zurückgetretener Spieler gleich sechsmal in einem Artikel erwähnt wird, lieber Georg, schnüre die Stiefel und lasse deine alten Kameraden nicht so leiden …, die brauchen dich!]
https://dtkv.info/wp-content/uploads/2025/03/2.-Bundesliga-Suedwest-2025-Spielort-Gevelsberg-FOTO-01.jpg15362048Daniel Meurenhttps://dtkv.info/wp-content/uploads/2017/05/DTKV-300x132.pngDaniel Meuren2025-03-11 10:07:032025-03-11 10:21:342. Bundesliga Südwest: Rückschau auf den 1. Spieltag in Herne (09.03.2025)
Im Hildesheimer Vorort trafen zunächst die Teams der Spandauer Filzteufel ’09 und TFB Drispenstedt ’77 mit ihren ersten Mannschaften aufeinander. Nach sehr gutem Start der Berliner (9-3 Führung), kämpften sich die Gastgeber wieder heran. Siege von Josh Kuhn (5:2) und Aimé Lungela (1:0) über Knut Asmis und Chris Kuch brachten das 10-10 Unentschieden. Ein starker Christoph Ihme und Daniel Bialk sorgten für die erneute Führung 13-11 für die Gäste. Nach ausgeglichener Vorschlussrunde mussten die Schlusseinzel entscheiden. Auch hier Spannung bis zum Schluss, am Ende reichten die Unentschieden, Asmis 1:1 gegen Marcus Socha und ein 4:4 von Christoph Ihme gegen Berthold Nieder für einen 17-15 Sieg der Filzteufel.
Vizemeister Gallus Frankfurt trat mit zwei „waschechten“ Berlinern (Patrick Malessa & Max Gottschalk) gegen die Spandauer an. Die warmgespielten Filzteufel erwiesen sich als starker Gegner für die Hessen. Die Partie verlief sehr ausgeglichen. Vor den beiden Schlussrunden stand es 12-12. Malessa unterlag Kuch mit 2:5 Toren, Michael Kaus bezwang Daniel Bialk knapp mit 1:0 Toren, 14-14 Remis. Dann sorgen Max Gottschalk und Frank Hampel doch noch für den Favoritensieg. Der überragende Gottschalk (8-0 Punkte) gewann 3:1 gegen Knut Asmis. Frank Hampel gewinnt gegen Christoph Ihme mit 4:2 Toren, 18-14 Sieg für die Hessen.
Drispenstedt gelang gegen die Frankfurter nur eine Führung, nach Siegen von Socha und Lungela hieß es 4-0. Dann drehten die Frankfurter jedoch auf und ließen nichts mehr anbrennen. Über ein 11-5 ging es zum 15-9 für die Gäste. Mit zwei Siegen entschieden Kaus und Malessa die Partie zugunsten von Gallus Frankfurt. Dieses Mal eine geschlossene Mannschaftsleistung der Hessen, bei den Gastgebern Josh Kuhn mit 0-8 Punkten der Ausschlag nach unten.
In den Vereinsräumen des Mehrgenerationenhauses in Herborn erwiesen sich die Gastgeber um Joachim Spahn nicht nur in der Bewirtung sehr gastfreundlich, sondern auch in dem Überlassen von Punkten. Titelverteidiger Hirschlanden dominierte beide Partien deutlich, mit je 14-2 Punkten von Harald Füßinger und Benjamin Buza und je 12-4 Punkten von Rainer Schlotz und Max Daub zeigten die Schwaben, dass sie auch in dieser Saison gewillt sind, den Titel zu behalten. Bei den Gastgebern wusste Christoph Jilo in der Auftaktpartie zu überzeugen, Siege gegen Daub und Buza, eine starke Vorstellung. Den restlichen Punkt steuerte Joachim Spahn bei. Christian Schäl und Jens Jepp konnten keine Punkte sammeln. Am Ende 26-6 für den TKC ’71 Hirschlanden.
Dieses Ergebnis gab es auch gegen den zweiten Aufsteiger die SG Wolfsburg/Adersheim. Den Niedersachsen gelangen durch Martin Leinz und Stephan Pfaff jeweils ein Sieg. Hirschlanden hatte die Partie beim Stand von 17-3 bereits entschieden. Eine weitere gute Vorstellung, am nächsten Spieltag wird es sicherlich herausfordernder für die Hirschlandener.
Im Aufsteigerduell verlief die Partie sehr ausgeglichen, die erste Führung erkämpften sich die SG aus Niedersachsen beim 9-7. Die Einwechslung von Klaus Höfer und Erik Overesch erwies sich als durchaus richtig, insbesondere Erik wusste zu überzeugen. Doch die Gäste waren mannschaftlich geschlossener. 15-13 hieß es vor den beiden Schlusseinzeln. Martin Leinz ließ Klaus Höfer beim 10:2 keine Chance und Christoph Jilo kam nicht über ein 4:4 gegen Stephan Pfaff hinaus – am Ende stand ein 18-14 Erfolg für die SG Wolfsburg/Adersheim. Beide Teams werden um den Klassenerhalt zu kämpfen haben, wobei sich die Niedersachsen mit diesen big points eine bessere Ausgangssituation geschaffen haben.
Gastgeber 1. TKC Kaiserlautern ’86 bekam es in Partie eins mit dem PWR ’78 Wasseralfingen zu tun. Die Gäste von der Ostalb hielt zu Beginn gut mit. Eine 3-1 Runde, Leon Böttger 3:3 gegen Uli Weishaupt und ein 4:0 Sieg von Philipp Baadte gegen Felix Weishaupt brachte die 10-6 Führung. Diese bauten Artur Merke und Matthias Hahnel auf 14-6 aus. Böttger und Baadte mit der Entscheidung für die Pfälzer, am Ende ein souveräner 23-9 für die Lauterer! Rückkehrer Jonathan Weber mit 5-3 Pkt. stärkster Wasseralfinger, die Lauterer mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung und durchweg positiven Punkten.
Die Wundertüte Preußen Waltrop zeigte sich gegen Wasseralfingen von seiner beständigen Seite und gewann deutlich mit 21-11 Punkten. Nur zu Beginn war die Partie ausgeglichen, dann zeigten die Westfalen, dass sie dieses Mal wieder um das Play-off mitspielen wollen. Ein starker Jens Foit, ein guter Arnold Gotzhain und auch Oliver Hahne wussten zu überzeugen. Die Schwaben von der Ostalb wenig ausgeglichen, bester Mann Kilian Weißhaupt mit 4-4 Punkten, zu wenig um gegen die Preußen aus Waltrop zu bestehen.
Im vermeintlichen Spitzenduell zwischen Lautern und Waltrop waren die Gastgeber zu stark für eine ausgeglichene Partie. Jochen Hahnel vertrat erfolgreich Artur Merke. Den frühen Rückstand wussten die Westfalen nicht mehr aufzuholen. Über 11-5 ging es schnell zum 15-9, dann sorgte Jochen Hahnel mit einem 2:1 Sieg über Jens Foit für die Vorentscheidung, 17-11. Am Ende gewann Böttger und Baadte deutlich ihre Spiele, 21-11 Endstand für Kaiserslautern und damit behielten sie auch die weiße Weste aus den beiden ersten Matches.
Fazit:
Ein erster Spieltag ohne die große Überraschung. Die Favoriten aus Hirschlanden, Frankfurt und Kaiserslautern führen die Tabelle mit 4-0 Punkten an. Drispenstedt, Wasseralfingen und Gießen stehen noch ohne Punkte da. Am 6. April 2025 geht es in Wasseralfingen, Wolfsburg und Berlin mit Spieltag 2 weiter!
Die Resultate des 1. Spieltages in der Übersicht:
Spandauer Filzteufel ’09 I – TFB Drispenstedt ’77 I 17:15 (31:34) TKC Gallus Frankfurt – Spandauer Filzteufel ’09 I 18:14 (45:37) TFB Drispenstedt ’77 I – TKC Gallus Frankfurt 12:20 (32:51) TKC ’71 Hirschlanden I – Spieltrieb Ylipulli Gießen 26:6 (68:34) SG Wolfsburg/Adersheim I – TKC ’71 Hirschlanden I 6:26 (31:57) Spieltrieb Ylipulli Gießen – SG Wolfsburg/Adersheim I 14:18 (41:51) PWR ’78 Wasseralfingen – 1. TKC Kaiserslautern ’86 I 9:23 (32:59) TKC Preußen Waltrop I – PWR ’78 Wasseralfingen 21:11 (52:41) 1. TKC Kaiserslautern ’86 I – TKC Preußen Waltrop I 21:11 (52:34)
https://dtkv.info/wp-content/uploads/2025/03/1.-Bundesliga-2025-03-09-Spielort-Drispenstedt-Foto-02-scaled.jpg19202560Rainer Schlotzhttps://dtkv.info/wp-content/uploads/2017/05/DTKV-300x132.pngRainer Schlotz2025-03-10 14:29:122025-03-10 14:41:571. Bundesliga: Rückschau auf den ersten Spieltag am 9. März 2025
Wer wird in der Saison 2025 der neue Deutsche Mannschaftsmeister?
Die Titelanwärter
Seit Jahren dominieren 3 Mannschaften die 1. Bundesliga: Der alte und neue Deutsche Mannschaftsmeister TKC ’71 Hirschlanden, TKC Gallus Frankfurt und der 1. TKC Kaiserslautern ’86. Am Play-off-Wochenende, das am 22. November 2025 in Hirschlanden stattfinden wird, entscheiden die Tagesform, die mentale Stärke, die Aufstellungstaktik und/oder ein Quäntchen Glück über die Titelvergabe. Hier sind die Favoriten:
Abb. 1: Der TKC ’71 Hirschlanden mit Benjamin Buza, Rainer Schlotz, Max Daub und Harald Füßinger (von links nach rechts). Es fehlt: Florian Stähle.
Redaktionstipp: Platz 1
Abb. 2: Der 1. TKC Kaiserslautern ’86 mit Mathias Hahnel, Philipp Baadte, Leon Böttger, Jochen Hahnel und Artur Merke (von links nach rechts).
Redaktionstipp: Platz 2
Abb. 3: Der TKC Gallus Frankfurt mit Michael Kaus, Patrick Malessa, Frank Hampel und Max Gottschalk (von links nach rechts). Es fehlen: Alexander Beck, Stefan Heinze, Sven Leu und William Schwaß.
Redaktionstipp: Platz 3
Der Rest des Feldes und der sportliche Wettkampf um den 4. Play-off-Platz und gegen den Abstieg
Um Platz 4 in der regulären Saison und somit um die Teilnahme am Play-off entscheiden meist die direkten Vergleiche der Verfolger der Titelfavoriten. Fast immer konnten sich in den letzten Jahren hier die Waltroper als Dauerabonnent durchsetzen. Bei den meisten Mannschaften entscheidet die Spielstärke des 4. Mannes, ob der Verein oben mitspielt oder ob es gegen den Abstieg geht. Platz acht und neun steigen ab.
Abb. 4: Der TKC Preußen Waltrop mit Holger Wölk, Arnold Gotzhein, Jens Foit und Oliver Hahne (von links nach rechts).
Redaktionstipp: Platz 4
Abb. 5: Die Spandauer Filzteufel ’09 mit Christian Kuch, Knut Asmis, André Bialk, Daniel Bialk und Christoph Ihme (von links nach rechts).
Redaktionstipp: Platz 5
Abb. 6: Der TFB Drispenstedt ’77 mit Aimé Lungela, Berthold Nieder, Jörg Kuhn und Marcus Socha (von links nach rechts).
Redaktionstipp: Platz 6
Abb. 7: PWR ’78 Wasseralfingen mit Felix Weishaupt, Jonathan Weber, Uli Weishaupt und Kilian Weißhaupt (von links nach rechts). Es fehlt: Jakob Weber.
Redaktionstipp: Platz 7
Abb. 8: Die SG Wolfsburg/Adersheim mit Martin Leinz, Andreas Kröning, Myrko Baumgart und Stephan Pfaff (von links nach rechts).
Redaktionstipp: Platz 8
Abb. 9: Spieltrieb Ylipulli Gießen mit Klaus Höfer, Christian Schäl, Christoph Jilo, Jens Jepp (knieend), Erik Overesch und Joachim Spahn (von links nach rechts). Es fehlt: Valentin Tenner.
Redaktionstipp: Platz 9
https://dtkv.info/wp-content/uploads/2025/03/1.-Bundesliga-2025-Mannschaftsbild-Beitragsbild.jpg11351308André Bialkhttps://dtkv.info/wp-content/uploads/2017/05/DTKV-300x132.pngAndré Bialk2025-03-09 22:15:352025-03-10 17:16:551. Bundesliga: Alle Mannschaften und ihre Spieler (Saison 2025)
Wer wird 2025 der neue Deutsche Mannschaftsmeister?
Am Sonntag, dem 9. März 2025, geht es wieder los – die neun Clubs der ersten Liga gehen in ihren ersten Spieltag.
In Herborn tritt Titelverteidiger TKC ’71 Hirschlanden gegen die beiden Aufsteiger Yilipulli Gießen und die SG Wolfsburg/Adersheim an. Alles andere als 2 Pflichtsiege käme einer Sensation gleich, doch kampflos werden sich die Mannen um Christian Schäl und Martin Leinz sicher nicht ergeben. Im direkten Duell werden wichtige Punkte um den Klassenerhalt vergeben, hier wird für Spannung gesorgt sein.
In Kaiserslautern trifft Gastgeber 1. TKC Kaiserslautern ’86 in der „Hölle“ auf den TKC Preußen Waltrop und den PWR ’78 Wasseralfingen. Ob die Pfälzer in diesem Jahr wieder ganz vorne angreifen können? Nach dem Heimrecht in den Play-offs ohne Titel sind die Mannen um Philipp Baadte sicher motiviert. Die Preußen aus Waltrop sind wie immer die Wundertüte der Liga – mal besiegen sie die Großen, aber manchmal verlieren sie auch gegen die Kleinen. Gleich zwei wichtige Partien für Holger Wölks Truppe. Die Weber/Weishaupt-Auswahl kann in Bestbesetzung sicher für Überraschungen sorgen, für Stimmung an der Platte ist in jedem Fall gesorgt!
Dritter Austragungsort ist der Hildesheimer Vorortverein TFB Drispenstedt ’77. Dort trifft die Truppe um Aimé Lungela auf die Teams Spandauer Filzteufel ’09 und Vizemeister TKC Gallus Frankfurt. Die runderneuerten Niedersachsen treffen auf zwei starke Gegner. Die Spandauer wollen ihre starke letzte Saison bestätigen, mit den Neuzugängen Christoph Ihme und Daniel Bialk im Kader ist das sicher möglich. Vizemeister Frankfurt tritt mit dem größten Kader der Liga an, wir sind auf die Aufstellungen der Hessen gespannt!
Im November treffen die vier besten Teams in Hirschlanden aufeinander. Titelverteidiger TKC ’71 Hirschlanden wird sicher alles dafür tun, um im Finale daheim dabei zu sein. TKC Gallus Frankfurt und der 1. TKC Kaiserslautern ’86 sind sicher auch ganz vorne einzuschätzen, um den vierten Platz wird es ein sehr enges Rennen geben. Im Keller werden es die beiden Aufsteiger aus den 2. Bundesligen schwer haben sich in der 1. Bundesliga zu behaupten, doch spätestens nach Spieltag 4 werden wir alle schlauer sein!
Der DTKV wünscht allen Vereinen viel Erfolg und faire Spiele zum Saisonauftakt!
Überblick über die Austragungsorte der Partien der 1. Bundesliga in der Saison 2025:
https://dtkv.info/wp-content/uploads/2025/03/Bundesliga-2025.jpg9221897Rainer Schlotzhttps://dtkv.info/wp-content/uploads/2017/05/DTKV-300x132.pngRainer Schlotz2025-03-04 12:12:112025-03-04 19:20:221. Bundesliga: Vorschau auf den ersten Spieltag am 9. März 2025
Die Mannen um Andreas Sigle haben es nochmals geschafft, mit 21-11 Punkten haben sie das interne Duell gewonnen. Die „Dritte“ trat mit Walli Hautschek an, der nach langer Zeit sein Comeback gab.
Abb. 1: Der neue Tabellenführer der Regionalliga Süd, Staffel Südwest, mit Jürgen Bischof, Walter Hautschek (N), Andreas Sigle, Robert Matanovic (von links nach rechts)
Die Kids unterstützt von den Trainern Max Daub und Beni Buza zeigten ihr Können und brachten die erfahrenen Spieler der „Dritten“ ganz schön ins Schwitzen. „Walli“ Walter Hautschek konnte gegen die Kids keinen Punkt gewinnen! Mika Buza gewann zusätzlich noch gegen Jürgen Bischof, das Remis gegen Heidi Grellmann war etwas glücklich für Jürgen Bischof, die Kids zeigten was sie im Training gelernt haben, Maxi Scheibitz und Jakob Grätscher glänzten mit schönen Toren. Bei der „Dritten“ waren Andreas Sigle und Robert Matanovic mit je 8-0 Punkten die Sieggaranten, eine konzentrierte Leistung war dafür aber unbedingt notwendig, sonst hätten sie tatsächlich „alt“ ausgesehen.
Abb. 2: Heidi Grellmann (links, TKC ’71 Hirschlanden IV) gegen DTKV-Ehrenmitglied Andreas Sigel (TKC ’71 Hirschlanden III). Aufmerksamer Schiedsrichter ist Mika Buza.
Mit dabei war auch Sportredakteur Volker Leitner von Regio TV. Er machte Aufnahmen für die Reihe „Vereine im Porträt“, die ab dem 11.03. auf RegioTV ausgestrahlt wird. Wir sind gespannt auf die Aufnahmen und die Interviews! Danke für den Besuch an Volker und RegioTV!
Abb. 3: Heidi Grellmann (TKC ’71 Hirschlanden IV) im Interview mit Regio TV.
Fazit:
Ein gelungener Auftritt unserer Kids, doch die Erfahrung war dieses Mal noch einen guten Tick besser!
Ergebnisübersicht:
Hirschlanden III – Hirschlanden IV. 21-11 Pkt., 61:45 Tore
„Dritte“:
Andreas Sigle: 8-0 Pkt., 25:12 Tore (3:2, 7:3, 6:2, 9:5)
Robert Matanovic: 8-0 Pkt., 14:2 Tore (5:2, 4:0, 4:0, 1:0)
Jürgen Bischof: 5-3 Pkt., 16:13 Tore (5:3, 2:2, 4:5, 5:3)
Walter Hautschek: 0-8 Pkt., 6:18 Tore (1:6, 1:2, 1:3, 3:7)
„Vierte“:
Mika Buza: 4-4 Pkt., 10:16 Tore (2:1, 0:4, 5:4, 3:7)
Jakob Grätscher: 2-6 Pkt., 15:18 Tore (3:5, 7:3, 0:1, 5:9)
Die aktuelle Tabelle der Regionalliga Süd, Staffel Südwest:
Anmerkung der Redaktion: Der komplette Ergebnisdienst der Regionalliga Süd, Staffel Südwest, ist aktuell und hier einsehbar.
https://dtkv.info/wp-content/uploads/2025/02/2025-02-21-RL-Sued-Staffel-SW-Hirsche3-Hirsche4-Foto-02.jpg797598Rainer Schlotzhttps://dtkv.info/wp-content/uploads/2017/05/DTKV-300x132.pngRainer Schlotz2025-02-23 15:03:282025-02-24 17:26:39Regionalliga Süd – Staffel Südwest: Auch im internen Duell überzeugt die U18-Nachwuchsmannschaft der Hirschlandener (21.02.2025)
Die Regionalliga Süd, Staffel Südwest, absolviert nahezu die gesamte Hinrunde in Rommersheim mit dem ersten deutsch–französischen Team der Tipp-Kick-Geschichte.
Durchschnittsalter: 10 Jahre! Während in den vergangenen Jahren sehr viel zurecht über den Alterungsprozess im Tipp–Kick gesprochen wurde, überraschte Hirschlanden beim Regionalliga- Spieltag in Rommersheim mit einer vierten Mannschaft, die aus Spielern im Alter zwischen neun und elf Jahren bestand! Das Beste: das Team gewann sogar sein Duell gegen die vom Altersschnitt etwas höher angesiedelte, aber von der Spielerfahrung her noch geringer ausgestattete dritte Mannschaft der TG 1860 KarlMay Rommersheim. Das Endergebnis lautete 18:14 für die Schwaben nach enorm spannendem Spielverlauf.
Insgesamt waren sieben Kinder und Jugendliche am Start: Samira und Jeremias Meuren, Ava Pfeifer auf der Rommersheimer Seite sowie Heidi Grellmann, Jamil Hecker, Erik Schwarz und Jakob Grätscher im Hirschlandener Team. Lediglich das Fehlen von Otto Pfeifer jun. wegen anderer sportlicher Verpflichtungen verhinderte ein reines Duell zwischen der Nachwuchsschar!
Zur Halbzeit hatten sich die Rommersheimer auf ein Unentschieden heran gekämpft, so verwunderte es nicht, dass die Entscheidung in der letzten Runde fiel, in der zwei unentschiedene Partien den Erfolg der Hirschlandener sicherten.
Abb. 1: Da lacht das Tipp-Kick-Herz, wenn die Jugend um Punkte kämpft! Samira Meuren (rote Trainingsjacke, Rommersheim) und Heidi Grellmann von Hirschlanden (nicht im Bild) sind die zur Zeit besten deutschen U18-Spielerinnen.
Das Wochenende in Rheinhessen bot aber noch weiteres extrem Bemerkenswertes: durch den Beitritt von Hervé und Léandre Lançon vom französischen Club TKC Axonnais ist Rommersheim der erste deutsch–französische Verein der Tipp–Kick–Geschichte! Ein weiteres Novum für die Mannen um Daniel Meuren, man denke nur an die Ehrenmitgliedschaft von Campino!
Léandre Lançon ist als Stammspieler der zweiten Mannschaft eingeplant, seinHervé Lançonpendelte an diesem Wochenende zwischen der dritten und zweiten Mannschaft.
Ähnlich spannend wie das Jugendspiel verlief auch das Duell zwischen der zweiten Mannschaft des Gastgebers und der dritten Mannschaft des TKC ’71 Hirschlanden. Am Ende siegten die Mannen um DTKV-Ehrenmitglied Andreas Sigle mit 20:12.
Abb. 2: Deutsch-französische Tipp-Kick-Freundschaft. Hervé Lançon (links) und Andreas Sigle (TKC ’71 Hirschlanden) sind begeistert von den Nachwuchsmannschaften.
Insgesamt fanden über das Wochenende verteilt 7 Mannschaftswettkämpfe statt. Die meisten Partien verliefen erwartungsgemäß einseitig, zu stark war der Aufstiegsfavorit 1. TKC Kaiserslautern ’86 III. In der Addition gab man lediglich sechs Einzelpunkte ab.
Die Duelle der erfahrenen Teams mit den Nachwuchs–Mannschaften aus Hirschlanden und Rommersheim endeten ebenfalls recht klar.
Abb. 3: Spielszene aus der Partie TG 1860 KarlMay Rommersheim III gegen 1. TKC Kaiserslautern ’86 III (Endstand: 2:30). An der vorderen Platte Samira Meuren (links) gegen Markus Meyer, Schiedsrichter Stefan Stranz. Im Hintergrund Hervé Lançon (links) gegen Tobias Hehn, Schiedsrichter Stefan Maxara. Der interessierte Zuschauer Harald Geier sieht eine torreiche Partie.
In der Tabelle der Regionalliga Süd, Staffel Südwest, liegt der Aufstiegsfavorit 1. TKC Kaiserslautern ’86 III gemeinsam mit dem TKC ’71 Hirschlanden III verlustpunktfrei an der Spitze. Die einzelnen Spielprotokolle aller stattgefundenen Partien können hier eingesehen werden.
https://dtkv.info/wp-content/uploads/2025/02/RL-Sued-Staffel-SW-Foto-3-scaled.jpg19202560Daniel Meurenhttps://dtkv.info/wp-content/uploads/2017/05/DTKV-300x132.pngDaniel Meuren2025-02-14 14:29:142025-02-14 15:20:48Regionalliga Süd – Staffel Südwest: Aufstiegsfavorit 1. TKC Kaiserslautern ’86 III dominiert den 1. Spieltag in Rommersheim (31.01.-02.02.2025)
Nach langer Durststrecke: Der TKC Gallus Frankfurt gewinnt die DTKV-Pokalendrunde in Kaiserslautern
Es war alles bestens angerichtet. Der 1. TKC Kaiserslautern ’86, ein seit Jahren verlässlicher Turnierausrichter, bot den Tipp-Kick-Freunden schon am Vorabend der DTKV-Pokalendrunde eine spektakuläre Auslosung der Achtelfinalgruppen. Ganz im Stile der Sportschau zog die „Glücksfee“ Konrad Sundermann Los um Los und am Ende freuten sich etliche Mannschaften über ihr vermeintliches Losglück.
Am Samstag, dem 9. November 2024, wurden die 24 Achtelfinalpartien im Gruppenmodus ausgespielt. Einen Tag später folgten die Viertel- und Halbfinalspiele sowie das Finale im K.-o.-Modus.
Bemerkenswert, dass auch eine französische Mannschaft (TKC Axonais) im deutschen Pokalwettbewerb antrat und dabei zwei der besten Jugendspieler Deutschlands in ihr Team integrierte.
Der Spielort:
Achtelfinale, Gruppe A
Gleich drei Bundesligisten der kommenden Saison 2025 sowie der TKC 91 Nürnberg als krasser Außenseiter trafen in dieser Gruppe aufeinander. Die SG Wolfsburg/Adersheim als Aufsteiger in die Bundesliga deklassierte im Auftaktspiel den Regionalligisten aus Nürnberg, kassierte aber seinerseits klare Niederlagen gegen 1. TKC Kaiserslautern ’86 I und TKC Preußen Waltrop. Man sollte sich verstärken, wenn nicht gleich der erste Spieltag der neuen Bundesligasaison der Beginn einer Abschiedstournee sein soll. Im Spitzenspiel zweier langjähriger Play-Off-Mannschaften gerieten die Waltroper gegen Kaiserslautern I schnell mit 1:7 und 3:13 in Rückstand, erholten sich nicht vom schlechten Start und belegten am Ende Tabellenplatz 2.
Jens Foit holte mit 19:5 Punkten die meisten Punkte in dieser Gruppe, profitierte aber davon, dass die Lauterer den eigenen Spitzenspielern Pausen wegen der anstehenden DMM-Play-Off-Spiele gönnten. Leon Böttger gelangen 17:7 Punkte. Der beste Wolfsburger war mal wieder Martin Leinz mit 14:10 Punkten auf Platz 20 der Achtelfinal-Einzelwertung. Der erfolgreichste Nürnberger, Peter Dobler, holte bei diesen schweren Gegnern immerhin 5:19 Punkte und landete auf Platz 60.
Achtelfinale, Gruppe B
In der Gruppe B tummelten sich neben dem haushohen Favoriten TKC Gallus Frankfurt noch 3 Mitbewerber um Platz 2. Die Drispenstedter, die noch wenige Wochen zuvor den amtierenden Deutschen Mannschaftsmeister Hirschlanden in die Knie gezwungen hatten, traten allerdings nur mit 3 Spielern in den Pokalpartien an. Aimé Lungela und die beiden Bialks fehlten, Jörg Kuhn und Thomas Krätzig sprangen ein und versuchten mit Berthold Nieder das Beste aus der Situation zu machen, unterlagen aber allen drei Konkurrenten. Gegen den 1. TKC Kaiserslautern ’86 II war die Niederlage mit 15:17 äußerst knapp, doch im Schlüsselspiel der vorletzten Runde bezwang Justin Rennings, der ehemalige Deutsche U-18-Meister, den Amberger Gastspieler Thomas Krätzig mit 6:2.
Über TKC Gallus Frankfurt braucht man kein Wort zu verlieren, die Pokalspiele waren nur ein Warm-Up für das abendliche Play-Off der DMM. Geschickt setzte man Stefan Heinze und Sven Leu ein, um Körner zu sparen.
Die Entscheidung um Tabellenplatz 2 fiel im Spiel zwischen der TG 1860 KarlMay Rommersheim gegen den 1. TKC Kaiserslautern ’86 II. Die Rommersheimer konnten Georg Schwartz, dessen Vorhang im Mannschaftsspielbetrieb eigentlich gefallen sein sollte, reaktivieren. Dann tauchte zur Verblüffung etlicher Spieler auch Jonathan Weber auf, der vor seinem damaligen Rückzug Turnier um Turnier dominiert hatte. Prompt holte er 17:7 Punkte für die Rommersheimer und landete damit auf Platz 12 der Achtelfinal-Einzelwertung. Doch der Sieger dieser Partie war nicht die Mannschaft der genannten arrivierten Spieler, sondern die Lauterer. Frisch aus der Regionalliga Süd in die 2. Bundesliga Südwest aufgestiegen, verstärkte man sich mit dem Heimkehrer Michael Link, der überaus erfolgreich mit den Spandauer Filzteufeln ’09 in der vergangenen Bundesligasaison gespielt hatte. Matchwinner im Spiel gegen Rommersheim war jedoch Fabian Werle mit 6:2 Punkten, der zudem gegen keinen seiner vier Gegner verlor.
Erwähnenswert, dass in der Partie TFB Drispenstedt ’77 vs. TG 1860 KarlMay Rommersheim der einzige Einsatz einer weiblichen Spielerin im diesjährigen Pokalwettbewerb verzeichnet werden konnte. Samira Meuren, Tochter des doppelten Lottchens, sorry, doppelten DEM-Vizemeisters Daniel Meuren gelangen bemerkenswerte 4:4 Punkte. Auch erwähnenswert, dass N.N. – kein Unbekannter nach über hunderten Einsätzen seit 1973 – immer mehr Gestalt annimmt und endlich Tore schießt. Gemäß dem Spielbogen im letztgenannten Spiel gelangen N.N. 8:16 Tore, nur mit den Punktgewinnen (0:8) haperte es noch.
Achtelfinale, Gruppe C
Das Altberliner Original „Ewald Kasupke“ sagt, wie es ist: „Der Pokal lebt davon, dass wild gelost wird“ und die Gruppe C bestand aus den Traumlosen TKC Axonais (Frankreich), TKC Headbangers Balingen I, TKC Headbangers Balingen II sowie TKC ’71 Hirschlanden I. Hirschlanden I freute sich, denn man konnte Kräfte sparen und relativ geruhsam in das Viertelfinale einziehen. Man gönnte dem Gegner 15 Spielpunkte und belegte in der Einzelwertung des Achtelfinales die Plätze 1 bis 3. Dabei hatte Benjamin Buza gegenüber Harald Füßinger bei Punktgleichheit (22:2) lockere 3 Tore mehr in der Differenz erzielt (+43 gegenüber +40).
Neben TKC ’71 Hirschlanden I freuten sich die drei Gruppengegner, denn es war klar, dass der beste von ihnen ins Viertelfinale einziehen würde. Der TKC Headbangers Balingen I nutzte die Gunst der Stunde und gewann nach der Auftaktniederlage die beiden weiteren Achtelfinalspiele souverän. Gleichzeitig wurde der 2. Mannschaft im internen Duell gezeigt, wo der Hammer im eigenen Hause hängt. Und so kletterte Dawood Malik mit 17:7 Punkten auf Platz 9 der Einzelwertung des Achtelfinales. Das französisch-deutsche Mischteam kämpfte, musste aber viel Lehrgeld bezahlen. Felix Weishaupt und Sascha Item gelangen je 12:12 Punkte, Léandre Lançon als bestem Franzosen noch respektable 10:14 Punkte.
Achtelfinale, Gruppe D
Die Rollenverteilung in der Gruppe D war klar. Die Bundesligisten von den Spandauer Filzteufeln ’09 und Flinke Finger Bruck wollten Platz 1 und 2 unter sich ausspielen, TKC ’71 Hirschlanden II und 1. TKC Kaiserslautern ’86 III sollten sich gefälligst nur mit den undankbaren Plätzen 3 und 4 begnügen. Und manchmal werden Wünsche erfüllt, denn es kam dann auch so.
Die Filzteufel mussten ohne Michael Link in der Pokalendrunde antreten, eine Schwächung, die sich im Spiel gegen Bruck bemerkbar machen sollte. Bruck gewann 18:14, Peter Funke war gemeinsam mit Philipp Derungs beim Sieger der emsigste Punktesammler (je 6:2). Michael Kalentzi überraschte mit 5:3 Punkten und lag damit vor Christian Kuch, dem besten Bundesligaspieler der laufenden Saison. Das Schlüsselspiel Derungs gegen Kuch im letzten Durchgang gewann überraschend der Schweizer mit 3:2.
Im Spiel um Platz 3 der Gruppe D setzten sich gefühlte 120 Jahre Tipp-Kick-Erfahrung (= TKC ’71 Hirschlanden II) gegen die 3. Mannschaft der Lauterer durch. Deren Leitwolf Michael Steinfeld punktete mit makellosen 8:0 Punkten. Überzeugend auch Mika Hahnel aus der Tipp-Kicker-Großfamilie Hahnel, der seine ersten Meriten einfahren konnte. Seine 4:4 Punkte deuten auf seine Ambitionen hin, den Papa eines Tages um Längen hinter sich zu lassen. Auf Seiten der Hirschlandenern wurden 5 Spieler eingesetzt, Christoph Haag mit 15:9 Punkten landete immerhin auf Platz 17 der Einzelwertung, der Routinier Klaudio Lange (6:10) landete mit seinen Klubkameraden Michael Bräuning (7:9) und Stefan Poetsch (8:16) im Mittelfeld der Einzelwertung, Michael Kleofasz irgendwo dazwischen.
Die ehemaligen Deutschen Einzelmeister der 80er Jahre Peter Funke (Flinke Finger Bruck) und Michael Steinfeld (1. TKC Kaiserslautern ’86 III) belegten als Gruppenbeste mit den Plätzen 7 und 8 und mit je 18:6 Punkten ehrenwerte Plätze in der Einzelwertung des Achtelfinales.
Im Viertelfinale wurde keine Knallerpartie ausgelost. Denkste! Sensationell verlor der am Vorabend frischgebackene Deutsche Mannschaftsmeister TKC ’71 Hirschlanden I mit 15:17 gegen den TKC Preußen Waltrop. Was für ein Knall, fast ein Erdbeben! Ein ausgeglichener Spielverlauf, mal führten die Waltroper (3:5, 5:7), dann die Hirschlandener (11:9, 13:11). Doch dann ging den Schwaben die Luft aus oder die Waltroper bekamen die berühmte zweite Luft. 6:2 Punkte in den letzten beiden Durchgängen drehten die Partie. Aus der Traum vom Triple im Pokal nach dem parallelen Triple-Gewinn der DMM am Vortage. Wodran lag es? Hatten die Mannen um Harald Füßinger das Momentum nicht auf ihrer Seite? Hatten sie zu viel gefeiert? Waren sie zu satt? Fehlte Max Daub und man hatte zu viele Körner in den Spielen zuvor gelassen? Oder haben die Preußen aus Waltrop einfach stark aufgespielt? Wir wissen es nicht. Glückwunsch, Waltroper Jungs! Es wird Zeit, dass die Big-Three der Tipp-Kick-Szene auseinander gefegt werden.
Im zweiten Viertelfinalspiel erteilte 1. TKC Kaiserslautern ’86 I dem TKC Headbangers Balingen I eine Lektion. 31:1 Spielpunkte zeigen einen Mehrklassenunterschied.
Die nächste Überraschung landete der 1. TKC Kaiserslautern ’86 II. Man bezwang die favorisierten Spandauer Filzteufel ’09 mit 17:15. Wieder gelang Michael Kalentzi ein Sieg im letzten Durchgang, wieder verlor Christian Kuch sein letztes Spiel. Matchwinner aber war Michael Link, der im ersten Spiel nach seinem Ausscheiden bei den Spandauer Filzteufeln ’09 gegen seine ehemaligen Teamkollegen mit 8:0 Punkten geradezu triumphierte. Ob er dabei seine Siegerfaust gegen den Himmel streckte, ist nicht überliefert.
Spiel 4 im Viertelfinale ist schnell erzählt. Der TKC Gallus Frankfurt ging schnell gegen die Flinken Finger Bruck in Führung, baute diese aus und man gewann letztendlich ungefährdet mit 23:9. Michael Kaus (8:0) auf der einen Seite und der Schweizer Manuel Häfeli (4:4) auf der anderen Seite überzeugten.
Halbfinale
Das Losglück war den Underdogs des Halbfinales nicht hold. TKC Gallus Frankfurt gegen TKC Kaiserslautern ’86 II und TKC Kaiserslautern ’86 I gegen TKC Preußen Waltrop lautete die Auslosung.
Der TKC Gallus Frankfurt dominierte das Spiel gegen TKC Kaiserslautern ’86 II und bereits 2 Runden vor Schluss war beim Stand von 16:8 der Drops gelutscht. Kein Finale gegen die eigene 1. Mannschaft. Doch die Frankfurter, die 2024 eine grandiose Saison gespielt hatten und nur im DMM-Finale die bis dato einzige Niederlage im Kalenderjahr kassieren mussten, waren einfach gieriger auf den Erfolg, spielerisch und mental hoch überlegen.
Noch deutlicher gewann die TKC Kaiserslautern ’86 I gegen den TKC Preußen Waltrop. Den alten Herren aus der Region Ostvest waren anscheinend platt wie eine Flunder nach 5 Mannschaftsspielen am Wochenende oder reichte ihnen der Pyrrhussieg gegen TKC ’71 Hirschlanden I? 10:2, 18:2, 22:6 hießen die Zwischenstände, 24:8 der Endstand. Keiner der 4 Waltroper schoss mehr als 7 Tore in den 4 Einzelspielen, doch Holger Wölk konnte immerhin damit noch 3:5 Punkte erringen. Auf der Lauterer Seite kassierte keiner der 4 Spieler mehr als 7 Tore und die beiden Spieler Sebastian Baadte und Mathias Hahnel jubelten über 7:1 Punkte.
Finale
Wie erwartet bestritten zwei der Big-Three-Mannschaften das Finale. Wer sollte siegen? Der TKC Gallus Frankfurt, angeführt von Michael Kaus mit einem unglaublichen Hunger nach Titeln ausgestattet, oder die 1. Mannschaft des 1. TKC Kaiserslautern 86, angeführt von dem Deutschen Einzelmeister Artur Merke? Atemlose Spannung war angesagt. Für solche Spiele lieben wir den Tipp-Kick-Sport.
Die Erfahrung, sprich die gesamte Titelanzahl der vier Finalspieler in Zahlen (Gallus-Kaiserslautern): Mannschaftsmeistertitel 18:3, Pokalsiegertitel 27:2, Sektionstitel (inkl. DEM) 26:11 (alle Zahlen ohne Gewähr).
Somit gingen die Frankfurter als leichter Favorit ins Finale, dagegen stand der Heimvorteil der Lauterer. Man wählte auf der Frankfurter Seite die Standardaufstellung H-B-K-G. Die Taktikfüchse aus der Pfalz stellten den aktuellen Deutschen Einzelmeister Artur Merke gegen Michael Kaus in Runde 2 auf, frei nach dem Motto, dem „emotional Leader“ der Frankfurter solle gleich mal der Zahn gezogen werden.
Kaiserslautern Rechnung ging auf. Über 2:6, 3:9 und 5:11 führte man souverän. Nur ein Spiel von acht Spielen hatte man verloren. Und dann kam das, was in unzähligen Wettkämpfen vieler Sportarten zu beobachten ist: in aussichtsreicher Position in Führung liegend, wird die Chance zu gewinnen, nicht genutzt.1 Gallus Frankfurt gewinnt 4 Spiele in Serie, geht mit 13:11 in Führung, verteidigt die 2-Punkte-Führung bis zum Schluss und gibt das Spiel nicht mehr her. Glückwunsch, Frankfurt, ihr habt nicht nur den Bembel als schönste Tipp-Kick-Trophäe, sondern auch einen weiteren Titel! Den, äh …, 9. Titel als Pokalsieger. Rekord ausgebaut!
Das Siegerbild mit Frank Hampel, Max Gottschalk, Michael Kaus, Sven Leu und Alexander Beck (von links nach rechts). Es fehlt Stefan Heinze.
1 Unzählige sportpsychologische Artikel setzen sich mit diesem Thema auseinander. Hier ein Link zum Einstieg in das Thema: Die Angst vor dem Sieg.
Weitere Bilder von der DTKV-Pokalendrunde 2024:
Ein Dankeschön an Michael Link für die zugesandten Spielprotokolle, Video und Bilder!
https://dtkv.info/wp-content/uploads/2017/05/DTKV-300x132.png00André Bialkhttps://dtkv.info/wp-content/uploads/2017/05/DTKV-300x132.pngAndré Bialk2024-11-18 19:58:202024-11-19 13:29:52Bericht zur DTKV-Pokalendrunde in Kaiserslautern (9.-10.11.2024)
Nachfolgend die Berichte zum Spielbetrieb der Regionalliga West von Siggi Gies (TKC 1986 Gevelsberg) und Axel Bennemann (TKV Mönchengladbach HB 03):
Showdown in Bochum
TKC 1986 Gevelsberg II reiste zu seinen letzten beiden Saisonspielen der Regionalliga West nach Bochum, um gegen die heimische zweite Mannschaft in Hin- und Rückspiel anzutreten.
4:0 Punkte wurden benötigt, um den Aufstieg in die 2. Bundesliga Südwest fast perfekt zu machen. Der Konkurrent aus Mönchengladbach würde bei zu erwartenden 8:0 Punkten aus seinen letzten Saisonspielen punktgleich den Zieleinlauf schaffen, könnte aber durch vier haushohe Siege nach Spielpunkten vorne liegen.
Im ersten Match des Tages stand es 9:7 für Gevelsberg, als das letzte Spiel die Entscheidung bringen musste. Hier gewann Björn Schulte mit 5:1 gegen Gerald Kretlow und sorgte so für den 9:9 Endstand. Beste Spieler waren Björn Schulte bei Bochum mit 4:2 Punkten und Siggi Gies bei Gevelsberg mit 5:1 Punkten.
Im Rückspiel setzte Bonnemann bei Bochum aus und mit Stefan Knopp kam ein neuer Spieler zum Einsatz. Diesem gelang gegen Manu Winter ein überraschendes 5:5. Sie holte insgesamt 2 Punkte, Gerald Kretlow 4 und der überragende Siggi Gies gewann alle drei Spiele. Der Endstand lautete somit 12:6 für Gevelsberg.
Abb. 1: Der sportliche Aufsteiger TKC 1986 Gevelsberg II mit Gerald Kretlow, Manu Winter und Siggi Gies (von links nach rechts)
Auf Grund des Remis im Hinspiel liegt der Matchball zum Aufstieg nun bei Mönchengladbach. Vielleicht gelingt es der vierten Mannschaft der Gevelsberger am nächsten Wochenende in Mönchengladbach, dem haushohen Favoriten zumindest einen Punkt in zwei Spielen abzuknöpfen.
Doch dann kam alles ganz anders.
Am Abend zog der TKV Weiß Weiß Steinbeck seine Mannschaft aus dem Spielbetrieb zurück. Dadurch dass die gegen die zweite Mannschaft von Gevelsberg errungenen 2:2 Punkte herausgerechnet wurden, ergibt sich ein neues Tabellenbild der Regionalliga West:
Damit ergibt sich folgendes Tabellenbild an der Spitze: Gevelsberg führt nun mit 25:3 Punkten uneinholbar. Damit steigt auch die zweite Mannschaft der Gevelsberger erstmalig in die 2. Bundesliga Südwest auf!
Hier gilt man als krasser Außenseiter. Aber vielleicht kommt ja wieder alles ganz anders! Im März geht es dann endlich los. Bis zum nächsten Jahr!
Siggi Gies
Vizegladbach festigt Tabellenplatz 2
Zum Schaulaufen um die goldene Ananas trafen sich heute in Jüchen der TKV Mönchengladbach und die Viertvertretung des TKC 1986 Gevelsberg. Das Aufeinandertreffen des aktuell Ligazweiten gegen den derzeitigen Ligadritten hätte eine richtig spannende Angelegenheit im Meisterschaftsrennen werden können. Hätte, hätte, Fahrradkette. Durch den Rückzug der Steinbecker und den damit einhergehenden Abzug der Gewinnpunkte (4 bei Mönchengladbach, 2 bei Gevelsberg II) ist es dem TKV Mönchengladbach leider nicht mehr vergönnt, ins Meisterschaftsrennen einzugreifen – schade, dass so entschieden wurde. Der Titel geht in diesem Jahr somit an Gevelsberg II! Glückwunsch an dieser Stelle, gutes Gelingen sowie eine würdige Vertretung der Westvereine sei an dieser Stelle sportlich und neidlos gewünscht!
Zum heutigen Spiel: Gladbach trat mit Axel Bennemann, Björn Groterath und Daniel Peltzer an. Nach einigem hin- und her bekam auch Gevelsberg IV eine vollwertige Mannschaft zusammen: Sascha Gies ergänzte den Kader um die Schwerter Brüder Christopher und Michael Sammrei.
Das Hinspiel war eine einseitige Angelegenheit. Mit teils deutlichen Ergebnissen zeigte der TKV Mönchengladbach den Gevelsbergern klar die Grenzen auf und bewies, dass man nicht ganz zu Unrecht zu den Top Teams der Liga gehört: 18:0 das Endergebnis (Bennemann, Groterath, Peltzer je 6:0).
Abb. 2: Konzentration und Anspannung an der Spielplatte. Der Schuss des Gevelsbergers Michael Sammrei (rechts) wird zur Ecke abgewehrt. Der Gladbacher Daniel Peltzer gewinnt 6:5.
Im anschließenden Rückspiel sah die Sache dann aber anders aus. Hier zeigte sich, wie schnell sich ein Blatt drehen kann. Gleich in den ersten Runden gaben die Gevelsberger Vollgas, während sich die Gladbacher wohl noch im Siegesrausch des Hinspiels sonnten. Nach zwei Runden lagen die Gevelsberger schon 7:1 vorne. Dann besannen sich die Gladbacher aber doch wieder auf ihre Stärken und konnten bis zur Vorschlussrunde auf 8:8 Punkte verkürzen. Das „Endspiel“ musste es richten. Axel Bennemann behielt die Nerven und konnte letztlich deutlich mit 7:2 gegen Christopher Sammrei gewinnen. Das Spiel ging somit in der Gesamtabrechnung 10:8 an Mönchengladbach – das war eng (Groterath 4:2, Bennemann und Peltzer je 3:3)!
Abb. 3: Das Spiel Björn Groterath (links) gegen Sascha Gies endet 6:1.
Wie bei Heimspielen der Gladbacher üblich, klang auch dieser Spieltag mit einer gemeinsamen Grillrunde und netten Gesprächen gemütlich aus.
Auch wenn es in diesem Spiel um nichts mehr ging (außer vielleicht um die Ehre) – so zeigten doch beide Mannschaften (trotz personeller Engpässe), dass man auch solche Spiele ernst nehmen kann und dass es möglich ist, mit etwas Liebe zum Hobby eine Saison würdig zu Ende zu spielen.
Ciao, ciao, euer TKV.
Axel Bennemann
https://dtkv.info/wp-content/uploads/2024/10/Regionalliga-West-Saison-2024-Gladbach-Gev4-Mannschaften.jpg450600André Bialkhttps://dtkv.info/wp-content/uploads/2017/05/DTKV-300x132.pngAndré Bialk2024-10-21 17:05:422024-10-21 19:54:29Regionalliga West – Zwei Berichte zum Showdown im Oktober